Korrekt. So ticken die Leute aber nicht, die in den Chefetagen der Majors die Richtung vorgeben. Und selbst wenn sie so ticken würden, würden die Investoren verlangen, dass man etwas in diesem neuen Hypemarkt macht, weil da die nur einzige mögliche und denkbare Zukunft liegt. Deswegen taumeln die Majors angesichts eines immer ausdifferenzierten Marktes ziemlich ziellos umher, weil sie nicht wissen, wo denn jetzt das nächste große Ding stattfindet. Welches sie aber brauchen, um die Strukturen aufrechtzuerhalten, die sich dort in den letzten zehn Jahren gebildet haben.Sir Richfield hat geschrieben:Als Mitglied der glorious PC master race mache ich mir keiner Sorgen.
Echtes Hardcore findet man dann nämlich zu kleinem Preis beim Indie nebenan.
Die großen Publisher können mit ihren AAA Franchises auf Konsole gerne untergehen.
Allerdings ist dann die Frage, ob aus der Asche dann wieder ein Nintendo aufsteigt...
Allerdings zeigt die Aussage ganz genau auf das Problem des Marktes an sich: Keine Diversifizierung.
Konsolen sind ein wenig einträglicher? ALLES AUF KONSOLE!!!
Social Games ziehen Leute an? ALLES IN DEN BROWSER!!!!
Nintendos Gefuchtel verkauft sich? ALLES FUCHTELIG MACHEN!!!!
Leute nutzen ihr Telefon auch zum (mal was) zocken? ALLES IN MOBILE GAMES!!!
Anstatt mal drei Minuten inne zu halten und zu gucken, ob man nicht mit seiner aktuellen Expertise weiter erfolgreich bleiben kann - gerade WEIL alle anderen wie die blöden hinterher springen.
Dabei spielt es übrigens keine Rolle, dass man mit Konsolenspielen weiterhin glänzende Geschäfte machen können wird. Denn bei börsennotierten Firmen zählt nicht das betriebswirtschaftlich gute Ergebnis, sondern die jährliche Wachstumsrate im Vergleich zum Vorjahr. Kein Wachstum ist da ganz schlecht, obwohl man satte Gewinne abwirft.
Und genau deswegen finde ich es so angenehm, dass es dank Internet und Crowdfunding immer mehr Indies gelingt sich von diesem ins Nichts führenden Rattenrennen zu lösen. Sollen die großen Firmen doch Biziness machen und sollen die großen Investorenfonds sich einen abrubbeln, wenn wieder 2.4% Wachstum angesagt sind. Vielfalt ist angesagt! Die Zeiten, in denen man entweder seinen After den großen Anbietern hinhielt oder mit dem Gedanken gespielt hat das Hobby ganz aufzugeben ... die sind vorbei.
