4Players: Spiele des Jahres 2018 - Beste Story (Regie)

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SethSteiner
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Re: 4Players: Spiele des Jahres 2018 - Beste Story (Regie)

Beitrag von SethSteiner » 19.12.2018 12:01

Also ohne Rockstar Bonnus würde ich wohl auch den Preis am ehesten an Detroit vergeben.

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Stalkingwolf
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Re: 4Players: Spiele des Jahres 2018 - Beste Story (Regie)

Beitrag von Stalkingwolf » 19.12.2018 15:28

Ryo Hazuki hat geschrieben:
19.12.2018 10:06
Stalkingwolf hat geschrieben:
18.12.2018 20:22
what? Die Regie von RdR2 besteht draus ewig und drei Tage in eine Richtung zu laufen und Gesprächen zuzuhören.
srsly hier war God of War viel besser.
God of War hatte auch seine Momente, aber so gut wie bei RDR2 war die Regie nicht. Alleine schon die Umwelt war besser. Bei RDR2 gibt es zusätzlich viel mehr Charaktere die geschrieben werden mussten und trotz allem, verhält sich jeder realistisch. Und ich fand bei GoW wurde man ebenso wie bei RDR2 zum zuhören verbannt. Bei GoW ist man auch immer in einer Richtung gelaufen und dann kamen die immer gleich ablaufenden Kämpfe.
GoW war ein Cut. Was besseres bekommst ja gar nicht als Regie.
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JunkieXXL
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Re: 4Players: Spiele des Jahres 2018 - Beste Story (Regie)

Beitrag von JunkieXXL » 19.12.2018 17:29

Hab das Ende der Story von GoW leider nicht wirklich verstanden. Bei RDR2 bin ich erst bei 80 Prozent, finde die Story aber bislang westerntypisch eher dröge. Die Story von Detroit Human ist zwar von der Idee her großartig, aber bei der Umsetzung gibt es teils erhebliche erzählerische Schwächen. Im Vergleich mit guten Filmen sind die Storys dieser 3 Spiele leider nur mäßig. Im Vergleich mit anderen Videospielen sind sie aber zweifelohne on top. Allerdings gilt das nur für 2018, denn im Vergleich mit zeitlosen Storyperlen wie etwa Mass Effect, Firewatch und Heavy Rain haben sie deutlich das Nachsehen. Meine Meinung.

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Sarkasmus
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Re: 4Players: Spiele des Jahres 2018 - Beste Story (Regie)

Beitrag von Sarkasmus » 19.12.2018 17:38

Ach der Regie hab ich das unsägliche Kapitel 5 in RDR2 zu verdanken und auch die Story wo man schon im Kapitel 4 wusste, wo der Zug hinfährt, man das auch noch zwei weitere Kapitel strecken muss.
Gut gemacht Rockstar.
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Xris
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Re: 4Players: Spiele des Jahres 2018 - Beste Story (Regie)

Beitrag von Xris » 19.12.2018 18:57

muecke-the-lietz hat geschrieben:
19.12.2018 10:15
_toma_ hat geschrieben:
19.12.2018 09:20
Bin gespannt, wo God of War wirklich mal gewinnen darf und nicht dem aktuell noch so im Kopf gebliebenen RDR2 hinterher laufen muss.
Wird halt schwierig. In fast allen Kategorien, wo GoW eine Chance hätte, wird wohl RDR2 abräumen, und das leider nicht immer unbedingt zurecht.

Das Gemeine an der Sache ist, das GoW dieses Jahr Pate für den Spiele des Jahres Banner stand, aber wohl kaum einen Preis abräumen wird.

Es wird wohl beim PS4 Spiel des Jahres abräumen, und hat sicherlich große Chancen bei Beste Grafik (Technik) (und selbst hier konkurriert es mit dem extrem starken RDR2), aber sonst wird die Sache schwierig.
Aber RDR2 gibt's doch auf PS4, vll macht 4P dieses Mal eine Ausnahme fuer dieses unvergleichliche Wunderwerk. :lol: Wieso macht es 4P nicht leichter und veröffentlicht gleich RDR2 als Gewinner in sämtlichen Kategorien? Ich bin mal auf Kategorie "Gameplay" gespannt.

DON93
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Re: 4Players: Spiele des Jahres 2018 - Beste Story (Regie)

Beitrag von DON93 » 19.12.2018 23:09

JunkieXXL hat geschrieben:
19.12.2018 17:29
Hab das Ende der Story von GoW leider nicht wirklich verstanden. Bei RDR2 bin ich erst bei 80 Prozent, finde die Story aber bislang westerntypisch eher dröge. Die Story von Detroit Human ist zwar von der Idee her großartig, aber bei der Umsetzung gibt es teils erhebliche erzählerische Schwächen. Im Vergleich mit guten Filmen sind die Storys dieser 3 Spiele leider nur mäßig. Im Vergleich mit anderen Videospielen sind sie aber zweifelohne on top. Allerdings gilt das nur für 2018, denn im Vergleich mit zeitlosen Storyperlen wie etwa Mass Effect, Firewatch und Heavy Rain haben sie deutlich das Nachsehen. Meine Meinung.
Was hast du denn am Ende von GoW nicht verstanden? Kann für dich gerne ein paar Sachen aufklären :)
Also ich finde dieses GoW gehört erzählerisch zum stärksten das ich in den letzten 20 Jahren gespielt habe.
Die Kunst in diesem Spiel sind für mich die Dialoge, die Cory Barlog und seine Co-Schreiber geschrieben haben. Denn es ist einfach mit ewiglangen Dialogen (wie bei RDR2; Außnahme ist Arthur) Gefühle, Meinungen und die eigene Lebensphilosophie darzustellen. Die wahre Kunst bzw. die "höhere Kunst" von Santa Monica war es, wie gut die Dialoge trotz des minimalistischen Ansatzes Emotionen transportiert haben, d.h. wieviel hat man in 1-2 Sätzen über jemanden erfahren ohne das dieser alles im Detail und mit vielen Wörtern erklären muss. Ich fand es einfach sehr subtil.
Das fand ich halt in RDR2 auf Dauer etwas anstrengend. Bis auf Arthur und Charles wurde einem die Gefühlslage und Motivation jedes anderen Charakters dauerhaft vorgekaut, was leider kaum Raum zur Interpretation gelassen hat. Dutch hatte das Problem schon fast am meisten, was ihn für mich uninteressant erscheinen ließ. Trotzdem ein tolles Spiel. Arthurs Entwicklung hat die Geschichte für mich am Ende doch noch positiv beendet.

Detroit:BH fand ich insgesamt auch gut, aber viel zu klischeebehaftet.
Viele Dialoge und Situationen waren schwach und manchmal einfach cringey, wie die Amis sagen würden. Die moralische Zwiespaltigkeit wurde in vielen Situation erzählerisch, für meinen Geschmack, einfach zu plump rübergebracht.
Trotzem hätte man deren Regie belohnen können, da dieses Spiel das einzige war, in dem der Direktor auch unterschiedliche Möglichkeiten in Form von verschiedenen Erzählsträngen, Tode eines der Hauptcharaktere, etc. mit in das Ende miteinfließen lassen musste.
Ich hätte es GoW gegeben.

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JunkieXXL
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Re: 4Players: Spiele des Jahres 2018 - Beste Story (Regie)

Beitrag von JunkieXXL » 19.12.2018 23:25

DON93

Na ja, das mit der Mutter (Begräbnis) und die Bedeutung des Kindes habe ich nicht verstanden. Aber ich habe ohnehin schon fast die ganze Geschichte von GoW vergessen. Ich glaube, das liegt an der ganzen Mythologie, die damit verbunden ist. Bei Mythen schalte ich immer automatisch auf Durchzug. Schon bei Akte X damals habe ich mit den Mythologie-Episoden nie etwas anfangen können. Also danke, aber mach dir keine Mühe. :)

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Re: 4Players: Spiele des Jahres 2018 - Beste Story (Regie)

Beitrag von Wortgewandt » 20.12.2018 14:09

Die wahre Kunst bzw. die "höhere Kunst" von Santa Monica war es, wie gut die Dialoge trotz des minimalistischen Ansatzes Emotionen transportiert haben, d.h. wieviel hat man in 1-2 Sätzen über jemanden erfahren ohne das dieser alles im Detail und mit vielen Wörtern erklären muss. Ich fand es einfach sehr subtil.
Ähm, haben wir das gleiche Spiel gespielt? Ich fands unglaublich plump, wie einfallslos in belanglosen Dialogen der Vater-Sohn-Konflikt thematisiert wurde. Hinzu kam, dass ich mich mit NIEMANDEM verbunden gefühlt habe. Jeder Charakter war mir total wuppe. Das zeugt nicht unbedingt von Klasse.

Das Spiel hatte ein tolles Kampfsystem - der Rest war leider absolut bunte Knete und meines Erachtens sogar ziemlich krude und durcheinander erzählt.

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Re: 4Players: Spiele des Jahres 2018 - Beste Story (Regie)

Beitrag von Loci » 20.12.2018 15:42

Kann die Wahl nachvollziehen. Die Story ist Klasse, keine Frage. Aber komplett ohne Mangel ist diese auch nicht, da diese (zumindest wenn man Teil 1 gespielt hat) sehr vorhersehbar ist. Das WIE kahm es dazu ist jedoch erste Klasse. Die Story von God of War war da schon weniger vorhersehbar und machte mehr Spaß und man hatte nicht das Gefühl ein A*loch zu sein. Diese Vater und Sohn Geschichte war einfach zusammen mit dem Gameplay, Grafik, Sound, Musik und Allem insgesamt für mich besser als RDR2. Aber über Geschmäcker kann man sich nicht streiten. :)

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Re: 4Players: Spiele des Jahres 2018 - Beste Story (Regie)

Beitrag von Wingclip » 20.12.2018 16:24

RDR2 ist ein extrem gutes Upgrade zu RDR1 und GTA V. Trotzdem gruselt es mich etwas, hier zu sehen wie dieses Game überbewertet wird. Geschmäcker sind verschieden. Kein "Aber". Folgender Text ist also sehr subjektiv.

Den Technik Award hätte ich einem anderen Spiel gegeben. Ich finde da RDR2 nichtmal deutlcih besser als ein AC Odyseey. Beides sind Open World Spiele von der "sandboxigsten" Sorte und sehen verdammt gut aus. Leider aber irgendwie auch generisch (große Fläche gefüllt mit schönen Bäumen). Da finde ich z.b hat ein GoW viel mehr bemerkenswerte Orte zu bieten. Die Gesichter in RDR wahren auch nicht der Wahnsinn.

Der beste Moment in RDR2 war für mich die coole Western Musik, die mit dem ersten Schußwechsel einsetzte. In diesem Augenblick war ich bereit für das Game.

Die Story war mir in RDR2 auch zu uninteressant. Wodurch ich relativ schnell aufgegeben habe. Bevor es einer von euch schreibt, schreib ich es lieber selber: "hättest Du es mal weiter gespielt, das wird noch richtig spannend!".

Fühlte sich aber erstmal an wie einzelnde Filmszenen nachzuspielen. Ein Problem, das ich mit den GTA Titeln leider auch habe. GoW hatte einen der besten Story Einstiege (Kratos gegen Unbekannten) die ich kenne. Vieleicht ist es auch die Sofort stellten sich Fragen auf "Wer war der Typ?, Was wollte er?". Ich finde ein Spiel sollte schon in den ersten 6h Interesse wecken. Daher finde ich den Regie Award völlig daneben. Eine gelungene Regie sollte langeweile vermeiden.

Die Steuerung und das Gameplay von RDR2 sind richtig schmerzhaft weil träge und ungenau. Das war für mich wohl das größte Problem. Es machte einfach keinen Spass und bot keinerlei Herausforderung (ausser gegen die Steuerung). Das "Deckungssystem" um mal ein Beispiel für die schlappe Steuerung zu nennen.

Die fehlende Characterentwicklung machte es nicht besser. Da hat mir ACO echt deutlich besser gefallen und ich hasse es auf Türme, Tempel usw zuklettern. Spielerisch einfach viel besser (trotz endloser Wiederholungen).

RDR2 sollte hier wirklich nicht Spiel des Jahres 2018 werden. In meinen Augen wäre das einfach unverdient. Man kann Leidenschaft einfach nicht kaufen, egal wieviel Geld man investiert und wie sehr man seine Angestellten knechtet.

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Leon-x
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Re: 4Players: Spiele des Jahres 2018 - Beste Story (Regie)

Beitrag von Leon-x » 20.12.2018 17:36

Wäre nicht meine Wahl. RDR 2 ist eines der SP Games was ich immer nur 1-2 Stunden spielen könnte ohne dass es mir danach zu langweilig würde.

Für mich war es auch ab der Hälfte sehr durchschaubar.

Wo es komplett versagt ist bei der an der Hand genommenen Regie in den Story Missionen. Wehe man macht nicht genau was in linken oberen Kästen steht. Wer 10m abweicht oder nicht auf Kommando Einen umlegt hat "Missionen gescheitert" auf dem Bildschirm. So oft bin ich noch nie aus der Illusion einer Geschichte gerissen worden.
Das Spiel sagt einem förmlich wie gespielt werden muss in der Story.
Das hat weniger was mit guter Spielregie als viel mehr Schauspieler am Set zu tun.

Atmosphäre usw waren sehr gut in RDR 2 aber die langgezogene Story wo eh jede Mission in 90% Ballern endet zählt für mich nicht dazu.
-PC
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-Nintendo Switch
-Xbox One X

DONFRANCIS93
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Re: 4Players: Spiele des Jahres 2018 - Beste Story (Regie)

Beitrag von DONFRANCIS93 » 20.12.2018 21:56

Wortgewandt hat geschrieben:
20.12.2018 14:09
Die wahre Kunst bzw. die "höhere Kunst" von Santa Monica war es, wie gut die Dialoge trotz des minimalistischen Ansatzes Emotionen transportiert haben, d.h. wieviel hat man in 1-2 Sätzen über jemanden erfahren ohne das dieser alles im Detail und mit vielen Wörtern erklären muss. Ich fand es einfach sehr subtil.
Ähm, haben wir das gleiche Spiel gespielt? Ich fands unglaublich plump, wie einfallslos in belanglosen Dialogen der Vater-Sohn-Konflikt thematisiert wurde. Hinzu kam, dass ich mich mit NIEMANDEM verbunden gefühlt habe. Jeder Charakter war mir total wuppe. Das zeugt nicht unbedingt von Klasse.

Das Spiel hatte ein tolles Kampfsystem - der Rest war leider absolut bunte Knete und meines Erachtens sogar ziemlich krude und durcheinander erzählt.
Tja, Kunst ist halt subjektiv.
Ich fand Kratos, Baldur und Freya EXZELLENT und war komplett mit denen verbunden. Atreus fand ich auch gut, aber ist halt noch ein Kind. Trotzdem fand ich ihn sehr gut charakterisiert und das kindische Verhalten gepaart mit seiner Naivität, seinem Hochmut und seiner Neugier fand ich sehr glaubwürdig und amüsant. Was "durcheinander erzählt" wurde, erschließt sich mir nicht. Fand die Geschichte klar strukturiert. Vielleicht war dir die ganze Mythologie, welche im Laufe der Geschichte mit einfloss, zu viel bzw. hat dich abgelenkt. Ich hatte jedenfalls kein Problem damit.
Belanglos waren die meisten Dialoge bestimmt nicht. Für die Menschen, die GoW 1-3 gespielt haben, waren viele Dialoge exzellente Callbacks. Die Spieler, welche neu zur Serie dazugekommen sind, konnten sich Kratos Vergangenheit und Atreus Gefühlslage nach dem Verlust seiner Mutter mit wenig Worten zusammendenken. Atreus zum Beispiel hat Mimir in seinen Erzählungen oft Fragen gestellt, die ich auch gestellt hätte. Oder wenn er Kratos manchmal unschuldig Fragen gestellt hat, welche, wenn man GoW1-3 gespielt hat, verdammt schmerzhaft für diesen sein müssen und dementsprechend auch schroff abwatscht.
Es geht auch nicht nur um Vater-Sohn, wie du es etwas einfältig (nicht böse gemeint) runterbrichst. Es geht um Familien (Freya udn Baldur, die Schmiedebrüder, Atreus und sein Vater/seine Mutter), deren (unfreiwilliges/ungewolltes)Erbe, sich wiederholende Geschichte und die VERGANGENHEIT. Besonders interessant waren für mich eher Freya, Baldur und Kratos Charakterentwicklung. Kratos wollte früher alles töten um seinen Schmerz zu vergessen und um seiner eigenen Vergangenheit zu entkommen. Das tat er auch noch ein Großteil im neusten Spiel, nur nicht mehr ganz so brutal.
Im Laufe der Geschichte bringen Atreus und Freya, die diesen Weg zum Großteil schon gegangen ist, ihn dazu sich seinen Dämonen und seinem Schmerz zu stellen. Baldur war die andere Seite der Medaille. Er wollte ,im wahrsten Sinne des Wortes, nicht seinem Schmerz entkommen, sondern alles tun um ihn wieder fühlen zu können(emotional wie physisch). Seiner Vergangenheit (in dem Fall war es seine Mutter) wollte er nicht entgehen und war, im Gegenteil zu Kratos, auf der Suche nach ihr (Freya) um diese zu konfontieren und zu töten.
Dazu hat das Spiel zu verschiedenen Zeitpunkten in der Geschichte clever die derzeitige Beziehung von Kratos-Atreus oder anderen Charakteren in Form von Mimirs Geschichteskursen der Götter widergespiegelt.
Wenn man das Spiel halt nur einfach so durchspielt merkt mana die vielen kleinen Details kaum.

Ich fand zum Beispiel Spiderman und RDR2 von den Dialogen sehr plump. Gut inszeniert, aber die Perspektiven der verschiedenen klischeehaften Charaktere mit dem Hammer eingehauen, damit man bloß nicht selbst Zusammenhänge erschließen muss.
Vor allem Spiderman war von der Story wie jeder Superheldenfilm. Weil es auf Konsole umgesetzt wurde, gibt es bei vielen halt Bonuspunkte. Wurde natürlich trotzdem gut umgesetzt und einige Momente fand ich einfach Spitze, aber vieles war doch sehr vorhersehbar.
Trotzdem alles super Spiele. Nicht jeder mag halt dasselbe :D

MK57
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Re: 4Players: Spiele des Jahres 2018 - Beste Story (Regie)

Beitrag von MK57 » 21.12.2018 17:42

Und auch hier, absolut verdient. Mit Abstand das beste Spiel des Jahres.

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Hokurn
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Re: 4Players: Spiele des Jahres 2018 - Beste Story (Regie)

Beitrag von Hokurn » 23.12.2018 20:07

SethSteiner hat geschrieben:
19.12.2018 12:01
Also ohne Rockstar Bonnus würde ich wohl auch den Preis am ehesten an Detroit vergeben.
Ich würd es auch Detroit geben.

redharlow
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Re: 4Players: Spiele des Jahres 2018 - Beste Story (Regie)

Beitrag von redharlow » 28.12.2018 14:04

Kann mir kurz jemand erklären wodurch sich die Regie in RDR2 auszeichnet?

Ich meine das echt ernst, ich habe das spiel bis kapitel 6 gespielt und ich kann die Faszination nicht verstehen.

Ich habe mir dieses Spiel als Fan der Reihe geholt mit einer unbeschreiblichen Vorfreude. (Siehe meinen Namen hier im forum, wer Red Dead Revolver damals gespielt hat wird ihn erkennen :) )

Zuerst konnte mich das Spiel begeistern. Das Tutorial fand ich sehr gut umgesetzt ( Die Regie war hier tatsächlich klasse). Man verlässt das Schneegebiet und schlägt zusammen mit der Bande sein erstes Camp auf. Bis hierhin ist eigentlich alles optimal. Man spielt das Spiel gemächlich und das Lager ist wirklich erstmal sehr interessant.

Dann beginnt aber die Reiterei:

Ständig muss man von einem Ort zum
Anderen reiten, diese ganzen zufallsevent, die ich persönlich für schlecht umgesetzt halte, erschlagen einen. Man ist auf dem Weg zu einer Mission und wieder schickt einem ein Fremder wieder in die andere Richtung. Das reißt einen furchtbar raus aus der Story.

Die Regie besteht doch auch nur darin, dass die Charaktere zusammen irgendwohin reiten und währenddessen besprechen. Die Cutscenes sind großteils langweilig und vorallem vorhersehbar.

Den meisten Charakteren wurde viel zu wenig Screentime gegeben, um eine wirkliche Bindung zum Charakter aufzubauen. Als wären diese nur da, um das Gefühl einer Bande zu erzeugen.

Dann dieser Plot: Die Pinkertons tauchen im Lager auf und sie tun einfach nichts. Sie lassen nur eine Drohung vom Stapel und drehen ab.

Der ganze Plot besteht aus Handlungen, die nur dafür da sind die Geschichte so enden zu lassen wie es in RDR1 damals passiert ist.

Das Spiel trotzt nur so von Logiklöchern und Seltsamheiten, die jedem aufmerksamen Zuschauer einfach nur den Spaß nehmen. Wieso ist das dann beste Regie?

Für mich ist eine gute Regie zuerst einmal, dass man nicht ständig durch Fehler oder Logiklücken aus dem Spiel gerissen wird.

Ich muss auch ehrlich sagen, dass ich mit genügend Zeit das ganze Spiel zerreißen könnte. Das Spiel ist ein aufpoliertes RDR1 mit vielen zusätzlichen Details. Leider hat es aber seinen Charme und das Skurrile verloren.

Zu Beste Grafik: Das Spiel sieht nur in der Schneelandschaft richtig gut aus, nach dem ersten Kapitel hab ich eigentlich nicht mehr über die Grafik gestaunt. Eher dachte man manchmal jetzt haben sie die Grafik downgegraded, da bspw ein Innenraum schlechter aussah als in Spielen aus der PS3-Ära.
Dann lieblose Umsetzung des Realismus zb die Waffen am Pferd. Das Modell wird einfach geswitcht, wenn man ein andere wählt als aktuell von Pferd getragen.

Vorallem was ist mit den Gesichtern los? Die sehen manchmal ganz gut aus und dann sieht Arthur wieder aus wie ein Monster. (Stichwort Gesichtsfarbe)

Ich höre aber nun auf, da es hier auch nur meine persönliche Meinung wiederspiegelt und ich einfach grandios enttäuscht wurde.

Ist RDR2 trotzdem ein gutes Spiel? Meiner meinung nach Ja! Aber es kann einen doch sehr schnell anöden und viele Mechaniken bringen eigentlich kaum Spaß.

Hätte ein anderes der genannten Spiele den Award verdient? Zu God of War kann ich leider nichts sagen, da nicht gespielt. Aber Detroit mag von der Inszenierung klasse sein aber die Regie ist typisch David Cage.

Dem Spieler Informationen nicht zeigen, obwohl es der Protagonist gerade sieht, um später einen Plottwist zu ermöglichen.
Diesmal ist das meiner Meinung nach wieder ähnlich schlecht wie bei Heavy Rain gelungen. Ich feier beide Spiele trotzdem aber nicht wegen der Regie!

Für mich persönlich, gibt es dieses Jahr keinen Sieger in diesem Bereich. Alle Spiele die ich dieses Jahr gespielt habe, konnten mich hier nicht überzeugen. Wenn Spiele die deutlich über 10 jahre alt sind besser inszeniert und durch eine bessere Regie überzeugen können dann ist das ehrlich gesagt ziemlich Ärgerlich.

Für mich als absoluter Fan der Red Dead-Reihe bleibt nur noch eines festzustellen:

Auch Red Dead ist nun vollständig im Mainstream angekommen und nie wieder die Faszination eines Red Dead Revolver oder Red Dead Redemption 1 bei mir auslösen können. ( das Spiel ist nichts mehr für Western Fans, es geht eigentlich nur noch um ein GTA in einer anderen Zeit). Das ist jedoch jediglich meine Meinung und es würde mich freuen andere Meinungen als meine zu lesen. Vielleicht gibt es hier ja sogar jemand, der mich und meine Enttäuschung versteht.

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