Ubisoft: Neue Spiele müssen Grundstein für neue Marken legen

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myheroisalex
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Re: Ubisoft: Neue Spiele müssen Grundstein für neue Marken l

Beitrag von myheroisalex »

Also ich finde die News jetzt nicht so außergewöhnlich, die allermeisten guten & erfolgreichen Spiele haben Fortsetzungen bekommen. Da waren auch viele sehr gute Sachen dabei. Bei geilen Spielen sieht man den seriös produzierten Nachfolger immer gerne :) Ich denke es kommt halt drauf an welche Philosophie man bei der Fortsetzung verfolgt. In diesem Sinne eine Träne für die Gothic-Serie :|
Nanimonai
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Re: Ubisoft: Neue Spiele müssen Grundstein für neue Marken l

Beitrag von Nanimonai »

brent hat geschrieben:Kurzer Einwand: "major".
Es geht nicht um Bürgermeister. :)
Diesen Vergleich zieht man vermutlich auch nur, wenn man nicht weiß, wie der englische Begriff für Bürgermeister geschrieben und ausgesprochen wird...
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Kajetan
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Re: Ubisoft: Neue Spiele müssen Grundstein für neue Marken l

Beitrag von Kajetan »

Nanimonai hat geschrieben:Vielleicht gibt es da aber auch Definitionsschwierigkeiten. Was ist denn für Dich "casual"?
"Casual" ist für nicht wenige "Cores" alles, was nicht mehr cool ist, weil es jetzt alle machen.

Und als Ultima Online- und MUD-Spieler der ersten Stunde lache ich eh über all die N00bs, die meinen mit einem Molten Core-Raid Anno 2006 habe das "richtige" MMO-Spielen bestritten.
onaccdesaster
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Re: Ubisoft: Neue Spiele müssen Grundstein für neue Marken l

Beitrag von onaccdesaster »

"Traurig ist das alte Gamerherz" wenn man solche Nachrichten liest. Mehr Geld für Marketing und neue Spiele müssen Grundstein für neue Marken legen. Ein Satz der nur geheuchelt ist. Eine Serie die es schon seit Jahren gibt wie Siedler und Anno wird nur noch ausgebeutet in Form von Browsergames. Watch Dogs wird nur ein GTA-Clon. Von Heroes 6 bin ich enttäuscht. Hat nicht die Motivation des 5ten Teils aber DRM.

Wieso liest man heute nicht "Mehr Geld für wirklich neue, kreative Spiele?" Weil die ganzen Publisher heute kein Risiko eingehen wollen und alte Serein schamlos ausbeuten wie auch Blizzard mit SC. Auch mit Browsergames oder besser gesagt F2Play wird Blizzard ja auch jetzt anfangen. Das "leichte Geld" verlockt heute alle Publisher solche Ideenlose, alte Spiele im Browser zu bringen. Das ideenlose ist auf heute bezogen und nicht auf die alten Spiele die ja gut sind.

Neben EA könnte von mir aus Ubisoft den Laden dicht machen. Kommt nix mehr Gutes von diesen Publishern!
Nanimonai
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Re: Ubisoft: Neue Spiele müssen Grundstein für neue Marken l

Beitrag von Nanimonai »

Kajetan hat geschrieben:
Nanimonai hat geschrieben:Vielleicht gibt es da aber auch Definitionsschwierigkeiten. Was ist denn für Dich "casual"?
"Casual" ist für nicht wenige "Cores" alles, was nicht mehr cool ist, weil es jetzt alle machen.
Was Du mit "nicht mehr cool" meintest, ist doch eher die Unterscheidung in Richtung "Mainstream" und "Independent", oder nicht?

Ich sehe das Problem, dass "Casual" und "Core" qualitativ bewertet werden und viel zu leicht in gut und schlecht eingeordnet werden können, bzw. in Kategorien Erfahren und Unerfahren. "Noobs & Pros".

Für mich ist casual alles andere als ein negativer Begriff, sagt er doch nur aus, dass einige Spieler aus welchen Gründen auch immer nicht (mehr) die Zeit oder Lust haben, sich viele Stunden in der Woche oder am Tag mit dem Hobby Computer-/Videospiel zu beschäftigen. Die Konnotation in der Spielerschaft ist aber leider eher negativ.

Aber wenn man sich das mal so durch den Kopf gehen lässt, sind Im Grunde genommen doch die "Casuals" von heute zu einem sehr hohen Anteil die "Cores" von damals... nur älter und mit anderen Prioritäten im Leben.
Was demnach einfach mal rein gar nichts über die "Skills" und die Ahnung von der Materie aussagt.
Nanimonai
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Re: Ubisoft: Neue Spiele müssen Grundstein für neue Marken l

Beitrag von Nanimonai »

onaccdesaster hat geschrieben: Wieso liest man heute nicht "Mehr Geld für wirklich neue, kreative Spiele?" Weil die ganzen Publisher heute kein Risiko eingehen wollen und alte Serein schamlos ausbeuten wie auch Blizzard mit SC.
Ich habe das vorhin schon mal gefragt: Wann war das denn jemals anders? Auch damals hatte jedes halbwegs erfolgreiche Spiel einen oder mehrere Nachfolger. Weil es Sinn macht. Weil es Geld bringt. Weil die Leute es wollen.

Globaler gesprochen gibt es doch eigentlich überhaupt gar keinen Bereich im Kommerz, wo erfolgreiche Ideen und Konzepte nicht weiterverwendet werden.
Das ist die Welt in der wir leben. Seit... eigentlich immer schon.
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ZackeZells
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Re: Ubisoft: Neue Spiele müssen Grundstein für neue Marken l

Beitrag von ZackeZells »

Mit anderen Worten - Ubisoft bestreitet nun den dunklen Pfad der Macht - sie werden sich mit EA verbünden und ein Imperium gründen.

„Es sollen zwei sein, nicht mehr, nicht weniger. Einer, um die Macht zu verkörpern, und einer, der danach giert.“ — Darth Bane
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dx1
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Re: Ubisoft: Neue Spiele müssen Grundstein für neue Marken l

Beitrag von dx1 »

Nanimonai hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben:
Nanimonai hat geschrieben:Vielleicht gibt es da aber auch Definitionsschwierigkeiten. Was ist denn für Dich "casual"?
"Casual" ist für nicht wenige "Cores" alles, was nicht mehr cool ist, weil es jetzt alle machen.
Was Du mit "nicht mehr cool" meintest, ist doch eher die Unterscheidung in Richtung "Mainstream" und "Independent", oder nicht?

Ich sehe das Problem, dass "Casual" und "Core" qualitativ bewertet werden und viel zu leicht in gut und schlecht eingeordnet werden können, bzw. in Kategorien Erfahren und Unerfahren. "Noobs & Pros".

Für mich ist casual alles andere als ein negativer Begriff, sagt er doch nur aus, dass einige Spieler aus welchen Gründen auch immer nicht (mehr) die Zeit oder Lust haben, sich viele Stunden in der Woche oder am Tag mit dem Hobby Computer-/Videospiel zu beschäftigen. Die Konnotation in der Spielerschaft ist aber leider eher negativ.

Aber wenn man sich das mal so durch den Kopf gehen lässt, sind Im Grunde genommen doch die "Casuals" von heute zu einem sehr hohen Anteil die "Cores" von damals... nur älter und mit anderen Prioritäten im Leben.
Was demnach einfach mal rein gar nichts über die "Skills" und die Ahnung von der Materie aussagt.
"Casual" heißt für mich vor allem "zwanglos" und "gelegentlich". Wahrscheinlich, weil beides auf mich zutrifft.

1. Ich spiele, wenn ich die Gelegenheit dazu habe — in einer Woche nur mal diese besonderen 20 Minuten, in einer anderen 40 oder mehr Stunden.

2. Ich spiele immer frei von jeglichem Zwang, welcher für mich bedeuten würde: Ich muss im MP gewinnen, ich muss einen Highscrore knacken, ich richte mich beim Spielen nach "Achievements", ich muss das Spiel durchspielen oder komplettieren.

3. Falls ich mal nicht daddeln kann, dann kratze ich mir nicht zwanghaft die Haut vom Leib.
Bambi0815
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Re: Ubisoft: Neue Spiele müssen Grundstein für neue Marken l

Beitrag von Bambi0815 »

Kajetan hat geschrieben:
Nanimonai hat geschrieben:Vielleicht gibt es da aber auch Definitionsschwierigkeiten. Was ist denn für Dich "casual"?
"Casual" ist für nicht wenige "Cores" alles, was nicht mehr cool ist, weil es jetzt alle machen.

Und als Ultima Online- und MUD-Spieler der ersten Stunde lache ich eh über all die N00bs, die meinen mit einem Molten Core-Raid Anno 2006 habe das "richtige" MMO-Spielen bestritten.
Es geht doch viel mehr um mainstream. Zielgruppe alle. Die firmen reicht es nicht mehr eine zielgruppe zufrieden zu stellen, sie wollen ein mittelmass fuer alle spieler. Damit moegen viele spieler sicher zufrieden stellen aber gerade die hauptzielgruppe sagt ... hmmm das ist aberbkein battlefield mehr wie ich es kannte und liebte. Oder ohh das haben sie aber doll vereinfacht. Die firmen sagen dazu zugänglicher machen. Klar driften daher viele spiele ins casual ab. Diablo 3 ist ein paradebeispiel dafuer zum beispiel.
Gogeta90
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Re: Ubisoft: Neue Spiele müssen Grundstein für neue Marken l

Beitrag von Gogeta90 »

ja, ganz toll. und genau deswegen kommt der trend von spielen, deren ende alles verhunzt, zu stande.
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dx1
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Re: Ubisoft: Neue Spiele müssen Grundstein für neue Marken l

Beitrag von dx1 »

Bambi0815 hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben:
Nanimonai hat geschrieben:Vielleicht gibt es da aber auch Definitionsschwierigkeiten. Was ist denn für Dich "casual"?
"Casual" ist für nicht wenige "Cores" alles, was nicht mehr cool ist, weil es jetzt alle machen.

Und als Ultima Online- und MUD-Spieler der ersten Stunde lache ich eh über all die N00bs, die meinen mit einem Molten Core-Raid Anno 2006 habe das "richtige" MMO-Spielen bestritten.
Es geht doch viel mehr um mainstream. Zielgruppe alle. Die firmen reicht es nicht mehr eine zielgruppe zufrieden zu stellen, sie wollen ein mittelmass fuer alle spieler. Damit moegen viele spieler sicher zufrieden stellen aber gerade die hauptzielgruppe sagt ... hmmm das ist aberbkein battlefield mehr wie ich es kannte und liebte. Oder ohh das haben sie aber doll vereinfacht. Die firmen sagen dazu zugänglicher machen. Klar driften daher viele spiele ins casual ab. Diablo 3 ist ein paradebeispiel dafuer zum beispiel.
Kannst Du das bitte weiter ausführen? "Mainstream" und "Hauptzielgruppe" sind — so wie Du es beschreibst — identisch.
david9210
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Re: Ubisoft: Neue Spiele müssen Grundstein für neue Marken l

Beitrag von david9210 »

Was für ein Geqautsche...macht doch einfach mal hochwertige Spiele anstatt überteure Kampagnen, in denen ihr Hypes erzeugt, die dem fertigen Spiel natürlich überhaupt nicht gerecht werden (können).
Nein, lieber wird noch mehr Kohle ins Marketing gesteckt, um auch noch die oberflächlichsten Spiele schönreden zu lassen. Kotzen mich diese Jungs an!
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an_druid
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Re: Ubisoft: Neue Spiele müssen Grundstein für neue Marken l

Beitrag von an_druid »

MrLetiso hat geschrieben:..

Topic:
Vom finanziellen Standpunkt aus gesehen (schade, dass es diesen tatsächlich geben muss) hat er durchaus Recht. Ich denke, dass in Watch_Dogs sehr viel Arbeit steckt - zumindest lassen das bisherige Spielszenen vermuten. Allerdings muss es sich, wie bereits geschrieben, bei einem Spiel auch anbieten. Bei Assasin's Creed sehe ich den Bogen schon sehr lange als überspannt an - von CoD ganz zu schweigen, dem mittlerweile ja auch BF nacheifert... God of War ist ein hervorragendes Spiel - nur hat es aufgrund der Schwemme an Spielen mittlerweile ebenso Abnutzungserscheinungen. Vom erzählerischen Wert mal ganz zu schweigen...

Solange es die Geschichte als solche voranbringt oder sich das Spiel als solches weiterentwickelt, habe ich damit kein Problem. Aber Fortsetzungen auf Krampf... nein Danke...
Abnutzungserscheinungen sind hier noch nicht das ganze Problem. Stell dir vor, wenn ein mal wieder so eine zu recht gelobte, sehr gute Marke raußkommt und auf grund seines Erfolges eine Laufbandprofuktion eintrift.
Folgen
- Unveränderte biss schlechte Qualität
- Zu häufiger Produktionszyklu's = übersätigte Spieler
- Hoher Producktionszyklus erfordert viel Aufmerksamkeit für sein nächstes, was wieder bedeutet das die Nachfolgetitel nicht durch ihre Beliebtheit oder ihre Qualität so bekannt werden, sondern nur durch Druck. Als hätte ich von der AC-Werbung nicht schon genug, nein es wird mir noch mehr auf die Nase aufgebunden. Das ist einfach nur erbärmlich und wird keine Kontinuirrlichen dauerbestand haben.

so könnten schon die nächsten Teile das Immage was kosten und somit in den eigenen schwanz gebissen.
Square sollte da eigentlich als Paradebeispiel gut zutreffen.

Vor 10 Jahren hatte gegen Ubi u.Blizz noch keiner was auszusetzen. Wieso weil der Weg der agressiven Gewinnmaximierung noch nicht sichtbar war.
Nanimonai
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Re: Ubisoft: Neue Spiele müssen Grundstein für neue Marken l

Beitrag von Nanimonai »

dx1 hat geschrieben: "Casual" heißt für mich vor allem "zwanglos" und "gelegentlich". Wahrscheinlich, weil beides auf mich zutrifft.

1. Ich spiele, wenn ich die Gelegenheit dazu habe — in einer Woche nur mal diese besonderen 20 Minuten, in einer anderen 40 oder mehr Stunden.

2. Ich spiele immer frei von jeglichem Zwang, welcher für mich bedeuten würde: Ich muss im MP gewinnen, ich muss einen Highscrore knacken, ich richte mich beim Spielen nach "Achievements", ich muss das Spiel durchspielen oder komplettieren.

3. Falls ich mal nicht daddeln kann, dann kratze ich mir nicht zwanghaft die Haut vom Leib.
Du nimmst hier eine Bewertung vor und das wollte ich mit den Definitionen von casual und core ja eigentlich vermeiden.
Du "verteidigst" casual, in dem Du das Gegenteil als zwanghaftes Verhalten darstellst. Das wird der Sache aber auch nicht gerecht.
Denn mal abgesehen von dem sehr überzogenen dritten Punkt, kann ein anderer Spieler das, was Du als "Zwang" bezeichnest, auch positiv einfach als "Ehrgeiz" sehen.

Ich würde mir wünschen, dass man beide Begriffe etwas neutraler und nüchterner betrachtet und nicht unbedingt die Kategorie positiv beschreibt, in die man sich selbst einordnet und die andere ins Gegenteil verkehrt.
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Alter Sack
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Re: Ubisoft: Neue Spiele müssen Grundstein für neue Marken l

Beitrag von Alter Sack »

Spoiler
Show
Skabus hat geschrieben:
Alter Sack hat geschrieben:@Skabus: OK das mit der Arbeit nehme ich zurück das war unhöflich. Entschuldigung.
Man sollte da immer vorsichtig sein. Ich arbeite seit einiger Zeit in einer Marketing-Firma die 3D-Apps für namenhafte Großunternehmen herstellt ;)

Und ziemlich wahrscheinlich wirds von mir in Zukunft auch den ein oder anderen Indie-Titel geben ;)

Aber ist halt Internet, bins gewohnt, und meistens selbst nicht besser :P
Alter Sack hat geschrieben:Bei der Größe eines solchen Unternehmens muss ich Spiele haben um damit Kohle zu erwirtschaften. Und zwar sichere Kohle. Ich kann mir keine tollen Ideen aus den Fingern saugen und hoffen das es klappt. Sollte ich ausreichend Überschüsse erwirtschaften kann man bestimmt mal das ein oder andere ausprobieren. Aber das sind keine 10 Mann Buden mehr aus der Gründerzeit der Viedeospiele.
Ja, das ist mir schon bewusst, und ich will auch gar nicht sagen, dass die mayors völlig daneben liegen, das Problem ist nur, dass sie seit etwa 10 Jahren in so einer ewig gleichförmigen Tretmühle gefangen sind, und absolut keine Ambitionen haben die Spiele an sich inhaltlich und durch Innovationen auf eine neue Stufe zu heben und nicht nur ständig grafische Updates zu präsentieren, wärend der spielerische Anspruch aber zurückgeht.
Alter Sack hat geschrieben:Ich denke das unsere Erfahrung im Bereich "Firmenskalierung, Gewinnerwartung und dem Verhältnis zwischen Firmengröße und der Gewinnerwartung " etwa ähnlich sein wird. Ich arbeite seid knapp 30 Jahren und davon die letzten 20 in demselben IT-Unternehmen und hab schon so einiges mitbekommen.
Oha, dann bin ich ja im Vergleich zu dir ein richtiger Frischling :D Dein Name ist scheinbar doch Programm. Nichts für ungut, das Internet ist eben immer etwas unpersönlich. :Häschen:

Du müsstest in dem Punkt aber wissen, das Firmengröße und Wachstum keine Faktoren sind die vom Himmel fallen, es ist eine bewusste Entscheidung einer Firma, die expandieren will und auch die wirtschaftliche Stärke gewonnen hat um das zu tun. Dabei verlieren viele Firmen aber den Fokus auf ihre Produkte. Das geht solange gut, wie es genug Kunden gibt die die Produkte kaufen. Die Firma sagt sich in diesem Fall, es wäre richtig so und nicht anders zu handeln, der Erfolg bemisst sich also nur über Gewinn nicht über die Qualität der Produkte. Sobald dann aber der Zusammenbruch kommt, gibt man sich wiederrum reumütig und tut so, als hätte man das ja schon seit Jahren geahnt. Unternehmertum ist in vielerlei Hinsicht sehr verlogen, das durfte ich bereits am eigenen Leib erfahren(zum Glück nicht meine aktuelle Firma!)

Niemand hindert EA, Ubisoft und Co. aber daran z.B, eigene kleine Indie-Abteilungen aufzubauen, und dort mit kleineren Bugets(=geringeres Risiko), kleine Entwicklerteams anzustellen, die dann eben vom Umfang her kleinere Produkte herstellen, aber eben mehr Wert auf Innovation und Originalität legen. So könnte ein mayor auch aktive Feldforschung betreiben und evtl. Indie-Ideen aus der Taufe heben die, sofern sie gut ankommen, auch die AAA-Titel berreichern würden. Bestes Beispiel ist aktuell Minecraft: Das Spiel hat selbst bei den mayors eine Welle losgetreten, mehr Spiele mit prozedural erstellten Inhalten anzubieten. Denke da an Gameglobe oder Project Spark.Gibt aber noch jede Menge anderer Produkte. Die Secon Life-Macher arbeiten aktuell z.B. an Patterns, einem Minecraftklon.

Was ich an den mayors aber so schrecklich finde,ist die Arroganz und die Ignoranz für Innovationen, für kleinere Zielgruppen, die ebenso gerne Videospiele spielen und nichts mit CoD anfangen können.

Dieses Vakuum hat ja letzendlich auch die Indie-Welle losgetreten und es zeigt sich, dass sich kleine Projekte, selbst mit sog. "altbackenem"(man wie ich dieses Wort hasse!) GameDesign gut verkaufen. Ich denke da an "Legend of Grimrock", einem extrem guten Indie-Titel der die "Dungeon Crawler" für die neue Generation wieder salongfähig gemacht haben und daher zurecht 500.000 Mal verkauft wurde.

Für die mayors ist sowas aber Peanuts. Es geht ihnen auf Deutsch gesagt am Arsch vorbei, dass es eine mittlerweile große Indie-Szene gibt, die vor allem durch Innovation und nicht durch gutes Marketing punktet.

Ich sehe daher keinen wirklich überzeugendes Argument zu sagen "Wir wollen Geld verdienen!". Denn es verdienen nicht nur die mayors, sondern auch die Indies, kleine Firmen, die große Innovationen anbieten. Ist ja in artfremden Branchen auch so. Es gibt die großen mayors die z.B. Kleidung in Massenware produzieren, das schließt aber kleine, selbstständige Schneidereien nicht aus, die dafür dann aber keine Ware von der Stange, sondern originelle und außergewöhnliche Ware herstellen. Das weiß ich deswegen, weil ich selbst in einer sehr kleinen Firma arbeite(etwa 10 Mitarbeiter), die aber trotzdem durch ihre innovativen Konzepte großes Interesse bei namenhaften Firmen wie Autohersteller, Immobilienfirmen, etc. hervorgerufen hat.

Es stellt sich immer die Frage was ich "wirklich" machen will, wie ich am Markt bestehen will, und vor allem ob ich eben wirklich nur möglichst viel Geld machen will, oder ob ich meine Kunst/mein Handwerk ausleben und davon leben will. Da ist es einfach kein Argument, dass EA sich immer größer frisst und dann floppen nach und nach ihre ganzen "tollen" Projekte. Die letzte Flaute war doch erst mit The Old Republic: Ein gigantisches Entwicklungsbuget hat man lockergemacht, wobei sicher mehrere Millionen nur für Marketing draufgegangen sind. Namenhafte WoW-Clans haben für "The Old Republic" ihre WoW-Server verlassen und kaum ein paar Monate später sind die selben wieder zurückzukehren. Warum? Weil "The Old Republic",wie sovieles was EA macht,ein Windbeutel ist. Viel Wind, aber keine Substanz.

Jetzt frage ich dich: Was hat es mit Geld verdienen zu tun, ein Produkt am Kunden vorbeizuentwickeln, Millionen Kosten zu verursachen um dann zu merken, dass all das Marketing nicht darüber hinweggetäuscht hat, dass das Produkt über weite Strecken absolut substanzlos ist und bei den Kunden nicht ankommt.

Ich glaube nicht, dass die Publisher wirklich verstehen wie der Spielemarkt funktioniert. Die meisten Entscheidungsträger(ich durfte einige kennenlernen, gute wie schlechte) verstehen viel von Marktwirtschaft aber kaum was von Spielen. Sie glauben immernoch es gäbe eine Formel X mit der man SICHER immer den Gewinn Y einfahren, wenn man sich doch nur an eine genaue Kombination aus Marketing(bis zur Grenze des Betrugs), Geheimniskrämerei und Technologieeinkauf hält. Daher produzieren sie auch ständig Hypes, in der Hoffnung die Leute zu dieser Formel "hinzuerziehen". Erst war es "Social Media", nun F2P. Dieser Leute kapieren einfach nicht, dass all das Facetten des großen Ganzen sind, und wirklich erfolgreich wird der sein, der ein breites Spektrum an Kunden bedient und nicht versucht sich Konsumzombies zu züchten, die alle das selbe aufgetischt kriegen und alles immer und immer wiederkauen müssen.

Ich sehe daher auch den Sinn bei Ubisoft nicht. Eine Idee muss nicht zwangsläufig in die Form gegossen werden, dass jede IP sofort ein Franchise wird, das ist utopisch und sorgt wieder nur dafür, dass viele gute oder gar sehr gute Ideen im Keim erstickt werden, eben weil sie sich nicht als Marketing-Monster eignet. Und genau das ist Gift wenn man nicht nur mit Technikern sondern mit kreativen Menschen zusammenarbeiten will.


MfG Ska

"Jetzt frage ich dich: Was hat es mit Geld verdienen zu tun, ein Produkt am Kunden vorbeizuentwickeln ..."

Ich glaube nicht das Sie am Kunden vorbeientwickeln. Gerade Ubisoft ist einer der "gesunden" Publisher im Gegensatz zu EA. Ihre Produkte werden verkauft (vielleicht nicht an die Community von 4P) aber an die breite Masse der Spieler. Und gerade der Corebereich trägt 3/4 des Umsatzes von Ubisoft.
Und das man diese Masse nur übers Marketing erreicht das ist doch klar.
Und da Sie in erster Linie ihren Aktionären und danach ihren Mitarbeitern gegenüber verantwortlich sind müssem die Zahlen stimmen. Natürlich kann man durch Marktforschung versuchen was neues zu bringen ... aber warum denn? Die Marken laufen super, experimentiert wird im Indiebereich ... den beobachtet man ... und wenn was passt wirds gekauft oder kopiert. Hin und wieder experimentiert man mal selber ein bischen rum und gut ist.
Die Mayors sind keine Firmen mehr die eine Szene voranbringen müssen. Dafür sind Spiele viel zu sehr in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Sie müssen in erster Linie Produkte erstellen die gekauft werden sollen. Und das klappt bei Ubisoft hervorragend. Also warum sollten sie an ihrem erfolgreichen Prinzip was ändern?
Ich denke die Nostalgie im 4P-Forum das Spiele Kunst sind und das jede Firma eine Verantwortung hat diesem Anspruch gerecht zu werden sind weder zeitgemäß noch realistisch. Genau wie die Diskussion über Casuals und Cores. Die Cores werden im Laufe der Zeit immer weiter in die Nische gedrängt auch wenns hier keiner wahrhaben will. Und darauf reagieren Firmen wie Ubisoft, Casuals interessieren sich nicht sonderlich für 4P oder andere ähnliche Medien, aber sie reagieren aufs Marketing.