Gewaltspiele in der Kritik

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Kilmar
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Beitrag von Kilmar » 15.05.2008 17:45

Also Killerspiele können meiner Meinung nach verboten werden.

Ich spiele seit M59 (seit fast 10 Jahren) MMOs, und bin noch nie auf die Idee gekommen, in einen Wald zu gehen um Orks zu jagen.

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EvilNobody
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Beitrag von EvilNobody » 15.05.2008 19:20

Also ich bin durch das Spielen wesentlich ruhiger geworden. Wenn ich mal angepisst bin, dann schiebe ich ein Spiel in die Konsole (oder den PC) und entspanne mich einfach. Wieso sehen das die sogenannten Wissenschaftler nicht? Spiele können auch andersherum funktionieren. Spiele sind doch eben dazu da, um Dinge zu tun die man eigentlich nicht tun kann oder darf. Beispiel 2. Weltkrieg: mein Opa hat mir oft vom Krieg erzählt, hat mir erklärt wie eine MP40 funktioniert usw. Dadurch bekam ich Interesse an alten Schusswaffen (nicht falsch verstehen, bin kein Psycho, fand das Thema lediglich interessant). Als dann Call of Duty erschien, konnte ich einigermassen nachvollziehen, wie sich eine MP40 anhört, wie sie aussieht und wieviel Schuss man abgeben kann. Mein Opa meinte, das hätten die Entwickler schon gut hinbekommen. Interesse gestillt, nie eine echte Waffe angefasst. :)
Also können Videospiele auch positive Auswirkungen haben.
Ich würde mich gerne geistig mit euch duellieren, doch ich sehe dass ihr unbewaffnet seid!

"Ich war auch schonmal in den Alpen, aber wenn ich dir jetzt Kaiserschmarn auf die Schuhe kotze sieht das auch nicht aus wie eine authentische Nachbildung von Österreich."
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Vandyre
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Beitrag von Vandyre » 15.05.2008 20:13

EvilNobody hat geschrieben:Also ich bin durch das Spielen wesentlich ruhiger geworden. Wenn ich mal angepisst bin, dann schiebe ich ein Spiel in die Konsole (oder den PC) und entspanne mich einfach. Wieso sehen das die sogenannten Wissenschaftler nicht? Spiele können auch andersherum funktionieren. Spiele sind doch eben dazu da, um Dinge zu tun die man eigentlich nicht tun kann oder darf. Beispiel 2. Weltkrieg: mein Opa hat mir oft vom Krieg erzählt, hat mir erklärt wie eine MP40 funktioniert usw. Dadurch bekam ich Interesse an alten Schusswaffen (nicht falsch verstehen, bin kein Psycho, fand das Thema lediglich interessant). Als dann Call of Duty erschien, konnte ich einigermassen nachvollziehen, wie sich eine MP40 anhört, wie sie aussieht und wieviel Schuss man abgeben kann. Mein Opa meinte, das hätten die Entwickler schon gut hinbekommen. Interesse gestillt, nie eine echte Waffe angefasst. :)
Also können Videospiele auch positive Auswirkungen haben.
Ich weiß zwar nicht, ob es eine Studie gibt, die besagt, dass die Aggressionen beim Spielen abnehmen. Aber es gibt definitiv positive Studien zu dem Thema. Das blöde ist nur, die finden oft den weg in die anderen Medien nicht.

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Vicarocha
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Beitrag von Vicarocha » 15.05.2008 21:51

Ich beziehe mich einfach auf die Pressemitteilung von GEO:
http://www.presseportal.de/pm/7861/1190 ... r_jahr_geo

Vorweg: Werner Hopf ist ein alter Bekannter zu diesem Thema. Spielern sollte er nicht zuletzt durch seinen Auftritt in der letzten einschlägigen Frontal 21 Sendung im ZDF vom 21.08.07 im Beitrag Töten am Bildschirm –
Studien belegen Auswirkungen von Computergewaltspielen
von Rainer Fromm bekannt sein. Er war einer der "Experten" zum Thema (und den Tenor dieser Sendung kennen wir ja alle) und lieferte insbesondere C. Pfeiffer Schützenhilfe. Damit hat er sich ja m.E. eigentlich schon absolut als Wissenschaftler per se disqualifiziert, aber erteilen wir ihm die Ehre, ihn weiter zu demontieren.
W. Hopf tendiert bei der Auswahl seiner Meinungsbildner explizit zu „Wissenschaftlern“ wie C. A. Anderson, B.J. Bushman, D. Grossman, G. DeGaetano, H. Lukesch, C. Pfeiffer und H. Weiß, was die einseitige Verzerrung seiner Perspektive begründet (vgl. http://www.sozialwirksame-schule.de/pdf ... irkung.pdf), denn wir haben es allesamt mit „Experten“ zu tun, denen zu diesem Thema erwiesenermaßen die Expertise fehlt, die tatsächlich elementarste wissenschaftliche Grundlagen bei ihren entsprechenden Studien ignorieren und die mit Abstand kontroversesten Hypothesen überhaupt vertreten, die sonst niemand mit ihnen teilt - außer sie selber, denn sie sind geradezu in unübersehbaren Zitationszirkeln organisiert (jeder von ihnen zitiert nur die jeweils anderen Pseudoexperten, ignoriert aber jedwede Opposition) – dadurch aber auch ein entsprechendes Medienecho und hinsichtlich der Qualität ihrer Meinungsverkündungen unproportional viel Gehör erhalten.
W. Hopf passt hier besonders in Schema des unqualifizierten, allenfalls populärwissenschaftlich agierenden Meinungsmachers zu diesem Thema, 1.) als Bayer - Entschuldigung, aber dort gibt es tatsächlich auch abseits der Politik eine bestimmte Meinungstendenz bei diversen Forschen, welche dort gebündelt auftreten (was nicht heisst, dass alle bayerischen Forscher so denken, aber diejenigen, die so denken, artikulieren sich am auffälligsten und werden wesentlich eher wahrgenommen) – und 2.) als Pädagoge. Hier gibt es seit Jahrzehnten einen inneren Zwist bei den Pädagogen. Um ihn vereinfacht darzustellen:
Auf der einen Seite diejenigen, welche den Menschen ernst nehmen, auf der anderen Seite diejenigen, welche Menschen für durch Medien fremdbestimmte Marionetten erachten (und auch wieder diejenigen sind, die sich am auffälligsten äußern). W. Hopf gehört der letzteren Gruppierung, den Bewahrpädagogen, an:

W. Hopf vertritt eine einfache Input-Output-Vorstellung, die an die Pädagogik des Nürnberger Trichters erinnert und die komplexeren und differenzierten Prozesse der Entwicklung von Handlungsmustern, Orientierungen oder Werthaltungen bei Kindern und Jugendlichen negiert: Ein schlichtes Menschenbild, welches unterstellt, dass Kinder oder Jugendliche, die gar nicht oder durchweg friedliche Spiele spielen, auch eine friedliche Gesinnung entwickeln, während das Spielen gewalthaltiger Spiele Gewaltbereitschaft stärkt.

Kurzer Exkurs:

Hier ist wohl auch der Einfluss der Friedensbewegung und -pädagogik auf sein Denken (und das gleichdenkender Pädagogen in seiner Altersklasse) anzumerken. In den Siebzigerjahren ist es zu einer Tabuisierung auch der kindlichen und spielerischen Gewalt gekommen, zu der etwa das Toben und Raufen unter Gleichaltrigen in Kindergarten, Schule oder beim Spielen draußen gehören. Dazu zählt auch das Rollenspiel mit ‚Waffen’ wie Spielzeugpistolen oder Naturgegenständen, die in der kindlichen Fantasie zu realen Waffen umfunktioniert werden. Um mal polemisch zu werden: Man wollte das Kriegsspiel wegpädagogisieren, was in Deutschland zwar bereits seit Ende des 2. Weltkrieges versucht wurde, aber weder das Kriegsspiel, noch den Krieg abgeschafft hat. Zudem wäre die Abrüstung im Kinderzimmer allein nur moralische Doppelzüngigkeit in einem Land, welches weltweit drittgrößter Rüstungsexporteur ist. „Wir spielen hier nicht mit Waffen“ ist ein Verdikt der radikal-pazifistischen Friedenspädagogik, das alle Lebensbereiche jedes Menschen umfasst. Dabei übersah man jedoch, dass das Ausagieren und Kanalisieren von Aggressionen auch in gewalthaltigen, aber nicht vorsätzlich verletzenden Spielformen zur natürlichen Entwicklung von Kindern (vorwiegend wohl von männlichen), dazugehört und nicht ohne Schaden für die charakterliche Entfaltung unterdrückt werden darf. Pädagogen konnten dementsprechend in diversen Untersuchungen belegen, dass Kinder, die gewalthaltig wirkende Spiele ausüben durften, anschließend zu weniger aggressivem Verhalten und höherer sozialer Kompetenz neigen. Personen wie W. Hopf ignorieren letzteres.
Obwohl: Eigentlich reicht seine Perspektive bis ins 19. Jahrhundert…

Eine selbstständige Beschäftigung der Jugendlichen mit bestimmten Medien und Themen soll verhindert werden. Die Abschirmung der Minderjährigen vor den vermuteten Mediengefahren mit Hilfe der Zensur genießt Vorrang vor eigenen Erfahrungen und eigenen gedanklichen Auseinandersetzungen der Minderjährigen. Auf diese Weise werden Minderjährigen Erfahrungen vorenthalten, die sie durch die Auseinandersetzung mit den Medien gewinnen könnten. Es wäre ja immerhin denkbar, daß sich Jugendliche viel eher zu mündigen und selbständig handelnden Erwachsenen entwickeln könnten, wenn sie nicht in Schutzräume verbannt würden, sondern die Chance bekämen, sich mit den Verlockungen und den Problemen der Wirklichkeit auseinander zu setzen - und ein Teil dieser Wirklichkeit sind die Medien…

Aber die Aussichtslosigkeit des bewahrpädagogischen Ansatzes (und der Maßnahmen, die darauf basieren – z.B. der dt. JMS) hat vor Jahren schon der Filmkritiker Georg Seeßlen auf den Punkt gebracht mit dem Bild von den „Zügen, die stets schon abgefahren sind, wenn die Vertreter der offiziellen […] Kultur den Bahnhof erreicht haben. Mehr noch, die Utopie dieser Kultur in Bewegung, die stets dem pädagogischen Zugriff zu entkommen trachtet, ist die: Der Bahnhof ist abgefahren.“

Jedenfalls vertritt W. Hopf wohl eine Perspektive, wie sein Kollege W. Glogauer, ein schlichtes Schwarzweiß-Denken – gute Kinder, böse Medien. Das Pädagogen häufig ihre eigenen Ängste auf Jugendliche projizieren, diese Vermutung liegt zudem nahe (abermals, ich meine durchweg nicht alle Pädagogen, sondern nur diese antiquierten Bewahrpädagogen u.ä., die auch im eigenen Fachbereich kritisch beäugt werden, da sie dem Berufsstand enorm schaden). Fassen wir zusammen, dass eine gewisse Art von Pädagogen seit je her eine äußerst kultur- und zivilisationspessimistische Perspektive inne hat (unter den filmfeindlichen Kinoreformern war damals z.B. ein Großteil an Pädagogen) und das die außerordentliche Pädagogisierung der Mediengewaltdebatte so oder so unerträglich ist – und das wir es bei W. Hopf mit einem besonders nervenden Exemplar zu tun haben.

Exkursende

Kommen wir zur eigentlichen Pressemitteilung:
Für die Studie wurde der Konsum von Mediengewalt und das Verhalten der Schüler über einen Zeitraum von zwei Jahren untersucht. Dabei zeigte sich, dass PC-Spiele die bedeutsamste Ursache für Delikte wie Prügeln, Vandalismus, Mobbing oder Automatenaufbrüche sind - vor gewalthaltigen Fernsehsendungen und Horrorfilmen. Außerdem wirkte sich ein starker Konsum von Gewaltmedien negativ auf die Englisch- und Deutschnoten aus.
Ich übersetze: W. Hopf hat eine simple Korrelationsstudie angefertigt. Der Korrelationskoeffizient des Ergebnisses dürfte so ziemlich das genaue Gegenteil von signifikant sein. Man misst einfach zwei Werte, hier den Konsum von Mediengewalt und dort die… die… - ja was eigentlich? Verübung? Akzeptanz? - von dem, was hier als Delikte bezeichnet wird. Aus der kurzen Mitteilung wird bereits klar, dass individuelle Lebensumstände, (prä-)Dispositionen und die Medienrezeption nicht analysiert wurden, genauso wenig, wie effektiv antezedierende und intervenierende Drittvariablen ausgeschlossen wurden. Über die weitere Problematik der Beobachtbarkeit und letztendlichen Analysierbarkeit von diesen pseudo-Feldstudien schweige ich lieber oder etwa über die Problematik der Operationalisierung von Messungen der Gewalt-/Aggressionssteigerung, resp. der Definition von Aggression/Gewalt (die erfahrungsgemäß im Regelfall gar nicht vorgenommen wird, resp. ohne die Perspektive des jeweiligen Probanden zu erheben – was im Endeffekt bedeutet, dass man gar nichts gemessen hat, sondern nur unauswertbare Daten erhält, von denen man dann behauptet, sie würden irgendetwas beweisen)
Die Untersuchung wird bestätigt durch eine ähnliche Studie des US-amerikanischen Aggressionsforschers Craig Anderson von der Iowa State University aus dem Jahr 2007. Demnach stehen Gewaltspiele auf Platz zwei der Risikofaktoren für Kriminalität - übertroffen nur von der Mitgliedschaft in einer Gang, was aber ein eher amerikanisches Phänomen ist.
C.A. Anderson - die Person, welche eine (viel zu kleine) Gruppe von Probanden unnatürlich wenige Minuten Wolfenstein 3D spielen ließ, eine andere Gruppe dagegen Myth und danach den Puls auswertete: Die erste Gruppe hatte im Durchschnitt einen höheren Puls (1 – 2 Punkte mehr als vorher) als die andere Gruppe. Laut C. A. Anderson wurde dies durch die Gewalt erklärt (und nicht z.B. durch den spannenderen Ablauf, den Stress und Druck bei einem Actionspiel) und war ein Beweis dafür, dass die Spieler aggressiver wurden. Ich fange erst gar nicht von der nichtrepräsentativen Auswahl der Probanden oder dem absolut miserablen Grundkonzept an. Der Mann, der Metastudien zum Thema veröffentlicht, bei den dazu erhobenen Einzelstudien aber einfach Studien mit Ergebnissen, die seiner Meinung nicht entsprechen ohne Begründung als unwissenschaftlich ignoriert, dafür Studien, die von seinen persönlich von ihm geförderten Günstlingen geschrieben wurden fokussiert und gemeinhin nur die Ergebnisse zusammenträgt, ohne die Qualität der Einzelstudien (oder gar ihre Vergleichbarkeit und generelle Probleme dieser Studien) zu beachten (viele schlechte Studien machen ein Ergebnis nicht wahrer). Ja… sehr kompetente Quelle. C. A. Anderson, der US-amerikanische C. Pfeiffer.
Warum Gewaltspiele Aggressionen fördern, versucht eine Langzeituntersuchung der Universität Potsdam zu klären. Die Psychologin Ingrid Möller lässt 200 Schüler regelmäßig Fragebögen ausfüllen: Wie oft spielen die Kinder welche Spiele? Wie verhalten sich die Kinder in bestimmten Situationen? Je akzeptabler ein Schüler Gewalt findet, so das Ergebnis, desto eher übt er sie auch aus. Zwar greifen vor allem ohnehin aggressive Schüler zu Gewaltspielen - doch die Spiele machen die Kinder im nächsten Schritt noch aggressiver. "Das ist eine Abwärtsspirale", sagt Ingrid Möller gegenüber GEO WISSEN.
Ja… die I. Möller ist auch eine alte Bekannte:
http://www.bpb.de/themen/1P1LMI,0,Medie ... nzial.html
Eigentlich gilt alles, was ich oben bereits geschrieben habe, aber weil es so schön war:
Interessant! Ich wüsste nicht, dass man aus einer survey-gestützten Feldlangzeituntersuchung, welche intervenierende und antezedierende Drittvariablen nicht ausschließt und individuelle Faktoren nicht analysiert, zu solchen Schlüssen kommen kann...

Wer ohnehin keine Ahnung vom Thema hat, aber dafür eine ausgeprägte Meinung und dazu nicht adäquat wissenschaftlich arbeiten kann, wer sich dann bereits zu diesem Thema äußerte und Gehör fand, der muss wohl ununterbrochen immer wieder den gleichen Dummfug verbreiten. Eine Abwärtsspirale!

Keine einzige seriösere Studie auf der Welt würde davon ausgehen, dass das die Hauptursache für Jugendgewalt Spiele sein könnten. Der Tenor ist eher, dass es mit ein kleiner, geradezu marginaler Faktor sein KÖNNTE… und selbst das ist nicht bewiesen und steht auf einem wackligen Fundament (man müsste sich z.B. auf Metanalysen zum Thema stützen, wobei man sich nur auf die Ergebnisse dieser Studien berufen darf, ohne die Einzelqualität der jeweiligen Studien und ihre Vergleichbarkeit zu würdigen, um zu so einem Schluss zu kommen - so wie es M. Kunczik z.B. macht, dass aber auch zugesteht).

Ich habe fertig!

@ Kilmar:
Also MMORPGs können meiner Meinung nach verboten werden... BLABLABLA... merkst du was?
Zuletzt geändert von Vicarocha am 15.05.2008 23:12, insgesamt 1-mal geändert.

basti29
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Beitrag von basti29 » 15.05.2008 22:02

Schöner Kommentar Vicarocha!

bleibt festzuhalten (zitat Vicarocha):

Viele schlechte Studien machen ein Ergebnis nicht wahrer.

mfg basti

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cal.50_BMG
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Beitrag von cal.50_BMG » 15.05.2008 23:50

Respekt, Vicarocha: Selten so einen schönen Post gesehen.

Jaja, die werten Herren Wissenschaftker...oder sollte man lieber sagen: Pseudo-Wissenschaftler?

Es ist ja aber auch merkwürdig...ich spiele seit Jahren. Ich spiele recht viel, und recht viele gealthaltige Spiele. Und dennoch: Ich war seit sehr, sehr langer Zeit in keine Schlägerei verwickelt. Ich trinke keinen Alkohol, ich rauche nicht und konsumiere auch keine anderen Drogen. Ich habe noch niemals "jemanden abgezogen" oder ihm sonstwie irgendein Leid zugefügt.
Kurzum: Ich bin eine sehr nette Person. Zu nett, wie ich manchmal denke.
Und das, obwohl ich viel spiele...hm, aber gut, dann wären da ja noch die Noten. Die gingen auch tatsächlich runter - teilweise. Im Mathe-LK. Und im Physik-LK. Wegen der Klausuren, einmal hatte ich einen totalen Blackout. Wurde aber in letzter Zeit besser. Und mündlich stand ich in Physik 1.
Tja, ist doch merkwürdig, oder? Ach, Moment - das sind ja keine Fächer wie Englisch oder Deutsch! Mal sehen...Englisch stehe ich seit der 11. Jahrgangsstufe um die 2, teilweise 2+. Und Deutsch...nun gut, gestern hatte ich meine mündliche Abiprüfung in Deutsch. Bestanden - mit 14 Punkten(=1 glatt).
Jaja, man sieht: Das Spielen hat mein Leben zerstört... :roll:
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johndoe731183
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Beitrag von johndoe731183 » 16.05.2008 00:10

Muss es zu dem Thema eigentlich 10 (+) verschiedene Threads geben? Zumal es doch kaum noch etwas geben dürfte, was dazu noch nicht gesagt wurde.

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Vicarocha
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Beitrag von Vicarocha » 16.05.2008 00:11

Muss es zu dem Thema eigentlich 10 (+) verschiedene Threads geben? Zumal es doch kaum noch etwas geben dürfte, was dazu noch nicht gesagt wurde.

Prinzipiell ist zu solchen Themen wirklich genügend gesagt - zumindest auf wissenschaftlicher Warte -, nur leider nicht innerhalb der dt. Foren (oder gar in den Massenmedien). Auch in von Spieler frequentierten Foren gibt es immer noch genügend von denjeninigen, die solchen Unfug glauben (meist ohne Kenntnisse von den Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens, ohne welche sie solche Studien etc. gar nicht adäquat einzuschätzen vermögen) oder gar mit entsprechend daraus resultierenden Maßnahmen ohne Abwägung ihrer Legtitimation/Legalität und Konsequenzen sympathisieren, wie z.B. obiges Bsp. ("Killerspiele" könne man ruhig verbieten) oder die generelle Akzeptanz des dt. Jugendmedienschutzes verdeutlicht - wobei insbesondere der sog. 3rd-person-Effekt bei der Argumentation dominiert.

Und vor allem tun solche Diskussionen Not, weil all zu oft auch Spieler in die Argumentationsfalle stolpern, dass sie ihre eigenen von ihnen gespielten Spiele gerne ich Schutz nehmen, aber andere Spiele für vogelfrei erklären, diese auch verbieten würden und ihre Spieler als perverse Kranke diffamieren (wie Diskussionen zu kontroverseren Spielen wie z.B. den beiden Teilen von Manhunt verdeutlichen).

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EvilNobody
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Beitrag von EvilNobody » 16.05.2008 06:33

Klasse Vicarocha, dein Beitrag war richtig interessant und sehr gut formuliert! Hat mir wirklich gefallen. Schade, dass nicht alle ein solches wissenschaftliches Verständnis haben...zugegeben ich auch nicht.
Ich würde mich gerne geistig mit euch duellieren, doch ich sehe dass ihr unbewaffnet seid!

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Pennywise
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Beitrag von Pennywise » 16.05.2008 09:15

Vicarocha hat geschrieben:
Muss es zu dem Thema eigentlich 10 (+) verschiedene Threads geben? Zumal es doch kaum noch etwas geben dürfte, was dazu noch nicht gesagt wurde.

Prinzipiell ist zu solchen Themen wirklich genügend gesagt - zumindest auf wissenschaftlicher Warte -, nur leider nicht innerhalb der dt. Foren (oder gar in den Massenmedien). Auch in von Spieler frequentierten Foren gibt es immer noch genügend von denjeninigen, die solchen Unfug glauben (meist ohne Kenntnisse von den Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens, ohne welche sie solche Studien etc. gar nicht adäquat einzuschätzen vermögen) oder gar mit entsprechend daraus resultierenden Maßnahmen ohne Abwägung ihrer Legtitimation/Legalität und Konsequenzen sympathisieren, wie z.B. obiges Bsp. ("Killerspiele" könne man ruhig verbieten) oder die generelle Akzeptanz des dt. Jugendmedienschutzes verdeutlicht - wobei insbesondere der sog. 3rd-person-Effekt bei der Argumentation dominiert.

Und vor allem tun solche Diskussionen Not, weil all zu oft auch Spieler in die Argumentationsfalle stolpern, dass sie ihre eigenen von ihnen gespielten Spiele gerne ich Schutz nehmen, aber andere Spiele für vogelfrei erklären, diese auch verbieten würden und ihre Spieler als perverse Kranke diffamieren (wie Diskussionen zu kontroverseren Spielen wie z.B. den beiden Teilen von Manhunt verdeutlichen).
Ich denke nur SPF meinte es kommt bei jedem Krätzchen eines CSU Politikers gleich ne News hier im Forum die wird immer wieder Breit getreten bis zum Äußersten und hinterher ist keiner Schlauer.
Aber leider schaffen es diese leute ja immer wieder sich Gehör zur verschaffen und es folgen die nächsten News.

Letztendlich ist es wie du sagst das die Verbreitung besser stattfinden muss aber dies gestaltet sich nun mal äußerst Schwierig.

Das einzige was mich wirklich Positiv stimmt ist das diese Politiker aus Altersschwäche irgendwann ihren Zenit überschritten haben und eine Generation an Politikern das Szepter übernimmt die ihre Erfahrungen mit Medien haben und das wird sicherlich bald passieren.

Frustrierter Held
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Etwas zum Nachdenken!

Beitrag von Frustrierter Held » 16.05.2008 09:22

Hallo! Eines vorab: Ich habe kein Problem mit der allgemeinen Meinungsfreiheit! Aber mit welcher Selbstverständlichkeit hier einige Leute, die von Wissenschaft im Allgemeinen und empirischer Forschung im Besonderen ganz offensichtlich nicht den allergeringsten Funken von Ahnung haben, den größten Schwachsinn von sich geben und es nicht einmal merken, das stimmt mich schon besorgt! Ich will jetzt gar nicht auf jeden sinnfreien Kommentar einzeln eingehen, aber gerade Leute wie InstinctiVe (nur einer von mehreren!) sollten mal darüber nachdenken, ob zu wissenschaftlicher Forschung nicht vielleicht sehr viel mehr gehört, als ganz instincitve irgendwelche tölpelhaften Allgemeinplätze auf niedrigstem Stammtischniveau von sich zu geben! Ich will mich nicht dazu aufschwingen, hier gewissen Leuten ein umfassendes Update über den Status quo der Forschung zum Thema "Mediengewalt" zu liefern, das eigentlich nötig wäre, um sich einigermaßen qualifiziert äußern zu können, daher nur ein ganz ganz kleiner Exkurs zum Thema Empirie und Forschungsmethodik, der keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, sondern lediglich einen unendlich kleinen Einblick in die Materie geben soll, über die hier anscheinend einige Leute zu unrecht glauben, kompetent urteilen zu können:

Zunächst handelt es sich bei empirisch-sozial- oder naturwissenschaftlicher Forschung, wie sie beispielsweise in der Psychologie betrieben wird, in aller Regel - grob vereinfacht - um folgenden Vorgang: Da wird zunächst eine durch theoretisch fundierte Annahmen gestütze Hypothese formuliert (z.B. "Das Spielen von gewalthaltiger Software steigert die Gewaltbereitschaft bei Jugendlichen" o.Ä.). Dann werden anhand einer sog. einfachen Zufallsstichprobe (= Verteilung von unabhängigen, identisch Verteilten Zufallsvariablen) entsprechende Daten erhoben. Dies geschieht in der Regel so, dass durch die Versuchsleitung eine bestimmte Situation hergestellt, eine oder mehrere sog. unabhängige Variablen (UV) manipuliert (also z.B. viel vs. wenig Ballerspiele) und möglichst alle sog. Störvariablen (SV, beispielsweise Gewalteinwirkung oder Vernachlässigung durch Eltern) kontrolliert werden (= Definition "Experiment"). Die Manipulation der UV erfolgt, um deren Auswirkung auf die sog. abhängige Variable (AV, also z.B. Gewaltbereitschaft), anhand geeigneter Instrumente zu messen, die Kontrolle der SVn, damit hinterher niemand sagen kann "haha, der Effekt, den Du da gemessen hast (also z.B. die gesteigerte Gewaltbereitschaft) könnte ja auch auf ganz andere Faktoren als die Killerspiele zurückgehen (also z.B. auf die Vernachlässigung durch die Eltern...). Sind alle Störvariablen gut kontrolliert (was zwar schwierig, aber in den meisten Fällen durchaus möglich ist), kann der beobachtete Effekt, sofern ein solcher vorhanden ist, also nur mehr auf die manipulierte UV zurückgehen (das Experiment weist also eine hohe interne Validität auf).
Die Auswertung der Stichprobendaten erfolgt mit Hilfe der sog. Deskriptiven Statistik (das Ganze hat also an diesem Punkt gar nicht mehr unbedingt viel mit Psychologie, denn vielmehr mit Mathematik zu tun!). Wenn ich nun also in meinen Stichprobendaten bestimmte Effekte finde, kann man natürlich berechtigterweise fragen, wie ich nun auf die seltsame Idee komme, die Befunde in meiner Stichprobe auf eine viel größere Gruppe (= Grundgesamtheit oder Population, z.B. "alle Deutschen", "alle Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren" o.Ä.) zu generalisieren. Hier kommt die sog. "Inferenzstatistik" ins spiel, bei der es darum geht, von den Stichprobendaten auf die entsprechende Merkmalsverteilung in der Population zu schließen (was man natürlich sowieso nur kann, wenn das Experiment neben der hohen internen auch eine hohe externe Validität aufweist, was voraussetzt, dass meine Stichprobe repräsentativ für die entsprechende Grundgesamtheit ist, auf die ich generalisieren will). Auch dies erfolgt selbstverständlich nicht nach dem Gutdünken irgendwelcher Psychologen oder anderer Wissenschaftler, sondern anhand standardisierter mathematischer Verfahren. Auf diese Weise wird das Ergebnis, welches die Daten erkennen lassen, auf Signifikanz überprüft, um sicherzustellen, dass das Ergebnis nicht nur rein zufällig zustande gekommen ist (bei Stichprobenkennwerten handelt es sich nämlich um sog. Zufallsvariablen, d.h. sie können von Stichprobe zu Stichprobe streuen...). Ist das Ergebnis signifikant, so kann der Wissenschaftler mit einer Irrtumswahrscheinlichkeit von per definitionem lediglich 5% (= signifikant) bzw. nur 1% (= hochsignifikant) davon ausgehen, dass das Ergebnis nicht zufällig ist.

Kurz: Daten lügen nicht, sondern geben einen Sachverhalt wieder, wobei sie diesen so wiedergeben, wie er eben ist (worauf kein Forscher irgendeinen Einfluss hat!)! Ihre Erhebung und Auswertung wird zu keinem Zeitpunkt aus der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit abgeleitet und erfolgt auch nicht nach dem Geschmack des Forschers, sondern stets nach strengen standardisierten Kriterien und Methoden. Dass es bei einer komplexen Fragestellung wie jener nach der Auswirkung von gewalthaltigen Computerspielen auf die Gewaltbereitschaft - die nach dem aktuellen Stand der Forschung schlicht noch nicht abschließend beantwortet werden kann - am Anfang der Forschungsbemühungen zu widersprüchlichen Ergebnissen kommen kann, ist nicht verwunderlich, sondern wissenschaftlicher Alltag, da es sich immer um eine hochgradig diffizile Materie handelt und erklärende Theorien oder gar Gesetze nicht am Anfang, sondern immer am Ende dieser Bemühungen stehen müssen! Eben gerade aufgrund dieses hohen Komplexitätsgrades findet solcherlei Forschung auch nicht an irgendwelchen Stammtischen statt, sondern in Forschungsinstituten mit der nötigen Ausrüstung, geegnetem Setting und qualifiziertem Fachpersonal (c:!

Liebe Grüße an alle, die sich jetzt angesprochen fühlen (wieso nur...?) und natürlich auch alle anderen, denn natürlich richtet sich meine Kritik nur an eine - hoffentlich nicht repräsentative (c: - Minderheit dieses Forums!

Stefan

Hammurapi
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Beitrag von Hammurapi » 16.05.2008 14:31

Ich muss sagen, dass das Forum hier echt kein niveauloses ist (@Vicarocha). Ich habe hier soviel sehr gute Argumente gelesen die diese Studien wirklich alt aussehen lassen.

Ich muss nämlich zugeben, dass ich etwas naiv fast dem Mainstream mit meiner Meinung gefolgt wäre, da dass ständige Bombardement mit der Aussage „Killerspiele“ befördern Gewalttaten, einem irgendwann ein solches „Branding“ im Gehirn hinterlassen. :oops:

Aber klar es gibt soviel Parameter und Randbedingungen die man in der Psyche des Menschen beachten muss, dass es wirklich nicht möglich ist einfache Antworten, für Gewalt der Menschen gegeneinander, zu finden. Daher bin ich auch der Meinung das wissenschaftliche Studien (wie hier schon beschrieben) zwar löblich sind weil sie den Versuch unternehmen Erklärungen zu finden, aber menschlich bzw. biologisches Leben ist halt wissenschaftlich nicht einfach in irgendwelche 0815 Prozesse zu drängen und so zu handhaben wie technische Prozesse bei den alle Randbedingungen bekannt und handhabbar sind. Das biologische Leben ist kompliziert und zum Teil noch unverständlich (z.B. genauer Aufbau und Funktion des Gehirns).

Eines ist mir aber als langjähriger Zocker von, vor allem PC- Spielen, allmöglicher Genre (nicht nur Egoshooter) aufgefallen: eine gewisse Aggressivität befördern Sie schon. Jedoch liegt dies (meine persönliche Beobachtung an mir) nicht an den Inhalten im Spiel, sondern dem Stress den man durch Sie ausgesetzt ist. Also z.B. wenn man mehrere Stunden ein Echtzeitstrategiespiel im MP zockt und hoch konzentriert ist, dann bin ich danach richtig fertig und banale Sachen können mich richtig auf die Palme bringen. Den gleichen Effekt hat man aber auch nach 12 h Arbeit, daher kein Argument gegen Games :!: :D

Der boese Maedchen
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Beitrag von Der boese Maedchen » 16.05.2008 20:45

Die "bedeutsamste Ursache für Delikte wie Prügeln, Vandalismus, Mobbing oder Automatenaufbrüche" seien PC-Spiele---- wie gut dass ich auf der konsole spiele
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Frustrierter Held
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Beitrag von Frustrierter Held » 16.05.2008 20:55

Aber klar es gibt soviel Parameter und Randbedingungen die man in der Psyche des Menschen beachten muss, dass es wirklich nicht möglich ist einfache Antworten, für Gewalt der Menschen gegeneinander, zu finden. Daher bin ich auch der Meinung das wissenschaftliche Studien (wie hier schon beschrieben) zwar löblich sind weil sie den Versuch unternehmen Erklärungen zu finden, aber menschlich bzw. biologisches Leben ist halt wissenschaftlich nicht einfach in irgendwelche 0815 Prozesse zu drängen und so zu handhaben wie technische Prozesse bei den alle Randbedingungen bekannt und handhabbar sind. Das biologische Leben ist kompliziert und zum Teil noch unverständlich (z.B. genauer Aufbau und Funktion des Gehirns).
Kein ernstzunehmender Wissenschaftler wird dies versuchen! Dennoch sind solcherlei Studien - und natürlich auch deren eventuelle Widersprüchlichkeit - unverzichtbarer Teil eines Prozesses, der irgendwann einmal zu einem umfassenderen Verständnis menschlichen Erlebens und Verhaltens führen soll. Man sollte sich also schon einmal überhaupt nicht fragen, ob solche Studien sinnvoll sind (denn das sind sie zweifelsohne), sondern allenfalls, ob sie methodisch sauber durchgeführt wurden (und wenn dem so ist, dann sind die Ergebnisse auch nicht einfach wegzudiskutieren!). Eben dafür sollte man dann aber selbst das methodische Rüstzeug mitbringen, welches erforderlich ist, um diesen Sachverhalt überhaupt beurteilen zu können und das sehe ich hier bei den allermeisten über alle Maßen kritischen Beiträgen leider nicht! Es ist immer sehr leicht, über einen Wissenschaftler herzufallen, der in seiner Studie zu einem Ergebnis gekommen ist, das einem selbst nicht in den Kram passt. Leicht ist dies für all' jene, die zwar immer schnell dabei sind, wenn es darum geht, leere Sprüche zu klopfen, sich jedoch niemals Gedanken darüber machen, wie empirische Forschung überhaupt funktioniert oder wie man das, was sie an Fehlern in einer Studie gefunden zu haben glauben, besser machen könnte (das überlassen sie dann nämlich lieber wieder den Profis...). Sich einfach nur hinzustellen und zu sagen "das Ergebnis entspricht nicht meiner Laienmeinung und deshalb muss es selbstverständlich Blödsinn sein" ist zwar einfach, aber ebenso töricht! Bei den Ergebnissen einer seriösen und methodisch sauber durchgeführten Studie handelt es sich nicht nur um Meinungen irgendwelcher Forscher, sondern um harte Fakten und statistisch signifikante Ergebnisse!

Stefan

PS: Im Übrigen werden wissenschaftliche Studien und deren Ergebnisse von den Medien auch häufig nicht adäquat kommuniziert. Diese Tatsache sollte man ebenfalls berücksichtigen, bevor man sich dazu aufschwingt, gestandenen Wissenschafltern ihre akademischen Grade abzuerkennen...

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TachiFoxy
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Beitrag von TachiFoxy » 16.05.2008 21:05

[...] Auch sei eine Beeinträchtigung der Noten in den Fächern Deutsch und Englisch festgestellt worden. [...]
... Erst durch das Zocken wurde ich in Englisch besser. <_<

Deutsch mochte ich noch nie - bis auf Grammatik. Da bin ich recht gut. O:3
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