Habe mir die 40 Seiten nicht durchgelesen, werde das aber nachholen.
Meiner Meinung nach wäre es ein leichtes für die Entwickler ein Anti-Kriegsspiel zu entwerfen und zu programmieren.
Wie Jörg angesprochen hat, hat Kojima das in Metal Gear Solid 4 (und auch schon in den Vorgängern) schon ganz gut durchblicken lassen.
Und nicht nur in einer Szene sondern das ganze Spiel hindurch.
Halo Reach möchte ich da auch noch als aktuelleres Beispiel anführen.
Die Story handelt mal nicht vom Sieg in einer Schlacht sondern von einem katastrophalen Fehlschlag, alles geht vor die Hunde, Flüchtlinge überall, Häuser brechen zusammen, Soldaten kämpfen in irgendwelchen Wolkenkratzerruinen einen aussichtslosen Kampf.
Das Ende ist dann auch angenehm konsequent,
Halo Reach ist sicher kein Anti Kriegsspiel, dafür fehlt hier die Kritik am Militärstaat und der Militarisierung der Gesellschaft.
Aber es enthält Motive eines Anti-Kriegsspieles und das hat mir sehr gefallen.
Ein Ansatz wäre auch vielleicht mal damit anzufangen zu zeigen was passiert wenn einer deiner Kumpanen was abbekommt.
In den meisten Spielen wird das mit nem blöden Oneliner ala "Ich werde dich rächen., Diese verdammten Krauts, blablabla" abgefertigt und weiter gehts.
Wie wäre es wenn man seinen angeschossenen Kollegen zum nächsten Lazarett schleppen muss, man dabei mal nicht rumballern kann und der Kollege schreit, heult und die Gegend vollblutet.
Dann gibts ne Not Op unter erbärmlichen hygienischen Umständen bei dem man als Spieler assistieren muss. Man könnte vom Sani ausgefordert werden ihm verschiedene Instrumente zu reichen aus ner Tasche mit zich verschiedenen Instrumenten, im Hintergrund der angeschossene Kollege, der Spieler sieht wie seinem Protagonisten die Hände zittern und man ist mit der Situation überfordert weil man garnicht weiß was der Sani jetzt haben will, dieser beschreibt das Instrument und der Spieler sucht dieses aus der Tasche.
Im Hintergrund Hektik, Sterbende und Chaos.
Als Kontrast könnte man dem Spieler TV Bilder zeigen die vollmundig einen sauberen, erfolgreich verlaufenden Krieg propagieren.
PanzerGrenadiere hat geschrieben:nur das tabubrüche und reale,zeitgemäße konflikte die einzige richtung sind in die sich shooter noch entwickeln können, da alles andere doch schon seit ewigkeiten ausgelutscht ist. da kann man den normalen shooter genauso gut abschaffen und wirklich ein call of mmos auf den markt werfen.
und wer schon die realen kriege nicht hinterfragt, der wird erstrecht nicht bei einem spiel damit anfangen, wobei man sicher sein kann, dass das noch größeres geschreih nach sich zieht. mal ehrlich, es ist nicht aufgabe des spiel dem spieler eine meinung zu bilden.
Was ist mit den physischen und psychischen Folgen des Krieges? Was ist mit Deserteuren auf allen Seiten? Was ist mit den hoch dekorierten Krüppeln? Was ist mit den Bomberpiloten, die mal ein ganzes Dorf einäschern? Was ist mit den Veteranen, die nach dem Krieg ohne Psychopharmaka nicht mehr leben können? Was ist mit dem Bundeswehrsoldaten, der nach seinem ersten Gefecht kotzen muss? Was ist mit dem zwölfjährigen Afghanen, der von den Taliban entführt und an die Front geschickt wird?
sollte man wirklich mal machen und in der zeit freue ich mich schon mal auf das anti-jörg bashing. der spieler muss sich zu diesen sachen seine eigene meinung bilden. das spiel kann diese sachen nur nachbilden und genau dafür werden cod und moh doch verteufelt.
liegt wahrscheinlich an mir, aber dieser kommentar macht keinen sinn. entweder man hört auf spiele über tabubrüche zu definieren oder man weiter bis man tatsächlich bei einer realistischen darstellung des krieges ankommt. das denken muss dann schon jeder selber übernehmen, alles andere wäre einfach nur eine kehrtwende von amerika= gut zu amerika=schlecht.
Das dieser Kommentar für jemanden der in Name, Avatar und Signatur Waffen und Militär abfeiert keinen Sinn macht ist mir schon klar, was anderes habe ich nicht erwartet.