Dann stimmt die Rechnung schon, wenn man den Gebrauchtmarkt ansieht:
Käufer 1 pro Monat: 3 Spiele Kosten 100€
Käufer 2 pro Monat 2 Spiele Kosten 50€ (Käufer 2 kauft beide Gebrauchtspiele auf)
Einnahmen Publisher (stark vereinfacht) 100€
Einnahmen Gamestop 50€
Insgesamt handelt es sich hier um 3 Spiele ... 2 die bei Gamestop landen und ein drittes welches noch zusätzlich gekauft wurde.
Gehen wir nun davon aus, dass der Gebrauchtmarkt nicht existiert und die Budgets gleich bleiben.
Was würde passieren?
Alternative:
Käufer 1 wartet bis alle 3 Titel bei 33€ sind und kauft sie somit verzögert
Käufer 2 wartet bis die 2 Titel bei 25€ sind und kauft diese leicht oder gar nicht verzögert
(Wir dürfen an dieser Stelle NICHT unterschlagen, dass Gamestop für Gebrauchtspiele gern auch mal 50€ nimmt)
In diesem Modell gehen aber die kompletten 150€ an den Publisher und beide Kunden können die von Ihnen gewünschten Produkte konsumieren.
Dieses Modell funktioniert natürlich nur, wenn Preissenkungen auch realistisch sind. Aber die Konkurrenz in Form von Xbox, Steam und Wii werden schon dafür sorgen, dass ein Druck am Markt entsteht, welcher auch die Neupreise von Playstation Titeln drückt. Ich bin da sehr optimistisch.
Und im Gegenzug kann sich Käufer 1 sogar noch die Dinger im Regal verstauben lassen, weil er sie nicht verkauft hat
Ergo: kann man mit dem Gedanken leben auf einige Titel auch mal ein paar Monate länger zu warten, so hat dieses System nicht NUR Nachteile.
Die Tatsache, dass man seine Spiele nicht mal eben zu nem Kumpel nehmen kann, suckt allerdings gewaltig. Da beißt die Maus keinen Faden ab.
PS: der Supermarkt und Phillip Morris leiden aber auch, wenn der Publisher sein Geld nicht bekommt
