Winnenden - wenn schon darüber reden, dann richtig bitte
Verfasst: 12.03.2010 17:18
Vorwort:
Ich habe gerade eben den geschlossenen Thread von "Friedlicher" gelesen und obwohl das ein Fake-Account war, muss ich jetzt einmal meine Meinung dazu posten.
Erst einmal Alle außen vor, die betroffen sind. Mein herzliches Beileid, aber es wird sonst sehr schwer werden, sachlich, objektiv darüber zu diskutieren.
Vorwort-Ende
Es fängt ja schon damit dann, dass das Wort "Killerspiele" verwendet wird anstelle des fachsprachlich richtigen Begriffes "Ego-Shooter". Das sagt scho so einiges aus. Das die Presse und die Medien oft nicht die Wahrheit in vollständiger Form wiedergeben oder diese verdrehen, zeigt schon folgendes Video: http://www.youtube.com/watch?v=R9JRm3iQ ... skussion: http://www.youtube.com/watch?v=RUbiR-Yd4iw
Die restlichen 2 Teil des 3-Teilers findet man ja selber in den Youtube-Vorschlägen.
Wer die Videos nicht gesehen hat, dem erkläre ich hier noch mal eine der Quintessenzen des Beitrages: Der Psychiater und Psychotherapeut Fritz Perls ist einer der Mitbegründer der Gestalttherapie, unter anderem auch der "5 Säulen der Identität".
Wenn man nicht weiß, was das ist, findet man bei Google im ersten Vorschlag sicher schon eine Erklärung, wenn man "Fritz Perls Die fünf Säulen der Identität" eingibt. Man kann ja auch eines seiner Bücher lesen. Hier eine Empfehlung von mir: "Gestalt - Therapie in Aktion (Broschiert) ".
Trotzdem für alle die einen schnellen, leicht zu verstehenden Link wollen:
[/url]http://www.altenpflegeschueler.de/psych ... taet-1.php
Auf jeden Fall sagt er, dass (stark vereinfacht gesagt) Video- und Computerspiele nicht als monokausaler Grund für Amokläufe verantwortlich sind. Vielleicht tragen sie als Bruchteil der 5. Säule (Werte und Erziehung) bei, aber sie sind nicht hauptverantwortlich, ebenso zählen zu dieser Säule nämlich Filme, Musik, Fernsehen...eben alle Medien, sowie jegliche Erziehung und Schule usw...
Und noch eine schöne Videostrecke auf Youtube, die ebenso das ganze Thema der Video- und Computerspiel - Debatte behandelt: [url]http://www.youtube.com/watch?v=UR5tZ2JapHU
Das sind nochmal 80 Minuten Bild-und Tomaterial, die u.a. Herr Christian Pfeiffer kritisieren.
Ich weiß auch gar nicht mehr wo ich weiter machen soll, ich empfehle euch, die sich ebenso gegen diese Vorwürfe ("Killerspiele...) streuben, Fachliteratur zu lesen.
Ich für meinen Teil schreibe meine Facharbeit u.a. über Computerspiele und Medienkompetenz und kann euch nur raten, nicht gleich die "Beleidigungen-Schiene" zu fahren, wenn es wieder darum geht, sondern die jenigen, die so etwas von sich geben, sachlich und standfest in den Boden zu argumentieren.
Zum Thema "Leute" fällt mir auch noch Folgendes ein: Es kommt ja immer wieder der Begriff "Prevention" im Bezug auf derartige Ereignisse vor.
Politiker und alle, die sich ebenso nicht mit der Materie auskennen oder auseinander setzen wollen, fordern immer wieder bis zum Erbrechen das absolute Verbot und Herstellungsverbot von Video- und Computerspielen, die diesem besagten Genre angehören. Also, dann will ich mal nur zum Spaß darauf eingehen, dass Video- und Computerspiele hautpschuldig an Amokläfuen und Gewalt in der Jugend seien, man beachte bitte den Konjunktiv.
Es gibt in Deutschland bereits Einrichtungen wie die USK und PEGI, deren Aufgabe es ist zu kontrollieren, was überhaupt verkauft wird und ab welchem Alter. Abgesehen davon, dass einige Spiele gar nicht erst verkauft werden dürfen nach deutschem Stand und / oder indiziert werden, so gibt es doch bereits den unübersehbaren Aufkleber "USK ab 18". Es gibt bereits genügend Gesetze, die verbieten, dass Jugendliche diese Titel kaufen dürfen. Da braucht man nicht noch mehr von diesen. Ausschlaggebend ist wie bei allen Gesetzen die Umsetzung. Stellt man sich einmal vor, es gäbe tatsächlich ein Herstellungsverbot für Video- und Computerspiele: Man würde nicht Jugendliche am Kauf hindern, sondern lediglich volljährige Bürger/-innen am Kauf hindern und damit zensieren, was ein erheblicher Eingriff in die Grundrechte wäre und die Pressefreiheit. Darüber hinaus müssen die Eltern dieser Jugendlichen viel mehr mit in das Medium der Video-und Computerspiele einbezogen werden, wo ich wieder beim Punkt "Medienkompetenz" angekommen bin, da es nichts bringt, wenn die Kinder bzw. Jugendlichen solange nörgeln, bis die Eltern "ja" sagen und das Spiel kaufen und nach nach dem Kauf wegschauen und gar nicht wissen, was sie da überhaupt gekauft haben.
Das ist übrigens das gleiche wie mit den Waffengesetzen: Alles ist bereits schon lange streng gesetzlich festgelgt, das Problem liegt nicht an dem Gesetzesstand, sondern der Umsetzung (z.B. Hochsicherheits-Waffenschränke, usw...).
Um bei Video- und Computerspielen zu bleiben:
Ich habe jetzt bei weitem nicht alle Argumente, Tatasachen bzw. Fakten erwähnt, die es zu erwähnen gibt; lediglich die für diesen Thread passendsten und wichtigsten.
Hier noch ein schönes Beispiel, wie "viele" Mitbürger ebenfalls der Meinung sind, Video- und Computerspiele seien hauptschuldig an derartiger Gewalt: Nach dem Amoklauf in Winnenden haben sich "engagierte Personen" zusammengetan, um einen Container aufzustellen, wo alle ihre "Killerspiele" entsorgen konnten. Aber lest die Infos des Videos auf Youtube, da stet das alles drin. [url]http://www.youtube.com/watch?v=kR8FMLw5IR4&NR=1
Zum Schluss: Ich bin selbst leidenschaftlicher "Cross-Over-Gamer" am PC. Das heißt, ich spiele fast so jedes Genre. Auch Ego-Shooter. Und das schon seit ca. 10 Jahren. Von dem her bin ich vielleicht schon ein wenig voreingenommen, was diese hitzige (um ehrlich zu sein: für mich nervtötende) Debatte anbelangt. Aber: Im Gegensatz zu den Gegnern dieser Spiele, informiere und interessiere ich mich dafür, argumentiere auf sachlich, objektiver Ebene. Ich höre mir die Argumente an und gehe auch darauf ein, denn jeden, den man eines Besseren belehren kann, ist einer mehr, der die Wahrheit bezüglich dieses Themas , erkennt.
Des weiteren hoffe ich, dass dies der einzige Thread bleibt, der hier im 4players-Forum gepostet wird, denn die Debatte artet leider meist nur in Beleidignunen seitens der Gamer und deren Gegner aus, nach dem Motto "Ihr versteht uns nicht und wir verstehen euch nicht".
Und um jetzt die ganzen "Fazit-Leser" zu bedienen:
Fazit: Video- und Computerspiele sind nicht monokausaler Grund für Amokläufe, Gewalt und deren Gleichen. Glaubt den Medien nicht alles blauäugig und lest selbst Fachliteratur. Verbreitet diesen Thread an alle, die das interessieren könnte.
So weit so gut. Ich wünsch euch noch nen schönen (Zocker-) Abend und sag HF, GL, B, N8.
Ich habe gerade eben den geschlossenen Thread von "Friedlicher" gelesen und obwohl das ein Fake-Account war, muss ich jetzt einmal meine Meinung dazu posten.
Erst einmal Alle außen vor, die betroffen sind. Mein herzliches Beileid, aber es wird sonst sehr schwer werden, sachlich, objektiv darüber zu diskutieren.
Vorwort-Ende
Es fängt ja schon damit dann, dass das Wort "Killerspiele" verwendet wird anstelle des fachsprachlich richtigen Begriffes "Ego-Shooter". Das sagt scho so einiges aus. Das die Presse und die Medien oft nicht die Wahrheit in vollständiger Form wiedergeben oder diese verdrehen, zeigt schon folgendes Video: http://www.youtube.com/watch?v=R9JRm3iQ ... skussion: http://www.youtube.com/watch?v=RUbiR-Yd4iw
Die restlichen 2 Teil des 3-Teilers findet man ja selber in den Youtube-Vorschlägen.
Wer die Videos nicht gesehen hat, dem erkläre ich hier noch mal eine der Quintessenzen des Beitrages: Der Psychiater und Psychotherapeut Fritz Perls ist einer der Mitbegründer der Gestalttherapie, unter anderem auch der "5 Säulen der Identität".
Wenn man nicht weiß, was das ist, findet man bei Google im ersten Vorschlag sicher schon eine Erklärung, wenn man "Fritz Perls Die fünf Säulen der Identität" eingibt. Man kann ja auch eines seiner Bücher lesen. Hier eine Empfehlung von mir: "Gestalt - Therapie in Aktion (Broschiert) ".
Trotzdem für alle die einen schnellen, leicht zu verstehenden Link wollen:
[/url]http://www.altenpflegeschueler.de/psych ... taet-1.php
Auf jeden Fall sagt er, dass (stark vereinfacht gesagt) Video- und Computerspiele nicht als monokausaler Grund für Amokläufe verantwortlich sind. Vielleicht tragen sie als Bruchteil der 5. Säule (Werte und Erziehung) bei, aber sie sind nicht hauptverantwortlich, ebenso zählen zu dieser Säule nämlich Filme, Musik, Fernsehen...eben alle Medien, sowie jegliche Erziehung und Schule usw...
Und noch eine schöne Videostrecke auf Youtube, die ebenso das ganze Thema der Video- und Computerspiel - Debatte behandelt: [url]http://www.youtube.com/watch?v=UR5tZ2JapHU
Das sind nochmal 80 Minuten Bild-und Tomaterial, die u.a. Herr Christian Pfeiffer kritisieren.
Ich weiß auch gar nicht mehr wo ich weiter machen soll, ich empfehle euch, die sich ebenso gegen diese Vorwürfe ("Killerspiele...) streuben, Fachliteratur zu lesen.
Ich für meinen Teil schreibe meine Facharbeit u.a. über Computerspiele und Medienkompetenz und kann euch nur raten, nicht gleich die "Beleidigungen-Schiene" zu fahren, wenn es wieder darum geht, sondern die jenigen, die so etwas von sich geben, sachlich und standfest in den Boden zu argumentieren.
Zum Thema "Leute" fällt mir auch noch Folgendes ein: Es kommt ja immer wieder der Begriff "Prevention" im Bezug auf derartige Ereignisse vor.
Politiker und alle, die sich ebenso nicht mit der Materie auskennen oder auseinander setzen wollen, fordern immer wieder bis zum Erbrechen das absolute Verbot und Herstellungsverbot von Video- und Computerspielen, die diesem besagten Genre angehören. Also, dann will ich mal nur zum Spaß darauf eingehen, dass Video- und Computerspiele hautpschuldig an Amokläfuen und Gewalt in der Jugend seien, man beachte bitte den Konjunktiv.
Es gibt in Deutschland bereits Einrichtungen wie die USK und PEGI, deren Aufgabe es ist zu kontrollieren, was überhaupt verkauft wird und ab welchem Alter. Abgesehen davon, dass einige Spiele gar nicht erst verkauft werden dürfen nach deutschem Stand und / oder indiziert werden, so gibt es doch bereits den unübersehbaren Aufkleber "USK ab 18". Es gibt bereits genügend Gesetze, die verbieten, dass Jugendliche diese Titel kaufen dürfen. Da braucht man nicht noch mehr von diesen. Ausschlaggebend ist wie bei allen Gesetzen die Umsetzung. Stellt man sich einmal vor, es gäbe tatsächlich ein Herstellungsverbot für Video- und Computerspiele: Man würde nicht Jugendliche am Kauf hindern, sondern lediglich volljährige Bürger/-innen am Kauf hindern und damit zensieren, was ein erheblicher Eingriff in die Grundrechte wäre und die Pressefreiheit. Darüber hinaus müssen die Eltern dieser Jugendlichen viel mehr mit in das Medium der Video-und Computerspiele einbezogen werden, wo ich wieder beim Punkt "Medienkompetenz" angekommen bin, da es nichts bringt, wenn die Kinder bzw. Jugendlichen solange nörgeln, bis die Eltern "ja" sagen und das Spiel kaufen und nach nach dem Kauf wegschauen und gar nicht wissen, was sie da überhaupt gekauft haben.
Das ist übrigens das gleiche wie mit den Waffengesetzen: Alles ist bereits schon lange streng gesetzlich festgelgt, das Problem liegt nicht an dem Gesetzesstand, sondern der Umsetzung (z.B. Hochsicherheits-Waffenschränke, usw...).
Um bei Video- und Computerspielen zu bleiben:
Ich habe jetzt bei weitem nicht alle Argumente, Tatasachen bzw. Fakten erwähnt, die es zu erwähnen gibt; lediglich die für diesen Thread passendsten und wichtigsten.
Hier noch ein schönes Beispiel, wie "viele" Mitbürger ebenfalls der Meinung sind, Video- und Computerspiele seien hauptschuldig an derartiger Gewalt: Nach dem Amoklauf in Winnenden haben sich "engagierte Personen" zusammengetan, um einen Container aufzustellen, wo alle ihre "Killerspiele" entsorgen konnten. Aber lest die Infos des Videos auf Youtube, da stet das alles drin. [url]http://www.youtube.com/watch?v=kR8FMLw5IR4&NR=1
Zum Schluss: Ich bin selbst leidenschaftlicher "Cross-Over-Gamer" am PC. Das heißt, ich spiele fast so jedes Genre. Auch Ego-Shooter. Und das schon seit ca. 10 Jahren. Von dem her bin ich vielleicht schon ein wenig voreingenommen, was diese hitzige (um ehrlich zu sein: für mich nervtötende) Debatte anbelangt. Aber: Im Gegensatz zu den Gegnern dieser Spiele, informiere und interessiere ich mich dafür, argumentiere auf sachlich, objektiver Ebene. Ich höre mir die Argumente an und gehe auch darauf ein, denn jeden, den man eines Besseren belehren kann, ist einer mehr, der die Wahrheit bezüglich dieses Themas , erkennt.
Des weiteren hoffe ich, dass dies der einzige Thread bleibt, der hier im 4players-Forum gepostet wird, denn die Debatte artet leider meist nur in Beleidignunen seitens der Gamer und deren Gegner aus, nach dem Motto "Ihr versteht uns nicht und wir verstehen euch nicht".
Und um jetzt die ganzen "Fazit-Leser" zu bedienen:
Fazit: Video- und Computerspiele sind nicht monokausaler Grund für Amokläufe, Gewalt und deren Gleichen. Glaubt den Medien nicht alles blauäugig und lest selbst Fachliteratur. Verbreitet diesen Thread an alle, die das interessieren könnte.
So weit so gut. Ich wünsch euch noch nen schönen (Zocker-) Abend und sag HF, GL, B, N8.