Deadly Premonition 2: A Blessing in Disguise - Test

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darkchild
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Re: Deadly Premonition 2: A Blessing in Disguise - Test

Beitrag von darkchild » 14.07.2020 09:55

Der Chris hat geschrieben:
13.07.2020 19:44
Ich bin ehrlich gesagt nur kein Fan von diesem "es liegt an der Hardware" Argument. Das ist ein Fass ohne Boden...
Du, alles easy, ich auch nicht... :biggrin:

Habe mich nur an der Aussage so gestört, die technische Umsetzung wäre Absicht. Ich denke einfach, es sind viele Faktoren, die da reingespielt haben und einer davon KÖNNTE eventuell mit der Hardware zusammenhängen, die vielleicht nicht uneinfach zu handeln ist, was bei manchen Umsetzungen anderer Spiele ja eben auch zu beobachten ist.

Woran das dann im Einzelfall liegt, kein Plan, dafür bin ich zu wenig Technik-Nerd.
Zuletzt geändert von darkchild am 14.07.2020 09:57, insgesamt 2-mal geändert.

yopparai
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Re: Deadly Premonition 2: A Blessing in Disguise - Test

Beitrag von yopparai » 14.07.2020 10:39

darkchild hat geschrieben:
14.07.2020 09:55
Habe mich nur an der Aussage so gestört, die technische Umsetzung wäre Absicht. Ich denke einfach, es sind viele Faktoren, die da reingespielt haben und einer davon KÖNNTE eventuell mit der Hardware zusammenhängen, die vielleicht nicht uneinfach zu handeln ist, was bei manchen Umsetzungen anderer Spiele ja eben auch zu beobachten ist.
Die Hardware an sich ist doch die langweiligste der Welt. CPU mit dem am weitesten verbreiteten Befehlssatz aus dem Standardregal von ARM gepaart mit einer seit vielen Jahren bekannten GPU-Architektur (Maxwell) aus dem PC-Bereich. Dazu Softwarebibliotheken von Nvidia. Mehr Standard geht gar nicht.

Das Problem bei schiefgehenden Ports ist nicht die schwierige Handhabung, das Problem ist ein relativ großer Leistungsabstand zu den Plattformen, für die diese Spiele ursprünglich mal entwickelt wurden. Man bekommt das ja alles hin, aber dann eben nur, wenn man genug Geld reinsteckt. Und da late-Ports nunmal ein begrenztes Potential im Verkauf haben, macht man das oft nicht. Wieviel sollte The Outer Worlds denn bitte absetzen, zum Vollpreis? Das Ding ist im Gamepass. Wenn sich dann doch mal einer mit nem vernünftigen Budget bemüht, dann wird das auch was, siehe Witcher 3 oder die idTech-Spiele von Panic Button.

Die leichte Handhabung der Hardware ist da sogar Segen und Fluch zugleich. Weil (schwache) Ports so einfach sind, sehen wir überhaupt so viele davon. Heißt halt nicht, dass man sich damit immer Mühe gibt.

Bei DP2 liegt das Problem aber wohl vor allem beim Entwickler. Dass das besser geht als das, was da abgeliefert wurde, und nichts mit „schwieriger Hardware“ zu tun hat, ist ja wohl hoffentlich nicht wirklich ein ernsthafter Diskussionspunkt? Ich sehe in dem Spiel nichts, was in anderen Spielen nicht schon zigmal sauberer lief, auf exakt derselben Hardware.

Das ist nebenbei sehr schade, denn das Spiel an sich ist wirklich gut (und nein, ich rede nicht von „so-bad-it‘s-good“, genau das ist bei DP nämlich gerade nicht der Fall). Ich hoffe, der angekündigte Patch hebt das technisch wenigstens auf das auch nicht gerade hohe DP1-Niveau.

Black Stone
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Re: Deadly Premonition 2: A Blessing in Disguise - Test

Beitrag von Black Stone » 14.07.2020 11:11

Der Chris hat geschrieben:
14.07.2020 09:38
yopparai hat geschrieben:
13.07.2020 22:41
Crosscode ist ein In HTML5 entwickeltes Spiel. Das beantwortet die Frage vielleicht. :lol: Hab das Problem aber bislang auch nur in Städten gesehen, daher halb so wild.
So mit...? :ugly:

Code: Alles auswählen

<html><body><section>Crosscode</section></body></html>
Find ich zumindest spannend. :mrgreen:
So ungefähr 8) War wohl auch der Grund für die lange Wartezeit. Trotz der Probleme hat man sich dann die eine Interpreter-Lösung und nicht für eine Neuentwicklung (z.B. mit Unity) entschieden und das führt nun zu der suboptimalen Performance... (siehe u.a. hier https://www.ntower.de/news/64330-ninten ... eses-jahr/)

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darkchild
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Re: Deadly Premonition 2: A Blessing in Disguise - Test

Beitrag von darkchild » 14.07.2020 11:26

Erstmal danke für die relativ ausführliche Erläuterung :biggrin:
yopparai hat geschrieben:
14.07.2020 10:39
Bei DP2 liegt das Problem aber wohl vor allem beim Entwickler. Dass das besser geht als das, was da abgeliefert wurde, und nichts mit „schwieriger Hardware“ zu tun hat, ist ja wohl hoffentlich nicht wirklich ein ernsthafter Diskussionspunkt?
Hierzu nur kurz: Es lag mir eigentlich im ursprünglichen Beitrag sehr fern, die Switch-Hardware in irgendeiner Form vor- bzw. generell zu verurteilen, weil mir dazu schlicht das Technik-Know-How fehlt. Da hast Du mir aber etwas mehr nachvollziehbare Einblicke gewährt. Ich habe lediglich gemutmaßt, dass Dein erster Halbsatz, also "Problem beim Entwickler" ggfs. mit der Switch als Hardware kollidiert und sich hieraus Schwierigkeiten ergeben. Sprich, ein in technischer Hinsicht eventuell minder begabter und/oder unerfahrener Entwickler plus vielleicht wenig Budget programmiert auf einer Hardware, mit der er kaum Erfahrungen hat und die ggfs. Tücken beinhaltet (die sie ja scheinbar nicht hat).

Mir ist, nicht zuletzt als Fan der Konsole, völlig klar, dass das auf der Switch zig Mal besser und schöner funktioniert.
Zuletzt geändert von darkchild am 14.07.2020 11:27, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Deadly Premonition 2: A Blessing in Disguise - Test

Beitrag von yopparai » 14.07.2020 11:35

Alles gut. Was du ansprichst gab es übrigens tatsächlich schonmal, bei der WiiU. Die war zwar an sich auch nicht kompliziert, aber legendär schlecht dokumentiert mit wenig Entwicklersupport... (gab da nen lustigen Artikel bei Eurogamer zu, bei Bedarf such ich den nochmal). Das ist wahrscheinlich auch der Grund, weshalb sie sich dieses Mal bei der Hardwareentwicklung so umfassend Hilfe geholt haben.

Offensichtlich läuft DP2 ja auf Unity, was stark CPU-gebunden ist. Unity ist noch so ein Segen und Fluch in Union. Man kommt extrem schnell zu Ergebnissen, aber optimieren müsste man halt trotzdem. Mit der Hardware werden die Entwickler da fast nicht in Berührung gekommen sein... trotzdem nicht wirklich entschuldbar, auch mit Unity kann man einigermaßen performante Spiele hinbekommen.

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Der Chris
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Re: Deadly Premonition 2: A Blessing in Disguise - Test

Beitrag von Der Chris » 14.07.2020 11:40

darkchild hat geschrieben:
14.07.2020 09:55
Habe mich nur an der Aussage so gestört, die technische Umsetzung wäre Absicht.
Fand ich einen der interessantesten Punkte in dem Digital Foundry Video. Da haben sie ja ziemlich klar bestritten, dass schlechte Performance irgendwie ein "Markenzeichen" der Serie wär. Die X360 Fassung ist ja scheinbar recht sauber gelaufen und der Mythos der "bewusst schlechten" Performance gründet sich so gesehen auf der PS3 Version. Fand ich eine relativ wichtige Feststellung in dem Zusammenhang bevor man anfängt die Umsetzung von DP2 zu entschuldigen und zu behaupten, dass das schlecht laufen müsse.

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Re: Deadly Premonition 2: A Blessing in Disguise - Test

Beitrag von yopparai » 14.07.2020 11:46

Im übrigen ist das auch ziemlicher Unsinn, dass das Spiel schlecht laufen müsse, weil es zum Charme gehöre. Es läuft halt schlecht, ja. Es ist aber gut *obwohl* es schlecht läuft, nicht *weil*. Der Charme der Spiele sind die schrulligen Charaktere, die Tatsache, dass es sich nicht ernst nimmt und die eigentlich recht gute Story. Man fängt das vielleicht an, weil man mal über die Technik lachen will, bleibt dann aber drin, weil das Spiel wirklich gut ist. Ich hab vor einiger Zeit Teil 1 durchgespielt, und auch wenn es seine Schwächen hat, macht es eben doch an vielen Stellen eben auch eine Menge richtig. Dass das nicht für jeden die richtigen Stellen sein mögen - geschenkt.

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Re: Deadly Premonition 2: A Blessing in Disguise - Test

Beitrag von Der Chris » 14.07.2020 11:52

Das auch. Ich kenn den ersten Teil ehrlich gesagt nicht aus erster Hand. Aber rein aus Erzählungen von Spielern und Reviewern hat sich bei mir so das Bild verfestigt, dass schlechte Performance irgendwie zur Serientradition gehören würde...was ja scheinbar so nicht korrekt ist.

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Re: Deadly Premonition 2: A Blessing in Disguise - Test

Beitrag von Todesglubsch » 14.07.2020 13:30

yopparai hat geschrieben:
14.07.2020 11:35
Offensichtlich läuft DP2 ja auf Unity, was stark CPU-gebunden ist. Unity ist noch so ein Segen und Fluch in Union.
Und deswegen, @Kajetan, fängt an ein Auge bei mir zu zucken, wenn ich Unity lese. Je inkompetenter der Entwickler, umso höher die Chance, dass er zu Unity greift und es damit verkackt. Ja, er würde es mit jeder anderen Engine vermutlich auch verkacken (oder auch nicht, wer weiß...), aber die nutzt er nicht.

Und ich will damit weder die Engine noch die Entwickler schlecht machen, die daraus wirklich was gutes rauskratzen. Aber, naja... was mir Obsidian, InXile und Co mit Unity präsentiert haben, genügt für ein Leben. (zur Vollständigkeit: InXile kann auch mit der UE Mist bauen)

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Re: Deadly Premonition 2: A Blessing in Disguise - Test

Beitrag von wertungsfanatiker » 14.07.2020 14:08

Kajetan hat geschrieben:
13.07.2020 15:56
KleinerMrDerb hat geschrieben:
13.07.2020 15:16
DP2 ist genau so erschienen wie es erscheinen sollte und das ist ja das eigentliche Problem
Ja, in der Hinsicht unterscheidet sich DP dann doch wohl von Gothic. Ein Spiel bewusst so schlecht zu machen, dass man glauben könnte, die schlimmsten Tage von Steam Greenlight sind zurückgekehrt.

Was diese postiven Wertungen betrifft ... ich finde "Arcania" samt Addon ja äusserst unterhaltsam. Habe das auch bereits zweimal (!) gespielt, gerade weil es wegen seiner Peinlichkeit so unterhaltsam ist. Ich würde mich aber hüten dem Spiel eine gute Wertung zu geben. Weil Arcania, nüchtern betrachtet, eine unerträgliche, zum Davonlaufen peinliche Scheisse ist, die nur deswegen unterhaltsam wirkt, weil NICHTS davon als Parodie konzipiert wurde, sondern in aller Ernsthaftigkeit das Licht der Welt erblickt hat. Jörgs damalige Wertung ist noch viel zu gut. Schlechte Filme werden ja auch nicht plötzlich gut, nur weil sie beim Videoabend mit ebenso bekifften Kumpels einen Lachanfall nach dem anderen auslösen.

Von daher kann ich sehr gut nachvollziehen, was die Leute an DP und jetzt auch an DP2 so toll fanden. Dieser Spaß soll auch niemandem genommen werden. Aber dafür, für diesen unfreiwilligen Unterhaltungsfaktor ein Spiel gut zu bewerten, so wie es hier gemacht wurde ... das kann ich nicht nachvollziehen. Etwas gut bewerten, obwohl man ganz genau weiß, dass diese wahrgenommenen Vorzüge nicht im Spiel selbst vorliegen, sondern durch eine emotionale Gegenraktion auf das Fremdschämen, welches einem beim Spielen überkommt, im Kopf erzeugt werden ... das kann ich nicht nachvollziehen.

Aber wenn Matthias das so meint, dann meint er es eben so. Ist sein Test, ist sein Ding :)
Sag mal nix gg. Arcania - das Ding ist immerhin mittelmäßig. Habe es durchgespielt, hat auch halbwegs Spaß gemacht, würde dem so 60-65 % geben, der Sound ist überraschend gut, die Grafik für 2010 teilweise auch (bis auf die vielen Klone und Gummibäume), das Spiel ist bugfrei und immerhin gibt es manchmal Reaktionen der NSC auf den Fortschritt des Helden. Selbst das Kampfsystem ist nicht verkehrt, wenn auch nicht besonders gut. Über den Rest wie Quests, Story, Charaktersystem und nicht zuletzt die sonst üblichen Gothic- Qualitäten breite ich aber besser mal den Mantel des Schweigens aus.

Was DP 2 betrifft, so ist die Wertung anscheinend sehr wohlwollend. Alleine wegen der Technik würde ich niemals werten, immer jedoch einen Abzug geben, es scheint so, als müsste der hier groß ausfallen...
Zuletzt geändert von wertungsfanatiker am 14.07.2020 14:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Deadly Premonition 2: A Blessing in Disguise - Test

Beitrag von Der Chris » 14.07.2020 18:11

wertungsfanatiker hat geschrieben:
14.07.2020 14:08
Was DP 2 betrifft, so ist die Wertung anscheinend sehr wohlwollend. Alleine wegen der Technik würde ich niemals werten, immer jedoch einen Abzug geben, es scheint so, als müsste der hier groß ausfallen...
Vielleicht ist der ja groß ausgefallen. Vielleicht hatten wir es hier mit einem 95er Titel zu tun, wenn die Performance sauber gewesen wär. ;)

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Re: Deadly Premonition 2: A Blessing in Disguise - Test

Beitrag von 4P|Eike » 14.07.2020 18:36

Es gibt jetzt übrigens auch einen Video-Test:

https://www.4players.de/4players.php/tv ... -Test.html

:D

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Re: Deadly Premonition 2: A Blessing in Disguise - Test

Beitrag von Jazzdude » 15.07.2020 12:51

KleinerMrDerb hat geschrieben:
13.07.2020 14:50
Also ich mochte den Ersten "trotz" seiner Fehler und nicht wegen seiner Fehler...
Das! Deadly Premonition ist tatsächlich mittlerweile eines meiner Lieblingsspiele, obwohl es objektiv gesehen einfach schlecht ist. Nicht mal mittelmäßig, sondern schlecht. Geht gar nicht um die schlechte Grafik (wobei die in der Director's Cut Edition auf dem PC ja noch einigermaßen geht), sondern um die ganzen Unzulänglichkeiten:

- Diese völlig beschissene Weltkarte die man über eine scheinbare Zoomstufe von 30% nicht rauszoomen kann;
- Die ewigen Animationen beim durch die Türe gehen (wehe du rennst nicht);
- Die völlig spaßbefreiten Kämpfe, insbesondere gegen die Viecher die an Wänden kraxeln können (eine einzige Geduldsprobe ohne irgendeine Herausforderung);
- Nicht abbrechbarer Bildschirm beim Aufheben von Objekten;
- Steuer- und Kameraprobleme;
- Ewige spaßbefreite Fahrwege mit katastrophaler Fahrphysik;
- Tonprobleme;
- Die schlimmsten QTEs in irgendeinem Spiel mit viel zu kurzer Reaktionszeit.

Aber das Spiel war bzw. ist absolut einzigartig in der Art und Weise wie es die Charaktere und seine Spielwelt darstellt. Es hat einen der spannensten Hauptcharaktere der letzten Jahre, der Soundtrack ist stellenweise phänomenal, die Story ist äußerst interessant, und die Grundideen im Spielablauf sind ebenfalls toll.

All das lässt einen die oben genannten Probleme eben nur ertragen, wie der zitierte Poster sagt: "trotz" nicht "wegen". Deshalb habe ich mich auf einen Nachfolger gefreut der die oben genannten Probleme beseitigt, dem Spieler weniger Hürden in den Spielspaß legt.

Und das kommt dabei raus? Im Jahr 2020? Ich bin kein Swery Fan, sondern Deadly Promonition Fan und deswegen kann ich da auch keine Fanboybrille aufziehen.

Und es geht nicht mal nur um die absolut beschissene Technik (ich finde die Grafik sogar deutlich hässlicher als im ersten) und die erneut enttäuschende Open World. Sondern ganz allgemein: Wtf? Ein Skateboard fahrender York? Streunende Hunde als Nebenmission erschießen? Deadly Premonition war verrückt in vielerlei Hinsicht, aber es war immer in gewissen Boundaries. Hier hat man scheinbar völlig den Verstand verloren. Ich passe.
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Re: Deadly Premonition 2: A Blessing in Disguise - Test

Beitrag von wertungsfanatiker » 15.07.2020 12:58

Der Chris hat geschrieben:
14.07.2020 18:11
wertungsfanatiker hat geschrieben:
14.07.2020 14:08
Was DP 2 betrifft, so ist die Wertung anscheinend sehr wohlwollend. Alleine wegen der Technik würde ich niemals werten, immer jedoch einen Abzug geben, es scheint so, als müsste der hier groß ausfallen...
Vielleicht ist der ja groß ausgefallen. Vielleicht hatten wir es hier mit einem 95er Titel zu tun, wenn die Performance sauber gewesen wär. ;)
Bezweifle ich irgendwie...nur schade, dass es nicht klar ist, was/wieviel wegen der Technik eigentlich abgezogen wurde. ;)
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Re: Deadly Premonition 2: A Blessing in Disguise - Test

Beitrag von darkchild » 16.07.2020 09:29

So, konnte gestern endlich mal selbst Hand anlegen und die ersten vier Stunden abspulen. Beim Start wurde auch direkt ein kleiner Patch geladen, weiß aber nicht, ob dieser zur Performance-Verbesserung dient. Optisch hat das Spiel definitiv wieder viel Charme, ist aber technisch mies. Die Framerate innerhalb von Gebäuden ist in Ordnung, draußen wird's teils arg ruckelig, aber mMn nicht unspielbar. Hab mich zumindest recht schnell dran gewöhnt.

Der Einstieg war direkt wieder ganz fantastisch, ganz allgemein trifft man hinsichtlich der (bisherigen) Charaktere sehr gut den Nerv des Vorgängers. Die Dialoge sind umfangreich, albern, voll mit Filmverweisen und nicht selten schrecklich unnötig. Das, ich nenne es jetzt mal Missionsdesign ist derzeit ebenfalls dezent ulkig, bestehen diese meist schon aus einfachen Dingen wie "Fahre oder gehe da und da hin".

Actioneinlagen hatte ich bislang tatsächlich noch gar nicht, ebenso keinen Einbruch der Nacht, was unter anderem damit zusammenhängt, dass die Tage schrecklich langsam und auch nur draußen außerhalb von Storymissionen vergehen. Ich glaube, das wird noch halbwegs nervig, zumal Schlafen im Hotel absurd teuer ist und Missionen eine bestimmte Uhrzeit vorraussetzen. Ich glaube aber mit den Zigaretten kann man hier wieder ganz gut tricksen und Zeit totschlagen.

Fans wird es wohl definitv gefallen. Habe mich gestern nur schwer davon lösen können, da es, besonders nach einem Brocken wie Last of Us 2 eine wunderbar angenehme Leichtigkeit versprüht, die ich jetzt zur Abwechslung ganz gut vertragen kann. Das Gameplay ist aber bislang eher sehr seicht und wenig fordernd. Sofern man die im Erstling teils ultra-lästigen Kämpfe aber auch im weiteren Spielverlauf auf das Nötigste reduziert, kann ich damit sehr gut leben.

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