Amy Hennig (Uncharted; Star Wars Ragtag) über die Zukunft von storybasierten Einzelspieler-Titeln

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Temeter 
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Re: Amy Hennig (Uncharted; Star Wars Ragtag) über die Zukunft von storybasierten Einzelspieler-Titeln

Beitrag von Temeter  » 11.07.2018 18:25

Kajetan hat geschrieben:
11.07.2018 17:23
Temeter  hat geschrieben:
11.07.2018 17:13
Problem bei Prey war auch, dass es mies vermarktet wurde. Das kam im Zeitraum, als Bethesde keine Reviewcopies mehr rausgeben wollte. Kaum jemand hatte vor Release eine echte Ahnung, was Prey überhaupt für ein Spiel war. Das hat sich erst später durch Mundpropaganda herauskristallisiert.
Den Namen eines völlig anderen Spiels mitzunehmen, hat bei all der Verwirrung vermutlich nicht geholfen.

Die Konsolenversionen hatten außerdem einiges an technischen Problemen, gerade die PS4 hatte ein ärgerliches Stottern und massig Inputlag. Wurde größtenteils gepatch, aber der Schaden war angerichtet.
Mir scheint, bei Prey kam vieles zusammen, was einzeln nicht so tragisch, in der Masse aber ...
Jep. Wobei Bethesda generell gerade ein bissl Probleme hat, an sich hochwertige Einzelspieler-Spiele zu verkaufen.

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NewRaven
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Re: Amy Hennig (Uncharted; Star Wars Ragtag) über die Zukunft von storybasierten Einzelspieler-Titeln

Beitrag von NewRaven » 11.07.2018 20:05

Man vergisst hier ein wenig, dass die "70%+, die heute ein Singleplayer-Game nicht durchspielen" selbiges vor 10 Jahren nicht einmal angerührt hätten. Ich verwende Begriffe wie "Casual-Gamer" und "Core-Gamer" ja nicht gern, weil sie meiner Meinung nach schwammig sind, aber hier passt es der Einfachheit wegen mal ganz gut. Man hat sich in den letzten Jahren mit niedrigen Einstiegshürden (mobile Gaming, F2P-Games...) und viel PR einen zusätzlichen Markt aufgebaut - den Casual-Markt. Dieser Markt ist, wie wir alle wissen, leider sehr lukrativ und erfordert ganz andere Strategien, sowohl was Spieltiefe/Gameplay angeht, als auch was Monetarisierung angeht und auch, was die Prioritäten des Produktes in Bezug auf Technik und Inszenierung angeht. Nun kannst du aber nicht einfach kommen, die Schablone dieser neuen, zweiten Zielgruppe über die erste Stülpen, beides in einen Topf werfen und daraus Aussagen wie "umfangreiche SP-Titel ziehen nicht mehr" ziehen. Das ist einfach... naja... sorry, aber... es ist dumm.

Bei diesen Leuten - den "Core-Gamern, ziehen diese Titel genauso gut, wie sie es die letzten 25+ Jahre getan haben, sofern ihr sie noch nicht durch euer Verhalten basierend auf der zweiten Zielgruppe (den "Casuals"), von ihrem Hobby vertrieben habt. Diese Gruppe ist nicht verschwunden oder geschrumpft, nur weil es jetzt da noch eine andere, zweite Gruppe von Spielern gibt, die für weniger Aufwand mehr Geld in die Kassen spült. Ihr entscheidet euch nur bewusst, sie weniger zu berücksichtigen, weil ihr gern mehr Geld verdienen wollt. Umfangreiche SP-Titel sind nicht "schwierig" zu machen und sie verkaufen sich auch nicht schlechter als zu der Zeit, bevor Gaming unbedingt in die Mitte der Gesellschaft gedrückt werden musste (insbesondere dann nicht, wenn sie sich eben auch auf ihre Zielgruppe fokusieren und nicht so lang dran rumgebügelt wird, bis sie jeder, der schon einmal einen Controller gesehen hat, ohne Eingewöhnung mit geschlossenen Augen durchspielen kann) - ihr wollt eigentlich nur lieber das doch eigentlich viel grünere Gras von der anderen Seite vom Fluss. Oder eure Aktionäre wollen das. Und rein wirtschaftlich betrachtet kann man das ja nicht mal wirklich verurteilen, aber bitte... tut doch nicht mit solchen Aussagen so, als wäre der Markt für die Art von Titeln, weshalb wir Gamer eigentlich damals überhaupt erst Gamer geworden sind, plötzlich "verschwunden" nur weil ihr offenbar selbst eure selbst heran gezüchteten Zielgruppen und deren Unterschiede nicht kennen wollt.
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Todesglubsch
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Re: Amy Hennig (Uncharted; Star Wars Ragtag) über die Zukunft von storybasierten Einzelspieler-Titeln

Beitrag von Todesglubsch » 11.07.2018 20:57

NewRaven hat geschrieben:
11.07.2018 20:05
Bei diesen Leuten - den "Core-Gamern, ziehen diese Titel genauso gut, wie sie es die letzten 25+ Jahre getan haben, sofern ihr sie noch nicht durch euer Verhalten basierend auf der zweiten Zielgruppe (den "Casuals"), von ihrem Hobby vertrieben habt.
Nicht zwangsläufig. Hab nen bekannten, der fragt bei jedem Spiel erstmal "Hat's Multiplayer?". Obwohl er grundsätzlich nichts gegen SP-Spiele hat und auch gerne mal die (ganz) alten Schinken von früher rauskramt, so bevorzugt er bei neuen Titeln immer mehr welche mit MP-Aspekten. Offenbar isses zu niederschmetternd nach acht Stunden Knochenjob nach Hause zu kommen und dann ganz alleine an, bzw. mit sich rumzuspielen.

Und ich schätze das ist auch eines der Hauptprobleme für viele: DIe Zeit ist einfach knapp(er) als früher. Lieber ein MP-Spiel einlegen, welches man jederzeit weglegen kann? Oder ein SP-Spiel, für das man dann x Wochen benötigt und es dann aufgrund Zeitmangels oder eines anderen Titels doch nicht durch schafft?

Und das hat per se nichts mit Casuals und Cores zu tun. Es gibt auch genug Cores im MP-Bereich. Vermutlich sogar mehr als im SP-Bereich.

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NewRaven
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Re: Amy Hennig (Uncharted; Star Wars Ragtag) über die Zukunft von storybasierten Einzelspieler-Titeln

Beitrag von NewRaven » 11.07.2018 21:36

Todesglubsch hat geschrieben:
11.07.2018 20:57
NewRaven hat geschrieben:
11.07.2018 20:05
Bei diesen Leuten - den "Core-Gamern, ziehen diese Titel genauso gut, wie sie es die letzten 25+ Jahre getan haben, sofern ihr sie noch nicht durch euer Verhalten basierend auf der zweiten Zielgruppe (den "Casuals"), von ihrem Hobby vertrieben habt.
Nicht zwangsläufig. Hab nen bekannten, der fragt bei jedem Spiel erstmal "Hat's Multiplayer?". Obwohl er grundsätzlich nichts gegen SP-Spiele hat und auch gerne mal die (ganz) alten Schinken von früher rauskramt, so bevorzugt er bei neuen Titeln immer mehr welche mit MP-Aspekten. Offenbar isses zu niederschmetternd nach acht Stunden Knochenjob nach Hause zu kommen und dann ganz alleine an, bzw. mit sich rumzuspielen.

Und ich schätze das ist auch eines der Hauptprobleme für viele: DIe Zeit ist einfach knapp(er) als früher. Lieber ein MP-Spiel einlegen, welches man jederzeit weglegen kann? Oder ein SP-Spiel, für das man dann x Wochen benötigt und es dann aufgrund Zeitmangels oder eines anderen Titels doch nicht durch schafft?

Und das hat per se nichts mit Casuals und Cores zu tun. Es gibt auch genug Cores im MP-Bereich. Vermutlich sogar mehr als im SP-Bereich.
Solche Spieler gab es ja auch schon früher... also nicht vor 25 Jahren, aber Spieler, die gern Multiplayer-Spiele spielen oder sie sogar favorisieren, sind auch nichts wirklich Neues. Auch die nehmen im Schnitt vermutlich also wenig von der Masse der Spieler, die vor 15 Jahren schon "storylastige SP-Games" gespielt haben weg, wenn es natürlich auch Leute gibt, bei denen sich die Interessen oder die Lebensumstände ändern - das geht allerdings in beide Richtungen. Ich kenne auch Leute, deren einzige Videospielerfahrung waren Super Mario World und Mario Kart auf dem SNES war, dann sehr viele Jahre lang nichts und heute prügeln sie sich begeistert durch die Souls-Reihe.

Und dem zweiten Teil kann ich so nicht ganz zustimmen: wenn ich keine Zeit für mein Hobby habe, dann ist ja letztlich nicht das Hobby daran Schuld und dann muss sich auch nicht das Hobby verändern, sondern entweder ich muss mir die Zeit schaffen (das trifft auch auf mich persönlich zu... an einem 30 Stunden-Titel sitze ich mittlerweile durchaus mal nen Monat oder auch zwei dran, früher wäre das eine Woche gewesen...) oder aber, ich "begnüge" mich mit der "zweiten" Wahl... sprich: ich will eigentlich keine kürzeren Spiele und ich will eigentlich auch nicht diese kurzen Multiplayer-Scharmützel, tu es aber wegen meiner persönlichen Priorisierung dennoch, um wenigstens "irgendwas" zu spielen - aber dann ist das eben auch wieder eine eher persönliche Entscheidung. Für mich, der dann jetzt aus der Zielgruppe aufgrund meiner Lebensumstände (erstmal) rausfällt, gibt es ja durchaus auch potentiell jemanden, der diesen Platz einnimmt - heute vermutlich sogar noch eher als vor 30 Jahren - und ich bin in dem Fall schlicht nicht die Norm. Denn auch wenn gerade Gamer gern über "wenig Zeit, weil Familie und Job und Co" jammern... sind wir ehrlich: quasi alle anderen Hobbys erfordern ebenso einiges an Zeit und die meisten Menschen bekommen es trotzdem recht gut hin, die mit ihrem Sozial- und Berufsleben irgendwie in Einklang zu bringen. Nur Gamern fällt das immer irgendwie schwer. Wer also die Zeit nicht aufbringen will oder kann, für den ist das schade, keine Frage, aber ich seh da keinen Grund, warum sich die ganze Industrie deshalb umstellen sollte (zumal es kurze Titel ja als Alternative gibt, nur eben halt nicht ausschließlich) - nur eine günstige Ausrede, warum sie es dennoch tut. Und da sind wir dann eben doch wieder bei den Casual-Gamern, die halt schlicht viel mehr Geld in die Kassen spülen - bei meist niedrigeren Produktionskosten. Es sind einfach zwei verschiedene Märkte, aber man versucht an beiden den gleichen Maßstab anzulegen, um so ein "lohnt sich nicht mehr" irgendwie rauszukünsteln.
Zuletzt geändert von NewRaven am 11.07.2018 22:00, insgesamt 4-mal geändert.
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sphinx2k
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Re: Amy Hennig (Uncharted; Star Wars Ragtag) über die Zukunft von storybasierten Einzelspieler-Titeln

Beitrag von sphinx2k » 11.07.2018 21:39

Todesglubsch hat geschrieben:
11.07.2018 20:57
NewRaven hat geschrieben:
11.07.2018 20:05
Bei diesen Leuten - den "Core-Gamern, ziehen diese Titel genauso gut, wie sie es die letzten 25+ Jahre getan haben, sofern ihr sie noch nicht durch euer Verhalten basierend auf der zweiten Zielgruppe (den "Casuals"), von ihrem Hobby vertrieben habt.
Nicht zwangsläufig. Hab nen bekannten, der fragt bei jedem Spiel erstmal "Hat's Multiplayer?". Obwohl er grundsätzlich nichts gegen SP-Spiele hat und auch gerne mal die (ganz) alten Schinken von früher rauskramt, so bevorzugt er bei neuen Titeln immer mehr welche mit MP-Aspekten. Offenbar isses zu niederschmetternd nach acht Stunden Knochenjob nach Hause zu kommen und dann ganz alleine an, bzw. mit sich rumzuspielen.
*zwinker*
Ähm, bei mir ist das auch so. Ich komme nach Hause und dann möchte ich was mit meiner Frau und denen die grad im TS sind was zusammen Spielen. Singelplayer spiele ich dann wenn ich grad für mich alleine bin. Obwohl es einige gibt die ich in meiner Steam Bilbiothek hab die ich gerne spielen würde, überwiegt einfach mein Interesse was gemeinschaftliches zu machen.
Hab für *namen entfallen vom Singelplayer Spiel* auch über ein Jahr gebraucht um es durchzuspielen einfach weil die "Singelplayer Zeit" gefehlt hat.

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Xris
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Re: Amy Hennig (Uncharted; Star Wars Ragtag) über die Zukunft von storybasierten Einzelspieler-Titeln

Beitrag von Xris » 11.07.2018 22:06

Todesglubsch hat geschrieben:
11.07.2018 20:57
NewRaven hat geschrieben:
11.07.2018 20:05
Bei diesen Leuten - den "Core-Gamern, ziehen diese Titel genauso gut, wie sie es die letzten 25+ Jahre getan haben, sofern ihr sie noch nicht durch euer Verhalten basierend auf der zweiten Zielgruppe (den "Casuals"), von ihrem Hobby vertrieben habt.
Nicht zwangsläufig. Hab nen bekannten, der fragt bei jedem Spiel erstmal "Hat's Multiplayer?". Obwohl er grundsätzlich nichts gegen SP-Spiele hat und auch gerne mal die (ganz) alten Schinken von früher rauskramt, so bevorzugt er bei neuen Titeln immer mehr welche mit MP-Aspekten. Offenbar isses zu niederschmetternd nach acht Stunden Knochenjob nach Hause zu kommen und dann ganz alleine an, bzw. mit sich rumzuspielen.

Und ich schätze das ist auch eines der Hauptprobleme für viele: DIe Zeit ist einfach knapp(er) als früher. Lieber ein MP-Spiel einlegen, welches man jederzeit weglegen kann? Oder ein SP-Spiel, für das man dann x Wochen benötigt und es dann aufgrund Zeitmangels oder eines anderen Titels doch nicht durch schafft?

Und das hat per se nichts mit Casuals und Cores zu tun. Es gibt auch genug Cores im MP-Bereich. Vermutlich sogar mehr als im SP-Bereich.
Bei mir ists umgekehrt. Umso älter ich werde desto weniger interessiere ich mich fuer Multiplayer. Heutzutage beschränken sich meine MP Ausflüge auf Star Craft 2 am PC. Auf der Konsole online Souls like gelegentlich, Monster Hunter und lokalen MP. Aber zu gefühlten 80% spiele ich Singleplayer.

Und wenn die Zeit mal nicht da ist. Na und? Wofür haben Spiele so eine Funktion zum Speichern?

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Re: Amy Hennig (Uncharted; Star Wars Ragtag) über die Zukunft von storybasierten Einzelspieler-Titeln

Beitrag von Loci » 11.07.2018 22:26

Xris hat geschrieben:
11.07.2018 22:06
Bei mir ists umgekehrt. Umso älter ich werde desto weniger interessiere ich mich fuer Multiplayer. Heutzutage beschränken sich meine MP Ausflüge auf Star Craft 2 am PC. Auf der Konsole online Souls like gelegentlich, Monster Hunter und lokalen MP. Aber zu gefühlten 80% spiele ich Singleplayer.
Und wenn die Zeit mal nicht da ist. Na und? Wofür haben Spiele so eine Funktion zum Speichern?
Ist bei mir genauso. MP habe ich früher sehr gern gespielt, aber ich bin froh, wenn es Singleplayer-Spiele gibt, welche ich in Ruhe spielen kann, wann ich will. Dafür nehme ich mir am Wochenende auch einige Stunden gerne Zeit. Auch, wenn es Wochen dauert, dass Spiel durchzuspielen. Besser, als mit einer toxischen Community leben zu müssen und im MP auf das Können des Mitspielers angewiesen zu sein.

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Re: Amy Hennig (Uncharted; Star Wars Ragtag) über die Zukunft von storybasierten Einzelspieler-Titeln

Beitrag von Loci » 11.07.2018 22:39

greenelve hat geschrieben:
11.07.2018 17:22
Ich glaube bei der Aussage über Singleplayer liegt ein Missverständnis vor. Das "Tod" ist die gleiche Übertreibung wie "Das Spiel ist Schrott", "Totgeburt" und ähnliches. Tatsache ist aber, die Chance auf wirtschaftlicher Erfolg ist mit Multiplayer höher als Singleplayer.
Singleplayer wird einmal bezahlt, während Multiplayer diverse Einnahmemöglichkeiten hat - und Spieler länger fesselt. Paradebeispiel Gegner-KI. In Singleplayer kennt man sie irgendwann und sie ist dann doch in ihrer Handlung begrenzt. Im Multiplayer mit menschlechen Gegnern gibt es ein breites Spektrum und man ist ständig gefordert. Mehr oder weniger, nach Rankingsystem usw. Nicht zu vergessen grundsätzlich die soziale Komponente, sich mit anderen Menschen austauschen und gemeinsam Abenteuer erleben zu können.
Btw. will sich auch Sony vermehrt Multiplayer, GaaS und dem ganzen Kram widmen. Ist dann eben doch ein gutes Geschäft. Egal wie toll Singleplayer läuft.
Nun ja, ich habe MP sehr lange gern gespielt. Es fesselt tatsächlich deutlich länger an ein Spiel und die Investition ist somit geringer, als wenn ich mir ein Spiel übertrieben gesagt jede Woche neu kaufe. Allerdings fehlt mir dann die Vielfalt, die Story und einfach das Erlebnis etwas einzigartiges zu erleben. Je älter ich werde, desto mehr kann ich auf MP verzichten. Ganz einfach, weil ich mehr von einem Spiel verlange, als eine tolle Gameplay-Mechanik. Ich möchte einfach auf die genannten Punkte nicht verzichten. Abgesehen davon mag ich die meisten Communities in den MP Spielen einfach nicht mehr. Oft sind diese von Cheatern, Besserwissern, Hatern und Trollen durchgesetzt. Ich will beim Spielen meine Ruhe und einfach das Erlebnis haben. Das wird mir persönlich kein MP Spiel geben wo man immer und immer wieder den selben Mist spielt.

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Der Chris
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Re: Amy Hennig (Uncharted; Star Wars Ragtag) über die Zukunft von storybasierten Einzelspieler-Titeln

Beitrag von Der Chris » 11.07.2018 22:43

NewRaven hat geschrieben:
11.07.2018 20:05
Man vergisst hier ein wenig, dass die "70%+, die heute ein Singleplayer-Game nicht durchspielen" selbiges vor 10 Jahren nicht einmal angerührt hätten. Ich verwende Begriffe wie "Casual-Gamer" und "Core-Gamer" ja nicht gern, weil sie meiner Meinung nach schwammig sind, aber hier passt es der Einfachheit wegen mal ganz gut. Man hat sich in den letzten Jahren mit niedrigen Einstiegshürden (mobile Gaming, F2P-Games...) und viel PR einen zusätzlichen Markt aufgebaut - den Casual-Markt. Dieser Markt ist, wie wir alle wissen, leider sehr lukrativ und erfordert ganz andere Strategien, sowohl was Spieltiefe/Gameplay angeht, als auch was Monetarisierung angeht und auch, was die Prioritäten des Produktes in Bezug auf Technik und Inszenierung angeht. Nun kannst du aber nicht einfach kommen, die Schablone dieser neuen, zweiten Zielgruppe über die erste Stülpen, beides in einen Topf werfen und daraus Aussagen wie "umfangreiche SP-Titel ziehen nicht mehr" ziehen. Das ist einfach... naja... sorry, aber... es ist dumm.
Nach meiner persönlichen Erfahrung lässt sich das alles nicht mehr so komplett trennscharf sagen...vor allem ist "das mit den Casuals und den Cores" nicht wirklich zutreffender geworden. Eher im Gegenteil. Da ist inzwischen in allen Abstufungen jede mögliche Zielgruppe vorhanden. Bei niedrigen Einstiegshürden darfst du auch nicht vergessen, dass inzwischen alle größeren Produktionen so durchgetestet und idiotensicher gemacht wurden, dass auch da wirklich jeder einsteigen kann. Seitdem seh ich immer mehr Nicht-Gamer sich doch mal eine Konsole holen und irgendeinen Ubisoft/EA Titel spielen. Es wird grundsätzlich keiner mehr "ausgesperrt" und Gaming ist kein Thema mehr, das sich nur an die Alt-Gamer richtet. Nebenbei ist so ein bisschen "nerdig" sein ja auch total en vogue, insofern taugt so ein bisschen Gaming dann auch nochmal als Accessoire. Die Einstiegshürden werden an allen möglichen Stellschrauben so stark wie möglich gesenkt.

Jemand der normalerweise eher diesen Casual-Anspruch verfolgen würde ist inzwischen auch genauso bei Assassins Creed oder Uncharted aufgehoben. Gerade bei großen Spielen gibt es, vom Produktionsbudget her, gar keine Möglichkeit mehr irgendwelche Zielgruppen auszusperren. Ich glaub die einzigen die sich das trauen sind From Software...die haben sich da aber auch gewissermaßen ihren eigenen Markt geschaffen. Aber alles andere muss über die komplette Zielgruppe vom Teenie bis zum End-Fünfziger (im Marketingsprech würde man wohl "werberelevante Zielgruppe" sagen) spielbar sein.

Ich denk ehrlich gesagt, dass die Zielgruppen schwieriger denn je gegeneinander abzugrenzen sind, alleine schon weil es eine vielfache Menge an Spielern gibt und jeder irgendein Gaming-Device im Wohnzimmer oder sonst wo stehen hat. Der Markt ist so unterschiedlich. Dass jetzt immer so getan wird, als müsse man nur noch Battle Royale Games anbieten find ich schon einen sehr eigenartigen Schluss. Einige der populärsten (und wahrscheinlich meistverkauften) Spiele der letzten 12 Monate waren wahrscheinlich reine SP-Games. Und auch hier wieder ist es besonders schräg, dass gerade Amy Hennig mal wieder zu irgendwelchen Einsichten diesbezüglich kommt...als Projektbeteiligte der Uncharted Reihe, die wahrscheinlich so etwa das umsatzstärkste Franchise von Sony ist. Irgendwie alles etwas eigenartig was da bei Amy Hennig geschieht.
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Re: Amy Hennig (Uncharted; Star Wars Ragtag) über die Zukunft von storybasierten Einzelspieler-Titeln

Beitrag von Xris » 11.07.2018 23:11

Loci hat geschrieben:
11.07.2018 22:26
Xris hat geschrieben:
11.07.2018 22:06
Bei mir ists umgekehrt. Umso älter ich werde desto weniger interessiere ich mich fuer Multiplayer. Heutzutage beschränken sich meine MP Ausflüge auf Star Craft 2 am PC. Auf der Konsole online Souls like gelegentlich, Monster Hunter und lokalen MP. Aber zu gefühlten 80% spiele ich Singleplayer.
Und wenn die Zeit mal nicht da ist. Na und? Wofür haben Spiele so eine Funktion zum Speichern?
Ist bei mir genauso. MP habe ich früher sehr gern gespielt, aber ich bin froh, wenn es Singleplayer-Spiele gibt, welche ich in Ruhe spielen kann, wann ich will. Dafür nehme ich mir am Wochenende auch einige Stunden gerne Zeit. Auch, wenn es Wochen dauert, dass Spiel durchzuspielen. Besser, als mit einer toxischen Community leben zu müssen und im MP auf das Können des Mitspielers angewiesen zu sein.
Und daran habe ich gar nicht gedacht. Der Umstand das mann schon ein wenig Zeit in ein Spiel investieren muss um im MP Erfolgserlebnisse zu feiern, spricht ja eigentlich klar gegen die "entspannte" Feierabendrunde, fuer jene mit begrenzter Zeit. Die meisten online MP Spiele setzen nach wie vor vorraus das man sich mehr als nen paar Stündchen in der Woche mit ihnen auseinandersetzt.

Wenn die Begründung zu wenig Zeit ist. Kann mich da auch vertun. Aber über den Daumen gepeilt wuerde ich sagen das sich selbst ein Battlefront von EA nicht fuer mal nen Stündchen am Abend eignet.
Dass jetzt immer so getan wird, als müsse man nur noch Battle Royale Games anbieten find ich schon einen sehr eigenartigen Schluss. Einige der populärsten (und wahrscheinlich meistverkauften) Spiele der letzten 12 Monate waren wahrscheinlich reine SP-Games. Und auch hier wieder ist es besonders schräg, dass gerade Amy Hennig mal wieder zu irgendwelchen Einsichten diesbezüglich kommt...als Projektbeteiligte der Uncharted Reihe, die wahrscheinlich so etwa das umsatzstärkste Franchise von Sony ist. Irgendwie alles etwas eigenartig was da bei Amy Hennig geschieht.
Der Unterschied besteht jedoch darin das du als Publisher an Battle Royale und ähnlichen MP Kontrukten die Chance hast längerfristig und regelmäßig Geld mit Mikrotransaktionen und ähnlichen Abzockmechanismen Geld in die Kassen spülen kannst. Schätze auf lange Sicht sind solche Spiele finaziell rentabler. Ein Uncharted (das übrigens auch einen MP inkl DLC hat) darfst du nicht vergessen, ist sicherlich auch verflucht kostspielig in der Produktion.

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Re: Amy Hennig (Uncharted; Star Wars Ragtag) über die Zukunft von storybasierten Einzelspieler-Titeln

Beitrag von NewRaven » 11.07.2018 23:36

Der Chris hat geschrieben:
11.07.2018 22:43

Nach meiner persönlichen Erfahrung lässt sich das alles nicht mehr so komplett trennscharf sagen...vor allem ist "das mit den Casuals und den Cores" nicht wirklich zutreffender geworden.
Eigentlich volle Zustimmung, deshalb auch mein Einleitungstext dazu und deshalb verwende ich die Begriffe normal auch nicht. Denn wenn wir mal die Punkte nehmen, die für die meisten von uns ein Spiel heutzutage "casual" machen oder dessen Spieler casual machen, dann stellen wir recht schnell fest, dass nüchtern betrachtet auch ein Mario-Kart, ein Pong ein Tetris und viele andere Titel "casual" waren und sich das somit eigentlich nie klar abgrenzen lies. Bei einer Menge von Spielen konntest du jemand, der absolut 0 Vorkenntnisse hat, davor setzen und er konnte sie nach 60 Sekunden ohne wirkliche Erklärungen spielen und Spaß damit haben. Es gab keine tieferen, erst zu durchschauenden Gameplay-Mechaniken, es gab keine Story, der man folgen musste, keine Entscheidungen zu treffen, keine komplizierte Steuerung... und solche Spiele gab es in jeder Generation. Viele.

Ich hätte hier anstatt "Casual und Core" vielleicht eher "Mainstream-Gelegenheits-Spieler und Gaming-Enthusiast" als Begriffe wählen sollen, im Prinzip wollte ich nämlich im Kern einzig auf den Unterschied in den Prioritäten und somit auch in den Erwartungen und Ansprüchen hinaus, die diese beiden Arten von Spielern eben an Games haben. Und eben darauf, dass man als Hersteller schlecht vermischen kann oder gar von der einen auf die andere Gruppe schließen kann. Das Games immer weiter "vereinfacht" werden ist bei vielen Marken sicher wahr, allerdings würde ich allein wegen dem Umfang und der damit geforderten "Aufmerksamkeitsspanne" Assassins Creed oder Uncharted derzeit noch nicht als "Casual-Game" in diesem Sinne bezeichnen wollen. Aber der Weg deutet sich sicher an und genau das dient ja letztlich auch wieder der "Vermischung" dieser zwei eigentlich doch recht verschiedenen Kundenkreise... du willst einfach was vom größeren Kuchen abhaben. Aber wenn du es damit übertreibst, wird vermutlich am Ende keine der beiden "Spielertypen" mit dem Kompromiss wirklich glücklich. Und dann erzählst du eben "große Singleplayer-Spiele lohnen sich nicht mehr" und arbeitest noch weiter auf die andere, gewinnbringendere Zielgruppe hin.
Zuletzt geändert von NewRaven am 12.07.2018 00:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Amy Hennig (Uncharted; Star Wars Ragtag) über die Zukunft von storybasierten Einzelspieler-Titeln

Beitrag von Wigggenz » 12.07.2018 00:39

Irgendwie bekomme ich da keinen stringenten roten Faden vernünftig herausgelesen.

Naja. Sowas wie hohe Produktionskosten ist ja nicht in Stein gemeißelt, auch nicht bei storybasierten Einzelspieler-Titeln.

Aber es ist wie immer (bzw. fast immer) in dieser Industrie: wenn etwas nicht ein Indie-Titel ist, scheint für alle Verantwortlichen nur AAA-Monsterproduktion oder gar nichts in Frage zu kommen.

Was ist mit Titeln "mittlerer Größe"? Naja, für Publisher offenbar nicht mehr interessant.

Und ich hoffe sehr, dass Abo-Dienste für Spiele sich nicht durchsetzen.

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Re: Amy Hennig (Uncharted; Star Wars Ragtag) über die Zukunft von storybasierten Einzelspieler-Titeln

Beitrag von Kajetan » 12.07.2018 07:29

Wigggenz hat geschrieben:
12.07.2018 00:39
Was ist mit Titeln "mittlerer Größe"? Naja, für Publisher offenbar nicht mehr interessant.
Die sind für die Majors nicht mehr rentabel genug. Wenn ich aber darüber nachdenke ... es gibt, nicht gerade haufenweise, aber doch wieder ne Menge an AA-Spielen, weil sich vor allem auf dem achso totgesagten PC-Markt einige "mittlere" Publisher wie Paradox, Focus oder Nordic etablieren konnten. Elex, das neue Darksiders, Cities Skylines, Stellaris, Battletech, Vampyr, Styx usw. das sind typische AA-Spiele.
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Re: Amy Hennig (Uncharted; Star Wars Ragtag) über die Zukunft von storybasierten Einzelspieler-Titeln

Beitrag von Heinz-Fiction » 12.07.2018 08:14

Halte ich für Unsinn. Es wird immer sowohl EInzel- als auch Mehrspielertitel geben, solange ein Bedarf da ist. Ich halte es durchaus für möglich, dass Multiplayerspiele den Markt dominieren (tun sie ja eigentlich sowieso schon) und deshalb primär von großen Entwicklern kommen werden. Aber da Spiele nunmal Kunst sind und nicht jeder Künstler immer nur die Monies im Blick hat, werden auch weniger lohnenswerte Singleplayerproduktionen immernoch produziert werden. Vermutlich dann nicht mit dem Budget eines Multiplayerspiels, aber das ist mir ehrlich gesagt ziemlich egal. Solche Singleplayerspiele spiele ich eh kaum.

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Re: Amy Hennig (Uncharted; Star Wars Ragtag) über die Zukunft von storybasierten Einzelspieler-Titeln

Beitrag von Der Chris » 12.07.2018 08:45

Xris hat geschrieben:
11.07.2018 23:11
Dass jetzt immer so getan wird, als müsse man nur noch Battle Royale Games anbieten find ich schon einen sehr eigenartigen Schluss. Einige der populärsten (und wahrscheinlich meistverkauften) Spiele der letzten 12 Monate waren wahrscheinlich reine SP-Games. Und auch hier wieder ist es besonders schräg, dass gerade Amy Hennig mal wieder zu irgendwelchen Einsichten diesbezüglich kommt...als Projektbeteiligte der Uncharted Reihe, die wahrscheinlich so etwa das umsatzstärkste Franchise von Sony ist. Irgendwie alles etwas eigenartig was da bei Amy Hennig geschieht.
Der Unterschied besteht jedoch darin das du als Publisher an Battle Royale und ähnlichen MP Kontrukten die Chance hast längerfristig und regelmäßig Geld mit Mikrotransaktionen und ähnlichen Abzockmechanismen Geld in die Kassen spülen kannst. Schätze auf lange Sicht sind solche Spiele finaziell rentabler. Ein Uncharted (das übrigens auch einen MP inkl DLC hat) darfst du nicht vergessen, ist sicherlich auch verflucht kostspielig in der Produktion.
Grundsätzlich natürlich. Aber ich denke da macht man es sich allerdings etwas zu einfach, wenn man jetzt meint man könnte einfach mal Battle Royale machen. Vielleicht schwingt da auch etwas Geringschätzung gegenüber Fortnite und diesem Trend mit, wenn man behauptet man könne jetzt einfach so mal Battle Royale Spiele bauen und instant erfolgreich sein. Ob man das Spiel jetzt gut oder schlecht findet...irgendwas haben sie scheinbar richtig gemacht und einen Nerv getroffen. Und ich glaube nicht, dass EA jetzt aus dem Stand ein Schweinegeld macht, wenn sie ihre Ressourcen von dem Star Wars Game in ein Battle Royale stecken.

Das halte ich ehrlich gesagt für eine Milchmädchenrechnung. Mal davon abgesehen, dass ich nicht denke, dass der Markt beliebig mit diesen Spielen geflutet werden kann und da unendlich aufnahmefähig wäre...am Ende muss trotzdem noch irgendwie ein gutes Produkt stehen, das die Leute abholt. Ich hab den Eindruck, dass das irgendwie etwas verkannt wird und die Leute meinen man könnte einfach irgendeinen Quatsch auf den Markt werfen, weil man ein Battle Royale Spiel nicht anständig machen muss...weil es schließlich Battle Royale ist.

NewRaven hat geschrieben:
11.07.2018 23:36
Ich hätte hier anstatt "Casual und Core" vielleicht eher "Mainstream-Gelegenheits-Spieler und Gaming-Enthusiast" als Begriffe wählen sollen, im Prinzip wollte ich nämlich im Kern einzig auf den Unterschied in den Prioritäten und somit auch in den Erwartungen und Ansprüchen hinaus, die diese beiden Arten von Spielern eben an Games haben. Und eben darauf, dass man als Hersteller schlecht vermischen kann oder gar von der einen auf die andere Gruppe schließen kann. Das Games immer weiter "vereinfacht" werden ist bei vielen Marken sicher wahr, allerdings würde ich allein wegen dem Umfang und der damit geforderten "Aufmerksamkeitsspanne" Assassins Creed oder Uncharted derzeit noch nicht als "Casual-Game" in diesem Sinne bezeichnen wollen. Aber der Weg deutet sich sicher an und genau das dient ja letztlich auch wieder der "Vermischung" dieser zwei eigentlich doch recht verschiedenen Kundenkreise... du willst einfach was vom größeren Kuchen abhaben. Aber wenn du es damit übertreibst, wird vermutlich am Ende keine der beiden "Spielertypen" mit dem Kompromiss wirklich glücklich. Und dann erzählst du eben "große Singleplayer-Spiele lohnen sich nicht mehr" und arbeitest noch weiter auf die andere, gewinnbringendere Zielgruppe hin.
Ich wollte weniger auf die Begrifflichkeit hinaus, als viel mehr darauf, dass ich nicht denke, dass es diese zwei Fronten so wirklich noch gibt. Einfach weil die Grautöne dazwischen so viel zahlreicher geworden sind. Wie gesagt, es ist nur meine Beobachtung...aber Nicht-Gamer, die sich jetzt mal eine Konsole hinstellen wollen, die nehmen keine Switch und es ist auch nicht Mario Kart, das dann von Interesse ist. Es wird eher die PS4 (oder sogar zwei X1 hab ich gesehen) und dann ist vor allem auch das Ubisoft Portfolio tatsächlich eine der ersten Anlaufstellen. Spiele die nach "Core" aussehen, in Wirklichkeit aber mehr ein gemütlicher Feierabendzock sind, haben da zumindest in meiner Beobachtung echt Konjunktur. Für Spiele mit Story muss man vielleicht mehr Zeit mitbringen, aber die Intensität mit der tatsächlich gespielt wird ist trotzdem meist deutlich geringer...und man kann auch immer wieder reinspringen weil Button-Prompts und Marker auf der Karte einem eigentlich immer sagen was man tun muss und man immer wieder reinfinden kann.

Ich glaube da ist es deutlich anspruchsvoller bzw "stressiger" am Feierabend mit einem 100%-Gameplay-Spiel klarzukommen. In einem SP-Game hast du doch meistens die Möglichkeit wieder irgendwie Tempo rauszunehmen...ich glaube da ist es für viele Leute deutlich einfacher so was zu spielen als irgendeinen Online-MP-Shooter oder sonst was, was einen fast ständig unter Druck hält. Von daher hab ich echt Zweifel, dass sich da noch so einfach die Zielgruppen in dem Denkmuster ausmachen lassen, das so in der Wii-Zeit mit Wii-Sports geprägt wurde.
"Naughty Dog ruined gaming."
- Rich Evans, Previously Recorded/Red Letter Media

Im Moment...
PS4: NieR: Automata, Odin Sphere, Dark Souls 3
Switch: Doom, Octopath Traveler
Super NT: Pokemon Rot via Super GameBoy

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