Overrated & Overhyped Games

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MaxDetroit
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Overrated & Overhyped Games

Beitrag von MaxDetroit » 04.12.2020 10:12

Hier würde ich gerne mal von euch hören was persönlich für euch die am meist überbewerteten Games sind, die ihr so gespielt habt. Besonders Spiele die besonders gehyped wurden alle unbedingt gespielt haben mussten und mit denen ihr dann nicht warm wurdet und nicht verstanden habt worum es bei dem Hype überhaupt ging und solche Geschichten.

Ich fange mal an: Undertale.
Mega-Hype plötzlich aus dem nichts. Alle feierten das Game plötzlich und da es ein nicht ganz so teures Indie Game war habe ich es mir auch besorgt. Hab es unbedarft angefangen zu spielen und wollte wissen was es mit dem Hype auf sich hat. Erstmal ging es mir auf den Keks, das ich es nicht vernünftig im Vollbild spielen konnte, musste es auf meinem Rechner in einem Fenster spielen. Dann fand ich die Grafik eher häßlich als irgendwie ansprechend, da kenne ich wesentlich schöner Pixel-Art Games, der Protagonist war ein kleines dummes Kind ohne Charakter. Dann klar, kamen die ersten "Kämpfe" gegen Gegner, die am Anfang in langweiligen Mini-Games endeten, bis ich irgendwann rausgefunden hatte, das man die dummen Mini-Games umgehen konnte wenn man den Kampf friedlich löste, Dann kamen ein paar Rätsel auf dem Weg, die einfach zu lösen waren. Eine Story gab es auch nicht so richtig, man traf nur hier und da ein paar 'quirky' Nebencharaktere. Am Ende hatte ich das Spiel zirka 4 Stunden gespielt und habe es vor Langeweile abgebrochen.

Dann habe ich im 'Internet' informiert, und der Clou bei dem Spiel sollte wohl sein das man es friedlich, also ohne zu Kämpfen beenden konnte / sollte. Das war mir schon noch die oder vier Kämpfen von alleine klar geworden! Außerdem war das überhaupt nicht neues, Dishonored gab es schon seit Jahren und bietet einen Playthrough ohne zu töten an, der einen auch ein komplett anderes Ende liefert. Deus Ex kann man auch ohne Kills durchspielen, sogar Metal Gear Solid bietet dieses Option an, das war für mich absolut nichts neues. Verstehe bis heute nicht den Hype um das Spiel, und für mich eines der am meist überbewerteten Titel der letzten Jahre.

Würde mich freuen wenn jetzt ein paar weitere Geschichten zu euren persönlich überbewertet empfunden Games folgen würden, anstatt das sich hier alles um Undertale dreht und man mich hart für meine Kritik kritisiert. Ich bin mal gespannt!
Zuletzt geändert von MaxDetroit am 10.12.2020 11:59, insgesamt 1-mal geändert.

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CroGerA
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Re: Overrated & Overhyped Games

Beitrag von CroGerA » 04.12.2020 11:29

Red Dead Redemption 2.

Anfänglich hatte es mir gut gefallen (Teil 1 nie gespielt) und dann immer weniger und weniger. Mir hat der Umfang und die Technik des Spiels extrem zugesagt, die wunderschöne und lebendige Welt, was alles möglich war... aber es war zu viel zu schnell möglich. Und der Mist mit dem Essen und Trinken ging mir irgendwann nur noch auf den Geist - ich kann aber auch mit den ganzen Survival Games überhaupt nichts anfangen und schon alleine deswegen weil es mich immer wieder daran erinnerte störte mich sehr.

Die Immersion wurde für mich durch eine Quest komplett gekillt. In einem kleinen Ort befreie ich jemanden aus dem Gefängnis, es kommt zu einer Schießerei und auf einmal kommen aus allen Ecken und Enden Gegner - aber erst nach dem ich die Checkpoints erreicht hatte in dem Kampf. Der Kampf an sich zu leicht und zu durchsichtig. Dann reite ich kurz weiter, bezahle das Kopfgeld und reite in den Ort wieder zurück. Das alles innerhalb weniger InGame-Stunden. Und es ist so als ob nie was gewesen wäre. Das war der Moment wo ich das Spiel deinstalliert habe.
Nichts entsteht, nichts vergeht, alles ändert sich.

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Scorplian
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Re: Overrated & Overhyped Games

Beitrag von Scorplian » 04.12.2020 15:24

Also ich kann eigentlich jeden Hype verstehen. Jeder hat seine eigenen Geschmäcker.


Aber bzgl. Spiele deren Hype ich garnicht mitfühlen konnte:

Simulationen, ob Sport Landwirtschaft oder sonst was
Kurz und knapp, ich konnte noch nie die Faszination hinter realistischen Aufgaben in Spielen verstehen. Klar... im echten Leben ist die Chance auf Fußballer oder Rennfahrer auch sehr gering. Aber wenn man doch eh in die digitale Welt "gezwungen" wird, warum sich dann weiter noch mit Realismus beschränken?


Cineastische SP Titel mit "realistischem" Setting, viel Story etc.
Ich gucke ja gerne Filme, aber ich hab wohl noch die starre Grundeinstellung, dass wenn ich ein Spiel spiele, das Hauptaugenmerk mir auch das Spiel selbst ist.
Daher empfinde ich eigentlich alle Elemente die den Gamefluss ändern, zugunsten der Story etc., als äußerst störend.
Nehme ich hier als Bsp. Uncharted, kann ich so viele Dinge nennen die mir im Detail nicht gefallen, die meist den Hintergrund der Story etc. haben.
- ständige Cutscenes
- Walk n Talk
- Setting muss stimmig sein, denn ist ja komisch wenn einfach mal von Lava zu Eis Zone in einem Rutsch wechselt
- Keine freie Levelauswahl durch Menü oder Welt Hub
- Sammelsachen schweben nicht so hübsch in der Luft wie "früher"
- Tutorials sind noch länger
- Einige Automatisierungen im Gameplay, wie z.B. leichtes Hinlenken zu Sprungkanten, Abstossen von Wänden etc.
(hierbei ist der Grund mehr "es soll immersiv sein und der Spieler soll die Story genießen können")


Battle Royale Games
Ich hab es mehrmals versucht (Fortnite, Tetris, Fall Guys), aber ich kann den Hype leider garnicht teilen.
Bei so vielen Spielern wird es sehr schnell unpersönlich. Wenn ich verliere, ist es egal ob ich weiter zuschaue. Das fühlt sich für mich nach "Aussieben vor der eigentlich interessanten Phase" an.

Ach und zu Fortnite noch speziell... mich stört, dass da alles so totenstill, ohne Musik etc. ist =/


meine Einstellung zu "overhyped"
Show
Bei mir ist das ein wenig allgemeiner.

Ich finde an sich jedes Spiel (oder Spielreihe) overhyped, bei denen Konkurrenz Titel als "unnötig", "definitv schlechter" oder "nicht vergleichbar" (im Sinne von Qualität) betitelt werden. Dabei geht es mir halt nicht drum, ob ich besagte spiele mag oder nicht. Da zähle ich auch Spiele mit, die ich selbst am Besten finde.

Ich finde es einfach nur lächerlich wenn Spiele auf so ein Ultimatum gehoben werden, dass Alternativen keine Chance gegeben wird. In vielen Fällen auch ohne sich diese Alternativen anzuschauen.


Die für mich deutlichsten Fälle bei der Sache:

Uncharted & The Last of Us beim Thema Exclusives
Ich lese nicht selten, dass Playstation die besten Exclusives hat wobei meist diese beide Reihen vorgehalten werden.
Dass je nach favorisierten Genren auch Nintendo und XBox persönlich bessere Exclusives haben können, wird dabei oft gekonnt ignoriert.

Ich denke und hoffe auch, dass sich dabei nicht jeder angesprochen fühlt. Mit einigen Fans dieser Reihen hier im Forum verstehe ich mich sehr gut und ich finde diese verstehen es auch die Spiele zu lieben, ohne anderen die Ultimativität dieser Spiele unter die Nase zu reiben, bzw. gegenteilige Geschmäcker zu untergraben.


Mario Platformer, Mario Kart und Smash Bros
Klon fällt hier nicht selten...
Tolle Spiele! Keine Frage für mich, wenn auch mich nicht jedes überzeugt. Smash ist sogar einer meiner großen Favoriten.
Aber diese Mentalität, keinem Konkurrenten eine Chance zu geben, finde ich einfach schrecklich...

Bei Platformer hält es sich noch in Grenzen. Da wird Mario generell als Ultimatum hingestellt, aber die Worte Klon hab ich da eigentlich noch nie gelesen.
Bei Kartracern fällt der Ausdruck Mario Kart Klon eigentlich fast immer, aber es legt sich langsam. Die Akzeptanz von anderen Spielen ist definitiv da.

Smash Bros. Konkurrenten haben es eigentlich am schwersten. Diese werden ziemlich gekonnt ausgebuht.
Vor allem wird meistens dann mit den aktuellsten Versionen von Smash und dessen Umfang verglichen und schon nur niedergeredet, weil das neue Spiel X nur 20 Chars hat und nicht wie Smash 4 40+ Chars.
Bei normalen Fightinggames (SF, Tekken, etc.) kenne ich diese Community Einstellung überhaupt nicht. Da kommt ein Skull Girls mit 9 Chars neben einem SSF4 mit 30+ Chars und Skull Girls Charakteranzahl wird bei Kritik komplett außen vor gelassen, weil es eine neue IP ist.


Eine ähnliche Entwicklung sehe ich auch gerade bei den "Klonen" von Zelda Botw. Mir gefällt das Konzept von Botw sehr gut, hatte aber ein paar Kritikpunkte die mir die Lust verdorben haben (z.B. brechende Waffen). Spiele wie Genshin Impact oder Immortals mögen die Formel nachmachen, aber gerade die gewissen kleinen Unterschiede zu Botw, haben mir richtig gut gefallen in Genshin. Deshalb bin ich auch neugierig auf Immortals.


Da wäre außerdem noch GTA. Hier bin ich mir nicht sicher wie stark das bei den Konkurrenten ins Gewicht fällt, aber ich habe definitv schon öfter "GTA Klon" gelesen.
Persönlich bin ich ein riesen Fan von GTA5 (SP mehr als Online), aber ich probiere mit Freuden einige Alternativen aus, wie z.B. Just Cause, Saints Row und Mafia.
Zuletzt geändert von Scorplian am 04.12.2020 16:05, insgesamt 3-mal geändert.

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mr archer
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Re: Overrated & Overhyped Games

Beitrag von mr archer » 05.12.2020 02:32

Bioshock

Unterkomplex mit unbefriedigendem Gunplay. System Shock 2 in Durchschnitt. Machte auch das passable World building für mich nicht wieder wett. Ich war froh, als es vorbei war.

Fallout 3

Bäh. Bethesda, schere dich mit deinem banalen RPG-Verständnis raus aus meinen Klassikern, die mal Tiefgang hatten!
Zuletzt geändert von mr archer am 05.12.2020 02:33, insgesamt 1-mal geändert.
Kószdy kozow swoju brodu chwali.
[sorbisch] Jeder Ziegenbock lobt seinen Bart.

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Hokurn
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Re: Overrated & Overhyped Games

Beitrag von Hokurn » 07.12.2020 10:46

Skyrim

Gefühlt kommt der Hype durch die Summe seiner Teile aber nahezu jedes Teil ist durchschnittlich. Die Welt mag ich und die Geschichten dahinter... Sonst kann man alles besser machen.

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dx1
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Re: Overrated & Overhyped Games

Beitrag von dx1 » 07.12.2020 12:19

Overrated: Wertung ist subjektiv. Bei den meisten Spielen kenne ich nicht mal den Bereich, in dem sich die Endnote hier (Anzeige abgeschaltet) oder gemittelt (metacritic finde ich allen schon wegen der intransparenten Gewichtung der importierten Zahlen völlig nutzlos für den behaupteten Zweck) bewegen.

Overhyped: Da bin ich ziemlich unemotional und Werbung ignoriere ich so gut es geht. Ich erinnere mich an Plakatwerbung für GTA5, aber das Spiel ist ja auch ganz gut geworden.

Ich erinnere mich aber u.a. auch daran, dass ich nach dem grandiosen Deus Ex jeden Bericht zu Invisible War verschlungen habe. Und dann kam die Kunde, dass das Spiel auch auf der Xbox erscheinen sollte. Die Level waren kleiner, Entscheidungen beliebiger (Augmentation ist nicht wie im ersten Teil fix, sondern kann mit einem weiteren Biomod überschrieben und geändert werden) und dann dieses für Konsolen und Gamepad gestaltete UI …

Kein schlechtes Spiel, aber wo ich für Deus Ex gern 80 DM bezahlt habe, war ich beim zweiten Teil froh, dass meine Videothek auch PC-Spiele vermietet hat.
Zuletzt geändert von dx1 am 17.12.2020 15:40, insgesamt 2-mal geändert.
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CroGerA
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Re: Overrated & Overhyped Games

Beitrag von CroGerA » 07.12.2020 13:18

dx1 hat geschrieben:
07.12.2020 12:19
Videothek
Das ist ein Begriff, den ich schon eine Weile nicht mehr gehört habe :lol:
Nichts entsteht, nichts vergeht, alles ändert sich.

Singleplayer-Spiele mit täglichen, wöchentlichen oder monatlichen Quests/Herausforderungen sollten mit -50 Punkten bewertet werden!

hA1Nz
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Re: Overrated & Overhyped Games

Beitrag von hA1Nz » 07.12.2020 15:40

Shadow of the Colossus (PS4):

Musste ich nach 1 - 2 Stunden aufhören. Fand ich ganz fürchterlich. Durch eine leere Welt reiten. Den Koloss erledigen und schon geht das gleiche wieder von vorne los. Ich finde es eigentlich echt cool gegen Kolosse zu kämpfen. Aber nicht wenn sonst wirklich 0 geboten ist. Zumindest so weit wie ich gespielt habe....

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Hokurn
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Re: Overrated & Overhyped Games

Beitrag von Hokurn » 07.12.2020 16:33

hA1Nz hat geschrieben:
07.12.2020 15:40
Shadow of the Colossus (PS4):

Musste ich nach 1 - 2 Stunden aufhören. Fand ich ganz fürchterlich. Durch eine leere Welt reiten. Den Koloss erledigen und schon geht das gleiche wieder von vorne los. Ich finde es eigentlich echt cool gegen Kolosse zu kämpfen. Aber nicht wenn sonst wirklich 0 geboten ist. Zumindest so weit wie ich gespielt habe....
Ich habs bis zum letzten Endboss durchgehalten und bei dem dann iwie frustriert aufgegeben, weil ichs net hinbekommen habe...
Im Prinzip war das ganze Spielerlebnis bis auf vllt 2,3 Kolosse frustig. Trotzdem halte ich es nicht für overrated oder overhyped und kann die ganze Presse usw dazu nachvollziehen. Das geht mir beim von mir genannten Skyrim anders.
Ich find z.B. Bioshock mit der schlechten Shootermechanik hat klare Schwächen aber iwie verstehe ich wenn das jemand mag. Die würde ich für mich in diesem Thread eher weniger einordnen. Oder Shovel Knight und ähnliches...

Dann fallen mir noch ein paar weitere Titel ein wo ich es nicht ganz nachvollziehen kann:

Horizon Zero Dawn
Da wurde ein Hype losgetreten und das Spiel in die GOTY als Breath of the Wild Konkurrent gebracht und ich sehe darin nur einen leicht besseren Ubisoft Titel. (Ungespielt will ich da ein Ghost of Tsushima nicht in die gleiche Ecke stellen aber die Videos kommen mir schon ein wenig so vor)
Das (Ubisoft) ist erstmal nichts schlimmes aber mit GotY Top 3 in einem Jahr wo Breath of the Wild, Persona 5, Nier Automata, Hellblade, von mir aus auch Prey, Mario Odyssee, What Remains of Edith Finch, Divinity: Original Sin 2, Hollow Knight, Undertale, Uncharted: The Lost Legacy stattfinden kann ich so viel Hype um HZD iwie nicht nachvollziehen.
Ich mag natürlich nicht alle diese Titel und ich hab auch nicht alles davon gespielt. Auch find ich HZD ganz nett. Trotzdem ist vermutlich jedes der von mir aufgezählten Titel interessanter als HZD.

Call of Duty: Modern Warfare (2019)
Auch hier wieder...
Ich hab wirklich nichts gegen COD. Mir erschließt sich aber wieder nicht warum dieser Teil so viel mehr Hype erhält als die Vorgänger oder jetzt der Nachfolger. Ich hab es mal angespielt und im Prinzip ist es genauso COD wie ich zuletzt auf der PS3 aufgehört hab mit Ausnahme eines kurzen Abstechers WW2 durch PS+.

GTA Online
Im Prinzip war GTA Online zu Anfang (hab es auf der PS3 gehabt) eine riesige sinnfreie Online-Lobby wo man halt umständlich Deathmatch, TDM, Rundrennen und co ausgewählt hat. Die einzelnen Modi halten in keiner Weise dem Stand was spezialisierte Games bieten.
Aber die Mio für nen bestimmten Wagen hab ich mir trotzdem gegrinded...

Shooter von Bethesda
Das steuert sich einfach mies...
Zuletzt geändert von Hokurn am 07.12.2020 18:12, insgesamt 1-mal geändert.

Some Guy
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Re: Overrated & Overhyped Games

Beitrag von Some Guy » 09.12.2020 23:22

Allgemein hat sich für mich gezeigt, dass ich mit Open World auf Kriegsfuß stehe. Nicht grundlegend, aber meistens geht das mit extrem langem hin- und herreisen und unzähligen langweiligen Nebentätigkeiten einher. Ich vermisse da wirklich die Zeiten, in denen es technisch gar nicht groß anders ging als kleine Areale und Schlauchlevels zu machen, da hat man durchgehender Sachen erlebt und musste nicht Ewigkeiten zum nächsten Ort reisen.

Als Paradebeispiel dafür ist es daher für mich auch Red Dead Redemption 2. Nach gut 10 Stunden oder so habe ich das Spiel abgebrochen. Ich habe es einfach nicht ausgehalten, pausenlos 10 Minuten irgendwo hin zu reiten um dann eine kurze Sequenz zu sehen und dann wieder 10 Minuten woanders oder zurückreiten zu müssen. Die "Trägheit" des Spieles hat das nochmal intensiviert, z.B. dass man realistischer Sachen aufhebt und auch für sowas immer auf die Animationen warten muss. Das hat mich unglaublich schnell ermüdet. Normalerweise ist für mich open world nur ein Negativaspekt und ich spiele die Spiele dann dennoch durch, aber hier ging es einfach gar nicht.
Shadow of the Colossus gehört für mich auch dazu, wobei ich hier zumindest den Titel bis zum Ende gespielt habe und das Ende atemberaubend fand. Hat für mich aber nicht die Spielerfahrung als ganzes gerettet, aber immerhin war es dann nochmal ein großer Knall beim Abschluss so dass ich mich nicht zu stark ärgern musste, es durchgespielt zu haben.
Death Stranding habe ich aus den gleichen Gründen gar nicht erst angefasst trotz des Hypes, vermutlich besser so :).

Von "Open-World-Problemen" abgesehen kommt dann wohl direkt The Last of Us 2. Ich fand 1 gut aber war weit entfernt davon ein riesen Fan zu sein, den man irgendwie enttäuschen konnte - daher bin ich davon ausgegangen, dass ich auch zu der Masse gehören würde, die das Spiel feiert. Was das Spiel nun so genial gemacht hat habe ich aber bis heute nicht verstanden. Der Aufbau der Geschichte hat für mich absolut nicht funktioniert, die Charaktere haben mich nicht mitgenommen, die moralischen Aspekte wurden mir zu sehr mit dem Holzhammer dem Spieler eingehämmert...es hat sich einfach nichts natürlich für mich angefühlt und ich war an keiner Stelle wirklich gespannt wie es weitergeht wie im ersten Teil. Die "Moral von der Geschicht" fand ich jetzt auch nicht so neu und innovativ wie ich bei einigen Reviews erwartet hätte, zu solchen Themen gab es auch schon zig andere Werke die mich da mehr gefesselt haben.

Als Visual Novel Leser muss ich hier auch Muv-Luv Alternative bzw. die ganze Trilogie erwähnen. Das wird im VN-Bereich quasi als der heilige Gral aller VNs bezeichnet; das übelste, herzzerreissenste, härteste Kriegsszenario aller Zeiten, "hat mein Leben verändert" und hastenichtgesehen. Was ich bekommen habe war die lächerlichste Darstellung eines Krieges die ich je erlebt habe mit Plot-Armor bis der Arzt kommt. Otaku-Fanservice soweit das Auge reicht mit irgendwelchen scheinheiligen Ausreden um möglichst viele Anime-Mädels halbnackt zeigen zu können und keine männlichen Charaktere einzubinden. Dazu noch ein absolut zum Haare raufender weinerlicher Versager-Protagonist, der sich trotzdem alles ohne Konsequenzen erlauben kann und dem alle aus der Hand fressen und mit ihm ins Bett wollen. Wie ich das bis zum Ende durchhalten konnte ist mir bis heute schleierhaft, aber das war mir die größte Lehre niemals auf "Warte bis der große Twist nach 100 Stunden kommt, danach wird alles gut!" Aussagen zu hören.

Ich hatte lange überlegt ob es noch ältere Titel gibt, aber ich muss sagen da fällt mir in der Tat nichts ein. Ich fand einige Spiele vielleicht nicht ganz so toll wie der Hype es vermuten lässt (z.B. Nier Automata), aber konnte da absolut nachempfinden warum das für einige anders ist, weil sie einfach einen gewissen Charme hatten der mich nur nicht angesprochen hat, irgendwas innovatives gemacht haben o.ä.
Zuletzt geändert von Some Guy am 09.12.2020 23:36, insgesamt 2-mal geändert.

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Flux Capacitor
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Re: Overrated & Overhyped Games

Beitrag von Flux Capacitor » 17.12.2020 15:12

Die "most overhyped" Spiele 2020 sind sicher HALO Infinite, TLOU2 und Cyberpunk 2077. Most overrated eigentlich auch (Bis auf Halo, aber das wäre auch zerrissen worden, ganz sicher), obwohl ich Cyberpunk echt liebe. Ok, Death Stranding könnte man da noch hinein packen, aber das ist streng genommen von 2019.
Zuletzt geändert von Flux Capacitor am 17.12.2020 15:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Overrated & Overhyped Games

Beitrag von Gameboy1990 » 02.01.2021 12:22

Skyrim, GTA und die AC Reihe zwischen Black Flag und Valhalla. Die haben irgendwie nicht das gehalten was man sich versprochen hat nachdem man die ersten Testberichte gelesen und auch Feedback von Freunden gehört hat die ganz offensichtlich dem Hype erlegen sind.

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History Eraser
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Re: Overrated & Overhyped Games

Beitrag von History Eraser » 04.01.2021 09:51

MaxDetroit hat geschrieben:
04.12.2020 10:12
...
Ich fange mal an: Undertale.
...
Lol, habe ich geliebt. Aber eher wegen der Musik und den schrulligen Dialogen. Was man hier vllt. auch noch erwähnen sollte: Sämtliche Dinge im Spiel kommen von einer Person!

Ok, was mir spontan einfällt:

Horizon Zero Dawn
Nix neues in der Open World. Sicher kein schlechtes Spiel, ein interesantes Setting und eine interessante Ausgangslage können am Anfang Spannung erzeugen, welche dank den Dialogen und der Regie aber zunehmend verpufft. Eher nen 70er als nen 90er Titel.

ARK

Gette ich nicht. :lol:

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Ahti`s Creed
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Re: Overrated & Overhyped Games

Beitrag von Ahti`s Creed » 11.01.2021 14:10

Dein Lieblingsspiel.

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