Der 4P-Kommentar: Call of Iran
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- JesusOfCool
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- BloodyJoe
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Hey, das ist nur meine Meinung und die ist weder flach, noch muss sie sich mit deiner Decken noch muss ich sie vor dir rechtfertigen. Und eins ist klar, jeder von Jörgs Vorschlägen ist entweder todlangweilig oder wurde in irgendeinem Spiel schon lange verbaut. Wenn das Anti-Kriegs-Element quasi erzwungen wird, ist es auch nur noch Selbstzweck. Was ich will ist eine spannende, atmosphärische Story und harte Action und wenn ein Spiel das nicht bringt dann kann es noch so viele Oscars bekommen und ich werde es trotzdem nicht mögen! Ähnlich wie bei Apokalypse Now halt. Alles rein subjektiv. Ob jetzt irgendwelche naiven Ansichten über den Unsinn von Kriegen in Spielen extra breit getreten werden müssen wage ich zu bezweifeln. Aber vielleicht ist genau das der The Dark Knight Effekt auf den Jörg und die ganzen "reifen" Gamer hoffen. In anderen Online-Magazinen wurde MoH übrigens jetzt schon als genau diese Evolution beschrieben. Den echten Erwachsenen die über den Tellerrand schauen können reicht das aber anscheinend schon lange nicht mehr. Hauptsache Games sind kein Kinderspielzeug mehr, alles andere ist Schund. Schwachsinn.Kyanon hat geschrieben: @ BloddyJoe:
-_- entschuldige, aber wenn man nichts zu berichten hat sollte man lieber auch erst gar nicht schreiben, schweigen ist gold und so...
also bitte wie flach ist das denn, wer verlangt von dir so etwas zu spielen?
und wenn du auch nur ein Gedanken an die Materie verschwendest, weißt du selbst, dass kein Publisher ein Spiel ohne Entertainment Faktor rausbringen würde.
- Howdie
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Danke erstmal.M_Coaster hat geschrieben:Howdie nichts für ungut, du schreibt qualitativ gute Posts, aber nur weil Du es Dir nicht vortsellen kannst, heißt das noch lange nicht, das es nicht möglich ist. Du wirst dann halt nicht derjenige sein der das entwickelt, das macht dann ein anderer - es gab eine Zeit da konnten sich die Leute auch nicht vorstellen das die Erde rund ist.
Ich denke ein Fallout 3, mit diesem Moral System, würde auch als reiner Eo-Shooter im Kriegssetting funktionieren, der den Krieg halt einfach mal anders darstellt - wieso soll das nicht fuktionieren?!
@2Face: Keine Sorge. Ich werde mal nicht rumtrollen und weiß ziemlich genau was du meinst.
Mein Problem ist, dass bisher jeder Shooter mit Moralsystem übel gefloppt ist, weil es Spiele eben meist nicht schaffen die Atmo so zu verdichten, dass die Handlungen relevant werden. Bei Shootern sind es nur Rahmenhandlungen, die das Ballern einwickeln. Um die Geschichte und die Charaktere glaubwürdig zu machen muss man sehr ruhig rangehen und viele Videosequenzen oder interaktive Gespräche einbauen. Ohne Worte kann man keine große Geschichte erzählen. Genau das läuft aber dem Prinzip des Shooters zuwider, der auf schnelle, kompromisslose Action ausgelegt ist.
@Bedlam: Ich bezweifela aber ob sich ein "Full Metal Jacket"-Spiel verkaufen würde. Um diese atmo zu erzeugen müsste man schon 1 Drittel Shooter, 1 Drittel J´N´R (Die Grundausbildung) und 1 Drittel Adventure msichen... das hat dann aber nichts mehr mit Shooter zu tun. Fast jeder Shooter hat ja ruhige Momente, aber eben nur kurze, weil der Spieler sonst aus dem Gameplay gerissen wird.
Zuletzt geändert von Howdie am 14.10.2010 15:30, insgesamt 1-mal geändert.
- JesusOfCool
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Blödsinn. Das ist die Sackgasse, in der Shooter gerade stecken. Anfangs hatte ich noch Spaß an CoD & Co aber mittlerweile langweilts mich nur noch weil alles derselbe oberflächliche und austauschbare Kram ist.PanzerGrenadiere hat geschrieben:nur das tabubrüche und reale,zeitgemäße konflikte die einzige richtung sind in die sich shooter noch entwickeln können
Hier wird eine Kurzsichtigkeit an den Tag gelegt, das ist unglaublich. Nur weil IHR euch nicht vorstellen könnte, wie es anders gehen könnte heißt das nicht, dass es nicht möglich ist. Es gibt ne Menge Leute mit Ideen da draußen. Ihr schreit solange "unmöglich, nur meine Hirn-aus-Shooter machen Spaß" bis jemand kommt und es anders macht und damit auch noch Erfolg hat. Und wenn euch dann eine spaßige Alternative aufgezeigt wurde fragt ihr euch warum nicht schon eher jemand drauf gekommen ist.
Aber ich schätze für so eine Diskussion fehlts hier auch dem Großteil leider an Reife. Spiele werden zwar langsam erwachsen aber sie sind trotzdem gerade erst noch in ihrer "Jugend".
Wieder Blödsinn. Im Moment ist nichts mehr ausgelutscht als der kalkulierte Tabubruch als Marketingstunt. "OMG IHR DÜRFT DIE TALIBAN SPIELEN!!!" *gähn*PanzerGrenadiere hat geschrieben:da alles andere doch schon seit ewigkeiten ausgelutscht ist.
Zuletzt geändert von Bedlam am 14.10.2010 15:32, insgesamt 1-mal geändert.
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RosaElfe
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*meld*Pyoro-2 hat geschrieben:Gibt's hier EINEN, den in ME1 die Mission, in der man vor Saren aus dem Labor flüchtet und ein Crew-Mitglied opfern muss, irgendwie berührt?
...
Ich geh jede Wette, dass die meisten froh sind, einen der beiden Unsympathen loszuwerden.
Ich mochte beide sehr gerne und fand es ganz furchtbar...
Du verallgemeinerst natülich überhaupt nicht. Und unser Markt hier ist in der Gesamtheit viel intellektueller und reifer...*IronieAus*Kajetan hat geschrieben: Die Frage war: Warum sind diese Spiele so, wie sie eben sind.
Die Antwort war: Weil das US-Publikum eben auf sowas steht.
Ende Gelände. Frage beantwortet.
Deine künstliche Erregung kannst Du Dir daher bitte woanders hinstecken, Hier ist sie fehl am Platze ...
Du hast nur die Frage beabtwortet, wie ich dich nach diesem sehr reifen Post zu beurteilen habe
Au weia.
Also ich gehe nicht davon aus, dass man die Amerikaner als Rasse beschreiben kann. Und selbst wenn, gehören sie zu einem großen Teil zu unserer eigenen.Kyanon hat geschrieben: Entschuldige mal, aber ich wollte nicht iwelche Rassen angreifen, sondern das Gedankengut als solches, dass einem die Medien was ums Maul schmieren und man das getrost schluckt, weil man ja selbst als gut dargestellt wird.
Die Fähigkeit selbstkritisch Dinge zu reflektieren erkenne ich leider in der Masse aus Übersee in sehr geringen Anteilen, vll liegt das auch an der deutschen Kriegsvergangenheit. Wir sind eben zur Selbstkritik gezwungen
Die Medien schmieren in allen Ländern, und hier schluckt man genauso wie in den USA.
Du betrachtest und beurteilst das amerikanische "Prekariat" und vergleichst dieses mit deutscher intellektueller Oberschicht (sag jetzt nicht, die Zahlenverhältnisse wären sowas von drastisch anders). Und unsere intellektuelle Oberschicht tendiert auch dazu, sich für schlauer zu halten, als sie wirklich ist.
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Bioshock ist doch ein stinknormaler Shooter? Etwas anspruchsvoller, meiner Ansicht nach nicht völlig, vor allem nicht in der zweiten Hälfte, aber doch erfolgreicher ging der Titel mit seiner Spielwelt und seiner Geschichte schon um wie der durchschnittliche Kriegsshooter mit seinem Kriegsthema.Howdie hat geschrieben:Ich habe ja auch geschrieben warum ich das für nicht sinnvoll halte. Scheinbar sehen das alle Produzenten von Shootern genauso. Und ich rede jetzt von Shootern und eben nicht Taktikshootern oder Gefechts-Simulationen.Bedlam hat geschrieben:Aber es gibt schon genug Beispiele im Medium Videospiele, die es schaffen den Spieler zu Berühren wenn es um den Verlust etc geht. Nur im Shootergenre hats noch keiner versucht.
Wahrscheinlich darf man den Spielspass nicht unter Anspruch begraben um finanziell reüssieren zu können, aber es geht sicherlich, man müsste nur wollen.
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dann nenn mir mal irgendwelche szenarien oder gameplayelemente, die es noch nicht gab. das genre ist ausgelutsche und das schon seit ewigkeiten. mitlerweile haben wir alles gesehen und alles was jetzt noch reisst einen einfach nicht mehr mit.
Zuletzt geändert von PanzerGrenadiere am 14.10.2010 15:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Bisher hats halt noch keiner richtig gemacht. Darum gehts ja. Aber zu sagen "unmöglich" ist kurzsichtig und ignorant.JesusOfCool hat geschrieben:@Bedlam: es wird doch nur bezweifelt, dass sowas erfolg hat. wie howdie grade gepostet hat: shooter mit moralsystem sind bisher immer gefloppt. ob mans gut machen kann oder ob es erfolg hat sind auch immer zwei verschiedene paar schuhe.
- alex9k
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Würd ich so nicht sagen. Es ist bei so vielen Sachen so unterschiedlich, wie wir Menschen gewisse Dinge wahrnehmen. Wenn ich einen Ego-Shooter spiele ist mir natürlich klar, dass da nur Pixel rumlaufen - sonst würd ich sowas nicht spielen. Das heißt aber nicht, das ich völlig gedankenlos an die Sache herangeh. Ich versuche mich immer so weit wie möglich, mich in das Spiel hineinzuversetzen - vor allem, wenn man die Wahl hat, frage ich mich fast immer : "Was würde ich tun, wenn ich jetzt in dieser Situation wäre?". Ich hab bei MW2 tatsächlich eine Salve auf die Zivilisten gefeuert um mich selbst zu prüfen, ob ich das vertragen kann, mit dem Ergebnis : ich konnte es nicht. Ich hab mich danach sehr unwohl gefühlt und davon abgelassen, nur noch um die Polizisten gekümmert.JesusOfCool hat geschrieben:Das und nichts anderes.Howdie hat geschrieben: Die "Es sind nur Pixel"-Mentalität ist doch das einzige, was Militärshooter überhaupt möglich macht.
Wer anderes behauptet fährt auf der gleichen Schiene wie die Leute, die Killerspiele verbieten wollen. Die wollen das nämlich aus genau dem Grund verboten haben. In einem Spiel tötet man keine Menschen, man fühlt sich nicht schlecht dabei wenn man jemanden in seine Einzelteile zerlegt und man hat auch kein schlechtes Gewissen wenn man es getan hat. Warum nicht? Weil man vielleicht abgestumpft ist durch die ganze Spielerei? Sicher nicht! Es sind eben nur Pixel.
(Schade nur, dass der Rest vom Spiel so 0815 war).
Es gibt aber andere Spiele (wenn auch leider nicht all zu viele), die mich über solche Sachen haben grübeln lassen.
MGS-Serie : Warum sollte ich die Gegner töten, wenn ich sie auch einfach nur betäuben kann? Ich bin da nicht so einfach strukturiert und sag "Weils einfach nur Pixel sind." - Daraus ergibt sich nicht, warum ich sie nicht betäubt hätte.
Sollte ich einer Fraktion helfen? Warum wird da überhaupt gekämpft?
Haze : Auf wessen Seite bin ich hier eigentlich und ist das die richtige? Tue ich überhaupt das richtige?
Fallout 3 : Ähnlich wie bei Haze, nur viel intensiver, weil man dort tatsächlich viele verschiedene Wahlmöglichkeiten hat.
BioShock : Was mach ich hier eigentlich? Und vorallem : warum?
Die Liste lässt sich durchaus noch um einige Titel erweitern. Und bevor jetzt noch wer auf blöde Gedanken kommt : Ich habe hier keine Aussagen über die Qualität der Spiele zueinander gemacht - das ist auch nicht Gegenstand dieser Diskussion. Auch sind die Erlebnisse von sehr unterschiedlicher Intensität. Ich will damit nur sagen, dass Spiele durchaus kritisch sein können. Ich finde gerade Spiele eignen sich dazu am besten, weil man eben selbst handelt und damit mitten im Geschehen ist.
Wenn wer meint, er wolle keine Spiele spielen, damit er nicht in Gewissenskonflikte gerät, bzw. nur unterhalten werden will, statt Emotionen zu spüren, dann soll er halt so meinen. Jeder wie er will - wirklich.
Aber deswegen gänzlich diese Spiele abzulehnen finde ich gegenüber denen, die eben doch solche haben wollen, schon bald gemein.
Und wenn man auf solche Spiele abfährt, stattdessen aber nur Mainstream-Geballer geliefert bekommt, halt ich das auch für durchaus berechtigt, dem gegenüber seinen Unmut zu äußern.
