Riot Games: Berichte über Sexismus, Homophobie, unangemessenes Verhalten gegenüber Frauen und Fans usw.

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D_Sunshine
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Re: Riot Games: Berichte über Sexismus, Homophobie, unangemessenes Verhalten gegenüber Frauen und Fans usw.

Beitrag von D_Sunshine » 10.08.2018 11:28

Puh, das ist ne Menge Text und ich bin noch nicht ganz durch, aber selbst mit der üblichen Skepsis die ich einem Kotaku-Artikel entgegenbringe - das scheint nicht nur heiße Luft zu sein. :?
Das mit den intern geteilten Like2Fuck-Listen (oder wie man sowas nennen soll) ist schon krass unprofessionell und sollte das mit sexuellen Übergriffen stimmen - mein lieber Schwan.

LePie hat geschrieben:
10.08.2018 05:02
Diskutieren kann man wohl lang und breit darüber, aber wenn die Schilderungen (ehemailger) Mitarbeiterinnen wie etwa
One day, Lacy conducted an experiment: After an idea she really believed in fell flat during a meeting, she asked a male colleague to present the same idea to the same group of people days later. He was skeptical, but she insisted that he give it a shot. “Lo and behold, the week after that, [he] went in, presented exactly as I did and the whole room was like, ‘Oh my gosh, this is amazing.’
oder
When the guy who took my job decided to leave it, I was asked if I'd consider taking over the role again. I asked if I'd be paid the same he was for the same responsibilities (20k more than I was making).
"That's not going to happen."
den Tatsachen entsprechen, dann läuft da hinsichtlich Geschlechtergerechtigkeit etwas falsch in dem Laden.
Das ist so ein Fall, wo es leider schwer wird, die Tatsachen zu ergründen. Jemand kann einen Vortrag mit exakt den gleichen Grafiken halten und allein schon durch Körperhaltung/ Aussprache einen völlig anderen Effekt erzielen. Hier bräuchte man eigentlich Video-Material von beiden Präsentationen, um zu beurteilen, ob an "presented exactly as I did" was dran ist.
Möchte mir aber gar nicht vorstellen, wie frustierent das gewesen sein muss, sollte es wirklich so gewesen sein.

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Miep_Miep
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Re: Riot Games: Berichte über Sexismus, Homophobie, unangemessenes Verhalten gegenüber Frauen und Fans usw.

Beitrag von Miep_Miep » 10.08.2018 11:29

Malvero hat geschrieben:
10.08.2018 11:20
Show
Bei so vielen Games-Firmen, von denen ich inzwischen davon gehört habe, dass dort sexistisches usw. Verhalten vorherrscht, frage ich mich immer mehr, ob ich diese Enthüllungen auf den sozialen Netzwerken noch glauben kann oder nicht. Es folgt einfach so krass einem Muster und ein Fall ist irgendwie immer das Gleiche in Grün im Vergleich zum anderen.

Ich frage mich an dieser Stelle, warum diese Dinge praktisch immer über die sozialen Netzwerke öffentlich gemacht werden müssen. Klassisches Mobbing grassiert auch wie die Pest in Schulen, Firmen, usw. - Dahingehend kann ich mich auch an keine einzige Berichterstattung über Twitter- und Tumblr-Posts erinnern - Im Gegenteil sind es da sogar noch eher die Cybermobber, die selbst über Facebook und Whatsapp die Opfer weiter zu Schaden kommen lassen.
Mir fällt in diesem Sinne wirklich auf, dass "Enthüllungen" auf Social-Media-Netzwerken sich dem Anschein nach immer nur auf das Thema "Sexismus usw. in der Firma XY" beziehen. Warum aber lese ich nie etwas von männlichen Mobbing-Opfern, die sagen "Ich werde hier in der Firma SoUndSo schikaniert und gedemütigt und das jeden Tag. Das muss jetzt an die Öffentlichkeit"?

Und das, liebe Forenleute hier, ist in diesem Sinne auch eine Frage, die Ihr mir vielleicht beantworten könnt: Warum sind öffentliche Bekanntmachungen auf Tumblr und Twitter anscheinend immer nur auf das Thema Sexismus bezogen? Steckt dahinter Kalkül, weil der Ausruf "Hört mal her, Leute, hier sind welche sexistisch (Ob's stimmt oder nicht, ist egal!)" im öffentlichen Diskurs zur Zeit funktioniert wie ein Funke im Benzinkanister und dass so schlicht schnell umgesetzte gezielte Schädigung erreicht werden soll ODER belästigen und rapen die Firmen echt alle fröhlich durch die Gegend und die Opfer sehen nur den Weg der Öffentlichkeit? Warum aber machen "gewöhnliche" Mobbing-Opfer so was denn dann nicht auch? Warum sind öffentliche Bekanntmachungen über die sozialen Medien immer nur auf die spezifischere "Belästigungssparte" Sexismus bezogen?

Ich komme nicht umhin, das Gefühl zu haben, dass sich hier irgendwie eine Art "methodische Routine" eingebürgert hat, die einfach und schnell zu nutzen ist, demnach wenig Input benötigt, aber großen Output liefern und ein durchaus folgenschweres Outcome liefern kann. Ich habe schon so ziemlich den Verdacht, dass da mehr dahintersteckt, wovon die Social-Media-Poster der Öffentlichkeit natürlich nichts erzählen werden und dass die #MeToo-Bewegung da nicht gerade unschuldig ist.
Wie soll man die Öffentlichkeit denn auf diese Unsitten aufmerksam machen, wenn nicht über öffentliche Medien und soziale Netzwerke? :roll:
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Halueth
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Re: Riot Games: Berichte über Sexismus, Homophobie, unangemessenes Verhalten gegenüber Frauen und Fans usw.

Beitrag von Halueth » 10.08.2018 11:44

Miieep hat geschrieben:
10.08.2018 11:29
Malvero hat geschrieben:
10.08.2018 11:20
Show
Bei so vielen Games-Firmen, von denen ich inzwischen davon gehört habe, dass dort sexistisches usw. Verhalten vorherrscht, frage ich mich immer mehr, ob ich diese Enthüllungen auf den sozialen Netzwerken noch glauben kann oder nicht. Es folgt einfach so krass einem Muster und ein Fall ist irgendwie immer das Gleiche in Grün im Vergleich zum anderen.

Ich frage mich an dieser Stelle, warum diese Dinge praktisch immer über die sozialen Netzwerke öffentlich gemacht werden müssen. Klassisches Mobbing grassiert auch wie die Pest in Schulen, Firmen, usw. - Dahingehend kann ich mich auch an keine einzige Berichterstattung über Twitter- und Tumblr-Posts erinnern - Im Gegenteil sind es da sogar noch eher die Cybermobber, die selbst über Facebook und Whatsapp die Opfer weiter zu Schaden kommen lassen.
Mir fällt in diesem Sinne wirklich auf, dass "Enthüllungen" auf Social-Media-Netzwerken sich dem Anschein nach immer nur auf das Thema "Sexismus usw. in der Firma XY" beziehen. Warum aber lese ich nie etwas von männlichen Mobbing-Opfern, die sagen "Ich werde hier in der Firma SoUndSo schikaniert und gedemütigt und das jeden Tag. Das muss jetzt an die Öffentlichkeit"?

Und das, liebe Forenleute hier, ist in diesem Sinne auch eine Frage, die Ihr mir vielleicht beantworten könnt: Warum sind öffentliche Bekanntmachungen auf Tumblr und Twitter anscheinend immer nur auf das Thema Sexismus bezogen? Steckt dahinter Kalkül, weil der Ausruf "Hört mal her, Leute, hier sind welche sexistisch (Ob's stimmt oder nicht, ist egal!)" im öffentlichen Diskurs zur Zeit funktioniert wie ein Funke im Benzinkanister und dass so schlicht schnell umgesetzte gezielte Schädigung erreicht werden soll ODER belästigen und rapen die Firmen echt alle fröhlich durch die Gegend und die Opfer sehen nur den Weg der Öffentlichkeit? Warum aber machen "gewöhnliche" Mobbing-Opfer so was denn dann nicht auch? Warum sind öffentliche Bekanntmachungen über die sozialen Medien immer nur auf die spezifischere "Belästigungssparte" Sexismus bezogen?

Ich komme nicht umhin, das Gefühl zu haben, dass sich hier irgendwie eine Art "methodische Routine" eingebürgert hat, die einfach und schnell zu nutzen ist, demnach wenig Input benötigt, aber großen Output liefern und ein durchaus folgenschweres Outcome liefern kann. Ich habe schon so ziemlich den Verdacht, dass da mehr dahintersteckt, wovon die Social-Media-Poster der Öffentlichkeit natürlich nichts erzählen werden und dass die #MeToo-Bewegung da nicht gerade unschuldig ist.
Wie soll man die Öffentlichkeit denn auf diese Unsitten aufmerksam machen, wenn nicht über öffentliche Medien und soziale Netzwerke? :roll:
Eine Maßnahme wäre es, wenn solche Missstände bei den örtlichen Behörden angezeigt werden und nicht "Jahre?" später auf sozialen Plattformen breit getreten werden. Sexuelle Belästigung und vor allem eine Vergewaltigung sind beileibe keine Kavaliersdelikte und gehören bestraft. Aber dann gehört der entsprechende Mitarbeiter bestraft und nicht die Firma als Ganzes. Schwierig wirds dann natürlich wenn es von der Firmenleitung vorgelebt und gut geheißen wird, aber auch da sollten die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden, unmittelbar und nicht durch (haltlose) Anschuldigungen auf Twitter, oder Tumblr.

Und ja ich bin mir bewusst, dass viele Frauen und vorallem auch Männer, damit zaudern, so ein Verhalten anzuzeigen, da sie befürchten ihnen wird nicht geglaubt, oder man könnte es nicht nachweisen und danach würe man ja erst recht spießrutenlaufen, wenn man weiterhin mit dem Verantwortlichen arbeiten müsste. Aber sowas gehört aus den Köpfen raus. Man muss sowas nicht hinnehmen und sich wehren.

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Miep_Miep
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Re: Riot Games: Berichte über Sexismus, Homophobie, unangemessenes Verhalten gegenüber Frauen und Fans usw.

Beitrag von Miep_Miep » 10.08.2018 12:04

Gebe dir Recht.

Solche Taten sollten definitiv angezeigt werden, keine Ahnung ob dies passiert ist.
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zappaisticated
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Re: Riot Games: Berichte über Sexismus, Homophobie, unangemessenes Verhalten gegenüber Frauen und Fans usw.

Beitrag von zappaisticated » 10.08.2018 12:19

Das hört sich alles so "Over the Top" an... das will ich nicht glauben. 8O
Wie von ICHI schon erwähnt: "Wolf of WallStreet"

Vllcht sollten die Cops mal reinmarschieren und die Toiletten auf Kokain-Spuren untersuchen.

Ich hab ja auch schon viel Mist gehört auf Arbeit, aber die Grenzen derart überschritten,
hat selbst der "halbbehinderte" PornoSüchtige nicht.
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Eisenherz
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Re: Riot Games: Berichte über Sexismus, Homophobie, unangemessenes Verhalten gegenüber Frauen und Fans usw.

Beitrag von Eisenherz » 10.08.2018 12:40

heretikeen hat geschrieben:
10.08.2018 11:19
Ja, auf solche Vorwürfe sollte man grundsätzlich mit "vielleicht ist das Opfer ja selber schuld" reagieren. Nur so kommt unsere Gesellschaft weiter.
Vor allem würde man weiterkommen, wenn ausnahmsweise mal beide Seiten angehört würden. Danach kann man gerne über Schuldzuweisungen debattieren. :wink:

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matzab83
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Re: Riot Games: Berichte über Sexismus, Homophobie, unangemessenes Verhalten gegenüber Frauen und Fans usw.

Beitrag von matzab83 » 10.08.2018 12:46

Was mich an dem Artikel etwas verwundert ist das folgende Zitat:
"Mehrere Frauen vertrauten mir an, dass sie bei der Arbeit sexuell belästigt wurden. Ihnen wurde auf den Hintern gehauen, sie wurden auf Partys begrapscht oder sie wurden auf Riot-Veranstaltungen vergewaltigt. Zuerst war es schockierend. Dann wurde es zum Standard."
Wie kann eine Vergewaltigung zum Standard werden?
Wehren sich die Frauen nicht dagegen? Das sollte doch mit Hilfe der Polizei und ärztlicher Untersuchungen nachweisbar sein?

Und wie oft muss etwas passieren (ohne das etwas dagegen getan wurde), damit es zum Standard wird?

Irgendwie finde ich diese Aussage in gleicherweise verstörend und befremdlich...
Irgendwas passt da für mich nicht dran.
Ich bin nur für das verantwortlich was ich sage, aber nicht für das was andere verstehen.

"Drei Ausrufezeichen", fuhr er fort und schüttelte den Kopf. "Sicheres Zeichen für einen kranken Geist." (Terry Pratchett in "Eric")
"Fünf Ausrufezeichen sicherer Hinweis auf geistige Umnachtung." (Terry Pratchett in "Reaper Man")
"Und hast du die Ausrufezeichen bemerkt? Es sind fünf. Ein sicheres Zeichen dafür, daß jemand die Unterhose auf dem Kopf trägt." (Terry Pratchett in Maskerade")

Praxston
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Re: Riot Games: Berichte über Sexismus, Homophobie, unangemessenes Verhalten gegenüber Frauen und Fans usw.

Beitrag von Praxston » 10.08.2018 12:48

Um es jetzt mal maßlos überspitzt und Schubladenmäßig zu sagen.
Da verhält sich Riot Games ja zum Teil wie die eigene Community in LoL. Sind klar nicht alle so aber was ich da schon für Beleidigungen etc. alles in Textform im Chat gelesen habe war schon Wahnsinn.

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LePie
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Re: Riot Games: Berichte über Sexismus, Homophobie, unangemessenes Verhalten gegenüber Frauen und Fans usw.

Beitrag von LePie » 10.08.2018 12:49

Miieep hat geschrieben:
10.08.2018 11:29
Malvero hat geschrieben:
10.08.2018 11:20
Show
Bei so vielen Games-Firmen, von denen ich inzwischen davon gehört habe, dass dort sexistisches usw. Verhalten vorherrscht, frage ich mich immer mehr, ob ich diese Enthüllungen auf den sozialen Netzwerken noch glauben kann oder nicht. Es folgt einfach so krass einem Muster und ein Fall ist irgendwie immer das Gleiche in Grün im Vergleich zum anderen.

Ich frage mich an dieser Stelle, warum diese Dinge praktisch immer über die sozialen Netzwerke öffentlich gemacht werden müssen. Klassisches Mobbing grassiert auch wie die Pest in Schulen, Firmen, usw. - Dahingehend kann ich mich auch an keine einzige Berichterstattung über Twitter- und Tumblr-Posts erinnern - Im Gegenteil sind es da sogar noch eher die Cybermobber, die selbst über Facebook und Whatsapp die Opfer weiter zu Schaden kommen lassen.
Mir fällt in diesem Sinne wirklich auf, dass "Enthüllungen" auf Social-Media-Netzwerken sich dem Anschein nach immer nur auf das Thema "Sexismus usw. in der Firma XY" beziehen. Warum aber lese ich nie etwas von männlichen Mobbing-Opfern, die sagen "Ich werde hier in der Firma SoUndSo schikaniert und gedemütigt und das jeden Tag. Das muss jetzt an die Öffentlichkeit"?

Und das, liebe Forenleute hier, ist in diesem Sinne auch eine Frage, die Ihr mir vielleicht beantworten könnt: Warum sind öffentliche Bekanntmachungen auf Tumblr und Twitter anscheinend immer nur auf das Thema Sexismus bezogen? Steckt dahinter Kalkül, weil der Ausruf "Hört mal her, Leute, hier sind welche sexistisch (Ob's stimmt oder nicht, ist egal!)" im öffentlichen Diskurs zur Zeit funktioniert wie ein Funke im Benzinkanister und dass so schlicht schnell umgesetzte gezielte Schädigung erreicht werden soll ODER belästigen und rapen die Firmen echt alle fröhlich durch die Gegend und die Opfer sehen nur den Weg der Öffentlichkeit? Warum aber machen "gewöhnliche" Mobbing-Opfer so was denn dann nicht auch? Warum sind öffentliche Bekanntmachungen über die sozialen Medien immer nur auf die spezifischere "Belästigungssparte" Sexismus bezogen?

Ich komme nicht umhin, das Gefühl zu haben, dass sich hier irgendwie eine Art "methodische Routine" eingebürgert hat, die einfach und schnell zu nutzen ist, demnach wenig Input benötigt, aber großen Output liefern und ein durchaus folgenschweres Outcome liefern kann. Ich habe schon so ziemlich den Verdacht, dass da mehr dahintersteckt, wovon die Social-Media-Poster der Öffentlichkeit natürlich nichts erzählen werden und dass die #MeToo-Bewegung da nicht gerade unschuldig ist.
Wie soll man die Öffentlichkeit denn auf diese Unsitten aufmerksam machen, wenn nicht über öffentliche Medien und soziale Netzwerke? :roll:
Man sollte dabei vielleicht noch anmerken, dass Auslöser des ganzen hier nicht Twitter oder Tumblr waren, sondern ein Kotaku-Artikel, für den D'Anastasio seit Dezember zwei dutzend zum Teil noch angestellte und zum Teil ehemalige MitarbeiterInnen anonym befragt hat.
Was da angeprangert wird, sind weniger die Vergehen von Einzelpersonen, sondern Riots internes Geschäftsklima als ganzes. Während sie wie im Zeitraffer binnen weniger Jahre vom kleinen Start-up zum Weltunternehmen mit mehreren tausend Mitarbeitern aufstiegen, sollen sie - so lautet zumindest der Vorwurf - zu wenig dafür getan haben, das Arbeitsklima zu professionalisieren, sodass noch immer die 'Bros before Hoes' Attitüde ihrer Indieklitschenzeit vorherrsche.

Letzteres wäre im Moba-Bereich auch nicht unbedingt eine Seltenheit - siehe etwa:
BildBild
(Marc "Maliken" Deforest ist der CEO von S2 Games, den Machern von Heroes of Newerth)
For Videogame Love, Culture & Glory: Locomalito

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Nino-san
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Re: Riot Games: Berichte über Sexismus, Homophobie, unangemessenes Verhalten gegenüber Frauen und Fans usw.

Beitrag von Nino-san » 10.08.2018 13:58

Ich bin noch nicht mit dem Original-Artikel durch, aber bei solchen Aussagen werde ich sofort extrem skeptisch:
"Mehrere Frauen vertrauten mir an, dass sie bei der Arbeit sexuell belästigt wurden. Ihnen wurde auf den Hintern gehauen, sie wurden auf Partys begrapscht oder sie wurden auf Riot-Veranstaltungen vergewaltigt. Zuerst war es schockierend. Dann wurde es zum Standard."
In den USA wurden dieses Jahr viele Karrieren nur wegen bloßen Anschuldigen sexueller Belästigung ruiniert und bei Riot sollen Vergewaltigungen zum Standard gehören? Wurde denn bei der Polizei Anzeige erstattet? Vermutlich nicht. Oder waren die Vergewaltigungen einvernehmlicher Sex wo im Nachhinein festgestellt wurde, dass es ja doch nicht gewollt war? Unglaubwürdig.

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Re: Riot Games: Berichte über Sexismus, Homophobie, unangemessenes Verhalten gegenüber Frauen und Fans usw.

Beitrag von ronny_83 » 10.08.2018 14:22

Das mit den Verwaltigungen finde ich auch mehr als fragwürdig. Den Rest kann ich mir aber gut vorstellen.

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Re: Riot Games: Berichte über Sexismus, Homophobie, unangemessenes Verhalten gegenüber Frauen und Fans usw.

Beitrag von thormente » 10.08.2018 16:10

Jaja. Sensationalism at its best.

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Re: Riot Games: Berichte über Sexismus, Homophobie, unangemessenes Verhalten gegenüber Frauen und Fans usw.

Beitrag von Jondoan » 10.08.2018 16:23

"Mehrere Frauen vertrauten mir an, dass sie bei der Arbeit sexuell belästigt wurden. Ihnen wurde auf den Hintern gehauen, sie wurden auf Partys begrapscht oder sie wurden auf Riot-Veranstaltungen vergewaltigt. Zuerst war es schockierend. Dann wurde es zum Standard."
Genau das wundert mich auch. Das liest sich wie "In Firma X herrscht ständig aggressives Klima. Da kommt es regelmäßig zu Beleidigungen, verbalen Angriffen und Körperverletzung mit Todesfolge." Irgendwie sehr seltsam, das alles unter einen Hut zu werfen, aber das ist ja bereits unter der "Matt Damon Debatte" bekannt geworden und nicht gut angekommen bei der Empörungsgesellschaft.

Für mich besitzen solche Berichte in etwa den Wert wie alles, was wir derzeit über Boris Beckers Scheidung zu lesen bekommen. She said, he said ... als Außenstehender hält man sich am besten raus (oder gönnt sich ne Schüssel Popcorn und genießt den Fallout)
Haha, now wasn't that a toot'n a holla, haha!

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Re: Riot Games: Berichte über Sexismus, Homophobie, unangemessenes Verhalten gegenüber Frauen und Fans usw.

Beitrag von dx1 » 10.08.2018 16:45

Nino-san hat geschrieben:
10.08.2018 13:58
Ich bin noch nicht mit dem Original-Artikel durch, aber bei solchen Aussagen werde ich sofort extrem skeptisch:
"Mehrere Frauen vertrauten mir an, dass sie bei der Arbeit sexuell belästigt wurden. Ihnen wurde auf den Hintern gehauen, sie wurden auf Partys begrapscht oder sie wurden auf Riot-Veranstaltungen vergewaltigt. Zuerst war es schockierend. Dann wurde es zum Standard."
In den USA wurden dieses Jahr viele Karrieren nur wegen bloßen Anschuldigen sexueller Belästigung ruiniert und bei Riot sollen Vergewaltigungen zum Standard gehören? Wurde denn bei der Polizei Anzeige erstattet? Vermutlich nicht. Oder waren die Vergewaltigungen einvernehmlicher Sex wo im Nachhinein festgestellt wurde, dass es ja doch nicht gewollt war? Unglaubwürdig.
Lies es mal so:

"Mehrere Frauen vertrauten mir an, dass sie bei der Arbeit sexuell belästigt wurden. Ihnen wurde auf den Hintern gehauen, sie wurden auf Partys begrapscht oder sie wurden auf Riot-Veranstaltungen vergewaltigt. Zuerst war es schockierend. Dann wurde es zum Standard."

Heißt: Sie hat sich an diese Berichte gewöhnt, weil es so viele waren. Es (die Berichte) wurde zum Normalfall. Es können darunter nur wenige Vergewaltigungen gewesen sein, aber viele über "harmlosere" sexuelle Übergriffe. Warum keine Anzeigen gemacht wurden, diese Frage bleibt natürlich stehen.
[ Signatur ungültig - Zertifikat wurde nicht gefunden ]

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Re: Riot Games: Berichte über Sexismus, Homophobie, unangemessenes Verhalten gegenüber Frauen und Fans usw.

Beitrag von Bachstail » 10.08.2018 17:08

dx1 hat geschrieben:
10.08.2018 16:45
Heißt: Sie hat sich an diese Berichte gewöhnt, weil es so viele waren.
Genau diese Interpretation wollte auch ich anführen, ich finde, im Englischen wird es deutlicher.

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