Britische Verbraucherschützer stellen Regeln gegen In-App-Abzocke auf

Hier findet ihr die entsprechenden Kommentare - inkl. Link zur News!

Moderatoren: Moderatoren, Redakteure

Benutzeravatar
Sabrehawk
Beiträge: 2738
Registriert: 25.05.2004 03:35
Persönliche Nachricht:

Re: Britische Verbraucherschützer stellen Regeln gegen In-Ap

Beitrag von Sabrehawk »

Prepaid karten sind auch mit GELD aufgeladen dass irgendwer verdient haben muss...
es ist nicht akzeptabel wenn hundertausende von Jugendlichen auf die Art abgezockt
werden. Der Spieltrieb ist neben dem Selbsterhaltungs und Sexualtrieb der stärkste Trieb
des Menschen und gerade bei jüngeren Menschen ist das einfach viel stärkere Triebfeder
bei Entscheidungen. Ohne klare Regeln und Altersbegrenzungen für InAPP Käufe geht
hier gar nichts, da besteht dringender Handlungsbedarf.
Benutzeravatar
Temeter 
Beiträge: 18065
Registriert: 06.06.2007 17:19
Persönliche Nachricht:

Re: Britische Verbraucherschützer stellen Regeln gegen In-Ap

Beitrag von Temeter  »

KONNAITN hat geschrieben:Sicher begrüßenswert, das Beispiel mit der Möwe und der Eiscreme zeigt aber auch wie schwammig der Punkt mit dem Verbot von emotionalen Aufforderungen ist. Sowas ist doch reine Auslegungssache und kann leicht umgangen werden.
Die Idee dahinter dürfte dokumentiert sein, die Möve ist nur ein Beispiel. Ich denke es geht hier vor allem darum, eine Trennung zwischen Spiel und Geschäft zu schaffen, klare Worte zu erzwingen, und die Beinflussungen zu minimieren.
In dem Kontext sollte die Regel eigentlich funktionieren, auch wenn sie u.U. individuell geprüft werden muss.
GrinderFX
Beiträge: 2141
Registriert: 14.05.2006 15:54
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Re: Kommentar

Beitrag von GrinderFX »

Outsider hat geschrieben: Bleibt für mich die Frage ob du diesen Staat auch Loben würdest wenn du dort lebst^^

Also ich verlasse mich lieber auf meinen eigenen Gesunden Menschenverstand als mir vom Staat vorschreiben zu lassen was ich darf und was nicht und gerade in sachen internet freiheit sitzt UK inzwischen in der hintersten reihe....
Du und ich mögen vielleicht diesen Menschenverstand haben, die restlichen 95% haben diesen aber leider nicht. Und so bedienen die Hersteller nur noch diese dummen 95% und Leute wie du und ich bekommen keine vernünftige Produkte mehr.
TherealMorrich
Beiträge: 236
Registriert: 07.12.2012 19:17
Persönliche Nachricht:

Re: Britische Verbraucherschützer stellen Regeln gegen In-Ap

Beitrag von TherealMorrich »

Sabrehawk hat geschrieben:Deutsche Rechtsprechung scheint sich da wieder mal seit Jahren in einem Vakuum der Ignoranz zu bewegen.
Die deutsche Obrigkeit sieht doch in Spielern von Computerspielen eh nur irre Amokläufer. Also wenns nach denen ginge, dann würde man die Spiele ja eh alle verbieten wollen. Da das aber nicht geht und man diese Sau nur ab und an mal durchs Dorf treiben kann, wenn mal wieder irgendein gefrusteter Schüler um sich geballert hat, wird das Thema Computerspiele den Rest der Zeit über einfach ignoriert.

Schließlich haben wir in Deutschland wichtigere Probleme. Bspw. Steuern hinterziehende Emanzentussis ala Alice Schwarzer.
Benutzeravatar
KONNAITN
Beiträge: 1002
Registriert: 09.12.2009 13:48
Persönliche Nachricht:

Re: Britische Verbraucherschützer stellen Regeln gegen In-Ap

Beitrag von KONNAITN »

Temeter  hat geschrieben:
KONNAITN hat geschrieben:Sicher begrüßenswert, das Beispiel mit der Möwe und der Eiscreme zeigt aber auch wie schwammig der Punkt mit dem Verbot von emotionalen Aufforderungen ist. Sowas ist doch reine Auslegungssache und kann leicht umgangen werden.
Die Idee dahinter dürfte dokumentiert sein, die Möve ist nur ein Beispiel. Ich denke es geht hier vor allem darum, eine Trennung zwischen Spiel und Geschäft zu schaffen, klare Worte zu erzwingen, und die Beinflussungen zu minimieren.
In dem Kontext sollte die Regel eigentlich funktionieren, auch wenn sie u.U. individuell geprüft werden muss.
Ja aber wenn schon deren eigenes Beispiel so schwammig ist, dann wird das ganze wohl kaum den erwünschten Effekt erzielen, weil man solche Regelungen eben leicht umgehen oder verbiegen kann. Und egal wie man es formuliert, am Ende kommt doch dasselbe raus. "Wenn du deine Möwe mit Eiscreme fütterst kommst du (wahrscheinlich viel, viel) schneller voran als mit Gratis-Sardinen."
Das Problem ist ja nicht, dass die Kids nicht dahinter kommen, dass es auch eine Gratis-Alternative gibt, sondern dass die oft so mühsam und langwierig ist, dass einem der Spaß vergeht.
Benutzeravatar
Jondoan
Beiträge: 2776
Registriert: 21.08.2013 15:42
Persönliche Nachricht:

Re: Britische Verbraucherschützer stellen Regeln gegen In-Ap

Beitrag von Jondoan »

Ich finde die Eltern sind dafür verantwortlich. Aber es sollte auch einen Verbraucherschutz geben. Die Flagge ist schon rassistisch. Aber irgendwo ist sie halt auch Tradition. :?
Benutzeravatar
Xyt4n
Beiträge: 1620
Registriert: 16.10.2010 17:36
Persönliche Nachricht:

Re: Britische Verbraucherschützer stellen Regeln gegen In-Ap

Beitrag von Xyt4n »

Super! Bei manchen politischen Angelegenheiten beneide ich die Engländer (€, Armutsmigration, ..)
Benutzeravatar
papperlapapp
Beiträge: 1138
Registriert: 24.10.2007 19:11
Persönliche Nachricht:

Re: Britische Verbraucherschützer stellen Regeln gegen In-Ap

Beitrag von papperlapapp »

wenn die firmen endlich mal ihre mehrwertsteuer in den ländern in denen sie onliengeschäftige tätigen zahlen würden, dann wäre ein solcher löblicher vorstoss in null-komma-nix vom tisch und chantal darf wieder kräftig ihr einhorn pimpen.
Benutzeravatar
James Dean
Beiträge: 3602
Registriert: 04.04.2013 10:05
Persönliche Nachricht:

Re: Britische Verbraucherschützer stellen Regeln gegen In-Ap

Beitrag von James Dean »

Xyt4n hat geschrieben:Super! Bei manchen politischen Angelegenheiten beneide ich die Engländer (€, Armutsmigration, ..)
Sorry für OT, aber: In England ist es noch krasser mit der "Armutsmigration" als hier. Da drüben fürchtet das ganze Sozialsystem die Osterweiterung und es werden schon erste Reformen laut, etwa dass Ausländer doch Geld für einen Krankenhausbesuch zahlen müssen (normalerweise ist der Besuch eines Krankenhauses für ausnahmslos jeden kostenlos, nichtmal eine Krankenkassenkarte muss man vorzeigen, was natürlich zu starkem Missbrauch führt). Viele Osteuropäer überspringen Deutschland quasi schon, weil es in England einen Mindestlohn gibt und hier nicht, hier ist das Land der Billigarbeiter (sehr zum Verdruß unserer Nachbarn).
Benutzeravatar
Wigggenz
Beiträge: 7449
Registriert: 08.02.2011 19:10
Persönliche Nachricht:

Re: Britische Verbraucherschützer stellen Regeln gegen In-Ap

Beitrag von Wigggenz »

Ich beneide die Engländer echt um nicht besonders viel, aber hier ist deren Politik nun einen Schritt weiter als unsere. Wir haben hier größtenteils nur das absolute Minimum an Verbraucherschutz, und Unternehmen haben einen schier unendlichen Einfallsreichtum. Unsere Verbraucherzentralen sind fast machtlos.
Benutzeravatar
3nfant 7errible
Beiträge: 5160
Registriert: 19.09.2007 12:45
Persönliche Nachricht:

Re: Britische Verbraucherschützer stellen Regeln gegen In-Ap

Beitrag von 3nfant 7errible »

Ich finde es unfassbar, dass hier überhaupt Handlungsbedarf besteht. Eigentlich sollte sich jeder darüber kapputtlachen, den Vogel zeigen und sofort wieder deinstallieren. Bei Angy Joes Star Trek Trexels Review und Jörgs Dungeon Keeper Test hab ich mich jedenfalls köstlich amüsiert. So kackendreist... :Blauesauge:

klar, ist natürlich tragisch, wenn sich manche Leute wirklich davon verleiten lassen :?
Benutzeravatar
De_Montferrat
Beiträge: 1515
Registriert: 10.06.2012 17:52
Persönliche Nachricht:

Re: Britische Verbraucherschützer stellen Regeln gegen In-Ap

Beitrag von De_Montferrat »

Ich zitiere gerade mal meinen Beitrag aus dem Kommentarbereich zum "Dungeon Keeper"-Test, da es dieses Spiel ebenfalls betrifft.
Dungeon Keeper ist nicht das erste F2P-Spiel von EA, das solch absurden Preise für völlig wertlose immaterielle Güter -die man eigentlich nicht mal so nennen kann, handelt es sich hier doch nicht um Gegenstände im eigentlichen Sinne- auffährt. Ich habe DK zufällig im Store gesehen und mir mal die Beschreibung durchgelesen sowie die Bilder angesehen. Da war mir schon direkt klar, worauf das gesamte Konzept des Spiels aufgebaut ist: Nämlich auf Spaßbefreitheit, solange man kein Geld darin investieren will.

Das man bei einem kostenlos zur Verfügung gestellten Programm -meistens als "Spiel" verkauft- durch zerstückelte Geldmengen alias "Mikrotransaktionen" versucht, Geld einzunehmen, ist ja aufgrund des kostenfreien Erwerbs nicht verwerflich. Doch passiert genau das, was Kritiker zu Beginn der F2P-Schwemme befürchtet haben: Das System wird bodenlos unterwandert und auf die wirtschaftliche und psychologische Gewinnmaximierung getrimmt.

Diese "Spiele" sind enthalten keine Mikrotransaktionen. Es handelt sich wie bei den mittlerweile großen Titeln um MAKROtransaktionen. Nur mit dem kleinen Unterschied, dass diese Ramschware -selbst die der nun Fuß fassenden großen Hersteller- meistens so billig produziert sind, dass sie noch nicht mal als anständiges Spiel durchgehen können. Zumal diese Spiele NICHT mal kostenlos sind, wenn man kein Geld investiert und Leute, die eben mehr oder weniger Bares dafür ausgeben, sogar noch mit etwas anderem bezahlen: Nämlich mit ihren Daten. Nicht nur im Falle von Angry Birds und Co. ist mittlerweile bekannt, dass massiv Daten gesammelt und verwertet bzw. verkauft werden, sondern auch EA sammelt, verwertet und verteilt bzw. verkauft diese andere Unternehmen. Bei denen steht es halt auch in der Beschreibung.

Aufgrund der Lizenz und des Spielprinzips spiele ich "Die Simpsons: Springfield", das ebenfalls von EA stammt. Ich bin mir bewusst, dass diese App Daten sammelt. Aber als ich die Preise für diese lächerlichen Donuts gesehen habe, musste ich erst laut lachen, dann die Augenrollen und dann resigniert abwinken. EA wird nicht eine müde Mark von mir für diesen virtuellen, wertlosen Ramsch sehen. Das Programm ist nett, um die Simpsons zu betrachten und Springfield nach seinen "eigenen" Vorstellungen aufzubauen.

Der Haken des F2P-Systems ist auch schnell gefunden: selbst bei den eigenen Vorstellungen wird man schon beschnitten. Es gibt so viele Gebäude, Figuren und Deko-Sachen, die diese Donuts als Zahlungsmittel verlangen, dass man fast schon genötigt ist, will man diverse bekannte Gesichter sehen, Donuts zu kaufen. Diese Donutpakete kosten in Relation zu der benötigten Menge wahnsinnig viel Geld. Der Rest passt zum altbekannten Abzockmodell: Die Donuts kommen kostenlos nur selten vor und dienen vielmehr als Lockmittel. Als Probehäppchen. Als "Was wäre, wenn..."-Beispiel. Ich spiele es nur nebenbei und sollte es irgendwann zu langweilig sein, was aufgrund größerer Zeiträume -auch ein beliebtes "Monetarisierungsmittel"- wahrscheinlich ist, wird es einfach gelöscht.

Gegen dieses widerliche, verabscheuungswürdige Verhalten der Hersteller muss vorgegangen werden. Hier verlieren die Hersteller abermals jede Schamlosigkeit und überschreiten jede Grenze des guten Geschmacks. Egal, ob nun die Leute, die sowas finanziell unterstützen, selbst Schuld sind, es bleibt verwerflich und reglementierungswürdig, so wie eben auch das Glücksspiel gehandhabt wird. Und das steht uns auch bei Makrotransaktionen in Vollpreis-Spielen bevor. Aber das wollen die Verteidiger dieser Abzocksysteme ja nicht begreifen. Da greift dann bereits die emotionale Abhängigkeit.
Hizugefügt werden kann noch, dass sowohl bei Dungeon Keeper als auch bei Springfield auf diese Unverschämtheiten wie der Höhe und der Häufigkeit der Zahlungen im Spiel selbst hingewiesen wird: Nämlich durch ironische, witzig gemeinte Kommentare der Spielfiguren. Damit beleidigt man doch jeden Nutzer und spuckt auf ihn.
Easy Lee
Beiträge: 5375
Registriert: 06.08.2008 17:03
Persönliche Nachricht:

Kommentar

Beitrag von Easy Lee »

Wird Zeit dass mal jemand den Anfang macht.

Ich habe mir schon seit 2-3 Jahren angewöhnt vor dem Download einer App erst mal einen Blick auf "In-App Käufe" zu werfen. In den meisten Fällen hat sich die Sache mit dem Download somit eh schon erübrigt.
Benutzeravatar
Swatfish
Beiträge: 1775
Registriert: 06.01.2010 19:04
Persönliche Nachricht:

Re: Britische Verbraucherschützer stellen Regeln gegen In-Ap

Beitrag von Swatfish »

Wer zahlt sowas überhaupt?
Benutzeravatar
Temeter 
Beiträge: 18065
Registriert: 06.06.2007 17:19
Persönliche Nachricht:

Re: Britische Verbraucherschützer stellen Regeln gegen In-Ap

Beitrag von Temeter  »

Swatfish hat geschrieben:Wer zahlt sowas überhaupt?
Leicht beeinflussbare Menschen, Kinder/Jugendliche, oder Leute, die sonst einfach kaum Spiele spielen und sich mal was aufs Handy geladen haben. Nicht jeder hat die Erfahrung, solche Taktiken auf den ersten Blick zu durchschauen. Manchmal hat man einfach Pech.