Umfrage-Ergebnis: 70 Prozent der Spieler (D, E, F, UK) haben kein Interesse an Game-Streaming-Diensten

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Liesel Weppen
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Re: Umfrage-Ergebnis: 70 Prozent der Spieler (D, E, F, UK) haben kein Interesse an Game-Streaming-Diensten

Beitrag von Liesel Weppen » 17.07.2019 14:12

Da fehlt noch der Tesafilm um das gerissene Band auch wieder zusammenkleben zu können. ;)

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casanoffi
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Re: Umfrage-Ergebnis: 70 Prozent der Spieler (D, E, F, UK) haben kein Interesse an Game-Streaming-Diensten

Beitrag von casanoffi » 17.07.2019 14:14

Dafür war ich feinmotorisch zu unbegabt. Mehr als Bleistift war bei mir nicht drin :ugly:
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Re: Umfrage-Ergebnis: 70 Prozent der Spieler (D, E, F, UK) haben kein Interesse an Game-Streaming-Diensten

Beitrag von Doc Angelo » 17.07.2019 14:16

Liesel Weppen hat geschrieben:
17.07.2019 13:54
Doc Angelo hat geschrieben:
17.07.2019 13:41
Ob man einen Titel von CD hört oder über Streaming, das ist - jetzt rein auf den Genuss der Musik bezogen - wortwörtlich kein Unterschied.
Er legt wohl AUCH Wert auf den Besitz der Musik, nicht nur darauf sie anhören zu können.
Wsa hat man davon? Klar, wenn man das physikalische Medium in der Hand hat, dann kann die Streaming-Firma aufhören zu existieren und man kann die Musik trotzdem hören. Aber das gilt praktisch gesehen genau so fürs Streaming. Hört Anbieter A auf, dann gibt es immer noch Anbieter B. Es könnte natürlich das Internet zusammen brechen. Dann kann man immer noch die CD hören, aber die Streaming-Seiten sind weg und man hat nichts mehr in der Hand. Aber... auch hier ganz praktisch gedacht... wenn tatsächlich das Internet flöten geht, dann ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auch kein Strom mehr da.

Bleibt also nur die Tatsache des "Besitzes" übrig. Was genau bedeutet das, und warum ist das so wichtig?

Doc Angelo hat geschrieben:
17.07.2019 13:41
Für mich funktionieren die Vorschläge ÜBERHAUPT NICHT, egal ob Amazon Music, Amazon Video, Netflix, Vorschläge von Steam, ja nichtmal die Kaufvorschläge von Amazon. Die Musikempfehlungen von last.fm damals waren auch schon Müll. Egal wo, ich kenne keinen einzigen Dienst, der mir jemals für mich sinnvolle Vorschläge liefern konnte. Und das selbst von Unternehmen die eigentlich auf einen ganzen Berg persönlicher Daten von mir sitzen müssten, wie z.B. Amazon, wo ich im Laufe der Jahre schon naja, wahrscheinlich locker einen 5-stelligen Betrag liegen hab lassen.
Das ist natürlich schade. Ich kann in diesem Fall nur von Spotify sprechen. Ich höre nicht gerade die Charts und bekomme immer und immer wieder neue Künstler vorgeschlagen, die ich noch nicht kannte und die mir gut gefallen. Die Empfehlungen haben dazu geführt, das ich viel mehr und mir vorher unbekannte Musik höre. Es ist immer wieder einfach genial wenn ich das Programm starte, und da sind JEDES MAL Künstler in den Vorschlägen, von denen ich noch nie gehört habe, und recht oft gefällt mir etwas davon.
Wenn man bis zum Hals in der Scheiße steckt, sollte man nicht den Kopf hängen lassen.

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Re: Umfrage-Ergebnis: 70 Prozent der Spieler (D, E, F, UK) haben kein Interesse an Game-Streaming-Diensten

Beitrag von Doc Angelo » 17.07.2019 14:17

casanoffi hat geschrieben:
17.07.2019 14:02
Bild
Meinen Walkman von Aldi hab ich immer noch. Der tuts tatsächlich noch. Mit Auto-Reverse, eingebautem Radio und 3-Band-Equalizer. 8)
Wenn man bis zum Hals in der Scheiße steckt, sollte man nicht den Kopf hängen lassen.

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Re: Umfrage-Ergebnis: 70 Prozent der Spieler (D, E, F, UK) haben kein Interesse an Game-Streaming-Diensten

Beitrag von casanoffi » 17.07.2019 14:31

Doc Angelo hat geschrieben:
17.07.2019 14:17
Meinen Walkman von Aldi hab ich immer noch. Der tuts tatsächlich noch. Mit Auto-Reverse, eingebautem Radio und 3-Band-Equalizer. 8)
Hat der so nen elitären Eigenmarke-Akku, wie Sony damals, oder läuft der mit stinknormalen AAA :D
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Re: Umfrage-Ergebnis: 70 Prozent der Spieler (D, E, F, UK) haben kein Interesse an Game-Streaming-Diensten

Beitrag von Doc Angelo » 17.07.2019 14:34

casanoffi hat geschrieben:
17.07.2019 14:31
Hat der so nen elitären Eigenmarke-Akku, wie Sony damals, oder läuft der mit stinknormalen AAA :D
Der läuft natürlich mit ganz profanen Normal-Akkus. So etwas besonderes wie einen High-Tech-Akkumulator, der mit seinen ausgereiften Technologien den herkömmlichen Batterien überlegen war - das konnte ich mir damals nicht leisten. :lol:

(Ach ja, damals... als man noch jeden Scheiß geglaubt hat, der auf der Packung stand...)
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Re: Umfrage-Ergebnis: 70 Prozent der Spieler (D, E, F, UK) haben kein Interesse an Game-Streaming-Diensten

Beitrag von casanoffi » 17.07.2019 14:44

Doc Angelo hat geschrieben:
17.07.2019 14:34
(Ach ja, damals... als man noch jeden Scheiß geglaubt hat, der auf der Packung stand...)
Bild
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Re: Umfrage-Ergebnis: 70 Prozent der Spieler (D, E, F, UK) haben kein Interesse an Game-Streaming-Diensten

Beitrag von Liesel Weppen » 17.07.2019 15:00

Doc Angelo hat geschrieben:
17.07.2019 14:16
Bleibt also nur die Tatsache des "Besitzes" übrig. Was genau bedeutet das, und warum ist das so wichtig?
Für manche Leute ist das eben wichtig. Wenn du das nicht so siehst, wird man dir das auch nicht erklären können. Ist ähnlich Aussichtslos wie einem Nichtraucher erklären zu wollen, warum man raucht. ;)

Ich kann persönlich auch nichts mit einem 5kg Goldblock anfangen. Kann ich nicht essen, kann ich nicht anziehen, laufen keine Spiele drauf. Besitzen würde ich so einen trotzdem gerne, obwohl ich sogesehen nichts davon hätte. ;)

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Re: Umfrage-Ergebnis: 70 Prozent der Spieler (D, E, F, UK) haben kein Interesse an Game-Streaming-Diensten

Beitrag von Doc Angelo » 17.07.2019 15:12

Liesel Weppen hat geschrieben:
17.07.2019 15:00
Für manche Leute ist das eben wichtig. Wenn du das nicht so siehst, wird man dir das auch nicht erklären können. Ist ähnlich Aussichtslos wie einem Nichtraucher erklären zu wollen, warum man raucht.
Ich hab mal geraucht und kann seitenweise dazu schreiben, und ob man Nichtraucher ist oder nicht hat mit dem Verständnis eigentlich kaum was zu tun. Da sind ganz normale und alltägliche menschliche und körperliche Aspekte am Werk.

Ich weiß natürlich, das Du das Ganze mit einem Zwinkern geschrieben hast... aber ich hätte ehrliches Interesse an einer ehrlichen Antwort. Einfach weil ich neugierig bin.
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Re: Umfrage-Ergebnis: 70 Prozent der Spieler (D, E, F, UK) haben kein Interesse an Game-Streaming-Diensten

Beitrag von Liesel Weppen » 17.07.2019 16:09

Doc Angelo hat geschrieben:
17.07.2019 15:12
Ich weiß natürlich, das Du das Ganze mit einem Zwinkern geschrieben hast... aber ich hätte ehrliches Interesse an einer ehrlichen Antwort. Einfach weil ich neugierig bin.
Es gibt nicht nur rein materielle Werte. Man kann etwas auch aus ideologischen Gründen besitzen wollen. Fast auf alle Sammler egal von was trifft das zu. Ü-Eier sammelt man, weil man die halt einfach haben will. Die wenigsten Sammeln das in der Hoffnung, dass die Sammlung später mal einen hohen finanziellen Wert erreichen könnte.
Ich habe früher mal Bierdeckel gesammelt. Einen Grund hatte das nicht, ich habs einfach getan, weils mir Spass gemacht hat. Neumodisch, damals ging das natürlich noch nicht, hätte ich auch einfach von jedem Bierdeckel ein Foto machen können. Aber das wäre einfach nicht ansatzweise das gleiche gewesen.
Es kann auch zu einem Ritual werden. Es gibt noch Leute, die hören Musik nicht nur unterwegs im Bus, sondern die setzen sich zuhause explizit hin und hören dann bewusst NUR Musik. Da kann auch das physische raussuchen der CD die man hören will und das Einlegen in den CD-Player schon Teil sein (Vielleicht noch besser vorstellbarer, wenn man dabei statt an CDs mal an Schallplatten denkt). Ebenso ist ja mittlerweile die Vorstellung von "Alben" verkommen. Früher waren Alben nicht einfach nur 12 Lieder auf einer Disk, sondern ein Album war ein Gesamtwerk, das vom Künstler so zusammengestellt wurde und das man dann durchaus auch genauso am Stück hören wollte. Natürlich kann man auch online Alben am Stück anhören, aber da fehlt dann halt irgendwie der Kontext.

Ist durchaus ähnlich, und das müsstest du als Ex-Raucher ja dann eigentlich verstehen: Warum raucht man zum Kaffee eine Zigarette? Weil man es sich halt so angewöhnt hat und bei einem Kaffee ohne Kippe halt einfach irgendwas fehlt. Es gibt keinen absoluten, direkt fassbaren Grund dafür und wer von sowas betroffen ist, braucht so einen Grund auch gar nicht.

Und wo wir schon dabei sind: Ich hol mir jetzt erstmal nen Kaffee ;)

Und da fällt mir gerade auch ein, nachdem ich vorgestern eine Doku über Berlin gesehen haben und die da als Hintergrundmusik zig mal "Berlin" von Fischer-Z eingespielt haben, hab ich mal wieder richtig Bock mir die mal wieder anzuhören. :)
Zuletzt geändert von Liesel Weppen am 17.07.2019 16:38, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Umfrage-Ergebnis: 70 Prozent der Spieler (D, E, F, UK) haben kein Interesse an Game-Streaming-Diensten

Beitrag von Doc Angelo » 17.07.2019 16:36

Liesel Weppen hat geschrieben:
17.07.2019 16:09
Es gibt nicht nur rein materielle Werte. Man kann etwas auch aus ideologischen Gründen besitzen wollen. Fast auf alle Sammler egal von was trifft das zu. Ü-Eier sammelt man, weil man die halt einfach haben will. Die wenigsten Sammeln das in der Hoffnung, dass die Sammlung später mal einen hohen finanziellen Wert erreichen könnte.
Ich habe früher mal Bierdeckel gesammelt. Einen Grund hatte das nicht, ich habs einfach getan, weils mir Spass gemacht hat. Neumodisch, damals ging das natürlich noch nicht, hätte ich auch einfach von jedem Bierdeckel ein Foto machen können. Aber das wäre einfach nicht ansatzweise das gleiche gewesen.
Es kann auch zu einem Ritual werden. Es gibt noch Leute, die hören Musik nicht nur unterwegs im Bus, sondern die setzen sich zuhause explizit hin und hören dann bewusst NUR Musik. Da kann auch das physische raussuchen der CD die man hören will und das Einlegen in den CD-Player schon Teil sein (Vielleicht noch besser vorstellbarer, wenn man dabei statt an CDs mal an Schallplatten denkt). Ebenso ist ja mittlerweile die Vorstellung von "Alben" verkommen. Früher waren Alben nicht einfach nur 12 Lieder auf einer Disk, sondern ein Album war ein Gesamtwerk, das vom Künstler so zusammengestellt wurde und das man dann durchaus auch genauso am Stück hören wollte. Natürlich kann man auch online Alben am Stück anhören, aber da fehlt dann halt irgendwie der Kontext.
Was bei dir die Bierdeckel waren, sind bei meinem Bruder die Bierdosen und bei mir wären es wohl, obwohl ich echt kein großer Sammler bin, zum Beispiel Kerzengläser. Ein Foto davon würde nicht das Gleiche sein. Aber wenn man ein Lied hört, dann ist es für das Ohr und die Melodie irrelevant, ob die Daten von einer CD oder einer Datei oder einem Stream kommen. Es ist wortwörtlich das Gleiche in der digitalen Welt.

Wie Du schon sagst: Auch beim Streaming kann man sich hinsetzen und ein ganzes Album hören, auf seiner sauteuren Anlage mit noch viel teureren Schallreplizierern. Entweder man hört das ganze Album in der Reihenfolge wie es gedacht ist, oder man macht sich seine eigene Playlist. Ganz wie man mag.

Den Aspekt mit der Haptik kann ich allerdings gut nachvollziehen. Auch, wenn ich selber so nicht bin, kann ich verstehen, das das Knistern der Aluhülle zum Genuss der Schokolade gehören kann. Gerade Schallplatten zeigen ja, das es für manche nicht nur um die Musik selbst geht, sondern auch um eine Reise in die eigene Vergangenheit, das gute alte Retrogefühl.

Ich selbst hab meine CDs recyclet. Das war ein ganzer Haufen. Wozu brauch ich das, wenn ich die Dinger die letzten 3 Umzüge einfach nur mitgeschleppt und in den Kartons gelassen habe? Ich persönlich brauch das zumindest nicht.
Liesel Weppen hat geschrieben:
17.07.2019 16:09
Ist durchaus ähnlich, und das müsstest du als Ex-Raucher ja dann eigentlich verstehen: Warum raucht man zum Kaffee eine Zigarette? Weil man es sich halt so angewöhnt hat und bei einem Kaffee ohne Kippe halt einfach irgendwas fehlt. Es gibt keinen absoluten, direkt fassbaren Grund dafür und wer von sowas betroffen ist, braucht so einen Grund auch gar nicht.
Es ist ganz klar Gewöhnung, aber die wird von einem anderen Faktor ergänzt. Hat man eine Zigarette in der Hand, dann hat man eine Beschäftigung. Es ist die "coole" Version vom Fingerknabbern oder Däumchen-drehen. Man sitzt nicht einfach nur da. Man raucht eine. Stell dir vor jemand geht während seiner Arbeitszeit einfach so raus und steht 5-10 Mal am Tag einfach nur so 5 Minuten rum und quatscht mit seinen Kollegen, die ebenfalls nur so rumstehen. Mitten in der Arbeitszeit. Du würdest innerhalb kürzester Zeit rausfliegen (leider). Mach dir dabei ne Kippe an, und schon wirkt das völlig normal. Wer sich eine Zigarette anmachen kann, der hat immer eine Ablenkung parat. Wenn man mit sich mal im Unreinen ist, wenn man nervös ist, wenn man gerade nicht weiß wohin man mit sich soll... Kippe an.

Solche Umstände fehlen einem wenn man mit dem Rauchen aufhört. Wenn man das seit Jahren so gemacht hat, dann greift das schon hart in den Tag ein.
Liesel Weppen hat geschrieben:
17.07.2019 16:09
Und wo wir schon dabei sind: Ich hol mir jetzt erstmal nen Kaffee ;)
Ich auch! :)
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Re: Umfrage-Ergebnis: 70 Prozent der Spieler (D, E, F, UK) haben kein Interesse an Game-Streaming-Diensten

Beitrag von Liesel Weppen » 17.07.2019 16:43

Und schon sind wir wieder bei dem, was ich befürchtet habe: "Wer das nicht so sieht will oder kann es halt einfach nicht verstehen".
Doc Angelo hat geschrieben:
17.07.2019 16:36
zum Beispiel Kerzengläser. Ein Foto davon würde nicht das Gleiche sein.

Aber wenn man ein Lied hört, dann ist es für das Ohr und die Melodie irrelevant
Und genau da steckt der Punkt. Warum reicht dir ein Foto von einem Kerzenglas nicht, aber bei Musik behauptest du, es spielt doch keine Rolle, ob man die CD nun physisch besitzt, oder die Musik nur streamt.

Doc Angelo hat geschrieben:
17.07.2019 16:36
Den Aspekt mit der Haptik kann ich allerdings gut nachvollziehen. Auch, wenn ich selber so nicht bin, kann ich verstehen, das das Knistern der Aluhülle zum Genuss der Schokolade gehören kann. Gerade Schallplatten zeigen ja, das
Eben und genau das kannst du 1:1 auch auf das Besitzen von Musik-CDs, statt nur online anhören anwenden. Warum tust du das nicht?
Liesel Weppen hat geschrieben:
17.07.2019 16:09
Es ist ganz klar Gewöhnung, aber die wird von einem anderen Faktor ergänzt. Hat man eine Zigarette in der Hand, dann hat man eine Beschäftigung. Es ist die "coole" Version vom Fingerknabbern oder Däumchen-drehen.
Richtig, und dem Musik-Junkie fehlt das "vorm CD-Regal stehen, seine CDs angucken, eine rausnehmen, Cover angucken, zurückstellen, nächste raus... jaa, die will ich jetzt hören, Disc rein in den CD-Player, Kopfhöhrer aufgedreht, Booklet rausgezogen und dazu die Bandgeschichte nochmal nachgelesen"...

Im Prinzip hast dus schon verstanden, willst es nur noch nicht wahrhaben. ;)

Irgendwie stelle ich gerade mal wieder fest, das Amazon Prime Music von vielen Künstlern nur das bekannteste Album hat (was mMn aber häufig mit Abstand nicht unbedingt auch das beste war).

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Re: Umfrage-Ergebnis: 70 Prozent der Spieler (D, E, F, UK) haben kein Interesse an Game-Streaming-Diensten

Beitrag von Doc Angelo » 17.07.2019 16:58

Du brauchst nichts befürchten, alles im Lot. Meine Antwort war nicht als "Gegenargument" gemeint. :)

Ich kann das mit der Haptik wirklich verstehen. Das ist eine Antwort mit der ich was anfangen kann. Bisher kamen nur Dinge wie "Komprimierte Musik hört sich schlecht an", oder "Kein Musiker kann von Streaming leben!!!1" oder "ich lass mich von der Industrie nicht versklaven", oder halt "wer streamt hat keinen Musik-Geschmack".

Aber, genau genommen, kann ich auch mit der Antwort "Naja, einfach weil ich CDs lieber mag" was anfangen. Ganz ohne weitere Erklärung warum das eine besser oder schlechter als das andere ist. Das ist ehrlich und fundiert, denn jeder Mensch ist vom Fach wenn es um den eigenen Geschmack geht. Und da hast Du auch recht: Einen in sich logischen Grund braucht man nicht immer. Was man aber auch nicht muss ist sich einen logischen Grund herbei zu fantasieren. Da hat keiner was von. (Damit bist nicht Du gemeint. Du hast das nicht gemacht.)

Nur, weil Du es erwähnt hast - bitte nicht als Argument oder so verstehen: Die Bandgeschichte ist bei so gut wie jedem Künstler auf Spotify hinterlegt. :mrgreen: Die Booklets, die könnten sie eigentlich als PDF anbieten. Das wäre noch ein Potential zur Verbesserung.
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Re: Umfrage-Ergebnis: 70 Prozent der Spieler (D, E, F, UK) haben kein Interesse an Game-Streaming-Diensten

Beitrag von Liesel Weppen » 17.07.2019 17:07

Doc Angelo hat geschrieben:
17.07.2019 16:58
Was man aber auch nicht muss ist sich einen logischen Grund herbei zu fantasieren. Da hat keiner was von.
Manche Leute können das aber einfach nicht verstehen, die können auch keine Parlellen ziehen, wenn sie das in anderen Bereichen ggf. sogar selbst so machen. Deswegen bin ich bei so Diskussionen immer vorsichtig und bringe dann gleich "Ein Nichtraucher kann nicht verstehen, warum ein Raucher raucht" oder "Erklär mal einem Blinden, wie die Farbe Rot aussieht".
Manche Leute lassen sich dann halt auch davon in die Ecke treiben, weil der andere unbedingt einen verständlichen Grund hören will und erzählen dann halt sonstwas, also den herbeifantasierten Grund, nur damit der Ruhe gibt.
Manche Leute brauchen den herbeifantasatierten Grund aber auch, um vor sich selbst irgendein Verhalten zu rechtfertigen. Sieht man ganz häufig, wenn Leute etwas kaufen, das sie eigentlich nicht brauchen (und vorallem, wenn sie es sich eigentlich auch gar nicht leisten können).
Doc Angelo hat geschrieben:
17.07.2019 16:58
Nur, weil Du es erwähnt hast - bitte nicht als Argument oder so verstehen: Die Bandgeschichte ist bei so gut wie jedem Künstler auf Spotify hinterlegt. :mrgreen: Die Booklets, die könnten sie eigentlich als PDF anbieten. Das wäre noch ein Potential zur Verbesserung.
Ein PDF ist aber auch nicht das gleiche wie ein echtes Booklet zu einer echten CD. ;)

Werden heutzutage überhaupt noch Booklets erstellt? Also ich merk ja z.B. wenn ich einen Song von damals höre, habe ich sofort des Cover des Albums im Kopf. Bei neuerer Musik hat sich das alles verlaufen, man kennt das Lied zwar, aber man hat irgendwie keinen Kontext mehr. Es ist halt nur noch ein einzelner Song.
Auch bei Alben die ich nichtmehr auf CD hatte, deren Cover ich nur noch aus der Minianzeige von irgendwelchem Streaming kenne, ist dieses Assoziation eigentlich schon nicht mehr vorhanden.

Nebenbei: Ich habe keine CDs mehr, bzw ich kaufe keine mehr. Meine alten habe ich natürlich noch, allerdings schon seit Jahren keinen funktionsfähigen CD-Player mehr, ich könnte also aktuell meine alten CDs nichtmal mehr abspielen.
Ich gehöre wie weiter oben schon gesagt ebenfalls nicht zu den Leuten, die das brauchen oder bevorzugen. Aber ich kann sehr gut verstehen, warum jemand das trotzdem so haben will. Da hat halt auch drfontaine92 recht: Genau das sind die Symptome des beschleunigten Alltags und Wegwerfnutzung, auch bei mir selbst.

Doc Angelo
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Re: Umfrage-Ergebnis: 70 Prozent der Spieler (D, E, F, UK) haben kein Interesse an Game-Streaming-Diensten

Beitrag von Doc Angelo » 17.07.2019 17:39

Liesel Weppen hat geschrieben:
17.07.2019 17:07
Werden heutzutage überhaupt noch Booklets erstellt?
Als ich vor der Streaming-Zeit ein paar Alben digital gekauft habe, waren bei den Alben von Loreena McKennit recht aufwändige und vielseitige Booklet-PDFs dabei. Die gehörten praktisch dazu, weil sie in diesen beschreibt, wie sie dazu gekommen ist dieses Material musikalisch zu bearbeiten. Aber ansonsten... glaube ich nicht, das es heute noch groß gemacht wird. Mir persönlich waren die Booklets meistens aber auch ziemlich egal, weil in den meisten Fällen nichts wertvolles darin zu lesen oder sehen war.
Liesel Weppen hat geschrieben:
17.07.2019 17:07
Da hat halt auch drfontaine92 recht: Genau das sind die Symptome des beschleunigten Alltags und Wegwerfnutzung, auch bei mir selbst.
Die Physikalität der CD hat als Konsequenz, das man nicht durch dutzende Alben durchzappen kann. Es ist einfach nicht möglich. Ich kann nachvollziehen das man diese Begrenzung willkommen heißt. Ein Vergleich zur Wikipedia: Man kann, und ich denke jeder kennt das so ein bisschen, sich von Link zu Link hangeln und am Ende weiß man gar nicht mehr, was man eigentlich nachgucken wollte. Aber man kann auch einen Artikel von vorne bis hinten durchlesen, und einen Link nur für den aktuellen Kontext gebrauchen, und auch nur dann wenn man ihn für das Verständnis des Artikels braucht. Das liegt in der Hand des Konsumenten der Informationen und Medien.

Manchmal ist es allerdings eine gewisse Form von Qual, eine nahezu unendlich große Wahl zu haben. Daher empfinde ich bei Musik die Empfehlungsalgorithmen nicht als Übel der Sache, sondern als Bereicherung. Wenn sie denn funktionieren.

Wenn ich mir allerdings so meine Steam-Bibliothek angucke... dann ist die große Auswahl manchmal auch ein Grund sich zu schämen - der gute alte Pile of Shame. :mrgreen:
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