The Wonderful 101: Remastered - Test

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Khorneblume
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Re: The Wonderful 101: Remastered - Test

Beitrag von Khorneblume » 15.05.2020 12:37

yopparai hat geschrieben:
15.05.2020 12:16
Der Chris hat geschrieben:
14.05.2020 23:17
Bei einem Port den sie jetzt in gefühlten 2 oder 3 Monaten runtergeschrubbt haben. Ich hab zuerst noch wegen Kickstarter gedacht dass das echt irgendwie ein mega komplexer Port wäre. Aber dafür dieses Theater abzuziehen war (freundlich ausgedrückt) die größte Lächerlichkeit für einen Entwickler wie Platinum Games. In Anbetracht dessen, wie sehr ich Platinum und ihre Spiele schätze, hat es mich schon sehr geschmerzt dass ich Augenzeuge von so einem amtlichen Scheiß werden muss. Die paar Groschen die sie in den Entwicklungsaufwand gesteckt haben, hatten sie wahrscheinlich schon mit Kickstarter überkompensiert. Eine einzige lächerliche und dreiste Aktion.
Das fasst meine Gedanken dazu eigentlich sehr gut zusammen. Besonders bitter, da es Platinum ist.

Da ich mit dem Spiel aber auf der U schon nicht warm geworden bin, brauch ich das nicht mal als Grund für meine Kaufverweigerung, aber im Hinterkopf wird die Geschichte bleiben.
Jup, ganz mein Gedanke. :)

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Levi 
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Re: The Wonderful 101: Remastered - Test

Beitrag von Levi  » 15.05.2020 12:58

Bachstail hat geschrieben:
15.05.2020 12:34
[
Weil ein großer Konzern wie PG es offenbar nötig hat, Kickstarter zum Finanzieren zu nutzen, obwohl er das Spiel locker auch selbst finanzieren könnte, zumal man sich ja kurz vorher einen Geldgeber mit Tencent geangelt hat.

Des Weiteren war, wenn ich mich recht erinnere, das Goal für den Switch-Port so niedrig, dass man davon ausgehen konnte, dass das Spiel nahezu fertig portiert war und man mit dem Kickstarter nur noch schnell ein wenig was einnehmen wollte, das finde ich persönlich also alles andere als einen feinen Zug und schließe mich der Enttäuschung an.

Persönlich angegriffen fühle ich mich übrigens nicht, ich finde es lediglich schade.
Zur ersten Hälfte:
Großer Konzern? Platinum Games ist ein Studio.
(Wahrscheinlich nur unglückliche Wortwahl)
Ich stell mir das gerade vor: hey, ihr da, die so groß in uns investiert habt. Wir würden gerne einen unserer größten finanziellen Flops neu auflegen. Was haltet ihr davon?
Und tencent so: ja klar! Hier habt ihr Geld dafür!

... Wohl eher nicht.
Auch lebte Platinum schon lange von der Hand in den Mund. Sie wollten zwar selbstständiger werden... Aber die Tencent Aktion deutet eher in eine andere Richtung :(.

Ich würde wetten, dass der Port (Switch Anteil) ziemlich flott ging, da man ja schon andere wiiU games auf die Switch gebracht hatte. (wovon eins sehr gewiss auf ziemlich genau den gleichen Framework stand war ;))
Auch die dualscreen Geschichte war ja schon grundsätzlich in der WiiU Version vorhanden.

Viel technischen Aufwand wird das nicht gemacht haben. Da ist die ganze Geschichte mit nintendo wahrscheinlich komplexer.

Der Kickstarter war in erster Linie ein Interesse abchecken... Aber so richtig sehe ich nicht, was daran falsch sein soll.
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Peter__Piper
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Re: The Wonderful 101: Remastered - Test

Beitrag von Peter__Piper » 15.05.2020 13:10

Ich verstehe das auch nicht so ganz :man_shrugging:
Nach eurer definition müsste ich jetzt sauer auf Zach Braff sein, weil er als bekannter Schauspieler eine Crowdfundingkampagne für einen Film gemacht hat.
Oder wo ist da jetzt der springende Punkt der in diesem Fall einen Unterschied macht ?

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Bachstail
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Re: The Wonderful 101: Remastered - Test

Beitrag von Bachstail » 15.05.2020 13:19

Levi hat geschrieben:
15.05.2020 12:58
Zur ersten Hälfte:
Großer Konzern? Platinum Games ist ein Studio.
Ist PG nicht ein recht großes Studio ?
Ich würde wetten, dass der Port (Switch Anteil) ziemlich flott ging, da man ja schon andere wiiU games auf die Switch gebracht hatte.
Möglich aber selbst dann sollten Ports keine zwei, drei Monate dauern, das ist arg kurz, auch Ports brauchen ihre Zeit.
Peter__Piper hat geschrieben:
15.05.2020 13:10
Oder wo ist da jetzt der springende Punkt der in diesem Fall einen Unterschied macht ?
Braff ist eine Einzelperson (toller Schauspieler übrigens !), das ist nicht vergleichbar, das wäre es eher, wenn Warner Bros. für einen Film auf Kickstarter nach Geld fragt.

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Re: The Wonderful 101: Remastered - Test

Beitrag von yopparai » 15.05.2020 13:23

PG ist kein Gigant wie WB, aber 250 Mitarbeiter haben die auch.

Cas27
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Re: The Wonderful 101: Remastered - Test

Beitrag von Cas27 » 15.05.2020 13:27

Peter__Piper hat geschrieben:
15.05.2020 13:10
Ich verstehe das auch nicht so ganz :man_shrugging:
Nach eurer definition müsste ich jetzt sauer auf Zach Braff sein, weil er als bekannter Schauspieler eine Crowdfundingkampagne für einen Film gemacht hat.
Oder wo ist da jetzt der springende Punkt der in diesem Fall einen Unterschied macht ?
Das die Leute scheinbar wissen wieviel Geld Platinum Games hat und wie leicht/schwer es dort ist für einen Game Director ein Projekt zu starten.
Ist PG nicht ein recht großes Studio ?
Mit 256 Mitarbeiten vergleichweise klein. Naughty Dog hat 450, Bungie über 600. Ein ähnlich großes Studio wäre Sucker Punch.

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Levi 
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Re: The Wonderful 101: Remastered - Test

Beitrag von Levi  » 15.05.2020 13:33

Bachstail hat geschrieben:
15.05.2020 13:19
Levi hat geschrieben:
15.05.2020 12:58
Zur ersten Hälfte:
Großer Konzern? Platinum Games ist ein Studio.
Ist PG nicht ein recht großes Studio ?
Ich würde wetten, dass der Port (Switch Anteil) ziemlich flott ging, da man ja schon andere wiiU games auf die Switch gebracht hatte.
Möglich aber selbst dann sollten Ports keine zwei, drei Monate dauern, das ist arg kurz, auch Ports brauchen ihre Zeit.
Warum nicht?
Wenn quasi der gleiche Unterbau wie bei Bayonetta2 vorhanden war, dann ist es nicht schwer das zu übertragen. Die Spiellogik und Assets sollten sowieso Hardware unabhängig sein.

Wenn die Software gut strukturiert ist, dann ist das ein zwei Wochen Job mit ein paar Wochen Testen dahinter. Und im anbetracht dessen, dass Platinum relativ Flott seine Projekte durchzieht, kann man schon davon ausgehen, dass da kein Spaghetti-Code geschrieben wird.

Vielleicht steckt da gar noch eine nähe zu der in nier automata verwendeten engine... Womit auch der ps4 Port flott gegangen sein sollte.
Zuletzt geändert von Levi  am 15.05.2020 13:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Peter__Piper
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Re: The Wonderful 101: Remastered - Test

Beitrag von Peter__Piper » 15.05.2020 13:39

Bachstail hat geschrieben:
15.05.2020 13:19
Braff ist eine Einzelperson (toller Schauspieler übrigens !), das ist nicht vergleichbar, das wäre es eher, wenn Warner Bros. für einen Film auf Kickstarter nach Geld fragt.
Ja, aber für den Fall sollte es doch wurscht sein onb Einzelperson oder eine kleine Firma oä :man_shrugging:
Zack hat die Kampagne übrigens mit seinen Homies Donald Faison und Jim Parson gestartet.
Nach eurer definition hätten die doch das Projekt auch locker alleine stemmen können mit ihrem Geld was sie von Ihrem Schauspielergehalt haben ?

Für mich ist Kickstarter halt auch etwas, was etwas fördert wofür die auf max. Gewinn ausgerichtete Industrie nicht bereit ist zu zahlen.
Für Nische, für Indipendentsachen.
Siehst du das nicht so ?
Und wir sind uns doch wohl alle einig das 101 ein Nischenprodukt ist, oder ? :man_tipping_hand:
Cas27 hat geschrieben:
15.05.2020 13:27
Peter__Piper hat geschrieben:
15.05.2020 13:10
Ich verstehe das auch nicht so ganz :man_shrugging:
Nach eurer definition müsste ich jetzt sauer auf Zach Braff sein, weil er als bekannter Schauspieler eine Crowdfundingkampagne für einen Film gemacht hat.
Oder wo ist da jetzt der springende Punkt der in diesem Fall einen Unterschied macht ?
Das die Leute scheinbar wissen wieviel Geld Platinum Games hat und wie leicht/schwer es dort ist für einen Game Director ein Projekt zu starten.
Ja woher denn ?
Vielleicht kann uns ja der Chris, der ja gerne genauer und kritischer hinsieht als so manch anderer Gamer, erleuchten.
Oder sein Homie yopparai :man_tipping_hand:
Ich würd es halt gern verstehen :man_shrugging:
Ich konnte nix über die Kosten des Ports im Internet finden - oder irgendeines Ports :?
Zuletzt geändert von Peter__Piper am 15.05.2020 13:48, insgesamt 3-mal geändert.

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Bachstail
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Re: The Wonderful 101: Remastered - Test

Beitrag von Bachstail » 15.05.2020 13:51

Levi hat geschrieben:
15.05.2020 13:33
Warum nicht?
Wenn quasi der gleiche Unterbau wie bei Bayonetta2 vorhanden war, dann ist es nicht schwer das zu übertragen. Die Spiellogik und Assets sollten sowieso Hardware unabhängig sein.

Wenn die Software gut strukturiert ist, dann ist das ein zwei Wochen Job mit ein paar Wochen Testen dahinter. Und im anbetracht dessen, dass Platinum relativ Flott seine Projekte durchzieht, kann man schon davon ausgehen, dass da kein Spaghetti-Code geschrieben wird.

Vielleicht steckt da gar noch eine nähe zu der in nier automata verwendeten engine... Womit auch der ps4 Port flott gegangen sein sollte.
Dann nehme ich das so hin.

Ich lese häufiger Mal, dass auch Ports ihre Zeit brauchen aber nach Deinen Ausführungen ergibt es durchaus Sinn, dass der Port nicht so viel Zeit verschlungen hat, ich gebe zu, zudem nicht bedacht zu haben, dass das nicht der erste Port von PG ist und sie durchaus Erfahrungen mit Ports haben, sie wissen definitiv, was sie tun.
Peter__Piper hat geschrieben:
15.05.2020 13:39
Siehst du das nicht so ?
Doch doch, definitiv.

Ich fand das Goal für den Switch-Port nur unangebracht, da ich bei der angegebenen Zeit davon ausging, dass der Port schon eine ganze Weile in trockenen Tüchern ist, die restlichen Goals wie die Umsetzung für die PS4 stören mich nicht im Geringsten, diese begrüße ich sogar, denn wie edu bereits schrieb, kommen so mehr Leute in den Genuss des Spiels, wenn das Goal erreicht ist (einer der Gründe, warum ich mich als Nintendo-Fan dafür einsetze, Bayonetta auf allen Plattformen zu releasen und nicht nur an Nintendo zu binden).

Aber nach Levis Ausführungen, die für mich schlüssig sind, sehe ich das mit dem Switch-Port jetzt nicht mehr soo eng, klar kann man noch darüber streiten, ob es angebracht ist, dass ein Studio wie PG mit Tencent im Rücken überhaupt eine Kikcstarter-Kampagne startet aber auch hier hat Levi etwas in meinen Augen schlüssiges gesagt, denn vielleicht wollte Tencent das gar nicht finanzieren ob des Flops von 101 auf der Wii U oder aber die Kampagne an sich war schon vor dem Deal mit Tencent geplant.

Ich fahre meine Kritik und meine Enttäuschung also zurück, übrig bleibt PG als recht großer Entwickler, der es nötig hat eine Kampagne zu starten aber das ist SEHR schwer zu bewerten, so ganz ohne Einblick in die Finanzen, deswegen gebe ich zu, dass diese Kritik auf sehr wackeligen Füßen steht.
Zuletzt geändert von Bachstail am 15.05.2020 13:53, insgesamt 1-mal geändert.

Cas27
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Re: The Wonderful 101: Remastered - Test

Beitrag von Cas27 » 15.05.2020 14:24

Ich fahre meine Kritik und meine Enttäuschung also zurück, übrig bleibt PG als recht großer Entwickler, der es nötig hat eine Kampagne zu starten aber das ist SEHR schwer zu bewerten, so ganz ohne Einblick in die Finanzen, deswegen gebe ich zu, dass diese Kritik auf sehr wackeligen Füßen steht.
Es ist nunmal ein Unternehmen, da ist nicht viel Platz für Romantik. Und ein geflopptes Spiel neu auflegen weil es ein paar Personen von diesen 250+ am Herzen liegt ist nunmal genau das.

Selbst wenn es der Chef ist, auch der hat eine Verantwortung gegenüber der Belegschaft das Firmengeld nicht einfach so aus persönlichem Anliegen in ein Risikiprojekt zu stecken und es im schlimmsten Falle zu verbrennen. Genauso wie die Arbeitskraft die dafür nötig ist evtl, bei anderen Projekten fehlt und auch diese in Mitleidenschaft zieht.

Und im internationalen Vergleich ist PG kein großer Entwickler. Er gehört zu den bekannteren japanischen Entwicklern im Westen, keine Frage, aber das war es dann auch schon. Selbst Bluebyte hat mehr Mitarbeiter und die würde ich auch eher anhand des Bekanntheitsgrades bewerten und nicht vermuten das die anhand von Anno und Siedler in Millionen schwimmen und machen können was sie wollen.
Zuletzt geändert von Cas27 am 15.05.2020 14:29, insgesamt 2-mal geändert.

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Todesglubsch
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Re: The Wonderful 101: Remastered - Test

Beitrag von Todesglubsch » 15.05.2020 14:30

JesusOfCool hat geschrieben:
15.05.2020 11:50
die leute, die auf kickstarter ein projekt unterstützen sollen auch etwas dafür bekommen. kickstarter ist so ausgelegt,
Kickstarter ist trotzdem kein Vorbestellservice. Änderungen während der Entwicklung passieren und die Entwickler sind angehalten, die Entwicklung so offen wie möglich zu gestalten um ihre Backer auf dem Laufenden zu halten. Die Boni sind Dankeschöns für entsprechende Entwicklungsspenden. Manche Spieler meinen, weil sie jetzt 200$ in ein Spiel gesteckt haben, sollten sie auch einen Bonus im Wert von 200$ erhalten. Und das ist eine falsche, aber vollkommen nachvollziehbare Einstellung.

Wie dem auch sei: Platinum hat Kickstarter hier als Vorbestelldienst mit Sofortzahlung missbraucht. Den Betrag um irgendwas zu kickstarten haben sie nicht benötigt. Als sie den Kickstarter gestartet haben, dürfte der Port schon mehr oder weniger fertig gewesen sein. Was anderes wollte ich eigentlich nicht sagen.
Cas27 hat geschrieben:
15.05.2020 14:24
Es ist nunmal ein Unternehmen, da ist nicht viel Platz für Romantik. Und ein geflopptes Spiel neu auflegen weil es ein paar Personen von diesen 250+ am Herzen liegt ist nunmal genau das.
Dafür war ja der Kickstarter da: Man wollte sicherstellen, dass man nach dem Port wenigstens wieder bei +/- 0 steht. Denn ob sich aus dem gefloppten Spiel nun bei zweitem Versuch wieder Gewinn erwirtschaften lässt, ist etwas fragwürdig. Zumal der Metascore aktuell niedriger liegt, als beim WiiU-Original.

Edit: Ich dachte bei dem "großen Konzern" würdet ihr Tencent meinen, die ihre Krallen, äh, Gelder ja in Platinum gegraben haben.
Zuletzt geändert von Todesglubsch am 15.05.2020 14:32, insgesamt 1-mal geändert.

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Der Chris
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Re: The Wonderful 101: Remastered - Test

Beitrag von Der Chris » 16.05.2020 12:40

Peter__Piper hat geschrieben:
15.05.2020 13:39
Cas27 hat geschrieben:
15.05.2020 13:27
Peter__Piper hat geschrieben:
15.05.2020 13:10
Ich verstehe das auch nicht so ganz :man_shrugging:
Nach eurer definition müsste ich jetzt sauer auf Zach Braff sein, weil er als bekannter Schauspieler eine Crowdfundingkampagne für einen Film gemacht hat.
Oder wo ist da jetzt der springende Punkt der in diesem Fall einen Unterschied macht ?
Das die Leute scheinbar wissen wieviel Geld Platinum Games hat und wie leicht/schwer es dort ist für einen Game Director ein Projekt zu starten.
Ja woher denn ?
Vielleicht kann uns ja der Chris, der ja gerne genauer und kritischer hinsieht als so manch anderer Gamer, erleuchten.
Oder sein Homie yopparai :man_tipping_hand:
Ich würd es halt gern verstehen :man_shrugging:
Ich konnte nix über die Kosten des Ports im Internet finden - oder irgendeines Ports :?
Ich hab mich jetzt mit meinem Homie diesbezüglich noch nicht abstimmen können. Ich hoffe dass unsere Aussagen jetzt durch die fehlende Abstimmung nicht auseinanderlaufen, so dass uns am Ende die Wucht des Kollektivs fehlt. Aber ich würde folgendes sagen, was auch an meiner initialen Aussage orientiert ist...

Ich behaupte nicht, dass diese Kickstarter-Kampagne jetzt irgendwie das Schlimmste ist was in der Menschheitsgeschichte geschehen ist. Meine Aussage war lediglich, dass die ganze Aktion in meinen Augen reichlich lächerlich ist. Punkt 1 ist, dass sie einfach (wie andere es vor ihnen auch schon versucht haben) Kickstarter für etwas hergenommen haben, wofür es eigentlich nicht gedacht ist und mein Punkt 2 geht damit einher, dass wir jetzt irgendwie 2 oder 3 Monate nach Auslauf der Kickstarter Kampagne schon den fertigen Port haben und ich mich ernsthaft frage warum man dafür den ganzen Aufriss macht. Sie hätten es einfach tun sollen ohne dieses ganze Gewese und dann wär das mMn auch gut gewesen. Jetzt im Nachhinein find ich es halt einfach hochgradig albern mit leichtem Beigeschmack.

Ich hab bei Platinum übrigens nie von einem Konzern gesprochen. So hoch will ich es nicht aufhängen. Aber Fakt ist auch, dass Platinum lange keine kleine Klitsche mehr ist, auch wenn es sicherlich größere Studios geben mag. Offensichtlich haben sie jetzt für den Zeitraum dieses Projekts 5 (!) interne Mitarbeiter (von wie vielen? 250, 260?) für die Zeit von wenigen Monaten gebunden. Also ich würde mal die steile These aufstellen, dass es meine Firma nicht in den Ruin treiben würde, wenn ich und 4 andere Kollegen ein (gewinnorientiertes) Projekt mit sicherem Ausgang über so einen schmalen Zeitraum starten würden. Das würde auch Platinum verkraften, selbst wenn der Port am Ende scheitern sollte und das Ding nie released wird.

Ich hab es anfangs nicht ganz so problematisch gesehen, weil ich fest davon ausgegangen war, dass der Port irgendwie aufwändiger ausfallen würde und weil es nachgewiesenermaßen auch jetzt kein Megaseller wird. Ich dachte es wäre ein Projekt, das tatsächlich finanziell abgesichert werden müsste. Für mich war klar, dass man da bei Platinum irgendwie ein Jahr dran werkeln muss. Aber davon kann ja nicht mehr wirklich die Rede sein. Einen Monat nach Kickstarter-Ende hatten sie irgendwie schon den kompletten Port auf der PAX East (ich glaube das war die Messe) mit dabei und das hat mich ehrlich gesagt dann komplett irritiert.

Später wurde, so wie ich das mitbekommen habe, ja auch mehr oder weniger bestätigt, dass die Kickstarter Kampagne ein reiner Marketingstunt war, wo ich mich dann ehrlich gesagt auch ein wenig verscheißert fühle, wenn ich im Nachhinein enthüllt bekomme, dass es gar nicht um die Finanzierung sondern um Aufmerksamkeit gegangen ist. Dafür ist Kickstarter schlicht und ergreifend nicht da. Da fühl ich mich einfach belogen.

Der Vergleich mit Zach Braff ist deswegen leider nicht völlig zutreffend. Auch aus verschiedenen anderen Gründen noch. In erster Linie aber weil du als Künstler auf Kickstarter ja versuchst Leute hinter dein Projekt zu bekommen und um deine Unabhängigkeit bei deinem Herzensprojekt zu gewährleisten, das halt im Kino (oder Streaming) auch sehr leicht sehr fatal scheitern kann. Diese Risiken hat Platinum hier allesamt mit diesem Projekt nicht gehabt. Das war ein Projekt das komplett überschaubar war (in Kosten und Ergebnis...und eigentlich auch in Verkaufszahlen), das mit Leichtigkeit finanzierbar ist und auch durch Platinum im Rücken doppelt und dreifach abgesichert ist. Sie haben ja auch kein neues Spiel entwickelt, was die Risiken nochmal zusätzlich minimiert hat. Scheiße, der ganze Merch den sie da extra noch rausgehauen haben, hat wahrscheinlich am Ende mehr gekostet als der Port des Spiels selber.

Das alles macht es für mich in Summe zu einer sehr "unglücklichen" Aktion, die ich so in der Form einfach nie wieder von Platinum sehen will. Das ist meine Sicht auf die Dinge, die diesen Port betreffen.

mariofreak
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Re: The Wonderful 101: Remastered - Test

Beitrag von mariofreak » 16.05.2020 18:32

Der Chris hat geschrieben:
16.05.2020 12:40
Ich behaupte nicht, dass diese Kickstarter-Kampagne jetzt irgendwie das Schlimmste ist was in der Menschheitsgeschichte geschehen ist. Meine Aussage war lediglich, dass die ganze Aktion in meinen Augen reichlich lächerlich ist. Punkt 1 ist, dass sie einfach (wie andere es vor ihnen auch schon versucht haben) Kickstarter für etwas hergenommen haben, wofür es eigentlich nicht gedacht ist und mein Punkt 2 geht damit einher, dass wir jetzt irgendwie 2 oder 3 Monate nach Auslauf der Kickstarter Kampagne schon den fertigen Port haben und ich mich ernsthaft frage warum man dafür den ganzen Aufriss macht. Sie hätten es einfach tun sollen ohne dieses ganze Gewese und dann wär das mMn auch gut gewesen. Jetzt im Nachhinein find ich es halt einfach hochgradig albern mit leichtem Beigeschmack.

Ich hab bei Platinum übrigens nie von einem Konzern gesprochen. So hoch will ich es nicht aufhängen. Aber Fakt ist auch, dass Platinum lange keine kleine Klitsche mehr ist, auch wenn es sicherlich größere Studios geben mag. Offensichtlich haben sie jetzt für den Zeitraum dieses Projekts 5 (!) interne Mitarbeiter (von wie vielen? 250, 260?) für die Zeit von wenigen Monaten gebunden. Also ich würde mal die steile These aufstellen, dass es meine Firma nicht in den Ruin treiben würde, wenn ich und 4 andere Kollegen ein (gewinnorientiertes) Projekt mit sicherem Ausgang über so einen schmalen Zeitraum starten würden. Das würde auch Platinum verkraften, selbst wenn der Port am Ende scheitern sollte und das Ding nie released wird.

Ich hab es anfangs nicht ganz so problematisch gesehen, weil ich fest davon ausgegangen war, dass der Port irgendwie aufwändiger ausfallen würde und weil es nachgewiesenermaßen auch jetzt kein Megaseller wird. Ich dachte es wäre ein Projekt, das tatsächlich finanziell abgesichert werden müsste. Für mich war klar, dass man da bei Platinum irgendwie ein Jahr dran werkeln muss. Aber davon kann ja nicht mehr wirklich die Rede sein. Einen Monat nach Kickstarter-Ende hatten sie irgendwie schon den kompletten Port auf der PAX East (ich glaube das war die Messe) mit dabei und das hat mich ehrlich gesagt dann komplett irritiert.

Später wurde, so wie ich das mitbekommen habe, ja auch mehr oder weniger bestätigt, dass die Kickstarter Kampagne ein reiner Marketingstunt war, wo ich mich dann ehrlich gesagt auch ein wenig verscheißert fühle, wenn ich im Nachhinein enthüllt bekomme, dass es gar nicht um die Finanzierung sondern um Aufmerksamkeit gegangen ist. Dafür ist Kickstarter schlicht und ergreifend nicht da. Da fühl ich mich einfach belogen.

Der Vergleich mit Zach Braff ist deswegen leider nicht völlig zutreffend. Auch aus verschiedenen anderen Gründen noch. In erster Linie aber weil du als Künstler auf Kickstarter ja versuchst Leute hinter dein Projekt zu bekommen und um deine Unabhängigkeit bei deinem Herzensprojekt zu gewährleisten, das halt im Kino (oder Streaming) auch sehr leicht sehr fatal scheitern kann. Diese Risiken hat Platinum hier allesamt mit diesem Projekt nicht gehabt. Das war ein Projekt das komplett überschaubar war (in Kosten und Ergebnis...und eigentlich auch in Verkaufszahlen), das mit Leichtigkeit finanzierbar ist und auch durch Platinum im Rücken doppelt und dreifach abgesichert ist. Sie haben ja auch kein neues Spiel entwickelt, was die Risiken nochmal zusätzlich minimiert hat. Scheiße, der ganze Merch den sie da extra noch rausgehauen haben, hat wahrscheinlich am Ende mehr gekostet als der Port des Spiels selber.

Das alles macht es für mich in Summe zu einer sehr "unglücklichen" Aktion, die ich so in der Form einfach nie wieder von Platinum sehen will. Das ist meine Sicht auf die Dinge, die diesen Port betreffen.
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Lucfake.
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Re: The Wonderful 101: Remastered - Test

Beitrag von Lucfake. » 18.05.2020 13:47

Das ist auch eines dieser Spiele, die mir auf der Wii U durch die Lappen gegangen sind. Sehr schön, dass ich das nun auf der Switch nachholen kann. Wobei ich noch einen guten Stapel an Spielen abarbeiten muss. Man, ich wünschte, ich hätte mehr Zeit für die ganzen Spiele...

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Spiritflare82
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Re: The Wonderful 101: Remastered - Test

Beitrag von Spiritflare82 » 19.05.2020 20:53

Also mehr ein Port als remastered...da hats sichs Platinum wohl einfach gemacht. Hatte das Spiel auf der WiiU, zu lang und das Kampfsystem ist mir zu technisch gewesen, aber witzig ist das Game schon.

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