The Last of Us: Entwickler äußern sich zur Spielzeit

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CristianoRonaldo
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Re: The Last of Us: Entwickler äußern sich zur Spielzeit

Beitrag von CristianoRonaldo »

Randall Flagg78 hat geschrieben:Wenn man hier so manche Kommentare liest, könnte man meinen, eine lange Spielzeit sei ein Indikator für Qualität.
Wäre ein Max Payne 3 50 Stunden lang gewesen, wäre es dadurch besser?? Wohl kaum, denn ich war schon in der Mitte genervt.
Wieso muss also ein Spiel krampfhaft gestreckt werden, damit alle zufrieden sind?
Ich finde, wenn alles ansprechend gefüllt wurde, kann ich auch mit 7-8 Stunden leben. Filme gehen auch keine 10 Stunden, die meisten nicht mal 2.
Und ja, ich finde, man kann das vergleichen. Ich möchte z.B. kein Gears of war, welches 30 Stunden geht.
Natürlich ist die Spielzeit, in der man gut unterhalten wird, ein Indikator für Qualität.
Wenn die von dir angesprochenen Spiele dich nach 10 +/- Stunden schon langweilen, dann sind sie eben nicht gut genug, um dich über 30-50 Stunden gut zu unterhalten.

Und Filme mit Spielen zu vergleichen ist einfach nur dumm. Was für ein Schwachsinn.
SectionOne
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Re: The Last of Us: Entwickler äußern sich zur Spielzeit

Beitrag von SectionOne »

Sarkasmus hat geschrieben:
NerevarINE2 hat geschrieben:warum werden immer filme und spiele verglichen. Verstehe ich nicht,sind für mich 2 vollkommen unterschiedliche Dinge, und jedes Spiel das weg von Gameplay , hin zu Präsentation etc geht, ist für mich schlechter.

.....
Weil beides, für mich, ein Unterhaltungsmedium ist.
Klar sind sie das Filme sind aber darauf ausgelegt an einem Stück geschaut zu werden, während man in Spielen Speichern kann und so über Tage/Wochen/Monate Spaß dran hat. Von daher passt der Vergleich wirklich nicht so ganz!

BtT: Eine Spielzeit von 12 -16 Std geht für ein Spiel wie dieses völlig in Ordnung. Da es ja sehr Storylastig werden soll wäre es eher von Nachteil wenn gerade dieses irgendwelche Längen aufweist!
billy coen 80
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Re: The Last of Us: Entwickler äußern sich zur Spielzeit

Beitrag von billy coen 80 »

Hardtarget hat geschrieben:das problem liegt miener meinung nach weniger an den spielen, den die sind sicherlich nicht kürzer als früher, sondern eher an der spielerschaft! es rusht ja jeder nur noch durch die games und dies ist den die spieldauer. ich finde sowas traurig. anscheinend bin ich einer der wenigen, die sich den luxus erlauben spiele genießen zu können. ich hab zB doppelt solang gebraucht für uncharted 3 als andere nur weil ich mir auch mal angekuckt hab was naughty dog so programmiert hat. bin bestimmt 15 min über den basar gerannt und hab mir die stände und das ganze drumherum reingezogen. heutzutage scheint jeder nur noch auf die minimap zu kucken, ah da blinks da muss ich hin - schnell schnell. wenn die schreiben 12- 16 std für tlou werd ich sicher 20 brauchen, weil ich nicht hetze und mir zeit lasse.
Amen.

Eine weitere Unsitte der Spielerschaft heutzutage ist das ständige Runterbeten des Begriffes heutzutage. Gerade in Bezug auf Spiellängen ist das absolut hanebüchen. Genreimmanent betrachtet waren Spiele absolut NIEMALS flächendeckend länger als "heutzutage". Klar gab es immer mal welche, gibt es auch heute noch, aber das waren und sind nur Ausnahmen. Das sollte denen, die dann ständig auf Nachfrage nach längeren Spielen sofort "haufenweise" Beispiele bringen schon allein daran auffallen, dass:

A) die meisten genannten Titel nicht demselben Genre zuzuordnen sind (da wird dann ein FFVII herangezogen um etwa die Spielzeit eines God of Wars in Frage zu stellen)

B) zwischen den Veröffentlichungsdaten der genannten Titel meist auffällig lange Zeitspannen liegen, was ein klarer Indikator für eben die Ausnahmestellung dieser Spiele in Sachen Spielzeit ist.

Aber das sich dauernde Beschweren über alles mögliche ist ja "heutzutage" bei uns "Gamern" irgendwie in... :roll:
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Randall Flagg78
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Re: The Last of Us: Entwickler äußern sich zur Spielzeit

Beitrag von Randall Flagg78 »

CristianoRonaldo hat geschrieben: Und Filme mit Spielen zu vergleichen ist einfach nur dumm. Was für ein Schwachsinn.
[/quote]

Da gehen unsere Meinungen komplett auseinander und für dumm halte ich mich übrigens auch nicht.
Der Film ist ein erwachsenes Medium und wird auch als solches gesehen. Und genau da will doch das Spiel hin, hin zu gesellschaftlicher Akzeptanz, auf breiter Basis.
Und durch die Präsentationen wirken schon heute viele Games, wie ein Kinofilm. Max Payne z.B. ist eher ein interaktiver Film, genau wie Walking Dead, von Telltale.
Für mich besteht da mittlerweile kaum noch ein Unterschied, weswegen ich teilweise mit kürzerer Spielzeit und cineastischer Aufmachung leben kann, wenn ich als leichten Happen für zwischendurch ansehe.
The Walking Dead habe ich behandelt, wie eine gute Serie, auf die ich mich nach Feierabend freue. Jeden Abend ein Teil, zur besten Sendezeit, Bier und Chips inklusive.
Ich ziehe mir im Kino gerne auch mal schwerere Kost rein, wie ein Memento oder Martyrs, aber eben auch einen Actionfilm, mit Statham, Dwayne Johnson usw.
Und so wie es in Filmen unterschiedliche Genres gibt (aus was Spieltiefe, Anspruch und Gameplay betrifft), gibt's eben auch verschiedene Games.
So würde ich ein Max Payne 3 eher als Actionfilm sehen, angucken und vergessen. Dagegen verlangt mir ein Ninja Gaiden 2, oder Dark Souls jede Menge Einarbeitungszeit ab, nachdenken, taktieren und meistern.
So wie man manche Filme eben auch mehrmals anschauen muss bzw. lange darüber nachdenkt und immer wieder einlegt.

Wenn irgendwann das Spiel genau so erwachsen ist, wie das Film Genre, dann haben wir es geschafft. Nicht nur wird es dann gut angesehen und hat seinen Platz in der Mitte der Gesellschaft, es wird auch reife Spiele geben, vielleicht sogar welche, die einem schwer im Magen liegen, mich weinen lassen bzw. mich zum lachen bringen.

Und jetzt erläutere doch noch einmal explizit, was genau daran dumm ist?!
Vielleicht bist Du sogar so eloquent, es mir zu erläutern, ohne unterhalb der Gürtellinie zu agieren. Lasse einfach alle Wörter weg, die sich auf "um"reimen, dass wäre schon ein Anfang.

Und das Spiele früher länger waren, ist auch nur die halbe Wahrheit, wenn überhaupt. Wären sie nicht durch unfaire Stellen und schlechte Balance bockschwer gewesen, wären die meisten Klassiker in 30-60 Minuten durch gewesen.
Spiele sind heute eher länger als früher. Mein Vorposter hat völlig recht.
M4sterL
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Re: The Last of Us: Entwickler äußern sich zur Spielzeit

Beitrag von M4sterL »

Randall Flagg78 hat geschrieben:
CristianoRonaldo hat geschrieben: Und Filme mit Spielen zu vergleichen ist einfach nur dumm. Was für ein Schwachsinn.
Da gehen unsere Meinungen komplett auseinander und für dumm halte ich mich übrigens auch nicht.
Der Film ist ein erwachsenes Medium und wird auch als solches gesehen. Und genau da will doch das Spiel hin, hin zu gesellschaftlicher Akzeptanz, auf breiter Basis.
Und durch die Präsentationen wirken schon heute viele Games, wie ein Kinofilm. Max Payne z.B. ist eher ein interaktiver Film, genau wie Walking Dead, von Telltale.
Für mich besteht da mittlerweile kaum noch ein Unterschied, weswegen ich teilweise mit kürzerer Spielzeit und cineastischer Aufmachung leben kann, wenn ich als leichten Happen für zwischendurch ansehe.
The Walking Dead habe ich behandelt, wie eine gute Serie, auf die ich mich nach Feierabend freue. Jeden Abend ein Teil, zur besten Sendezeit, Bier und Chips inklusive.
Ich ziehe mir im Kino gerne auch mal schwerere Kost rein, wie ein Memento oder Martyrs, aber eben auch einen Actionfilm, mit Statham, Dwayne Johnson usw.
Und so wie es in Filmen unterschiedliche Genres gibt (aus was Spieltiefe, Anspruch und Gameplay betrifft), gibt's eben auch verschiedene Games.
So würde ich ein Max Payne 3 eher als Actionfilm sehen, angucken und vergessen. Dagegen verlangt mir ein Ninja Gaiden 2, oder Dark Souls jede Menge Einarbeitungszeit ab, nachdenken, taktieren und meistern.
So wie man manche Filme eben auch mehrmals anschauen muss bzw. lange darüber nachdenkt und immer wieder einlegt.

Wenn irgendwann das Spiel genau so erwachsen ist, wie das Film Genre, dann haben wir es geschafft. Nicht nur wird es dann gut angesehen und hat seinen Platz in der Mitte der Gesellschaft, es wird auch reife Spiele geben, vielleicht sogar welche, die einem schwer im Magen liegen, mich weinen lassen bzw. mich zum lachen bringen.

Und jetzt erläutere doch noch einmal explizit, was genau daran dumm ist?!
Vielleicht bist Du sogar so eloquent, es mir zu erläutern, ohne unterhalb der Gürtellinie zu agieren. Lasse einfach alle Wörter weg, die sich auf "um"reimen, dass wäre schon ein Anfang.

Und das Spiele früher länger waren, ist auch nur die halbe Wahrheit, wenn überhaupt. Wären sie nicht durch unfaire Stellen und schlechte Balance bockschwer gewesen, wären die meisten Klassiker in 30-60 Minuten durch gewesen.
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Don´t feed him, just don´t feed him :mrgreen:
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CafeSan
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Re: The Last of Us: Entwickler äußern sich zur Spielzeit

Beitrag von CafeSan »

Zunächst einmal ist mir die Spielzeit an sich relativ wurst, solange das Spiel gut ist. Nur muss man eben auch seine Finanzen im Blick behalten.... gerade dieses Jahr erscheinen für mich vieeeel zu viele interessante Sachen. Hinzu kommt, dass der Preisverfall gerade auf der PS3 rasant geht, was einem zu Gute kommt, wenn man Geduld mitbringt. Dieser Umstand und das wirklich feine PS+ angebot haben mich nun endgültig dazu veranlasst, bis auf absolute Ausnahmen auf Neukäufe zu verzichten. Das Spieleangebot auf der PS3 ist mittlerweile nunmal so groß, dass das wirklich ohne weiteres möglich ist, wenn man ein weit gestreutes genre-interesse hat. Ich bin mir aber auch nicht sicher, ob das wirklich so im interesse von sony sein kann. Für mich sind die angebote natürlich klasse, aber geht das für sony wirklich aus? Also das würde mich wirklich mal interessieren... soll jetzt keine "in eine Frage gepackte feststellung sein".
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greenelve
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Re: The Last of Us: Entwickler äußern sich zur Spielzeit

Beitrag von greenelve »

Spiele sind länger geworden als man seinen Spielstand abspeichern konnte. Dadurch mussten sie nicht mehr in einer Sitzung durchgespielt werden und konnten auf mehrere Tage, Wochen und Monate verteilt werden. Und schon früher hat man Versucht mit Inszenierung eine packende Geschichte zu erzählen, mit Cutscenes zu arbeiten und den Spieler mit Erzählung zu motivieren weiterzumachen.

Es ist schon kurios wie kürzere Spiele gerechtfertig werden mit einem Verweis auf Filme, wenn es dort Beispiele wie Peter Jacksons' King Kong gibt, der ursprünglich mal 5 Stunden gehen sollte. Filme werden in einem Zug angeschaut, möglichst ohne Pause bis zum Ende und da ist ein 20 Stunden Film nunmal nicht drin. Aber wie schauts mit Serien aus? Diese können genauso packend, erzählerisch und Erwachsen sein wie Filme. Vollkommen legitim darf deren Laufzeit 100+ Stunden erreichen.

Es gibt Filme die trotz 2 Stundenlänge noch "Kurz" wirken, weil nicht genug Zeit vorhanden ist, sämtliche Nebengeschichten und Figuren ausführlich einzuarbeiten, was in einem Spiel aufgrund der Länge deutlich einfacher ist, wenn man sich die Mühe dafür macht. Dann sind es Spiele, deren Gewichtung innerhalb der Erzählung eine andere ist als bei Filmen. Dialoge und sonstige für die Story relevanten Ereignise im Verhältniss zu "Action" im weitesten Sinne (Plattforming, Rätsel, Kämpfe usw.) sind in Film und Spiel unterschiedlich. Und dadurch entsteht auch eine unterschiedliche Laufzeit.

Würde man die Geschichte von Filmen 1:1 auf Spiele übertragen, ist das Spiel deutlich länger.
Beispielsweise ein Actionfilm, 90min, dessen Story und Action sich perfekt teilen, je 45min einnehmen. In einem Shooter beläuft sich die Action aber locker auf 80%, will man etwas spielen und nicht anschauen. Die 45min Story, im Film noch 50%, werden hier 20% und das Spiel nimmt 180min ein. Die Story selber wäre aber exakt die Gleiche, genauso packend und in Szene gesetzt.

Selbst mit diesem einfachem Beispiel wird deutlich, dass wenn die Spielzeit gesenkt wird, es entweder weniger Spiel gibt oder die Geschichte gekürzt werden muss. Beides für die Kreativen eines Studios ein Armutszeugniss, entweder keine Ideen für gutes* Spiel oder eine ausführliche Geschichte zu haben.

Letztlich bleibt zu sagen: Von einem gutem Spiel kann man nicht genug bekommen. Selbst wenn es nur 5 Stunden geht, wird es wieder und wieder gespielt, weil selbst diese kurze Mechanik Spaß macht. Und dann auch der Wunsch nach "mehr" kommt. (und spätestens dann die kurze Spielzeit verflucht wird :p )



*"Gut" im Sinne von spaßiger, motiverender Spielmechanik, die nicht schon nach wenigen Minuten Langweilt. Sportspiele sind unglaublich repetiv, was aber durch die Spannung der "Spielmechanik" ständig Entscheidungen treffen zu müssen ausgeglichen wird. Wobei Entscheidungen nicht ganz das richtige Wort ist. :/ Fussball, Basketball, Autorennen geht auf immer gleiche Abläufe zurück und doch langweilen sie nicht. Vorausgesetzt die Mechanik dahinter ist gut gemacht. Counterstrike wiederholt sich alle paar Minuten und hat doch über Jahre gefesselt wie kaum ein anderer Titel.


edit: Die Zahlen sollen nur Verdeutlichen das Filme nicht direkt mit Spielen vergleichen werden können...

edit2: Das Spiele kürzer werden hat unter anderem einen praktischen Grund: Spiele sind teuer. 5 Stunden Spielzeit weniger Büsche und Wände programmieren ist eine Möglichkeit die Kosten zu senken. :/
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KATTAMAKKA
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Re: The Last of Us: Entwickler äußern sich zur Spielzeit

Beitrag von KATTAMAKKA »

Ein 12 Std Superscriptschlauch mit Filmchen um Interaktiv die Script-Sau mit noch mehr Filmchen rauszulassen, sprich sich Langweilen und Super Emotionale Kiddy-Zocker Betroffenheit simulieren . Dann gibts noch ne nette survival Beschäftigungs Therapie indem man im Schlauch ganz ^^zufällig ^^ über ein Item stolpert das einem Hilft das man im schlauch nicht in die falsche Richtung survivalt beim Kugel zählen. Dazu wird man permanent vom Spiel genötigt tue dies und mehrheitlich, das darfst du nicht, das kannst du nicht . Kusch gefälligst und survival mit Hundehalsband und IdiotenArmband.Zombis die eigentlich keine Zombis sind gibts obendrauf. Bei so etwas ist jede Minute zuviel . Noch Fragen :mrgreen:

Youtube zeigt die ganze Wahrheit :D
billy coen 80
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Re: The Last of Us: Entwickler äußern sich zur Spielzeit

Beitrag von billy coen 80 »

@ greenelve

Gut ausgearbeitetes Statement. Aber ich glaube, du missverstehst das Filmargument, so wie es von den meisten hier (vermute ich mal so ganz mutig) gemeint ist.

Es soll nicht heißen, dass Länge zwangsläufig zu Langeweile führt. Ist ja auch bei Filmen und Büchern nicht so. Es geht mehr um eine dem Inhalt angemessene Länge. Das Thema gab’s in nem anderen Thread auch schon einmal. Auch da hatte ich als Beispiel die Erzählweise des jetzt nicht so unbekannten Horrorautors Stephen King gebracht, der dafür berühmtberüchtigt ist, sehr abschweifend zu erzählen. So streckt er meist Geschichten, die man locker auf 200 Seiten erzählen könnte auf nicht selten das doppelte. Oder eben seinen Roman „Es“, den man auch ohne Qualitätsverluste wahrscheinlich auf 500 Seiten untergebracht hätte auf, je nach Format des Buches, 850 bis 900 Seiten. Das liest sich dann an manchen Stellen echt zäh wie Kaugummi. Und spätestens wenn er dir zu einem Nebencharakter auf zwanzig Seiten ausgedehnt dessen ganzes Leben bis zu diesem Moment zusammenfasst, nur um dann diesen Charakter anschließend auf ner halben Seite über den Jordan zu schicken, fühlt man sich als Leser echt schon mal leicht verarscht. Nix gegen den Versuch, Charaktertiefe zu erzeugen, aber es muss immer in einem erzählerisch vernünftigen Verhältnis bleiben.

Um wieder die Brücke zurück zu den Spielen zu schlagen: Auch bei Spielen muss man berücksichtigen, was das Spiel sein will und wo es seine Schwerpunkte legt. Baut ein Spiel stark auf Charakterentwicklung (RPGs) dann wäre eine Spielzeit im Einstelligen Stundenbereich schon beim ersten Durchspielen nahezu fatal. Da fällt es dann oft auch nicht so schnell auf, wenn sich die Handlung im Hintergrund mal die eine oder andere längere Pause gönnt, weil man beim Spielen mit anderen Dingen beschäftigt ist.

Spiele die ihren Reiz aber sehr stark aus einer intensiven Präsentation ziehen, kommen da schon eher an einem Punkt an, wo man sich als Spieler den Showdown irgendwann nahezu herbeisehnt. Da kommen dann schnell ähnliche Mechanismen zutage, wie bei Filmen und Büchern. Durch die möglichst eindrucksvoll gestaltete Inszenierung einer Handlung entsteht ein Spannungsbogen, der, zusätzlich zum Gameplay, durch das Spiel trägt. Spannungsbögen verzeihen es aber nur selten, wenn man sie überdehnt. Streckt man das Spiel über Gebühr, entstehen Längen, die beim Spieler das Gefühl ewiger Wiederholungen aufkommen lassen. Das kann man durch das Setzen einzelner inszenatorischer Spitzen auflockern, aber auch das funktioniert nicht ewig, weil auch diese irgendwann beim Spieler das Gefühl auslösen: „Hab ich doch alles schon mal so ähnlich gesehen.“ Das muss nicht zwingend an schwachem oder / und einfallslosem Gameplay liegen. Es ist schlicht dem Sachverhalt geschuldet, dass man versucht, das Inszenieren einer Handlung weiter in den Vordergrund zu rücken, wodurch diese dem Spieler stetig stärker gegenwärtig ist und, wenn man es überreizt, zu einem weiteren ermüdenden Element werden kann.

Grundsätzlich steckt in einigen deiner Aussagen aber auch ein Fehlempfinden, welches hier in den Foren sehr häufig geäußert wird: Spiele werden nicht kürzer und sind auch nie kürzer geworden. Es ist nicht so, dass sie einmal einen mächtigen Spielzeitsprung gemacht haben, als man auf Speichersysteme zu setzen begann und es dann wieder bis heute stetig bergab ging. Gerade im Bereich der Actionspiele waren Spielzeiten im zweistelligen Stundenbereich schon immer seltene Ausnahmen.

Dieses Empfinden geht in meinen Augen Hand in Hand mit der sehr zweifelhaften Darstellung vieler Forenuser hier, die ständig die alte „früher-war-alles-besser“-Laier spielen. Und gerade da verwickeln sich diese Leute ständig in Widersprüche. Man hält den heutigen Spielen immerzu die „großen Klassiker“ vor die Nase und jammert dann beim nächsten Mal wieder über zu kurze Spielzeiten, blendet aber völlig aus, dass man eben die meisten dieser ach so großen Klassiker nicht selten locker in zwei bis drei Stunden durchspielen konnte, wenn man sie einmal „geschnackelt“ hat, was für die meisten heutzutage von vornherein ein vollkommenes KO-Kriterium wäre. Es ist schon abstrus, wenn die Gamerschar von heute z. B. einem Resident Evil 5 seinerzeit die Spielzeit als gerade mal ausreichend abgekauft hat, obwohl diese länger war, als bei allen drei (hier teilweise geradezu vergötterten) PS1-Klassikern zusammen. Von der Spielzeit des sechsten Teiles mal ganz abgesehen, aber der hatte ja durchaus andere Macken.

Und bevor die Anschaffungskosten heutiger Spiele wieder als Argument für im Vergleich auch zwingend höhere Spielzeiten kommen: Früher hat man für neu erschienene Super-Nintendo-Spiele zwischen 100 bis 140 Mark auf den Tresen gelegt. Die Preise von PS1-Spielen waren auch nicht wirklich bedeutend niedriger. Also umgerechnet auf den Euro kann ich die Verteuerung von Spielen nicht wirklich erkennen. Berücksichtigt man noch die Inflation, sind Spiele, trotz bedeutend höherer Produktionskosten sogar eher billiger geworden, was dem inzwischen bedeutend breiteren Markt und entsprechend wesentlich größeren Absatzpotenzialen geschuldet sein dürfte. Denn an alle (speziell die jüngeren unter denen), die prinzipiell früher (ich frag mich immer, von was für einem früher ein 18 bis 20jähriger eigentlich redet)alles besser fanden: Auch wenn man sie heute für nen Fünfer schießen kann, könnt ihr mir glauben, dass auch die alten Klassiker nicht immer so günstig zu erwerben waren. Auch wenn sie euch vielleicht damals nur einen tieftraurigen Dackelblick gekostet haben mögen, eure Eltern haben mit Sicherheit echtes Geld dafür bezahlt und davon auch damals schon nicht wenig…
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Slamraptor
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Re: The Last of Us: Entwickler äußern sich zur Spielzeit

Beitrag von Slamraptor »

magandi hat geschrieben:
gargaros hat geschrieben:16 Stunden wenn man schleichend vorgeht und alles durchsucht? Scheint wohl wieder schlauchig zu werden. Hoffentlich packen sie diesmal vernünftige Collectibles rein und nicht nur irgendwelche Objekte, zu denen es keine Infos gibt. Tagebücher von Bewohnern z.B. würden perfekt zum Szenario passen.
das fehlt mir auch in den meisten spielen. ich liebe es in resident evil oder silent hill mehr darüber zu erfahren was in der welt vorher geschah. in den meisten spielen scheißen die entwickler einfach irgendwelche bedeutunglosen trophäen rein und hoffen damit einen sammeldrang beim spieler auszulösen.
Na ich hoffe doch nicht das Naughty Dog Trophäen in das Spiel scheißt. xD

Das Game wird für mich wohl der letzte PS3 Pflichttitel. ^^
nawarI
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Re: The Last of Us: Entwickler äußern sich zur Spielzeit

Beitrag von nawarI »

Slamraptor hat geschrieben:
magandi hat geschrieben:
gargaros hat geschrieben:16 Stunden wenn man schleichend vorgeht und alles durchsucht? Scheint wohl wieder schlauchig zu werden. Hoffentlich packen sie diesmal vernünftige Collectibles rein und nicht nur irgendwelche Objekte, zu denen es keine Infos gibt. Tagebücher von Bewohnern z.B. würden perfekt zum Szenario passen.
das fehlt mir auch in den meisten spielen. ich liebe es in resident evil oder silent hill mehr darüber zu erfahren was in der welt vorher geschah. in den meisten spielen scheißen die entwickler einfach irgendwelche bedeutunglosen trophäen rein und hoffen damit einen sammeldrang beim spieler auszulösen.
Na ich hoffe doch nicht das Naughty Dog Trophäen in das Spiel scheißt. xD

Das Game wird für mich wohl der letzte PS3 Pflichttitel. ^^
Die letzten, die das Sammelbare wirklich gut integriert hatten, war Rocksteady mit Arkham City. Die Fragezeichen-Trophäen hatten sogar Testkammern innerhalb der Stadt; extere Challenge Rooms; Tonbandaufnahmen und die gesamte Riddler-Storyline (wodurch das Sammeln sogar Storytechnisch erklärt worden ist) als Belohnung. Das coolste war aber, dass auf der Karte (nach dem Verhören der Riddler-Spione) die Position der Rätsel zwar auf der Karte angezeigt worden war; man das Zeug aber erst nach dem Lösen eines mitunter garnicht so einfachen Rätsels einsammeln konnte.
Die Collectables von Tomb Raider, Uncharted und Assassin's Creed wirken im Vergleich dazu wirklich wie hingeschissen.