Call of Duty: Modern Warfare - Ehemalige Soldaten kritisieren den "realistischen Anspruch" des Shooters scharf

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bloub
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Re: Call of Duty: Modern Warfare - Ehemalige Soldaten kritisieren den "realistischen Anspruch" des Shooters scharf

Beitrag von bloub » 15.06.2019 09:37

BMTH93 hat geschrieben:
14.06.2019 01:41
Imperator Palpatine hat geschrieben:
14.06.2019 01:24
hydro skunk 420 hat geschrieben:
13.06.2019 19:09
Schon schwierig das Thema.

Unsereiner spielt die Spiele, um popcornmäßig unterhalten zu werden, während Betroffene völlig zu Recht Wut verspüren.

Es ist auf jeden Fall nicht schlecht, dass sie sich nun scharf dazu geäußert haben, denn zumindest ich nehme davon etwas mit.
Es wird mich das Spiel zwar nicht boykottieren lassen, aber ich werde beim Zocken definitiv ihre Worte neben mir sitzen haben.
Auch ich bin Betroffener in dem Sinne dass ich in der US Armee gedient habe um eine beschleunigte Staatsbürgerschaft zu erlangen. Und dazu gehörten dann auch Touren nach Aghanistan und den Irak.
Und ich kann die Kritik dieser beiden Veteranen nicht ganz nachvollziehen.
Ein Spiel wird den " Alltag " im Einsatz ebenso wenig vermitteln können wie ein Film. Dies liegt meiner Meinung nach in der Natur des Mediums. Sie wollen unterhalten bzw. auffallen. Und dazu brauchen sie entsprechende ikonische Szenen. Und auch wenn jene drastisch ausfallen zeigen sie damit eine aussergewöhnliche Realität, ein ausser Kraft setzen des Normalen. Dies ist für viele Konsumenten und Zuschauer einfach besonders und führt dadurch - meiner Meinung nach - auch zum gegenteiligen Effekt sogenannter Antikriegsfilme.
Zudem können sie in der Regel nicht die langweilige und bisweilen gefährliche Routine darstellen, es braucht " Action ".

Und nun etwas bei dem ich mir bewusst bin dass ich mich bei einigen sehr unbeliebt machen werde aber.....viele der Dinge die auch gesehen habe waren und sind grausam. Kameraden verstümmelt im Dreck nach ihrer Mutter schreien zu hören, während ein dritter apathisch nach dem weggesprengten Fuss greift, brennen sich ins Gedächnis ein.
Jedoch....niemand wurde dazu gezwungen. Die US Streitkräfte sind seid den 70ern eine Frewiligenarmee und JEDER der sich zum Dienst verpflichtet muss sich der unschönen Konsequenzen bewusst sein.
Ich verurteile diese Männer also keineswegs für ihre Aussagen aber das alles! hätte ihnen vor ihrer Entscheidung klar sein müssen. Mir war es das in vollster Konsequenz und dementsprechend habe ich versucht es aufzunehmen und entsprechend zu handeln.

Und im übrigen: es gibt sehr, sehr viele Veteranen die derartige Spiele zocken ohne direkt Flashbacks zu bekommen, sondern es einfach als Unterhaltung sehen. Gerade weil es mit dem Grossteil des Einsatzes nichts zu tun hat.
Im Gegenteil, " Americas Army " und die " Arma " haben vile true Fans aus den Reihen der ehemaligen oder aktiven Militärangehörigen.
Willst du damit sagen, dass du bereit warst Menschen zu töten damit du deine Staatsbürgerschaft bekommst? :|
klar, das zeichnet doch den typischen söldner aus.

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The Scooby
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Re: Call of Duty: Modern Warfare - Ehemalige Soldaten kritisieren den "realistischen Anspruch" des Shooters scharf

Beitrag von The Scooby » 18.06.2019 16:17

Ryo Hazuki hat geschrieben:
15.06.2019 09:25
[...] Das diese Verteranen schlimmes erlebt haben ist nicht von der Hand zu weisen und ich denke niemand muss einem erklären wie schlimm ein Krieg ist. Trotzdem ist dies ein Job der gemacht werden muss und der Sicherheit einzelner Staaten dient. [...]
Leider habe ich das Gefühl, dass man den meisten Menschen heutzutage erklären muss wie Krieg ist.
Wir leben in einer Zeit in der Frieden kein temporärer Zustand mehr zwischen Kriegszeiten ist. (Vgl. Harari, Homo Deus)
Ich habe damals Kameraden erlebt, die nach einem Auslandseinsatz nie wieder ein Kriegsspiel angefasst haben, obwohl sie den EKL1 und 2 als spaßig empfanden und ihrem Einsatz heroisch entgegenblickten. Dabei haben Soldaten anderer Nationen noch ein schwereres Kreuz zu tragen.

Heutzutage den Krieg mit der Verteidigung der Sicherheit zu begründen ist weit entfernt von dem, warum in der Geschichte der Menschheit meistens Krieg geführt wurde und heute noch geführt wird. Über die Entstehung des IS gibt es einen sehr guten satirischen Beitrag von der ZDF Show "Die Anstalt" oder beispielhaft kann man sich - trotz Kontroversen - die Publikation"Illegale Kriege" von Herrn Ganser näher ansehen, die auf geopolitischer Ebene zum Nachdenken anregt.

Was wir medial konsumieren wäre für unsere Urgroßmütter und Urgroßväter blanker Horror gewesen. Würden wir wissen wie schlimm sich Krieg "anfühlt!" dann würden viele diese Spiele nicht mehr spielen.
"The main thing is to make sure you learn through your mistakes and get better." - Ayrton Senna

DEMDEM
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Re: Call of Duty: Modern Warfare - Ehemalige Soldaten kritisieren den "realistischen Anspruch" des Shooters scharf

Beitrag von DEMDEM » 18.06.2019 16:33

The Scooby hat geschrieben:
18.06.2019 16:17

Was wir medial konsumieren wäre für unsere Urgroßmütter und Urgroßväter blanker Horror gewesen. Würden wir wissen wie schlimm sich Krieg "anfühlt!" dann würden viele diese Spiele nicht mehr spielen.
Und dennoch ist das US-Militär mit der größte Abnehmer für CoD...

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Hokurn
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Re: Call of Duty: Modern Warfare - Ehemalige Soldaten kritisieren den "realistischen Anspruch" des Shooters scharf

Beitrag von Hokurn » 18.06.2019 17:16

Generell ist Krieg und Gewalt dümmer als das Marketing von COD. Allein die meisten(oder alle?1) Kriegsgründe in der Geschichte sind dumm.

Krieg ist langweilig und dann kurz tödlich. Das wird niemals in einem Shooter oder Actionfilm mit Fokus auf das Kriegs Geschehen (und nicht auf emotionale und psychische Aspekte einzelner Soldaten) stattfinden. Ein Antikriegsspiel funktioniert in diesem Genre einfach nicht. Zumindest nicht mit dem "gängigen Krieg".
Vllt als Nebenkomponente von Guerillaeinsätzen, die spätestens dann lächerlich werden wenn man Amerika allein gerettet hat...

DerBär5
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Re: Call of Duty: Modern Warfare - Ehemalige Soldaten kritisieren den "realistischen Anspruch" des Shooters scharf

Beitrag von DerBär5 » 20.06.2019 10:16

Auch wenn die beiden Soldaten mit allem Recht haben, kommt das doch etwas zu spät.

DerBär5
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Re: Call of Duty: Modern Warfare - Ehemalige Soldaten kritisieren den "realistischen Anspruch" des Shooters scharf

Beitrag von DerBär5 » 20.06.2019 10:18

mafuba hat geschrieben:
13.06.2019 19:46
Danny. hat geschrieben:
13.06.2019 19:33
ich würde mir wünschen, dass Spiele das mal so schaffen wie es Filme tun (Stichwort Unsere Mütter, Unsere Väter)
Spec ops?
Och bitte. Diese pseudoschockierende Kopie von Apocalypse Now? Das Spiel war weder ein guter Shoter noch ein packendes Spiel.

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SethSteiner
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Re: Call of Duty: Modern Warfare - Ehemalige Soldaten kritisieren den "realistischen Anspruch" des Shooters scharf

Beitrag von SethSteiner » 20.06.2019 10:54

Ryo Hazuki hat geschrieben:
15.06.2019 09:25
Also ich freue mich auf eine neues Call of Duty auch wenn ich den realistischen Anspruch an die Markee für lächerlich halte. Ebenso die Aussage der COD Entwickler.

Das diese Verteranen schlimmes erlebt haben ist nicht von der Hand zu weisen und ich denke niemand muss einem erklären wie schlimm ein Krieg ist. Trotzdem ist dies ein Job der gemacht werden muss und der Sicherheit einzelner Staaten dient. Das ist nun einmal Fakt. Es gibt genug Bedrohungen in der weiten Welt - das ist etwas das ein Spiel sehr wohl abbilden kann.
Fakt ist vor allem, dass der Einsatz im Nahen Osten die gesamte Region erheblich destabilisiert hat, zig hunderttausende von Menschenleben gekostet hat, viele Kulturschätze der Menschheit vernichtete und die Terrorgefahr erheblich steigerte. Während ich dem Kommentar zwar im Kern zustimme, hat die Realität auch gezeigt, dass ein Job nicht einfach nur deswegen gemacht werden muss, weil er da ist und dass Militär nicht automatisch der Sicherheit dient oder Sicherheit garantiert, sondern auch komplett im Gegenteil die Sicherheit gefährden kann. Neben Konflikten, die eine gegenteilige Wirkung hatten, seien auch Verbrechen an der eigenen Bevölkerung zu erwähnen, für den es bei Wiki im Fall der USA sogar einen langen, umfangreichen eigenen Artikel gibt, der Aufgrund der Natur der Sache trotz seiner größe wohl alles andere als vollständig ist. Man kann leider mitnichten sagen, dass dieser Job ein Job wäre der gemacht werden muss und der Sicherheit einzelner Staaten dient, weil der Missbrauch des Militärs historisch belegt ist und Fehler auch ganz gegenwärtig die Weltpolitik bestimmen.
Am Ende des Tages soll ein Spiel ein Spiel bleiben.
Warum eigentlich? Andere Medien bleiben das doch auch nicht, sondern wollen mehr als nur unterhalten. Ich denke da bspw. an Hicksaw Ridge, Band of Brothers oder The Pacific, die alle zeigen wie extrem Krieg ist und auch bei Büchern gibt es wohl mehr als genug Beispiele, bei denen das Lesen nicht mehr kurzweilige Unterhaltung ist, sondern ein geradezu unangenehmes Erlebnis.

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Re: Call of Duty: Modern Warfare - Ehemalige Soldaten kritisieren den "realistischen Anspruch" des Shooters scharf

Beitrag von ronny_83 » 20.06.2019 11:05

Das US-Militär ist nicht da, um das Land zu schützen, sondern den Interessen der US-Regierung nachzugehen und sich dadurch selbstgemachte Feinde vom Hals zu halten. Und irgendwie muss dieser überdimensionierte und überentwickelte Apparat ja beschäftigt werden. Das geht am besten, in dem man sich Feinde erschafft und Kriege führt.

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mafuba
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Re: Call of Duty: Modern Warfare - Ehemalige Soldaten kritisieren den "realistischen Anspruch" des Shooters scharf

Beitrag von mafuba » 21.06.2019 04:28

DerBär5 hat geschrieben:
20.06.2019 10:18
mafuba hat geschrieben:
13.06.2019 19:46
Danny. hat geschrieben:
13.06.2019 19:33
ich würde mir wünschen, dass Spiele das mal so schaffen wie es Filme tun (Stichwort Unsere Mütter, Unsere Väter)
Spec ops?
Och bitte. Diese pseudoschockierende Kopie von Apocalypse Now? Das Spiel war weder ein guter Shoter noch ein packendes Spiel.
Es wurde niciht nach einem gutem oder pckendem shooter gefragt sondern nach einem shooter, welcher etwas kritischer mit dem Thema Krieg umgeht und schockt. Dazu zählt Spec opps schon

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Re: Call of Duty: Modern Warfare - Ehemalige Soldaten kritisieren den "realistischen Anspruch" des Shooters scharf

Beitrag von Freya Nakamichi-47 » 21.06.2019 18:18

Astreine Aktion dieser Soldaten. Ich versuche ja, tolerant zu sein, aber wenn ich ehrlich sein soll: Bei "Call of Duty" halte ich die Klappe und denk mir meinen Teil. Insgeheim halte ich "CoD"-Spieler für Schimpansen oder sowas. Ich bin froh, daß wir 70 Jahre Frieden in Europa haben (wobei das mit den Balkankriegen auch nicht so ganz hinhaut), da hol ich mir doch nicht den Krieg freiwillig ins Haus. Ich hab auch überhaupt kein Verständnis für diese Camouflage-Mode. Ist denn schon wieder Bürgerkrieg?

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Re: Call of Duty: Modern Warfare - Ehemalige Soldaten kritisieren den "realistischen Anspruch" des Shooters scharf

Beitrag von Cy3org » 23.06.2019 17:36

Nicht nur das solche Spiele Kriege Verharmlosen. Auch steht schon vorher fest wer die guten und wer die bösen sind. Mit der Realität hat das meist nicht viel zu tun. Es wird der Propaganda gefolgt die auch unser Mainstream verbreitet. Obwohl man gerade in Spielen eine Künstlerische Linie Verfolgen könnte und die Realität präsentieren. Naja, CoD ist halt zu sehr Kommerz dafür.

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Re: Call of Duty: Modern Warfare - Ehemalige Soldaten kritisieren den "realistischen Anspruch" des Shooters scharf

Beitrag von DerBär5 » 30.06.2019 11:47

mafuba hat geschrieben:
21.06.2019 04:28
DerBär5 hat geschrieben:
20.06.2019 10:18
mafuba hat geschrieben:
13.06.2019 19:46


Spec ops?
Och bitte. Diese pseudoschockierende Kopie von Apocalypse Now? Das Spiel war weder ein guter Shoter noch ein packendes Spiel.
Es wurde niciht nach einem gutem oder pckendem shooter gefragt sondern nach einem shooter, welcher etwas kritischer mit dem Thema Krieg umgeht und schockt. Dazu zählt Spec opps schon
An meiner Antwort hättest du doch erkennen können, dass ich das anders sehe. Es war Pseudoernsthaft und geschockt hat mich auch nichts.

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Freya Nakamichi-47
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Re: Call of Duty: Modern Warfare - Ehemalige Soldaten kritisieren den "realistischen Anspruch" des Shooters scharf

Beitrag von Freya Nakamichi-47 » 30.06.2019 12:12

DerBär5 hat geschrieben:
30.06.2019 11:47

An meiner Antwort hättest du doch erkennen können, dass ich das anders sehe. Es war Pseudoernsthaft und geschockt hat mich auch nichts.
Da habe ich ja nur die Demo gespielt. Es war tatsächlich mal ein Spiel aus deutschen Landen, und ich finde schon, daß Yager bei "Spec Ops: The Line" den Krieg mit der gebotenen Ernsthaftigkeit behandelt hat. Leider wurde dieses Spiel nicht mit dem Deutschen Computerspielpreis ausgezeichnet, aus welchen Gründen auch immer.

Aber wie gesagt, ich kenne nur die Demo. Ich mag keine Soldaten in Uniformen. Da krieg ich immer die Krise.

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