Temeter hat geschrieben:...völlig überlastete Entwickler an Feintuning und Bugfixing arbeiten zu lassen, ist ein Grund für die vielen verbuggten, unfertigen und problembehafteten Spiele heutzutage.
Ganz zu schweigen von den Menschen dahinter. Crunch-Phasen in der Spieleentwicklung erreichen oft genug unmenschliche Ausmaße.
Diese Art von inkompetenter Planung ist praktisch etablierter Standard. Sowas sollte man nicht so einfach runterspielen, ob der 'Insider' nun echt ist oder nicht.
Vollkommen richtig.
Ich arbeite zwar nicht in der Spiele-Branche, aber immerhin als Reprograph im Print- und Mediengewerbe.
Fixe Termine, die oftmals von vornherein völlig utopisch sind (im Bezug auf die Größte und Fähigkeit des Teams, welches den Termin halten muss) und dazu dann noch Fehlplanung erster Güte kommt, sind auch hier absolut normal.
Aber
normal bedeutet ja nicht, dass das in Ordnung geht - nur vergisst man das gerne.
Lord Hesketh-Fortescue hat geschrieben:Für mich sind CDP-Spiele eher wie ein guter Käse oder Wein: Die müssen erst mal eine ganze Weile in Ruhe reifen, bevor sie genießbar werden. Im Klartext heißt das für mich: Kein Kauf in den ersten 5-6 Monaten nach Release. Da bin ich sowohl nachtragend als auch geduldig.
Ja, und warum sind sie das?
Da kommen wir offensichtlich wieder zum o. g. Thema :wink:
Lord Hesketh-Fortescue hat geschrieben:Daher kratzen mich die Behauptungen von diesem anonymifizierten Insider auch reichlich wenig. Wenn ich es kaufe, wird es ein bildhübsches und spielerisch ansprechendes Rollenspiel sein, da bin ich mir recht sicher.
Ändert aber nix an der wahrscheinlichen Gegebenheit, dass bei CDPR die Glocken genau so läuten, wie bei vielen anderen Unternehmen.
Aber gut, dass die Branche so tickt, ist ja auch nix neues - und als Arbeitskraft WEISS man das.
Ich weiß schließlich auch, worauf ich mich eingelassen haben, als ich als Reprograph angefangen habe.
Ich liebe meinen Beruf - und harte Zeiten gehören leider dazu.
Das ist nicht schön, aber offensichtlich nur schwer zu ändern.
Am Anfang und Ende des Tages sollte jeder in den Spiegel sehen können, ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben. Wenn das so ist, passt es.
Wenn nicht - nun, dann gibt es eben so Leute wie den verifizierten Anonymen hier, der mit seinen Aussagen vermutlich sehr nahe an der Wahrheit liegt, diese aber einfach nicht jeder so negativ aufnimmt, wie er.
Ich z. B. beschwere mich nicht, wenn ich 80 Stunde die Woche arbeite, obwohl ich nur 40 davon gezahlt bekomme. Solange es sich hier um Ausnahmen handelt, komme ich damit gut klar. Es gibt aber auch Kollegen, die sich schon beschweren, wenn sie 40 Stunden die Woche arbeiten müssen (wenn ihr versteht, worauf ich hinaus will).....