Electronic Arts: Peter Moore (Chief Operating Officer) und die Explosion des Frauenanteils in der Spiele-Entwicklung

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johndoe818235
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Re: Electronic Arts: Peter Moore (Chief Operating Officer) und die Explosion des Frauenanteils in der Spiele-Entwicklung

Beitrag von johndoe818235 »

Kajetan hat geschrieben:
adlerfront hat geschrieben: Mein Professor würde dennoch die Hände über den Kopf zusammenschlagen, denn du setzt die ethnische Herkunft mit kultureller Herkunft automatisch gleich. Zehn Personen aus zehn verschiedenen Ethnien müssen nicht zwangsweise zehn unterschiedliche kulturelle Auffassungen haben, so können sich viel mehr ähneln als man annimmt.
Ich kaufe ein "kann" :)

"Kann" zu mehr kultureller Diversität führen.
Ich sehe, wir sind uns dann auch einig ;)

Auch wenn ich glaube, dass ea es nicht versteht...
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sourcOr
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Re: Electronic Arts: Peter Moore (Chief Operating Officer) und die Explosion des Frauenanteils in der Spiele-Entwicklung

Beitrag von sourcOr »

Wigggenz hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben:
BalphemorVonPunin hat geschrieben:Quote ist BULLSHIT! Qualifikation muss im Vordergrund stehen..
Quote ist aber überall dort notwendig, wo eben NICHT Qualifikation, sondern andere Gründe wie z.B. Hautfarbe, Geschlecht, Herkunft über die Jobauswahl entscheiden.
Absolute fixe Quoten führen dennoch dazu, dass im Einzelfall eben doch nicht Qualifikation entscheidet, solange eine bestimmte Quote eben noch nicht erreicht ist. Keineswegs immer, aber es kommt vor. Ein gesellschaftliches Ziel zu "brute forcen" ist der falsche Weg. Auswahlpraxis nach Beispiel des öffentl Dienstes iVm AGG etc. ist viel eher zweckdienlich ohne übers Ziel hinaus zu schießen.
Es kann die Männerkruste auf lange Sicht allerdings aufbrechen und dann hat es das erreicht, was es erreichen sollte. Die einfachste Methode, Änderungen zu bewirken, indem man die Gesellschaft mit einer neuen Situation konfrontiert. Dann sind Frauen nämlich präsent in diesem Bereich. Vielleicht erreicht es auch das Gegenteil von dem, was es erreichen sollte, aber ich denke, dass es das wert ist. Ich behaupte mal, dass man da noch sehr lange auf "natürliche" Veränderungen hätte warten können.
Wie läuft denn diese Auswahlpraxis ab von der du sprichst?
Taddl
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Re: Electronic Arts: Peter Moore (Chief Operating Officer) und die Explosion des Frauenanteils in der Spiele-Entwicklung

Beitrag von Taddl »

Sir Richfield hat geschrieben:
NoCrySoN hat geschrieben:Soll EA mal machen. Ich würde mal behaupten, dass vorallem im Gaming-Bereich eine Vielfalt an unterschiedlichen Mitarbeitern die Kreativität stark fördern kann.
... die dann von der Führungsebene direkt wieder kaputt gemacht wird, weil Kreatives Zeug sich nicht verkauft...
Und ich halte es für ein Gerücht, dass Frauen ach so kreativ seien. Wieso sind in der Kunst fast nur Männer von Relevanz? Seien es Gemälde, Musik (bei weiblichen Sängern werkeln meistens männliche Produzenten an den Songs), Mode, Literatur, Filme, Marketing? Kreative Impulse kommen fast vollständig aus der Männer-Ecke. Und bitte keine vorgeschobene Diskriminierung der Frauen einbringen. In der Wirtschaft geht es in erster Linie um Profit, und wenn im Management jemand Wind davon kriegen würde, dass eine talentierte Frau ein besseres Produkt und somit höhere Absatzzahlen generieren könnte, wäre sie eher heute als morgen eingestellt.

PS: Ich habe bis heute den starken Verdacht, dass bei Jade Raymond (Assassin's Creed) der eigentliche Anteil am Game Design gegen null geht und sie lediglich als hübsches Firmenmaskottchen herhalten durfte. :Häschen:

PPS: https://www.youtube.com/watch?v=yBcRUa26n2k&t=3m50s ^^
CritsJumper
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Re: Electronic Arts: Peter Moore (Chief Operating Officer) und die Explosion des Frauenanteils in der Spiele-Entwicklung

Beitrag von CritsJumper »

Wigggenz hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben:
BalphemorVonPunin hat geschrieben:Quote ist BULLSHIT! Qualifikation muss im Vordergrund stehen..
Quote ist aber überall dort notwendig, wo eben NICHT Qualifikation, sondern andere Gründe wie z.B. Hautfarbe, Geschlecht, Herkunft über die Jobauswahl entscheiden.
Absolute fixe Quoten führen dennoch dazu, dass im Einzelfall eben doch nicht Qualifikation entscheidet, solange eine bestimmte Quote eben noch nicht erreicht ist. Keineswegs immer, aber es kommt vor. Ein gesellschaftliches Ziel zu "brute forcen" ist der falsche Weg. Auswahlpraxis nach Beispiel des öffentl Dienstes iVm AGG etc. ist viel eher zweckdienlich ohne übers Ziel hinaus zu schießen.
Welche Auswahlpraxis hat denn der öffentliche Dienst iVm AGG? Quoten finde ich bisher eigentlich ziemlich gut. Ich denke nicht das bis auf Randbereiche wirklich keine entsprechenden Frauen/Männer-Quote für eine bestimmte Arbeit gefunden werden können. Zudem schützt eine Quote beide Seiten gleichermassen, solange die Quote an die natürliche Verteilung in der Gesellschaft geknüpft ist.
BobbyPeru
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Re: Electronic Arts: Peter Moore (Chief Operating Officer) und die Explosion des Frauenanteils in der Spiele-Entwicklung

Beitrag von BobbyPeru »

Kreativität in Zusammenhang mit EA ist ungefähr so paradox wie "artgerecht" in Kombination mit "Tierhaltung".
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Wigggenz
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Re: Electronic Arts: Peter Moore (Chief Operating Officer) und die Explosion des Frauenanteils in der Spiele-Entwicklung

Beitrag von Wigggenz »

Eine Quote schützt nicht gleichermaßen. Zumindest eine harte Quote nicht. Da ist es nur eine Frage der Zeit bis eine Person der zur Zeit überrepräsentierten Gruppe trotz besserer Eignung, Befähigung oder fachlicher Leistung die Position nicht bekommt.

Im öffentlichen Dienst wird in der Regel die bestqualifizierte Person gewählt, und erst bei Gleichstand dahingehend werden Angehörige unterrepräsentierter Gruppen bevorzugt gewählt. Verfährt man so, bis Bevölkerungsgruppen akkurat repräsentiert sind, kommt man ebenfalls zum Ziel, und zwar ohne dass im Einzelfall besser Qualifizierte das Nachsehen haben.

Das AGG gibt Schadensersatz- und Entschädigungsansprüche, wenn Arbeitgeber diskriminierend handeln, inklusive Beweiserleichterung (während es Maßnahmen gegen Unterrepräsentation erlaubt).
Tonkra04
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Re: Electronic Arts: Peter Moore (Chief Operating Officer) und die Explosion des Frauenanteils in der Spiele-Entwicklung

Beitrag von Tonkra04 »

Immer dieser Quotenmist..

Es sollte völlig egal sein, ob mann, frau, schwarz weiß. Eine Mischung dürfte durchaus gut sein. Aber ich finde solange es nicht aus Absicht so ist, dass es nur männer oder nur weiße Menschen am Arbeitsplatz eingestellt sind.. dann ist dagegen nichts einzuwenden.

Denn wenn man mal an die Unis schaut, es ist nunmal auch so, dass informatikberufe zu 80%-90% von männern erlernt werden, wo soll da jetzt eine ausgeglichene quote dabei rumkommen??
ne zwangsquote ist wie diskriminierung nur anders herum. Denn auch da kann man sagen: das geschlecht oder die hautfarbe sollte nicht zählen.. sondern der Mensch dahinter..

sprich die qualifikationen. Bei ner Quote zählt das Geschlecht und die Hautfarbe dann wieder so viel wie bei der diskriminierung. Diversity finde ich gut, aber dieses strikte aufhängen an Quoten... tja scheinbar funktioniert das dann nur auf die art und weise..
muhmaff
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Re: Electronic Arts: Peter Moore (Chief Operating Officer) und die Explosion des Frauenanteils in der Spiele-Entwicklung

Beitrag von muhmaff »

Ich vermisse Frauen bei unseren Möbelpackern, Elektrikern, Technikern, Palettenschuppsern - ist sich die Damenwelt zu fein dafür? Wenn ich in die Administration schaue, sehe ich auch nur männliche IT'ler. Denke ich dann zurück an IT-Ausbildung und IT-Studium gabs eine Frau auf 10 Männer bzw. im IT-Studium 0 Frauen. Von nix kommt.

Ich reiß mir den Arsch auf für das teure Studium und Frauen mit Unterqualifikation werden dank Quote bevorzugt? Das ist Männer-Diskriminierung!

Auf der anderen Seite, wenn sich ein Mann als Kindergärtner bewirbt, muss er wohl vorher erstmal nen Pädophilen-Test machen... :?
chrome02
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Re: Electronic Arts: Peter Moore (Chief Operating Officer) und die Explosion des Frauenanteils in der Spiele-Entwicklung

Beitrag von chrome02 »

Um Peter Moore/EA mal zu verteidigen: Er fordert ja keine Quotenregelung (wird aus dem Artikel zumindest nicht ersichtlich, die Überschrift ist da etwas irreführend) sondern EA "versucht aktiv die Vielfalt der Belegschaft und damit verbunden den Frauenanteil zu erhöhen" um "neues Blut in das Unternehmen" zu bringen. Das hört sich doch ganz vernünftig an und bedeutet ja nicht das er sagt "Frauen sind total kreativ deshalb stellen wir jetzt nur noch un(ter)qualifizierte Frauen ein" wie das hier in den Kommentaren dargestellt wird.
Für (große) Unternehmen die auf Innovation angewiesen sind (ok ok, EA gehört was Innovationen angeht da vielleicht nicht unbedingt dazu) ist das eigentlich common sense. Tim Cook/Apple hat sowas in der Art neulich auch dargestellt: Je größer die Vielfalt im Team umso größer ist auch die Chance das neue Ideen enstehen können.
Das alles hat mit einer fixen Quotenregelung eigentlich gar nichts zu tun.
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The Man in the Mirror
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Re: Electronic Arts: Peter Moore (Chief Operating Officer) und die Explosion des Frauenanteils in der Spiele-Entwicklung

Beitrag von The Man in the Mirror »

Quote, ich kann dieses Wort nicht ausstehen. Wenn es wirklich sowas wie Gleichbehandlung gäbe, gäbe es keine Quote, dann würde jeder die gleiche Chance haben und nach seiner Eignung für den jeweiligen Beruf bewertet werden.

Die Quote trägt meiner Meinung mehr zur Ungleichbehandlung bei als dagegen zu wirken.
Es sollte immer erst auf die Qualifikation von der jeweiligen Person geschaut werden. wenn man Leute einstellt die eine andere Hautfarbe oder Geschlecht als der Großteil der Belegschaft haben, ja das ist tolle PR, aber hilft das wirklich irgendjemandem? Es werden halt dann andere Personengruppe bevorzugt und damit direkt wieder andere benachteiligt. Man dreht das Problem einfach um. Dreht man eine schmutzige Matratze um, sieht die andere Seite sauber aus. Aus den Augen, aus dem Sinn.

Mal vom schlimmsten Fall auszugehen, ganz allgemein; ein weißer Mann, der gut für einen Job geeignet wäre scheidet aus dem Bewerbungsverfahren aus und man stellt stattdessen eine schwarze Frau ein, die in dem Feld noch nicht soviel Erfahrung hat, einfach weil sie eine schwarze Frau ist und er ein weißer Mann. Das ist genauso rassistisch/sexistisch, nur kommt dabei die schwarze Frau nicht zu Schaden also ist das nicht so schlimm. Der weiße Mann bleibt arbeitslos trotz hervorragender Zeugnisse. Naja Egal, wen interessieren in 2015 schon noch weiße Männer, die wurden lange genug gleichbehandelt, jetzt müssen die anderen viel mehr gleichbehandelt werden. Moment ich glaube wir haben irgendwie das Wort gleich falsch verstanden. Ach papperlapapp. Sie wird jetzt zwar immer die sein, die nur eingestellt wurde um die Quote zu erfüllen, aber ansonsten wird sie ganz doll genauso behandelt wie alle anderen. Equality, yay
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Kajetan
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Re: Electronic Arts: Peter Moore (Chief Operating Officer) und die Explosion des Frauenanteils in der Spiele-Entwicklung

Beitrag von Kajetan »

The Man in the Mirror hat geschrieben:Quote, ich kann dieses Wort nicht ausstehen. Wenn es wirklich sowas wie Gleichbehandlung gäbe, gäbe es keine Quote, dann würde jeder die gleiche Chance haben und nach seiner Eignung für den jeweiligen Beruf bewertet werden.
Es gibt aber keine Gleichbehandlung, deswegen MUSS es Quoten in bestimmten Bereichen geben. Das hast Du ganz richtig erkannt :)
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Sir Richfield
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Re: Electronic Arts: Peter Moore (Chief Operating Officer) und die Explosion des Frauenanteils in der Spiele-Entwicklung

Beitrag von Sir Richfield »

Ich könnte ohne Quote hier nicht zitieren, btw.!
Baralin
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Re: Electronic Arts: Peter Moore (Chief Operating Officer) und die Explosion des Frauenanteils in der Spiele-Entwicklung

Beitrag von Baralin »

Sir Richfield hat geschrieben:Für den Westen ist mir nur die Quatschklamotte mit Herrn Tucker bekannt, wo ich schon den zweiten nicht mehr sehen wollte.
Der zweite Teil ist ziemlich witzig. Allerdings nur wegen der Outtakes... Mja. :lol:

www.youtube.com/watch?v=xbZJePZjJ2E
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Wigggenz
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Re: Electronic Arts: Peter Moore (Chief Operating Officer) und die Explosion des Frauenanteils in der Spiele-Entwicklung

Beitrag von Wigggenz »

Kajetan hat geschrieben:
The Man in the Mirror hat geschrieben:Quote, ich kann dieses Wort nicht ausstehen. Wenn es wirklich sowas wie Gleichbehandlung gäbe, gäbe es keine Quote, dann würde jeder die gleiche Chance haben und nach seiner Eignung für den jeweiligen Beruf bewertet werden.
Es gibt aber keine Gleichbehandlung, deswegen MUSS es Quoten in bestimmten Bereichen geben. Das hast Du ganz richtig erkannt :)
... Nö, es gibt Alternativen, siehe oben.
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Unc13Fu
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Re: Electronic Arts: Peter Moore (Chief Operating Officer) und die Explosion des Frauenanteils in der Spiele-Entwicklung

Beitrag von Unc13Fu »

Ohje, diese bösen, weißen Männer aber auch.

Naja, Peter Moore will wohl Konami kontern. Kann ja nicht sein, dass die alle Schlagzeilen in Sachen Facepalm für sich bunkern. EA hat schließlich einen Ruf zu verteidigen :mrgreen: