Linden hat geschrieben:Bis auf den Vertrag mit den Restaurants alles schonmal gelesen - im letzten Jahr. :/
Wäre ich Ubisoft würde ich es genauso machen. Wenn ich merke, Assassins Creed ist ne Eierlegende Wollmilchsau würde ich auch direkt nen 2. Teil nach schieben solange interesse besteht. Die Leute verlieren heute so schnell an etwas interesse, dass ich auch lieber 300 Mann Beschäftige als 50 um es innerhalb eines Jahres fertig zu bekommen.
Ob die Spiele nun gut oder nicht gut sind, sei dahin gestellt - soll mich nicht mehr jucken solange es sich gut verkauft.
Schön gesagt, und auch wahr. Bin aber dennoch eher der Typ, der nen Spiel will, wo man sieht das es mit Herz gemacht wurde, von nem kleinen Team das sich untereinander super versteht Soll nicht heissen, das Games wie Assassins Creed nicht mit Herz gemacht sind - nur da sind es zu viele Leute, als das jeder da volles engagement zeigen würde, als das es jedermann sein traum wäre.
Whatever, es is nunmal so, das die Situation die Teamgröße mitbestimmt^^
Man sollte sich vielleicht mal darüber Gedanken machen, was für eine Qualität mit 400 Leuten erreicht wird, bzw. wieso diese Qualität nur mit 400 Leuten erreicht werden kann!
Selbst diese 400 haben nicht ausgereicht um das ATI Problem bei GTA zu verhindern. Da sollte man doch mal die Frage stellen, ob die Produktionswerkzeuge noch die Richtigen sind.
Im Grunde, die wenigen Ausnahmen wurden hier ja schon genannt, werden wir mit Fortsetzungstiteln zugeballert, die sich meistens nur daran messen wer den nächsten grafischen Overkill schafft oder die meistens Bugs. Erinnert ein wenig an die Musikindustrie mit ihrem Mainstreampop.
Aber für mich hat das einen grossen Vorteil. Das einzige Spiel, was ich mir in den letzten Jahren zum Vollpreis gekauft habe war Civ 4. Ansonsten warte ich immer freundlich bis sich der Preis wenigstens halbiert hat oder man es für noch weniger bekommt. Dann ist nämlich mittlerweile meine Hardware passend und genug Patches sind auch schon draussen.
Die Spielebranche mit der Filmbranche zu vergleichen halte ich für superdämlich. Es gibt nur eine begrenzte Anzahl von Spielern, die bereit sind für die üblichen Serien Geld zu bezahlen. Diese Zielgruppe, meinetwegen zwischen 16 und 25, wird jedoch immer weniger werden und irgendwann kann diese Milchmädchenrechnung mit dem immer grösseren Budget nicht mehr aufgehen, weil es einfach nicht genug Käufer gibt. Dann dürfte auch die Spielebranche merken, dass es kein endloses Wachstum gibt.
Vielleicht wird es doch noch mal irgendwann sowas wie VR mit Helm und Handschuh geben, aber bis dahin ist es wenig verlockend auf GTA 10 und FIFA 2015 und Diablo 5 zu warten. Ansonsten warte ich immer noch auf Spiele, die sich meiner Altersgruppe annehmen. Denn ich hätte sicher mehr Kohle auszugeben als jemand der gerade mal 18 ist.
Ein grundsätzliche Logik liegt der ganzen Thematik zu Grunde: Um bei einem Blockbuster schwarze Zahlen zu schreiben, muss dem Spiel nun Mal ein "Mass Appeal" angehängt werden. Dass dann die Story verkrüppelt und die Geldgeber auf Nummer sicher gehen, sprich "more of the same" ist nur eine logische Konsequenz. Aber das betrifft nur einige Spiele und bei weitem nicht alle. Und außerdem: Media Molequle zeigt, wie es auch gehen kann. Man sollte sich an den Perlen erfreuen und sich nicht gegen ein kapitalistische Vorgehensweise stemmen, die durch Aktienteilhaber infiltriert wird. Denn auch hier kann Kaptalanhäufung dazu führen, dass man hin und wieder mal etwas riskiert...
adabi hat geschrieben:
Die Spielebranche mit der Filmbranche zu vergleichen halte ich für superdämlich. Es gibt nur eine begrenzte Anzahl von Spielern, die bereit sind für die üblichen Serien Geld zu bezahlen. Diese Zielgruppe, meinetwegen zwischen 16 und 25, wird jedoch immer weniger werden und irgendwann kann diese Milchmädchenrechnung mit dem immer grösseren Budget nicht mehr aufgehen, weil es einfach nicht genug Käufer gibt. Dann dürfte auch die Spielebranche merken, dass es kein endloses Wachstum gibt.
Beides gehört zur Unterhaltungsindustrie, beide motzen rum das Raubkopierer an Misserfolgen schuld sind, beide geben viel Geld für Werbung aus, beide verkaufen ihre Produkte gepresst oder digital, beide stricken nur noch nach einem Muster immer und immer wieder, beide versuchen mit "remakes" Kohle zu machen. Das einzige was die Spielebranche vorraus hat ist der Umsatz.
Von daher finde ich vergleiche garnicht so unsinnig.
Es gibt einen kleinen aber durchaus wichtigen Unterschied zwischen der Film- und der Gamesbranche: In der Filmbranche geben auch manchmal große Studios Geld für Projekte aus, die nicht 100% Mainstream sind und die Projekte kleinerer Studios hinken in tech. Qualität, denen der großen Produzenten nicht meilenweit hinterher. Das sieht bei Spielen völlig anders aus. Hier kann man eigentlich nur wählen zwischen guter Technik und reinem Mainstream oder eben tech. Abstrichen und dafür vielleicht etwas unkonventionellen Inhalten. Einach gesagt: Es gibt momentan keinen großen Publisher, der ernsthaft etwas in die Spielerschaft abseits der anspruchslosen CoD-Fraktion investiert.
Ich hätte mal sagen sollen, dass sich mein vergleich auf Hollywood bezog. Die ganzen Ausländischen Firmen und Independent Produktionen außen vorgelassen, weil das hat man in der Spielebranche ja genauso.
Danke, danke; werde ich mir am WE mal was näher anschauen.
Evtl. kann man die Thematik mit den Qualitätsstandards der Musikindustrie vergleichen. Da verkauft sich auch der größte Dreck, nur weil er ordentlich promoted wird und mit nem schicken Video daherkommt. Da haben es Indie-Musiker häufig viel schwerer, obwohl man da noch von guter Musik sprechen kann..
Aber in der Theorie haben Entwickler mit mehr Budget auch eher die Chance ein (insgesamt) gutes Spiel zu entwickeln; wenn das Gameplay dabei stimmt.
Linden hat geschrieben:Ich hätte mal sagen sollen, dass sich mein vergleich auf Hollywood bezog. Die ganzen Ausländischen Firmen und Independent Produktionen außen vorgelassen, weil das hat man in der Spielebranche ja genauso.
Selbst Hollywood produziert manchmal Filme außerhalb des Mainstreams und es gibt bei Spielen keine wichtigen Independentstudios. Die großen Publisher außerhalb der USA produzieren dasselbe wie Activision und Co.
Linden hat geschrieben:Ich hätte mal sagen sollen, dass sich mein vergleich auf Hollywood bezog. Die ganzen Ausländischen Firmen und Independent Produktionen außen vorgelassen, weil das hat man in der Spielebranche ja genauso.
Selbst Hollywood produziert manchmal Filme außerhalb des Mainstreams und es gibt bei Spielen keine wichtigen Independentstudios. Die großen Publisher außerhalb der USA produzieren dasselbe wie Activision und Co.
EA/Ubisoft vertreibt auch mal Sachen abseits des Mainstreams - Mirrors Edge, XIII z.B.
Das überzeugt mich also noch nicht. Ich schrieb ja auch Produktionen nicht Studios.
Ja, aber Mirrors Edge ist eine Ausnahme, wobei es auch nicht wirklich anders ist. Es ist eigentlich nicht mehr als ein Jump and Run aus der Egoperspektive mit belangloser Story und netter Grafik. Aber scheinbar war das schon zu viel Innovation, denn ein großer Erfolg war dem Spiel ja nicht beschieden (bedauerlicherweise).
Dennoch bleibt es dabei: Es gibt im Spielesektor nur ganz wenige tech. gut gemachte Produktionen außerhalb des Mainstreams. Aus wirtschaftlicher Sicht mag das nachvollziehbar sein, aber es führt natürlich dazu, dass in letzte Konsequenz immer sehr ähnliche Spiele produziert werden. Bei Filmen bietet auch Stoffe abseits des Mainstreams eine saubere Machart, das ist bei Spielen eben meistens nicht so.