4P-Bilderserie: Eine pränukleare Zeitreise

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TheToaster
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Beitrag von TheToaster »

D.V.T. hat geschrieben:@Enesty:
Ich erlaube mir mal, mich selbst aus einem anderen Thread zu zitieren:
D.V.T. hat geschrieben:Fallout 3 ist in beinahe allen wichtigen Aspekten, die das Spiel ausmachen, absolut oberflächlich.

Fallout 3 hält sich für ein Rollenspiel - Gesprächsdynamik ist allerdings praktisch gar nicht vorhanden. Die NPCs rattern unmotiviert die ihnen zugewiesenen Textzeilen runter und versagen vollkommen daran, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Im gesamten Spiel (DLCs ausgeschlossen) gab es nicht eine Figur, die in mir auch nur einen Funken von Sympathie oder Antipathie entzündet hätte.
Deshalb war es mir im Grunde auch einerlei,
Spoiler
Show
ob ich beispielsweise Megaton nun in die Luft jage oder verschone.
Wenn ich als Entwickler schon moralische Entscheidungen in den Spielverlauf miteinbeziehe, muss ich auch darauf achten, dass der Spieler aufgrund der lebendigen Spielwelt in einen moralischen Konflikt gerät, was aber von den leblosen Statisten (die sich NPCs schimpfen) konsequent verhindert wird.
Apropos Statisten: Warum spazieren diese Kerlchen eigentlich ständig mit diesem leicht gelangweilten aber stets freundlich-sanftmütigen Lächeln durch die Gegend? Fallout 3 hat die wohl fröhlichste Bevölkerung, die die Postapokalypse je gesehen hat.

Das Kampfsystem ist (gelinde gesagt) eine Zumutung. Ständig ist man zwischen Echtzeitshooter und taktischer Action hin und her gerissen, wobei ersterem die Dynamik und zweiterem der Tiefgang fehlt.
Eine konsequente Linie wäre hier durchaus wünschenswert gewesen.

Was die Charakterentwicklung anbelangt, wird Rollenspiel-Durchschnitt präsentiert - Alles ist möglich, nichts macht Sinn. Will heißen: Ich kann meinen Charakter nach Belieben anpassen, dass Spielgeschehen wird dadurch allerdings kaum beeinflusst.

Nun stellt sich die Frage: "macht Fallout 3 eigentlich irgendetwas richtig?"
Ja! Das Open-World-Prinzip kommt in Fallout 3 voll zu Geltung. Überall gibt es Siedlungen, Höhlen oder Häuserruinen zu erkunden und irgendwo dazwischen finden sich immer wieder nette Sidequests, die eigene kleine Geschichten erzählen.

Gesamtheitlich betrachtet bietet mir Fallout 3 einfach zu wenig Tiefgang, um mich wirklich überzeugen zu können. Wer allerdings einfach nur postnukleare Landstriche erkunden will, dürfte im Ödland von Washington DC ganz gut aufgehoben sein.
Ich weiß ja nicht was du von Fallout 3 erwartet hast, aber das Spiel, dass du dir hier wünscht muss erstmal entwickelt werden und so lange das nicht geschieht ist und bleibt Fallout 3 einer der Referenz Titel im Bereich RPG.

Manche Dinge die du geschrieben hast sind auch schlicht weg Falsch. Die NPC wirkten keineswegs gelangweilt, die deutsche Sprachausgabe war gut, die englische einfach klasse. auch konnte man sehr wohl Bindungen zu Charakteren aufbauen und auch an moralischen Entscheidungen hat es nicht gefehlt. Fallout wurde gerade wegen dem enormen Tiefganges gelobt, wenn du gegenteiliger Meinung bist ist das ok, aber sicher nicht die gängige Auffassung.

Natürlich war Fallout 3 nicht perfekt und auch NewVegas ist es noch nicht, aber solange es kein Spiel gibt, dass es signifikant besser macht ist das, was du da schreibst einfach ungerecht und unbegründet.
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A_R_F
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Beitrag von A_R_F »

Okay, meine Meinung zu Fallout 3?

Zu den NPC´s: Das Game hatte genug richtige Typen wie Moira, Philips, der Aufseher aus Vault 101, der olle Vater, Professor Brown, Moriarty und noch ein paar mehr.
F&F2 mögen vll. in der summe etwas mehr NPC´s gehabt haben, die einen hängen bleibenden eindruck hinterlassen haben, aber der unterschied ist eher klein.

Zu den Quests: Sicher gab es genug Missionen, die man einfach hasst, so langweilig waren die.
Aber es gab auch genug anderer Quests, die doch recht gut bis sehr gut waren.
"Schieß in den Kopf" war z.b. ganz lustig oder auch die meisten Moira Quests waren einfach nur zum totlachen.
Die Oasis Quests war dafür dämlich² oder aber auch die eine oder andere Moira Quests (meine Meinung zu Moira Queststrang ist ja: 50% Positive, 50% Negative Quests).
Da liegen zwar F&F2 weit vorraus, aber auch da gab es Quests, die langweilig waren (Skorpion Quest in Shady Sands z.b.).

Zur Spielewelt: D.V.T. hat es schon sehr gut gesagt.
Die Welt lädt einen ja gerade zu mit einem Arschtritt ein, sie zu entdecken.
Nach ca. 300h Spielzeit ist es zwar langweilig geworden, aber diese 300h hab ich nie bereut.
Und die Atmosphäre war ja richtig geil beim ersten durchspielen, da war ich zuerst einfach nur baff, etwa so: 8O
F&F2 kamen da meiner Meinung nach nicht ran, aber die wollten auch kein Open World sein.
Von der Atmo gleich auf.

Noch ein Wort zur Entscheidungsfreiheit: Kam zu selten vor, kein vergleich zu F&F2.
Vegas scheint das aber besser gemacht zu haben.

In großen und ganzen ist Fallout 3 ein gutes bis Sehr Gutes Game.
Für ein Genial macht das Game zu viele Fehler wie etwa zu leichte Gegner, zuviele Kronkorken, zuviele Medikamente, zu schnelles Leveln usw.
Chckn
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Beitrag von Chckn »

Ich habe F&F2 nie gespielt und kann deswegen auch nicht mitreden.
Zudem bin ich kein ausgesprochener RPler, weswegen mich erst Oblivion und kurz darauf F3 enorm gefesselt haben.
Ich warte noch ein bis zwei Patches ab und werde mir dann FNV holen....und hoffe auf wieder mal viele Stunden Spielspass.
Aber auch ich als eher unerfahrener RPler muss sagen, das F3 zwar eine spannende Story hat, aber insgesamt zu selten mich vor ein moralisches Dilemma gestellt hatte.
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Die Ente
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Beitrag von Die Ente »

Brian Pepperz hat geschrieben: In großen und ganzen ist Fallout 3 ein gutes bis Sehr Gutes Game.
Für ein Genial macht das Game zu viele Fehler wie etwa zu leichte Gegner, zuviele Kronkorken, zuviele Medikamente, zu schnelles Leveln usw.

Zu leichte Gegner???

Ich hatte ganz am Anfang Munitionsmangel und die Gegner haben mich ab und zu umgebracht. Später ist es allerdings kein Problem mehr. Das man zu schnell levelt find ich nicht so toll da ich sehr viel erkunde und je mehr Schlösser/Terminals knacke, desto mehr Erfahrung bekomme ich ja. Da war ich gerade mal bei der Brotherhood of Steel und bin dann schon Level 15. Das hätten sie echt besser machen können.

Ich selber habe nur Fallout 3+ Addons gespielt und kam ungefähr auf 200 Stunden und hab keine Sekunde davon bereut. Da ich leider nicht weiss, wie sich F1&2 spielerisch von Fallout 3 unterscheidet kann ich deswegen leider nicht mitdiskutieren. FNV wird vielleicht zu Weihnachten geholt.
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D.V.T.
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Beitrag von D.V.T. »

Kostolany hat geschrieben:Ich weiß ja nicht was du von Fallout 3 erwartet hast, aber das Spiel, dass du dir hier wünscht muss erstmal entwickelt werden und so lange das nicht geschieht ist und bleibt Fallout 3 einer der Referenz Titel im Bereich RPG.
Meines Erachtens gibt es drei Grundaspekte, in denen ein Rollenspiel brillieren kann:
- Eine fesselnde Geschichte, die sich im Idealfall beeinflussen lässt
- Interessante und lebendige Charaktere kombiniert mit einem gut durchdachten Dialogsystem
- Ein motivierendes und vielseitges Charakterentwicklungssystem

Fallout 3 versucht all das zu bieten, ragt aber in keinem Punkt über den Durchschnitt hinaus.
Die Story ist reines Beiwerk und kommt zu spät in Fahrt, die Charaktere sind blass und die Charakterentwicklung hat kaum spürbare Auswirkungen auf das Gameplay.
Kostolany hat geschrieben:Manche Dinge die du geschrieben hast sind auch schlicht weg Falsch.
Wir sprechen hier von subjektiven Meinungen oder nicht?
Kostolany hat geschrieben:Die NPC wirkten keineswegs gelangweilt, die deutsche Sprachausgabe war gut, die englische einfach klasse. auch konnte man sehr wohl Bindungen zu Charakteren aufbauen und auch an moralischen Entscheidungen hat es nicht gefehlt.
Wie gesagt: Im gesamten Spiel gab es nicht eine Person, die mich in irgendeiner Weise interessiert hätte. Somit verlieren auch die moralischen Entscheidungen an Reiz, da sie ohnehin nur irgendwelche gesichtslosen Polygonhüllen betreffen.
Kostolany hat geschrieben:Fallout wurde gerade wegen dem enormen Tiefganges gelobt, wenn du gegenteiliger Meinung bist ist das ok, aber sicher nicht die gängige Auffassung.
Mir ist schon klar, dass ich mit meiner Meinung zu Fallout 3 eine Minderheit repräsentiere, trotzdem ändert das nichts an meiner Sicht der Dinge.
Kostolany hat geschrieben:Natürlich war Fallout 3 nicht perfekt und auch NewVegas ist es noch nicht, aber solange es kein Spiel gibt, dass es signifikant besser macht ist das, was du da schreibst einfach ungerecht und unbegründet.
Es geht hier nicht um Gerechtigkeit - Obgleich ich diesen Vorwurf nicht nachvollziehen kann. Wenn dir Fallout 3 gefällt, freut mich das für dich, trotzdem ist und bleibt es in meinen Augen einfach kein gelungenes Spiel, was ich übrigens sehr wohl begründet habe.
Moccajoe
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Beitrag von Moccajoe »

Naja in Fallout 3 hätte man vielleicht noch ein bisschen mehr von dem absolut kranken Humor verwenden können, der Teil 1 + 2 auszeichnet. Ansonsten stimme ich zu das es eines der besten RPG's aller Zeiten ist. Wobei ein P&P-Veteran sich natürlich arg unterfordert fühlen, bzw Möglichkeiten zur Individualisierung vermissen wird. Alle anderen sind nach wie vor gut mit dem Spiel beraten.
Sulik
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Beitrag von Sulik »

Das interessante an fallout 1 und 2 war die art und weise wie man das spiel beeinflussen kann.
Töte ich den supermutanten, repariere ich die wasserpumpe um die guhl stadt zu versorgen oder lasse ich es bleiben. Töte ich kinder und lebe mit der konsequenz die daraus entsteht. Der held in Fallout 3 ist farblos die anfangsgeschichte langweilig, die charakter entwicklung mangelhaft.

Und mal erlich wann bist du das letzte mal ohne rüstung gegen einen supermutaten angetreten der eine minigun geschultert hat nd hast es überlebt? Ich erst als ich in der military base war und nicht nach dem tutorial von fallout 3.. Dieses spiel verballert alles am in den ersten 60 minuten spielzeit ohne wirklich zu glänzen.. Der große unterschied zwischen fallout 1 / 2 und fallout 3 ist folgender; Fallout 1 und 2 "is made by gamers for gamers." Fallout 3 " is made by marketing for money."


Spirits be everywhere. Travel with we and I. Grampy Bone do most the talking.
Freezer69
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Beitrag von Freezer69 »

Ach ja F1 herrlich! Mein liebster Teil der Serie. F2 war auch sehr schön und F3 war leider sehr verbuggt, was mich bis heute ärgert es gekauft zu haben.

Was ich persönlich in F1 genial fand war das Zeitlimit und wie man an sich selber gemerkt hat, je mehr die Zeit verstrichen ist, wie sehr man bereit war Grenzen zu überschreiten, um den Chip zu bekommen. Herrlich, leider gab es so etwas in F2 nicht mehr. Allgemein hat mir an F2 nicht so gut gefallen, als ein "Landei" durch die Gegend zu laufen. Zu F3 haben Sulik und Co. ja bereits alles gesagt, was es wohl zu sagen gibt.
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ButterKnecht
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Beitrag von ButterKnecht »

Freezer69 hat geschrieben:Ach ja F1 herrlich! Mein liebster Teil der Serie. F2 war auch sehr schön und F3 war leider sehr verbuggt, was mich bis heute ärgert es gekauft zu haben.

Was ich persönlich in F1 genial fand war das Zeitlimit und wie man an sich selber gemerkt hat, je mehr die Zeit verstrichen ist, wie sehr man bereit war Grenzen zu überschreiten, um den Chip zu bekommen. Herrlich, leider gab es so etwas in F2 nicht mehr. Allgemein hat mir an F2 nicht so gut gefallen, als ein "Landei" durch die Gegend zu laufen. Zu F3 haben Sulik und Co. ja bereits alles gesagt, was es wohl zu sagen gibt.
Jupp bei F1 und F2 scheiden sich die Geister!
Ich fand den 2ten leicht besser! Die Dialoge und so einige Sidequests (Cornelius Uhr ;) ) waren einfach herrlich. Was ich eben bei Fallout 3 vermisse. Es gibt zwar auch nette Dialoge, aber irgendwie wirken die weichgespült im Gegensatz zu den Vorgängern.

Das mit dem Zeitlimit hat mich anfangs genervt, aber im Nachhinein war des wirklich nicht schlecht. Da galt es zum Ende hin zu improvisieren:)

Allgemein finde ich schade das sich sowas gar kein Entwickler mehr traut. Jetzt wird alles getan um den Spieler jaaa nicht auf die Füße zu treten.
Mittlerweile ist es ja keine seltenheit mehr das man im Spiel nicht mehr sterben kann! Jegliche Spannung und Atmosphäre geht dadurch flöten!
Fallout 1 und 2 wirkte die Welt eben noch bedrohlich, wie man es sich halt in einer Endzeitwelt vorstellt. Ok durch den Hardcore Modus und Schwer haut des in Vegas wenigsten teilweise hin.
Naja wie dem auch sei: Fallout 1,2 waren genial und Fallout 3 wenn man es nicht als direkten Nachfolger sieht auch sehr gut!
KeinName
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Beitrag von KeinName »

Also zu F1 und F2:
Da merkt man halt, dass auch die beiden Teile schonvon 2 verschiedenen Teams stammen. Durch das gleiche technische Grundgerüst, wirken die Spiele weniger unterschiedlich, als sie wirklich sind.
So hat z. B. meiner Meinung nach der erste Teil nicht den Humor des zweiten und spielt sich im ganzen etwas ernsthafter. Der zweite ist da deutlich abgedrehter, schon allein durch die Zufallsbegegnungen, um nur die heilige Handgranate und den Brückenwächter als Beispiel zu nennen.

Das Zeitlimit im ersten Teil fand ich übrigens nicht so gravierend. Man hatte eigentlich immer mehr als genug Zeit.

Und was ich gar nicht nachvollziehen kann:
Oft werden F1 und F2 dargestellt als wären sie bockschwer gewesen aber das empfand ich nie so. Sie konnten schon fordern sein, vor allem zu Beginn aber mit einer entsprechenden Spielweise war der zweite Teil meiner Meinung nach sehr einfach.
Denn es gab einige Sachen, die man ausnutzen konnte um früh einen enormen Vorteil zu haben. Z. B. die Bozar der Waffenhändler-Wache in der Nähe der NCR, mit der man dann lange Zeit keine ernsthaften Probleme hat, was die Feuerkraft angeht.