Star Wars Jedi: Fallen Order - Lucasfilm war mit dem Konzept zunächst nicht einverstanden

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Sir Richfield
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Re: Star Wars Jedi: Fallen Order - Lucasfilm war mit dem Konzept zunächst nicht einverstanden

Beitrag von Sir Richfield » 14.01.2020 14:39

Ryan2k6 hat geschrieben:
14.01.2020 14:08
Wenn du Ep2 drin hast, brauchst du auch Ep1, sonst ist gar nicht der Hype um Anakin klar und auch nicht, seine tiefe Verbindung zur Mutter, also warum er den dunklen Pfad in Ep2 beschreitet und die Sandleute alle tötet.
Ich hoffe das war jetzt eine Anekdote mit einer humoristischen Klimax.
Für das Verständnis des Umkippens von Anakin reicht es durchaus, da anzufangen, wo er Obi Wans Schüler ist. Niemand benötigt das Wissen um Midichlorianer, der Unbefleckten Empfängnis, Darth Maul, Qui Gon, Podracing, Jar Jar Binks, etc. pp.
Ich habe das übrigens ausprobiert! Ich habe jemanden gefunden, der mehr als 40 Jahre erlebt hat, ohne Star Wars zu sehen. Sie kannte nicht mal das Verhältnis von Luke und Vader!!!
Die Story wurde verstanden und es gibt jetzt einen Star Wars Fan mehr auf dieser Welt. ;)
Episode 1 haben wir dann auf Nachfrage nachgeholt.

Das einzige, was in Episode II ein wenig aus dem Nichts kommen könnte, wäre dass Anakin Padme kennt. Aber das kann man wegwischen, immerhin kennt Obi Wan Lukes Vater und das wird auch einfach so hingenommen und nicht episch erklärt. (Also innerhalb des Films. I-III IST die epische Erklärung)

Wie wäre es denn mit Solo als Start? :D ICh fand den nicht schlecht. Und Maul taucht darin auf!
Also Solo als FILM war OK. Solos Problem ist, dass er weniger als nur überflüssiger als ein Kropf ist.
Rogue One war ja schon überflüssig, geht aber immerhin nahtlos in Episode IV über. Zudem ist es ein wenig Worldbuilding, dass Tarkin immer schon ein Arsch war, dass der Todesstern auch eine Präzisionswaffe ist, etc.

Solo beantwortet Fragen, die Niemand jemals gestellt hat. Oft ist es deutlich besser, wenn Dinge im Dunkeln bleiben. Und bei einem Charakter wie Han Solo ist das sogar... essenziell?

Zudem hat Solo dasselbe Problem wie Rogue One: Beide Filme eignen sich nicht als Einstieg in das Star Wars Universum. Dafür sind die auch nicht gemacht worden! Die Filme ergeben exakt Null Sinn als eigenständige Filme. Brauchen Sie ja auch nicht. Es gibt genau einen Film, der all das bereits abdeckt: A New Hope.

Wobei man dazusagen muss, dass dieser Film jetzt auch nicht in der leeren Luft erschien. Der kam schon zu einer Zeit, wo den Leuten das Genre "SciFi" durchaus geläufig war. Das musste man den Leuten nicht groß erklären.
In meinen Augen ist das eine der Stärken des SW Universums: Die Dinge sind da einfach, wie sie sind, ohne dass das Jemand im Detail (OnScreen) erklärt. Räder sind im SW Universum verpönt, OK, check. Roboter kosten anscheinend nix und sind für jeden Scheiss spezialisiert gebaut, OK, check. Grundsätzlich kommen Aliens aller Formen und Farben irgendwie miteinander klar, OK, check. Die bösen sind Nazis und buchstäblich rassistisch, OK, nicht zu übersehen.
Das passiert in schönster "Show, don't tell" Manier auf der Leinwand. Der Rasende Falke (lol) wird nicht nur ein Schrotthaufen genannt, er sieht von Nahem auch so aus und wenn sie nicht gerade fliegt, muss Chewie irgendwas daran reparieren.

(Ach, ich komm wieder von Kuchen backen auf Arschbacken...)
"In theory, it refers to a Metroid style game (continuous world exploration focused action platformer) with SOTN style levelups and gear.
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Ryan2k6
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Re: Star Wars Jedi: Fallen Order - Lucasfilm war mit dem Konzept zunächst nicht einverstanden

Beitrag von Ryan2k6 » 14.01.2020 15:05

Sir Richfield hat geschrieben:
14.01.2020 14:39
Das einzige, was in Episode II ein wenig aus dem Nichts kommen könnte, wäre dass Anakin Padme kennt. Aber das kann man wegwischen, immerhin kennt Obi Wan Lukes Vater und das wird auch einfach so hingenommen und nicht episch erklärt.
Nicht ganz das gleiche. Es wird ja gesagt, dass OWK seinen Vater aus den Klonkriegen kennt. Aber Anakin würde sich hier auf ein Wiedersehen mit einer Frau freuen, die man noch nie gesehen hat und gar nicht weiß, warum er sich freut. Und wie schon gesagt, ist der Raid auf die Sandleute dann ziemlich out of nowhere.

Klar versteht man das auch so, man hat ja auch 4-6 vorher so verstanden. Aber zu sagen, dass Ep1 keine Hintergründe geliefert hätte, stimmt halt nicht. und ohne 1 machen einige Dinge in 2 eben keinen Sinn, dann kannste 2 gleich mit weglassen und nur 3 bringen.
Sir Richfield hat geschrieben:
14.01.2020 14:39
Der Rasende Falke (lol) wird nicht nur ein Schrotthaufen genannt, er sieht von Nahem auch so aus und wenn sie nicht gerade fliegt, muss Chewie irgendwas daran reparieren.
Chewie ist eine sie? :Blauesauge:
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Sir Richfield
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Re: Star Wars Jedi: Fallen Order - Lucasfilm war mit dem Konzept zunächst nicht einverstanden

Beitrag von Sir Richfield » 14.01.2020 15:34

Ryan2k6 hat geschrieben:
14.01.2020 15:05
Klar versteht man das auch so, man hat ja auch 4-6 vorher so verstanden. Aber zu sagen, dass Ep1 keine Hintergründe geliefert hätte, stimmt halt nicht. und ohne 1 machen einige Dinge in 2 eben keinen Sinn, dann kannste 2 gleich mit weglassen und nur 3 bringen.
Nee, ich bleibe dabei, das einzige, was ohne 1 keinen Sinn ergibt, wenn man IV und V vorher gesehen hat, ist dass Anakin Padme kennt.

Aber auch das ist nicht wirklich wichtig, denn so wie die sich begrüßen, sollte klar sein, dass die sich zwar kennen, aber schon lange nicht mehr gesehen haben müssen. Dass Anakin Padme immer schon "toll" fand (und bei dem Altersunterschied möchte ich da nicht drüber nachdenken) ist nicht zwingend notwendig für die Erkenntnis, dass Anakin Padme jetzt besonders toll findet. Können auch die meisten nachvollziehen, Frau Portman ist nett anzusehen und Anakin läuft vor Hormonen über. Der Rest ist halt mieses Storytelling.

Mutter als Konzept sollte auch den meisten Menschen ein Begriff sein und dass Watto Anakin kennt muss eigentlich auch nicht erklärt werden. Immerhin haben wir einen Sprung von mehr als eine Dekade zwischen I und II. Das Universum ist in einem Konflikt und Obi Wan und Anakin sind offensicht "Veteranen" dieses Konflikts und herumgereist. (Auch das eine Unterhaltung zwischen beiden

Klar nennt I ein paar Hintergründe, aber die braucht man nicht dringend, um Vader zu verstehen. Anakin hat mit Maul genau 0 Berühungspunkte. (Soweit meine Erinnerung stimmt).
Dass Anakin der super Pilot ist, von dem Obi Wan Luke erzählt, findet in Episode III statt. Dass Little Ani schon Podracer und Jäger steuern konnte, ist ein nettes Detail, aber halt... unwichtig.
Und was einem I an Wissen beibringt schadet halt mehr: Unbefleckte Empängnis, die Macht ist eigentlich nur eine Viruskrankheit, etc.
Besser noch: II fängt mit genau den Klonkriegen an, von denen Obi Wan Luke erzählt. Man weiß also, es gab Klonkriege und Obi Wan kannte Lukes Vater, Anakin Skywalker. Das sind auch (iirc) die ersten Protagonisten, die man in II sieht und die werden innerhalb kürzester Zeit mit Namen angesprochen.
Chewie ist eine sie? :Blauesauge:
Mist, über die eigene Inkonsistenz gestolpert. Mir fiel bei der Hälfte des Satzes ein, dass Schiffe (und damit auch Raumschiffe) weiblich sind.

Edit: Soviel zum "Überinterpretieren" :lol: :lol: :lol:
Zuletzt geändert von Sir Richfield am 14.01.2020 15:50, insgesamt 3-mal geändert.
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SethSteiner
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Re: Star Wars Jedi: Fallen Order - Lucasfilm war mit dem Konzept zunächst nicht einverstanden

Beitrag von SethSteiner » 14.01.2020 15:58

Sir Richfield hat geschrieben:
14.01.2020 12:19
SethSteiner hat geschrieben:
14.01.2020 12:11
The Force Awakens (wer das in seinem Kanon haben will)
TFA? Ja, doch, schon. Der war relativ harmlos und tat keinem weh, ausser Han Solo Fans, die nicht einsehen, dass das ein großer Gefallen für Harrison Ford war. :)
DANACH wurde es schlimm.
Wäre aber nicht passiert, wenn dieser Film harmlos gewesen wäre. Alles danach baut auf dem auf was man hiereingeführt hat. Solos Familienprobleme, Luke allein auf der Insel, die Anakin Kopie mitsamt Heiß Auslöschung, Imperator Kopie, Kopie des gesamten ANH Konflikts, Mary Sie Protagonistin, Charaktere mit einem Mangel an Persönlichkeit und Motivation. Und Han ist doch ein gutes Beispiel für das was schief läuft. Der Schauspieler hat keinen Bock und will schon ewig dass sie Charakter stirbt, daher tut man ihm den Gefallen. So schreibt man aber kein Geschichten. Wobei weniger der Tod das Problem ist (aber auch) als dass man den gesamten Charakter Arc von Hab Solo über den Jordan geworfen hat (so wie bei Luke ja auch).
Sir Richfield hat geschrieben:
14.01.2020 14:39
Die bösen sind Nazis und buchstäblich rassistisch, OK, nicht zu übersehen.
Das Imperium sind keine Space Nazis und es gibt keinen buchstäbliche Rassismus. Das ist etwas das im Nachhinein erfunden wurde als ob das was man in den Filmen mit Machtwahn, Brutalität und Militarismus sieht nicht eigentlich völlig ausreichend war.

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Re: Star Wars Jedi: Fallen Order - Lucasfilm war mit dem Konzept zunächst nicht einverstanden

Beitrag von Ryan2k6 » 14.01.2020 16:15

Sir Richfield hat geschrieben:
14.01.2020 15:34
Können auch die meisten nachvollziehen, Frau Portman ist nett anzusehen und Anakin läuft vor Hormonen über.
Tja, und wieder liegts am Zölibat. :Blauesauge:
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Re: Star Wars Jedi: Fallen Order - Lucasfilm war mit dem Konzept zunächst nicht einverstanden

Beitrag von Sir Richfield » 14.01.2020 16:23

SethSteiner hat geschrieben:
14.01.2020 15:58
Wäre aber nicht passiert, wenn dieser Film harmlos gewesen wäre. Alles danach baut auf dem auf was man hiereingeführt hat.
Ich dachte, das Problem von VIII ist, dass der Film so gut wie alles von VI einfach in die Tonne kloppt, angefangen mit Snoke.

Hans Tod an sich ist (jedenfalls für mich) kein Problem. Ben ist ein Arsch und will wirklich ganz doll dringend zur dunklen Seite. Das ist ein wichtiger Schritt. Wie gut wäre es jetzt gewesen (und hätte sogar zur traurigen Realität gepasst), wenn er auch noch seine MUTTER übern Haufen geschossen hätte? Das wäre glatt nochmal schlimmer als Anakin und die Junglinge, besonders für's Publikum.
Stattdessen kann Leia plötzlich die Macht nutzen und wird auch buchstäblich Space Jesus.

[@uote]Das Imperium sind keine Space Nazis und es gibt keinen buchstäbliche Rassismus.[/quote]
Äh, haben wir andere Episoden IV - VI gesehen? Noch mehr Nazi als das Imperium kann man nicht sein. Da gibt es nichts anderes hineinzuinterpretieren.
Und das Imperium besteht (in Führungspositionen) zu 100% aus Menschen! Die Buchstäblichkeit bezog sich darauf, dass ein Hutte tatsächlich eine andere Rasse ist als ein Mensch.
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Re: Star Wars Jedi: Fallen Order - Lucasfilm war mit dem Konzept zunächst nicht einverstanden

Beitrag von Sir Richfield » 14.01.2020 16:32

Ryan2k6 hat geschrieben:
14.01.2020 16:15
Tja, und wieder liegts am Zölibat. :Blauesauge:
Besonders weil das Zölibat der Jedi noch deutlich weiter geht. Die Jedi versuchen einem zu lehren, sich nicht emotional an etwas zu binden. Das ganze X leads to Y leads to Z Gefasel halt.
Dass das Quark ist und die Frage aufwirft, woher die Jedi dann die Motivation nehmen sollen, "gutes" zu tun... oder ÜBERHAUPT WAS zu tun, das ist eine andere Sache. Nein, im Ernst. Die dürften nicht mal Mitleid haben, der Grund steht ja schon im Wort.

Deshalb sind Figuren wie Mace Windu Sonderlinge, der hat seine Emotionen einigermaßen im Griff.
Nicht zu vergessen Ahsoka, die einzige, die wirklich "neutral" wurde, weil die Jedi nämlich auch nur eine Bande Idioten sind. Aber das ist Klone Wars, ich versuche mich auf die Filme zu beschränken.

Und halt Luke der Erlöser, weil er der Versuchung widerstehen kann. (Wobei der jetzt nicht so herausgefordert war wie Anakin...)
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Re: Star Wars Jedi: Fallen Order - Lucasfilm war mit dem Konzept zunächst nicht einverstanden

Beitrag von SethSteiner » 14.01.2020 16:45

Sir Richfield hat geschrieben:
14.01.2020 16:23
SethSteiner hat geschrieben:
14.01.2020 15:58
Wäre aber nicht passiert, wenn dieser Film harmlos gewesen wäre. Alles danach baut auf dem auf was man hiereingeführt hat.
Ich dachte, das Problem von VIII ist, dass der Film so gut wie alles von VI einfach in die Tonne kloppt, angefangen mit Snoke.

Hans Tod an sich ist (jedenfalls für mich) kein Problem. Ben ist ein Arsch und will wirklich ganz doll dringend zur dunklen Seite. Das ist ein wichtiger Schritt. Wie gut wäre es jetzt gewesen (und hätte sogar zur traurigen Realität gepasst), wenn er auch noch seine MUTTER übern Haufen geschossen hätte? Das wäre glatt nochmal schlimmer als Anakin und die Junglinge, besonders für's Publikum.
Stattdessen kann Leia plötzlich die Macht nutzen und wird auch buchstäblich Space Jesus.
Das Imperium sind keine Space Nazis und es gibt keinen buchstäbliche Rassismus.
Äh, haben wir andere Episoden IV - VI gesehen? Noch mehr Nazi als das Imperium kann man nicht sein. Da gibt es nichts anderes hineinzuinterpretieren.
Und das Imperium besteht (in Führungspositionen) zu 100% aus Menschen! Die Buchstäblichkeit bezog sich darauf, dass ein Hutte tatsächlich eine andere Rasse ist als ein Mensch.
VIII Problem ist, dass es eine Fortsetzung von VII ist. Was hätte der Film den anderes tun sollen als genau wie VII zuvor, aus Versatzstücken alter Filme zu bestehen? Wäre VII tatsächlich komplett ignoriert worden oder zumindest weitreichend geretconned, dann hätte er sehr gute Chancen gehabt aber wie damals schon gesagt wurde, man hatte nur VII und musste mit einer weißen Leinwand anfangen. Es gab einfach kein tiefergehendes Konzept. Was fehlte war der Mut das zu verwerfen was man davor eingeführt hatte. Genau wie VII der Mut fehlte etwas originelles und eigenständiges zu erschaffen und stattdessen Schauspielerwünsche erfüllt. Das was du da benennst ist doch ein weiteres hervorragendes Beispiel für die Probleme. Warum will denn der Typ unbedingt auf die dunkle Seite (und warum ist er da noch nicht, nach dem er ja ein Massenmörder und Folterknecht ist?)? Bei Anakin gab es zumindest eine Motivation, hier hat man schon im ersten Film versagt überhaupt eine zu etablieren. Und Leia kann nicht plötzlich die Macht nutzen, die beherrscht sie schon eine ganze Weile. Ihr Talent wird sogar deutlich in Episode VI erwähnt, das ist ein paar Jahrzehnte her. Darauf aufzubauen ist nur konsequent aber auch hier hat sich Episode VII überhaupt nicht hervorgetan. Es ist eine ziemliche Schande wie dieser Charakter geschrieben wurde und das begann eben auch schon in dieser Episode.

Und nope, das Imperium sind eben keine Nazis. 100% Menschen sehen wir auch bei der Rebellion. Die Produktionsbeindungen der Entstehungszeit sind nicht mit einer Filmaussage gleichzusetzen. Wenn man die Behauptung aufstellt "Das sind Nazis, im Weltraum", reicht es nicht nur Antagonisten in Uniform zu haben. Man muss Parallelen belegen, die ausschließlich auf das Dritte Reich zutreffen und das wird auf Basis der Filme verflucht schwer, denn nicht nur, dass so ein Kernelement wie der Rassismus fehlt oder die Ansichten zur Rolle der Frau, es fehlt auch ein Führerkult mitsamt inflationären Gebrauch von Symbolik (und selbst das ist etwas, dass man auch in der Sowjetunion und anderen Regimen findet). Die Filme vermeiden es geradezu ein reales Regime zu porträtieren, was ihnen auch zu gute kommt, denn das Imperium steht so für jedes autokratische Regime, ganz unabhängig von der Ideologie.
Zuletzt geändert von SethSteiner am 14.01.2020 16:46, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Star Wars Jedi: Fallen Order - Lucasfilm war mit dem Konzept zunächst nicht einverstanden

Beitrag von Ryan2k6 » 14.01.2020 17:08

SethSteiner hat geschrieben:
14.01.2020 16:45
100% Menschen sehen wir auch bei der Rebellion.
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Re: Star Wars Jedi: Fallen Order - Lucasfilm war mit dem Konzept zunächst nicht einverstanden

Beitrag von Ryan2k6 » 14.01.2020 17:13

Sir Richfield hat geschrieben:
14.01.2020 16:32
Dass das Quark ist und die Frage aufwirft, woher die Jedi dann die Motivation nehmen sollen, "gutes" zu tun... oder ÜBERHAUPT WAS zu tun, das ist eine andere Sache. Nein, im Ernst. Die dürften nicht mal Mitleid haben, der Grund steht ja schon im Wort.
Sie tun ja auch nichts gutes einfach so. Sie sind Verteidiger der Republik, nur deswegen und nach langem zögern greifen sie überhaupt ein. Bei Kotor sieht man das auch, weil die Jedi eben nicht helfen wollen im Outer Rim, machen Revan und Malak das auf eigene Faust. Eigentlich stehen die Jedi nämlich neutral da.
Sir Richfield hat geschrieben:
14.01.2020 16:32
Deshalb sind Figuren wie Mace Windu Sonderlinge, der hat seine Emotionen einigermaßen im Griff.
Nicht zu vergessen Ahsoka, die einzige, die wirklich "neutral" wurde, weil die Jedi nämlich auch nur eine Bande Idioten sind. Aber das ist Klone Wars, ich versuche mich auf die Filme zu beschränken.
Auch ein Yoda hat seine Gefühle im Griff und selbst ein Obi Wan größtenteils. Neutrale oder graue Jedi gab es auch früher schon, siehe Kotor.
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Re: Star Wars Jedi: Fallen Order - Lucasfilm war mit dem Konzept zunächst nicht einverstanden

Beitrag von Sir Richfield » 14.01.2020 17:13

SethSteiner hat geschrieben:
14.01.2020 16:45
VIII Problem ist, dass es eine Fortsetzung von VII ist. Was hätte der Film den anderes tun sollen als genau wie VII zuvor, aus Versatzstücken alter Filme zu bestehen?
Ich denke, wir können zusammenfassen, dass das Problem von VII bis IX ist, dass man KEINEN PLAN hatte. Also buchstäblich und mit Ansage nicht.
VII an sich ist halt kein Problem, weil Abrams im Grunde nichts anderes machen konnte, als der Fabbasis zu sagen "Seht her, wir können noch Filme, die wie Star Wars aussehen!!!"
Das Problem ist halt, dass dem noch zwei Filme folgen mussten, aber Niemand sich Gedanken gemacht hat, was in denen passieren soll.

Und nope, das Imperium sind eben keine Nazis. 100% Menschen sehen wir auch bei der Rebellion.
Bei den Rebellen laufen Aliens in Führungspositionen herum, nicht zuletzt "It's a Trap" Ackbar
es fehlt auch ein Führerkult mitsamt inflationären Gebrauch von Symbolik (und selbst das ist etwas, dass man auch in der Sowjetunion und anderen Regimen findet).
Der Imperator kütt verbei und de is schwer am sicke!
Die Filme vermeiden es geradezu ein reales Regime zu porträtieren, was ihnen auch zu gute kommt, denn das Imperium steht so für jedes autokratische Regime, ganz unabhängig von der Ideologie.
Ah, OK, so ausgedrückt gehe ich mit dir. Besonders wenn man nur IV betrachtet (weil mir Niemand einreden kann, dass das sofort als Trilogie geplant war), wo der Imperator noch nicht auftritt. Vader ist da auch keine Leit- oder Führerfigur, im Gegenteil, Tarkin kommandiert ihn herum.
Dann würde ich auch sagen: Die sehen halt aus wie "Die Nazis", weil das noch am einfachsten zu erkennen ist. Im Kern sind sie aber nicht auf "Die Nazis"... begrenzt.
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Re: Star Wars Jedi: Fallen Order - Lucasfilm war mit dem Konzept zunächst nicht einverstanden

Beitrag von Sir Richfield » 14.01.2020 17:15

Ryan2k6 hat geschrieben:
14.01.2020 17:13
Sie tun ja auch nichts gutes einfach so. Sie sind Verteidiger der Republik
Ja, aber... WARUM? :)
Auch ein Yoda hat seine Gefühle im Griff und selbst ein Obi Wan größtenteils.
Nee, die unterdrücken die komplett, Vulkan Style. Das ist *leicht* was anderes als das, was Windu und Luke tun.
Neutrale oder graue Jedi gab es auch früher schon, siehe Kotor.
S.o. wir sollten bei den Filmen bleiben, sonst machen wir ein Fass ohne Boden auf.
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Re: Star Wars Jedi: Fallen Order - Lucasfilm war mit dem Konzept zunächst nicht einverstanden

Beitrag von SethSteiner » 14.01.2020 17:40

Sir Richfield hat geschrieben:
14.01.2020 17:13
SethSteiner hat geschrieben:
14.01.2020 16:45
VIII Problem ist, dass es eine Fortsetzung von VII ist. Was hätte der Film den anderes tun sollen als genau wie VII zuvor, aus Versatzstücken alter Filme zu bestehen?
Ich denke, wir können zusammenfassen, dass das Problem von VII bis IX ist, dass man KEINEN PLAN hatte. Also buchstäblich und mit Ansage nicht.
VII an sich ist halt kein Problem, weil Abrams im Grunde nichts anderes machen konnte, als der Fabbasis zu sagen "Seht her, wir können noch Filme, die wie Star Wars aussehen!!!"
Das Problem ist halt, dass dem noch zwei Filme folgen mussten, aber Niemand sich Gedanken gemacht hat, was in denen passieren soll.
Absolut ABER der Punkt ist, selbst planlos hätte man mehr daraus machen können, wenn das Fundament nicht durch ein Soft-Reboot gelegt worden wäre, in denen das gesamte Franchise quasi auf den Stand von 1977 zurückgesetzt worden wäre. Die Konzeptlosigkeit ist ein ganz grundlegendes Problem aber zu dieser hinzu kam auch mangelnde Kreativität und das ist so ziemlich die katastrophalste Mischung, die man sich vorstellen kann.
Sir Richfield hat geschrieben:
14.01.2020 17:13
Bei den Rebellen laufen Aliens in Führungspositionen herum, nicht zuletzt "It's a Trap" Ackbar
Ich beziehe mich natürlich auf den Film der das Universum etabliert hat - maßgeblich die Auszeichnungszeremonie (übrigens angelehnt an Leni Riefenstahl). George Lucas hatte gar nichts aussagen wollen damit, dass man dort eigentlich nur weiße Männer sieht, das war einfach wie man damals gefilmt hat. Erst nach und nach kann man dann auf die Idee, vielleicht auch Frauen reinzubringen (wurden für Episode VI zumindest testgefilmt) oder Andersfarbige oder eben Aliens. So richtig Konsequent war (für mehr Aliens als MonCal war wohl kein Geld da) und ist man dabei aber nie, bis heute ist man völlig unfähig auch nur ansatzsweise authentisch die Galaxie politisch abzubilden. Die neuen Filme werben damit wie divers sie sind aber fast alle wichtigen neuen Charaktere sind Menschen, was zum Universum an sich 0 passt. Da war Lucas dann später mit dem Jedi-Rat deutlich weiter (und er hat sie in der neuen Trilogie dann nie die Mühe gemacht, Palpatine als Rassisten oder Sexisten zu porträtieren, nur als machtgeil^^).
Sir Richfield hat geschrieben:
14.01.2020 17:13
Der Imperator kütt verbei und de is schwer am sicke!
Ich verstehe zwar nur die ersten beiden Worte aber eine Führungsfigur macht noch keinen Führerkult.^^ Nazis hatten Hitler überall, sie haben sich mit seinem Namen gegrüßt und verabschiedet, sein Porträt in der Küche aufgehängt, seinen Reden im Radio gelauscht und seine Büsten ins Wohnzimmer gestellt. Ein solcher Kult ist in den Filmen nicht zu sehen, genausowenig wie das Element fehlt, alles mit dem Symbol der Wahl zu tapezieren und und Blutfahnen mit dem Symbol aufzuhängen.
Sir Richfield hat geschrieben:
14.01.2020 17:13
Ah, OK, so ausgedrückt gehe ich mit dir. Besonders wenn man nur IV betrachtet (weil mir Niemand einreden kann, dass das sofort als Trilogie geplant war), wo der Imperator noch nicht auftritt. Vader ist da auch keine Leit- oder Führerfigur, im Gegenteil, Tarkin kommandiert ihn herum.
Dann würde ich auch sagen: Die sehen halt aus wie "Die Nazis", weil das noch am einfachsten zu erkennen ist. Im Kern sind sie aber nicht auf "Die Nazis"... begrenzt.
Ja zu Episode IV Zeiten war vieles noch anders gedacht (aber immerhin hatte man sich was gedacht, anders als Mister Abrams), selbst danach war Lucas sich eigentlich recht lange nicht sicher wieviele Filme es nun werden sollten. Ganz zu Schweigen davon, dass selbst Episode IV ja ganz anders aussah als der ursprünglichen Idee nach. Hier haben einfach viel mehr als nur Lucas ihren Teil beigetragen. Dass am Ende trotzdem sowas in sich konsistentes herausgekommen ist, ist u.A. natürlich dem Umstand zu verdanken, dass man das Universum mit jeder neuen Zeile etablierte und sich nicht in einem gemachten Nest bewegt hat. Und jopp, so würde ich das auch sehen mit der fehlenden Begrenzung.^^

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Re: Star Wars Jedi: Fallen Order - Lucasfilm war mit dem Konzept zunächst nicht einverstanden

Beitrag von Sir Richfield » 14.01.2020 22:50

Ach, nebenbei, ich glaube, mir wäre was mit Kopfgeldjägern und Blastern auch lieber gewesen als Jedi Souls. Aber das ist nur mein persönlicher "Genre" Geschmack.
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