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Verfasst: 02.06.2010 11:47
von Mindflare
the knight who says nahze hat geschrieben:Nenne mir doch bitte ein Actionspiel indem Gewalt nicht die Konfliktlösung ist und als notwendig dargestellt wird. Das kann kein Kriterium sein, schließlich ist das die Voraussetzung für ein Actionspiel. Böse Terroristen, Aliens, Zombies, Mafiosi, etc. müssen mit Gewalt gestoppt werden. Das ist natürlich im Spiel immer in Ordnung. 'Black' warb ja sogar mit "Eine Welt ohne Sanktionen" auf der Box.
Darum betonte ich "realistisch" und "alltäglich". Gemeint war damit, dass man (beispielsweise) die Welt von GTA viel einfacher ins richtige Leben transferieren kann, als eine alienverseuchte Marskolonie. Der Mensch lernt nunmal durch Vergleiche und diese fallen bei ersterem einfach leichter.
Notwendig ist Gewalt natürlich irgendwie immer, wenn sie ein Spielelement ist. Bei GTA wird aber nunmal auch die Gewalt gegen "Zivilisten" belohnt, was eine ganz andere Liga ist, als die freie Welt vor bösen Aliens zu verteidigen.

Verfasst: 02.06.2010 12:02
von RVN0516
Wär aber auch langweilig. Niko Bellic verarbeitet seine
Kriegserlebnisse beim virtuelle Psychotherapeuten, anstatt eines Rachefeldzuges durch das virtuelle New York.

Sind wir ehrlich, das wär ziemlich langweilig.

Es kommt halt immer drauf an wird die Gewalt der Gewaltwegen dargestellt, zersägen des Gegners
oder zum Spielfortschritt.

Verfasst: 02.06.2010 12:57
von HanFred
GTA ist doch eine parodie des ganzen gangsterfilmgenres und nicht unbedingt realer gegebenheiten. dazu gibt es ja auch anspielungen zuhauf.
es ist sicherlich ein spiel für erwachsene.
Postal 2 ist z.b. eine parodie der wirklichkeit und erst recht für erwachsene, als jugendlicher hätte ich jedenfalls die hälfte der anspielungen nicht verstanden.

Verfasst: 02.06.2010 14:47
von Vandyre
Bursh hat geschrieben:Also wenn ich das so glauben soll, dann ist Call of Duty eine Kritik am Krieg und Counter-Strike eine, von der Spieleindustrie programmierte und von der Messerindustrie finanzierte, Ablehnung des internationalen Terrorismus. Und wenn in GTA Prostitution ein probates Mittel ist, um Lebensenergie aufzufrischen, danach die Dame des Geschäfts zu überfahren um sein Geld zurückzubekommen, dann ist das einiges, aber keine Kritik.
Das ist alles eine Frage der Interpretation und der Argumentation. So absurd manche Sachen auch sind, man kann vieles in alles mögliche interpretieren und sogar begründen. Die Frage ist nicht unbedingt, was die Spielindustrie bezwecken möchte, sondern was der Spieler daraus zieht.

Das Beispiel der Prostituierten (hab GTA nie gespielt) könnte man zum Beispiel so deuten, dass es eine Kritik an der Ausbeutung und Gewalt gegenüber Prostituierten oder generell Frauen gegenüber ist. Ich kann das nun natürlich nicht näher erläutern: zum einen fehlt mir das Wissen (Theorie und zum Spiel) und andererseits die Zeit. :wink:
Mindflare hat geschrieben: Darum betonte ich "realistisch" und "alltäglich". Gemeint war damit, dass man (beispielsweise) die Welt von GTA viel einfacher ins richtige Leben transferieren kann, als eine alienverseuchte Marskolonie. Der Mensch lernt nunmal durch Vergleiche und diese fallen bei ersterem einfach leichter.
Notwendig ist Gewalt natürlich irgendwie immer, wenn sie ein Spielelement ist. Bei GTA wird aber nunmal auch die Gewalt gegen "Zivilisten" belohnt, was eine ganz andere Liga ist, als die freie Welt vor bösen Aliens zu verteidigen.
Worauf beziehst du dich (welche Theorie, welchen Ansatz), wenn du sagst, dass GTA leichter ins reale Leben transferierbar ist? Welche Rolle spielt der Spieler bei dem Transfer? Und wie glaubst du wirken sie auf ein bereits (zum Teil) sozialisierten Menschen? Wird das bisher gelernte eher außer Kraft gesetzt? Oder verstärkt?

Mich würde einfach mal interessieren, wie du darauf kommst. Ich würde dem nämlich nicht so ohne weiteres zustimmen.

Verfasst: 02.06.2010 15:21
von Mindflare
@Vandyre:
Ich will mit meiner Aussage garnicht auf irgendwelche Abstrakten ebenen Wechseln. Kerngedanke ist Folgendes: Die verbreitete Meinung ist, GTA simuliert eine reale Stadt, wie sie sich jeder vorstellen kann. Dazu kann man natürlich leichter einen Bezug herstellen, als zu einer Alienwelt oder Raumststion. Man "weiß" als spieler, mit was man konfrontiert wird (z.B. Leute gehen bei grün über die Straße). Nun ist es bei GTA eben doch keine "echte" Stadt, nichtmal in den USA. Der Spieler sieht also diese Parodie mit ihrer überzeichneten Gewalt und ihren rassistischen und sexistischen Motiven, verbindet sie aber immer noch mit realen Gegebenheiten. Dadurch ist die Trennung von Realität und Fiktion bedeutend erschwert.
Ich hab keinerlei Background in der Psychologie, kann dir also nicht mit irgendwelchen Thesen kommen, sonder nur mit meiner persönlcihen, oben beschriebenen, Wahrnehmung.
Ich würde ja auch nciht behaupten, dass ein konsument dadurch im Kern seines Verhaltens geändert wird. Nicht vollständig gefestigten Personen können hier aber neue Perspektiven eröffnet werden, die wenig gesellschaftskonform sind.

Verfasst: 02.06.2010 15:25
von RVN0516
@ vandyre

Kurzerklärung zu GTA4 vielleicht auch andere.

In GTA4 spielt man Niko Belic einen Kriegveteran aus Juguslawien der versucht in Liberty City, bei seinem Cousin ein neues Leben anzufangen.
Niko hat ein sehr ausgeprägtes Loyalitätgefühl gegenüber seinem Cousin und dessen Freunden die ihn immer wieder in Situationen bringen mit denen er eigentlich nichts mehr zutun haben will.
Meistens befreit er sich und andere aus der Scheiße in die ihn andere reingeritten haben.

Es ist aber relativ schlecht die satirische Komponete von GTA4 zubeschreiben wenn man die Story nicht verfolgt hat.

Verfasst: 02.06.2010 15:47
von Vandyre
Mindflare hat geschrieben:@Vandyre:
Ich will mit meiner Aussage garnicht auf irgendwelche Abstrakten ebenen Wechseln. Kerngedanke ist Folgendes: Die verbreitete Meinung ist, GTA simuliert eine reale Stadt, wie sie sich jeder vorstellen kann. Dazu kann man natürlich leichter einen Bezug herstellen, als zu einer Alienwelt oder Raumststion. Man "weiß" als spieler, mit was man konfrontiert wird (z.B. Leute gehen bei grün über die Straße). Nun ist es bei GTA eben doch keine "echte" Stadt, nichtmal in den USA. Der Spieler sieht also diese Parodie mit ihrer überzeichneten Gewalt und ihren rassistischen und sexistischen Motiven, verbindet sie aber immer noch mit realen Gegebenheiten. Dadurch ist die Trennung von Realität und Fiktion bedeutend erschwert.
Ich hab keinerlei Background in der Psychologie, kann dir also nicht mit irgendwelchen Thesen kommen, sonder nur mit meiner persönlcihen, oben beschriebenen, Wahrnehmung.
Ich würde ja auch nciht behaupten, dass ein konsument dadurch im Kern seines Verhaltens geändert wird. Nicht vollständig gefestigten Personen können hier aber neue Perspektiven eröffnet werden, die wenig gesellschaftskonform sind.
Ich verstehe deinen Punkt, dachte aber du würdest dich da auch auf etwas beziehen. Da ich mich ziemlich intensiv damit beschäftigt habe und auch immer noch tue, wäre das für mich interessant gewesen.
Wenn du dich in der Richtung vielleicht mal ein bisschen schlau machen möchtest, empfehle ich zum Einstieg einen Text von Jürgen Fritz "Action, Lebenswelten und Transfer" oder auch Wie gefährlich sind Spiele von Tilo Hartmann.

Ich möchte das eigentliche Thema nicht verharmlosen: Erwachsenenspiele gehören nicht in Kinderhände. Aber es ist halt schon ein wenig komplexer mit dem Transfer. Den Spiel ist zunächst einmal Spiel und ein NPC stellt häufig eine Bedrohung der virtuellen Existenz dar. Die virtuelle Gewalt gegen NPC-"Passanten" ist vielleicht ein wenig anders zu deuten, aber auch das würde ich nicht von vornherein verteufeln. Ob ich das verstehen kann steht wieder auf einem anderen Blatt. 8)
RVN0516 hat geschrieben:@ vandyre

Kurzerklärung zu GTA4 vielleicht auch andere.

In GTA4 spielt man Niko Belic einen Kriegveteran aus Juguslawien der versucht in Liberty City, bei seinem Cousin ein neues Leben anzufangen.
Niko hat ein sehr ausgeprägtes Loyalitätgefühl gegenüber seinem Cousin und dessen Freunden die ihn immer wieder in Situationen bringen mit denen er eigentlich nichts mehr zutun haben will.
Meistens befreit er sich und andere aus der Scheiße in die ihn andere reingeritten haben.

Es ist aber relativ schlecht die satirische Komponete von GTA4 zubeschreiben wenn man die Story nicht verfolgt hat.
Danke für die Info, aber soweit kenne ich das Spiel auch. :wink: Aber um konkreter darauf einzugehen, müsste ich es spielen.

Verfasst: 05.06.2010 01:22
von Spalter
Ich habe bei meinem Onkel schon mit 7 Jahren Horrorfilme angeschaut, weil er selber noch sehr jung war und es nicht so genau genommen hat.
Wenn etwas zu brutal gewesen ist, dann habe ich weggeschaut oder bin ganz aus dem Zimmer gegangen, sobald es mir zu gruselig war.
Meine Eltern habe bei Filme schon darauf geachtet, wobei ich mit 12 auch Filme ab 16 anschauen durfte. Meine Eltern waren immer dabei und meinten, ich soll wegschauen, wenn es zu gruselig ist.
Was Computerspiele angeht, da haben meine Eltern mich nie kontrolliert.
Ich konnte spielen was ich wollte und das war auch bei meinen Brüdern so.
Bei keinen von uns hat es Auswirkungen gehabt.
Mein einer Bruder ist Polizist und der andere Bruder ist Elektriker.
Ich selber bin Student und obwohl ich all diese Sachen anschauen und spielen durfte, bin ich nicht in der Lage eine Fliege zu erschlagen.
Ich kann das einfach nicht, weil ich mir immer vorstelle wie es ist selber zerquetscht zu werden.

Es ist eben von Person zu Person unterschiedlich. Es hat auch viel mit Erziehung zu tun und persönlicher Sensibilität. Das sollten die Eltern jedoch am besten einschätzen können.

Verfasst: 10.06.2010 02:12
von TomSupreme
Gerade eben diesen Artikel entdeckt...
http://www.stern.de/tv/sterntv/jugendge ... 72675.html

Verfasst: 10.06.2010 06:10
von Obscura_Nox
Der komplette Artikel besteht aus Hetzerischem Geschwätz. :roll:

Spiel einfach was du möchtest...Es muss ja nicht direkt God of War 3 sein, aber mit 14 habe ich auch schon lange Spiele ab 18 gezockt.

Verfasst: 19.06.2010 09:41
von Die-{-_-}-=B@ttlebrille
Da kann ich auch noch eine Seite Posten weiß jetzt aber nicht ob die hier hin passt.
http://www.pirate-gaming.de/specials/it ... betrachtet

Verfasst: 20.06.2010 19:41
von Sarrus MacMannus
"Fast vier Jahre hat die Entwicklung der Software gedauert. Und 70.000 Euro Privatvermögen hat die gesamte Familie investiert. Die notwendige Unterstützung bekam der 28-Jährige am Ende von der "Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle", kurz USK, einer Organisation der Spieleindustrie, die aber von den Bundesländern überwacht wird. Die USK hat Stefan Stein mit den relevanten Daten der rund 500 Spiele versorgt, damit er sein Programm damit füttern konnte."

Mein Gott, der Mensch lebt doch ohne Freunde auf dem Mars.

Verfasst: 21.06.2010 12:00
von Mindflare
Mich würde interessieren, was das für ein cleveres Programm ist. Wahrscheinlich scannt das einfach die HD nach dem Namen der Spiel-exe und die nutzen die angegebenen Kosten zur Steuerhinterziehung ^^