Ein knifflige Frage, die ich wohl mit aktuelleren Spielen beantworten werde. Viele Titel aus meiner Kindheit und Jugend genießen eben einen Rosarote-Brille-Status und ganz differenziert kann ich mich bei diesen Spielen an keinen Moment erinnern, der mich bis heute verfolgt. Zu Beginn habe ich viele Strategie-Spiele auf dem Familien-PC mit Windows 98 gehabt und diese auch alle sehr genossen, doch bis auf die beiden Starcraft-Kampagnen (Hauptspiel und Add-On) war es dort mit Erzählungen relativ mau bzw. ich habe bis auf Age of Empires II und Starcraft kaum etwas anderes gespielt. Mein erstes 3D-Spiel war das erste Halo und dass hat mich damals ziemlich aus den Socken gehauen - solche Qualität hatte ich bis dato noch nicht gesehen, geschweige denn erlebt.
Bioshock Infinite - Bereits ganz zu Beginn konnte mit das finale Werk von Irrational Games an den Controller fesseln und es hat mich bis zu letzten Spielminute nicht losgelassen. Eine Geschichte zwischen religiösem Fanatismus und wissenschaftlichen Wahnsinn, der durch Dimensionen geht um das wichtigste zu retten... Hach, ein tolles Spiel.
Tales from the Borderlands - Das wilde Abenteuer von Fiona und Rhys hat mir bis zu letzten Episode mitfiebern lassen ohne langweilig zu werden. Sympatische Charaktere und tolle Dialoge haben mich die Staffel mehrfach durchspielen lassen und die gnadenlose Welt von Pandora hat mir noch nie so gut gefallen wie in diesem Spiel. Für mich ist dies Telltale Games' Meisterwerk, welches der Standard für alle zukünftigen Projekte des Studios zu gelten hat.
Halo Reach - Abschiede sind immer tragisch, doch das Abschiedswerk von Bungie übertrifft die sehr guten Vorgänger um vieles. Die letzte Festung zwischen der Allianz und der Erde wird in einer brutalen Kampagne der außerirdischen Vereinigung niedergerissen. Auch wenn die Handlung eine größere Bindung zu den Charakteren hätte aufbauen können, erinnere ich mich gerne an den Einzelspieler und die Abschusssequenz mit Noble 6.
Quantum Break - Ja, der Titel ist noch ziemlich neu, doch meiner Begeisterung tut dies keinen Abbruch. Es ist selten, dass eine Gesichte um Zeitreise mich so fesseln konnte. Gerade die letzte Spielstunde hat die Spannung enorm in die Höhe getrieben. Alle wichtigen Charaktere haben eine Bühne für ihre Geschichte bekommen, sodass ich als Spieler genug Bindung verspürt habe (Stichwort: Beth Wilder

), um nach dem Ende freue ich mich auf eine Fortsetzung der Geschichte (hoffentlich).
Life is Strange - Was für eine Geschichte! Zum Beginn der Ankündigung war ich doch schon sehr skeptisch, was Dontnod und Square Enix da loslassen wollten, doch bereits nach der ersten Episode habe ich mir nachträglich den Staffel-Pass gekauft. Die Charaktere sind sehr schön ausgearbeitet und die Dynamik zwischen Max und Chloe treibt die Handlung in ein fulminantes Finale, bei dem ich einen Kloß im Hals hatte. Auch wenn das Gameplay an einigen (vielen) Stellen mehr als hakelig ist und ein Quantum Break die deutlich ausgefeiltere Zeitreise-Geschichte bietet, erinnere ich mich auch noch nach einigen Monaten gerne an meine Reise nach Arcadia Bay.