4Players: Spiele des Jahres 2018 - Immersion

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.HeldDerWelt.
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Re: 4Players: Spiele des Jahres 2018 - Immersion

Beitrag von .HeldDerWelt. » 18.12.2018 13:56

Astrobot hat wohl die höchste Immersion die ich in einem Videospiel je erlebt habe. Ich war vom ersten Level an komplett überwältigt. RDR2 kann da bei weitem nicht mithalten. Die Welt mag so realistisch sein wie sie will, das Mittendrin-Gefühl von Astrobot in der virtuellen Realität hat eine neue Messlatte gelegt.

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Veldrin
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Re: 4Players: Spiele des Jahres 2018 - Immersion

Beitrag von Veldrin » 18.12.2018 18:45

Hab mal in ein Letsplay von RDR2 reingeschaut. Der Letsplayer hat alles gelobt wie toll es sei in First Person da aufs Pferd zu steigen und die Hufabdrücke im Schnee zu sehen und all das und wie er verzweifelt ist, wenn dann ständig die Kamera gewechselt hat, weil alle 10 Sekunden eine Cutscene kam. Also das ist wohl das. Für einige ist das Immersion pur mit den Cutscenes und andere ist es genau das was die Immersion kaputtmacht, wenn eine Cutscene dich mit nem harten Schnitt in die Beobachterrolle zwingt. Also für die die eher das filmische als Immersion sehen dann ist RDR2 wohl verdient ausgezeichnet worden. Für mich sind aber Schwarze Balken, Harte Schnitte und Forced Camera Switches ein Immersionsbruch. Aber bei jedem ist das anders. Wenn das Spiel wie bei Life is Strange sowieso nur Thirdperson ist, dann fällt es weniger negativ auf.

Ich glaube für manche bedeutet Immersion eher dass man in die Welt und den Charakter eintaucht und sich involviert fühlt. Für andere sind andere Dinge wichtiger wie Details am Rand wie Eichhörnchen und sie stört das gar nicht so sehr. Manche finden auch die Egoperspektive überhaupt nicht immersiv, sondern im Gegenteil, sogar ein Bruch (Stichpunkt: Waffe im Auge ^^)

Das ist für jeden anders. Immersion ist also sehr subjektiv. Daher finde ich hat RDR2, auch wenn ich das anders sehe, das trotzdem verdient diese Auszeichnung! Wäre nur super, wenn es in Zukunft auch noch eine zweite Immersionskategorie geben würde um zwischen den zwei größten unterschiedlichen Definitionen zu unterscheiden. Also quasi einerseits die First-Person-Fraktion die gegen harte Brüche der Spielerkontrolle und Kamera sind und die eher filmische Fraktion die eher Thirdperson und Cutscenes bevorzugen.
Als Beispiel für gute Immersion der ersten Definition finde ich Firewatch, SOMA, Mirror's Edge 1, Dear Esther, Gone Home etc. Als Beispiel der zweiten Definition für gute Immersion würde ich dann Life is Strange, RDR2 etc. zählen. Und obwohl ich eigentlich Thirdperson und Cutscenes nicht mag, hat mir Life is Strange sehr gefallen und ich finde sogar, dass ich es irgendwo packend fand. Aber ich habe mich nie wirklich reingesaugt gefühlt wie bei Spielen wo ich zu 100% die Kontrolle habe und eben alles aus der Egosicht geschieht. Es kam mir mehr wie ein Beobachter oder Film vor. Aber ich will trotzdem betonen, dass ich Life is Strange sehr gut fand und dass eben wie gesagt die Definitionen was gute Immersion ausmacht unterschiedlich sind!!

Das ist auch immer das wenn die Leute aneinander vorbeireden, weil es einfach so viele unterschiedliche subjektive Meinungen gibt was für einen selber Immersion ist und was nicht.

PS: Das ist meine persönliche Meinung, die muss niemand teilen.
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Veldrin
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Re: 4Players: Spiele des Jahres 2018 - Immersion

Beitrag von Veldrin » 18.12.2018 19:14

Kolelaser hat geschrieben:
17.12.2018 13:21
Aber das ist ja bei den meisten Spielen heutzutage so irgendwie muss man die Kids ja beschäftigen überall muss es blinken überall muss es was zum Sammeln und aufheben geben.. XP Bars , Ausrüstung und nutzlose Skill Trees in Spielen wo es null sinn macht. auch das neue gow ist vollgekleistert und aufgebläht mit diesen Müll. Würde man das alles rausnehmen .. Skill Tree , Ausrüstung Sammelei , Sammel Quatsch und das es blinkt an jeder Ecke hätte man das um längen bessere und schlankere Spiel. Aber die meisten Spiele werden sowieso nur noch nach Markt Umfragen von 10-15 Jahre alten amerikanischen Teenagern hergestellt. Sachen die einen Dan Houser oder Rockstar nicht interessieren die ziehen ihre Vision durch (im Singleplayer) deswegen gefällt es manchen auch nicht weil diese ganze unnötige Müll der andere Spiele aufbläht hier (Gott sei Dank) fehlt.
Ich sehe was du meinst und im Kern stimme ich dir zu, denn ich mag das alles was du da kritisierst auch nicht. Aber ich finde du schlägst über die Strenge und wirst unfair. Das kann man doch auch freundlicher formulieren.

Außerdem stimmts nicht, außer vielleicht du redest ausschließlich von AAA-Spielen. Da ist vieles durchkalkuliert, ja. Aber abseits davon? Metro, Portal, SOMA, ME1, Gone Home, Firewatch, Alien Isolation, Dear Esther, Völgarr the Viking, Fran Bow, Alan Wake, The Swapper, Teslagrad, Limbo, Papo & Yo, Pneuma - Breath of Life und und und. Man muss nur abseits von Triple-AAA schauen und findet was wo nicht nach Schema-F produziert ist. Außerdem scheinen ja die Mehrheit der Spieler Schema F zu mögen, weil sie es mögen und deswegen machen die großen Entwickler das auch. Warum sollten die großen Entwickler auch irgendeine Nischenzielgruppe wie mich bevorzugt bedienen wo so Kram wie Gone Home, Mirror's Edge und The Swapper gut findet? Da würden die ihre hohen Produktionskosten nicht wieder reinbekommen. Da mal dran gedacht? Du bist halt in der Minderheit wie ich. Deal with it oder spiele abseits von AAA. Der Indiemarkt ist groß!!
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Re: 4Players: Spiele des Jahres 2018 - Immersion

Beitrag von Veldrin » 18.12.2018 19:22

Kolelaser hat geschrieben:
17.12.2018 13:50
Jedenfalls kann ich auch mit voller Zuversicht sagen das die Welt von RDR 2 die mit Abstand beste Open World ist die jemals in einen Spiel erschaffen wurden ist. Es fühlt sich wie nie zuvor wie eine echte Welt an. Die Natur ist einfach atemberaubend man kann Stunden damit zu verbringen Tiere zu beobachten die alle ihr eigenes Bewegungsmuster haben und sich realistisch verhalten. Ich hab schon Vögel gesehen die im Sturzflug Fische aus Flüssen geholt haben.. Bären oder Wölfe die realistisch Jagen und tausend andere Sachen. Und das sogar jeder NPC sein eigenen Tagesablauf hat und man sogar Rückschlüsse auf ihren Charakter und Lebensweise ziehen kann ist schlicht überwältigend. Man kann NPCs mal den ganzen Tag folgen : https://youtu.be/MrUJJgppMn4

ich liebe es auch wie Arthurs Bart und Haare realistisch wachsen nicht so wischi waschi wie bei witcher 3 sondern richtiger Haar und Bartwuchs bis man ausssieht wie der Weihnachtsmann wenn man sich nicht pflegt wie genial ist das bitte. Man kann ganze Bücher füllen mit den Details die in RDR 2 stecken. Und alles außerhalb wohl besten Story die man bisher in einen Videospiel gesehen. Es tut nur im Herzen weh das man dieses Level viele Jahre nicht mehr sehen wird und die nächsten OW Spiele wieder erhebliche Rückschritte werden zu RDR 2.
Deswegen ist die Auszeichnung auch verdient ^^
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UtahderSchweizer
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Re: 4Players: Spiele des Jahres 2018 - Immersion

Beitrag von UtahderSchweizer » 19.12.2018 15:01

Ich kann die Lobdudelei auf RDR 2 langsam nicht mehr sehen/hören. Aber den Preis Immersion hat das Spiel ganz sicher nicht verdient denn es zerhaut sich immer wieder mit unnötigen Fehlern selbt. Wo ist die Immersion, wenn Dinge einfach verschwinden? Dass trotz der vielen Schwächen immernoch an der hohen Wertung festgehalten wird find ich erstaunlich.

God of War hingegen hat es geschafft, das ganze Spiel ohne Schnitt zu gestalten und DAS war Immersion! Außerdem wurde es nach dem 100. Mal nicht langweilig die Axt wieder zu holen.

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Re: 4Players: Spiele des Jahres 2018 - Immersion

Beitrag von UtahderSchweizer » 19.12.2018 15:06

Raskir hat geschrieben:
17.12.2018 19:47
Ich sags mal so. Wenn die Immersion bei dem Spieler anschlägt dann gewaltig. Wenn nicht, dann absolut gar nicht. Bei mir leider letzteres. Die absolut überragende Openworld wird für mich immer wieder von teils großen Unzulänglichkeiten gestört. Sachen die im zu krassen Widerspruch zum Rest des Spiels stehen. Und es will mich dann doch ein paar mal zu oft für dumm verkaufen leider. An sich aber nachvollziehbarer Sieger, denn wie gesagt, wenns einen erwischt, dann wohl so richtig :)
Wenigstens bin ich nicht der einzige der es so sieht. Ich sag nur Speichersystem von vor 15 Jahren.

MK57
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Re: 4Players: Spiele des Jahres 2018 - Immersion

Beitrag von MK57 » 21.12.2018 00:56

Allen Hatern zu Trotz absolut verdient, Spiel des Jahres!

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Re: 4Players: Spiele des Jahres 2018 - Immersion

Beitrag von Skippofiler22 » 21.12.2018 11:41

Die Konkurrenz zu diesem Spiel ist dieses Jahr doch etwas "härter" als gedacht, MK57.
Es ist nicht zu verantworten, sagte die Vernunft.
Es ist durchaus machbar, sagte der Ehrgeiz.
Es ist nicht alles richtig, sagte der Verstand
Tue es, sagte der Leichtsinn.
Du bist was du bist, sagte das Selbstbewusstsein.
Es ist einfach schön, sagte die Liebe.

Es ist das Gefühl in eine andere Welt einzutauchen, sagte der Gamer.

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Re: 4Players: Spiele des Jahres 2018 - Immersion

Beitrag von Scorplian » 21.12.2018 16:28

Immersion...

mein Unwort 2018
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Veldrin
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Re: 4Players: Spiele des Jahres 2018 - Immersion

Beitrag von Veldrin » 24.12.2018 13:50

Scorplian190 hat geschrieben:
21.12.2018 16:28
Immersion...

mein Unwort 2018
Ein Spiel das mich auf der Stelle in den Bann zu ziehen vermag. Story und Gameplay in das ich eintauchen kann und eine regelrechte Sogwirkung entfaltet. Ein Spiel das mich einbindet ohne mich einzuschüren, ein Spiel das mich als Spieler ernst nimmt. Natürlich kann man es immer anders formulieren. Immersion ist nur ein Begriff, der sehr vage ist. Ich verstehe schon warum es für dich ein Unwort sein kann. Bestimmt nicht, weil es häufig andere Formulierungen verdrängt hat, auch nicht weil es eine sehr subjektive Sache ist, allein schon weil die Definition des Begriffs sich von Spieler zu Spieler teilweise erheblich unterscheidet.

Vermutlich einfach weil der Begriff so schwammig ist, dass er fast schon nichtssagend wird, richtig?
UtahderSchweizer hat geschrieben:
19.12.2018 15:01
Ich kann die Lobdudelei auf RDR 2 langsam nicht mehr sehen/hören. Aber den Preis Immersion hat das Spiel ganz sicher nicht verdient denn es zerhaut sich immer wieder mit unnötigen Fehlern selbt. Wo ist die Immersion, wenn Dinge einfach verschwinden? Dass trotz der vielen Schwächen immernoch an der hohen Wertung festgehalten wird find ich erstaunlich.

God of War hingegen hat es geschafft, das ganze Spiel ohne Schnitt zu gestalten und DAS war Immersion! Außerdem wurde es nach dem 100. Mal nicht langweilig die Axt wieder zu holen.
Du zeigt sehr gut, warum Immersion eben eine sehr subjektive Geschichte ist und warum es eigentlich verschiedene Immersionsauszeichnungen bräuchte, weil es auch verschiedene Definitionen gibt.

Als Beispiel in F.E.A.R. 2 gibt es einen Zwischenboss. Was wurde daraus? Eine Skriptsequenz die mir erst die Kontrolle entzieht und zum Zuschauer degradiert, und kurz später in eine interaktive Skriptsequenz übergeht bei der ich schlicht die Nahkampfangriffstaste wiederholt drücken musste um ihn zu erledigen. Das war für mich eine riesengroße Enttäuschung.
Und die Aussetzung der Ungläubigkeit (Suspension of Disbelief) war dahin und somit auch die Immersion weg. Es fühlte sich auch absolut nicht befriedigend an. Für andere Menschen wäre das aber vielleicht total immersiv gewesen, weil es ja schön animiert war und ne schöne Tötungsanimation gab.

Mache verlieren den Willen zur Aussetzung der Unglaubigkeit bzw. die Immersion eben dann wenn ein Spiel ständig zwischen Film und Spiel wechselt, wenn ständig eine Skriptsequenz oder Cutscene dem Spieler die Kontrolle entzieht und zum Zuschauer degradiert. Andere wiederum können erst durch eine filmische Inszenierung mit aufwendige Cutscenes überhaupt erst richtig in die Story und Charaktere eintauchen, Sind also eher der filmische Typ, die sich vielleicht bei Gone Home langweilen würden. Das Spiel kommt ja bekanntlich ohne Cutscenes aus und entzieht dem Spieler nie die Kontrolle über die Figur, weder vom Movement noch der Kamerperspektive her und bleibt strikt in der Egosicht. Für manche ist die Egosicht auch schon ein Punkt, dass sie das Spiel erst überhaupt richtig eintauchen können, für andere ist es das exakte Gegenteil.

Für manche sind die Animationen, die Kulisse, kleine Details viel wichtiger. Etwas das Atmosphäre schafft und die Spielwelt lebendig erscheinen lässt. Andere wiederum sehen das nur als Bonus und könnten sich stundenlang darüber aufregen, dass einige Spieldesignentscheidungen im Gameplay oder auch Fetchquests ihnen die Immersion rauben. Z.B. der Protagonist, also der Spieler, muss seinen verschollenen Sohn suchen, aber das ganze Spiel über sammelt der Spieler verlorene Katzenbabies ein oder latscht durch die Pampa um einem NPC das letzte Exemplar eines Comics zu holen. Fetchquests halt, die vom Ton der Hauptstory entkoppelt sind. Der Spieler sollte sich eigentlich beeilen, braucht dann aber 200+ Stunden wegen belangloser Nebenquests um zum Ziel zu kommen. DAS ist für manche dann ein Immersionsbruch. Für andere aber sind die 200+ Stunden an Nebenmissionen das beste was es gibt, denn man konnte z.B. auch mal super-realistisch auf einer Achterbahn eines verlassenen Roboterparks fahren, den man erst wieder anschalten musste und dies und das machen. So als Beispiel halt.

Wollte nur sagen, dass Immersion ein sehr schwammiger Begriff ist und für jeden bedeutet es teilweise etwas anderes, auch was den Immersionsbruch angeht, für jeden sind andere Dinge Immersionsbrecher.

Aber ich würd gern mehr über God of War hören, warum das für dich so immersiv war. Ich höre zum ersten mal, dass God of War ohne Schnitte auskommt. Das finde ich aber sehr interessant, hatte ich doch angenommen God of War wäre auch nichts anderes als Uncharted in einem anderen Setting. Dem scheint ja nicht so.
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Re: 4Players: Spiele des Jahres 2018 - Immersion

Beitrag von Leon-x » 24.12.2018 14:34

Das Game hat mich so oft aus der "Immersion" gerissen dass ich es dafür sicherlich auch nicht auf Platz 1 setzen würde.

Immersion durch ständige "Mission gescheitert"? Man soll jetzt schleichen, nimmt sein Wurfmesser um ein Wache auszuschalten----> Mission gescheitet. Spiel sagt darfst jetzt Keinen umlegen nur um später wieder gegen 50 Leute in einer Schießerei den halben Wilden Westen auszurotten.^^
Immersion durch "du darfst im Camp nicht laufen". Wunderbar realistisch.^^

Immersion durch starkes Auto-Aim weil man sonst kaum was trifft.1a.

Gesetzeshüter die im Umkreis von 20m spawnen. Kopfgeld lässt sich durch Bezahlung aufheben.

Das Game macht viele Dinge richtig wie es gleichen Atemzug wieder alles für mich falsch macht. Allein das ausgerüstete Waffen verschwinden und man plötzlich ganz andere dabei hat.

Schöne Welt, Gameplay aber kaum Immersion. Zumindest was ich unter dem Begriff verstehe.
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Veldrin
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Re: 4Players: Spiele des Jahres 2018 - Immersion

Beitrag von Veldrin » 24.12.2018 14:59

Das fand ich bei Titanfall 2 so angenehm. Hatte kurz vorher Infinite Warfare angespielt (schon wieder) aber ich konnte es einfach nicht schaffen weiterzuspielen. Infinite Warfare ist genauso, es sagt dir du machst das aber jetzt genau so wie der Regisseur das will oder es geht nicht weiter bzw. Gameover. Bei Titanfall 2 hat man es überwiegend geschafft auf solche Brüche in der Spielerfreiheit zu verzichten. Ich meine es ist etwas anderes wenn ich wie in Gone Home von vorneherein keine Leute mit einem Messer ausschalten kann. Das stört mich dann nicht, denn das Spiel will etwas anderes. Wenn ich aber die ganze Zeit das konnte, das Spiel aber will das ich das aber jetzt genau so und nicht so mache, obwohl es effektiv das gleiche wäre, dann würde das für mich auch zum Immersionsbruch führen. Kann dich da verstehen, Leon-x.

Spiele müssen einfach weg vom Regiestuhl kommen und wieder das Risiko eingehen, dass die Spieler mit dem Kopf durch die Wand rennen wollen oder, Gott behüte, auf kreative Alternativlösungen kommen. Spiele müssen auch dem Spieler wieder zugestehen etwas zu verpassen und auch zu scheitern. Z.B. in Fallout 3 mal als Beispiel da konnte ich bei Quests oft einfach alle niederballern. Konsequenz? Die Quest war gelöst, aber all die optionalen Dialoge dahin. Den Content sehe ich als Spieler der sich durchballert nicht. Der Spieler der mit Dialogen durchgeht und womöglich eine friedliche Lösung sucht hat mehr vom Spiel in diesem Falle. Auch der der erst mit den Leuten spricht und sie danach umnietet.

Heutzutage trauen sich Spiele das nicht mehr. Keiner darf was verpassen, daher wird dann acuh die Kamera auf das wichtige geschwenkt oder gleich ne Cutscene gefahren. Halo 1 höre ich immer als Beispiel und das ist für mich acuh ein sehr gutes. Du trittst raus dem Flugzeug raus und hast die Kontrolle über deine Spielfigur in der Egosicht. Wenn du jetzt nicht selbst auf die Idee kommst mal nach oben zu schauen, dann verpasst du einen womöglich sehr erinnerungswürdigen Moment. Man sieht die gegenüberliegende Seite des Planetenrings (des Halos). Aber das Spiel zwingt dir das nicht auf, es erlaubt dir, dies zu verpassen. Jemand der es eilig hat würde dieses Erlebnis eventuell nicht machen.
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Re: 4Players: Spiele des Jahres 2018 - Immersion

Beitrag von Scorplian » 24.12.2018 16:07

Veldrin hat geschrieben:
24.12.2018 13:50
Ein Spiel das mich auf der Stelle in den Bann zu ziehen vermag. Story und Gameplay in das ich eintauchen kann und eine regelrechte Sogwirkung entfaltet. Ein Spiel das mich einbindet ohne mich einzuschüren, ein Spiel das mich als Spieler ernst nimmt. Natürlich kann man es immer anders formulieren. Immersion ist nur ein Begriff, der sehr vage ist. Ich verstehe schon warum es für dich ein Unwort sein kann. Bestimmt nicht, weil es häufig andere Formulierungen verdrängt hat, auch nicht weil es eine sehr subjektive Sache ist, allein schon weil die Definition des Begriffs sich von Spieler zu Spieler teilweise erheblich unterscheidet.

Vermutlich einfach weil der Begriff so schwammig ist, dass er fast schon nichtssagend wird, richtig?
Naja, eher weil es immer mit Storysachen verbunden wird. Eine Sache auf die ich sehr geringen Wert lege.

Klar, da gibts nich diese ich Laufe in einer Welt rum und mache mein Ding Fälle (Survival-Games). Was wohl Immersion ohne Geychichte dahinter erzeugen kann.

Aber hier wäre halt die Frage:
Findest du man kann auch Immersion in einem Rennspiel wie Wipeout erfahren? (VR mal ignoriert). Oder wenn ich mich in hunderten Kämpfen in Smash prügele?

Ich frage mich halt ob die reine Begeisterung zum Spiel für Immersion schon ausreicht. Wenn ja, halte ich den Begriff echt für komplett nichtssagend O.o
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Re: 4Players: Spiele des Jahres 2018 - Immersion

Beitrag von Veldrin » 25.12.2018 12:39

Gute Frage. Ich würde sagen eher Jein, also ein wenig aber eben nicht auf dem Level wie bei Spielen die dich neben dem "mechanischen" auch narrativ oder emotional einbinden. Also, wenn die Mechanik so gut ist und du sie auf einem Level beherrschst, dass du gar nicht darüber nachdenkst. Dass du das Rennen nun fährst und nicht mehr bewusst bist, dass du gerade ein Eingabegerät benutzt.

Aber ich glaube, dass schafft man nur selten und ich glaube wie gesagt nicht, dass man ein ähnliches Level erreichen kann wie bei einem narrativen Spiel, welches es schafft dich rein durch ludische Elemente ins Spiel einzubinden, also eben einerseits die Narrative bevorzugt durch die Dinge die das Medium Spiel ausmachen übermittelt und auf filmische Elemente weitgehend verzichtet. Also ein Spiel das die Geschichte überwiegend durch Gameplay, Leveldesign, Environmental Storytelling erzählt. Die Geschichte mit aktiver Einbindung des Spielers erzählt. Dem Spieler etwas subtil beibringt, ihn konditioniert und später darauf zurückgreift. Z.B. Alien Isolation das die Geschichte über Envronmental Storytelling erzählt.

Also quasi.

SPIELMECHANIK – Natürlich anfühlende Steuerung bei dem der Spieler nicht mehr bewusst nachdenkt, sondern agiert. Bei dem das Movement präzise ist, bei dem sich Waffen wuchtig anfühlen (obwohl sie eigentlich nur bewegte Pixel und Sound ist), bei dem haptische Interaktion der Spielfigur wie z.B. eine Fahrstuhltür öffnen oder eine Granate werfen sich nicht wie ein Tastendruck oder Quicktimeevent anfühlt, sondern fast echt.

SPIELEREINBINDUNG/INTERAKTIVITÄT – Konstante Interaktivität und sowohl mentale als auch mechanische Spielereinbindung.

ENVIRONMENTAL STORYTELLING – Dass man eben die Story nicht erzählt sondern zeigt. Das überlappt sich mit Spielereinbindung/Interaktivität. Anstatt also ein Audiolog abzuspielen oder eine Cutscene oder Skriptsequenz zu spielen die den Spieler zum Zuschauer degradiert, bleibt man in den engen grenzen von Spieldesign. Nutzt die Mittel die nur ein Spiel kann, aber weder in Buch noch Film möglich ist. Als Beispiel in Firewatch findest du einen Schuh, denn kannst du aber auch übersehen, wenn du ihn aber nicht übersiehst ist es direkt einleuchtend, denn später findest du eine Leiche der ein Schuh fehlt und durch die Platzierung des Schuhs und der Leiche in der Umgebung kannst du dir schon was zusammenreimen. Und das ist nur ein kleines Beispiel, was man in fast jedem Spiel finden kann, das geht noch viel komplexer und auf mehr Ebenen.

SUBTILE SPIELERFÜHRUNG UND KONDITIONIERUNG – Durch Farben und architektonischen Orientierungspunkten. Oder ein Gang wo eine Lampe flackert. Oder das Abrollen. Später lässt du den Spieler zu einer vermeintlichen Sackgasse laufen. Wenn der Spieler aufmerksam ist, sieht er die Rampe und dass auf dem nächstgelegenen Hausdach genug Raum zum abrollen bietet und man also darauf springen könnte. Erkennt der Spieler das schnell bleibt er im Fluss. SPäter kann man das alles sukzessive komplexer machen. Wenn man es zu schnell komplex macht oder mit dem Holzhammer einprügelt ala Cutscene oder Far-Cry-hafte Texteinbeldung ist die Immersion natürlich dahin.

Natürlich kann man Immersion in Punkto Story auch durch filmische Mittel erzeugen aber meiner Meinung nach sollte das nur das allerletzte Mittel sein. Cutscenes sollte es während dem Spielen gar nicht geben.


Es fehlen eben einfach mehrere Ebenen bei einem Rennspiel oder Smash Brothers (das meintest du doch mit Smash, oder?)
Bei einem Rennspiel sind manche der oben aufgeführten Punkte auch zu finden, aber vieles fehlt. Und es ist wohl bei jedem anders wie viele Dinge er braucht und was er unbedingt braucht und auf welche Dinge er verzichten kann, dass bei ihm Immersion erzeugt wird, bzw. dass er richtig in ein Spiel abtauchen kann und die reale Umgebung quasi fast vergisst. Aber Aber wie gesagt zu einem gewissen Grad kann theoretisch jedes Spielegenre dich abtauchen lassen. Und wenn nicht ist das auch nicht so schlimm. Rocket League z.B. das nimmt mich aus Immersionssicht nicht mit, aber dieser Wettkampffaktor, das macht einfach Spaß. Sich mit anderen Spielern auf kompetitivem Level zu messen. Immersion ist halt auch nicht alles.

Manche verwechseln Immersion auch mit Spaßfaktor. Ein Spiel kann dich die Zeit vergessen lassen weil es so viel Spaß macht, aber das muss nicht bedeuten, dass man total eingetaucht war. Teilweise wird Immersion auch mit Atmosphäre verwechselt auch wenn es da Überlappungen gibt.

Und natürlich gibt es noch etliche Punkte mehr die man aufzählen könnte was Immersion erzeugt und viele Punkte die man aufzählen könnte was Immersion brechen kann (wie z.B. in deinem Beispiel aus RDR2 mit den Gesetzeshütern die in der Nähe spawnen und man stets durch Bezahlen einer Summe loswerden kann). Aber das würde zu lang werden.
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