Das ist auch nicht gerade unmißverständlich ausgedrückt... aber um trotzdem darauf zu antworten:Erunno hat geschrieben:Er hat es etwas unglücklich formuliert, aber worauf er hinauswill, ist ja wohl klar ersichtlich. IANAL, für die Bezahlung von Printmedien gibt es höchst wahrscheinlich keinen expliziten Paragraphen, sondern wird durch allgemeinere Gesetze hinsichtlich Eigentum und Handel umfasst. Nichtsdestotrotz käme man auf die Idee, dass man irgendeinen Anspruch auf kostenpflichtige Printmedien hätte und sich diese nehmen könne, bloß weil einem die Konditionen, zu denen diese verkauft werden, nicht passen.
Ich persönlich kaufe keine Printmedien mehr (im Spielesektor), weil die dort gebotenen Inhalte in keinem Verhältnis stehen zum geforderten Preis stehen. Selbst wenn ich also die Möglichkeit hätte, die Gamestar z.B. kostenlos zu beziehen, würde ich sie nicht lesen - weil ich sie eben heutzutage nicht mehr gut finde, angesichts der ganzen Konkurrenz im Internet. Früher war das was anderes... da gabs nix im Internet und wenn man Demos, Patches, Berichte etc. haben wollte, mußte man zu Printmedien greifen. Und auch ich tat das ausgiebig.
Mittlerweile gibt es genug kostenfreie Angebote, sodaß ich getrost auf die Gamestar oder was auch immer verzichten kann.
Um den Kreis zu 4P zu schließen: Durch Werbung wird ganz sicher Gewinn generiert, wie auf vielen anderen Seiten. Aber dies ist keine zwingende Bedingung für uns Leser, die Werbung auch zu akzeptieren. Es ist also nicht so, daß man rechtlich bindend Werbung abnicken muß, um auf die Seite zu gelangen und die Inhalte zu genießen. Folglich ist der Vergleich zu Printmedien, die man im Allgemeinen nur gegen Geld bekommt, nicht wirklich zulässig.
Was die moralische Seite angeht: Auch moralisch sehe ich kein Problem darin, Werbung auf jeder Seite zu blockieren. Wenn eine Seite damit Probleme hat, kann sie gerne andere Lösungen suchen - wie z.B. komplett auf kostenpflichtige Abo-Modelle zu setzen. Dann können sie ihre Inhalte gegen Geld feilbieten und wer dafür zahlen will, kann das gerne machen. Dann könnte man wieder mit Printmedien vergleichen. Aber solange eine Seite frei zugänglich ist, ist die moralische Schiene eine sehr heuchlerische.

