Spielkultur: Virtual Reality ist laut Warren Spector nur eine Modeerscheinung

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andymk
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Re: Spielkultur: Virtual Reality ist laut Warren Spector nur

Beitrag von andymk »

Könnte recht haben, der Spector. 3D hat sich im Home-Bereich auch nicht durchgesetzt (und ist im Kino nur weiterhin präsent, weil die Multis es so wollen; den Zuschauern ist es glaube ich bestenfalls egal) - eben auch, weil man ein Peripheriegerät braucht - und weil es wenig unterhaltungstechnischen Mehrwert bringt.

VR muss sich nach dem ganzen gehype der letzten Jahre erst mal beweisen. Man erinnere sich - diese Technologie ist schonmal durchgefallen. Und auch aktuell wird zwar viel geschrieben und mittelprächtig viel gezeigt, aber konkret ist hier noch gar nichts. Wann ist das Erscheinungsdatum der einschlägigen Hardware? Und wie viele Spiele sind angekündigt?

Ende 2016 wird man, hoffe ich, sehen, was der Hype gebracht hat. Ich persönlich fände es geil, wenn VR sich durchsetzen würde (und nein, nicht nur wegen der Möglichkeiten im Bereich der Erwachsenenunterhaltung. Echt nicht!) - das nächste Elder Scrolls in VR? Bitte, danke! Und Eve: Valkyrie sieht jetzt schon lecker aus. - Bei AR hingegen bin ich eher skeptisch, das scheint mir nichts halbes und nichts ganzes zu sein, eher gut für Casual-Spielereien als für richtige Games.

Aber wie gesagt: es ist absolut möglich, dass VR komplett floppt, weil es eben nur ein paar Freaks interessiert, dieselben Typen, die auch `ne mehrere 100 Euro teure Thrustmaster-Peripherie im Keller stehen haben. Leute wie ich halt ;)
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Jarnus
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Re: Spielkultur: Virtual Reality ist laut Warren Spector nur

Beitrag von Jarnus »

ohoh... :oops:
chrische5
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Re: Spielkultur: Virtual Reality ist laut Warren Spector nur

Beitrag von chrische5 »

hallo

ich denke und hoffe, dass diese dinger richtig groß werden. ich hatte mal eins auf uns es hat mich echt umgehauen. so ein tolles gefühl. viel besser als vor dem monitor. natürlich schottet man sich ab, aber genau das ist ja das coole daran. wenn man spielt, dann spielt man! so sollte es auch jetzt schon sein. immer nur nebenbei auf etwas klicken und die hälfte des hirns wo ganz anders haben, macht keinen spaß. wie sagte mein opa immer: "mach lieber eine sache richtig, als zwei halb!" (beim spielen teile ich seine meinung)

chrische
unknown_18
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Re: Spielkultur: Virtual Reality ist laut Warren Spector nur

Beitrag von unknown_18 »

andymk hat geschrieben:Aber wie gesagt: es ist absolut möglich, dass VR komplett floppt, weil es eben nur ein paar Freaks interessiert, dieselben Typen, die auch `ne mehrere 100 Euro teure Thrustmaster-Peripherie im Keller stehen haben. Leute wie ich halt ;)
Leute die davon ausgehen, dass VR einschlägt wie sonst etwas und VR schon in einem Jahr den Durchbruch feiert, haben eh nicht verstanden wie der Markt funktioniert.

Es ist völlig normal, dass VR erst mal nur etwas für Freaks sein wird, weil VR noch zu teuer für den breiten Massenmarkt ist und weil VR auch noch immer völlig am Anfang steht. Software Entwickler müssen immer noch erst mal die Möglichkeiten in VR ausloten, es fehlt immer noch das richtige Eingabegerät für die Hände. Oculus selbst sagt, dass der Touch Controller nicht der VR Standard darstellen soll, sondern nur die aktuelle Lösung. EyeTracking fehlt auch noch, auch ein wichtiges Element für zukünftige VR Brillen, genauso wie höhere Auflösungen.

Kurz, VR wird erst mal grundsätzlich nur Nische sein, einzig wie groß diese Nische sein wird bleibt noch abzuwarten, aber ich gehe da doch eher mal von einer größeren Nische aus, wenn ich sehe das sich bereits das Rift DK2, eine Version nur für Entwickler und nicht für Endkunden gedacht, über 100.000x verkauft hat, dann sollten die finalen Brillen zusammen definitiv die Millionen Marke durchbrechen können und das innerhalb von wenigen Monaten, vorausgesetzt die Firmen können auch so viele ausliefern.


Bei jeder neuen Technologie läuft ein Kreislauf ab: Käufergruppen sorgen dafür, das der Produktpreis sinkt / bei Hardware wer Software dafür hergestellt wird. Zuerst die absoluten Technikfreaks, dann die normalen Technikfreaks und dann irgendwann die breite Masse und das dauert je nach dem 1-3+ Jahre, je nach Produkt und wie schnell es vorwärts geht.
Zuletzt geändert von unknown_18 am 24.06.2015 15:13, insgesamt 1-mal geändert.
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MrLetiso
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Re: Spielkultur: Virtual Reality ist laut Warren Spector nur

Beitrag von MrLetiso »

Dungeon Keeper wurde auch für 90 MHz-Prozessoren optimiert, da Molyneux dachte, das Maximum sei erreicht...
Zuletzt geändert von MrLetiso am 24.06.2015 15:13, insgesamt 1-mal geändert.
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drfontaine92
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Re: Spielkultur: Virtual Reality ist laut Warren Spector nur

Beitrag von drfontaine92 »

Dem kann ich im Großen und Ganzen schon zustimmen. Mir ist es auch ein Rätsel, wie man sich so ein Teil auf den Kopf setzen kann (nicht weil es dämlich aussieht) und dann völlig abgeschottet vom echten Leben in eine virtuelle Welt eintaucht.

Ich habe es noch nicht ausprobiert und werde es auch nicht. Es ist bestimmt sehr immersiv, aber ich glaub da wird man auf Dauer schon ein bisschen gaga... Die Grenzen zwischen Videospiel und Realität verschwimmen immer mehr, aber ich heiße das echt nicht gut! Möglicherweise können bestimmte Menschen dann wirklich nicht mehr zwischen Echt und Virtuell unterscheiden...

Normaler Bildschirm und Konsole/PC und gut ist! :Vaterschlumpf:
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FuerstderSchatten
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Re: Spielkultur: Virtual Reality ist laut Warren Spector nur

Beitrag von FuerstderSchatten »

Alter Sack hat geschrieben:
Clusterpain hat geschrieben:Eine Modererscheinung. Wie PCs und Internet.
Naja man kann auch Gegenbeispiele finden die das Gegenteil aufzeigen. Das ist immer Fallabhängig.
PCs waren immer nützlich, von Anfang an wurden sie zum Arbeiten verwendet, am Anfang ging es dort überhaupt nicht um Unterhaltung. Man denke nur an die ersten Geräte. Bisher ist das mit dem VR aber wohl eher nicht der Fall, vielleicht bei Designern. Wenn dann sollte man VR wohl eher mit Fernsehen vergleichen, nur es gibt schon Fernseher und auch das hatte noch den Zweck der Informationsweitergabe und dafür braucht man keine Brille aufm Kopf, ich sehe da auch keine große Zukunft.

Balmung ich würde sagen es sind noch 4 Jahre für unsere Wette, ob sich VR im großen Stil durchsetzt nicht vergessen.
unknown_18
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Re: Spielkultur: Virtual Reality ist laut Warren Spector nur

Beitrag von unknown_18 »

Ich denke 4 Jahre reichen, bis dahin sollte die zweite Generation an VR Brillen raus sein und die Hardware für VR deutlich erschwinglicher sein. Bisher sehe ich da also nichts wieso ich mir Sorgen machen müsste. ;)
drfontaine92 hat geschrieben:Dem kann ich im Großen und Ganzen schon zustimmen. Mir ist es auch ein Rätsel, wie man sich so ein Teil auf den Kopf setzen kann (nicht weil es dämlich aussieht) und dann völlig abgeschottet vom echten Leben in eine virtuelle Welt eintaucht.

Ich habe es noch nicht ausprobiert und werde es auch nicht. Es ist bestimmt sehr immersiv, aber ich glaub da wird man auf Dauer schon ein bisschen gaga... Die Grenzen zwischen Videospiel und Realität verschwimmen immer mehr, aber ich heiße das echt nicht gut! Möglicherweise können bestimmte Menschen dann wirklich nicht mehr zwischen Echt und Virtuell unterscheiden...

Normaler Bildschirm und Konsole/PC und gut ist! :Vaterschlumpf:
Also bis man VR nicht mehr von Realität unterscheiden kann, werden noch sehr viele Jahre ins Land gehen müssen. Spätestens wenn du etwas machst, was in der VR noch nicht umgesetzt werden kann, merkt man es. Aber allein an der Optik merkt man es, bis wir echte "Fotorealistische" Grafik haben, wird noch sehr viel Zeit vergehen. Dazu müssten erst mal alle Sinne abgedeckt werden und auch davon sind wir noch ewig weit entfernt. Tastsinn am ganzen Körper? Frei rumlaufen können das sich natürlich anfühlt, auch Treppensteigen, klettern? Virtuelle Gegenstände berühren mit Widerstand? Gerüche? Geschmack?

Es ist deine Entscheidung wenn du es nicht ausprobieren willst, erwarte dann aber auch nicht, dass du dir im geringsten vorstellen kannst wie es ist, kannst du nämlich nicht. VR muss man ausprobiert haben um es verstehen zu können.
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BigEl_nobody
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Re: Spielkultur: Virtual Reality ist laut Warren Spector nur

Beitrag von BigEl_nobody »

drfontaine92 hat geschrieben:Dem kann ich im Großen und Ganzen schon zustimmen. Mir ist es auch ein Rätsel, wie man sich so ein Teil auf den Kopf setzen kann (nicht weil es dämlich aussieht) und dann völlig abgeschottet vom echten Leben in eine virtuelle Welt eintaucht.

Ich habe es noch nicht ausprobiert und werde es auch nicht. Es ist bestimmt sehr immersiv, aber ich glaub da wird man auf Dauer schon ein bisschen gaga... Die Grenzen zwischen Videospiel und Realität verschwimmen immer mehr, aber ich heiße das echt nicht gut! Möglicherweise können bestimmte Menschen dann wirklich nicht mehr zwischen Echt und Virtuell unterscheiden...

Normaler Bildschirm und Konsole/PC und gut ist! :Vaterschlumpf:
Dem würde ich zustimmen. Ich bin schon kein Freund von 3D, weil der Effekt so unfassbar aufdringlich ist und je nach Intensität und eigenem Zustand heftige Kopfschmerzen verursachen kann. VR ist für mich ein Schritt zu weit, ich habe keine Interesse daran mir den Klotz aufzusetzen und komplett abzutauchen.

Spiele können auch ohne fancy Technologie wie 3D und VR unglaublich mitreißend und immersiv sein, müssen dann aber mehr mit ihrer künstlerischen Umsetzung und erzählerischen Dramaturgie überzeugen.

Ich fürchte das VR, ähnlich wie Kinect und ein Stück weit 3D, dazu führt, dass Spiele auf Kosten der technischen Umsetzung des VR Effekts und passender Steuerung generischer und inhatlich uninteressanter werden (Das ganze Budget geht ja vorher schon für Marketing und VR drauf).
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Sir Richfield
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Re: Spielkultur: Virtual Reality ist laut Warren Spector nur

Beitrag von Sir Richfield »

Balmung hat geschrieben:Das hat man in den 80ern auch von mobilen Telefonen gesagt, die damals noch so groß wie Backsteine waren. ;)
Sorry, aber du bietest einfach die zitierfähigsten Sätze. ;)

Was ich daran - und American McGee stößt im ersten Absatz ins gleiche Horn - besonders lustig finde:
Alle haben sich lustig gemacht, dass man sich einen Backstein ans Ohr hielt, dann haben alle gelacht, wie sie mal so Backsteine ans Ohr halten mussten, jetzt sind die Dinger ja so genial klein.
Und JETZT halten sich die Leute TABLETS ans Ohr*, hinter denen man locker drei ehem. Backsteine verstecken kann.
WTF?

*Bzw. halten die vor sich auf der flachen Hand, Kellnerstyle. Mir fällt zu dieser Haltung kein Grund ein, ausser sich das Ding besser klauen zu lassen. (Auch, damit auch alle BEIDE Seiten des Gespräches mitbekommen, steht ja dann auf Lautsprecher...)
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Sir Richfield
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Re: Spielkultur: Virtual Reality ist laut Warren Spector nur

Beitrag von Sir Richfield »

SethSteiner hat geschrieben:American McGee hat darauf eine schöne Antwort geschrieben:
https://www.facebook.com/americanmcgee/ ... 9197137075
TL;DR: GIT GUD, Warren!

Ist zwar ein wenig... ironisch, dass McGee Spector vorwirft, kreativ zu versagen, aber was juckt's mich? Ich finde seine Aussagen zur VR nicht falsch. (Wessen jetzt, SIR??? Würfelt's aus!)
Liesel Weppen
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Re: Spielkultur: Virtual Reality ist laut Warren Spector nur

Beitrag von Liesel Weppen »

djsmirnof hat geschrieben: Aber durchgesetzt haben sich die VR-Helme noch nie.Es war immer eine Randerscheinung und wird es auch immer bleiben.
Hmm, es hat einen eigentlich offensichtlichen Grund, warum sich VR-Helme bisher nie wirklich durchsetzen konnten. "Eigentlich" offensichtlich, weil ich nicht verstehen kann, dass man das nicht erkennt, es aber offensichtlich nicht von jedem offensichtlich erkannt wird.

In den 90ern gab es VR-Helme. Alleine schon der Wortteil "Helm" gibt einen Anhaltspunkt. Die Dinger damals wogen gerne mal 3-4kg, deswegen ging "Brille" gar nicht, es musste "Helm" sein, sonst hätte man sich das Genick gebrochen. x
Dieser Betonklotz bot dann 2x 240x160 Pixel. Man bedenke, dass bei der Oculus 1280x720, bzw später auch 1920x1080 als VIEL zu gering bemängelt wurde.
Damals gab es auch so gut wie keine Software, die für so einen Helm brauchbar war, und für die Handvoll, die es gab, brauchte man einen 3000DM Rechner, wenn man wenigstens 15fps haben wollte.
Und für diesen Klotz sollte man dann in der Billig-Consumer-Version selbst bei Pearl noch 1000DM hinlegen. "Profigeräte" gerne mal im 5-stelligen Bereich (nicht wie Oculus heute auf ~400$).
Ein LC-Display war damals absolute Bleeding Edge Technologie, die kamen quasi noch als Einzelstücke ausm Forschungslabor, mit CRTs hätte man sowas gar nicht bauen können.

Und weil das damals so kompliziert war und auch lange Zeit keine ausreichenden technologischen Fortschritte gab, z.B. bei den Displays und man das irgendwie als "Flop" im Hinterkopf behalten hat, hat das bis jetzt auch 20-30 Jahre lang niemand mehr angefasst. Bis Oculus kam.

Und jetzt kann man sich mal ernsthaft fragen, warum sich VR bisher so völlig unverständlich einfach nicht durchsetzen konnte. Und dann kann man sich weiterfragen, warum um Gottes Willen wohl auch ewig so bleiben muss.

Manchmal frage ich mich, wer hier noch so ein Windelträger ist, der CRT-Monitore nur noch aus dem Museum kennt und LC-Displays für "selbstverständlich" hält. ;)
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Wizz
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Re: Spielkultur: Virtual Reality ist laut Warren Spector nur

Beitrag von Wizz »

Sobald es eine hohe achtstellige Nutzerzahl aufweist, akzeptiere ich es als mehr als ein Gimmick.
100000 verkaufte Einheiten sind sicher ein hübsch klingender Meilenstein aber basierend auf dem globalen Modernisierungsstand geradezu lächerlich wenig.
Wir reden hier nicht von einer neuen Spielekonsole oder so, sondern über etwas das versucht den Monitor/Bildschirm als primäres Anzeigegerät abzulösen.
Ob es das jemals schaffen kann? Die Zukunft wird es zeigen.

Ich sehe natürlich das Potential der Technologie, aber wenn ich mir zB die Versprechungen des Win10-Events Anfang des Jahres anschaue bleibe ich skeptisch wieviel davon praktisch wirklich sinnvoll sein wird.
unknown_18
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Re: Spielkultur: Virtual Reality ist laut Warren Spector nur

Beitrag von unknown_18 »

100.000+ nur für eine DevKit, ohne das Werbung dafür gemacht wurde und was man nur direkt beim Hersteller in den USA bestellen kann? Das ist verdammt viel.
BigEl_nobody hat geschrieben:Dem würde ich zustimmen. Ich bin schon kein Freund von 3D, weil der Effekt so unfassbar aufdringlich ist und je nach Intensität und eigenem Zustand heftige Kopfschmerzen verursachen kann. VR ist für mich ein Schritt zu weit, ich habe keine Interesse daran mir den Klotz aufzusetzen und komplett abzutauchen.

Spiele können auch ohne fancy Technologie wie 3D und VR unglaublich mitreißend und immersiv sein, müssen dann aber mehr mit ihrer künstlerischen Umsetzung und erzählerischen Dramaturgie überzeugen.

Ich fürchte das VR, ähnlich wie Kinect und ein Stück weit 3D, dazu führt, dass Spiele auf Kosten der technischen Umsetzung des VR Effekts und passender Steuerung generischer und inhatlich uninteressanter werden (Das ganze Budget geht ja vorher schon für Marketing und VR drauf).
Ehrlich, ist nicht böse gemeint, aber ich muss bei Leuten, die keine Ahnung von VR haben und es mit 3D vergleichen, immer lachen, ihr habt so eine derbe falsche Vorstellung von VR das ich gar nicht anders reagieren kann.

Würde ich normal 2D mit 3D und VR mit einem anderen Beispiel vergleichen wollen käme ich bei Fahrrad, Mofa und Auto raus. Sprich, ein Auto ist jetzt auch nicht so toll, das Mofa hatte auch ein Motor aber ansonsten reicht mir das Fahrrad völlig. Ein Auto ist sicher toll, aber was bietet es mir für einen Mehrwert?

In etwa so kommen mir solche Leute rüber die derart über VR reden. Sie haben einfach keine Ahnung wovon sie reden und eine falsche Vorstellung von VR. Und genau darum ist VR so schwer zu vermarkten, weil nur eines macht VR begreiflich: das selbst ausprobieren.
Zuletzt geändert von unknown_18 am 24.06.2015 16:06, insgesamt 1-mal geändert.
Liesel Weppen
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Re: Spielkultur: Virtual Reality ist laut Warren Spector nur

Beitrag von Liesel Weppen »

Wizz hat geschrieben:Sobald es eine hohe achtstellige Nutzerzahl aufweist, akzeptiere ich es als mehr als ein Gimmick.
100000 verkaufte Einheiten sind sicher ein hübsch klingender Meilenstein aber basierend auf dem globalen Modernisierungsstand geradezu lächerlich wenig.
Ich denke, das wird sie locker hinkriegen.
Wizz hat geschrieben: Wir reden hier nicht von einer neuen Spielekonsole oder so, sondern über etwas das versucht den Monitor/Bildschirm als primäres Anzeigegerät abzulösen.
Also ich will NICHT mit einem VR-Headset meine Monitore ersetzen. Und das PRIMÄRE Anzeigegerät wird ein VR-Headset bei mir auch nicht so schnell werden. Das ist aber alles kein Grund, warum ich sowas nicht kaufen sollte. Mein Joystick hat auch nicht meine Maus ersetzt und vom primären Eingabegerät ist er auch Meilenweit entfernt, trotzdem habe ich einen und nutze ihn ab und zu.
Wizz hat geschrieben: Ich sehe natürlich das Potential der Technologie, aber wenn ich mir zB die Versprechungen des Win10-Events Anfang des Jahres anschaue bleibe ich skeptisch wieviel davon praktisch wirklich sinnvoll sein wird.
Momentan habe ich eher Befürchtungen bzgl diverser Softwarekopplungen. Nur Software aus diesem Store, Verdongelung an bestimmte Hardware, oder generell fehlende auf VR ausgelegte Software. Das könnten noch die ultimativen Showstopper werden, mMn.