Spielen an der Oberfläche

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Zachkariio
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Re: Spielen an der Oberfläche

Beitrag von Zachkariio » 12.06.2018 21:59

@Veldrin
Scheinbar gibt es doch sehr viele, die diese Design-Entscheidung nervt. Ich hab am liebsten auch nur eine oder wenige Waffen und wenn nicht benutze ich meistens die Standard-Waffen. Als Lara Doppel-Pistolen, als Raiden und Ryu das Katana, selbst in Bloodborne hab ich lange mit dem Cover-Set gespielt (bis die Blades of Mercy kamen, die waren einfach zu cool!). Beim ersten Durchlauf hab ich gerne die cineastische Variante, was eben zu Charakter passt oder gehört. Beim zweiten Durchgang kann man herumspielen mit Waffen, Kostümen und sonstigem. Selbst in Diablo II hab ich aus dem Grund zunächst den Paladin genommen, weil er mir als der logischste Gegner des Höllenfürsten erschien. Das ist jedoch eine persönliche Vorliebe.

Bei Spielen, bei denen es auf den Wechsel der Waffen (für die richtige Situation) ankommt, wie Doom oder Shadow Warrior 2 sehe ich das nicht so eng, da gehört es zum Kernkonzept und ich denke, sie fallen auch nicht in deine Kategorie, da sie es mit dem Realismus ohnehin nicht zu erst nehmen. :)

Dein Problem mit dem Holster und auf dem Rücken tragen hat das vorhin bereits mehrfach erwähnte The Last Of Us ganz pfiffig gelöst, da man in Echtzeit im Rucksack herumfummeln musste, um was anderes auszuwählen. Oder ganz extrem bei Hitman, der den Koffer mit dem Scharfschützengewehr mit sich herum tragen muss...und es dann langsam zusammenbauen.

Ich denke der Grund warum uns das mit den vielen Waffen und der Traglast so nervt oder zumindest negativ auffällt, ist weil es mitlerweile alle so machen und es keine Alternativen gibt. Selbst innerhalb von Serien, so wurde das Zelda-eske Darksiders (sehr unterschätzt) im zweiten Teil auch mit Diablo-Sammelwahn..."erweitert".

Ein gutes Beispiel fällt mir noch ein, die Soul Reaver-Reihe, in der man Lanzen, Fackeln und Schwerter nur in die Hand (und damit kämpfen) oder wieder weglegen bzw. (auf gegner) werfen kann, jedoch nichts einstecken. Finde ich bis heute wunderbar und ich spiele die ersten beiden Titel bis heute immer wieder gerne. Warum? Weil es solch ein Konzept einfach nicht mehr gibt.
Aber genau aus diesem Grund wird es in nicht allzu ferner Zukunft wieder kommen, es brauch nur einen Titel derdies wieder aufleben lässt, ähnlich wie Demon's Souls längst vergessene Tugenden zum Mainstream werden lies.
Ich hab Hoffnung!

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sabienchen
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Re: Spielen an der Oberfläche

Beitrag von sabienchen » 12.06.2018 22:15

Zachkariio hat geschrieben:
12.06.2018 21:59
@Veldrin
Scheinbar gibt es doch sehr viele, die diese Design-Entscheidung nervt. Ich hab am liebsten auch nur eine oder wenige Waffen und wenn nicht benutze ich meistens die Standard-Waffen. Als Lara Doppel-Pistolen, als Raiden und Ryu das Katana, selbst in Bloodborne hab ich lange mit dem Cover-Set gespielt (bis die Blades of Mercy kamen, die waren einfach zu cool!).
Jupp mich nervt das auch...^.^''

Wobei ich bspw. die UpgradeMöglichkeiten in Dead Space (1+2.. nichtmehr im 3er) auch sehr geschätzt habe.
Das "Material" (Energieknoten) zum Upgraden der Waffen war "kaufbar" im ItemShop, und Gegner "looten" wollte man eh, damit die Dinger nicht wiederbelebt werden oder einfach so aufstehen. :)
U.v.a... die Startwaffe (PlasmaCutter) war stark genug um nur damit durchs Spiel zu kommen, (auf hohen Schwierigkeitsgraden mehr im 1er als im 2er)
War einfach sehr gut eingebaut.
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Zachkariio
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Re: Spielen an der Oberfläche

Beitrag von Zachkariio » 12.06.2018 22:49

@sabienchen
Schön, wir werden immer mehr. :)

Bin auch eher ein Fan des Auflevelns, statt der neuen Ausrüstung da hat man was zum hinarbeiten und man wächst an die Waffe/den Charakter. Bioshock macht das mit dem kaufen auch ganz clever, da die Automaten halt noch rumstehen, weil das mal Produkte in dieser Welt waren, nun jedoch keiner mehr das Geld, das du hinein wirfst, wirklich erhält oder benötigt...das passt sogar sehr zum untergegangenen Paradies. Oder MGS5 wo man tatsächlich ne Art eigene Firma verwaltet, bei der eben alles was kostet.

Beim Rollenspiel kann von mir aus auch nur der Charakter aufgelevelt werden und man levelt halt verschiede Aspekte für andere Kampfweisen: mehr Geschicklichkeit = mehr mögliche Combos, mehr Stärke... =mehr Stärke...so dass man die Affinität für verschiedene Waffen erhöht, die Waffe selbst aber nicht antasten muss. An sich hat (erneut) die Souls-Reihe eine tolle Lösung dafür, da manche Waffen mehr Affinität für Geschicklichkeit oder Stärke oder vermischt haben, so dass man bei nem soft cap auch mal das andere auflevelt.
Oder die Elder Scrolls-Lösung: Du wirst in dem besser, was du oft machst. Super logisch und dein Spielstil passrt immer zu dem was du levelst, ist wenn man es manuell macht nicht gegeben, so kannst du in Diablo nie zaubern aber unter der Haube der Merlin sein.
Dieser Aspekt der Elder Scrolls kann ich nicht genug loben.

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Veldrin
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Re: Spielen an der Oberfläche

Beitrag von Veldrin » 14.06.2018 02:29

@Zachkariio

Kann ich nur unterschreiben. Soul Reaver, gutes Beispiel. Das hatte ich ganz vergessen. Aber es gibt solche Konzepte noch, aber wenn dann eher im Indiebereich. Und selbst da häufig nicht. Aber das Konzept gibts noch, aber man muss suchen. Aber wenn im Trailer schon auf Größer ist besser gemacht wird kann man schon erahnen, dass solche immersiven Konzepte garantiert nicht enhalten sein werden ^^ Da braucht es dann auch keine Tags oder Studieren von Tests und Gameplayvideos.

Ich bevorzuge einfach, dass man besser wird weil man selbst als Bediener der Tastatur und Maus und Spieler der Figur besser wird. Das finde ich am belohnensten. Z.B: bei Portal. Die ersten Rätsel noch. WTF was muss, wie geht das. Aha so geht das. Und später werden die Rätsel kniffliger, aber du wurdest stärker. Du selbst. Deine Portalknarre ist von Anfang an exakt die gleiche und bleibt es bis zum Abspann, wenn ich das jetzt nicht komplett falsch in Erinnerung habe. Charakterstats, Upgrades? Gibts nicht!. Nur du selber, du als Spieler allein, hast dich verbessert und die Rätsel gemeistert. Das finde ich am allerbesten. Und auf die Weise wünsche ich mir auch Rollenspiele. Aber bis auf Dark Messiah of Might and Magic kam in der Richtung nichts. Null-komma-null, nada, gar nichts. Wird auch nichts kommen. Aber ich frag mich warum?

Naja DMoMM ist für mich bis dato immer noch das beste Rollenspiel vom Gameplay her. Ein Witcher kann ich nicht genießen. Das Gameplay und was dazugehört is ein elementarer Bestandteil, aber es gefällt mir überhaupt nicht. Dann lieber „gar kein“ Gameplay wie bei Walkingsimulatoren oder Point-and-Click-Adventures. Das geht dann wieder.

Keine Ahnung früher konnte Gameplay was mir nicht gefällt besser ausblenden, bin wohl verwöhnt oder werd alt und unflexibel.
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