Dragon Quest 11: Streiter des Schicksals - Test

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Ryan2k6
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Re: Dragon Quest 11: Streiter des Schicksals - Test

Beitrag von Ryan2k6 » 28.09.2019 13:19

Naja, JRPGs haben in der Regel immer 0815 Storys, da gehts halt um Emotionen und Heldengeschichten. Spiele grad Ni No Kuni auf der Switch und dort ist es auch so, aber ich mag solche Anime Märchen zum selber spielen hin und wieder sehr gern. Wo man nicht ständig weitreichende Entscheidungen zu treffen hat oder politische Netze verstehen und nutzen muss.

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Stalkingwolf
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Re: Dragon Quest 11: Streiter des Schicksals - Test

Beitrag von Stalkingwolf » 28.09.2019 14:17

Ryan2k6 hat geschrieben:
28.09.2019 13:19
Naja, JRPGs haben in der Regel immer 0815 Storys, da gehts halt um Emotionen und Heldengeschichten.
Komisch immer wenn ich das erwähnt, werde ich in Grund und Boden geflamt.
Das Problem daran ist auch das die Dinger dann 70-100h gehen.
Ne da habe ich lieber ein Oblivion oder Skyrim, in dem die Story kurz und dafür das drumherum gigantisch ist.
Dann kann ich mich mehr ablenken wie wenn die Story mies ist und dann dann noch 70h+.
Problem ist auch oft das sich in den 70-100h viele Abläufe einfach wiederholen. In jeder Stadt das gleichen, in jedem Dungeon das gleiche usw.

Ni No Kuni hatte mitten drin auch extremen leerlauf und zog erst am Ende wieder an.
Glaub viele haben es über das Mittelstück nicht rüber gebracht.
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Ryan2k6
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Re: Dragon Quest 11: Streiter des Schicksals - Test

Beitrag von Ryan2k6 » 28.09.2019 15:26

Hab ja nicht gesagt, dass ich das mies finde, man muss halt wissen worauf man sich einlässt.

Aber ist ein Grund, warum DQ11 bei mir "nur" Platz 2 ist und Persona 5 auf 1, wirkt einfach origineller.

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Krulemuk
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Re: Dragon Quest 11: Streiter des Schicksals - Test

Beitrag von Krulemuk » 28.09.2019 22:54

Ich bin jetzt über 10 Stunden im Spiel und es war keine Liebe auf den ersten Blick. Die ersten 5-6 Stunden verliefen sehr zäh nach dem Schema "press A to win" durch die zwei Nahkampfcharaktere, die man zu diesem Zeitpunkt hat. Ansonsten bin ich überrascht, wie wenig sich im Vergleich zu DQ8 getan hat. Die Charakterentwicklung wurde etwas erweitert und die Grafik ist zeitgemäß - ansonsten gibt es bisher keine nennenswerten Weiterentwicklungen im Vergleich zum PS2 Spiel. Die Charakterentwicklung gefällt mir bisher dafür aber sehr gut und auch der Kampf macht Spaß seitdem ich 4 Charaktere und dadurch mehr Optionen habe.

Auch wenn ich kein großer Fan des Toriyama-Artstyles bin sieht das Spiel im Docked-Modus märchenhaft gut aus. Im Handheld hingegen - meinem favorisierten Modus - musste ich schon schlucken. Hier ist die Auflösung einen Tick zu niedrig für meinen Geschmack. Ich werde es wohl überwiegend im Docked-Modus spielen.

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Re: Dragon Quest 11: Streiter des Schicksals - Test

Beitrag von Ryan2k6 » 29.09.2019 12:01

Auch wenn viele si ja sehr zu mögen scheinen, war ich froh, als ich Veronica tauschen könnte, zumal sie einer der größten Charakter Kritikpunkte von mir ist, weil:
Spoiler
Show
Sie von irgendeinem 0815 Monster klein gemacht wird und es bis zum Ende (außer in einer kurzen Sequenz) NIEMANDEN gibt der sie wieder groß zaubern kann? Wie unfassbar mächtig war denn bitte dieser Zauber eines Niemands?
Aber es dauert, recht typisch für ein klassisches JRPG, sehr lange bis man alle zusammen hat.

Und ja, der Anfang zieht sich ein bisschen, die Story nimmt sich sehr viel Zeit.

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AdrianVeidt
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Re: Dragon Quest 11: Streiter des Schicksals - Test

Beitrag von AdrianVeidt » 30.09.2019 09:59

Krulemuk hat geschrieben:
28.09.2019 22:54
Ich bin jetzt über 10 Stunden im Spiel und es war keine Liebe auf den ersten Blick. Die ersten 5-6 Stunden verliefen sehr zäh nach dem Schema "press A to win" durch die zwei Nahkampfcharaktere, die man zu diesem Zeitpunkt hat. Ansonsten bin ich überrascht, wie wenig sich im Vergleich zu DQ8 getan hat. Die Charakterentwicklung wurde etwas erweitert und die Grafik ist zeitgemäß - ansonsten gibt es bisher keine nennenswerten Weiterentwicklungen im Vergleich zum PS2 Spiel. Die Charakterentwicklung gefällt mir bisher dafür aber sehr gut und auch der Kampf macht Spaß seitdem ich 4 Charaktere und dadurch mehr Optionen habe.

Auch wenn ich kein großer Fan des Toriyama-Artstyles bin sieht das Spiel im Docked-Modus märchenhaft gut aus. Im Handheld hingegen - meinem favorisierten Modus - musste ich schon schlucken. Hier ist die Auflösung einen Tick zu niedrig für meinen Geschmack. Ich werde es wohl überwiegend im Docked-Modus spielen.
Man kann auch Spiele kaputtentwickeln, siehe Final Fantasy Reihe.

Daher bin ich schon echt froh, das man bei Dragon Quest erstaunlicherweise keine falschen Entscheidungen trifft und das Spiel dann kaputtmacht. Kein Wunder, das sich auch dieses Spiel in Japan erheblich besser verkauft hat, als Final Fantasy XV.

Und mit dem Switch Release wird sich das natürlich nochmals positiv auf die Verkaufszahlen auswirken, könnte dann sogar die Weltweiten Verkaufszahlen von FFXV übertreffen.

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bohni
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Re: Dragon Quest 11: Streiter des Schicksals - Test

Beitrag von bohni » 30.09.2019 10:02

Stalkingwolf hat geschrieben:
28.09.2019 14:17
Ne da habe ich lieber ein Oblivion oder Skyrim, in dem die Story kurz und dafür das drumherum gigantisch ist.
Bethesda und gute Story habe ich noch nie in einem günstigen Zusammenhang gesehen.

So unterschiedlich kann man das empfinden.

Im Prinzip sind die Geschichten in DQ ebenso augelutscht wie die bei Skyrim z.B.
Unscheinbarer Held entkommt einer vermeintlichen Katastrophe, wird immer stärker und rettet am Ende die Welt.
Was da gerade an Skyrim grossartig besser gewesen sein soll, kann ich nicht erkennen.

Da fand ich die Bugs in Skyrim, wie in praktisch jedem Bethesda Spiel, sehr viel störender und offensichtlicher.
Zuletzt geändert von bohni am 30.09.2019 10:05, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Dragon Quest 11: Streiter des Schicksals - Test

Beitrag von bohni » 30.09.2019 10:04

AdrianVeidt hat geschrieben:
30.09.2019 09:59
Daher bin ich schon echt froh, das man bei Dragon Quest erstaunlicherweise keine falschen Entscheidungen trifft und das Spiel dann kaputtmacht.
So isses

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Stalkingwolf
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Re: Dragon Quest 11: Streiter des Schicksals - Test

Beitrag von Stalkingwolf » 30.09.2019 10:19

bohni hat geschrieben:
30.09.2019 10:02
Stalkingwolf hat geschrieben:
28.09.2019 14:17
Ne da habe ich lieber ein Oblivion oder Skyrim, in dem die Story kurz und dafür das drumherum gigantisch ist.
Bethesda und gute Story habe ich noch nie in einem günstigen Zusammenhang gesehen.

So unterschiedlich kann man das empfinden.
Ich habe nicht geschrieben das die Story in Oblivion oder Skyrim gut ist.
Das war eher darauf bezogen das man zum Glück damit schnell fertig ist und sich nicht wie Kaugummi zieht.
Weil das Problem habe ich oft in JRPG. Eine Story ellenlang mit sich ständigen Wendungen und Wiederholungen die einfach nur ermüdend sind.
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Re: Dragon Quest 11: Streiter des Schicksals - Test

Beitrag von Krulemuk » 30.09.2019 10:38

AdrianVeidt hat geschrieben:
30.09.2019 09:59
Man kann auch Spiele kaputtentwickeln, siehe Final Fantasy Reihe.

Daher bin ich schon echt froh, das man bei Dragon Quest erstaunlicherweise keine falschen Entscheidungen trifft und das Spiel dann kaputtmacht. Kein Wunder, das sich auch dieses Spiel in Japan erheblich besser verkauft hat, als Final Fantasy XV.

Und mit dem Switch Release wird sich das natürlich nochmals positiv auf die Verkaufszahlen auswirken, könnte dann sogar die Weltweiten Verkaufszahlen von FFXV übertreffen.
Das sehe ich übrigens genauso. Ein DQ11 interessiert mich deutlich mehr als ein FFXV. FF hat sich seit Teil 10 eh komplett von meinem Geschmack wegentwickelt.

Ich bin echt froh, dass es mit DQ noch ein rundenbasiertes JRPG mit diesem hohen Budget gibt. Das ist leider keine Selbstverständlichkeit mehr. Trotzdem wünsche ich mir natürlich, dass 1-2 alte Zöpfe abgeschnitten werden, damit es noch besser passt.

Ich bin mittlerweile übrigens knapp 20 Stunden drin und nun steigt auch meine Begeisterung. Story-Schlüsselmomente sind schön dramatisch inszeniert. Das fesselt mich persönlich tatsächlich stärker als die Story vieler WRPG (Von Skyrim und Oblivion gar nicht zu sprechen).

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Re: Dragon Quest 11: Streiter des Schicksals - Test

Beitrag von Ryan2k6 » 30.09.2019 10:56

Krulemuk hat geschrieben:
30.09.2019 10:38
Ich bin echt froh, dass es mit DQ noch ein rundenbasiertes JRPG mit diesem hohen Budget gibt. Das ist leider keine Selbstverständlichkeit mehr.
Persona 5 hat angerufen und beschwert sich. :Blauesauge:
Krulemuk hat geschrieben:
30.09.2019 10:38
Das fesselt mich persönlich tatsächlich stärker als die Story vieler WRPG (Von Skyrim und Oblivion gar nicht zu sprechen).
Das geht mir auch so, weswegen ich eine lineare und packende Story jederzeit einer großen offenen Welt vorziehe. Dieses "hier ist die Welt, lauf los und guck sie dir an" ist einfach nichts für mich, weil ich dann nie weiß wo ich zuerst hin soll. Wenn auf dem Weg der Story dann hier und da Nebenaufgaben vorhanden sind, die einen woanders hinführen, sehr gern. Aber alles schön ohne den Blick auf die Hauptstory zu verlieren.

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Re: Dragon Quest 11: Streiter des Schicksals - Test

Beitrag von Krulemuk » 30.09.2019 11:25

Ryan2k6 hat geschrieben:
30.09.2019 10:56
Krulemuk hat geschrieben:
30.09.2019 10:38
Ich bin echt froh, dass es mit DQ noch ein rundenbasiertes JRPG mit diesem hohen Budget gibt. Das ist leider keine Selbstverständlichkeit mehr.
Persona 5 hat angerufen und beschwert sich. :Blauesauge:
Von Ausschließlichkeit habe ich ja auch nicht gesprochen ;)

Zumal in dem Genre auch mit niedrigerem Budget tolle Spiele zu entwickeln sind...

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Re: Dragon Quest 11: Streiter des Schicksals - Test

Beitrag von Xris » 02.10.2019 17:06

Krulemuk hat geschrieben:
30.09.2019 11:25
Ryan2k6 hat geschrieben:
30.09.2019 10:56
Krulemuk hat geschrieben:
30.09.2019 10:38
Ich bin echt froh, dass es mit DQ noch ein rundenbasiertes JRPG mit diesem hohen Budget gibt. Das ist leider keine Selbstverständlichkeit mehr.
Persona 5 hat angerufen und beschwert sich. :Blauesauge:
Von Ausschließlichkeit habe ich ja auch nicht gesprochen ;)

Zumal in dem Genre auch mit niedrigerem Budget tolle Spiele zu entwickeln sind...
Der Anspruch in DQ11 ist dennoch ziemlich niedrig. Weshalb ich die Begeisterung nicht wirklich nachvollziehen kann. Das Gameplay ist angestaubter Standard der nur selten in irgend einer Weise fordernd ausfällt. So sehr ich das Spiel auch mag.

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Re: Dragon Quest 11: Streiter des Schicksals - Test

Beitrag von Krulemuk » 02.10.2019 18:47

Angestaubter Standard ist mir persönlich in diesem Fall lieber als die vielen Echtzeitkampfsysteme moderner JRPGs. Tales of, Xenoblade, FF und wie sie alle heißen, kommen für mich - rein subjektiv - da leider nicht ran. So sehr ich es mir auch wünschen würde und so sehr ich es auch immer wieder versuche...Diese Spiele faszinieren mich mit ihrer Welt und ihren Charakteren - Ich will sie unbedingt mögen. Das Gameplay lässt mich aber leider kalt :(

Ja, ich hätte mir in den Kämpfen von DQ11 noch irgendeinen Twist wie in Octopath, Radiant Historia oder Bravely Default gewünscht. DQ11 fehlt hier das Alleinstellungsmerkmal. Aber allein durch die Auswahl der Fähigkeiten und die ansprechende Charakterentwicklung schafft Square es trotzdem hier ein starke Kampfsystem aufzusetzen. Durch die drakonischen Optionen fühle ich mich auch ausreichend gefordert, ehrlich gesagt.

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Re: Dragon Quest 11: Streiter des Schicksals - Test

Beitrag von Xris » 03.10.2019 16:22

Krulemuk hat geschrieben:
02.10.2019 18:47
Angestaubter Standard ist mir persönlich in diesem Fall lieber als die vielen Echtzeitkampfsysteme moderner JRPGs. Tales of, Xenoblade, FF und wie sie alle heißen, kommen für mich - rein subjektiv - da leider nicht ran. So sehr ich es mir auch wünschen würde und so sehr ich es auch immer wieder versuche...Diese Spiele faszinieren mich mit ihrer Welt und ihren Charakteren - Ich will sie unbedingt mögen. Das Gameplay lässt mich aber leider kalt :(

Ja, ich hätte mir in den Kämpfen von DQ11 noch irgendeinen Twist wie in Octopath, Radiant Historia oder Bravely Default gewünscht. DQ11 fehlt hier das Alleinstellungsmerkmal. Aber allein durch die Auswahl der Fähigkeiten und die ansprechende Charakterentwicklung schafft Square es trotzdem hier ein starke Kampfsystem aufzusetzen. Durch die drakonischen Optionen fühle ich mich auch ausreichend gefordert, ehrlich gesagt.
Ich bezog mich auf die Umsetzung des rundenbasierten KS. Das ist RPG Lite. Kaum tiefe, kaum Anspruch.

Neumodisch sind Echtzeit KS übrigens ganz und gar nicht. Tales of ähnliche KS gibt es in JP schon seit fast 30 Jahren. Das KS von Tales of bspw ist nen richtig alter Hut.

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