Max Payne 3: Ist 'Noir'

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NotSo_Sunny
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Beitrag von NotSo_Sunny »

Dunkeliz hat geschrieben:
D_Radical hat geschrieben:
Dunkeliz hat geschrieben: Warum sollte eine Geschichte sich nicht weiterentwickeln, sich verändern, das alte Kapitel "Max Payne" ist abgeschlossen.
Ich seh leider genau das Gegenteil in dem Gezeigten. Sie schliessen eben nicht mit dem alten MaxPayne ab, sondern wärmen ihn sogar wieder auf.
Mit den Ereignissen der Vorgänger als Vorwand fährt man wieder die Schiene des gebrochnen Mannes. Das ist aus meiner Sicht nicht nur uninspiriert sondern auch unlogisch in Bezug auf die Ereignisse von Teil2. Dessen Ende spricht von einem wiedergeborenen Max und nicht von einem Trinker.
Letzterer ist aber besser geeignet um eine Berklommenheit um den Charakter aufzubauen, die die Fans von ihm gewöhnt sind.
Ich hab mir das Ende nochmals auf youtube angesehen, weils eben schon ne weile her ist. Erstens weil mein Interesse geweckt wurde und zweitens um sicher zu gehen.

Unlogisch? Warum soll das Ending aus Max Payne 2 darauf hindeuten, dass der Protagonist von dem Zeitpunkt ab ein sorgenfreies und erfülltes Leben lebt, frei von allen Lasten aus seiner Vergangenheit? Dass er über den Tod seiner Frau hinweggekommen ist, kann man aus dem Ende schliessen. Aber glaubst du im Ernst, dass der Tod, so wie er in das Leben des Mr. Payne eintrat, an einem Menschen spurlos vorüber zieht?

Es wäre absurd Max Payne in einem total neuen Gewandt auftreten zu lassen, die Figur des tragischen Helden wird fortgesetzt, nicht aufgewärmt. Alles andere wär unlogisch im höchsten Maße.
Zwischen "Nicht spurlos vorübergeht" und sich die Erinnerung wegsaufen besteht halt nochmal ein großer Unterschied.
Ich zitier mich mal aus dem letzten Thread zum Trailer....
D_Radical hat geschrieben: Imo ist genau das die exakt falsche Entwicklung. Der Knackpunkt an der Handlung von Teil2 bzw. dessen Ende war für mich, dass Max mit seiner düsteren Vergangenheit mehr oder weniger abschließt. In Teil1 rechnete er mit den Mördern seiner Familie ab, aber das allein konnte seine Albträume nicht verschwinden lassen, bis ihn mit Mona seine Vergangenheit einholt.

Entscheident ist nun, dass das Ende zunächst eingeleitet wird mit den Worten:
Because of her, I had solved the case, my case, all off it. Who I am.
gefolgt von Sätzen wie, ...bei toter Mona:
She has brought me here, to this moment of clarity, where time slows down, and I choose to look back, to see myself.
And in that act of seeing, i am reborn.
oder bei lebendiger Mona:
Is it worth it? Saying that it never is would be a lie. Sometimes, something good comes out oft it. Something you know you wouldn't deserve in a Million years.
Something that gives you a reason to go on.
Und dann nochmal in jedem Fall:
I had a dream of my wife. She was dead. But it was all right
Egal ob er also nun das Glück findet, von dem er glaubt es in 1Mio Jahren nicht verdient zu haben, er spricht in jeden Fall von Selbsterkentniss, von Klarheit und Wiedergeburt oder von einem Grund weiterzumachen und dann davon das er nun auch im guten von seiner Famile träumen kann.
Alles gefolgt von einem Ausklang mit einem Song der den Titel "Late Goodbye" trägt.

Klingt das nach einem Mann, der als nächstes nach Brasilien fliegt, um sich das Elend aus dem Leib zu saufen?
Ich sag ja nicht, dass es über Max nichts mehr zu erzählen gibt und das alles Friede, Freude, Eierkuchen sein muss, zumal der Song auch insgesamt einen eher düsteren Tonus hat und von "we keep driving into the night" spricht. Natürlich lässt sich für das weitere "abgefuckt sein" eine plausible Erklärung zurecht schreiben und manchen mag es gefallen, dass Max seinem Schema treu bleibt, aber ich frage mich halt: Ist das nötig? Ist das eine sinnvolle Fortsetzung?

Für mich riecht das halt nach dem, was mr archer letztens auf so einen schönen zynischen Punkt gebracht hat.
mr archer hat geschrieben:
just_Edu hat geschrieben:wobei man sich schon zurecht fragen darf, was nach der ultimativen bedrohung wohl noch kommen könnte? ^^
Nichts einfacher als das:

Die ultimativere Bedrohung
Ich lass mich auch gerne überraschen von Teil3, aber ich glaube eben, dass das Spiel noch so gut werden kann... Wenn man zu krass diese Elends-Schiene fährt, hat sich die Figur des MaxPayne mMn schon selbst überlebt.
Ich will also gar nicht, dass er in einem völlig anderen Licht gezeigt wird, sondern das man nicht nur plump von alten Wunden ausgeht, die in Teil2 scheinbar grundlegend geschlossen wurden.
Mir ging es nur darum, das du von einer Weiterentwicklung geredet hast und davon das das alte Kapitel "Max Payne" abgeschlossen sei.
Das muss nicht ausschließen, das die Figur des tragischen Helden forgesetzt wird, aber es passt nicht wenn man zu sehr auf alten Konflikten rumreitet, die eben Bestandteil der alten, geschlossenen Kapitel sind.
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OriginalSchlagen
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Beitrag von OriginalSchlagen »

D_Radical hat geschrieben:
Dunkeliz hat geschrieben:
D_Radical hat geschrieben: Ich seh leider genau das Gegenteil in dem Gezeigten. Sie schliessen eben nicht mit dem alten MaxPayne ab, sondern wärmen ihn sogar wieder auf.
Mit den Ereignissen der Vorgänger als Vorwand fährt man wieder die Schiene des gebrochnen Mannes. Das ist aus meiner Sicht nicht nur uninspiriert sondern auch unlogisch in Bezug auf die Ereignisse von Teil2. Dessen Ende spricht von einem wiedergeborenen Max und nicht von einem Trinker.
Letzterer ist aber besser geeignet um eine Berklommenheit um den Charakter aufzubauen, die die Fans von ihm gewöhnt sind.
Ich hab mir das Ende nochmals auf youtube angesehen, weils eben schon ne weile her ist. Erstens weil mein Interesse geweckt wurde und zweitens um sicher zu gehen.

Unlogisch? Warum soll das Ending aus Max Payne 2 darauf hindeuten, dass der Protagonist von dem Zeitpunkt ab ein sorgenfreies und erfülltes Leben lebt, frei von allen Lasten aus seiner Vergangenheit? Dass er über den Tod seiner Frau hinweggekommen ist, kann man aus dem Ende schliessen. Aber glaubst du im Ernst, dass der Tod, so wie er in das Leben des Mr. Payne eintrat, an einem Menschen spurlos vorüber zieht?

Es wäre absurd Max Payne in einem total neuen Gewandt auftreten zu lassen, die Figur des tragischen Helden wird fortgesetzt, nicht aufgewärmt. Alles andere wär unlogisch im höchsten Maße.
Zwischen "Nicht spurlos vorübergeht" und sich die Erinnerung wegsaufen besteht halt nochmal ein großer Unterschied.
Ich zitier mich mal aus dem letzten Thread zum Trailer....
D_Radical hat geschrieben: Imo ist genau das die exakt falsche Entwicklung. Der Knackpunkt an der Handlung von Teil2 bzw. dessen Ende war für mich, dass Max mit seiner düsteren Vergangenheit mehr oder weniger abschließt. In Teil1 rechnete er mit den Mördern seiner Familie ab, aber das allein konnte seine Albträume nicht verschwinden lassen, bis ihn mit Mona seine Vergangenheit einholt.

Entscheident ist nun, dass das Ende zunächst eingeleitet wird mit den Worten:
Because of her, I had solved the case, my case, all off it. Who I am.
gefolgt von Sätzen wie, ...bei toter Mona:
She has brought me here, to this moment of clarity, where time slows down, and I choose to look back, to see myself.
And in that act of seeing, i am reborn.
oder bei lebendiger Mona:
Is it worth it? Saying that it never is would be a lie. Sometimes, something good comes out oft it. Something you know you wouldn't deserve in a Million years.
Something that gives you a reason to go on.
Und dann nochmal in jedem Fall:
I had a dream of my wife. She was dead. But it was all right
Egal ob er also nun das Glück findet, von dem er glaubt es in 1Mio Jahren nicht verdient zu haben, er spricht in jeden Fall von Selbsterkentniss, von Klarheit und Wiedergeburt oder von einem Grund weiterzumachen und dann davon das er nun auch im guten von seiner Famile träumen kann.
Alles gefolgt von einem Ausklang mit einem Song der den Titel "Late Goodbye" trägt.

Klingt das nach einem Mann, der als nächstes nach Brasilien fliegt, um sich das Elend aus dem Leib zu saufen?
Ich sag ja nicht, dass es über Max nichts mehr zu erzählen gibt und das alles Friede, Freude, Eierkuchen sein muss, zumal der Song auch insgesamt einen eher düsteren Tonus hat und von "we keep driving into the night" spricht. Natürlich lässt sich für das weitere "abgefuckt sein" eine plausible Erklärung zurecht schreiben und manchen mag es gefallen, dass Max seinem Schema treu bleibt, aber ich frage mich halt: Ist das nötig? Ist das eine sinnvolle Fortsetzung?

Für mich riecht das halt nach dem, was mr archer letztens auf so einen schönen zynischen Punkt gebracht hat.
mr archer hat geschrieben: Nichts einfacher als das:

Die ultimativere Bedrohung
Ich lass mich auch gerne überraschen von Teil3, aber ich glaube eben, dass das Spiel noch so gut werden kann... Wenn man zu krass diese Elends-Schiene fährt, hat sich die Figur des MaxPayne mMn schon selbst überlebt.
Ich will also gar nicht, dass er in einem völlig anderen Licht gezeigt wird, sondern das man nicht nur plump von alten Wunden ausgeht, die in Teil2 scheinbar grundlegend geschlossen wurden.
Mir ging es nur darum, das du von einer Weiterentwicklung geredet hast und davon das das alte Kapitel "Max Payne" abgeschlossen sei.
Das muss nicht ausschließen, das die Figur des tragischen Helden forgesetzt wird, aber es passt nicht wenn man zu sehr auf alten Konflikten rumreitet, die eben Bestandteil der alten, geschlossenen Kapitel sind.
Deine Punkte greifen nicht. Wo wird "zu sehr auf alten Konflikten herumgeritten"? Die Welt präsentiert sich mit mehr Farbe, von Alpträumen, die ihn plagen im Trailer keine Spur. Allein der Tapetenwechsel - kein düsteres NewYork mehr - spricht für sich. Er ist kein Cop mehr, er erwähnt eine Frau - nicht mal ihren Namen nennt er - die er wie seinen Schützling nicht vor Unheil bewahren konnte. Das ist für dich "auf alten Konflikten herumreiten"? Weil in einem Trailer eine Szene - ein Satz - vorkommt, in dem er Bezug auf seine Vergangenheit nimmt?

Du nimmst das Ende aus MP2 als zu endgültig und vollständig hin. Er hat Rache an denen genommen, die für den Tod seiner Frau verantwortlich waren und ihn hintergangen haben. Das ist, was ihm verhalf sich von den Alpträumen loszulösen, davon hat er sich gereinigt. Deshalb der Satz: "I had a dream of my wife. She was dead. But it was all right". Woher willst du wissen, dass er sich nicht einen antrinkt, weil etwas in seinem Job, den er nur widerwillig annahm, schief gelaufen ist? Warum soll das eine mit dem anderen zu tun haben?


Was hat ihn getrieben, nach Sao Paolo zu gehen? Er wurde überredet, das Geld spielte natürlich eine Rolle, nun Sitz er im Schlammasel, Vergangenes tritt vage an die Oberfläche. Das entführte Mädchen ist für "uns" eine Unbekannte. In welcher Beziehung sie mit Max genau steht, weiss man nicht. Man kann folglich keine Analogie zu seiner verstorbenen Frau und Mona ziehen. Es ist diesmal kein persönlicher Kampf, kein Polizist der Selbstjustiz ausübt.


Wie stellst du dir eine Fortsetzung vor? Max der Cop - In NewYork, der seine neue Flamme vor seinen Augen sterben sieht - auf Rachefeldzug? Das wäre aufgewärmt, das ist uninspiriert...

Sach blos nicht "besser keine Fortsetzung, als so eine". Denn dann könnte es dir genauso gut gleichgültig sein, dir keinen Kopf machen und mit der kalten Schulter zucken.
Slayer123
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Beitrag von Slayer123 »

also meiner bescheidenen meinung nach, wäre nur remedy in der lage eine wirklich befriedigende fortsetzung zu machen.
rockstar, so leid es mir tut, hat noch nie mit epischen storys geglänzt. und wir reden hier von rockstar als entwickler (also ein rockstar-studio), nicht als publisher.

dem trailer nach hätte das spiel heißen können wie es will. es hätte alles gepasst, aber mit max payne vebindet man eben andere dinge, die ja schon zigmal genannt wurden.

hätte man das spiel "bruce im lilalauneland" genannt, es gäbe wohl viel mehr positive meinungen zu den bildern und dem trailer. warum man unbedingt max payne dafür missbrauchen muss, dürfte aber klar sein. rockstar hat ja nicht umsonst die rechte gekauft.

ich finds zumindest schade, dass man sich stilistisch so von teil 1 abgewandt hat. als spieler muss ich sagen, dass es mir lieber gewesen wäre, sie hätte die serie in ruhe auf dem friedhof lassen sollen, als sie so wieder aufzuwärmen.
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2xg0
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Beitrag von 2xg0 »

Naja wenns nicht von Remedy entwickelt wird, dann kanns ja nur noch Müll werden... eine Chance werde ich dem Spiel zwar gaben aber das ist ja so als würde Michael Bay die Fortsetzung zu einem Steven Spielberg Film machen würde...
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NotSo_Sunny
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Beitrag von NotSo_Sunny »

@Dunkeliz

Mir ist klar das ich aufgrund von wenig Material schon viel befürchte. Angesichts von Statements wie...
We wanted to make a game that would please fans of the originals and be accessible to newcomers.
... sei mir das aber bitte erlaubt.

Es ist nicht nur der Satz, sondern erstmal seine grundlegende Deprimiertheit. Das ist für mich der Max der Vorgänger. Wie schon geschrieben ist mMn die Rache an den Mördern seiner Frau nicht die Handlung von Teil2 sondern Teil1. Teil2 wirkt wie die Befreiung von all dem Mist durch den er durch ist und zwar durch MonaSax - Einer Figur aus seiner Vergangenheit. Das ganze hat mMn viel von einer Katharsis gehabt.
Wie schon geschrieben scheint Rockstar das aber anders zu sehen:
Quite a few years have passed between the events of Max Payne 2 and Max Payne 3. While we're not going to get into too much detail just yet, Max has [spent] most of that time drinking and trying to forget what he's been through.
Vielleicht les ich das auch falsch, aber für mich klingt das, als ob er sich wegen der Geschehnisse der Vorgänger betrinkt?

Dunkeliz hat geschrieben: Wie stellst du dir eine Fortsetzung vor? Max der Cop - In NewYork, der seine neue Flamme vor seinen Augen sterben sieht - auf Rachefeldzug? Das wäre aufgewärmt, das ist uninspiriert...
Das beschreibt eher das Denkschema von Rockstar meine ich, zumal auch hier wieder von einer "geschädigten" Frau ausgegangen wird. Man hätte doch auch die Möglichkeit gehabt von einer lebendigen Mona auszugehen, aber das macht es ja schwieriger Max als runtergekommen dazustellen.
Was wäre denn falsch daran gewesen, den Weg zu gehen den das Ende von Teil2 andeutet? Max mal nicht als therapiereifer Rächer sondern als gereinigter Jäger oder von mir aus Flüchtling (er hat sich immerhin mit der russischen Mafia angelegt). Vielleicht dennoch rasiert aber eben nicht im versifften Unterhemd.
Stattdessen geht man den alten, den gewohnten Weg und stell Max als kaputter denn je da (wobei das für einige ja scheinbar eine Entwicklung ist). Für mich lutscht sich das aus. Würdest du es noch spannend finden, wenn er in Teil4 dann an Leberzirrhose leidet und noch abgefuckter ist, weil er schwere Medikamente nehmen muss? In der Teil5 ist er dann noch noch abgefuckter dran, weil er drogenabhänig ist und im Rausch eine Frau überfahren hat. Alles wohl gemerkt in immer neuen exotischen Locations, damit man auch merkt, dass sich was verändert hat.

Zusammengefasst: Mir egal ob in São Paulo, Tokyo oder ibiza. Max nun zum 3.Mal, warum auch immer, als runtergekommen darzustellen ist mMn langsam überholt und hat für mich nichts damit zutun, dem Charakter treu zu bleiben. Meine Meinung. Das heißt noch nicht, dass das Spiel automatisch schlecht werden muss, oder das ich am Ende nicht doch überrascht sage:"Hey, das hat ja doch einigermaßen gepasst." Entscheidet ist dafür, wir sehr man dabei auf den Ereignissen rumreitet, mit denen Max bereits abgeschlossen hatte. Sicher kann es gute Möglichkeiten geben, warum er diesbezüglich rückfällig werden könnte, aber dann würde auch das Spiel genau dazu werden - zu einem Rückfall.
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bomberdomme
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Beitrag von bomberdomme »

Slayer123 hat geschrieben:also meiner bescheidenen meinung nach, wäre nur remedy in der lage eine wirklich befriedigende fortsetzung zu machen.
rockstar, so leid es mir tut, hat noch nie mit epischen storys geglänzt. und wir reden hier von rockstar als entwickler (also ein rockstar-studio), nicht als publisher.

dem trailer nach hätte das spiel heißen können wie es will. es hätte alles gepasst, aber mit max payne vebindet man eben andere dinge, die ja schon zigmal genannt wurden.

hätte man das spiel "bruce im lilalauneland" genannt, es gäbe wohl viel mehr positive meinungen zu den bildern und dem trailer. warum man unbedingt max payne dafür missbrauchen muss, dürfte aber klar sein. rockstar hat ja nicht umsonst die rechte gekauft.

ich finds zumindest schade, dass man sich stilistisch so von teil 1 abgewandt hat. als spieler muss ich sagen, dass es mir lieber gewesen wäre, sie hätte die serie in ruhe auf dem friedhof lassen sollen, als sie so wieder aufzuwärmen.
das seh ich ja mal komplett anders gta 4 hat eine der grossartigsten epischsten storrys überhaupt. nico bellic ftw. vom einfachen migrant zum mafiakrieg. fast schon wie ein moderner pate.
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2xg0
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Beitrag von 2xg0 »

bomberdomme hat geschrieben: das seh ich ja mal komplett anders gta 4 hat eine der grossartigsten epischsten storrys überhaupt. nico bellic ftw. vom einfachen migrant zum mafiakrieg. fast schon wie ein moderner pate.
Diese Story ist "großartig" und "episch" ?

Du findest wohl auch die Story von Transformers 3 episch.
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OriginalSchlagen
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Beitrag von OriginalSchlagen »

D_Radical hat geschrieben:@Dunkeliz

Mir ist klar das ich aufgrund von wenig Material schon viel befürchte. Angesichts von Statements wie...
We wanted to make a game that would please fans of the originals and be accessible to newcomers.
... sei mir das aber bitte erlaubt.
Was ziehst du aus diesem Statement?

Man kann erschliessen, dass den Spielern, denen Max Payne nicht geläufig ist, etwas an Hintergrundwissen vermittelt wird.
D_Radical hat geschrieben:Es ist nicht nur der Satz, sondern erstmal seine grundlegende Deprimiertheit. Das ist für mich der Max der Vorgänger. Wie schon geschrieben ist mMn die Rache an den Mördern seiner Frau nicht die Handlung von Teil2 sondern Teil1. Teil2 wirkt wie die Befreiung von all dem Mist durch den er durch ist und zwar durch MonaSax - Einer Figur aus seiner Vergangenheit. Das ganze hat mMn viel von einer Katharsis gehabt.
Wie schon geschrieben scheint Rockstar das aber anders zu sehen:
Quite a few years have passed between the events of Max Payne 2 and Max Payne 3. While we're not going to get into too much detail just yet, Max has [spent] most of that time drinking and trying to forget what he's been through.
Vielleicht les ich das auch falsch, aber für mich klingt das, als ob er sich wegen der Geschehnisse der Vorgänger betrinkt?
Kanns nur nochmals betonen. Du siehst den Monolog in der Endsequenz aus MP2 als zu final. Dass obgleich "MPs journey through the night will continue" das Gegenteil andeutet. Das ist deine Interpretation, die du nicht logisch und klar sinnig begründen kannst.

Nach dem was Max durchgemacht hat, ist für mich kein Unlogisches, was aus ihm geworden ist.

D_Radical hat geschrieben:
Dunkeliz hat geschrieben: Wie stellst du dir eine Fortsetzung vor? Max der Cop - In NewYork, der seine neue Flamme vor seinen Augen sterben sieht - auf Rachefeldzug? Das wäre aufgewärmt, das ist uninspiriert...
Das beschreibt eher das Denkschema von Rockstar meine ich, zumal auch hier wieder von einer "geschädigten" Frau ausgegangen wird. Man hätte doch auch die Möglichkeit gehabt von einer lebendigen Mona auszugehen, aber das macht es ja schwieriger Max als runtergekommen dazustellen.
Was wäre denn falsch daran gewesen, den Weg zu gehen den das Ende von Teil2 andeutet? Max mal nicht als therapiereifer Rächer sondern als gereinigter Jäger oder von mir aus Flüchtling (er hat sich immerhin mit der russischen Mafia angelegt). Vielleicht dennoch rasiert aber eben nicht im versifften Unterhemd.
Das wäre dann ein "echtes Max(imum) Payne"? *facepalm*

Das letzte MP ist wie lange her? 2003... mehr als 8 Jahre... das nennst du überholt?
Entscheidet ist dafür, wir sehr man dabei auf den Ereignissen rumreitet, mit denen Max bereits abgeschlossen hatte.
Nicht seine Erinnerungen liegen für immer Begraben. Aber seine Frau und Mona tun es. Das, was dieser Trailer zeigt, ist nur menschlich. Alles andere wäre implausible, wäre kein Max Payne.
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NotSo_Sunny
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Beitrag von NotSo_Sunny »

Dunkeliz hat geschrieben: Was ziehst du aus diesem Statement?

Man kann erschliessen, dass den Spielern, denen Max Payne nicht geläufig ist, etwas an Hintergrundwissen vermittelt wird.
Also man kann aus diesen Statements auch ziehen, dass man nur soweit auf die Vorgänger Bezug nimmt, wie es Neueinsteiger nicht überfordert. -dann bekommt man sowas wie Crysis2.
Dunkeliz hat geschrieben: Kanns nur nochmals betonen. Du siehst den Monolog in der Endsequenz aus MP2 als zu final.
Und wie oft soll ich mich wiederholen? Ich hab doch nun wirklich schon oft genug geschrieben, dass eine Forsetzung wie du und Rockstar sie sich vorstellen, durchaus logisch begründbar ist - trotz Max letzten Monolog. Die Frage ist aber, ob man damit das meiste aus der Vorlage macht. Ob das die beste Art ist, den Weg weiterzugehen, den Remedy vorgegeben hat.
Dunkeliz hat geschrieben: Dass obgleich "MPs journey through the night will continue" das Gegenteil andeutet.
Nicht zwingendermaßen. Um eine weitere düstere Geschichte zu erzählen, muss Max doch nicht genau so düster bleiben wie er war, geschweige denn noch düsterer. Ein Max der keine Albträume hat, wäre doch immer noch ernsthaft genug, um die Figur einer Noir-Handlung zu sein, zumal der Verlust des Jobs bereits die Heruntergekommenheit betont.

Dunkeliz hat geschrieben: Das wäre dann ein "echtes Max(imum) Payne"? *facepalm*
Ich kann deinem Anfall nicht ganz folgen. Ich habe doch nur eine alternative Grundannahme beschrieben, die von Max letztem Monolog ausgeht. Der Gedankenfurz mit der Mafia war nur einen von vielen möglichen Ansatzpunkten. Er ist ohnehin nicht weiter von Bedeutung, das ich an Rockstars Idee, dass sich Max als Bbodyguard verdingt, nichts auszusetzen habe.
Dunkeliz hat geschrieben: Das letzte MP ist wie lange her? 2003... mehr als 8 Jahre... das nennst du überholt?
Was soll der reine zeitliche Abstand jetzt aussagen? 8Jahre ist nicht viel - das kann noch gar nicht überholt sein? Oder das ist solange her, das gabs schon lange nicht mehr?
Für die Geschehnisse innerhalb des Universums von MaxPayne ist das doch unerheblich. Eine ausgeleiertes Schema wird doch nicht besser, nur wenn wir besonders lange drauf warten.
Wenn wir jetzt 7 Forsetzungen mit Max machen und von Teil zu Teil ist er mindestens ebenbürtig oder noch heruntergekommener, dann ist der Teil am wenigsten ausgeluscht, der sich am meisten Zeit nach seinem Vorgänger gelassen hat?
Dunkeliz hat geschrieben: Nicht seine Erinnerungen liegen für immer Begraben. Aber seine Frau und Mona tun es. Das, was dieser Trailer zeigt, ist nur menschlich. Alles andere wäre implausible, wäre kein Max Payne.
Der Punkt ist, dass Max seine Erinnerungen am Ende von Teil2 nicht begraben hat sondern verarbeitet. Es hieß ja auch nicht "I stopt dreaming of my wife. It was all right".
(Und bitte nie vergessen. Mona liegt nur begraben weil Rockstar so entschieden hat.)
Slayer123
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Beitrag von Slayer123 »

bomberdomme hat geschrieben:das seh ich ja mal komplett anders gta 4 hat eine der grossartigsten epischsten storrys überhaupt. nico bellic ftw. vom einfachen migrant zum mafiakrieg. fast schon wie ein moderner pate.
naja, rockstar bedient sich mehr an klischees als an eigenen ideen.
ich hab nichts gegen die spiele aber "epische" storys sehn anders aus. ich lege jedem mal alte filme oder alte spiele ans herz, die wirklich story haben. es gab mal zeiten, da konnte man keine cgi-effekte reinklatschen, bis der film voll war, sondern musste das publikum mit inhalt in begeisterung versetzen. aus diesen zeiten bedient sich die heutige industrie immer noch, da eigene ideen ja mangelware sind. ein beweis dafür sind die ständigen reboots und sequels.

aber zurück zu mp3:

man hätte ja max auch zufrieden mit mona weiterleben lassen können. beide sind ein paar oder auch nicht. zumindest ist max über seine vergangenheit hinweg bis ein dramatisches ereignis ihn abermals aus der bahn wirft. aber hier bitte was kreatives, dass z. b. nichts oder nur entfernt mit seiner frau zu tun hat. dass man sich damit sehr von der "vorlage" entfernt, ist klar. aber das ist das problem eines storywriters.

ich finds halt echt scheiße, dass rockstar hier so einfallslos die alte leier weiterkurbelt. es muss doch mehr wege geben als der ständige fall nach unten. das leben ist eine achterbahn und nicht kein freefalltower. in den beiden vorgängern gabs auf und abs (frau tot ab, mona auf). aber in mp3 gehts ja scheinbar nur noch bergab und das langweilt doch schlicht weg.
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Bedameister
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Beitrag von Bedameister »

Slayer123 hat geschrieben:
bomberdomme hat geschrieben:das seh ich ja mal komplett anders gta 4 hat eine der grossartigsten epischsten storrys überhaupt. nico bellic ftw. vom einfachen migrant zum mafiakrieg. fast schon wie ein moderner pate.
naja, rockstar bedient sich mehr an klischees als an eigenen ideen.
ich hab nichts gegen die spiele aber "epische" storys sehn anders aus. ich lege jedem mal alte filme oder alte spiele ans herz, die wirklich story haben. es gab mal zeiten, da konnte man keine cgi-effekte reinklatschen, bis der film voll war, sondern musste das publikum mit inhalt in begeisterung versetzen. aus diesen zeiten bedient sich die heutige industrie immer noch, da eigene ideen ja mangelware sind. ein beweis dafür sind die ständigen reboots und sequels.

aber zurück zu mp3:

man hätte ja max auch zufrieden mit mona weiterleben lassen können. beide sind ein paar oder auch nicht. zumindest ist max über seine vergangenheit hinweg bis ein dramatisches ereignis ihn abermals aus der bahn wirft. aber hier bitte was kreatives, dass z. b. nichts oder nur entfernt mit seiner frau zu tun hat. dass man sich damit sehr von der "vorlage" entfernt, ist klar. aber das ist das problem eines storywriters.

ich finds halt echt scheiße, dass rockstar hier so einfallslos die alte leier weiterkurbelt. es muss doch mehr wege geben als der ständige fall nach unten. das leben ist eine achterbahn und nicht kein freefalltower. in den beiden vorgängern gabs auf und abs (frau tot ab, mona auf). aber in mp3 gehts ja scheinbar nur noch bergab und das langweilt doch schlicht weg.
Naja das Noir Setting beinhaltet halt einfach eine pessimistische Grundstimmung. Zu Max Payne gehört es einfach dass es scheinbar immer weiter abwärts zu gehen scheint.
Bei MP2 war die Love Story mit Mona zwar ein kurzzeitiges Up aber am Ende starb sie ja und Max hat wieder alles verloren.