MolyHoly hat geschrieben:Monoochrom hat geschrieben:MolyHoly hat geschrieben:schon wieder modernes Szenario? Ich fang ja fast an WW2 zu vermissen
Ich hätte mal bock auf ein gut gemachten Shooter in einem unverbrauchten Szenario. Black Ops ging schon in die richtige Richtung aber warum nicht mal WW1?
Möchtest du 5 minutige Nachladezeiten nach jedem Schuss?
Ach watt... Die Gewehre aus der Zeit waren nun keine Flinten ausn Spätmittelalter. Aber du hast recht, im MP wärs dann vielleicht etwas trocken.
Aber ich denke man könnte dennoch eine gute Kampagne daraus basteln. Vielleicht nicht so "cool" inszeniert wie ein MW aber dafür umso authentischer.
Ich warte ja schön länger auf ein Anti-Kriegs-Spiel

Filme haben diesen Sprung geschafft.
Ich denke auch ab und zu mal darüber nach, ob es nicht einen Shooter geben könnte, der im 1. WK stattfindet. Aber der Unterschied zwischen dem 1. und dem 2. WK ist ganz einfach, dass es hier kein eindeutiges Feindbild gibt. Im 2. WK sind die Rollen ganz klar verteilt. Auf der einen Seite die blutrünstigen Wehrmachtssoldaten, die hirntoten Nationalisten, die sich von Menschenblut ernähren und auf der anderen Seite die Menschenfreunde aus Russland, oder sonstige Alliierte. Aber hey... Die Nazis waren Arschlöcher und die deutsche Bevölkerung so dumm, den Mist auch noch mitzumachen. Das nachträglich das ganze Volk und dessen Soldaten diffamiert werden ist wohl klar. Der Sieger schreibt die Geschichte.
Im 1. WK sieht die ganze Sache anders aus. Bis heute streiten sich Historiker noch darüber, wer denn tatsächlich die Hauptkriegsschuld trägt. Offiziell wurde ja das Deutsche Reich dafür verantwortlich gemacht (Versailler Vertrag), aber meiner Meinung nach ist das eine ziemliche Augenwischerei, denn auch England, Amerika, Russland, Frankreich, Österreich usw haben hochgerüstet wie die Weltmeister. Und letzten Endes war Österreich das Land, das tatsächlich die erste Kriegserklärung erklärt hat (an Serbien). Kaiser Wilhelm II war nur so bescheuert, Österreich zu sagen, macht was ihr wollt, wir unterstützen euch. Und dann ging halt die Post ab.
Es wäre für einen Entwickler also ziemlich schwierig hier wieder nur in schwarz weiß zu malen, ohne sich historisch ziemlich weit aus dem Fester zu lehnen. Aber das wäre wohl eine Chance eine bewegende Shooterstory zu erzählen. Ein französischer und ein deutscher Soldat, von der nationalistischen Seuche befallen ziehen in den Krieg, lassen Frau und Kinder zurück und teilen die anfängliche Kriegsbegeisterung. Bis sie an der Front ankommen... Das böte wirklich Potential. Auch für einen Anti-Kriegsshooter.
Allerdings wären weitere Probleme die Schlachten im ersten Weltkrieg. Im Gegensatz zum Zweiten Weltkrieg war der 1.WK nämlich kein bewegter Krieg, sondern ein Stellungskrieg. Will heißen. Schützengräben. Es wurde damals teilweise für ein paar Meter wochenlang gekämpft. Und dann hat sich der ganze "Spaß" wiederholt. Aber auch hier schlummert wohl Potential. Das Leben im Schützengraben. Gasangriffe, Angriff und Rückzug. Kammeraden bleiben im Stacheldraht hängen und verbluten. Diese Vorgänge haben sich über 4 Jahre andauernd wiederholt und das heißt ein authentischer 1.WK Shooter müsste sich auch andauernd wiederholen und das wäre wohl für einen Spieler "langweilig".
Mit den Waffen hätte ich keine Probleme. Die waren schon halbwegs modern. Es gab ja im 1. WK die ersten Scharfschützen, MG Nester, Sturmgewehre usw.
Probleme sehe ich halt hauptsächlich in der Gestaltung des Gameplays. Nur in Schützengräben zu hocken und das über Jahre ist nicht sonderlich spannend.