Cyberpunk 2077: Charakter-Erstellung ohne klassische Geschlechter-Unterteilung in männlich und weiblich

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c452h
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Re: Cyberpunk 2077: Charakter-Erstellung ohne klassische Geschlechter-Unterteilung in männlich und weiblich

Beitrag von c452h » 30.08.2019 16:12

abcde12345 hat geschrieben:
30.08.2019 13:25
Wer das psychologische, wählbare Geschlecht hinzu erfindet und somit einen Unterschied zwischen biologischem und psycholoigischem Geschlecht macht, ist ungebildet und/oder verblendet. Wer diesen Unterschied dann auch noch tatsächlich nötig hat um sich wohl(er) zu fühlen, ist nicht gesund (N.B.: != krank). Sei es körperlich, sei es psychisch.
Klingt wie aus der Alt-Right-Filterblase entsprungen. Und du willst festlegen, wer ungebildet oder verblendet ist? Wohl dann eher du?

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Skippofiler22
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Re: Cyberpunk 2077: Charakter-Erstellung ohne klassische Geschlechter-Unterteilung in männlich und weiblich

Beitrag von Skippofiler22 » 30.08.2019 16:27

Das sehe ich auch so. Allerdings haben "gebildete" Leute einen großen Vorteil: Bei ihnen läuft das Spiel "flüssig", weil sie sich einen guten PC verdienen können.
Es ist nicht zu verantworten, sagte die Vernunft.
Es ist durchaus machbar, sagte der Ehrgeiz.
Es ist nicht alles richtig, sagte der Verstand
Tue es, sagte der Leichtsinn.
Du bist was du bist, sagte das Selbstbewusstsein.
Es ist einfach schön, sagte die Liebe.

Es ist das Gefühl in eine andere Welt einzutauchen, sagte der Gamer.

Doc Angelo
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Re: Cyberpunk 2077: Charakter-Erstellung ohne klassische Geschlechter-Unterteilung in männlich und weiblich

Beitrag von Doc Angelo » 30.08.2019 16:35

Bachstail hat geschrieben:
30.08.2019 13:58
Richtig und das wurde auch von Anfang an so kommuniziert, nur haben es ein paar Leutchen falsch verstanden, das dann verbreitet und viele haben das dann geglaubt.
Das Interview, auf dem diese News bei 4P basiert, spricht eine recht deutliche Sprache, der Titel dieser News auch, und der Text, der das Interview beschreibt, ist auch recht eindeutig. Ich persönlich würde nicht sagen, das es falsch verstanden wurde, sondern das es nicht korrekt kommuniziert wurde. Aber... der Lead Concept Artist ist nicht unbedingt immer so ganz im Bilde. Sollte er vielleicht sein, vor allem da er ja nicht aus heiterem Himmel interviewt wurde, aber... seis drum.

Wie dem auch sei: Ist die beste Lösung für alle, wenn weiterhin die klassischen Prototypen bestehen, aber man zusätzlich mixen kann. Von daher alles gut. :)
Wenn man bis zum Hals in der Scheiße steckt, sollte man nicht den Kopf hängen lassen.

abcde12345
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Re: Cyberpunk 2077: Charakter-Erstellung ohne klassische Geschlechter-Unterteilung in männlich und weiblich

Beitrag von abcde12345 » 30.08.2019 16:46

c452h hat geschrieben:
30.08.2019 16:12
abcde12345 hat geschrieben:
30.08.2019 13:25
Wer das psychologische, wählbare Geschlecht hinzu erfindet und somit einen Unterschied zwischen biologischem und psycholoigischem Geschlecht macht, ist ungebildet und/oder verblendet. Wer diesen Unterschied dann auch noch tatsächlich nötig hat um sich wohl(er) zu fühlen, ist nicht gesund (N.B.: != krank). Sei es körperlich, sei es psychisch.
Klingt wie aus der Alt-Right-Filterblase entsprungen. Und du willst festlegen, wer ungebildet oder verblendet ist? Wohl dann eher du?
Ich hoffe du verzeihst es mir, wenn ich nicht exakt auf deine Fragen eingehe. Da wir damit hart an der Grenze zum OT abweichen, halte ich mich kurz: Ich erachte es als gefährlich, ein derart gefestigtes wie gut erforschtes Konstrukt wie das biologische Geschlecht aufgrund psychologischer Faktoren (sei es bewusst oder unbewusst, sei es gewollt oder ungewollt) die (immense) Bedeutung abzusprechen, die es hat, und sich (vermeindlich) willkürlich seiner Phantasie hinzugeben. Es sollte eigentlich nichts dazu tun, aber aufgrund deiner Reaktion nehme ich den folgenden "Einwand" mal vorweg: "Du bist bestimmt Biologe wenn du so krass darauf abgehst".Nein, ich bin kein Biologe. Ich bin Psychologe. Gerade deswegen sehe ich es als unfassbar gefährlich an. Wenn diese Denke (unbewiesen!) erst mal in den Köpfen der heranwachsenden Generationen sitzt ("man kann sich sein Geschlecht aussuchen"), dann gibt es kein Zurück mehr. Da wird mir wohl keiner widersprechen. Wir sind sowieso schon eine Gesellschaft, in der die Mitglieder maximal individuell sein wollen. Kommt jetzt noch so ein Identitätskrisenauslöser wie eben beschrieben hinzu, und das auch noch bei Teenagern usw. die schon genug (Entwicklungs- und Selbstfindungs)Probleme haben, dann bietet es die Möglichkeit unfassbar grossen Schaden anzurichten (siehe meinen 1. Post).
Deswegen sage ich: Lasst die Wissenschaft erforschen, ob es mehr als 2 Geschlechter gibt, bevor ihr es schon als gegeben annehmt und darauf euer Leben aufbaut und eure Identiät ausrichtet.
Hat sich das "psychologische Geschlecht" erstmal etabliert, kriegste es nicht mehr weg. Und es ist eine unfassbar riesige Quelle für Rauschen bei der Identifizierung von Krankheiten/Störungen bei Patienten. Denn wenn man einen psychologischen Faktor erfindet, dann hat er auch Einfluss. Weil man daran glaubt. Und dann ist es egal, ob es auf der Biologie basiert. Das Problem ist nur, dass man sich so Probleme schafft, die die meisten Menschen sonst nie gehabt hätten, der Leidensdruck ist aber trotzdem da. Und dann muss geholfen werden.

So, nun bitte ich die Mods um Vergebung für den OT-Post und belasse es dabei.

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Re: Cyberpunk 2077: Charakter-Erstellung ohne klassische Geschlechter-Unterteilung in männlich und weiblich

Beitrag von 4lpak4 » 30.08.2019 17:16

abcde12345 hat geschrieben:
30.08.2019 16:46
[...]
Nein, ich bin kein Biologe. Ich bin Psychologe.
[...]
Bruuuuh....

I hate to break it to you, aber...
Die Leute die in einer Psychiatrie wohnen sind die Patienten, nicht die Psychologen.

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Usul
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Re: Cyberpunk 2077: Charakter-Erstellung ohne klassische Geschlechter-Unterteilung in männlich und weiblich

Beitrag von Usul » 30.08.2019 17:44

abcde12345 hat geschrieben:
30.08.2019 16:46
Da wird mir wohl keiner widersprechen.
Mindestens einige andere Psychologen werden dir da sogar sehr vehement widersprechen.

Doc Angelo
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Re: Cyberpunk 2077: Charakter-Erstellung ohne klassische Geschlechter-Unterteilung in männlich und weiblich

Beitrag von Doc Angelo » 30.08.2019 18:13

4lpak4 hat geschrieben:
30.08.2019 17:16
Bruuuuh....

I hate to break it to you, aber...
Die Leute die in einer Psychiatrie wohnen sind die Patienten, nicht die Psychologen.
Es gibt einen bedeutenden Unterschied zwischen Psychiater und Psychologe.
Wenn man bis zum Hals in der Scheiße steckt, sollte man nicht den Kopf hängen lassen.

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P-Ape
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Re: Cyberpunk 2077: Charakter-Erstellung ohne klassische Geschlechter-Unterteilung in männlich und weiblich

Beitrag von P-Ape » 30.08.2019 19:18

c452h hat geschrieben:
30.08.2019 16:12
abcde12345 hat geschrieben:
30.08.2019 13:25
Wer das psychologische, wählbare Geschlecht hinzu erfindet und somit einen Unterschied zwischen biologischem und psycholoigischem Geschlecht macht, ist ungebildet und/oder verblendet. Wer diesen Unterschied dann auch noch tatsächlich nötig hat um sich wohl(er) zu fühlen, ist nicht gesund (N.B.: != krank). Sei es körperlich, sei es psychisch.
Klingt wie aus der Alt-Right-Filterblase entsprungen. Und du willst festlegen, wer ungebildet oder verblendet ist? Wohl dann eher du?
Usul hat geschrieben:
30.08.2019 17:44
abcde12345 hat geschrieben:
30.08.2019 16:46
Da wird mir wohl keiner widersprechen.
Mindestens einige andere Psychologen werden dir da sogar sehr vehement widersprechen.
4lpak4 hat geschrieben:
30.08.2019 17:16
abcde12345 hat geschrieben:
30.08.2019 16:46
[...]
Nein, ich bin kein Biologe. Ich bin Psychologe.
[...]
Bruuuuh....

I hate to break it to you, aber...
Die Leute die in einer Psychiatrie wohnen sind die Patienten, nicht die Psychologen.
Ich hab noch einen bösen Fakt für euch: Der Mensch ist ein Säugetier. ;)

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Re: Cyberpunk 2077: Charakter-Erstellung ohne klassische Geschlechter-Unterteilung in männlich und weiblich

Beitrag von abcde12345 » 30.08.2019 20:58

Ich frage mich, ob der Mensch das einzige Lebewesen ist, der das, was wir als Hass bezeichnen, empfinden kann.
Naja, wie dem auch sei: Eine Geschlechter/Charaktererstellung wie bei den Sims (Körperbearbeitung) oder Dragon Age Origins würde mir auch vollkommen genügen. Ich bin schrecklich unkreativ in der Erstellung von Gesichtern und Körpern (Augenpartien, Wangen, Stirn, Nase, was man da alles einstellen kann...). Wobei sich der Artikel so liest als könne man tatsächlich "nur" zwischen vorgefertigten Prototypen auswählen und deren Beschaffenheit nicht weiter bearbeiten.

Gesichtselfmeter
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Re: Cyberpunk 2077: Charakter-Erstellung ohne klassische Geschlechter-Unterteilung in männlich und weiblich

Beitrag von Gesichtselfmeter » 30.08.2019 21:20

Macht nur Sinn...

"Trans-Gender", "Trans-Humanismus"...muß man wohl nicht viel zu sagen.

Die ersten Tätowierten waren See-Boys, Knackies, Junkies und Axl Rose, also eher die "Resterampe" einer Gesellschaft, heute hat jedes zweite Abi 2Kx-Milchbrötchen eins. Du bist mittlerweile eher speziell, wenn Du nicht tätowiert und dabei noch glattrasiert bist. Ähnlich verhält es sich mit Schönheits-OPs. Die Pioniere sind immer die "Freaks". "Wer ist denn bitte so bekloppt sich Implantate in den Allerwertesten einsetzen zu lassen?"...dachte ich noch vor 3 Jahren, jetzt ist es der letzte Schrei und ich hab jetzt drei.

Wenn wir es bis zum Cyberpunk schaffen und nicht vorher verdampfen, werden die Geschlechter-Grenzen natürlich irgendwann fast komplett verschwinden. Sollte ich in 20 Jahren endlich meinen voll-mechanischen Powerbody bekommen und einer von Jungs auch, können wir gerne mal unsere Schaltkreise aneinander reiben und niemand würde uns "schwul" nennen. Das wird so normal sein wie zusammen Fußball spielen oder Handtuchschlacht in der Herrendusche.

Viele Menschen in den westlichen Sphären sind heute kinderlos, was schon mal ein Vorzeichen dafür ist, wie irrelevant das biologische Geschlecht in manchen Punkten sein kann. Würden wir das Klonen nicht moralisch ablehnen, würde die Biologie gar kein Thema mehr in der Betrachtung spielen.

Interessant wird die Welt nach dem Cyberpunk-Trope, das im Kern seit gefühlten 40 Jahren gleich geblieben ist und nur noch um zeitgenössische Themen aktualisiert wird. Im Bladerunner-Film war man noch nicht mutig genug solche Dinge direkt zu zeigen, aber wenn ich mich richtig erinnere, wurde auch dort schon dieses Thema zumindest angedeutet.

Ich hoffe doch stark, dass CDPR da nicht nur beliebte Klischees bedient, sondern mit der Story einen Schritt weiter als Cyberpunk-Bingo geht...da müssten sie aber im Vergleich zum Witcher ne ordentliche Schippe drauflegen, denn da wurde jede noch so originelle Idee gleich mit fünf Fantasy-Klischees zunichte gemacht.

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Re: Cyberpunk 2077: Charakter-Erstellung ohne klassische Geschlechter-Unterteilung in männlich und weiblich

Beitrag von Akabei » 30.08.2019 21:31

abcde12345 hat geschrieben:
30.08.2019 20:58
Ich frage mich, ob der Mensch das einzige Lebewesen ist, der das, was wir als Hass bezeichnen, empfinden kann.
Nein, ist es nicht. Das ist bei einigen anderen Primatenarten auch nachgewiesen worden.

Ich hoffe übrigens inständig, dass du keinen Lehrstuhl innehast. Mit deiner Meinung zur Wirkung eines fiktionalen Werks auf Menschen könntest du sonst nämlich mehr Schaden anrichten als jedes Videospiel. Da wären wir thematisch ganz nah an einer Killerspiel-Debatte und ich glaube du weißt, wie das in den Kreisen der Psychologen inzwischen bewertet wird.
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JunkieXXL
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Re: Cyberpunk 2077: Charakter-Erstellung ohne klassische Geschlechter-Unterteilung in männlich und weiblich

Beitrag von JunkieXXL » 30.08.2019 22:39

In Deutschland sind vielleicht 50000 Menschen Trans*, das sind 0,06 Prozent der Gesamtbevölkerung. Ist also fraglich, weshalb das Thema überhaupt in aller Munde ist. Ich sehe auch nicht, wo Transgender durch Cyberpunk gefördert werden könnte, denn die gefühlte Geschlechterzugehörigkeit eines Menschen wird ja nicht durch Transhumanismus beeinflusst. Transhumanismus und Transgender haben nichts miteinander zu tun. Ich versteh also die Assoziation mit Cyberpunk nicht, gehört das da wirklich mit zur Subkultur?

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SethSteiner
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Re: Cyberpunk 2077: Charakter-Erstellung ohne klassische Geschlechter-Unterteilung in männlich und weiblich

Beitrag von SethSteiner » 30.08.2019 22:42

Sind Bonobos nicht die Ausnahme, weil sie sich evolutionär in einer anderen Gegend entwickelt haben und entsprechend etwas fehlt, das andere Primaten so aggressiv macht?

@Junkie
Na ja Transhumanismus hat natürlich auch in sexueller Hinsicht seine Auswirkungen. Die Möglichkeit der Geschlechtsangleichung ist eben ein Schritt in der Individualisierung, die zum Transhumanismus dazugehört. Eben nicht mehr festgelegt zusein auf den Körper mit dem man geboren ist und einen Körper zu wählen, den man passender findet. Allerdings macht das Thema bei dem was wir aus dem Spiel sehen wirklich keinen Sinn. Es ist nicht transexuell einen weiblichen Körper zu haben, der mit tiefer männlicher Stimme redet, denn wenn jemand sich im falschen Körper fühlt will derjenige ja eben nicht Mann/Frau sein und dann irgendein Zwischending, sondern Frau/Mann mit allem was dazugehört. Eine Transexuelle Person würde man im Spiel also nicht wahrnehmen und würde man sie spielen, würde man quasi einfach den passenden Körper wählen.

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Re: Cyberpunk 2077: Charakter-Erstellung ohne klassische Geschlechter-Unterteilung in männlich und weiblich

Beitrag von ChrisJumper » 30.08.2019 23:22

Sir Richfield hat geschrieben:
29.08.2019 15:39
Dennisdinho hat geschrieben:
29.08.2019 15:35
Ladyboys incoming.
Joah, da es sich um ein Singleplayer Spiel handelt, isset aber auch wurscht, wie Andere ihren Charakter zusammenbauen.
Es kommt auf die Formen der Wurscht und die Souce an.... ,D

P.s.: Was viele bei der Gender-Diskussion vergessen, ist das sich die Evolution das mit dem Gender-Kram nur ausgedacht hat um die Evolution zu Beschleunigen und das Mischungsverhäldniss interessanter zu gestalten. Unter dem Betrachtungswinkel läuft auf unserer Basis mehr oder wenig 98% des selben Codes... und ist eigentlich vernachlässigbar.

Ich meine wir gruppieren uns auch nicht anhand der Lieblingsfarbe oder? Die Menschheit sollte da mal so langsam drüber hinweg kommen.

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Kajetan
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Re: Cyberpunk 2077: Charakter-Erstellung ohne klassische Geschlechter-Unterteilung in männlich und weiblich

Beitrag von Kajetan » 31.08.2019 00:08

JunkieXXL hat geschrieben:
30.08.2019 22:39
In Deutschland sind vielleicht 50000 Menschen Trans*, das sind 0,06 Prozent der Gesamtbevölkerung. Ist also fraglich, weshalb das Thema überhaupt in aller Munde ist.
Das ist es hauptsächlich durch Leute, die sich in einem teilweise nicht mehr nachvollziehbaren Ausmaß darüber aufregen, dass es hier und da ein kleines Thema ist. Erst durch DEREN Aufregung und Rumgewhine wird es zu einem großen Thema.
Ich sehe auch nicht, wo Transgender durch Cyberpunk gefördert werden könnte, denn die gefühlte Geschlechterzugehörigkeit eines Menschen wird ja nicht durch Transhumanismus beeinflusst. Transhumanismus und Transgender haben nichts miteinander zu tun. Ich versteh also die Assoziation mit Cyberpunk nicht, gehört das da wirklich mit zur Subkultur?
Ja. Zu Cyberpunk gehört die Frage, was einen Menschen definiert. Bisheriges Menschenbild = männlich/weiblich, fest definierte Gliedmaßen und Eigenschaften. Menschenbild im Cyberpunk = durch technische & medizinische Fortschritte werden gesellschaftliche Veränderungen angestoßen und das klassische Menschenbild wird durch modifizierte Menschen herausgefordert, die sich nicht mehr in diese zwei Rollen einordnen lassen. Oder die nach Belieben zwischen verschiedenen Ausprägungen der beiden Kernrollen hin- und herwechseln. Zwischendrin Kinder in die Welt setzen. Als Mann, als Frau, als gebär- und/oder zeugungsfähiger Transmensch. Beides gleichzeitig. Die eigenen Kinder mit sich selbst zeugen und austragen. Die SF-Literatur ist voll mit solchen Ideen. Wobei Cyberpunk an der Grenzlinie solcher Veränderungen stattfindet und gerne die Konflikte behandelt, die aus diesen Veränderungen entstehen können.
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