"Killerspiele": Petition gegen Ministerforderung

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Mindflare
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Beitrag von Mindflare »

AEV-Fan hat geschrieben: Wie gesagt, auch ich bin natürlich oft verärgert über die Politik. Aber trotzdem wird man kaum eine bessere Methode finden ein Land zu regieren, als unsere derzeitige Demokratie.
Ich würde vorschlagen, statt über Parteien zu wählen mehr direkte Wahlen einzuführen. So wie (dieser spezielle Punkt, nciht das System insgesamt) in den USA, wo im Wahlgesetz Parteien garnicht vorgesehen sind. Auf den Wahlzetteln steht die Parteizugehörigkeit nur kleiner unter dem Namen des Kandidaten.
So könnte man noch näher an seinen Interessen wählen.

Sonst noch Danke für deinen langen Post, dem ich komplett beipflichten möchte!
gotTnTeufel
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Beitrag von gotTnTeufel »

und was soll am amerikanischen system besser sein? den menschen hierzulande geht es immer noch besser als dem durchschnittlichen ami. und warum ist das so? weil die amis lieber einen weichling wählen, der mit einer show zu überzeugen weiß, statt mit sachthemen, nur damit er dann später im präsidentenamt von den lobbyisten zerdrückt werden kann.

fridolin85 hat geschrieben: WATT? WTF?

Als ich damals die SPD gewählt habe, habe nicht ich entschieden das die SPD mit der CDU/CSU eine Regierungskoalition bildet. Das haben die Herren Politiker ALLEINE entschieden.
Das ich für meinen Diesler pro Jahr jetzt mehr Steuern abdrücken darf habe nicht ich entschieden. Das haben die Herren Politiker ALLEINE entschieden.
Das ich meine Windschutzscheibe mit so'nem farbigem Aufkleber zukleistern durfte nur damit ich überhaupt in die Stadt komme, habe nicht ich entschieden. Das haben die Herren Politiker ALLEINE entschieden.
Das meine Einkäufe bei gleichem Inhalt ständig teurer werden habe nicht ich entschieden. Das haben die Herren Politiker ALLEINE entschieden.
Das die Bundeswehr noch länger in Afghanistan bleibt habe nicht ich entschieden. Das haben die Herren Politiker ALLEINE entschieden.
achnee du schon wieder...du schaffst es auch noch mich in deinen tränensäcken zu ertränken...
was du nicht alles willst. du bist wie ein kleinkind. anstatt einfach mal dankbar zu sein, für das was du schon bekommen hast verlangst du immer noch nach mehr.
sei dankbar dafür das du autofahren darfst, das du hierzulande immer noch günstig lebensmittel einkaufen kannst und nie hungern musst, das du in deinem leben noch nie krieg oder terror erfahren musstest.

dir sollte schon aufgefallen sein, daß neben dir noch gut 64 millionen andere wahlberechtigte in deutschland leben, die nicht unbedingt deine meinung teilen.
wenn du doch denkst, daß du mehr zu entscheiden hast, als andere, dann steht dir immer noch frei selber in die politik zu gehen, die menschen davon zu überzeugen, daß du die richtige meinung hast um dich von ihnen wählen zu lassen.
mit deinem geschwätz jedenfalls wirst du nichts ändern. also tu endlich mal was oder geb dich gefälligst zufrieden. vun nix kütt kütt nix.
Oberdepp
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Beitrag von Oberdepp »

Jungs, ihr wisst schon, was für Folgen eine aktive Demokratie hätte? In einer "aktiven" Demokratie wären sogenannte "Killerspiele" schneller weg vom Fenster, als euch lieb ist. Es hat schon seine Berechtigung, warum wir eine parlamentarische Demokratie (und damit auch die wirklich beste Form einer Demokratie) haben.

Sehen wir doch den Tatsachen in die Augen: die Gamer-Lobby ist einfach nicht wirklich stark genug, um in einer aktiven Demokratie gegen mehrere 100.000 verletzte Menschen bei einem Vorfall wie Winninden entgegen zu treten.

Und zur USA:
Die haben eine präsidentiale Demokratie - zum Glück wir nicht. In solch einer Demokratie ist zuviel Macht an eine einzelne Person gebunden, das ist nie gesund.
Vandyre
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Beitrag von Vandyre »

AEV-Fan hat geschrieben: "Desweiteren sind es nicht "die Politiker", die vermeintlichen Unsinn entscheiden, sondern das Volk ansich. Du hast ja praktisch deine aktive Demokratie dadurch, dass sich die Politiker strikt danach richten müssen, was der Mehrheit gefällt. "
Entschuldige, aber das ist nicht dein ernst, oder? Du glaubst doch nicht wirklich, dass die Politik sich nach der Mehrheit der finanziell und gesellschaftlich Minderbemittelten richtet? Es wird in meinen Augen schon lange keine Politik mehr fürs Volk gemacht, sondern für diejenigen, die oben in der Nahrungskette stehen.
AEV-Fan hat geschrieben: Die Politiker von heute sind unter Druck, da sie Stimmen brauchen. Die bekommen sie für populäre Entscheidungen. Und wenn 100.000 leute "Killerspiele" auf dem Scheiterhaufen sehen wollen, dann ist doch nicht der Politiker schuld daran, dass wir in die Röhre schauen, sondern die 100.000 uninformierten Menschen/ jeder einzelne von uns, der nichts dagegen tut und keine Gruppe bildet, die mit 100.000 Gleichgesinnten dagegen spricht!
Wieso stehen die Politiker (heute mehr?) unter Druck weil sie Stimmen brauchen? Um Politik zu machen, brauchte man schon immer stimmen. Der Unterschied ist doch, dass es heute mehr um Machterhaltung geht und weniger um Politik. Mir kommt es so vor, als ob die sich mehrheitlich um ihren eigenen Allerwertesten kümmern, anstatt Politik fürs Volk zu machen. Es ist also weniger ein Problem des Systems, sondern ein Problem der Spieler, die in diesem System die Zügel in der Hand haben.
AEV-Fan hat geschrieben: Es ist nicht alles so schlecht, wie es rüberkommt. Wenn alle, die im meckern groß sind, ihre Energie auch nur zu 50% auf produktives Engagement (und seien es nur kleinste Bestrebungen) kanalisieren würden... Man würde deutlich weniger zu meckern haben ;)
Daran gibt es nichts auszusetzen. Diese Meinung kann ich nur voll und ganz unterstützen.

@topic: auch ich habe gezeichnet, wie schon bei der Petition gegen Internetsperren. Und bei der Wahl wird auch sicherlich keine "Volks"partei meine Stimme bekommen.
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AEV-Fan
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Beitrag von AEV-Fan »

Vandyre hat geschrieben:
AEV-Fan hat geschrieben: "Desweiteren sind es nicht "die Politiker", die vermeintlichen Unsinn entscheiden, sondern das Volk ansich. Du hast ja praktisch deine aktive Demokratie dadurch, dass sich die Politiker strikt danach richten müssen, was der Mehrheit gefällt. "
Entschuldige, aber das ist nicht dein ernst, oder? Du glaubst doch nicht wirklich, dass die Politik sich nach der Mehrheit der finanziell und gesellschaftlich Minderbemittelten richtet? Es wird in meinen Augen schon lange keine Politik mehr fürs Volk gemacht, sondern für diejenigen, die oben in der Nahrungskette stehen.
Nun, dann erkläre mir bitte mal, wieso Integrationsprogramme gefördert werden wie nochmal was? Oder wieso die Ausgaben, die sozial Schwächere, Arbeitslose usw. stützen, mit die größten Ausgeben unseres Landes sind? Natürlich gibt es immer eine gewisse Diskrepanz zwischen dem Einfluss mächtiger Leute und dem (völlig überspitzt formuliert) gemeinen Pöbel. Aber daran wird sich wohl nie etwas ändern, "mächtig" kommt nunmal von "machen". Dennoch ist unsere Regierung bei Leibe keine Institution, die es "den Großen" recht macht und "das Volk" vernachlässigt. Das kann sie sich auch nicht leisten. Nenne mir doch bitte ein paar Länder der Größenordnung Deutschlands, in denen es allen Bürgern so gut geht wie uns, in der jeder versorgt wird und jede Stimme zählt.
Nochmal: Natürlich bin auch ich oft unzufrieden mit Regierungsentscheidungen. Aber es bleibt in einem Rahmen, der (Demokratie-bedingt) hinzunehmen ist.
Vandyre hat geschrieben:
AEV-Fan hat geschrieben: Die Politiker von heute sind unter Druck, da sie Stimmen brauchen. Die bekommen sie für populäre Entscheidungen. Und wenn 100.000 leute "Killerspiele" auf dem Scheiterhaufen sehen wollen, dann ist doch nicht der Politiker schuld daran, dass wir in die Röhre schauen, sondern die 100.000 uninformierten Menschen/ jeder einzelne von uns, der nichts dagegen tut und keine Gruppe bildet, die mit 100.000 Gleichgesinnten dagegen spricht!
Wieso stehen die Politiker (heute mehr?) unter Druck weil sie Stimmen brauchen? Um Politik zu machen, brauchte man schon immer stimmen. Der Unterschied ist doch, dass es heute mehr um Machterhaltung geht und weniger um Politik. Mir kommt es so vor, als ob die sich mehrheitlich um ihren eigenen Allerwertesten kümmern, anstatt Politik fürs Volk zu machen. Es ist also weniger ein Problem des Systems, sondern ein Problem der Spieler, die in diesem System die Zügel in der Hand haben.
Hauptsächlich wird immer der primäre Unterschied (nämlich die Gesamtsituation der dt. Innen- und Außenpolitik) zwischen den Politikern der "alten Riege" und unseren aktuellen Vertretern vergessen. Damals nach dem WW II hatte Adenauer die Aufgabe sich darum zu bemühen, dass Deutschland nicht völlig aufgelöst wird, während die SPD das selbe Ziel verfolgte, jedoch mit anderen Ansätzen. Die Leute mussten wählen zwischen existentiellen Grundsatzentscheidungen!! Auch unter Kohl (DDR, kalter Krieg) waren noch richtig wichtige Entscheidungen am Laufen. Heute geht es uns zum Glück um weitaus weniger dramatische Probleme (die natürlich trotzdem große Anliegen der Bevölkerung wiederspiegeln). Daher muss sich der Politiker von heute an dem orientieren, wonach gefragt ist. Und gefragt ist schlicht und ergreifend die Meinung der Mehrheit, geht es nun um Steuern oder Killerspiele :)
Vandyre
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Beitrag von Vandyre »

AEV-Fan hat geschrieben: Nun, dann erkläre mir bitte mal, wieso Integrationsprogramme gefördert werden wie nochmal was? Oder wieso die Ausgaben, die sozial Schwächere, Arbeitslose usw. stützen, mit die größten Ausgeben unseres Landes sind? Natürlich gibt es immer eine gewisse Diskrepanz zwischen dem Einfluss mächtiger Leute und dem (völlig überspitzt formuliert) gemeinen Pöbel. Aber daran wird sich wohl nie etwas ändern, "mächtig" kommt nunmal von "machen". Dennoch ist unsere Regierung bei Leibe keine Institution, die es "den Großen" recht macht und "das Volk" vernachlässigt. Das kann sie sich auch nicht leisten. Nenne mir doch bitte ein paar Länder der Größenordnung Deutschlands, in denen es allen Bürgern so gut geht wie uns, in der jeder versorgt wird und jede Stimme zählt.
Nochmal: Natürlich bin auch ich oft unzufrieden mit Regierungsentscheidungen. Aber es bleibt in einem Rahmen, der (Demokratie-bedingt) hinzunehmen ist.
Es ist ja wohl klar, dass man in der heutigen Zeit nicht vorgehen kann wie zu Zeiten souveräner Machthaber. Und natürlich wird versucht, das 'einfache Volk' so gut wie möglich bei Laune zu halten, damit keine Unruhen entstehen. Du hast ein paar nette Beispiele gebracht, um deine These zu stützen. Nun bringe ich mal ein paar, um meine These zu stützen:
Wieso wurde damals nicht entschieden, dass Politiker ihre Nebenverdienste offen legen müssen, Manager aber schon? Die Politiker sitzen teilweise in Aufsichtsräten und Gremien großer Konzerne und verdienen zusätzlich viel Geld. Das machen die Konzerne sicherlich nicht aus Nächstenliebe.
Statt das Rentensystem den realweltlichen Bedingungen anzupassen, wird das alte System aufrecht erhalten und die Leute müssen damit klar kommen, dass sie (im Moment bis 67) arbeiten dürfen. Realweltliches Problem: 1. Immer mehr ältere Leute und immer weniger junges, arbeitendes Volk. 2. Wer hat denn noch das 'Privileg', so lange arbeiten zu 'dürfen'? Die meisten müssen frühzeitig in Rente gehen, müssen teilweise Hartz IV beziehen und müssen dann zunächst ihr privat für die Rente angespartes Geld ausgeben, so dass im Alter kaum was bleibt.
Oder schau dir das Bildungssystem an. Schon frühzeitig werden Kinder getestet, ob sie 'Systemkompatibel' sind. Delfin-Test und Pisa-Studie sei dank. Bei diesen Tests wird nach normativen Standards geschaut. Und wer die nicht erfüllt/erfüllen kann, hat schonmal schlechtere Karten. Auf individuelles Können wird nicht geschaut.
Oder nehmen wir das Gesundheitssystem, was zweifelos noch eines der besten der Welt ist. Aber es muss immer mehr Geld für immer weniger Leistung bezahlt werden. Die Ausmaße, die das ganze annimmt, werden in meinen Augen immer beunruhigender, besonders weil teilweise von Rekordgewinnen der Krankenkassen gesprochen wird.
Die Liste könnte ich, wie du deine wahrscheinlich auch, endlos fortsetzen. Die Frage ist ja, was man tatsächlich glaubt. :wink: In meinem Studium durfte ich mich viel mit soziologischen Theorien beschäftigen. Und wenn man da auf Theoretiker trifft wie Bourdieu, Foucault oder Habermas, bekommt man eine andere Sicht auf die Dinge.

Und um mal etwas klarzustellen: Ähnlich wie du nicht alles gut findest, finde ich nicht alles schlecht in unserem Land. Du hast recht, es geht uns noch verhältnismäßig (zu) gut. Aber mich beunruhigen die Tendenzen, die das ganze annimmt.
AEV-Fan hat geschrieben: Hauptsächlich wird immer der primäre Unterschied (nämlich die Gesamtsituation der dt. Innen- und Außenpolitik) zwischen den Politikern der "alten Riege" und unseren aktuellen Vertretern vergessen. Damals nach dem WW II hatte Adenauer die Aufgabe sich darum zu bemühen, dass Deutschland nicht völlig aufgelöst wird, während die SPD das selbe Ziel verfolgte, jedoch mit anderen Ansätzen. Die Leute mussten wählen zwischen existentiellen Grundsatzentscheidungen!! Auch unter Kohl (DDR, kalter Krieg) waren noch richtig wichtige Entscheidungen am Laufen. Heute geht es uns zum Glück um weitaus weniger dramatische Probleme (die natürlich trotzdem große Anliegen der Bevölkerung wiederspiegeln). Daher muss sich der Politiker von heute an dem orientieren, wonach gefragt ist. Und gefragt ist schlicht und ergreifend die Meinung der Mehrheit, geht es nun um Steuern oder Killerspiele :)
Ob es um weniger dramatische Entscheidungen geht, wage ich zu bezweifeln. Hartz IV, Arbeitslosigkeit, Gesundheitswesen, Finanzmarktkrise, Atomkraft... sind nicht weniger wichtig. Es fehlt vielleicht nur die völlige existentielle Bedrohung eines Krieges. :wink: Wobei ich finde, dass dies durch die Bedrohung durch Terrorismus versucht wird aufzufangen. Welchen anderen Grund sollte es für die immer mehr aufkommende Überwachung geben? (Achtung: Ironie!)
Du hast recht, füher gab es wirklich teilweise gravierende Unterschiede zwischen CDU/CSU und der SPD. Versuch die mal heute zu finden. Das macht die Wahl nicht einfacher. :?
In deinem letzten Satz verwechselst du in meinen Augen die Prioritäten. Meinungen werden gemacht, und zwar hauptsächlich durch Massenmedien. Und die Massenmedien werden (zum größten Teil) durch politische und/oder ökonomische Tendenzen gesteuert. Bestes Beispiel ist doch die Berichterstattung über Action-Computerspiele. Da ging es zum Großteil nicht um seriöse, neutrale Berichterstattung, sondern um Meinungsmache. Es wird oberflächlich etwas als 'Wahrheit' dargestellt, was faktisch so nicht stimmt. Internetsperren ist ein ebenso gutes Beispiel. Probleme werden oberflächlich behandelt, um zu zeigen, dass etwas getan wird. Die Wurzel des Problems bleibt aber unberührt.
Wie gesagt, ich möchte nicht alles schlecht reden und es geht uns besser als wahrscheinlich dem Großteil der Erdbevölkerung. Aber beunruhigend finde ich die derzeitigen Tendenzen auf jeden Fall.
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AEV-Fan
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Beitrag von AEV-Fan »

@Vandyre:

Das könnte man jetzt bis ins Detail ausführen und es würde wahrscheinlich sogar (zur Abwechslung mal ;) ) eine konstruktive, informative und gepflegte Diskussion dabei rauskommen. Aber alles in allem denke ich, dass wir sowieso die selben Grundintentionen verfolgen und eben abschließend zu anderen Schlüssen/ Meinungen kommen, da ich deine Argumente natürlich nicht von der Hand weisen kann und auch du mir scheinbar nicht völlig wiedersprichst :)

In diesem Sinne kann man nur hoffen, dass sich andere ähnliche Gedanken machen über die Thematik; oft fehlt es ja schon prinzipiell an der Bereitschaft sich überhaupt für Politik zu interessieren... aber ein bisschen Stammtischpöbeln hat noch keinem geschadet ;)

Und nochmal zurück zur Petition: ich bin ja mal gespannt, was da draus wird und werde es wirklich verfolgen... Seit gestern (als der Link bei Spieleseiten verbreitet wurde) haben immerhin schon 11.000 Leute mitgemacht.
Ich weiß jetzt allerdings nicht, ob das viele oder wenige sind, wenn man das in Relation setzt zu den ganzen Forenmembern, die auf all den Seiten die Nachricht gelesen haben müssten und sonst so toll sind im Alarm-Schlagen :Kratz:
Arkune
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Beitrag von Arkune »

Petition unterzeichnet und den Brief an „meinen“ (lol) Abgeordneten abgeschickt.
50 000 in 3 Wochen sollten machbar sein, sind ja schon 17 000.
gotTnTeufel
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Beitrag von gotTnTeufel »

AEV-Fan hat geschrieben: Und nochmal zurück zur Petition: ich bin ja mal gespannt, was da draus wird und werde es wirklich verfolgen... Seit gestern (als der Link bei Spieleseiten verbreitet wurde) haben immerhin schon 11.000 Leute mitgemacht.
Ich weiß jetzt allerdings nicht, ob das viele oder wenige sind, wenn man das in Relation setzt zu den ganzen Forenmembern, die auf all den Seiten die Nachricht gelesen haben müssten und sonst so toll sind im Alarm-Schlagen :Kratz:
das sind bislang verdammt viele. wenn du dir mal die anderen petitionen anschaust, da gibt es kaum eine die mehr stimmen hat, selbst solche, die schon abgeschlossen wurden. nach einem tag schon weit über 10.000 mitzeichner zu haben ist ordentlich.
die beste petition die ich gefunden habe hatte grad mal 100k erreicht und ich mein die würden doch alle einen Monat lang laufen.
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Mindflare
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Beitrag von Mindflare »

gotTnTeufel hat geschrieben:und was soll am amerikanischen system besser sein? den menschen hierzulande geht es immer noch besser als dem durchschnittlichen ami. und warum ist das so? weil die amis lieber einen weichling wählen, der mit einer show zu überzeugen weiß, statt mit sachthemen, nur damit er dann später im präsidentenamt von den lobbyisten zerdrückt werden kann.
*seufz*
Und ich schreib extra, dass ich nicht das ganze System meine... Es geht doch nicht darum zu vergleichen, wer in den USA wählt wen, sondern bloß um die Möglichkeit direkter zu wählen.
Wäre es nicht schön, einen Datenschutzbeauftragten von den Piraten (zum Beispiel) direkt wählen zu können? In anderen Regierungsbelangen traue ich denen einfach noch zu wenig zu, aber da wäre so eine Besetzung gut.
Zynisch gesehen macht es zudem keinen unterschied, ob man von einer Partei oder einer Person verar... wird.
gotTnTeufel
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Beitrag von gotTnTeufel »

klar wäre das schön so einen zu wählen, aber wird der denn auch gewählt? die menschen mögen lieber schillernde und charismatische personen, als solche die sich durch reine kompetenz auszeichnen.
eher würde günter beckstein ein datenschutzbeauftragter, als einer von den piraten.

ein volk sollte niemals soviel bestimmen dürfen. sie sollten lediglich die kontrolle über eine regierung behalten. diese bestimmen und diese aber auch wieder absetzen. das system funktioniert so doch ganz gut. bei allen anderen lösungsvorschlägen sehe ich bislang immer nur mehr makel als nutzen.
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Felix Jedidja
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Beitrag von Felix Jedidja »

Ich bin ja dafür, Schützenfeste zu verbieten.

1. Wird dort in großem Umfang der Umgang mit Waffen :hammer: (Tötungsgeräte!) gelehrt.
2. Wird dort regelmäßig und flächendeckend Alkohol an minderjärige ausgegeben (Erfahrung!)
3. Stammen die Waffen von fast allen Amokläufen in Deutschland aus dem Schützenverein (Niemand läuft mit einer Tastatur Amok).
4. Gibt die Krönung des "Königs" ein falsches Bild von der Politik, das jetzt nicht so wichtig.
5. Ist das Schützenfest ein unnötiger Grund, Passanten durch Fehlschläger zu gefährden und große Gebiete abzusperren
6. Ist finaziell belastend für die Kommunen
7. Ist belastend für die Umwelt (Müll, Anfahrt im wald etc.)
8. Ist Ruhestörung im großen Maße
9. ist sexistisch ("Wahl" der Königin, kaum Frauenförderung bzw. eigenes Schiessen)
10. Stäkrt nicht gerade den Pazifismus

Nur um mich nicht falsch zu verstehen Ich habe nichts gegen Schützenfest, nur wenn die CDU "Killerspiele" verbieten will, oder das I-Net zensieren oder sogar mit FSK-Sigeln versehzen will, aber dieses kontraproduktive Überbleibsel einer Zeit, in der Außenpolitik noch mit Knüppeln und Kanonen geführt wurde (Erinnert an den wachstum der CDU :roll: ) und der Sinn des Lebens noch aus dem dienen des Vaderlahndäs bestand, bleibt oder noch subventioniert wird, muss man sich fragen, ob man wirklich von einer Partei regiert werden will, die so offensichtlich garnicht in der Lage ist, sich in andere Schichten zu versetzen.
Vielleicht liegt es daran, das die Stammwähler der CDU sich auf Schützenfesten, aber nciht im Internet oder vor menschenverachtenden, brutalen, Killererzeugenden Egoballerspielen tummeln.
Das Schützenfest ist mindestens genauso menschenverachtend, brutal oder killererzeugend. Nur in der Realität.

Wie gesagt, ich habe nichts gegen Schützenfeste, das ist nur ein beispiel um zu illustrieren, wie wenig sich die CDU um das Verständnis anderer Bevlökerungsschichten bemüht und wie wenig sie in der Lage ist, objektive und allgemeingerechte Politik zu machen.

Schon 8nterzeichnet :Salut:
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gollum_krumen
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Beitrag von gollum_krumen »

AEV-Fan hat geschrieben:
fridolin85 hat geschrieben:
@ AEV-Fan:
"Desweiteren sind es nicht "die Politiker", die vermeintlichen Unsinn entscheiden, sondern das Volk ansich. Du hast ja praktisch deine aktive Demokratie dadurch, dass sich die Politiker strikt danach richten müssen, was der Mehrheit gefällt. "

WATT? WTF?

Als ich damals die SPD gewählt habe, habe nicht ich entschieden das die SPD mit der CDU/CSU eine Regierungskoalition bildet. Das haben die Herren Politiker ALLEINE entschieden.
Das ich für meinen Diesler pro Jahr jetzt mehr Steuern abdrücken darf habe nicht ich entschieden. Das haben die Herren Politiker ALLEINE entschieden.
Das ich meine Windschutzscheibe mit so'nem farbigem Aufkleber zukleistern durfte nur damit ich überhaupt in die Stadt komme, habe nicht ich entschieden. Das haben die Herren Politiker ALLEINE entschieden.
Das meine Einkäufe bei gleichem Inhalt ständig teurer werden habe nicht ich entschieden. Das haben die Herren Politiker ALLEINE entschieden.
Das die Bundeswehr noch länger in Afghanistan bleibt habe nicht ich entschieden. Das haben die Herren Politiker ALLEINE entschieden.

Das ist nur eine ganz kleine Übersicht dessen was -deiner Meinung nach- der Mehrheit des Volkes gefällt.

Wenn ich Unsinn höre wie: "Du bist Deutschland", "Wir sind das Volk" "Deine Stimme zählt, geh wählen...." dann krieg ich das Kotzen.
Zuerstmal: Ich bin ja selber auch sauer über das, was sich einige Politiker leisten/ was so entschieden wird. Ich habe auch seit Jahren die Union gewählt und wurde herb enttäuscht (Bildungspolitik bei mir in Bayern :fupc: ).
Dennoch machst du es dir entschieden zu einfach. Es wird vermutlich nie eine Partei geben, die genau deine Vorstellungen durchsetzt. Warum? Unterhalte dich mal mit deinen Eltern, 2-3 Freunden oder sonst jemandem über Politik allgemein :arrow: Selbst da kommen binnen Minuten Meinungsverschiedenheiten auf!
Jetzt stell dir mal vor, wie einfach es ist auch nur einen Bruchteil von Deutschland unter einen Hut zu bringen... Und bedenke auch, dass Steuerentscheidungen/ Spritpreise, Afghanistaneinsätze, Umweltplaketten usw. usw. oftmals weitreichende Entscheidungen sind. Hier im Forum kann man da leicht drüber posten, sich beschweren oder lamentieren. Wenn DU aber das Gesetzt durchbringen musst, dann lebst du mit einer Entscheidung, die direkt das Leben vieler Menschen berührt.
Wie gesagt, auch ich bin natürlich oft verärgert über die Politik. Aber trotzdem wird man kaum eine bessere Methode finden ein Land zu regieren, als unsere derzeitige Demokratie.

Nur so am Rande noch ein Beispiel: Ich hatte vor wenigen Monaten die Gelegenheit mit dem ehemaligen Kultusminister von Bayern ( derzeitiger Vorstand der Hans-Seidel-Stiftung, wenn ich mich recht entsinne) privat und ungezwungen zu plaudern. Es waren auch noch ein paar andere ehemalige, aber dennoch bekannte Politiker dabei (u.a. Theo Waigel :) ). Natürlich sprach ich unsere "Killerspiele" an; du wirst nicht glauben, wie vernünftig man mit denen über die Thematik reden konnte. Und DAS waren wirklich Politiker, von denen man behaupten kann, dass sie keine Erfahrung mit den Games haben!

Die Politiker von heute sind unter Druck, da sie Stimmen brauchen. Die bekommen sie für populäre Entscheidungen. Und wenn 100.000 leute "Killerspiele" auf dem Scheiterhaufen sehen wollen, dann ist doch nicht der Politiker schuld daran, dass wir in die Röhre schauen, sondern die 100.000 uninformierten Menschen/ jeder einzelne von uns, der nichts dagegen tut und keine Gruppe bildet, die mit 100.000 Gleichgesinnten dagegen spricht!

Es ist nicht alles so schlecht, wie es rüberkommt. Wenn alle, die im meckern groß sind, ihre Energie auch nur zu 50% auf produktives Engagement (und seien es nur kleinste Bestrebungen) kanalisieren würden... Man würde deutlich weniger zu meckern haben ;)
danke, danke.
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EZR
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Beitrag von EZR »

Wie viel eine Internetpetition bringt, hat man ja an der Petition gegen Netzsperren gesehen...

"Wir erlassen das Gesetz, im Nachhinein werden wir uns mit der Petition auseinandersetzen. Irgendwann. Vielleicht."

Demokratischer Widerstand ist gescheitert. Die Konsequenz sollte jeder selbst ziehen.
Rapidity01
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Beitrag von Rapidity01 »

EZR hat geschrieben:Wie viel eine Internetpetition bringt, hat man ja an der Petition gegen Netzsperren gesehen...

"Wir erlassen das Gesetz, im Nachhinein werden wir uns mit der Petition auseinandersetzen. Irgendwann. Vielleicht."

Demokratischer Widerstand ist gescheitert. Die Konsequenz sollte jeder selbst ziehen.
Das Gesetz wurde aber nicht in seiner ursprünglichen Form verabschiedet was schonmal positiv ist.
Zuletzt geändert von Rapidity01 am 10.07.2009 10:50, insgesamt 1-mal geändert.