Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist ein gesellschaftliches Problem

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Lebensmittelspekulant
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von Lebensmittelspekulant »

sabienchen hat geschrieben:lol...

http://www.sueddeutsche.de/digital/game ... -1.2177466


wochen nach dem Aufkommen des #Gamergate
und das einzige was man darüber liest sind auch hier Morddrohungen an Frauen..
:bigcry:
Was erwartest du denn? Spätestens seit der Ukrainekrise sollte uns doch allen klar sein, daß die meisten Journalisten nicht recherchieren, sondern einfach nur Agenturmeldungen hin- und herkopieren. Diese Meldungen wird man wahrscheinlich auch bald in anderen Magazinen zu Gesicht bekommen. Schade natürlich, das die SZ ihren Kommentarbereich entfernt hat. Man mag dort keine Kritik an Artikeln oder der Redaktion mehr lesen. Meinungsfreiheit gehört ja bekanntlich nach Russland und China, aber nicht nach Deutschland ^^

Solange die aber nicht auch hier anfangen alle Gamer in Sippenhaft zu nehmen, wie es derzeit amerikanische Medien tuen, habe ich damit noch kein großes Problem. Nur vom größten Spielemagazin Deutschlands erwarte ich mehr :)
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mr archer
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von mr archer »

Lebensmittelspekulant hat geschrieben:
Solange die aber nicht auch hier anfangen alle Gamer in Sippenhaft zu nehmen ...
Niemand nimmt "alle Gamer" in Sippenhaft. Auch in diesem SZ - Artikel tut das niemand. Wie oft denn noch. Bzw. ließe sich der selbe Vorwurf im Gegenzug auch in Richtung Gamersgate anwenden.
sirisu
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von sirisu »

putenbrust hat geschrieben: Sehe ich anders. Irgendwo muss man mal anfangen. Wenn man Engagements für die "kleineren Probleme" immer mit der Argumentation nieder redet, dass es noch viel schlimmere Dinge auf der Welt gibt, ändert sich am Ende gar nichts. Von Rosinen kommt man nämlich vielleicht mal auf die Trauben.
Interessante Einstellung. Hoffentlich hat diese Einstellung kein Feuerwehrchef, der 1 Auto zur Verfügung hat. Er bekommt 2 eingehende Alarmmeldungen: Einmal ein brenndes Wohnhaus mit eingeschlossenen Personen, einmal einen brennenden Mülleimer. "Ach, löschen wir erst mal den Mülleimer, vielleicht hab ich ja Glück und das brennende Haus löscht sich von alleine."

Es gibt definitiv wichtigere Probleme in der Frauengleichberechtigungsdebatte. Nur traut sich an die wahren Probleme keiner heran. Das heißt nicht dass man es nicht könnte. Frauen, die in anderen Kulturen wirklich unterdrückt werden, zwangsbeschnitten werden, zwangsverheiratet werden (auch in Deutschland) interessieren sich NICHT dafür, ob Bayonetta zu sexistisch ist oder nicht.

Die Maslow`sche Pyramide der Bedürfnisse:
1.) Physiologische Bedürfnisse (Essen, Trinken, Wärme, Sex etc.)
2.) Sicherheitsbedürfnis (Schutz vor Unfälle
3.) Soziale Bedüfnisse
4.) Ich-Bedürfnisse (Macht, Anerkennung)
5.) Selbstverwirklichung

Wer Punkt 5 Punkt 1 vorzieht, hat ein ernsthaftes Problem. Er kann Punkt 5 nicht erreichen. Das heißt bevor ich die Problematik Frauendarstellung in Videospielen ernsthaft angehen kann, muss ich die Problematik "zwangsbeschnittene und zwangsverheiratete rechtlose geknechtete und gefolterte Frauen auf der Welt" angehen.
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SethSteiner
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von SethSteiner »

Langsam ist das sehr ermüdend und besonders die Rezeption auf Webseiten wie sueddeutsche nicht nur oberflächlich, nein Videospielern werden immer noch generalisiert wie kleine Kinder behandelt. Als ob in der ganzen Debatte die Gamer als kindliche, pickelige Nerds die eigentlich in die Kammer gehören auf der einen Seite stehen und auf der anderen ehrliche, missverstandene weibliche Opfer. Man braucht sich bei der Berichterstattung nicht zu wundern, wenn sich da mancher radikalisiert und dann dümmliche Drohungen absendet.

@sirisu
Das ist ziemlich dumm.
Zuletzt geändert von SethSteiner am 16.10.2014 18:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Temeter 
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von Temeter  »

Plor hat geschrieben:Kurz: Das Quinn so zur Zielscheibe der Gamergater wurde, ist für mich eines der wesentlichen Indizien dafür, dass es einem Großteil der Gamergater nicht um Integrität der Spielepresse oder eine neue Ethik im Gamingjournalismus geht, sondern um was ganz anderes. Gerade auch weil Quinn schon weitaus früher Opfer von sexistischen, misogynen, antiintellektuellen, kulturfeindlichen Attacken war und weil sich ein Großteil der Vorwürfe ihr gegenüber als haltlos erwiesen haben.
Das ist das schöne an 'Bewegungen' wie Gamergate. Und ich setze das Bewegung in Anführungszeichen, weil das eine konstante Richtung andeutet. Es ging vielleicht von einem Punkt aus, aber wo gehts es nun hin? Persönlich ist das auch einer der Gründe, warum ich mich damit nicht identifizieren will.

Wenn du also sagst, es gehe alles einfach alles gegen Quinn, dann kann das nur so sein, weil du es so sehen willst. Weil es eben keine näheren Anhaltspunkte für die allgemeine Gesinnung oder die Teilnehmer gibt. Ist schön, einen Wald anzuschreien, nicht wahr? Und wenn es dann zurückschreit, dann war es eben eigentlich gar kein Teil des Waldes.
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von Plor »

Ich habe mich bis jetzt von noch keinem einzigen Artikel, der sich kritisch mit #Gamergate auseinandergesetzt hat, in Sippenhaft genommen gefühlt (und ich würde mal behaupten, ich habe schon so einige gelesen, sowohl aus der Videospielszene als auch von "Nahestehenden" als auch von außerhalb). In Sippenhaft genommen fühle ich mich von sich wichtig nehmenden Gamergatern, die glauben für die ganze Videospielwelt also auch für mich sprechen zu können in ihrer widerlichen "Wir gegen die"-Rhetorik.

PS.: Ohja, über die Ukraine-Krise und die Rolle der Medien und die Pressefreiheit und ost und west und so könnte ich mich mit dir anscheinend auch wunderbar fetzen. Dafür ist hier aber wirklich der falsche Ort. ;)
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mr archer
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von mr archer »

Ich frage mich halt auch, was diese "Sippe" denn sein soll. "Die Gamerschaft" oder wie? Das ist doch Nonsens.
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sabienchen.banned
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von sabienchen.banned »

Wulgaru hat geschrieben:@sabienchen
Nein, das sie keinen Sex für gute Wertungen hatte...wenn du das daraus nicht lesen kannst, nimmst du die Realität diesbezüglich etwas anders war.
Das habe ich nicht ignoriert, und ich sehe das wie du.
Ich habe allerdings ein gewisses Problem damit, dass von Ihrem späteren Sexualpartner kurz zuvor über Sie geschrieben wurde.

Ich finde ihr Privatleben auch persönlich nicht relevant.. ich bin auch keine "Sympathisantin" von GamerGate,
ich finde im Zusammenhang mit Zoe "Fine Young Capitalist" deutlich interessanter.

Da hatte eine Mitforist ja vorher auch etwas zu geschrieben, das Zoe da aus der Schusslinie nimmt, ich werde mir das jetzt erstmal noch etwas genauer ansehen müssen.
Denn hier gibt es auch die Gerüchte der Einflussnahme auf einige VideoSpielseiten, und damit habe ich ein Problem.
Zuletzt geändert von sabienchen.banned am 16.10.2014 19:09, insgesamt 2-mal geändert.
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mr archer
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von mr archer »

sabienchen hat geschrieben:
Ich habe allerdings ein gewisses Problem damit, dass von Ihrem späteren Sexualpartner kurz zuvor über Sie geschrieben wurde.
Um sich mal kurz am "Unter uns" - Modus zu beteiligen, der "die Gamerschaft" gerade in seinen Klauen zu halten scheint (ich hatte ja keine Ahnung!), auch für Dich:

http://kotaku.com/in-recent-days-ive-be ... 1624707346


Soll doch bitte unter Erwachsenen jeder im gegenseitigen Einvernehmen vögeln, mit wem er will.
Zuletzt geändert von mr archer am 16.10.2014 19:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Wulgaru
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von Wulgaru »

sabienchen hat geschrieben:
Wulgaru hat geschrieben:@sabienchen
Nein, das sie keinen Sex für gute Wertungen hatte...wenn du das daraus nicht lesen kannst, nimmst du die Realität diesbezüglich etwas anders war.
Das habe ich nicht ignoriert, und ich sehe das wie du.
Ich habe allerdings ein gewisses Problem damit, dass von Ihrem späteren Sexualpartner kurz zuvor über Sie geschrieben wurde.
Wieso? Die beiden haben sich kennengelernt und gut gefunden...so funktioniert die Welt. Wie gesagt. Wenn er ein positives Preview oder Review geschrieben hätte, wäre es tatsächlich etwas worüber man reden könnte. Aber so ist es boy meets girl. Es gibt keine ethische Regel das ein Journalist keine Beziehung mit Leuten eingehen darf die in Branchen arbeiten über die er schreibt. Lediglich wenn er dann direkt über diese Leute positiv schreibt, wird es verwerflich. Sind die Vorwürfe daher nicht mehr als das es überhaupt eine romantische Beziehung gab, frage ich mich ehrlich was man glaubt für eine Rechtfertigung dafür zu haben. Kritisches denken ist es jedenfalls nicht.
Fiddlejam
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von Fiddlejam »

mr archer hat geschrieben:Niemand nimmt "alle Gamer" in Sippenhaft. Auch in diesem SZ - Artikel tut das niemand. Wie oft denn noch. Bzw. ließe sich der selbe Vorwurf im Gegenzug auch in Richtung Gamersgate anwenden.
Das ist der Nebeneffekt davon, dass die GamerGater es sich heraus nehmen, für sämtliche Gamer zu sprechen: Nun glauben sie automatisch dass, wenn man sie kritisiert, sämtliche Gamer angreift.
sirisu hat geschrieben:Interessante Einstellung. Hoffentlich hat diese Einstellung kein Feuerwehrchef, der 1 Auto zur Verfügung hat. Er bekommt 2 eingehende Alarmmeldungen: Einmal ein brenndes Wohnhaus mit eingeschlossenen Personen, einmal einen brennenden Mülleimer. "Ach, löschen wir erst mal den Mülleimer, vielleicht hab ich ja Glück und das brennende Haus löscht sich von alleine."
Nur liegt das Problem schon in dieser Ein-Auto-Mentalität. Hier wird so getan als würden Anita und Co, wenn sie nicht damit beschäftigt wären, über Gleichberechtigung zu reden, allesamt anfangen nach einem Krebsheilmittel zu forschen. Werden sie nicht. Wird auch sonst niemand. Kann auch ehrlich keiner erwarten.

Denn das ist ja die größte Ironie am ganzen, die lautesten "Es gibt wichtigeres" Schreihälse machen im besten Fall gar nix, egal was denn nun wichtig ist, und im schlimmsten Fall sind sie selbst Männerrechtsaktivisten und sehen die Ironie nicht.
Ich habe allerdings ein gewisses Problem damit, dass von Ihrem späteren Sexualpartner kurz zuvor über Sie geschrieben wurde.
Und was genau? Richtig, eine Zusammenfassung von Blog Posts von ihr und diversen anderen an einem gescheiterten GameJam Beteiligten.
Ich würde die Aufregung ja noch verstehen wenn er einen "Zoe Quinn ist so toll und ihr solltet alle ihr Spiel kaufen" (dass er ja auch nie, wie behauptet, reviewte"-Artikel geschrieben hätte. Aber stattdessen beschränkt sich der Text a) auf "Zoe Quinn existiert und war hier, wie viele andere, beteiligt" und b) ist es nicht einmal der ausführlichste oder persönlichste Artikel, sondern wie gesagt, eine Zusammenfassung der Blogs der Beteiligten.
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mr archer
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von mr archer »

Fiddlejam hat geschrieben: Das ist der Nebeneffekt davon, dass die GamerGater es sich heraus nehmen, für sämtliche Gamer zu sprechen: Nun glauben sie automatisch dass, wenn man sie kritisiert, sämtliche Gamer angreift.
Schizophrene mit Sendungsbewusstsein. Was kommt als nächstes, fragt man sich. Und hat zugleich Angst vor der Antwort.
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Lebensmittelspekulant
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von Lebensmittelspekulant »

Zu TB habe ich mich schon anderweitig geäußert, deswegen unterlasse ich jetzt die Wiederholung meines Standpunktes :)
Fiddlejam hat geschrieben:TFYC - "used their influence to shut it down" Das ist schonmal totaler Quatsch. Zoe Quinn, hier als "dev" versteckt damit auch ja keiner merkt, wo das ganze eigentlich herkommt und dass es eben doch nur erstmal darum geht, ihr Dreck vor die Tür kehren zu wollen, hat auf Twitter über eben diesen Fundraiser gesprochen; und einige Journalisten haben darüber berichtet. Der "Shutdown" kam von einer DDOS Attacke, die in keinerlei Verbindung zu ihr gebracht werden kann.
Wenn man das als Ausrede zählen lässt, dann kann man auch behaupten, daß die ganzen Belästigungen gegen Feministen nichts mit Gamergate zu tuen haben. Ich will ja nicht behaupten, daß Zoe Quinn die Seite persönlich gehackt hat, aber sie ist nunmal vielen Feministen ein Dorn im Auge. Genauso wie im Fährwasser von Gamergate eben Verbrechen begangen werden, so passiert dasselbe im Fährwasser der Feministen. Es wird von beiden Seiten viel zu wenig dagegen unternommen. Sie dulden es beide mehr oder weniger schweigend, daß man sich gegenseitig Unrecht antut.
Fiddlejam hat geschrieben:Der ZWEITE Shutdown auf Indiegogo kam durch einen Hack und wurde als Shutdown von Seiten Indiegogo's dargestellt; war ergo eine False Flag Attack - von wo wohl?
Diese Kausalkette finde ich sehr willkürlich. Warum darf denn nicht die Anti-GG-Seite hacken und Indiegogo es trotzdem als Shutdown bezeichnen? Warum sollte man bei einem Hack nicht auch aus Sicherheitsgründen eine Seite vom Netz nehmen? Wenn das eine False Flag-Aktion war, dann solltest du auch konkrete Beweise vorlegen und nicht nur dir liebsame Vermutungen anstellen :)
Fiddlejam hat geschrieben: Wie von Reddit-Moderatoren dargelegt, gehen diese auf diverse Doxxings zurück, woraufhin Autolöschung im Thread aktiviert wurde (der übrigens erst so aufgeblährt wurde, als die User mit dem Kopf gegen die Sperre gerannt sind, zum Zeitpunkt der Einschaltung der automatischen Löschung gab es verhältnismäßig wenige Kommentare). Ebenso der Kontakt zwischen einem /r/Gaming Moderator und Zoe Quinn, da es Standardregel für /r/Gaming-Mods ist, die betroffene Person zu informieren.
Die beiden haben sich auch privat getroffen. Das macht die Sache schon ein wenig anders. Ich habe sicher auch nichts dagegen, wenn einzelne Beiträge gelöscht werden, vor allem wenn es um Doxxing geht. Aber 20.000 Posts?!!? Die waren bestimmt nicht alle mit Zoes privater Anschrift gefüllt. Selbst ein Thread von TotalBiscuit wurde gelöscht und ich glaube ehrlich gesagt nicht, daß er ein Doxxer ist. :)
Fiddlejam hat geschrieben:Selbst von 4chan ist mittlerweile bekannt, dass die Löschung nicht einmal auf den Inhalt bezogen war, sondern aufgrund von zu viel Spam geschah.
Das ist bekannt? Mir ist das nicht bekannt. Das haben diese Mods behauptet, das heisst aber noch lange nicht, daß das der Wahrheit entspricht.
Fiddlejam hat geschrieben:"Gamers are dead" - Fehlinterpretation der Artikel, die mit ein wenig Lesen zu vermeiden gewesen wäre. Hier geht es nicht um "Gamers" im Sinne von "alle die spielen"; und nicht um "over" als irgendetwas zu beseitigendes; im Gegenteil ging es darum, dass eben diese Gamer-Identität nicht länger repräsentativ für die Gesamtheit aller Spielenden sein kann.
Was soll daran jetzt fehlinterpretiert sein? Diese Journalisten meinen die derzeit vorherrschende Spielkultur abschaffen zu können. So habe ich das auch durch Gamergate verstanden. Woran man sich stört ist zum einen, mit welcher Überheblichkeit diese Journalisten meinen für die gesamte Spielerschaft sprechen zu können.

Und zum anderen war es schon sehr merkwürdig, daß diese Artikel allesamt in einem Zeitraum von 1-2 Tagen erschienen und alle mehr oder weniger denselben Inhalt hatten. Das lässt doch darauf zurückführen, daß diese Journalisten sich untereinander verabreden um der Spielerschaft eine politische Agenda aufzudrücken. Mit Pressefreiheit hat das für nichts tuen.
Fiddlejam hat geschrieben:GamerGate hat seinen Ursprung in misogynistischen Hasstiraden. Die nächste eindeutige und beabsichtigte Manipulation hier die Anordnung der Ereignisse. Während diese nämlich chronologisch korrekt sind, wird komplett ignoriert dass bevor diese "Gamers are dead" Artikel veröffentlicht wurden, noch kein Schwein über TFYC geredet hat
Also das stimmt schonmal garnicht. Selbst ich habe am 25.8. einen Post hier veröffentlicht (gerade noch einmal nachgeschaut ^^) an dem ich den Hack auf TFYC erwähnt habe. Ich hätte wohl bestimmt nicht davon erfahren, wenn das in Gamergatekreisen nicht vorher schon diskutiert worden wäre. Zu jenem Zeitpunkt lief übrigens schon die Spendenkampagne von /v/ für TFYC.

Fiddlejam hat geschrieben:#NotYourShield - Wurde als Sockenpuppenkampagne von 4chan Trollen enthüllt und wird nun ironischerweise selbst als namensgebender Schild benutzt.
Wo würde das denn enthüllt? Beweise bitte, nicht nur Behauptungen.

Ich habe viele Frauen und ethnische Minderheiten unter diesem Hashtag Bilder posten sehen.
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Raksoris
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von Raksoris »

mr archer hat geschrieben:
sabienchen hat geschrieben:
Ich habe allerdings ein gewisses Problem damit, dass von Ihrem späteren Sexualpartner kurz zuvor über Sie geschrieben wurde.
Um sich mal kurz am "Unter uns" - Modus zu beteiligen, der "die Gamerschaft" gerade in seinen Klauen zu halten scheint (ich hatte ja keine Ahnung!), auch für Dich:

http://kotaku.com/in-recent-days-ive-be ... 1624707346


Soll doch bitte unter Erwachsenen jeder im gegenseitigen Einvernehmen vögeln, mit wem er will.
Sie kann mit jedem schlafen mit dem sie will interessiert mich nicht ( das sie in einer Beziehung ihren Freund mit 5 Kerlen betrogen hat macht es auch nicht besser war aber in den meisten Teilen nie wirklich Kernthema von GG )
Das Journalisten mit Game-Devs schlafen, dann Berichte über sie verfassen halte ich denoch für problematisch. Und die Verbindungen von Journalisten zu "Freunden" zieht sich durch die gesamte Branche ( zumindest in Amerika ) sei es , dass man sie finanziel unterstützt oder eben intimen Kontakt mit ihnen hat.
Hat meiner Meinung nach was mit journalistischer Integrität zu tun.
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mr archer
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Re: Spielkultur: Brianna Wu nach Morddrohungen: Sexismus ist

Beitrag von mr archer »

Lebensmittelspekulant hat geschrieben:
Diese Journalisten meinen die derzeit vorherrschende Spielkultur abschaffen zu können.
So, dann umreiße mir doch bitte mal die Struktur der "derzeit vorherrschenden Spielkultur". Und schreib mir gleich nochmal ein paar Links zu Leuten oder Instanzen dazu, die diese Struktur festgelegt haben.