The Outer Worlds - Test

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Ryan2k6
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Re: The Outer Worlds - Test

Beitrag von Ryan2k6 » 03.11.2019 11:41

Hat eigentlich noch jemand das Problem, dass eine geänderte Tastenbelegung nicht gespeichert wird?

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Civarello
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Re: The Outer Worlds - Test

Beitrag von Civarello » 03.11.2019 14:30

Ryan2k6 hat geschrieben:
03.11.2019 11:41
Hat eigentlich noch jemand das Problem, dass eine geänderte Tastenbelegung nicht gespeichert wird?
Das ist wohl "nur" ein Anzeigeproblem. In den Settings sieht es so aus als wären die Tasten wieder zurückgesetzt worden; im Spiel selber aber funktionieren die veränderten Settings. Habe zb. Sprint immer auf Maus 5; in den Settings steht nach einem Neustart wieder "Shift" als Sprintbutton, im Spiel selber aber kann ich normal mit Maus 5 sprinten, Shift macht gar nix. Im Spiel werden auch die richtigen, neu belegten Tasten angezeigt. So zb. bei mir "F" zum interagieren, anstatt wie normal "E".

Kann man auch leicht überprüfen wenn man sich die GameUserSettings.ini anschaut; dort sind die richtigen, veränderten Tasten eingetragen. Wie gesagt scheint nur das Settings-Menü Probleme zu haben diese .ini vernünftig auszulesen.

Ryan2k6
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Re: The Outer Worlds - Test

Beitrag von Ryan2k6 » 03.11.2019 16:02

Ja, hast Recht, ich hatte nur Probleme, als ich geänderte Tasten erneut ändern wollte, dann waren nämlich plötzlich beide Tasten aktiv. Konnte es lösen, in dem ich erst auf Standard zurückgesetzt habe und dann noch mal neu geändert.

Danke!

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ClassicGamer76
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Re: The Outer Worlds - Test

Beitrag von ClassicGamer76 » 04.11.2019 12:05

Als Fallout Fan konnte ich mir dieses Spiel natürlich nicht entgehen lassen. Nachdem ich es nun durchgespielt habe, mit soweit allen Nebenmissionen, muss ich sagen, es ist eher ein Fallout Lite. Zu vieles wiederholt sich, zu vieles ist nicht perfekt ausgearbeitet, dem Budget geschuldet. Der Knaller sind die Dialoge, hier wurde jede Textzeile ausgearbeitet und es machte fast durchgängig Spaß, diese zu verfolgen. Auch die Möglichkeiten Leute zu verarschen, sie hinter das Licht zu führen, doppelt zu kassieren und dergleichen, das ist Freiheit.

Aber es hapert an Kleinigkeiten, mich hat die ganze Zeit gestört, dass man im Spielmenü z.B. nicht mit L2 und R2 die Hauptkategorien und mit L1 und R1 die Unterpunkte auswählen konnte, dass hat sich übers biegen und brechen nicht eingeprägt, so dass man sich dort ständig verklickte. Das Scrollen der Karte läuft viel zu langsam. Das ständige Reisen zwischen den Planeten und Stationen war lästig, nur um kurz den Auftrag abzuschließen. Auch wäre hier eine andere Sortierung sinnvoll gewesen, zeige alle Planeten und alle Missionen die dort aktuell zu bewältigen sind, wäre hier besser gewesen.

Wiederum etwas gutes, in diesem Spiel merkt man, wenn man auflevelt, hier wird konsequentes Monster killen belohnt. Ihr solltet Level 30 sein, um auf dem Gefängnisplaneten zu landen, es gilt also einiges zu tun. Damit kommen wir zum nächsten Schwachpunkt, ich spiele um mich zu relaxen, dieses Spiel artet, vor allem zum Schluss in richtige, wirklich stressige Arbeit aus. Der Schwierigkeitsgrad wurde auf Hart gestellt, das hat mir der Endgegner und seine Drohnen auch zu spüren gegeben.

Das hacken ist viel zu einfach und kommt sehr oft vor, was nicht schlecht ist, aber ich mag eben selbst gerne die Hand anlegen und nicht per Tastendruck hacken, das ist lahm. Die Zeitlupe ist nett, aber lange nicht so genial wie im Original Fallout, auch wieder dem Budget geschuldet.

Genial ist das langsame Fertigkeiten erlangen, auf einmal kann man Leute von hinten hacken um z.B. an Schlüsselkarten zu kommen, das ist echt prima.

Alles in allem ein empfehlenswertes Spiel, welches ich bei 80% ansiedeln würde, ein paar leckere Cutscenes hätte es geben können oder einen Film am Ende, nicht nur eine Slideshow. Ich denke es wird keinen 2. Teil geben und auch keine Download AddOns. Die Rollenspiel-Profis haben, geschuldet dem schmalen Budget, hier tolle Arbeit geleistet, einen Award hat es aber nicht verdient.

NagumoAD
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Re: The Outer Worlds - Test

Beitrag von NagumoAD » 05.11.2019 03:02

Hab jetzt bis Terra 1 bzw. Monarch gespielt und war zu Anfang begeistert, dann immer mehr enttäuscht und seit Terra 1 wieder begeistert. Man muss sich halt darauf einlassen, dass das Beste an diesem RPG eindeutig die sehr gut gesprochenen Dialoge sind. Hierbei muss auch erwähnt werden, dass die Übersetzung gut bis sehr gut ist. Zum Test habe ich dann aber doch so einige kritische Anmerkungen:

1. Das Gespräche und Waffenziehen auf einer Taste liegen stimmt nicht (mehr? Patch?).

2. Das Spiel ist auch noch auf Hart viel zu einfach. Leider kann man auf den Alptraumschwierigkeitsgrad nicht mehr wechseln. Das muss man zu Beginn eines Spiels entscheiden (doof!). Ich habe mich allerdings auch gegen diesen Schwierigkeitsgrad entschieden, weil ich aufgesetzte Survivalspielchen á la Trinken und Essen störend und nervig finde.

3. Es wurde mal vom selben Tester ein Rollenspiel dafür abgewertet bzw. kritisiert, weil man viel zu viel aufheben konnte. Ich empfinde das scheinbare RNG Verteilen von Loot in diesem Spiel extrem übertrieben. Warum liegen bitteschön überall in der Welt Dietriche frei rum? Warum liegt in gefühlt fast jedem Container Munition? Ich verballere wirklich ordentlich Muni in Kämpfen bzw. denke überhaupt nicht drüber nach, weil ich alle Munisorten im 4 stelligen Bereich habe, ohne je eine einzige Kugel von einem Händler gekauft zu haben. Und das vor Allem auch, weil.....

4. ...Diebstahl überhaupt nicht bestraft wird (also anders als es im Test beschrieben wird). Ganz im Gegenteil kann man mit einem guten Dialogskill noch ordentlich XP dafür farmen. In meinem Spiel auf Hart habe ich jedenfalls bei 6 offenen Diebstählen nur ein einziges Mal einen Abzug beim Ruf erhalten. Außerdem ist es wirklich lächerlich, wenn ich in ein Büro eines CEO rennen kann, vor seinen Augen an seinen privaten Terminal gehe, mir in Ruhe seine E-Mails durchlese, um anschließend vor seinen Augen die Tür zu seinen Privatgemächern zu schließen. Beim Schließen winke ich ihm fröhlich aus dem Raum heraus, den ich nach dem Schließen der Tür fröhlich abfarmen kann. Anschließend gehe ich zu ihm und er reagiert auf dieses Verhalten in keinster Weise oO

5. Die Menge an verschiedenen Waffen ist überhaupt nicht hoch. Man findet immer wieder die selben Waffen, später einfach nur in Version 2.0. Verstehe nicht, warum es schwer sein soll sich zu entscheiden, welche man nehmen soll? Ganz nett ist da noch die Idee mit den Einzigartigen Waffen, aber so Megadolle sind die schlussendlich auch nicht. Die Anzahl der Mods ist fast schon ein Witz. Gerade weil die Waffen- und Rüstungsmods scheinbar nicht wirklich die Begleiter beeinflussen (außer sie besitzen den Skill, dann hat es u.U. Einfluss auf einen selbst), vor Allem eben nicht Schadensmods.

Insgesamt bereue ich den Kauf keineswegs und mit dem Fazit des Tests stimme ich überein. Trotzdem empfinde ich den Test genau wie das Spiel als zu oberflächlich. Seit Fallout 1 haben sich RPG's weiterentwickelt. Die Spielspaßwertung liegt für mich persönlich bei 75 - 80%. Es kommt darauf an wie viel Spaß man mit den sehr guten Dialogen haben kann (für mich daher ein 80er). Schade nur, dass scheinbar auch alte Hasen der Spieledesigner es nicht gebacken bekommen, alte und neue Tugenden in einem Spiel zu vereinen.

PS: Stimme ansonsten auch zu 100% mit meinem direkten Vorredner überein :)

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Melcor
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Re: The Outer Worlds - Test

Beitrag von Melcor » 05.11.2019 06:45

So, nach 27 Stunden beendet. Alle Quests, egal wie dröge, erledigt, jeden Flavor Text gelesen. Mehr Spielzeit habe ich nicht rausbekommen. Für ein RPG doch eher kurz. Und insgesamt doch sehr enttäuschend. Kann die guten Reviews nicht nachvollziehen.

Über die deutliche Agenda hab ich bereits geschrieben, werde ich jetzt also komplett ignorieren.

Fangen wir beim Gameplay an. Das größte Problem ist wohl, dass es nicht nur absolut keinen Fortschritt zum 9 Jahre (!!) alten New Vegas gibt, nein, man geht sogar einen Schritt zurück. Unterschiedliche Builds gibt es nicht, denn man kann alle Waffen ohne Skills genauso gut benutzten - alle Boni sind vernachlässigbar. Alles was zählt ist der Schadenswert der Waffe. Das gleiche mit allen anderen Fertigkeiten. Es gibt genug Boni auf Rüstungen, dass ich gegen Ende auch alle 100er Skillchecks habe lösen können. Ich war ein Experte in jedem Bereich, hatte also immer komplett freie Auswahl zwischen allen Dialogoptionen und Konfliktlösungen, was jede Spannung aus Storykonflikten nahm. Das ist für ein RPG ein absolutes Versagen. Zusammen mit dem viel zu leichten Schwierigkeitsgrad und den praktisch unendlich Resourcen war der Gameplayaspekt hier regelrecht einschläfernd.

Die KI ist furchtbar schlecht. Die eigenen Begleiter kratzen ständig ab und laufen wie kopflose Hühner übers Schlachtfeld. Die Gegner ebenso. Bin meist direkt auf Feinde zu und habe ihnen aus unmittelbarer Nähe in den Kopf geschossen. Dank Lebensregeneration beim Kill war ich da auch nie in Gefahr.

Das Ruf System ist ebenfalls kompletter Müll. Ich hatte am Ende bei jeder Fraktion den höchsten Ruf, da Nebenquest alles wett machen, was man sonst so tut. Diebstahl ist nicht nur ohne Konsequenzen, man wird sogar noch mir Erfahrung für erfolgreiches Rausreden belohnt. Ouch.

In Sachen Spielsystemen und Gameplay also eine ziemliche Niete. New Vegas von 2010 macht hier alles besser, und selbst das macht ja einige Dinge nicht besonders gut. Bleibt also nur die Welt, die Story und das Writing. Und hier erreicht es nicht einmal das Niveau von Fallout 3, ganz zu schweigen vom genialen New Vegas. Es ist einfach so furchtbar durchwachsen, was nur von großen Unterschieden im Können der Schreiber stammen kann. Die Begleiter sind zu Beginn interessant, werden aber schnell furchtbar flach und one-note. Vicar Max, anfangs mein Lieblingscharacter, hatte eine furchtbar schlechte Quest, die den Charakter ruiniert hätte, wäre diese in den weiteren Storydialogen nicht ignoriert worden.

Jedes Questhub hat eine optimale Lösung, von den schwierigen Entscheidungen eines New Vegas ist hier nichts zu sehen. Man muss schon aktiv ein Arschloch spielen wollen um nicht jedes Mal die eine gute Lösung zu nehmen. Und weil man auch Alleskönner ist und es keine Builds gibt, kann man auch immer alle Optionen wählen. Kein Speech-only Run, kein Durchballer Run - man hat immer freie Auswahl.

Die Satire ist dabei so deutlich und dick aufgetragen, dass die Welt kaum glaubhaft wirkt und sehr vorhersehbar wird. Wer die Twists der Kannibalenquest oder die "Early Retirement" Quest nicht sofort hat kommen sehen, der hat noch nie Medien konsumiert. Es gibt immer ein deutliches Schwarz und Weiß, nie ein Grau. Hilft man dem "verrückten" Wissenschaftler - der irgendwie nie etwas verrücktes tut - die Kolonie zu retten, oder den fiesen Konzernen? Wer noch hadert: In der ersten Mission für die Konzerne muss man sofort eine ganze Stadtbevölkerung ermorden - sofern man sich davor in dieser für die offensichtlich beste Lösung entschieden hat. KOTOR hatte da mehr Nuancen.

Achja, und meine Ending Slides haben sich teilweise wiedersprochen. Bei der einen war das Board aufgelöst, in der nächsten war wieder vom Board die Rede.

Insgesamt wirklich ein extrem durchschnittliches RPG ohne Wiederspielwert, das in ein paar Monaten komplett vergessen sein wird.



Und ich habe Lust auf einen neuen New Vegas Run. Vielleicht ein Meleebuild und auf der Seite der Legion? Oder eher Scharfschütze für die NCR? Ob ich die 80+ Stunden Zeit habe?

Ryan2k6
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Re: The Outer Worlds - Test

Beitrag von Ryan2k6 » 05.11.2019 14:28

Melcor hat geschrieben:
05.11.2019 06:45
So, nach 27 Stunden beendet. Alle Quests, egal wie dröge, erledigt, jeden Flavor Text gelesen. Mehr Spielzeit habe ich nicht rausbekommen. Für ein RPG doch eher kurz.
Verstehe nicht, dass RPGs immer 60h oder mehr lang sein müssen. Die alten FFs waren auch nicht so lang, Kotor war auch nicht so lang, alles wohl keine echten RPGs.

Der viele Loot stimmt schon, wobei ich einfach nichts stehle, aus Prinzip, egal ob ich dafür bestraft werden würde oder nicht. Damit hab ich dann auch deutlich weniger Ressourcen zur Verfügung gehabt.

Nichts desto trotz, hab ich jetzt erst mal abgebrochen. Liegt aber weniger am Spiel, als dass ich dieses ganze mit X NPCs reden, durch Y Dialoge gehen und Z Dinge tun, gerade einfach nur ermüdend finde. Es ist halt immer wieder dasselbe Prinzip in jedem Spiel. Wenn ich dann noch lese, dass man für manche Quests von Planet zu Planet und wieder zurück muss, erinnere ich mich an ME Andromeda und Pillars 2. Ich hasse dieses rumreisen einfach.

Ich mach jetzt einfach Pause bis Pokemon, das ist wenigstens linear und nicht mit zig Sidequests in jeder Stadt die man erreicht.

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Re: The Outer Worlds - Test

Beitrag von Melcor » 05.11.2019 15:21

Ryan2k6 hat geschrieben:
05.11.2019 14:28

Verstehe nicht, dass RPGs immer 60h oder mehr lang sein müssen. Die alten FFs waren auch nicht so lang, Kotor war auch nicht so lang, alles wohl keine echten RPGs.

Habe ich auch nie behauptet. Habe lediglich gesagt, für ein RPG ist das eher kurz, nicht das es kein richtiges RPG ist. Mehr hätte ich bei der gebotenen Qualität sowieso nicht gemocht.

Ryan2k6 hat geschrieben:
05.11.2019 14:28
Nichts desto trotz, hab ich jetzt erst mal abgebrochen. Liegt aber weniger am Spiel, als dass ich dieses ganze mit X NPCs reden, durch Y Dialoge gehen und Z Dinge tun, gerade einfach nur ermüdend finde. Es ist halt immer wieder dasselbe Prinzip in jedem Spiel. Wenn ich dann noch lese, dass man für manche Quests von Planet zu Planet und wieder zurück muss, erinnere ich mich an ME Andromeda und Pillars 2. Ich hasse dieses rumreisen einfach.
Das meinte ich auch mit drögen Quests. Es gab Quests, die waren mehr Ladebildschirm als tatsächliches Spielen.

Quest annehmen > Fast Travel zum Schiff ++LADEBILDSCHIRM++ Zu anderem Planeten reisen ++LADEBILDSCHIRM++ Fast Travel zur Quest Location ++LADEBILDSCHIRM++ Item aufnehmen oder 1 Gespräch führen > Fast Travel zum Schiff ++LADEBILDSCHIRM++ ----- rinse and repeat ----

Tut euch einen Gefallen und installiert das Ding auf einer SSD. Konsolenspieler: Mein Beleid.

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TheoFleury
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Re: The Outer Worlds - Test

Beitrag von TheoFleury » 05.11.2019 17:31

Ist eher ein buntes Fallout Light. Ein Snack . Zu viele Defizite wie oben angesprochen , die mich persönlich auch stören.

Hätte mir vor allem mehr Tiefe im RPG Charakter System gewünscht, es wirkt sehr vereinfacht und fast schon dröge. Nur Helm und Rüstung bißchen modifizierbar?

Habe mich am Anfang gleich auf gute Dialog Werte konzentriert. Dadurch wird das Spiel zum Spaziergang und viel zu schnell kann man erfolgreich Dialogoptionen nutzen. KI ist schrecklich, Grafik muss man viele Abstriche machen was Landschaft betrifft. Dafür ist das artdesign ganz okay. Hacken / Schlösser Knacken ist ein Witz...

Auufrgrund der vielen hohen Wertungen und Gerede von "Ein besseres Fallout" haben mich, in meiner Naivität geködert. Ein solides Spiel mit Macken, warum da alles gehypet wurde verstehe ich im Anschluss nicht ganz....Obsidian hat mehr drauf ...Defintiv kein knapper 90er Kandidat...

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Civarello
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Re: The Outer Worlds - Test

Beitrag von Civarello » 05.11.2019 19:04

TheoFleury hat geschrieben:
05.11.2019 17:31
Ist eher ein buntes Fallout Light. Ein Snack . Zu viele Defizite wie oben angesprochen , die mich persönlich auch stören.

Hätte mir vor allem mehr Tiefe im RPG Charakter System gewünscht, es wirkt sehr vereinfacht und fast schon dröge. Nur Helm und Rüstung bißchen modifizierbar?

Habe mich am Anfang gleich auf gute Dialog Werte konzentriert. Dadurch wird das Spiel zum Spaziergang und viel zu schnell kann man erfolgreich Dialogoptionen nutzen. KI ist schrecklich, Grafik muss man viele Abstriche machen was Landschaft betrifft. Dafür ist das artdesign ganz okay. Hacken / Schlösser Knacken ist ein Witz...

Auufrgrund der vielen hohen Wertungen und Gerede von "Ein besseres Fallout" haben mich, in meiner Naivität geködert. Ein solides Spiel mit Macken, warum da alles gehypet wurde verstehe ich im Anschluss nicht ganz....Obsidian hat mehr drauf ...Defintiv kein knapper 90er Kandidat...
Das größte Problem bei der Charakterentwicklung sehe ich darin dass bis Level 50 3 Skills gleichzeitig mit einem Skillpunkt gelevelt werden; und man sich erst ab Lvl. 50 spezialisieren kann/ muss. Daraus folgt dass eigentlich jeder Charakter eher ein "Jack-of-many, many-Trades" ist, ohne allzuviele Schwächen. Das hat natürlich zur Folge dass die Build-Variationen geringer sind, und damit auch der Wiederspielwert. Kein Vergleich zu einem New Vegas.

Bzgl. des Hackens: Einerseits bin ich froh dass Obsidian nicht einfach dieses grottige Hack-Minispielchen aus früheren Fallouts übernommen hat, andererseits wäre eine andere Methode zum Hacken schön gewesen. Beim Lockpicking hätte man ruhig die fast schon standardisierte, übliche Methode nutzen können.

Was das "bessere Fallout" angeht: Ich glaube in vielen Leuten steckt noch immer die Enttäuschung über das missratene Fallout 76, und in so einigen auch noch immer die Enttäuschung über Fallout 4. Ich zumindest bin durchaus der Meinung dass The Outer Worlds das bessere RPG UND Spiel im Vergleich zu einem F4 ist..... Im Vergleich zu einem New Vegas zieht The Outer Worlds aber auch bei mir klar den kürzeren. Deshalb ja mein Wunsch nach einem zweiten Teil: Ich kann mir kaum vorstellen dass das Budget für The Outer Worlds sonderlich hoch war; zuviele Resourcen wollte man (2K) wohl nicht in diese Art Spiel stecken.....zumindest bei Teil 1 einer neuen IP.

Bei Teil 2 würde mehr Zeit in die reine Entwicklung fließen können, da die Welt ja nun steht und bekannt ist. Bei New Vegas konnte sich Obsidian noch rein auf die Story und Charaktere konzentrieren, weil man ein Spiel in einer bereits etablierten Welt gemacht hat; eine Welt, die einige Obsidian-Mitglieder ja überhaupt erst erschaffen haben......

Und trotzdem hat Obsidian ein New Vegas in gerade mal knapp 18 Monaten auf die Beine gestellt; leider hat man das damals auch anhand der Technik gemerkt. The Outer Worlds war wenn ich mich nicht täusche etwas über 2 Jahre in voller Entwicklung, ein kleineres Team hatte aber wohl bereits seit 2016 daran gewerkelt.

Wie gesagt, einen zweiten Teil, der sich so mancher Macken annimmt, ein höheres Budget zur Verfügung hat würde ich sehr gerne sehen. Viel Hoffnung habe ich aber diesbezüglich nicht.

Schlussendlich muss auch ich nach dem durchspielen sagen dass dem Spiel zum Ende hin etwas die Luft ausgeht. Und dennoch bleibe ich dabei dass ich The Outer Worlds für mich persönlich in diesem Jahr durchaus als kleines Highlight bezeichnen würde.

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Melcor
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Re: The Outer Worlds - Test

Beitrag von Melcor » 05.11.2019 21:18

Civarello hat geschrieben:
05.11.2019 19:04

Was das "bessere Fallout" angeht: Ich glaube in vielen Leuten steckt noch immer die Enttäuschung über das missratene Fallout 76, und in so einigen auch noch immer die Enttäuschung über Fallout 4. Ich zumindest bin durchaus der Meinung dass The Outer Worlds das bessere RPG UND Spiel im Vergleich zu einem F4 ist..... Im Vergleich zu einem New Vegas zieht The Outer Worlds aber auch bei mir klar den kürzeren. Deshalb ja mein Wunsch nach einem zweiten Teil: Ich kann mir kaum vorstellen dass das Budget für The Outer Worlds sonderlich hoch war; zuviele Resourcen wollte man (2K) wohl nicht in diese Art Spiel stecken.....zumindest bei Teil 1 einer neuen IP.

Bei Teil 2 würde mehr Zeit in die reine Entwicklung fließen können, da die Welt ja nun steht und bekannt ist. Bei New Vegas konnte sich Obsidian noch rein auf die Story und Charaktere konzentrieren, weil man ein Spiel in einer bereits etablierten Welt gemacht hat; eine Welt, die einige Obsidian-Mitglieder ja überhaupt erst erschaffen haben......

Und trotzdem hat Obsidian ein New Vegas in gerade mal knapp 18 Monaten auf die Beine gestellt; leider hat man das damals auch anhand der Technik gemerkt. The Outer Worlds war wenn ich mich nicht täusche etwas über 2 Jahre in voller Entwicklung, ein kleineres Team hatte aber wohl bereits seit 2016 daran gewerkelt.
Naja, das Budget ist eine schwache Entschuldigung, denn New Vegas hatte viel weniger Budget und Zeit und war so viel besser. Natürlich konnte sie auf Fallout 3 Assets zurück greifen, aber das gesamte Konzept war viel ehrgeiziger. Und das Writing hat ja auch gar nichts mit Budget zu tun, NV war einfach besser geschrieben. Höre außerdem, dass Rollenspielfans zur Zeit sowieso eher zu Disco Elysium greifen sollten, und das hatte ja auch viel weniger Budget.

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Re: The Outer Worlds - Test

Beitrag von Civarello » 06.11.2019 13:35

Melcor hat geschrieben:
05.11.2019 21:18


Naja, das Budget ist eine schwache Entschuldigung, denn New Vegas hatte viel weniger Budget und Zeit und war so viel besser. Natürlich konnte sie auf Fallout 3 Assets zurück greifen, aber das gesamte Konzept war viel ehrgeiziger. Und das Writing hat ja auch gar nichts mit Budget zu tun, NV war einfach besser geschrieben. Höre außerdem, dass Rollenspielfans zur Zeit sowieso eher zu Disco Elysium greifen sollten, und das hatte ja auch viel weniger Budget.
Das mit dem Budget sollte keine Entschuldigung FÜR Obsidian sein. Davon ab weiß man eben nicht ob Obsidian für New Vegas tatsächlich ein niedrigeres Budget zur Verfügung stand; ich auf jeden Fall habe nie wirklich etwas bzgl. des Budgets von NV gelesen; nur über die Entwicklungszeit. Genauso über das Budget eines The Outer Worlds.

Davon ab wäre ich aber nicht überrascht wenn Bethesda damals nach dem Erfolg von Fallout 3 durchaus ein höheres Budget zur Verfügung gestellt hätte als 2K jetzt bei The Outer Worlds. Vor allem auch wenn man sich so die Originalsprecher in New Vegas ansieht. Ron Perlman (klar, fürs Intro), Kris Kristoffersen, Danny Trejo, Michael Dorn etc. Während in The Outer Worlds mehr unbekannte Personen ihre Stimmen zur Verfügung stellen; darunter auch Leute die wohl hauptsächlich von YouTube bekannt sind. Davon ab wurde ein New Vegas im Gegensatz zu The Outer Worlds in mehreren Sprachen synchronisiert. Das sind Dinge die MICH eher glauben lassen dass ein New Vegas das höhere Budget hatte; selbst wenn die Entwicklungszeit bei The Outer Worlds etwas länger war. Aber wie gesagt soll das nicht als Entschuldigung rüberkommen. Daher frage ich mich wie du darauf kommst dass New Vegas ja sogar "Viel weniger Budget hatte als The Outer Worlds". Ernstgemeinte Frage.

Und ja, Disco Elysium IST wahrlich ein Fest für RPG-Fans. Steht in der Liste als "RPG des Jahres" auch bei mir vor The Outer Worlds. Auch wenn beide ziemlich unterschiedlich sind.
Zuletzt geändert von Civarello am 06.11.2019 14:11, insgesamt 1-mal geändert.

Ryan2k6
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Re: The Outer Worlds - Test

Beitrag von Ryan2k6 » 06.11.2019 14:09

Er findet TOW eben einfach nicht gut und NV viel besser, daher möchte er damit ausdrücken wie viel besser NV ja ist. Ich fand NV im Übrigen überbewertet, mochte F3 lieber. Aber das ist eben Geschmackssache.

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Re: The Outer Worlds - Test

Beitrag von Civarello » 06.11.2019 14:13

Ryan2k6 hat geschrieben:
06.11.2019 14:09
Er findet TOW eben einfach nicht gut und NV viel besser, daher möchte er damit ausdrücken wie viel besser NV ja ist. Ich fand NV im Übrigen überbewertet, mochte F3 lieber. Aber das ist eben Geschmackssache.
Das habe ich durchaus verstanden. Mir ging es rein ums Budget, und nicht darum ihn jetzt bekehren zu wollen. Wie gesagt bin ich selber der Meinung dass New Vegas das bessere RPG ist.

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Re: The Outer Worlds - Test

Beitrag von muecke-the-lietz » 06.11.2019 14:41

Ryan2k6 hat geschrieben:
06.11.2019 14:09
Er findet TOW eben einfach nicht gut und NV viel besser, daher möchte er damit ausdrücken wie viel besser NV ja ist. Ich fand NV im Übrigen überbewertet, mochte F3 lieber. Aber das ist eben Geschmackssache.
Tja, das spricht dann leider nicht für einen guten Geschmack, denn natürlich ist NV ohne Frage das bessere RPG. :mrgreen:

Ne, mal im Ernst. TOW ist schon in Ordnung. Aber der Umfang ist wirklich erschreckend gering. Und damit einhergehend ist auch vieles viel zu oberflächlich, weil es nie die Zeit bekommt, die es bräuchte, um zu reifen. Man levelt zu schnell zu viel, bekommt zuviele Mods und die Begleiter haben alle gefühlt eine Charaktereigenschaft. Jetzt mal übertrieben ausgedrückt.

Ich mein, ich habe 20 Stunden mit allen drum herum gebraucht. Das ist nichts. Gar nichts. Davon waren vielleicht 3 Stunden Story, höchstens. Und hier geht es mal gar nicht um die reine Länge, sondern wie wenig umfangreich die Story auch ist. Grob hast du 3 richtige Hauptquests, und eh man sich versieht, ist das Spiel auch schon vorbei. Gerade da, wo es eigentlich spannend wird. Desweiteren wird man noch auf einen ganz anderen Storypfad geteast, der dann aber fallen gelassen wird und stattdessen wird das ganze dann ganz schnell zu Ende gebracht. Das Writing ist nicht mal schlecht, es ist nur nicht besonders spannend. Es fehlt wirklich jeglicher Twist, jegliche situative Spannung. Sorry, aber ich blieb am Ende echt etwas ernüchtert zurück.

Und bevor ich jetzt hier falsch verstanden werde. Nicht jedes Spiel muss ein hundert Stunden Monster sein, aber TOW ist schon verdammt kurz. Denn von den 20 Stunden waren quasi 15 Stunden Gelatschte, Laden und Gespräche, die aber dafür echt cool sind. Und gerade weil die meisten Quests eben auch nur hingehen, einsammeln, zurückbringen waren, wirkt das ganze auch noch arg gestreckt.

Ich bin nicht direkt enttäuscht, aber irgendwie ... ernüchtert. Ich mein, ich habe jetzt auch endlich Control durch. Das ging nicht mal 20 Stunden, hat mich aber hundert mal besser unterhalten und fühlte sich doppelt so umfangreich an. Ist jetzt was ganz anderes, aber wollte das nur mal als Vergleich bringen, was ich mit Umfang meine. TOW fühlt sich einfach irgendwie wenig an. Wenn das Spiel aufhört, geht New Vegas quasi gerade erstmal so los.
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