Electronic Arts: Ist "nicht schlecht, aber roboterhaft"

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Kajetan
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Re: Kommentar

Beitrag von Kajetan »

Sebastian_85 hat geschrieben:Nach wie vor bin ich der Meinung das nicht EA die Schuld trifft.
Du kannst EA nicht mit dem Hinweis "Der Kunde will das so!" einfach aus der Verantwortung nehmen. Der Kunde sagt ja nicht: "Ich will Spiele haben, die auf dem Reissbrett entstehen, weil die Firmenführung nichts von Spielen versteht und nur den Investoren gegenüber verantwortlich ist." Der Kunde sagt nur: "Ich will geile Spiele mit viel Bumm & Karacho haben!". Solche Spiele kann man auch machen, ohne so ein Geschäftsgebahren an den Tag zu legen. Und, was man auch nicht ausser Acht lassen darf, nur die wenigsten Käufer wissen von den Hintergründen, bzw. interessieren sich dafür. Die allermeisten wollen einfach nur Bumm & Karacho und halten sich laut singend die Ohren zu, wenn die Sprache darauf kommt.

Ja, der Kunde trägt mit die Verantwortung. Aber nicht alleine.
Nanimonai
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Re: Electronic Arts: Ist "nicht schlecht, aber roboterhaft"

Beitrag von Nanimonai »

SSBPummeluff hat geschrieben: Aber Nintendoprodukte waren eigentlich immer gleichbleibend qualitativ. Ein Mario blieb ein Mario, ein Zelda blieb ein Zelda. Selbst Metroid blieb ein Metroid.
Genau dasselbe kann man von Fifa, Burnout, Madden, Battlefield usw. aber auch sagen.
Diese Argumentation führt zu nichts.
Bambi0815
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Beitrag von Bambi0815 »

Wissen wir, ist nix neues.
Bambi0815
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Re: Electronic Arts: Ist "nicht schlecht, aber roboterhaft"

Beitrag von Bambi0815 »

"Sie sehen Spiele als Ansammlung von Funktionen."

Wie ein Trichter, man wirft eine Zahl, vllt auch mehrere rein. Für uns kommen sie eher stochastisch vor, für EA aber sind es wohl definierte empirische Werte. Raus kommt dann ein zugängliches Spiel. Ein Scheiss kommt da raus. Spiele sind keine Anheufung von Marktforschung auf Ergebnissen, wo man sich nur an den Kopf fasst. Werte die die Masse wiederspiegeln soll. Ich will aber nicht immer Massentaugliches spielen. Ich will auch gern mal was spielen was individuellere Zielgruppen ansteuert. Oder einfacher gesagt ich will was spielen wo jemand hinter sass, der seine Ideen in ein Spiel verbannt und auf sein Herz hört anstatt auf maximalen Gewinn.
Zuletzt geändert von Bambi0815 am 05.12.2012 12:23, insgesamt 7-mal geändert.
Nanimonai
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Re: Kommentar

Beitrag von Nanimonai »

Kajetan hat geschrieben: Du kannst EA nicht mit dem Hinweis "Der Kunde will das so!" einfach aus der Verantwortung nehmen. Der Kunde sagt ja nicht: "Ich will Spiele haben, die auf dem Reissbrett entstehen, weil die Firmenführung nichts von Spielen versteht und nur den Investoren gegenüber verantwortlich ist." Der Kunde sagt nur: "Ich will geile Spiele mit viel Bumm & Karacho haben!". Solche Spiele kann man auch machen, ohne so ein Geschäftsgebahren an den Tag zu legen. Und, was man auch nicht ausser Acht lassen darf, nur die wenigsten Käufer wissen von den Hintergründen, bzw. interessieren sich dafür. Die allermeisten wollen einfach nur Bumm & Karacho und halten sich laut singend die Ohren zu, wenn die Sprache darauf kommt.

Ja, der Kunde trägt mit die Verantwortung. Aber nicht alleine.
Das sehe ich auch so. Verantwortung ist keine Einbahnstraße.
Und das jetzt nicht nur auf EA bezogen, sondern allgemein auf jeden Entwickler bzw. Publisher.

Nur weil sich sehr viele Leute ein neues Call of Duty (das ist ja irgendwie so zum Standardbeispiel für alles geworden, was man an generischer Serienproduktion schlecht findet) kaufen, heisst das noch nicht, dass sie nicht eigentlich viel lieber etwas anderes hätten.

Das kann man ganz gut mit Fernsehsendern vergleichen. Wenn es den Zuschauern wirklich zur Wahl stünde, welche Inhalte man tagsüber so um die Ohren gehauen kriegt, würden vermutlich die wenigstens "Talkshows", "Gerichtssendungen", "Reality Soaps" ankreuzen. Es wird aber trotzdem geschaut, weil es entweder nichts anderes gibt oder man sich einfach aus Macht der Gewohnheit berieseln lässt.

Die Verantwortung liegt da bei beiden: Der Zuschauer sollte diesen Scheiß nicht einschalten, um ein Signal zu senden, der Sender könnte aber auch einfach von sich aus das Programm auf ein anspruchsvolleres Niveau heben um zu testen, ob es gut ankommt.
Nanimonai
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Re: Electronic Arts: Ist "nicht schlecht, aber roboterhaft"

Beitrag von Nanimonai »

Bambi0815 hat geschrieben:Oder einfacher gesagt ich will was spielen wo jemand hinter sass, der seine Ideen in ein Spiel verbannt und auf sein Herz hört anstatt auf maximalen Gewinn.
Wer will das nicht?
Die Sache ist aber, dass je teurer eine Produktion ist, desto unwahrscheinlicher ist es, dass das Herz über das Portemonnaie entscheidet. Das wird auch immer so bleiben, so lange die Produktion von AAA Produkten so kostspielig ist.
Das ist die Krux an der Film- und Spieleindustrie.
Da haben Literatur, Musik und Malerei einfach die Vorteile, zumindest vom Kostenapparat her deutlich unabhängiger zu sein.
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Kajetan
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Re: Kommentar

Beitrag von Kajetan »

Nanimonai hat geschrieben:Nur weil sich sehr viele Leute ein neues Call of Duty (das ist ja irgendwie so zum Standardbeispiel für alles geworden, was man an generischer Serienproduktion schlecht findet) kaufen, heisst das noch nicht, dass sie nicht eigentlich viel lieber etwas anderes hätten.
Doch, das heisst es. Call of Duty ist ja nicht der große Erfolg geworden, weil es sonst nix anderes zum Zocken gibt, sondern weil die Kunden DAS SO HABEN WOLLEN! Genau so und kein bisschen anders. Die Mehrheit der Bevölkerung will nix Anspruchsvolles, sondern nur plumpe, einfache Unterhaltung, wo man nix nachdenken muss. Manche, weil sie Erholung von komplexeren Beschäftigungen suchen und abends nicht noch mal das Gehirn anstrengen, sondern abschalten wollen. Manche, weil sie auch (!) Gefallen an solchen Dingen haben (Bsp: Ja, ich spiele zwar Minecraft, aber hin und wieder auch ne Runde CoD). Und manche, weil sie einfach keinen Geschmack haben :)

Aber nehme bitte nicht an, die Masse der Menschen würde sich wie wild auf anspruchsvolle Spiele stürzen, wenn es diese gäbe. Solche Spiele gibt es. Gab es früher und wird es immer geben. Aber stürzt sich da die Masse drauf? Nein. Der Masse ist es auch scheissegal, dass die Spiele der Majors nach Marktforschungskoeffizienten und Zielgruppenanalysen am Fließband zusammengeschweisst werden. Wenn man entweder keinen Anspruch hat oder keinen erwartet, spielt das keine Rolle. Hauptsache KrachBummPeng.
Nanimonai
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Beitrag von Nanimonai »

Kajetan hat geschrieben:
Nanimonai hat geschrieben:Nur weil sich sehr viele Leute ein neues Call of Duty (das ist ja irgendwie so zum Standardbeispiel für alles geworden, was man an generischer Serienproduktion schlecht findet) kaufen, heisst das noch nicht, dass sie nicht eigentlich viel lieber etwas anderes hätten.
Doch, das heisst es. Call of Duty ist ja nicht der große Erfolg geworden, weil es sonst nix anderes zum Zocken gibt, sondern weil die Kunden DAS SO HABEN WOLLEN! Genau so und kein bisschen anders. Die Mehrheit der Bevölkerung will nix Anspruchsvolles, sondern nur plumpe, einfache Unterhaltung, wo man nix nachdenken muss. Manche, weil sie Erholung von komplexeren Beschäftigungen suchen und abends nicht noch mal das Gehirn anstrengen, sondern abschalten wollen. Manche, weil sie auch (!) Gefallen an solchen Dingen haben (Bsp: Ja, ich spiele zwar Minecraft, aber hin und wieder auch ne Runde CoD). Und manche, weil sie einfach keinen Geschmack haben :)
Das halte ich für zu einfach gedacht. Vergleiche es mit meinem TV-Beispiel.

Natürlich kaufen Menschen Call of Duty, weil sie es toll finden und es ihnen Spaß macht. Das heisst aber nicht automatisch, dass sie es genau so und nicht anders wollen. Das "nicht anders wollen" wissen viele eventuell auch gar nicht.

Mal angenommen, dass nächste CoD würde vieles anders machen (aber natürlich immer noch ein Shooter bleiben), beispielsweise eine deutlich verbesserte KI haben, also weniger Gegner, dafür aber intelligenter agierend, keine Respawns mehr, eine etwas kleinere und weniger pubertäre Actionfilmgeschichte, also etwas mit mehr Inhalt und Tiefgang, viele Passagen mit weniger Action und mehr Entscheidungen, die man fällen muss, einen Multiplayer, der etwas weniger Run&Gun ist... all solche Änderungen halt, die dem Spiel mehr Anspruch verleihen würden und aus Call of Duty kein "Kriegsspiel", sondern ein "Antikriegsspiel" machen.
Das würde nicht automatisch bedeuten, dass die Verkaufszahlen zurück gehen, vielleicht würde es auch dazu führen, dass sehr viele Spieler sich sagen "Wow, das ist echt mal anders und sogar noch besser als vorher!".
Aber genau das muss der Entwickler dann auch erst mal einbauen. Das Problem im gesamtem Shootergenre ist, dass Call of Duty und Battlefield die Platzhirsche in ihrem Bereich sind, weil sie das, was sie machen, am besten machen. Nur gibt es dummerweise keine Alternativen, auf die Leute umschwenken könnten. Es gibt leider keine Shooter mit den Eigenschaften, die ich oben genannt habe. Aber ich halte es für möglich, dass genau das auch ankommen würde, wenn das nächste CoD so umgesetzt werden würde.
BitteeinByte
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Re: Electronic Arts: Ist "nicht schlecht, aber roboterhaft"

Beitrag von BitteeinByte »

Wenn ich so ein Brainbug unter den Spieleentwicklern wäre und ständig frustriert unter meinen Möglichkeiten arbeiten müsste, so wäre ich nicht mehr länger Angestellter dieses Ladens.
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Firebrand
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Re: Electronic Arts: Ist "nicht schlecht, aber roboterhaft"

Beitrag von Firebrand »

@Nanimonai

Du hast einen Haufen Dinge aufgeschrieben, die DU gerne geändert haben würdest. Fakt ist aber, dass zumindest bis MW3 die Verkaufszahlen jedes Jahr gestiegen sind, ohne das Spieldesign zu ändern (für einen Außenstehenden).

Wie kommst du also darauf, dass die Masse etwas anderes will und wieso sollte Activision das Risiko eingehen diese Erfolgsformel zu ändern?
Nanimonai
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Re: Electronic Arts: Ist "nicht schlecht, aber roboterhaft"

Beitrag von Nanimonai »

Firebrand hat geschrieben: Wie kommst du also darauf, dass die Masse etwas anderes will und wieso sollte Activision das Risiko eingehen diese Erfolgsformel zu ändern?
Ich denke, dass sich Erfolgsformeln irgendwann selbst überholen, in jedem Bereich. Irgendwann werden Menschen satt sein, sei es jetzt bei dem 34 Lied von Eis und Feuer Teil, der 92 Comicheldenverfilmung oder halt dem 15 Call of Duty Teil. Man muss auch mal ein Ende finden und einen (etwas) neuen Weg einschlagen. Und für diesen Schritt muss man nicht so lange warten, bis die Verkaufszahlen tatsächlich zurück gehen, sondern präventiv schon vorher.

Das ist zwar nur eine Vermutung, aber ich nehme stark an, dass die Verkaufszahlen von Black Ops 2 ähnlich hoch wären, wenn ein Schritt mehr in die Richtung gegangen wäre, die ich oben angedeutet habe.
ica
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Re: Electronic Arts: Ist "nicht schlecht, aber roboterhaft"

Beitrag von ica »

Die News gefällt mir mal, da jetzt nicht einfach nur auf EA eingedroschen wird sondern die Sache mal als etwas objektivere Kritik zu lesen ist. Ganz ehrlich: Ich habe von EA inzwischen auch gestrichen die Nase voll. Hey, wenn ein Unternehmen eine News vom Stapel lassen muss in der drinsteht: "Wir sind nicht böse..." spricht das Bände. Vom Ruf her kämpfen die schon lange auf verlorenem Posten.

Ich meide auch EA wo es geht, allerdings haben oder hatten sie halt viele Lizensen, die mich als Gamer sehr begeistert hatten. Allerdings finde ich es auch nicht schön wie manche Leute hier alles sofort niedermachen, was in irgendeiner Weise mit EA in Verbindung gebracht wird. Sicherlich, die meisten Probleme von denen sind hausgemacht, da braucht man garnicht drumherum diskutieren. Dieser Artikel belegt es ja nochmal. Aber was dabei immer vergessen wird: Da arbeiten auch nur Menschen, die Fehler machen und denen manchmal eben auch von extern in die Arbeit gepfuscht wird.
Bei vielen Sachen, die die in letzter Zeit verbockt hatten dachte ich mir insgeheim auch schon: Da hat bestimmt irgendein Marketingheini seine "Ideen" durchgepusht. Und dieser Artikel bestätigt mich in meiner Annahme. Es mögen kompetente Leute auf ihrem jeweiligen Gebiet sein und vielleicht privat auch ganz nette Menschen, aber sie haben keinen Plan was ein gutes Spiel ausmacht. Es ist prinzipiell ja garnicht verkehrt die Statistiken einzusehen und die Zahlenwerte zu vergleichen, dazu sind die ja da. Aber wenn das am Ende der einzige Parameter wird, an dem man sich misst, läuft etwas aus dem Ruder. Wenn so einer sich dann eben nicht nur um das Marketing kümmert sondern auch Teile der Story oder Spielmechanik mitgestalten möchte hat man das bekannte Beispiel von dem Brei und den zuvielen Köchen.

Auch habe ich den Eindruck dass bei EA auf zu vielen Hochzeiten gleichzeitig getanzt wird. Hier wird was entwickelt und noch bevor das Teil fertig ist werden schonmal 3 DLCs, Portierungen, etc. angekündigt. Normalerweise sollte man erst einmal ein Produkt gut zuende bringen, bevor man das angeht, ansonsten hat man eben nur Stückwerk. Da spielt sicher auch der Zeitfaktor eine entscheidende Rolle, aber ich denke die Gamer warten lieber länger auf eine Portierung die dann besser ausfällt, als möglichst schnell ein mittelmäßiges Produkt zu haben. Vielleicht ist das eine altmodische Einstellung aber ich zumindest empfinde so.
Ich habe oft den Eindruck die machen etwas ohnehin nur, weil sie die Möglichkeit sehen, nicht die Relevanz: Wir können es, also machen wir es. Wie diese Idee mit den Online-Universen: "Stellen sie sich einen Spieler vor, der morgens ein Online-Match auf seiner 360 spielt - vor der Arbeit. Im Bus und auf dem Weg zur Arbeit übt er Freistöße auf seinem Tablet. Mittags benutzt er seinen PC, um auf dem Transfermarkt nachzuschauen. Auf dem Heimweg beschäftigt er sich mit der Ausstattung bzw. Aufstellung seiner Mannschaft via Smartphone..." Dazu sag ich nur: "Stellt euch einen Spieler vor, den dieser ganze Kram nicht interessiert."
Für mich sind das typische Symptome dass das Marketing die Clientée vollkommen aus den Augen verloren hat.
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Sindri
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Re: Electronic Arts: Ist "nicht schlecht, aber roboterhaft"

Beitrag von Sindri »

Das Problem bei EA ist, wie bei allen anderen großen börsennotierten Firmen, daß ihr Erfolg am Wachstum gekoppelt ist. Das heißt mehr Kunden. Egal wie! Nur so kriege ich Wachstum.Und Wachstum mit Kostenminimierung wird an der Börse belohnt.
Und selbst wenn EA pleite gehen würde, meint ihr liebe EA-Hater, daß es dadurch der Gamer-Branche besser gehen wird? Wir haben hier ein System Problem, was ganz anderer Natur ist aber das ist wieder ein ganz anderes Thema.
Nanimonai
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Re: Electronic Arts: Ist "nicht schlecht, aber roboterhaft"

Beitrag von Nanimonai »

ica hat geschrieben:"Stellen sie sich einen Spieler vor, der morgens ein Online-Match auf seiner 360 spielt - vor der Arbeit. Im Bus und auf dem Weg zur Arbeit übt er Freistöße auf seinem Tablet. Mittags benutzt er seinen PC, um auf dem Transfermarkt nachzuschauen. Auf dem Heimweg beschäftigt er sich mit der Ausstattung bzw. Aufstellung seiner Mannschaft via Smartphone..." Dazu sag ich nur: "Stellt euch einen Spieler vor, den dieser ganze Kram nicht interessiert."
Das fasst sehr schön zusammen, was ich bei ganz vielen Neuankündigungen im Entertainmentbereich denke.
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JunkieXXL
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Beitrag von JunkieXXL »

Na, da sagt endlich mal einer die volle Wahrheit, die man allerdings auch deutlich an den Spielen erkennt. Nämlich dann, wenn alles schnell nach bewährtem Rezept zusammengerührt wird, nur um ne Deadline einzuhalten, damit wieder pünklich Geld in die Kassen kommt oder wenn ein Spiel plötzlich seine Ausrichtung ändert und mit 0815-Actionbrei vollgepackt wird, weil Actionpiele derzeit erfolgreich sind oder wenn Spielkonzepte komplett über Bord geworfen werden, nur weil die Marktforschung ergeben hat, dass ein neues Konzept beim Kunden besser ankommen könnte. Bei solchen betriebsblinden, wirtschaftlichen Handlungen gerät der künsterlische Aspekt natürlich in den Hintergrund. Der Kunde bekommt auf diese Art Spiele ohne Biss, Spiele die es Jedermann Recht machen wollen und deswegen nichts Besonderes mehr an sich haben und Fans enttäuschen.