Genre-Diskussion: Shooter

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MegaVolti
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Beitrag von MegaVolti » 25.09.2010 20:57

Ich denke, dass Shooter in Zukunft mit Action-RPGs verschmelzen werden und dass die Story in den Vordergrund rückt.

Im Multiplayer ist nicht viel zu holen, Multiplayer bleibt ewig interessant und jedes neue Spiel muss mit allen jemals veröffentlichten MP-Shootern konkurrieren, da gibt es einfach keine Marktanteile zu holen (Quake4 konnte ja nichtmal Quake3 ablösen... ).

Deshalb wird der Fokus stärker auf den Singleplayer und auf eine schöne Geschichte gelegt. So etwas kann man (anders als den MP-Teil) einfach durchspielen und dann braucht man eine neue Geschichte, SP-Spiele werden also "verbraucht", was neue Spiele viel attraktiver macht als der vollständig gesättigte MP-Markt.

Allgemein ist ein Trend zum "casual gaming" zu beobachten, der auch Shooter erfassen wird. Der Shooter-Part wird deshalb kleiner und einfacher, simple Charakterentwicklung wird eingeführt um Spieler zu motivieren.

Leider wird die "Konsoleritis" weiterhin dominieren, d.h. immer mehr Shooter werden von der Konsolensteuerung geplagt und auf ein Gamepad optimiert, was das "dumbing down" des "skill"-Aspekts (also präzises zielen, schnelle Reaktionen) in Shootern noch verschlimmert.

Die Shooter-Welt wird deshalb zwigespalten sein: Einerseits die Multiplayer-Shooter, die quasi ewig Quake und Team Fortress spielen, andererseits die Singleplayer-Shooter, die eine schöne interaktive Geschichte erzählen, durch die man sich recht seicht und ohne große Herausforderungen durchklickt.

Zwolch
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Beitrag von Zwolch » 26.09.2010 09:08

MegaVolti hat geschrieben: Die Shooter-Welt wird deshalb zwigespalten sein: Einerseits die Multiplayer-Shooter, die quasi ewig Quake und Team Fortress spielen, andererseits die Singleplayer-Shooter, die eine schöne interaktive Geschichte erzählen, durch die man sich recht seicht und ohne große Herausforderungen durchklickt.

bliebe noch hinzu zu fügen: die mp-shooter welche ewiglich mit godmodes hacks und glitches etc. dem rest der shooterwelt den spass verderben und die sp-shooter wo es andere gott sei dank nicht juckt wann was wo zweckentfremdet und umgangen worden ist

c452h
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Beitrag von c452h » 09.11.2010 00:17

Was haltet ihr davon?

Übertrieben, oder Realität?

Arkune
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Beitrag von Arkune » 09.11.2010 02:16

c452h hat geschrieben:Was haltet ihr davon?

Übertrieben, oder Realität?
Oft Realität.

Aber bevor sich hier wieder die „früher war alles besser”-Fraktion die Klinke in die Hand gibt sei erwähnt das solche schönen Doom-Maps exzessives Backtracking erforderlich gemacht haben.
Im Grunde ist die Doom-Map genauso Linear wie die CoD-Map.

RPGs zeigen wie man es besser machen kann: Entscheidungsmöglichkeiten.
Paradebeispiel wäre jetzt wohl DeusEx. So kann ich komplexere Levels bauen die wirklich nicht streng linear sind weil mir in gewissen Grenzen offen steht wie ich an mein Ziel komme.
Eventuell kann Human Revolution hier wieder Akzente setzten.

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mr archer
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Beitrag von mr archer » 22.11.2010 16:35

c452h hat geschrieben:Was haltet ihr davon?

Übertrieben, oder Realität?
Trifft den Nagel auf den Kopf. Und zeigt etwas, was mir im SP-Shooter der Jetztzeit eigentlich am meisten fehlt: Die Herausforderung meines Orientierungssinns. Entdeckungsdrang-Befriedigung. Den Levelausgang suchen - passé.
Arkune hat geschrieben:
Aber bevor sich hier wieder die „früher war alles besser”-Fraktion die Klinke in die Hand gibt sei erwähnt das solche schönen Doom-Maps exzessives Backtracking erforderlich gemacht haben.
Im Grunde ist die Doom-Map genauso Linear wie die CoD-Map.
Gebe ich dir Recht. Aber mir fehlt dieses exzessive Backtracking massivst. Andererseits, ist natürlich der Gang der Dinge. Ich mache Autoreisen auch noch mit der guten alten Landkarte. GPS kommt mir nicht ins Haus. Freiwillig lass ich mir meine im Lauf der Jahre angeeigneten Fähigkeiten nicht wegvereinfachen.

Beträge zusammengeführt. Bitte vermeide doppelpostings. Ghost/mod

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Rodhawk
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Beitrag von Rodhawk » 29.11.2010 21:27

ghostrider666 hat geschrieben:
MegaVolti hat geschrieben: Die Shooter-Welt wird deshalb zwigespalten sein: Einerseits die Multiplayer-Shooter, die quasi ewig Quake und Team Fortress spielen, andererseits die Singleplayer-Shooter, die eine schöne interaktive Geschichte erzählen, durch die man sich recht seicht und ohne große Herausforderungen durchklickt.

bliebe noch hinzu zu fügen: die mp-shooter welche ewiglich mit godmodes hacks und glitches etc. dem rest der shooterwelt den spass verderben und die sp-shooter wo es andere gott sei dank nicht juckt wann was wo zweckentfremdet und umgangen worden ist

Da gibts eine sehr schöne aber leider fast schon ausgestorbene Alternative: Multiplayer gegen die KI.

Ja, die KI ist oftmals dämlich, aber wenn man sich mal auf die KI-Verbesserung konzentrieren würde, wäre dieses Problem sicherlich aus der Welt geschafft. Am Umfang des MPs würde es sowieso nichts zu kritisieren geben.

Ähnlich wie in CoD Black Ops das Combat Training (nur bitte Offline).

So könnte man Shooter auch mal öfter mit Kumpels an einer Konsole zocken, das Hacken und Cheaten hätte ein Ende und bei unfairer Spielweise reicht ein böser Blick.

Schade dass dieser Modus fast nicht mehr in einem Spiel zu finden ist :(
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johndoe953557
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Beitrag von johndoe953557 » 19.04.2011 15:45

Meint ihr "brink" wird sich anderes spielen als das was zurzeit so "angesagt" ist?

Denn mir gingen früher die ganzen WW2 shooter auf den Sack und seit gut einem Jahr, hab ich auch kein Bock mehr drauf die ammi's durch irgendwelche wüsten zu begleiten:S

BF3 sieht zwar gut aus, reizt mich aber echt Null, der einzige shooter der mir in letzter Zeit sehr gut gefallt ist borderlands,weil man da so herrlich viel machen kann.

Ich hoffe jetzt auf brink, das das Spiel es hoffentlich "brinkt";)
Find es mal schön seine ganz Figur zu editieren und das man ein und die selbe für alle modi hat

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Merlin45
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Beitrag von Merlin45 » 26.04.2011 10:43

Ich freue mich schon auf Brink. Rage könnte auch interessant werden.
Was mich immer etwas ärgert ist, wenn man aus einem anfänglichen Ego-Shooter plötzlich einen 3D-schooter macht wie nei Red Faction. Hatte bei dem 3. Teil Guerrilla nicht mehr viel Spaß. Schade eigentlich.
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dcc
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Beitrag von dcc » 26.04.2011 13:14

Meiner Meinung nach sind die heutigen Shooter zu wenig Shooter und zu viel Cinematic. Glotzen statt spielen...
Keine Medipacks mehr um die man sich kümmern muss, keine Rätsel, viel zuviel Militär auf Moorhuhn Basis etc.

Undying war mal ein Hammer, Blood, Doom, Hexen, Duke, Turok & Co. Alles games die einen besonderen Charakter hatten, den man heute aber nur in Militärform findet. Auch wenn CoD und Co. gut gemacht sind, nach 20 Minuten habe ich keine Lust mehr.
Zuletzt geändert von dcc am 26.04.2011 13:16, insgesamt 1-mal geändert.

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Solon25
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Beitrag von Solon25 » 26.04.2011 13:16

Rodhawk hat geschrieben: Ja, die KI ist oftmals dämlich, aber wenn man sich mal auf die KI-Verbesserung konzentrieren würde, wäre dieses Problem sicherlich aus der Welt geschafft.
Wobei die "KI" vieler Mitspieler auch nicht besser ist :^^: Die haben auch nichts anderes drauf als immer vorwärts auf den Gegner zuzulaufen. Wozu eine Basis deffen? Da kommen ja kaum Gegner...
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Pico118
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Beitrag von Pico118 » 26.04.2011 13:25

Ich hätte echt malwieder lust auf nen richtigen MP Shooter.
Sprich mit Timing von Items und allem drum herum.

Quake, UT und wie sie alle heissen fand ich viel begeisternder als die heutigen MPs ala Crysis2 oder CoD.

johndoe953557
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Beitrag von johndoe953557 » 26.04.2011 17:32

Pico118 hat geschrieben:Ich hätte echt malwieder lust auf nen richtigen MP Shooter.
Sprich mit Timing von Items und allem drum herum.

Quake, UT und wie sie alle heissen fand ich viel begeisternder als die heutigen MPs ala Crysis2 oder CoD.
kann ich nur zustimmen,
ich hoffe Brink macht das besser und der MP ist ordentlich gemacht von der Mechanik her,
das was ich bis jetzt gesehen habe gefällt mir ganz gut, erinnert mich en bisschen an TF2, nur mit sehr viel mehr editier Möglichkeiten;)

aber ich glaube ein problem ist auch noch, das viele heute einen MP shooter nur "alleine" spielen und net mehr im team:(
das macht schon was aus

Krawinkel
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Re: Genre-Diskussion: Shooter

Beitrag von Krawinkel » 27.12.2011 15:35

stimme MegaVolti darin zu, dass das Genre aufs Storytelling zugehen wird. Schon HalfLife II war ja, als man da eine Kumpanin an die Seite gestellt bekam, eigentlich schon eine Problembeschreibung: Dass es öde ist, die ganze Zeit durch Levels zu wandern und tumbe Gegner niederzumähen. - Tatsächlich hat die Fixierung auf die Pixelpracht den Blick drauf verstellt wie schwachbrüstig die meisten Geschichten sind, selbst dort, wo sich die Industrie teure Erzähler eingekauft hat wie in "Alone in the Dark". Ensalved (auch mit einem prominenten Drehbuchautor) war ein Versuch, der aber auch nicht aus den Grenzen des Genres herausgetreten ist. Wenn man z.B. Heavy Rain nimmt, dann ist das eigentlich ein Versuch, der die Grenzen des Genres sprengt. Statt Wahnsinnsoptionen, Hyperkontrolle - gerade mal 3 Möglichkeiten, aber dafür eben eine Geschichte, die ans Herz geht.
Als ich ein Kind war, hab ich ein 2D-Adventure gespielt, OrientExpress oder so - und wenn ich ehrlich bin, kann ich mich nicht erinnern, dass ich seither ne sehr viel bessere Story gespielt hätte.

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AlanWake
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Re: Genre-Diskussion: Shooter

Beitrag von AlanWake » 28.12.2011 11:30

Neben den großen Namen wie BF oder COD vermisse ich einige Gameplayinnovationen in der Debatte, die warscheinlich Aufgrund der makabren Ästhetik der Spiele auf der Strecke bleiben.

Meines Erachtens waren Left4Dead und auch Killing Floor von Tripwire Co op-Shooter Revolutionen - wenn nicht das, dann zumindest innovative Hybride aus Survival-Horror, Co-op-Shooter und bei Killing Floor interessanterweise gewisse Elemente von Tower-Defence Strategiespielen.

KF war dabei sicherlich auch noch eine Henne die goldene Eier legt, kaum Entwicklungskosten (einfach einen Mod aufgekauft und aufgepeppt). Für wirklich erschwingliches Geld auf den Markt geworfen und es läuft und läuft und läuft ... die Server sind auch nach drei Jahren noch voll.
Das Spiel gehört von der Ästhetik zu den unangenehmsten Sachen, mit denen man im Spiel konfrontiert werden kann, aber das Gameplay-Prinzip sucht vom Fun-Faktor seinesgleichen.

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Gamer King
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Re: Genre-Diskussion: Shooter

Beitrag von Gamer King » 31.05.2012 10:57

Den letzten richtig geilen Shooter den ich gezockt habe war Painkiller ein schon etwas älteres Spiel. :)
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