Blizzard Entertainment: Die Sperrung des Hearthstone-eSportlers "Blitzchung" stößt auf viel Kritik

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Usul
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Re: Blizzard Entertainment: Die Sperrung des Hearthstone-eSportlers "Blitzchung" stößt auf viel Kritik

Beitrag von Usul » 10.10.2019 14:46

dOpesen hat geschrieben:
10.10.2019 14:35
und wer hat die neuwahlen gefordert? :roll:
U.a. Erdogan hat sich dazu geäußert ja. Aber er hat nicht gesagt: "So, jetzt gibts Neuwahlen!"
Es wurden durchaus fragwürdige Gründe vorgeschoben - aber Gründe, die man im Wahlrecht nachvollziehen kann.
spielt doch keine rolle, bei einer verlorenen wahl neuwahlen zu bekommen hat nichts mit demokratischen prozessen zu tun.
Es tut mir leid, aber das ist einfach eine viel zu plakative Aussage, die nicht ohne Weiteres zutrifft. Die Neuwahlen fanden nicht statt, weil Erdogan das beschlossen hat, sondern weil die AKP letztlich Punkte gefunden hat, die nicht mit dem Wahlrecht übereinstimmen. Das klingt nach Haarspalterei - zumal man über die besagten Punkte trefflich diskutieren kann -, aber es zeigt eben doch, daß keine Diktatur herrscht. Denn dann wäre das alles ganz anders abgelaufen.
oder bist du dafür solange wählen zu lassen bis einer bestimmten partei das ergebnis passt?
Nein und das habe ich auch nicht behauptet. Ich bin aber dafür, nicht einfach von Diktatur zu sprechen und alles in einen Topf zu werfen.

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Imperator Palpatine
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Re: Blizzard Entertainment: Die Sperrung des Hearthstone-eSportlers "Blitzchung" stößt auf viel Kritik

Beitrag von Imperator Palpatine » 10.10.2019 14:49

Kajetan hat geschrieben:
10.10.2019 14:35
Imperator Palpatine hat geschrieben:
10.10.2019 14:29
China ist als Markt einfach derart gigantisch dass kein grosser Konzern das Land aussen vor lassen kann.
Insbesondere wenn du direkte Konkurrenten hast.
Können schon. Es geht hier nicht ums Können, sondern ums Wollen. Denn Blizzard braucht China nicht, verdient hier schon richtig mächtig viel Asche und würde auch ohne China weiterhin mächtig viel Asche verdienen. Hat ja die letzten zwanzig Jahre ausgezeichnet funktioniert.

Aber Bobby Kotick hat nicht die Absicht, nicht den Willen sich mit den Investoren anzulegen, die allesamt ihr Investment abziehen werden, wenn ActiBlizz nicht nach China geht. Denn DAS sind die größten und skrupellosesten Arschlöcher in dieser Geschichte, dort ist man nur am Wachstum des eigenen Portfolios interessiert, gleichgültig wie und auf welche Weise. Da geht es nicht nur um gutes Geld, sondern frei nach Jim Sterling, um ALLES Geld.
Ich kenne den genauen Aufbau von Blizzard nicht aber bei normalen Börsennotierten Unternehmen kannst du als CEO auch ganz schnell weg vom Fenster sein wenn du die Firma bewusst einem derartigen Markt verschliesst und die Investoren ihr Geld abziehen.
Mobile Gaming ist - leider - der Bereich in dem extremes Wachstum/Gewinn zu finden ist und in China wie generell Ostasien ist dieser Bereich weitaus grösser als im Rest der Welt. Und Blizzard will genau da hin.
Ich persönlich muss das auch nicht gut finden aber ich verstehe die Position aufgrund eines Ereignisses über das nächste Woche vielleicht schon niemand mehr spricht. Während die Gewinne aus China weiter fliessen.

Es ist nun mal so: China ist momentan ( und wahrscheinlich die komplette erste Hälfte des 21. Jahrhunderts ) der neue/alte Big Player auf der Welt, neben den USA. Und nach dessen Pfeife wird nun mal getanzt.

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dOpesen
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Re: Blizzard Entertainment: Die Sperrung des Hearthstone-eSportlers "Blitzchung" stößt auf viel Kritik

Beitrag von dOpesen » 10.10.2019 15:01

Usul hat geschrieben:
10.10.2019 14:46
Nein und das habe ich auch nicht behauptet. Ich bin aber dafür, nicht einfach von Diktatur zu sprechen und alles in einen Topf zu werfen.
nun, ich habe nicht davon gesprochen, dass in der türkei eine diktatur herrscht, ich sagte nur, davon zu sprechen, dass die demokratie in der türkei "hervorragend" funktioniert, ist doch recht blauäugig.

alleine das die sendezeit des staatssender TRT vor wahlen zu gunsten erdogans ausfällt, sollte zu denken geben.

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Kajetan
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Re: Blizzard Entertainment: Die Sperrung des Hearthstone-eSportlers "Blitzchung" stößt auf viel Kritik

Beitrag von Kajetan » 10.10.2019 15:02

Imperator Palpatine hat geschrieben:
10.10.2019 14:49
Ich kenne den genauen Aufbau von Blizzard nicht aber bei normalen Börsennotierten Unternehmen kannst du als CEO auch ganz schnell weg vom Fenster sein wenn du die Firma bewusst einem derartigen Markt verschliesst und die Investoren ihr Geld abziehen.
Klar, Bobby ist sich hier selbst der Nächste :)
Ich persönlich muss das auch nicht gut finden aber ich verstehe die Position aufgrund eines Ereignisses über das nächste Woche vielleicht schon niemand mehr spricht. Während die Gewinne aus China weiter fliessen.
Keine Frage. Aus einer rein umsatzgetriebenen Sicht der Dinge ist es logisch, dass man nach China expandiert.
Es ist nun mal so: China ist momentan ( und wahrscheinlich die komplette erste Hälfte des 21. Jahrhunderts ) der neue/alte Big Player auf der Welt, neben den USA. Und nach dessen Pfeife wird nun mal getanz.
Auch keine Frage. Aber das bedeutet ja nicht zwangsläufig, dass man sich JEDEN Scheiss gefallen lassen muss. Zudem wir hier ja von, verzeih bitte ... lächerlichen Videospielen sprechen. Hier geht es nicht um wichtige Rohstoffe oder sonstige volkswirtschaftlich relevante Dinge, sondern um ... lächerliche Videospiele. Der Westen wird nicht untergehen, wenn westliche Entertainment-Firmen auf den chinesischen Markt verzichten. Es werden nicht einmal westliche Entertainment-Firmen untergehen.

Gut, was im Falle eines Falles bei EA, über ActiBlizz und Ubisoft nun wirklich kein großer Verlust wäre. Es gibt eh viel zu viele Dickschiffe da oben, die Luft wird dünn im Major-Bereich. China ist der letzte Strohhalm für die Jünger des Ewigen Wachstums. Es fehlt der gesunde Unterbau des Mittelstandes, der sich in den letzten 20 Jahren in diesem Bereich sukzessive in Luft aufgelöst hat. Eine Electronic Arts Corporation, die halt kein Very Big Player, sondern nur noch ein solider Mittelständler wäre ... wäre keine schlechte Sache. Nicht schlecht für die Mitarbeiter, nicht schlecht für die angeschlossenen Studios, nicht schlecht für die Kunden. Wäre nur schlecht für Leute, die den Hals nicht voll bekommen können. Was zumindest in meinen Augen kein großer Verlust wäre.
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Imperator Palpatine
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Re: Blizzard Entertainment: Die Sperrung des Hearthstone-eSportlers "Blitzchung" stößt auf viel Kritik

Beitrag von Imperator Palpatine » 10.10.2019 15:10

Kajetan hat geschrieben:
10.10.2019 15:02
Imperator Palpatine hat geschrieben:
10.10.2019 14:49
Ich kenne den genauen Aufbau von Blizzard nicht aber bei normalen Börsennotierten Unternehmen kannst du als CEO auch ganz schnell weg vom Fenster sein wenn du die Firma bewusst einem derartigen Markt verschliesst und die Investoren ihr Geld abziehen.
Klar, Bobby ist sich hier selbst der Nächste :)
Ich persönlich muss das auch nicht gut finden aber ich verstehe die Position aufgrund eines Ereignisses über das nächste Woche vielleicht schon niemand mehr spricht. Während die Gewinne aus China weiter fliessen.
Keine Frage. Aus einer rein umsatzgetriebenen Sicht der Dinge ist es logisch, dass man nach China expandiert.
Es ist nun mal so: China ist momentan ( und wahrscheinlich die komplette erste Hälfte des 21. Jahrhunderts ) der neue/alte Big Player auf der Welt, neben den USA. Und nach dessen Pfeife wird nun mal getanz.
Auch keine Frage. Aber das bedeutet ja nicht zwangsläufig, dass man sich JEDEN Scheiss gefallen lassen muss. Zudem wir hier ja von, verzeih bitte ... lächerlichen Videospielen sprechen. Hier geht es nicht um wichtige Rohstoffe oder sonstige volkswirtschaftlich relevante Dinge, sondern um ... lächerliche Videospiele. Der Westen wird nicht untergehen, wenn westliche Entertainment-Firmen auf den chinesischen Markt verzichten. Es werden nicht einmal westliche Entertainment-Firmen untergehen.

Gut, was im Falle eines Falles bei EA, über ActiBlizz und Ubisoft nun wirklich kein großer Verlust wäre. Es gibt eh viel zu viele Dickschiffe da oben, die Luft wird dünn im Major-Bereich. China ist der letzte Strohhalm für die Jünger des Ewigen Wachstums. Es fehlt der gesunde Unterbau des Mittelstandes, der sich in den letzten 20 Jahren in diesem Bereich sukzessive in Luft aufgelöst hat. Eine Electronic Arts Corporation, die halt kein Very Big Player, sondern nur noch ein solider Mittelständler wäre ... wäre keine schlechte Sache. Nicht schlecht für die Mitarbeiter, nicht schlecht für die angeschlossenen Studios, nicht schlecht für die Kunden. Wäre nur schlecht für Leute, die den Hals nicht voll bekommen können. Was zumindest in meinen Augen kein großer Verlust wäre.
Deine Gedankengänge zu einem Videospiel " Mittelstand " in allen Ehren aber so lange z.B. Hunderte Millionen in einem FIFA Ultimate umgesetzt werden, wirst du einem EA CEO nicht einmal ansatzweise verständlich machen können warum " klein aber fein " hier mehr Sinn machen würde.
Und noch einmal gesetz dem Fall dies könnte falsch verstanden werden: ich koppele meine persönliche Meinung von meiner zwangsweise beruflichen hiervon ab.
So wie ich als Dortmund Fan Bayern München die Pest an den Hals wünsche und gleichzeitig deren wirtschaftliches Handeln sowie die Siegesmentalität bewundere und als Vorbild für meinen Verein sehe ;)

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Re: Blizzard Entertainment: Die Sperrung des Hearthstone-eSportlers "Blitzchung" stößt auf viel Kritik

Beitrag von Ryan2k6 » 10.10.2019 15:22

Imperator Palpatine hat geschrieben:
10.10.2019 15:10
So wie ich als Dortmund Fan Bayern München die Pest an den Hals wünsche und gleichzeitig deren wirtschaftliches Handeln sowie die Siegesmentalität bewundere und als Vorbild für meinen Verein sehe ;)
Vor allem die von Uli "Tax Max" Hoeneß. :Blauesauge:

@Kajetan
Ich glaube über WoW ist Blizzard schon länger auf dem chinesischen Markt, nicht erst kürzlich.

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ChrisJumper
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Re: Blizzard Entertainment: Die Sperrung des Hearthstone-eSportlers "Blitzchung" stößt auf viel Kritik

Beitrag von ChrisJumper » 10.10.2019 15:38

casanoffi hat geschrieben:
10.10.2019 10:40
Redshirt hat geschrieben:
10.10.2019 09:17
Diese saloppen "Richtig so"- und "Politik hat im Spirt nichts verloren"-Sprüche machen echt betroffen.
Ich persönlich bin nicht der Meinung, dass Politik im Sport oder in Videospielen etc. nichts zu suchen hat.

Warum und woher kommt diese scheinheilige Ansicht?
Weil sich viele einfach nicht für Politik interessieren oder es sie stört, wenn sich solch "schwere" Themen in ihre sorglose Freizeitbeschäftigung einmischen?
Das ist aber was unterschiedliches. Es geht hier nicht um das Spiel oder um die Produkte. Diese können gerne Themen Aufgreifen. Von mir aus auch gerne in jenem Land unterschiedlich. Kunst oder Kulturgüter haben ja genau diese Eigenschaft das sich die Menschen an diesen Gedanken reiben und Erfahrungen austauschen.

Worum es aber hier geht ist ein Statement zu einem Medienereignis und um nichts anderes. Es fehlt an Toleranz und das Kriegsbeil mal nicht bei jeder Gelegenheit hervorzuheben und mit dem Finger auf andere zu zeigen.

Es trägt nicht zu einer Lösung bei wenn man Eskalationen befördert.

Gut es war jetzt kein Nackter Flitzer der über das Spielfeld ging und dann wurde weiter gespielt. Es war ein Teilnehmer der sich selber dafür disqualifizierte um einen Protest zu erzeugen.

Blizzard hält sich einfach an die Regel. Wer hat schon Lust auf ein Fussballspiel mit zwei Bällen nur weil ein Teilnehmer oder eine Mannschaft das ok fände. Wäre dann die Aufstellung der Regel das es nur einen Ball gibt eine Beleidigung und Beeinträchtigung der Ausdrucksfreiheit der Spieler?

Ich sehe es einfach in diesem Rahmen. Wenn sich zwei Parteien, welche eigentlich im in den Haaren haben, sich auf sportlicher Ebene reiben können und man fiebert da mit und spricht vielleicht auch drüber, oder ein Großteil der Fans der Unterschiedlichen Lager schaut das Spiel zusammen, ist das immer ein Punkt der sozialen Begegnung und doch eigentlich wünschenswert.

Diese Neutralen Begegnungsräume sind halt wichtig. Damit man nicht immer und überall nur streitet und kämpft, das Gehört auf die Straße, von mir aus auch auf Plakate.

Mich erinnert das gerade an eine Werbung über Veganer und das Fussballer dies nicht zugeben würden, weil sie als Veganer keine Unternehmen die Fleisch, Milch und Eier in ihren Produkten haben als mögliche Werbepartner sehen. So ähnlich ist das hier einfach auch. Blizzard da was zu unterstellen ist einfach zu viel. Sie machen es ganz bestimmt nicht aus einer bösen Absicht heraus und verkaufen in Zukunft nur noch die China-Version auch im Westen, mit aktiviertem Social Scoring für alle. ;)

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Kajetan
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Re: Blizzard Entertainment: Die Sperrung des Hearthstone-eSportlers "Blitzchung" stößt auf viel Kritik

Beitrag von Kajetan » 10.10.2019 15:41

Imperator Palpatine hat geschrieben:
10.10.2019 15:10
Deine Gedankengänge zu einem Videospiel " Mittelstand " in allen Ehren aber so lange z.B. Hunderte Millionen in einem FIFA Ultimate umgesetzt werden, wirst du einem EA CEO nicht einmal ansatzweise verständlich machen können warum " klein aber fein " hier mehr Sinn machen würde.
So habe ich das auch nicht gemeint. Freiwillig (!) wird da eh nix passieren. Das sind alles triebgesteuerte Gierhälse, wo viel mehr Geld immer besser als viel Geld ist. Nein, Konzerne wie ActiBlizz und Co. werden in der ihnen innewohnenden Logik immer größer werden, bis sie auf Grund von fatalen Fehlentscheidungen kollabieren (so wie Nokia oder AOL, einst unbezwingbar erscheinende Riesen) oder von jemandem geschluckt werden, der NOCH größer ist. Wie gesagt, EA war mal der große, große King der gesamten Branche.

Wie auch immer ... BlizzCon könnte großes Kino werden.

@Ryan: Ich weiß, Blizz ist da schon seit ner Weile aktiv. So aktiv, dass nur die chin. Kinogänger einen Totalflopp des Warcraft-Filmes verhindert haben.
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Imperator Palpatine
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Re: Blizzard Entertainment: Die Sperrung des Hearthstone-eSportlers "Blitzchung" stößt auf viel Kritik

Beitrag von Imperator Palpatine » 10.10.2019 15:55

Kajetan hat geschrieben:
10.10.2019 15:41
So habe ich das auch nicht gemeint. Freiwillig (!) wird da eh nix passieren. Das sind alles triebgesteuerte Gierhälse, wo viel mehr Geld immer besser als viel Geld ist. Nein, Konzerne wie ActiBlizz und Co. werden in der ihnen innewohnenden Logik immer größer werden, bis sie auf Grund von fatalen Fehlentscheidungen kollabieren (so wie Nokia oder AOL, einst unbezwingbar erscheinende Riesen) oder von jemandem geschluckt werden, der NOCH größer ist. Wie gesagt, EA war mal der große, große King der gesamten Branche.

Wie auch immer ... BlizzCon könnte großes Kino werden.
Das ist natürlich noch einmal eine ganz andere Baustelle die ich als Berater eben zu genüge kenne. Von beiden Seiten wohlgemerkt, d.h auch den idiotischen Beratungsvorschlägen gewisser Kollegen die immer auf " Verschlanken, Entlassen, Neue Märkte besetzen " hinauslaufen. Mit oftmals bekannten Ergebnissen....
Wobei wie gesagt dass Problem zu oft auch bei einer Konzernführung liegt die schnell feste ( also monetäre ) Ergebnisse haben will. Am besten gestern.....Da hilft es dann eben auch im Vorfeld eingehendere Gespräche zu führen damit beide Seiten wissen woran sie sind. Und gegebenenfalls eben nicht zusammen kommen.

Persönlich empfinde ich dabei meistens die mittlere Ebene als die " Arschlochgruppe ", insbesondere was das Verhalten nach aussen gegenüber Personen betrifft die nicht diese Gehaltsebene haben oder Position. Meistens weil es die tiefsitzende Angst gibt dass irgend jemand mit wirklicher Entscheidungsgewalt irgendwann fragt ob man ob diese Person wirklich braucht und was eigentlich ihre Qualifikationen sind.
Zuletzt geändert von Imperator Palpatine am 10.10.2019 15:57, insgesamt 2-mal geändert.

DONFRANCIS93
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Re: Blizzard Entertainment: Die Sperrung des Hearthstone-eSportlers "Blitzchung" stößt auf viel Kritik

Beitrag von DONFRANCIS93 » 10.10.2019 15:56

ChrisJumper hat geschrieben:
10.10.2019 15:38
casanoffi hat geschrieben:
10.10.2019 10:40
Redshirt hat geschrieben:
10.10.2019 09:17
Diese saloppen "Richtig so"- und "Politik hat im Spirt nichts verloren"-Sprüche machen echt betroffen.
Ich persönlich bin nicht der Meinung, dass Politik im Sport oder in Videospielen etc. nichts zu suchen hat.

Warum und woher kommt diese scheinheilige Ansicht?
Weil sich viele einfach nicht für Politik interessieren oder es sie stört, wenn sich solch "schwere" Themen in ihre sorglose Freizeitbeschäftigung einmischen?
Das ist aber was unterschiedliches. Es geht hier nicht um das Spiel oder um die Produkte. Diese können gerne Themen Aufgreifen. Von mir aus auch gerne in jenem Land unterschiedlich. Kunst oder Kulturgüter haben ja genau diese Eigenschaft das sich die Menschen an diesen Gedanken reiben und Erfahrungen austauschen.

Worum es aber hier geht ist ein Statement zu einem Medienereignis und um nichts anderes. Es fehlt an Toleranz und das Kriegsbeil mal nicht bei jeder Gelegenheit hervorzuheben und mit dem Finger auf andere zu zeigen.

Es trägt nicht zu einer Lösung bei wenn man Eskalationen befördert.

Gut es war jetzt kein Nackter Flitzer der über das Spielfeld ging und dann wurde weiter gespielt. Es war ein Teilnehmer der sich selber dafür disqualifizierte um einen Protest zu erzeugen.

Blizzard hält sich einfach an die Regel. Wer hat schon Lust auf ein Fussballspiel mit zwei Bällen nur weil ein Teilnehmer oder eine Mannschaft das ok fände. Wäre dann die Aufstellung der Regel das es nur einen Ball gibt eine Beleidigung und Beeinträchtigung der Ausdrucksfreiheit der Spieler?

Ich sehe es einfach in diesem Rahmen. Wenn sich zwei Parteien, welche eigentlich im in den Haaren haben, sich auf sportlicher Ebene reiben können und man fiebert da mit und spricht vielleicht auch drüber, oder ein Großteil der Fans der Unterschiedlichen Lager schaut das Spiel zusammen, ist das immer ein Punkt der sozialen Begegnung und doch eigentlich wünschenswert.

Diese Neutralen Begegnungsräume sind halt wichtig. Damit man nicht immer und überall nur streitet und kämpft, das Gehört auf die Straße, von mir aus auch auf Plakate.

Mich erinnert das gerade an eine Werbung über Veganer und das Fussballer dies nicht zugeben würden, weil sie als Veganer keine Unternehmen die Fleisch, Milch und Eier in ihren Produkten haben als mögliche Werbepartner sehen. So ähnlich ist das hier einfach auch. Blizzard da was zu unterstellen ist einfach zu viel. Sie machen es ganz bestimmt nicht aus einer bösen Absicht heraus und verkaufen in Zukunft nur noch die China-Version auch im Westen, mit aktiviertem Social Scoring für alle. ;)
Du solltest dich da glaube ich etwas mehr informieren. Denn es wurde nicht nur der Spieler gebannt, sondern auch die Moderatoren gefeuert, obwohl diese 0,00% Schuld trifft. Nebenbei sollte man auch die NBA erwähnen, die sehr ähnliche Konflike mit der Meinungsfreiheit - wirtschaftliche Aspekte mit China verdeutlicht.
Und dann gab es noch ein extrem "diktatorisches" Statement aus China, welches ungefähr so ging (finde es gerade wortwörtlich nicht mehr): "Meinungsfreiheit wird bei Kritik des chinesischen Staates nirgendwo toleriert"

Diese Situationen zeigen eigentlich sehr gut auf, wie das westliche kapitalistische System schon längst die eigentlichen bzw. ursprünglichen Werte der USA und des Westens in die Knie gezwungen hat. Geld ist die oberste Priorität. Dann Image. Und dann die Menschen selbst.
Einige Blizzardmitarbeiter haben das Unternehmen verlassen oder zumindest ihre Missgunst offiziell kundgetan.

Ich kann jedem den die Situation interessiert, die gestrige KindaFunny GamesDaily empfehlen. Dort wird die ganze Situation 40+ Minuten besprochen und zumindest relativ übersichtlich dargestellt:

ronny_83
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Re: Blizzard Entertainment: Die Sperrung des Hearthstone-eSportlers "Blitzchung" stößt auf viel Kritik

Beitrag von ronny_83 » 10.10.2019 16:16

DONFRANCIS93 hat geschrieben:
10.10.2019 15:56
Denn es wurde nicht nur der Spieler gebannt, sondern auch die Moderatoren gefeuert, obwohl diese 0,00% Schuld trifft.
Soweit ich mitbekommen hab, haben diese ihn animiert, seine Aussage nochmal in Mandarin zu wiederholen, um mehr Leute zu erreichen. Dafür wurden diese gefeuert. Auch der Grund, warum sie sich so zackig unter´m Tisch versteckt haben.

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Re: Blizzard Entertainment: Die Sperrung des Hearthstone-eSportlers "Blitzchung" stößt auf viel Kritik

Beitrag von DONFRANCIS93 » 10.10.2019 16:31

ronny_83 hat geschrieben:
10.10.2019 16:16
DONFRANCIS93 hat geschrieben:
10.10.2019 15:56
Denn es wurde nicht nur der Spieler gebannt, sondern auch die Moderatoren gefeuert, obwohl diese 0,00% Schuld trifft.
Soweit ich mitbekommen hab, haben diese ihn animiert, seine Aussage nochmal in Mandarin zu wiederholen, um mehr Leute zu erreichen. Dafür wurden diese gefeuert. Auch der Grund, warum sie sich so zackig unter´m Tisch versteckt haben.
Gibt es dafür Beweise bzw. hast du zufällig eine Quelle? Mich würde es nämlich interessieren, ob das stimmt. Finde nirgendwo etwas, dass deine Aussage bestätigt. Ganz im Gegenteil. Die beiden sind aus Taiwan und wussten vor dem Stream scheinbar nicht, dass "blitzchung" überhaupt eine Gasmaske tragen würde.

https://www.gamesindustry.biz/articles/ ... porter-ban

Scheint doch plausibler, dass Blizzard/Activision unter dem Druck der Chinesen entschieden haben alle Personen, die mit dieser Situation zu tun haben, erstmal aus dem Verkehr zu ziehen.

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Kibato
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Re: Blizzard Entertainment: Die Sperrung des Hearthstone-eSportlers "Blitzchung" stößt auf viel Kritik

Beitrag von Kibato » 10.10.2019 16:38

Ryan2k6 hat geschrieben:
10.10.2019 11:52
Kibato hat geschrieben:
10.10.2019 11:48
Gerade mächtige internationale Unternehmen wie Blizzard sollten ein Vorbild für junge Spieler sein und bewusst keine Geschäfte mit Ländern machen, die bestimmte Bevölkerungsgruppen foltern lassen und das Recht auf ein normales Leben verwehren. Vielleicht hilft ein Ethik Kurs für alle angehenden Manager, damit sie neben dem Dollar Zeichen vielleicht auch noch etwas anderes sehen können.

Ach was rede ich, wir leben ja auf dem Planeten Erde und müssen dementsprechend möglichst viel Geld anhäufen um das persönliche Glück zu finden.
Hm, also ok, China schon mal raus. Aber die USA mit ihrem Guantanamo dann ja auch? Bleibt noch Europa und wenn man sich da so umschaut in Russland, Ungarn, Italien vor kurzem...sauber ist da niemand.

Eine Firma KANN kein moralisches Vorbild sein, schon gar nicht weltweit, weil Moral je nach Teil der Erde etwas völlig anderes ist.
Keine Ahnung, wir stellen auch gerade ein ökologisches und nachhaltiges Startup auf die Beine weil wir tatsächlich etwas verändern wollen und nicht nur aufs Geld aus sind. Es ist eine interessante Erfahrung voll und ganz hinter einer Idee zu stehen bei der man mal kein schlechtes Gewissen haben muss. Wir versuchen ein moralisches Vorbild zu sein - für die Leute die sich zu dem Thema bereits Gedanken gemacht haben und offen für neue Ideen sind.

Klar hat jedes Land Dreck am Stecken, aber für mich gäbe es definitiv eine Schmerzgrenze - und die fängt bestimmt nicht bei China an.
Eine Firma KANN kein moralisches Vorbild sein, schon gar nicht weltweit, weil Moral je nach Teil der Erde etwas völlig anderes ist.
Ich setze hier auf den gesunden Menschenverstand und nicht auf irgendwelche lächerlichen Regeln bzw. Richtlinien die sich Berufspolitiker zusammen mit Lobbyisten ausgedacht haben.

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Re: Blizzard Entertainment: Die Sperrung des Hearthstone-eSportlers "Blitzchung" stößt auf viel Kritik

Beitrag von Temeter  » 10.10.2019 16:49

Kajetan hat geschrieben:
10.10.2019 10:29
Whisperstorm hat geschrieben:
10.10.2019 10:12
Tja, schlechte PR ist besser als keine PR.
Das ist eine Urban Legend, die sich erstaunlich hartnäckig hält. Es hat schon seinen Grund, warum Firmen SEHR darauf bedacht sind sich aus solchen Geschichten möglichst herauszuhalten, in dem sie, wie z.B. Blizzard, versuchen sich von politischen Themen fernzuhalten. Es hat schon seinen Grund, dass auf dem Höhepunkt der Proteste gegen die Lootboxen in Battlefront 2 der Disney-CEO zum Telefon griff und den EA-CEO zusammengefaltet hat. Nicht so sehr wegen des Lootboxen an sich, sondern wegen der katastrophalen PR von EA, die alles nur noch schlimmer gemacht hatte.

Und EA war vor fünfzehn Jahren noch DER ungekrönte König der Branche. EA war so groß, dass man ernsthaft darüber nachdachte kurzerhand Take2 und das GTA-Franchise zu kaufen. Diese Zeiten sind längst vorbei. Weil der miese Ruf von EA, ihre beschissene Produkt- und Geschäftspolitik genug (!) Kunden abgeschreckt hat, um nur noch ein Major unter vielen zu sein. Lass das nochmal 10-15 Jahre so weitergehen und EA wird vielleicht nur noch eine Marke im Besitz anderer sein, wenn überhaupt.

Man darf hier nicht glauben, dass sich ein schlechter Ruf einfach so, über Nacht, sofort auswirkt. Das braucht seine Zeit. Aber dann ist es zu spät noch etwas dagegen zu tun.
Gut auf den Punkt gebracht :Daumenrechts:

Ich mein, VW ist weltweit nun deutlich bekannter als vorher. Glaube kaum, dass es das wert war.

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Re: Blizzard Entertainment: Die Sperrung des Hearthstone-eSportlers "Blitzchung" stößt auf viel Kritik

Beitrag von ChrisJumper » 10.10.2019 16:52

DONFRANCIS93 hat geschrieben:
10.10.2019 16:31
ronny_83 hat geschrieben:
10.10.2019 16:16
DONFRANCIS93 hat geschrieben:
10.10.2019 15:56
Denn es wurde nicht nur der Spieler gebannt, sondern auch die Moderatoren gefeuert, obwohl diese 0,00% Schuld trifft.
Soweit ich mitbekommen hab, haben diese ihn animiert, seine Aussage nochmal in Mandarin zu wiederholen, um mehr Leute zu erreichen. Dafür wurden diese gefeuert. Auch der Grund, warum sie sich so zackig unter´m Tisch versteckt haben.
Gibt es dafür Beweise bzw. hast du zufällig eine Quelle?
https://www.heise.de/newsticker/meldung ... 49238.html

Zitat: "Blitzchung hatte im offiziellen taiwanesischen Livestream eines Turniers in der Asien-Pazifik-Region am vergangenen Wochenende in einem Interview auf Mandarin "Befreit Hongkong, Revolution unseres Zeitalters“ gerufen. Laut dem E-Sport-Magazin Inven Global hätten sich die beiden Kommentatoren, die das Interview führten, dabei unter ihren Tisch geduckt, und der Stream sei kurz darauf mit einer Werbepause unterbrochen worden. Die Aufzeichnung auf der Streaming-Plattform Twitch wurde später von Blizzard gelöscht."

Das Problem was ich damit habe und warum ich das nicht ok finde, hier ein paar Beispiele:

-"Befreit das Westjordanland, Revolution unseres Zeitalters"
-"Befreit das Krim, Revolution unseres Zeitalters".
-"Befreit Cottbus, Revolution unseres Zeitalters"
-Dann noch mal völlig Unabhängig von dem Standpunkt - Israeli oder Palästinenser, Ukrainer oder Russe, AFDler oder Normalbürger.

So etwas ist schwierig und ich finde dafür gibt es halt andere Gelegenheit die besser sind. Auch wen das jeweilige Lager findet das es eine sehr gute Idee ist dort Medienwirksam aufzutreten.

Auch ein ekliges Unterfangen wäre zum Beispiel ein Aufruf zum Tag des Feuers.. wie zuletzt in Brasilien.

Ich bin da vielleicht auch zu konservativ und hab es lieber etwas ruhiger.
Zuletzt geändert von ChrisJumper am 10.10.2019 17:01, insgesamt 1-mal geändert.

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