Finde ich eher weniger. Die meisten Storys in Spielen sind nichts weiter als interaktive Hollywood-Zitate. Schau dir allein mal die Hauptcharas an. Alle nach Schema F gestrickt. Meistens irgendwelche 20-30 jährigen jungen Männer mit Adonis-Körper, Militärausbildung und kahl rasiertem Kopf. Wahlweise mit fetten Wummen, Anzug, oder sonstigen Merkmalen, die alle über einen platten Charakter hinwegtäuschen soll.Kumbao hat geschrieben:Was mich wundert ist, dass die Leute fuer bessere Geschichten stimmen. Klar, es gab auch ganz schoen viel Crap, aber insgesamt finde ich schon, dass Spiele gerade im Bezug auf ihre Stories ein paar maechtige Schritte nach vorne getan haben.
Ansonsten sind die meisten Geschichten doch einfach nur Hollywood 2.0: Alienangriffe, Flucht vor Explosion in letzter Sekunde, Klischees soweit das Auge reicht, etc.
Selbst The Last of Us bedient sich nicht wirklich anderen Stilelementen als es Hollywood tut, aber die Kombi Endzeit/Apokalypse + ungleiches Gespann aus erwachsenem Mann und jungem Mädchen ist zumindest noch nicht so verbraucht wie die meisten anderen Szenarios.
Du hast aber in sofern recht, dass Abwechslung eher zu kurz kommt als Storys. Für mich bedingt das eine aber das andere. Wenn das Spiel der x-te Militärshooter ist, dann ist die Story auch bestenfalls 08/15(Ausnahmen kenn ich bissher nicht).
Spiele die wirklich eine vorzeigbare Story haben, kann man nach wie vor an einer Hand abzählen. Positiv erwähnen will ich hier vor allem Spiele wie die LoK-Reihe(mit ausnahme von BloodOmen2), Planescape: Torment, ICO, DeusEx und To The Moon.
Dreimal darfst du raten, wie sehr sich GameDesigner 2013 an diesen Positiv-Beispielen orientiert haben
@topic: Ich wünsch mir mehr Mut zu innovativen Ideen und neuartigen, bzw. besonderen Storys. Weg vom Einheitsbrei ala "Held rettet die Welt" hin zu wirklich emotionalen Storys. Und ganz wichtig: Charakterinteraktion muss endlich auf ein Level gebracht werden, dass NPCs nicht nur als seelenlose Questgeber und Statisten degradiert, sondern sie zu "realen" Menschen macht, welche eigene Gefühle, Intentionen und Wünsche haben!
Technik könnte dabei nicht unwichtiger sein! Wir haben moderne Rechenpower, genug für die nächsten 100 Jahre, also was sich entwickeln muss ist das SPIELERISCHE, INHALTLICHE nicht die schönde Anzahl an Polygonen und Shadereffekten!(Und das sage ich als Grafikprogrammierer!)
MfG Ska
