Stadia: Cloud-basierte Game-Streaming-Plattform von Google

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Doc Angelo
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Re: Stadia: Cloud-basierte Game-Streaming-Plattform von Google

Beitrag von Doc Angelo » 24.03.2019 23:58

ChrisJumper hat geschrieben:
24.03.2019 23:53
Aber die Künstler verdienen halt weniger. Weil die Streaming-Dineste weniger zahlen.
Weniger als was? Ich versteh echt nicht so ganz wie Du das meinst...
Wenn man bis zum Hals in der Scheiße steckt, sollte man nicht den Kopf hängen lassen.

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winkekatze
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Re: Stadia: Cloud-basierte Game-Streaming-Plattform von Google

Beitrag von winkekatze » 24.03.2019 23:58

Doc Angelo hat geschrieben:
24.03.2019 23:54
Man, die GEMA war mir ja vorher schon nicht so genehm. Aber... was ist das für eine Scheiße bitte? Da fehlen mir jetzt echt die Worte. Bei dem Scheißverein würde ich niemals mitmachen...
Ein Professioneller Musiker und Komponist der mit seiner Musik geld über radio/Fernsehen/Discos/Coverversionen verdienen muss, kommt da nicht wirklich drum herum.

Doc Angelo
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Re: Stadia: Cloud-basierte Game-Streaming-Plattform von Google

Beitrag von Doc Angelo » 25.03.2019 00:05

winkekatze hat geschrieben:
24.03.2019 23:58
Als Professioneller Musiker und Komponist der mit seiner Musik geld über radio/Fernsehen/Discos/Coverversionen verdienen muss, kommt da nicht drum herum.
Naja, die Methoden der GEMA sind einfach nix für mich. Ich würde nicht wollen, das die in meinem Auftrag so arbeiten. Das wär echt nix für mich. Aber ich würde meine Musik sowieso frei zur Verfügung stellen unter freien Lizenzen. Auf Spotify höre ich einige Künstler, die die Musik ebenfalls frei anbieten. Einfach weil sie damit noch was kriegen, warum nicht. Das sind übrigens ebenfalls Leute aus der Demoszene. Die sind einfach locker drauf und machen was sie lieben... Die Zukunft gehört der Freiheit von Daten und Kultur.

(Wer jetzt denkt, das das nur Gerede ist, der kennt mich nicht gut genug. ;) )
Zuletzt geändert von Doc Angelo am 25.03.2019 00:14, insgesamt 2-mal geändert.
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SethSteiner
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Re: Stadia: Cloud-basierte Game-Streaming-Plattform von Google

Beitrag von SethSteiner » 25.03.2019 00:06

Doc Angelo hat geschrieben:
24.03.2019 22:53
ChrisJumper hat geschrieben:
24.03.2019 21:33
Nun ja. Die Verkäufe von Medien nimmt ab.
Die Verkäufe von Medien sind eingebrochen, als die MP3 aufkam. Seit dem es die Streaming-Dienste gibt, wird wieder mehr Umsatz gemacht.
Nein die sind erst so 2006 zurückgegangen, lange nach dem MP3 aufkam. 2014 war dann der Scheitelpunkt. Wieviel Umsatz dabei gemacht wurde ist eigentlich vollkommen unklar, eben da man eine gute Zeit nicht mehr genau nachverfolgen konnte, wo wieviel Geld eigentlich an Künstler ging. Halt nicht anders wie bei GfK und Co. wenn digitale Verkäufe nicht mehr erfasst werden. Im Grunde fällt der Rückgang genau in die Zeit, des ganzen Aufstiegs von YouTube und Co. als die neuen Medien voll durchgestartet sind und der Aufstieg in die Konsolidierungsphase. Klingt zwar ganz schön so die Idee, dass Streaming ja alles geändert hat und ausschließen will ich es nicht aber faktisch ist das nicht.

Und ja die GEMA ist ein Kackverein, genau wie andere Verwerter und entweder ordentlich entrechtet oder ganz beseitigt.

Doc Angelo
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Re: Stadia: Cloud-basierte Game-Streaming-Plattform von Google

Beitrag von Doc Angelo » 25.03.2019 00:11

SethSteiner hat geschrieben:
25.03.2019 00:06
Klingt zwar ganz schön so die Idee, dass Streaming ja alles geändert hat und ausschließen will ich es nicht aber faktisch ist das nicht.
Da haste recht. Die Faktenlage ist eher dünn, und ob meine Vermutungen so passen... wer weiß. Ich finde nur, das es einige positive Eigenschaften von Streaming-Diensten gibt, sowohl für Kunden als auch für Künstler. Darum gings mir. :)
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sabienchen
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Re: Stadia: Cloud-basierte Game-Streaming-Plattform von Google

Beitrag von sabienchen » 25.03.2019 01:10

Doc Angelo hat geschrieben:
24.03.2019 23:54
Man, die GEMA war mir ja vorher schon nicht so genehm. Aber... was ist das für eine Scheiße bitte? Da fehlen mir jetzt echt die Worte. Bei dem Scheißverein würde ich niemals mitmachen...
weiß nicht obs hier im Thread schon Erwähnung fand.
Witzig ist auch, dass du als "GEMA-Musiker" kein kostenloses Konzert geben kannst.. da die GEMA Gebühren anfallen.
Sprich, du kannst als Künstler deine eigene Musik nicht kostenlos verfügbar machen, außer du zahlst die Gebühren aus eigener Tasche.
Und da es ein GEMA-Schlüssel und Verwaltung gibt, landet v.a. als kleiner Künstler von diesem Betrag dann so gut wie nichts wieder bei dir. :wink:
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ronny_83
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Re: Stadia: Cloud-basierte Game-Streaming-Plattform von Google

Beitrag von ronny_83 » 25.03.2019 08:30

Doc Angelo hat geschrieben:
24.03.2019 23:46
Äh... what? Wenn ich also ein Konzert gebe, nicht Mitglied der GEMA bin und nur meine eigene Musik spiele, dann muss ich trotzdem zahlen an einen Verein mit dem ich absolut nichts zu tun habe (n möchte)?
Nein, musst du nicht. Du meldest deine Veranstaltung an, schickst deine Liste mit den gespielten Liedern ein. Und die gleichen das mit ihrer Datenbank ab. Wenn alle Lieder von dir sind und du nachweislich der Autor bist und kein Mitglied der GEMA, dann musst du auch keine Gebühren für die Musik zahlen.

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casanoffi
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Re: Stadia: Cloud-basierte Game-Streaming-Plattform von Google

Beitrag von casanoffi » 25.03.2019 09:19

Doc Angelo hat geschrieben:
25.03.2019 00:11
Ich finde nur, das es einige positive Eigenschaften von Streaming-Diensten gibt, sowohl für Kunden als auch für Künstler. Darum gings mir. :)
Das ist ja grundsätzlich das Problem, weshalb die Fronten in den Foren oftmals so verhärtet sind.
Beide Seiten zeigen i. d. R. entweder nur die positiven oder nur die negativen Seiten - dass es dann knallt, ist logisch ^^

Im Prinzip wissen die meisten aber, dass es immer zwei Seiten einer Medaille gibt. Darüber redet aber kaum jemand, weil Schwarz/Weiß einfacher ist - würde einer vernünftigen Diskussion aber viel bringen.
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Re: Stadia: Cloud-basierte Game-Streaming-Plattform von Google

Beitrag von ChrisJumper » 25.03.2019 13:24

Doc Angelo hat geschrieben:
24.03.2019 23:58
ChrisJumper hat geschrieben:
24.03.2019 23:53
Aber die Künstler verdienen halt weniger. Weil die Streaming-Dineste weniger zahlen.
Weniger als was? Ich versteh echt nicht so ganz wie Du das meinst...
Dies war das was ich aus anderen Artikel heraus gelesen hab. Ich denke SethSteiner hat es im 00:06 Uhr Post gut auf den Punkt gebracht.

Dann eben noch mal nach geschlagen: Die Welt berichtet 2015 (ok ist auch schon 4 Jahre alt) das der Streaming-Markt wachse und die CDs überholte.

Da sind halt ein paar Zahlen drin, die sich für mich aber auch nicht logisch erschließen. Zumal zwar die CD Verkäufe vor vier Jahren wohl zurück gegangen sind, aber der Musikmarkt als solches immer noch ein Volumen von 14 Milliarden Dollar hatte. Der Erlös aus Streaming lag wohl bei 1,6 Milliarden Dollar, was wohl ein Zehntel vom Gesamtmarkt ausmacht.

Ich kann sehr schlecht einschätzen wie viel andere noch für die Musik ausgeben. Gefühlt kaufen die meisten auch keine MP3 mehr sonder haben nur noch ein Spotify Abo. Die geben halt auch weniger Geld an die Künstler weiter, als wenn die Hörer den Song gleich als MP3 kaufen würden.

Daher meine Einschätzung. Rundfunk hat an Bedeutung verloren weshalb dort wahrscheinlich auch die Einnahmen einbrechen. Youtube hat wahrscheinlich stark an Einfluss gewonnen aber gibt auch wenig Geld weiter an die Künstler.

So würde ich zumindest den Artikel zusammen fassen. Ich muss mir mal andere aktuelle Zahlen suchen. So ein Statista Account wäre mal langsam interessant.

Ja ich denke auch das VG-Wort und GEMA ihre Nachteile haben und vor allem keine guten Modelle für die Interessenkonflikte anbieten. Aber wie sich die Lage für die Urheber der letzten Jahre entwickelt hat, ist auch blöd. Zudem könnte es schlimmer sein, wie im Patentwesen!

Doc Angelo
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Re: Stadia: Cloud-basierte Game-Streaming-Plattform von Google

Beitrag von Doc Angelo » 25.03.2019 13:46

ChrisJumper hat geschrieben:
25.03.2019 13:24
Gefühlt kaufen die meisten auch keine MP3 mehr sonder haben nur noch ein Spotify Abo. Die geben halt auch weniger Geld an die Künstler weiter, als wenn die Hörer den Song gleich als MP3 kaufen würden.

[...]

Daher meine Einschätzung. Rundfunk hat an Bedeutung verloren weshalb dort wahrscheinlich auch die Einnahmen einbrechen. Youtube hat wahrscheinlich stark an Einfluss gewonnen aber gibt auch wenig Geld weiter an die Künstler.
Du sagst immer wieder, das Künstler bei Streaming-Diensten "weniger Geld" bekommen. Der Artikel hat nichts dergleichen gesagt. Ich frage mich noch immer: A) Weniger als was? B) Ist das wirklich so?

ChrisJumper hat geschrieben:
25.03.2019 13:24
Aber wie sich die Lage für die Urheber der letzten Jahre entwickelt hat, ist auch blöd.
Ich finds nicht blöd, das es immer leichter und einfacher wird, seine Musik ohne Verwertungsgesellschaft und Label der ganzen Welt verfügbar zu machen. Das ist doch total geil!
Wenn man bis zum Hals in der Scheiße steckt, sollte man nicht den Kopf hängen lassen.

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MaxDetroit
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Re: Stadia: Cloud-basierte Game-Streaming-Plattform von Google

Beitrag von MaxDetroit » 25.03.2019 14:00

Ich denke das Musik-Streaming, sei es nun auf Spotify oder Youtube, hat den Musikmarkt halbwegs gerettet, der vor allem in den 2000er Jahren hart durch Raubkopien gelittten hat. Das Problem ist momentan nur noch das von den Einnahmen nicht genug am Ende beim Künstler landet, was aber auch an schlechten Verträgen mit Musik-Labels ligen kann.

Hier mal zwei Artikel dazu:

1. Musikbranche verdient wieder mehr Geld
https://www.ndr.de/themenwoche/gerechti ... te100.html
Zitat:
Nach vielen schweren Jahren steigen die weltweiten Umsätze der Plattenfirmen und Labels wieder.


2. Was landet am Ende beim Künstler?
https://www.techbook.de/entertainment/s ... uf-spotify
Zitat:
Weil viele Musiker nicht die Rechte an ihrer Musik halten und alte Verträge mit den Labels haben, die digitales Musikstreaming nicht berücksichtigen oder zu gering vergüten, landet am Ende ein sehr geringer Teil der Einnahmen bei ihnen. So lässt sich nicht generell sagen, wie viel am Ende bei einem Musiker ankommt.
Grundsätzlich halte ich Musik-Streaming für eine gute Sache, da es wirksam gegen das Raubkopieren von Musik ist. Ich selber nutze Spotify Premium, und würde sogar noch mehr im Monat dafür ausgeben (20-30 Euro, so viel habe ich früher auch für ein Album gezahlt), wenn dafür mehr bei den Künstlern landet. Ich habe aber die Zuversicht das in Zukunft die Künstler auch mehr und mehr davon profitieren werden.

Zurück zu Games-Streaming:
Raubkopieren bei Games ist durch den Online Faktor bei vielen Spielen eh nicht mehr so das Thema. Aber Games Streaming kann hoffentlich, wie gesagt, auch einiges gegen Cheating in Online Spielen tun. Z.B. das der Stadia Controller direkt siene Inputs an den Server schickt und nicht erst über den Rechner läuft ist niocht nur gut gegen Input-Lags, sondern auch gegen Cheating ein gutes Zeichen. Am Ende stehe ich der ganzen Entwicklung positiv gegenüber, auch wenn es in den kommenden Jahren noch einiges an Kinderkrankheiten geben wird. Ich brauche auch Spiele, Filme und Musik nicht wirklich physikalisch zu beseitzen, ich habe genug Krempel in meiner Bude. ;-)

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Kajetan
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Re: Stadia: Cloud-basierte Game-Streaming-Plattform von Google

Beitrag von Kajetan » 25.03.2019 14:12

MaxDetroit hat geschrieben:
25.03.2019 14:00
Ich denke das Musik-Streaming, sei es nun auf Spotify oder Youtube, hat den Musikmarkt halbwegs gerettet, der vor allem in den 2000er Jahren hart durch Raubkopien gelittten hat.
Hat er das?

Er litt eher unter der schier gar zum Himmel schreienden Inkompetenz der Musikindustrie den Kundenwünschen nachzukommen, eine einfach zu bedienende, umfangreiche digitale Plattform ins Leben zu rufen.
Das Problem ist momentan nur noch das von den Einnahmen nicht genug am Ende beim Künstler landet, was aber auch an schlechten Verträgen mit Musik-Labels ligen kann.
Das ist kein "kann", sondern ein "ist".

Gerne werden Künstler gerade bei den digitalen Umsätzen beschissen. Vor allem Künstler, die schon lange publizieren, sehen von den Einnahmen aus Streaming, iTunes et all oft keinen Cent, weil ihre alten Verträge nur herkömmliche Plattenverkäufe umfassen. Und nur wenige haben das Geld, wie z.B. Grateful Dead, um ihre ehem. Labels erfolgreich vor Gericht zu zerren.
Grundsätzlich halte ich Musik-Streaming für eine gute Sache, da es wirksam gegen das Raubkopieren von Musik ist.
Du teilst die Raubkopier-Paranoia großer Teile der Industrie.

Dir geht es offenbar nur um das potentielle Verhindern von Kopien und nicht darum, dem freiwillig (!) zahlenden Kunden ein so tolles Erlebnis zu bieten, dass er beim nächsten Mal wiederkommt und seine Freunde mitbringt. Was meinst Du, warum ist Netflix so rasend schnell so groß geworden? Weil sich dort keine Sau großartig Gedanken um Kopien gemacht hat, sondern nur darum, dem Abonennten das Leben so einfach und bequem wie nur möglich zu machen. Es wird bis heute nicht gegen Account-Sharing vorgegangen und IP-Sperren gab es auch erst, als die paranoide Filmindustrie und die Verwertungsgesellschaften mächtig Terz gemacht hatten.

Um es mit den Worten von Brad Wardell zu sagen, der auf dem Höhepunkt der Starforce-Hysterie es wagte ein Spiel ohne DRM zu veröffentlichen: Warum soll ich Zeit und Mühen auf Leute verschwenden, die mir eh kein Geld geben wollen?
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MaxDetroit
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Re: Stadia: Cloud-basierte Game-Streaming-Plattform von Google

Beitrag von MaxDetroit » 25.03.2019 16:41

Kajetan hat geschrieben:
25.03.2019 14:12
Dir geht es offenbar nur um das potentielle Verhindern von Kopien und nicht darum, dem freiwillig (!) zahlenden Kunden ein so tolles Erlebnis zu bieten, dass er beim nächsten Mal wiederkommt und seine Freunde mitbringt.
Das ist es doch genau was ich sage. Ich benutze Spotify und Netflix selber und raubkopiere Musik und Filme nicht, eben weil sie einen so guten Service und ein tolles Erbnis bieten, so das ich Raubkopieren gar nicht erst in Betracht ziehe und gerne meine 10 bis 15 Euro im Monat zahle. Mein Aussage ist das modernes Musik-Streaming genau aus deinem oben genannten Grund die Leute vom Raubkopieren abhält, im Gegnsatz zur Situation Anfang der 2000er Jahre, wo es zum Beispiel bequemer und komfortabler war sich eben mit Napster Musik zu saugen als sie auf legalem Wege zu erstehen.

Siehe:
Kajetan hat geschrieben:
25.03.2019 14:12
Er litt eher unter der schier gar zum Himmel schreienden Inkompetenz der Musikindustrie den Kundenwünschen nachzukommen, eine einfach zu bedienende, umfangreiche digitale Plattform ins Leben zu rufen.
Genau das. Sehe ich wieder überhaupt keinen Widerspruch zu dem was ich gesagt habe. In der Zeit war Raubkopieren einfach so bequem und komfortabel durch Torrents oder Seiten wie kino.to ... die illegalen Sharing-Tools und Websites waren teils besser und professioneller gemacht als die offiziellen von der Musik- bzw. Filmindustrie.

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Re: Stadia: Cloud-basierte Game-Streaming-Plattform von Google

Beitrag von Kajetan » 25.03.2019 17:12

MaxDetroit hat geschrieben:
25.03.2019 16:41
Das ist es doch genau was ich sage. Ich benutze Spotify und Netflix selber und raubkopiere Musik und Filme nicht, eben weil sie einen so guten Service und ein tolles Erbnis bieten, so das ich Raubkopieren gar nicht erst in Betracht ziehe und gerne meine 10 bis 15 Euro im Monat zahle.
Alles klar, dann habe ich Dich mißverstanden :)
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Re: Stadia: Cloud-basierte Game-Streaming-Plattform von Google

Beitrag von ChrisJumper » 25.03.2019 20:33

Doc Angelo hat geschrieben:
25.03.2019 13:46
Du sagst immer wieder, das Künstler bei Streaming-Diensten "weniger Geld" bekommen. Der Artikel hat nichts dergleichen gesagt. Ich frage mich noch immer: A) Weniger als was? B) Ist das wirklich so?
In dem Welt Artikel wird es am Ende angekratzt. Aber der Welt-Artikel war von 2015. Seit dem hat sich die Lage verändert. Kauft man eine physische CD oder ein Album landet von 16 Euro wohl auch nur ca. 1,70 Euro beim Künstler und der Rest geht für Werbung, Transport und den Handel drauf.

Laut Max Detroit Quelle beim NDR, bietet Spotify dem Künstler 0,0038 Dollar. Setzt man Piel mal Daumen den Wert an muss man sich einen Song ca. 450 mal streamen lassen damit beim Künstler auch diese 1,7 Euro ankommen.

ich denke am meisten haben die Künstler da noch vom T-Shirt Verkauf oder wenn man bei einem Konzert die CD kauft. Vielleicht haben einige aber auch einen eigenen MP3-Store auf ihrer Seite. Aber ich glaub das schon fast nicht.

Gut möglich das sie mit einem eigenen Youtube-Kanal mehr über die Monetarisierung durch Werbung verdienen als mit ihren eigenen Titeln. Das ist doch seltsam! Ganz zu schweigen das wahrscheinlich Google oder Spottify immer noch mehr bekommen als die Künstler.

Die Raubkopierer hab ich komplett außen vor gelassen, weil ich denke die gab es damals wie heute.

Was auf jeden Fall für die Künstler besser geworden ist, wäre die Möglichkeit über YT direkt berühmt zu werden. Allerdings genieße ich das mit Vorsicht weil ich denke, es ist eher schwerer geworden als einfacher. Eben weil sich dort alles Tummelt und die Konkurrenz entsprechend groß ist.

Aber es hat natürlich auch einen Effekt das man neue Bands findet und die dann über Jahre verfolgt. Natürlich sind 0,0008 Dollar oder 0,0038 Dollar pro Aufruf ist schon besser als wenn man gar nichts bekommt.

Der Künstler bekommt für 1.000.000 Aufrufe also $ 3.800.

Unter dem Aspekt kann ich ganz gut nachvollziehen warum wir ein Lex-Youtube brauchen....

Bei dem Welt Artikel von 2015 war es schon so:
Zitat:
Während sie der Musikindustrie 1,6 Milliarden Dollar einbrachten, bekomme die Branche von YouTube, das nach eigenen Angaben eine Milliarde Nutzer hat, aber nur 641 Millionen Dollar.

Ersteres waren die Einnahmen der Musikindustrie durch Streamingdienste wie Spotify und Co. Letzteres was sie von YT bekam. Stand 2015. Der Erlös von CDs brachte der Musikindustrie 2015 zum Vergleich noch 14,17 Milliarden Dollar Weltweit und allein in drittgrößten Musikmarkt Deutschland 1,4 Milliarden.

Die Spottify-Zahlen waren in dem Artikel Schätzungen der IFPI.

Deswegen dachte ich das die Künstler weniger bekommen durch Streaming. Aufgegriffen hab ich das irgendwo als Statement der Künstler, warum die Reform wichtig ist.

Auf mich wirkt es ein wenig Befremdlich warum sich so viele verteidigend vor Google stellen, weil es da definitiv ein Problem ist. Sicher die anderen Probleme um den Kollateralschaden um die Reform ist viel größer. Aber warum die Demonstranten hier mit Google-Logos protestieren ist halt... naja. Schwierig. Auch weil viele scheinbar erst über YT dazu aufgerufen wurden. Natürlich geht der Protest nicht von Google aus, weil Google ja massiv davon profitiert. Aber eher von den Influencern die sich in ihrer Art bedroht fühlen. Daher kam ja ursprünglich das Argument mit den Bots.

Sehr perfide ist das sich für Google selber wahrscheinlich nichts ändern würde, weil sie sich das leisten können. Auch deswegen ist das Beispiel mit der Youtube-Demo irreführend.

Dennoch fand ich den Protest sehr wichtig und teilweise sehr kreative.

Ich würde mir aber einfach Wünschen das man auch mal den Urhebern zuhört und vielleicht sein Verhalten ändert und nicht mehr so viel Videos oder Musik über Google konsumiert, sondern lieber die Künstler mit einem digitalen Download der Songs unterstützt. Sicher die haben auch was von der Werbemonetarisierung auf YT. Aber das ist wirklich nur ein kleiner Teil und letztlich liegt noch mehr Einfluss bei YT.

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