Zwischen "Nicht spurlos vorübergeht" und sich die Erinnerung wegsaufen besteht halt nochmal ein großer Unterschied.Dunkeliz hat geschrieben:Ich hab mir das Ende nochmals auf youtube angesehen, weils eben schon ne weile her ist. Erstens weil mein Interesse geweckt wurde und zweitens um sicher zu gehen.D_Radical hat geschrieben:Ich seh leider genau das Gegenteil in dem Gezeigten. Sie schliessen eben nicht mit dem alten MaxPayne ab, sondern wärmen ihn sogar wieder auf.Dunkeliz hat geschrieben: Warum sollte eine Geschichte sich nicht weiterentwickeln, sich verändern, das alte Kapitel "Max Payne" ist abgeschlossen.
Mit den Ereignissen der Vorgänger als Vorwand fährt man wieder die Schiene des gebrochnen Mannes. Das ist aus meiner Sicht nicht nur uninspiriert sondern auch unlogisch in Bezug auf die Ereignisse von Teil2. Dessen Ende spricht von einem wiedergeborenen Max und nicht von einem Trinker.
Letzterer ist aber besser geeignet um eine Berklommenheit um den Charakter aufzubauen, die die Fans von ihm gewöhnt sind.
Unlogisch? Warum soll das Ending aus Max Payne 2 darauf hindeuten, dass der Protagonist von dem Zeitpunkt ab ein sorgenfreies und erfülltes Leben lebt, frei von allen Lasten aus seiner Vergangenheit? Dass er über den Tod seiner Frau hinweggekommen ist, kann man aus dem Ende schliessen. Aber glaubst du im Ernst, dass der Tod, so wie er in das Leben des Mr. Payne eintrat, an einem Menschen spurlos vorüber zieht?
Es wäre absurd Max Payne in einem total neuen Gewandt auftreten zu lassen, die Figur des tragischen Helden wird fortgesetzt, nicht aufgewärmt. Alles andere wär unlogisch im höchsten Maße.
Ich zitier mich mal aus dem letzten Thread zum Trailer....
Ich will also gar nicht, dass er in einem völlig anderen Licht gezeigt wird, sondern das man nicht nur plump von alten Wunden ausgeht, die in Teil2 scheinbar grundlegend geschlossen wurden.D_Radical hat geschrieben: Imo ist genau das die exakt falsche Entwicklung. Der Knackpunkt an der Handlung von Teil2 bzw. dessen Ende war für mich, dass Max mit seiner düsteren Vergangenheit mehr oder weniger abschließt. In Teil1 rechnete er mit den Mördern seiner Familie ab, aber das allein konnte seine Albträume nicht verschwinden lassen, bis ihn mit Mona seine Vergangenheit einholt.
Entscheident ist nun, dass das Ende zunächst eingeleitet wird mit den Worten:gefolgt von Sätzen wie, ...bei toter Mona:Because of her, I had solved the case, my case, all off it. Who I am.oder bei lebendiger Mona:She has brought me here, to this moment of clarity, where time slows down, and I choose to look back, to see myself.
And in that act of seeing, i am reborn.Und dann nochmal in jedem Fall:Is it worth it? Saying that it never is would be a lie. Sometimes, something good comes out oft it. Something you know you wouldn't deserve in a Million years.
Something that gives you a reason to go on.Egal ob er also nun das Glück findet, von dem er glaubt es in 1Mio Jahren nicht verdient zu haben, er spricht in jeden Fall von Selbsterkentniss, von Klarheit und Wiedergeburt oder von einem Grund weiterzumachen und dann davon das er nun auch im guten von seiner Famile träumen kann.I had a dream of my wife. She was dead. But it was all right
Alles gefolgt von einem Ausklang mit einem Song der den Titel "Late Goodbye" trägt.
Klingt das nach einem Mann, der als nächstes nach Brasilien fliegt, um sich das Elend aus dem Leib zu saufen?
Ich sag ja nicht, dass es über Max nichts mehr zu erzählen gibt und das alles Friede, Freude, Eierkuchen sein muss, zumal der Song auch insgesamt einen eher düsteren Tonus hat und von "we keep driving into the night" spricht. Natürlich lässt sich für das weitere "abgefuckt sein" eine plausible Erklärung zurecht schreiben und manchen mag es gefallen, dass Max seinem Schema treu bleibt, aber ich frage mich halt: Ist das nötig? Ist das eine sinnvolle Fortsetzung?
Für mich riecht das halt nach dem, was mr archer letztens auf so einen schönen zynischen Punkt gebracht hat.Ich lass mich auch gerne überraschen von Teil3, aber ich glaube eben, dass das Spiel noch so gut werden kann... Wenn man zu krass diese Elends-Schiene fährt, hat sich die Figur des MaxPayne mMn schon selbst überlebt.mr archer hat geschrieben:Nichts einfacher als das:just_Edu hat geschrieben:wobei man sich schon zurecht fragen darf, was nach der ultimativen bedrohung wohl noch kommen könnte? ^^
Die ultimativere Bedrohung
Mir ging es nur darum, das du von einer Weiterentwicklung geredet hast und davon das das alte Kapitel "Max Payne" abgeschlossen sei.
Das muss nicht ausschließen, das die Figur des tragischen Helden forgesetzt wird, aber es passt nicht wenn man zu sehr auf alten Konflikten rumreitet, die eben Bestandteil der alten, geschlossenen Kapitel sind.
