4Players-Talk: Die Kontroverse um Kingdom Come: Deliverance

Hier könnt ihr über Trailer, Video-Fazit & Co diskutieren.

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4P|BOT2
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4Players-Talk: Die Kontroverse um Kingdom Come: Deliverance

Beitrag von 4P|BOT2 » 16.01.2018 14:59


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Kajetan
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Re: 4Players-Talk: Die Kontroverse um Kingdom Come: Deliverance

Beitrag von Kajetan » 16.01.2018 17:38

Es ist auf jeden Fall gut, wenn man das Werk zuerst als solches beurteilen will. Man schaut es an, man informiert sich. Was ist das überhaupt ein Werk? Dann muss man aber auch Fragen beantworten wie: Findet man dort Spuren des persönlichen Weltbildes des Designers? Wenn nicht, muss man dann jedes Mal auf die persönliche Weltsicht des Designers hinweisen? Wenn es doch Spuren gibt, in welcher Form und Inhalt? Wird hier Rassenhass glorifiziert? Sind es nur historische Abweichungen ohne direkte Wertung und damit verbundener Aussage? Ist bereits die Abwesenheit von Menschen dunkler Hautfarbe, entgegen historischer Fakten, eine Aussage?

Denn das Spiel existiert ja nicht im luftleeren Raum. Wenn sich da der Chefdesigner in einer rechtsradikalen Traumwelt befindet und historische Fakten negiert, weil sie nicht in sein Weltbild passen ... muss man da Stellung beziehen? Soll man es ignorieren? Was soll man also tun? Das muss, wie immer, jeder mit sich selbst ausmachen. Es wäre auf jeden Fall gut einfach Bescheid zu wissen. Damit man eine informierte Entscheidung treffen kann.

Übrigens, ich finde "Brutal Doom" ja affengeil. Bester Mod der Welt. Sein Schöpfer hat jedoch ein paar ziemlich schräge Ansichten. Um es höflich auszudrücken. Von denen sich im Mod nichts finden lässt. Soll man Brutal Doom deswegen nicht spielen? Muss jeder selber wissen. Ich würde auf jeden Fall nicht der Versuchung erliegen wollen Marcos Abenante zu vergöttern oder den Unfug zu relativieren, den er hier und da abgelassen hat.
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Usul
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Re: 4Players-Talk: Die Kontroverse um Kingdom Come: Deliverance

Beitrag von Usul » 16.01.2018 17:48

Ich habe mir das Video jetzt nicht in Gänze angeschaut, weil ich auch nicht ganz verstehe, warum es entstanden ist.
Wenn es "eindeutige" Beweise dafür gäbe, daß der Mann irgendwie ein Neonazi wäre, würde ganz anders mit ihm umgegangen werden - auch der Publisher würde da einschreiten. Dann würde sich die Frage stellen, wie ihr damit umgeht.

Aber aktuell ist es ja eher so, daß sich der Typ halt einfach als rechter Arsch gibt, der Burzum toll findet (natürlich bestimmt nur die Lieder, nix anderes), die gute alte Zeit vermißt, Männerunterdrückung nicht mag usw.
Wer aufgrund dessen erwarten würde, daß ihr über das Spiel anders oder etwa gar nicht berichtet, würde viel zu weit gehen.

Wie jeder persönlich damit umgeht... das ist eine andere Frage. Bei mir sind es zwei Faktoren, die dagegen sprechen, daß ich es spielen werde:
1. Eben der Entwickler. Keine Lust auf so eine rechte Scheiße.
2. Das Spiel selbst. Von dem, was ich so mitbekommen habe, ist es halt einfach ein stinknormales Rollenspiel, nur mit einem realistischeren Setting - aber mit bekannten Schwächen wie z.B. teilweise öder Quests. Vom dämlichen Quicksave-System ganz zu schweigen, das wir ja aber in einem anderen Thread bereits diskutiert hatten.

Allen anderen wünsche ich viel Spaß mit dem Spiel.

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Eisenherz
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Re: 4Players-Talk: Die Kontroverse um Kingdom Come: Deliverance

Beitrag von Eisenherz » 16.01.2018 18:02

Ich beurteile ein Spiel ausschließlich nach dem Inhalt. Der Rest ist mir absolut egal.

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code5
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Re: 4Players-Talk: Die Kontroverse um Kingdom Come: Deliverance

Beitrag von code5 » 16.01.2018 18:14

https://lepetitcapo.wordpress.com/2018/ ... liverance/

Hier nochmal der Link zu den Vorwürfen. Vor allem warum diese urpöltzlich auftauchen. Vavra wurde schon sofort von SJWs als NAZI abgestempelt, nachdem er Witchers "whitewashing" verteidigt habe (ich weiß, das ergibt keinen Sinn aber so auch SJWs). Hilft auch nicht wenn man ein Burzum-Shirt trägt.

Naja, mir zeigt dieser Blogpost schon in den ersten Absatz wohin die Reise geht:
Der 13. Februar lässt das Herz von Historygamer*innen und Mittelalterfans höher schlagen. Heute in einem Monat erscheint das vermeintlich „realistischste“ Historienspiel, das jemals über digitale Bildschirme flimmerte. Doch das Spiel hat ein massives Problem: seine „Macher“.

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Usul
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Re: 4Players-Talk: Die Kontroverse um Kingdom Come: Deliverance

Beitrag von Usul » 16.01.2018 18:21

code5 hat geschrieben:
16.01.2018 18:14
Hier nochmal der Link zu den Vorwürfen. Vor allem warum diese urpöltzlich auftauchen. Vavra wurde schon sofort von SJWs als NAZI abgestempelt, nachdem er Witchers "whitewashing" verteidigt habe (ich weiß, das ergibt keinen Sinn aber so auch SJWs). Hilft auch nicht wenn man ein Burzum-Shirt trägt.
Ist es nicht lustig, daß es Menschen gibt, die "Social Justice Warrior" abwertend interpretieren? Als ob es etwas Schlechtes wäre, sich für soziale Gerechtigkeit einzusetzen (auch wenn das mit dem Thema hier an sich gar nichts zu tun hat)...

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sabienchen
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Re: 4Players-Talk: Die Kontroverse um Kingdom Come: Deliverance

Beitrag von sabienchen » 16.01.2018 18:24

Usul hat geschrieben:
16.01.2018 17:48
Wie jeder persönlich damit umgeht... das ist eine andere Frage. Bei mir sind es zwei Faktoren, die dagegen sprechen, daß ich es spielen werde:
1. Eben der Entwickler. Keine Lust auf so eine rechte Scheiße.
2. Das Spiel selbst. Von dem, was ich so mitbekommen habe, ist es halt einfach ein stinknormales Rollenspiel, nur mit einem realistischeren Setting - aber mit bekannten Schwächen wie z.B. teilweise öder Quests. Vom dämlichen Quicksave-System ganz zu schweigen, das wir ja aber in einem anderen Thread bereits diskutiert hatten.

Allen anderen wünsche ich viel Spaß mit dem Spiel.
..ist ja dein gutes Recht...
Aber wieso "rechte Scheisse"?.. du kennst es also inhaltlich schon, ohne auch nur eine bißchen gespielt zu haben... :Häschen:
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Temeter 
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Re: 4Players-Talk: Die Kontroverse um Kingdom Come: Deliverance

Beitrag von Temeter  » 16.01.2018 18:26

Usul hat geschrieben:
16.01.2018 18:21
Ist es nicht lustig, daß es Menschen gibt, die "Social Justice Warrior" abwertend interpretieren? Als ob es etwas Schlechtes wäre, sich für soziale Gerechtigkeit einzusetzen (auch wenn das mit dem Thema hier an sich gar nichts zu tun hat)...
Der "Warrior"-Teil ist ausschlaggebend. Und während mit dem Begriff in der Tat inflationär um sich geworfen wird, auch von ziemlich ignoranten Leuten, gibt es nunmal eben auch solche, die Ungerechtigkeit sehen, und dann, aus welchem Grund auch immer, in grenzenloser Selbstgerechtigkeit jeden angreifen, der in ihrem Weltbild auch nur die Möglichkeit eines Makels zeigt. Radikale, die zum Beispiel allein die Möglichkeit von Mehrdeutigkeit als ein Verbrechen einstufen.

Und sowas hat dann rein gar nichts mehr mit sozialer Gerechtigkeit zu tun.
Zuletzt geändert von Temeter  am 16.01.2018 18:27, insgesamt 1-mal geändert.

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sabienchen
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Re: 4Players-Talk: Die Kontroverse um Kingdom Come: Deliverance

Beitrag von sabienchen » 16.01.2018 18:26

Usul hat geschrieben:
16.01.2018 18:21
code5 hat geschrieben:
16.01.2018 18:14
Hier nochmal der Link zu den Vorwürfen. Vor allem warum diese urpöltzlich auftauchen. Vavra wurde schon sofort von SJWs als NAZI abgestempelt, nachdem er Witchers "whitewashing" verteidigt habe (ich weiß, das ergibt keinen Sinn aber so auch SJWs). Hilft auch nicht wenn man ein Burzum-Shirt trägt.
Ist es nicht lustig, daß es Menschen gibt, die "Social Justice Warrior" abwertend interpretieren? Als ob es etwas Schlechtes wäre, sich für soziale Gerechtigkeit einzusetzen (auch wenn das mit dem Thema hier an sich gar nichts zu tun hat)...
Du bist echt der TOLLSTE!


...Ist es nicht lustig, dass es Menschen gibt, die "Du bist echt der TOLLSTE" abwertend interpretieren?... :Häschen:
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Grunz Grunz
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Re: 4Players-Talk: Die Kontroverse um Kingdom Come: Deliverance

Beitrag von Grunz Grunz » 16.01.2018 18:35

Solange das Spiel gut ist, kann der Mann sein, was er will.

Frage mich allerdings, was man sich unter einem Frauen-"Feind" vorzustellen hat.

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Alter Sack
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Re: 4Players-Talk: Die Kontroverse um Kingdom Come: Deliverance

Beitrag von Alter Sack » 16.01.2018 18:38

Dann wünsche ich dir viel Spaß beim testen Jörg. Denn jetzt hast du es im Kopf und wirst schon unterbewusst beim testen auf jedes Detail achten. Das wird schwer das abzuschalten :wink:

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Der Berator
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Re: 4Players-Talk: Die Kontroverse um Kingdom Come: Deliverance

Beitrag von Der Berator » 16.01.2018 18:38

Usul hat geschrieben:
16.01.2018 18:21
code5 hat geschrieben:
16.01.2018 18:14
Hier nochmal der Link zu den Vorwürfen. Vor allem warum diese urpöltzlich auftauchen. Vavra wurde schon sofort von SJWs als NAZI abgestempelt, nachdem er Witchers "whitewashing" verteidigt habe (ich weiß, das ergibt keinen Sinn aber so auch SJWs). Hilft auch nicht wenn man ein Burzum-Shirt trägt.
Ist es nicht lustig, daß es Menschen gibt, die "Social Justice Warrior" abwertend interpretieren? Als ob es etwas Schlechtes wäre, sich für soziale Gerechtigkeit einzusetzen (auch wenn das mit dem Thema hier an sich gar nichts zu tun hat)...
Na ja, da würde ich schon etwas stärker differenzieren. Sich kämpferisch für soziale Gerechtigkeit einzusetzen, ist nicht per se etwas schlechtes. Ganz im Gegenteil.
Mit SWJ ist hier aber ein ganz bestimmtes Empörungsklientel gemeint. Menschen die sich moralisch überlegen fühlen, andere Meinungen nicht gelten lassen, aufgrund ihrer starren Position gar nicht erst bereit für Diskussionen sind und wirklich überall etwas finden worüber sie sich echauffieren können.

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Sharkie
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Re: 4Players-Talk: Die Kontroverse um Kingdom Come: Deliverance

Beitrag von Sharkie » 16.01.2018 18:47

Temeter  hat geschrieben:
16.01.2018 18:26
Der "Warrior"-Teil ist ausschlaggebend. Und während mit dem Begriff in der Tat inflationär um sich geworfen wird, auch von ziemlich ignoranten Leuten, gibt es nunmal eben auch solche, die Ungerechtigkeit sehen, und dann, aus welchem Grund auch immer, in grenzenloser Selbstgerechtigkeit jeden angreifen, der in ihrem Weltbild auch nur die Möglichkeit eines Makels zeigt. Radikale, die zum Beispiel allein die Möglichkeit von Mehrdeutigkeit als ein Verbrechen einstufen.

Und sowas hat dann rein gar nichts mehr mit sozialer Gerechtigkeit zu tun.
Dass es Menschen gibt, die tatsächlich dem durch den Begriff gepflegten Feindbild entsprechen (gibt's sicherlich!), rechtfertigt aber nicht dessen flächendeckende Verwendung als grobe Verunglimpfungskeule im Rahmen jeglicher Thematiken, die in irgendeiner Weise neurechte Weltbilder tangieren. Wem sollte mit sowas denn gedient sein, außer denjenigen, die damit verbale Aggression betreiben?

Denn so wird dieser Begriff ja gebraucht. Ich habe jedenfalls noch nie gesehen, dass der Begriff "SJW" heutzutage in irgendeiner Weise differenziert, umsichtig oder gar wohlüberlegt eingesetzt würde. Er impliziert keine inhaltlich oder formal ernstzunehmende "Kritik", wird auch niemals von irgendwem wieder zurückgenommen, sondern dient nur dem endgültigen Anfeinden, Anschmieren, Denunzieren, Mundtotmachen. Seien wir ehrlich: Das Wort ist nichts als eine so plumpe wie zynische Generalverurteilung, mit der Pöbler Menschen, deren Ansichten oder Diskussionsbeiträge nicht ins eigene Weltbild passen, pauschal verächtlich machen. Zu nichts anderem dient es. Es ist auf einer Stufe mit "Bahnhofsklatscher", "Gutmensch", "Kulturbereicherer" und Konsorten. Das rechte Äquivalent zur von selbiger Seite vielbeklagten "Nazikeule".

Edit:
Der Berator hat geschrieben:
16.01.2018 18:38
Menschen die sich moralisch überlegen fühlen, andere Meinungen nicht gelten lassen, aufgrund ihrer starren Position gar nicht erst bereit für Diskussionen sind und wirklich überall etwas finden worüber sie sich echauffieren können.
Jo, klingt exakt nach den Menschen, die den "SJW" gerne im Munde führen. Bis auf das mit der Moral, von der haben die sich oftmals schon lange in zynischer Weise verabschiedet und machen sich höchstens noch lustig über sie.

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sabienchen
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Re: 4Players-Talk: Die Kontroverse um Kingdom Come: Deliverance

Beitrag von sabienchen » 16.01.2018 18:55

Sharkie hat geschrieben:
16.01.2018 18:47
Denn so wird dieser Begriff ja gebraucht. Ich habe jedenfalls noch nie gesehen, dass der Begriff "SJW" heutzutage in irgendeiner Weise differenziert, umsichtig oder gar wohlüberlegt eingesetzt würde. Er impliziert keine inhaltlich oder formal ernstzunehmende "Kritik", wird auch niemals von irgendwem wieder zurückgenommen, sondern dient nur dem endgültigen Anfeinden, Anschmieren, Denunzieren, Mundtotmachen. Seien wir ehrlich: Das Wort ist nichts als eine so plumpe wie zynische Generalverurteilung, mit der Pöbler Menschen, deren Ansichten oder Diskussionsbeiträge nicht ins eigene Weltbild passen, pauschal verächtlich machen. Zu nichts anderem dient es. Es ist auf einer Stufe mit "Bahnhofsklatscher", "Gutmensch", "Kulturbereicherer" und Konsorten. Das rechte Äquivalent zur von selbiger Seite vielbeklagten "Nazikeule".
Ich verwende aus den von dir genannten Gründen den Begriff selber nicht, aber ich wunder mich nicht darüber, dass er sich so "eingebürgert" hat.
Aber wie du es auch selbst am Ende ansprichst...wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.

Wir müssen ja nur oben zu Usul juggn, der von "rechter Scheisse" spricht...also die Antisemitismus/Nazikeule schwingt... und Schwupps die Wupps meldet sich wer und wirft mit "SJWs" um sich.. :Häschen:
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Re: 4Players-Talk: Die Kontroverse um Kingdom Come: Deliverance

Beitrag von Temeter  » 16.01.2018 19:00

Sharkie hat geschrieben:
16.01.2018 18:47
Dass es Menschen gibt, die tatsächlich dem durch den Begriff gepflegten Feindbild entsprechen (gibt's sicherlich!), rechtfertigt aber nicht dessen flächendeckende Verwendung als grobe Verunglimpfungskeule im Rahmen jeglicher Thematiken, die in irgendeiner Weise neurechte Weltbilder tangieren. Wem sollte mit sowas denn gedient sein, außer denjenigen, die damit verbale Aggression betreiben?

Denn so wird dieser Begriff ja gebraucht. Ich habe jedenfalls noch nie gesehen, dass der Begriff "SJW" heutzutage in irgendeiner Weise differenziert, umsichtig oder gar wohlüberlegt eingesetzt würde. Er impliziert keine inhaltlich oder formal ernstzunehmende "Kritik", wird auch niemals von irgendwem wieder zurückgenommen, sondern dient nur dem endgültigen Anfeinden, Anschmieren, Denunzieren, Mundtotmachen. Seien wir ehrlich: Das Wort ist nichts als eine so plumpe wie zynische Generalverurteilung, mit der Pöbler Menschen, deren Ansichten oder Diskussionsbeiträge nicht ins eigene Weltbild passen, pauschal verächtlich machen. Zu nichts anderem dient es. Es ist auf einer Stufe mit "Bahnhofsklatscher", "Gutmensch", "Kulturbereicherer" und Konsorten. Das rechte Äquivalent zur von selbiger Seite vielbeklagten "Nazikeule".
KA ob du meinen Post wirklich gelesen hast, ich habe gerade Leute kritisiert, die völlig unfähig beim Differenzieren sind :P

Habs sogar mit einem Satz extra herausgestellt. Bin mir wirklich nicht sicher, woher das von dir kommt. Und ob du nun was gesehen hast oder nicht... ist jetzt nicht wirklich ein ausschlaggebendes Argument.

Natürlich ist das eine polemische Bezeichnung, aber du bist ja auch ziemlich fröhlich dabei, jeden potentiellen Benutzer dieses Wortes gerade Vorzuverurteilen und gar eine rechtsextreme Gesinnung zu unterstellen.
Schon ein bischen heuchlerisch, da sollte man drüber stehen und sich nicht die Welt so einfach machen, wie sie einem gerade gefällt.

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