Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK): Lootboxen sind kein Glücksspiel

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sourcOr
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Re: Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK): Lootboxen sind kein Glücksspiel

Beitrag von sourcOr » 15.10.2017 18:06

monotony hat geschrieben:
15.10.2017 00:58
du verstehst immer noch nicht. ein zettel in der hand ist auch ein gegenwert. du bekommst etwas für dein geld, auch wenn es für dich nichts wert ist. eine unbrauchbare star card ist nichts anderes, als eine digitale niete. der punkt ist, dass das für die definition eines glücksspiels unerheblich sein sollte. der anreiz, immer wieder geld auszugeben und auf glück zu hoffen, ist das ausschlagebende. ein spieleentwickler hat sogar den vorteil, seine "gewinne" beliebig oft vervielfältigen und ausschütten zu können, ohne wirklich nennenswerte ausgaben zu haben.
Gut, wenn du unbedingt das Teilnahmekärtchen als Beispiel verwenden willst: Dann nenn es halt Teilnahmekärtchenautomat, 1€ das Stück, mit angehängter Gewinnchance. Dann musst du mit diesen Teilnahmekärtchen aber auch irgendwas anstellen können, denn sonst sind sie wertlos. Lootboxes werfen ja keinen Schrott ab, die Dinge haben ihren Nutzen, und genau für diesen Nutzen kaufst du sie ja. Ob man es persönlich braucht (falsche Klasse, whatever), ist irrelevant. Und nein, es ist keine Niete, denn du kannst die "unbrauchbare" Karte in Sternenstaub (ich nenns jetzt einfach so! *g) verwandeln und dir damit was anderes kaufen.

Und der Anreiz, den du ansprichst, ist bei Karten-Boostern nicht anders.
es ist nunmal nicht das gleiche. du kannst diese unterschiede nicht einfach für ungültig erklären. eine magic the gathering karte kann ich mir auf dem freien markt kaufen oder eintauschen, wenn ich will. an diesem prozess verdient der verlag nichts. das mache ich, weil ich die karten sammle und nicht, weil ich auf hoth sturmtruppen schneller über den haufen schießen und anderen spielern überlegen sein möchte. für eine bestimmte star card bin ich allein vom glück abhängig und muss mich den preisen fügen, die EA für ihre lootboxen verlangt. kein ernsthafter spekulant wird sich für das handeln mit wertvollen sammelkarten boosterpacks kaufen. das ökosystem ist ein ganz anderes.

valve kann selbst einfluss auf den markt nehmen, von dem sie profitieren. sei es, indem sie (nicht) gegen lotto-seiten vorgehen oder je nach marktlage neue waffen(skins) rausbringen und/oder dropraten verändern. diese seiten haben das wort "lotto" schon im namen und simulieren in ihrer web-ui die bilderrollen von einarmigen banditen. viel mehr kann man das gar nicht mehr als glücksspiel präsentieren.

ich sage noch nicht mal, dass sammelkartenspiele nicht auch ähnliche anreize bieten. der vergleich zu microtransactions und lootboxen hinkt nun aber mal an mehr als einer stelle.
Schön dass du den entscheidenden Teil durch Pünktchen ersetzt hast :p
Du siehst hier immer noch Unterschiede, wo keine sind, bzw. ist vieles davon einfach nicht für die Frage relevant, ob es gleich zu behandeln ist oder nicht.
für eine bestimmte star card bin ich allein vom glück abhängig und muss mich den preisen fügen, die EA für ihre lootboxen verlangt.
...ist doch exakt gleich wie bei physischen Karten. Die Preise der physischen Karten auf dem Gebrauchtmarkt orientieren sich ebenfalls an der Seltenheit und dem Preis, um diese Karte direkt zu erwerben.

Ein Skin für CS unterliegt denselben Bedingungen wie eine Sammelkarte. Der einzige Unterschied, der für dich so wichtig ist, ist Valves Beteiligung am Handel damit. Das muss nicht der Fall sein, erhöht nur die Sicherheit. Und dass sie gegen Lottoseiten vorgehen ist doch nur korrekt? Immerhin ist das wirklich Glücksspiel, und das läuft unter Nutzung ihrer Schnittstelle ab!

Du kannst Sternkarten ansonsten genauso sammeln wie physische Karten.

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monotony
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Re: Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK): Lootboxen sind kein Glücksspiel

Beitrag von monotony » 15.10.2017 20:38

sourcOr hat geschrieben:
15.10.2017 18:06
monotony hat geschrieben:
15.10.2017 00:58
du verstehst immer noch nicht. ein zettel in der hand ist auch ein gegenwert. du bekommst etwas für dein geld, auch wenn es für dich nichts wert ist. eine unbrauchbare star card ist nichts anderes, als eine digitale niete. der punkt ist, dass das für die definition eines glücksspiels unerheblich sein sollte. der anreiz, immer wieder geld auszugeben und auf glück zu hoffen, ist das ausschlagebende. ein spieleentwickler hat sogar den vorteil, seine "gewinne" beliebig oft vervielfältigen und ausschütten zu können, ohne wirklich nennenswerte ausgaben zu haben.
Gut, wenn du unbedingt das Teilnahmekärtchen als Beispiel verwenden willst: Dann nenn es halt Teilnahmekärtchenautomat, 1€ das Stück, mit angehängter Gewinnchance. Dann musst du mit diesen Teilnahmekärtchen aber auch irgendwas anstellen können, denn sonst sind sie wertlos. Lootboxes werfen ja keinen Schrott ab, die Dinge haben ihren Nutzen, und genau für diesen Nutzen kaufst du sie ja. Ob man es persönlich braucht (falsche Klasse, whatever), ist irrelevant. Und nein, es ist keine Niete, denn du kannst die "unbrauchbare" Karte in Sternenstaub (ich nenns jetzt einfach so! *g) verwandeln und dir damit was anderes kaufen.
und auf ein stück papier kannst du malen, schreiben, einen papier flieger daraus machen... es ist doch völlig unerheblich, um was es sich handelt. meinetwegen kriegt der (glücks-)spieler dann eben einen kugelschreiber, aufkleber oder button. irgendein mickriger gegenwert lässt es nicht weniger glücksspiel sein. das sage ich dir jetzt aber auch zum drölfsten mal. wir drehen uns echt im kreis...

eine einzelne, in craftingteile zerlegte karte nützt dir ohne das weitere öffnen von lootboxen gar nichts. um damit eine star card aufzuwerten oder waffen herstellen zu können, musst du dutzendweise lootboxen öffnen. du selbst sprachst davon, dass ein cent in relation keinen vernünftigen gegenwert darstellt.

sourcOr hat geschrieben:
15.10.2017 18:06
für eine bestimmte star card bin ich allein vom glück abhängig und muss mich den preisen fügen, die EA für ihre lootboxen verlangt.
...ist doch exakt gleich wie bei physischen Karten. Die Preise der physischen Karten auf dem Gebrauchtmarkt orientieren sich ebenfalls an der Seltenheit und dem Preis, um diese Karte direkt zu erwerben.
du hast bei battlefront 2 aber keinen gebrauchtmarkt und der anreiz des sammelns existiert praktisch nicht. der spieler will einen gewinn in form von spielerischer überlegenheit. pay2win. ob dieser in digitalen karten, erfahrungspunkten oder blanken statuswerterhöhungen kommt, ist für den trigger völlig egal. die bei physischen karten vorhandene synergie aus sammeln, spielen und tauschen ist nicht gegeben.

ob überraschungseier, physische merchandise-boxen oder abos... die katze im sack zu kaufen, ist kein übergreifendes gleichstellungsmerkmal und bedient nicht die grundlegend gleichen reize. auch bei cs:go steht nicht das sammeln im vordergrund. viele wollen auch einfach nur einen schönen skin für ihre waffe.

sourcOr hat geschrieben:
15.10.2017 18:06
[...], erhöht nur die Sicherheit. Und dass sie gegen Lottoseiten vorgehen ist doch nur korrekt? Immerhin ist das wirklich Glücksspiel, und das läuft unter Nutzung ihrer Schnittstelle ab!
tun sie nicht, deswegen schrieb ich das nicht in klammern. ja, nach dem kleinen skandal um tmartn haben sie in folge öffentlichen drucks ein paar schritte in die wege geleitet. ein paar seiten wurden geschlossen. aber schau dich jetzt mal auf youtube um. es wird unverblümt weitergemacht. immerhin sind wir beide uns einig, dass das definitiv glücksspiel ist.

sicherheit... es ist ein interessenkonflikt.

ob eine physische sammelkarte 5, 50 oder 500€ wert ist, bestimmt eben der markt und nicht der hersteller. valve aber kann besonders beliebte skins einfach öfter ausschütten oder besonders häufige zur rarität machen. sie zwacken sich schließlich von jeder transaktion etwas ab. genau das haben diese lotto-seiten erkannt und in die extreme pervertiert.

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John_Doe_404
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Re: Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK): Lootboxen sind kein Glücksspiel

Beitrag von John_Doe_404 » 15.10.2017 21:24

Nur nochmals zur Erinnerung: Das U in USK steht nicht für unabhängig. Selbst wenn sich dort zwei, drei Leute ernsthaft Gedanken über die Problematik machen würden, kommt dabei nicht zwingend die verbraucherfreundlichste aller Entscheidungen raus.
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Re: Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK): Lootboxen sind kein Glücksspiel

Beitrag von DEMDEM » 15.10.2017 21:40

Lootboxen bekommt man auch ohne Echtgeld zu investieren, Echtgeld beschleunigt nur den Prozess. Daher sind Lootboxen auch für mich kein Glücksspiel. Desweiteren gibt es tatsächlich keine richtigen "Nieten" in Lootboxen, egal wie monotony versucht hier durch absurde Vergleiche eine Brücke zu bauen.

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monotony
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Re: Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK): Lootboxen sind kein Glücksspiel

Beitrag von monotony » 15.10.2017 22:10

DEMDEM hat geschrieben:
15.10.2017 21:40
Lootboxen bekommt man auch ohne Echtgeld zu investieren, Echtgeld beschleunigt nur den Prozess. Daher sind Lootboxen auch für mich kein Glücksspiel. Desweiteren gibt es tatsächlich keine richtigen "Nieten" in Lootboxen, egal wie monotony versucht hier durch absurde Vergleiche eine Brücke zu bauen.
ich kann auch durch arbeiten an geld kommen, pokern beschleunigt nur den prozess. daher ist pokern auch für mich kein glücksspiel. :ugly:

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sourcOr
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Re: Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK): Lootboxen sind kein Glücksspiel

Beitrag von sourcOr » 15.10.2017 23:48

monotony hat geschrieben:
15.10.2017 20:38
du selbst sprachst davon, dass ein cent in relation keinen vernünftigen gegenwert darstellt.
Ich hab geschrieben, dass der Cent in Relation zu realem Geld keinen vernünftigen Gegenwert darstellt, weil er selbst reales Geld ist.
Du siehst aber kein Geld mehr nach dem Kauf der Lootboxen, das wurde alles umgewandelt in diese virtuellen Gegenstände. Crafting Parts sind komplett von dem entkoppelt, was du reinsteckst.
du hast bei battlefront 2 aber keinen gebrauchtmarkt und der anreiz des sammelns existiert praktisch nicht. der spieler will einen gewinn in form von spielerischer überlegenheit. pay2win. ob dieser in digitalen karten, erfahrungspunkten oder blanken statuswerterhöhungen kommt, ist für den trigger völlig egal. die bei physischen karten vorhandene synergie aus sammeln, spielen und tauschen ist nicht gegeben.
Willst du noch den Unterschied einwerfen, dass man physische Karten anfassen und beschädigen kann? Oder dass es pädagogisch wertvoll sei?
Soll ich jetzt mit Gründen ankommen, warum digitale Güter aber auch ach so toll sind? Inwiefern ist irgendwas davon relevant dafür, ob es sich um Glücksspiel handelt oder net? Du kannst dir physische Karten auch kaufen, um sie danach nur an die Wand zu nageln. Trotzdem musstest du sie vorher kaufen - und gehst dabei bei Neukäufen durch den selben Prozess wie beim Kaufen von Lootboxen.
ob eine physische sammelkarte 5, 50 oder 500€ wert ist, bestimmt eben der markt und nicht der hersteller. valve aber kann besonders beliebte skins einfach öfter ausschütten oder besonders häufige zur rarität machen. sie zwacken sich schließlich von jeder transaktion etwas ab. genau das haben diese lotto-seiten erkannt und in die extreme pervertiert.
... und der Kartenhersteller kann ausgelaufene Karten wieder neu drucken oder kommt plötzlich mit alten Restbeständen an. Genauso wie er vorher häufige Karten seltener machen kann... du merkst doch dass da kein Unterschied besteht? Er kann doch die Booster befüllen wie er lustig is.

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monotony
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Re: Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK): Lootboxen sind kein Glücksspiel

Beitrag von monotony » 16.10.2017 00:33

okay, okay, du hast völlig recht. lootboxen in battlefront 2 und sammelkarten sind genau das gleiche. man kauft sie zwar aus anderen gründen, bekommt sie auf teils anderen wegen, macht damit andere sachen und definiert ihren wert auf andere weise, aber sonst sind sie genau das gleiche.

keine lust mehr, echt.
sourcOr hat geschrieben:
15.10.2017 23:48
ob eine physische sammelkarte 5, 50 oder 500€ wert ist, bestimmt eben der markt und nicht der hersteller. valve aber kann besonders beliebte skins einfach öfter ausschütten oder besonders häufige zur rarität machen. sie zwacken sich schließlich von jeder transaktion etwas ab. genau das haben diese lotto-seiten erkannt und in die extreme pervertiert.
... und der Kartenhersteller kann ausgelaufene Karten wieder neu drucken oder kommt plötzlich mit alten Restbeständen an. Genauso wie er vorher häufige Karten seltener machen kann... du merkst doch dass da kein Unterschied besteht? Er kann doch die Booster befüllen wie er lustig is.
man, wie oft noch? der verlag profitiert nicht vom gebrauchtmarkt. es ist vollkommen wumpe, wie oft der noch seltene karten aus dem hut zaubert, wenn die kunden diese dann unter sich handeln.

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ChrisJumper
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Re: Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK): Lootboxen sind kein Glücksspiel

Beitrag von ChrisJumper » 16.10.2017 02:50

monotony hat geschrieben:
16.10.2017 00:33
man, wie oft noch? der verlag profitiert nicht vom gebrauchtmarkt. es ist vollkommen wumpe, wie oft der noch seltene karten aus dem hut zaubert, wenn die kunden diese dann unter sich handeln.
Bist du da sicher? Denk noch mal drüber nach. Ich meine, durch erhöhte Nachfrage wegen einem möglich grösseren Gewinn einer seltenen Karte in einer Box, steigt doch der Reiz diese Produkte zu kaufen!

Beispielsweise: Es gibt da die unglaublich seltene Baseballkarte, die sammeln Millionen Amerikaner. Dann gibt es da noch das selbsterdachte Pakomania mit Handgefertigten Karten der Grundschulklasse kleines Einhorn. Dafür interessieren sich aber nur die Eltern der Kinder. Allein durch die Zahl der Nachfrage, steigt doch der Wettkampf der Abnehmer und je mehr Bieter mit viel Geld bei der Auktion sind umso höher wird der Preis.

Deswegen ärgert mich das mit den Lootkarten aber eigentlich nicht. Sondern weil die Entwickler an allen ecken und Punkten die Nutzerkontrolle habe. Sie können pro Freundeskreis eine spezifische Nachfrage erzeugen und die Karten verteilen wie sie lustig sind, je nach Einkommen. Genau wie das Gefühl durch den allerersten Kauf einen unheimlichen Glücksgriff gemacht zu haben. Komplett unabhängig von irgendwelchen Zufallszahlengeneratoren. Deswegen finde ich das besonders bedenklich. Denn wenn ich so ein System programmieren müsste, wäre es natürlich so das man anfangs noch ziemlich viel bekommt und dann schleichend immer weniger... sollte das der Fall sein. Dann ist das natürlich Sucht fördernd.

Das mit den Nieten sehe ich auch anders. Wenn man immer einen Gegenwert bekommt, Hätte man doch keine Ressourcen doppelt und könnte genau sagen: Kaufe für 100 Euro und du hast 25 % der Gegenstände, für 200 bist du bei 50% und für 400 hast du alle Gegenstände im Shop. (Wenn keine neuen nach kommen.). Aber genau das ist doch nicht der Fall. Zumindest in den bisherigen Ingameshops die ich mir mal angeschaut hab.

Bei diesem Blizzard Kartenspiel ist es sogar so gemacht das immer die neuen Karten, die besten sind und die alten weniger wert werden oder nicht mehr zur aktuellen Spielweise passen.

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monotony
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Re: Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK): Lootboxen sind kein Glücksspiel

Beitrag von monotony » 16.10.2017 05:43

ChrisJumper hat geschrieben:
16.10.2017 02:50
monotony hat geschrieben:
16.10.2017 00:33
man, wie oft noch? der verlag profitiert nicht vom gebrauchtmarkt. es ist vollkommen wumpe, wie oft der noch seltene karten aus dem hut zaubert, wenn die kunden diese dann unter sich handeln.
Bist du da sicher? Denk noch mal drüber nach. Ich meine, durch erhöhte Nachfrage wegen einem möglich grösseren Gewinn einer seltenen Karte in einer Box, steigt doch der Reiz diese Produkte zu kaufen!

Beispielsweise: Es gibt da die unglaublich seltene Baseballkarte, die sammeln Millionen Amerikaner. Dann gibt es da noch das selbsterdachte Pakomania mit Handgefertigten Karten der Grundschulklasse kleines Einhorn. Dafür interessieren sich aber nur die Eltern der Kinder. Allein durch die Zahl der Nachfrage, steigt doch der Wettkampf der Abnehmer und je mehr Bieter mit viel Geld bei der Auktion sind umso höher wird der Preis.
gemeint ist, dass ein verlag nicht durch beeinflussung des gebrauchtmarktes nennenswert profitieren kann. restbestände und nachproduktionen seltener karten erhöhen vllt. kurzfristig den absatz deiner boosterpacks, senken aber auf lange sicht den wert der karte. du kannst die größe deiner userbase und den geldwert seltener karten nicht aktiv beeinflussen. valve hingegen verdient nicht nur an den lootboxen, sondern auch an jeder transaktion 15%. sie müssen noch nicht einmal die raritäten selbst anfassen. es reicht schon, eine unbeliebte waffe stärker zu machen und schon kaufen sich die leute vermehrt skins für diese knifte.

ChrisJumper hat geschrieben:
16.10.2017 02:50
Das mit den Nieten sehe ich auch anders. Wenn man immer einen Gegenwert bekommt, Hätte man doch keine Ressourcen doppelt und könnte genau sagen: Kaufe für 100 Euro und du hast 25 % der Gegenstände, für 200 bist du bei 50% und für 400 hast du alle Gegenstände im Shop. (Wenn keine neuen nach kommen.). Aber genau das ist doch nicht der Fall. Zumindest in den bisherigen Ingameshops die ich mir mal angeschaut hab.
naja, du kannst natürlich so lange lootboxen kaufen, bis du genug craftingteile (direkt oder durch duplikate) hast, um dir alles zu herzustellen, was es gibt. das ist dann ein mindestbetrag, der dafür notwendig ist. nicht nur aber dürfte dieser aus einer absurd hohen menge geld bestehen, auch wird es, wie du schon sagst, mit der zeit nicht bei der vorhandenen anzahl karten bleiben. man will ja schließlich die gelddruckmaschine am laufen halten, die aussicht auf gewinne will gewährleistet sein.

für mich wäre ein duplikat praktisch eine niete. ein wert, vergleichbar mit einem winzigen cent-betrag,
mit dem ich alleine nichts anfangen kann.

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Re: Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK): Lootboxen sind kein Glücksspiel

Beitrag von DEMDEM » 16.10.2017 07:04

monotony hat geschrieben:
15.10.2017 22:10
DEMDEM hat geschrieben:
15.10.2017 21:40
Lootboxen bekommt man auch ohne Echtgeld zu investieren, Echtgeld beschleunigt nur den Prozess. Daher sind Lootboxen auch für mich kein Glücksspiel. Desweiteren gibt es tatsächlich keine richtigen "Nieten" in Lootboxen, egal wie monotony versucht hier durch absurde Vergleiche eine Brücke zu bauen.
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ich kann auch durch arbeiten an geld kommen, pokern beschleunigt nur den prozess. daher ist pokern auch für mich kein glücksspiel. :ugly:
Nein. Pokern kann nämlich den Vorgang des Geldverdienens komplett ruinieren. Desweiteren kommt man an Lootboxen ohne MTA ran, beim Pokern MUSS du erstmal Geld auf den Tisch legen.

Du machst hier einfach nur den Fehler zu viel Gewicht auf das Wort "Glück" in "Glücksspiel" zu legen. Schlag einfach mal die Definition von Glücksspiel nach. Schon allein der Umstand, dass man kein Geld in Lootboxen investieren muss, macht jeglichen Vergleich zu Glücksspiele obsolet.

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Re: Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK): Lootboxen sind kein Glücksspiel

Beitrag von monotony » 16.10.2017 07:39

DEMDEM hat geschrieben:
16.10.2017 07:04
Nein. Pokern kann nämlich den Vorgang des Geldverdienens komplett ruinieren.
und mit star cards verdienst du erst gar kein geld, gibst aber im zweifel massig aus.

DEMDEM hat geschrieben:
16.10.2017 07:04
Schon allein der Umstand, dass man kein Geld in Lootboxen investieren muss, macht jeglichen Vergleich zu Glücksspiele obsolet.
erzähle das mal denjenigen, die haus und hof in free2play-handyspielen verprasst haben. klar kannst du bei dem einen spiel grinden, bei dem anderen einen tag warten. aber das ändert doch nichts an den reizen, an den triggern, die bei anfälligen menschen ausgelöst werden.
Zuletzt geändert von monotony am 16.10.2017 07:50, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK): Lootboxen sind kein Glücksspiel

Beitrag von unknown_18 » 16.10.2017 07:44

Lootboxen sind kein Glücksspiel, Spiele zu Release zu kaufen, das ist Glücksspiel.

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Re: Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK): Lootboxen sind kein Glücksspiel

Beitrag von DEMDEM » 16.10.2017 09:36

Das ist mir zu bescheuert. Für eine Diskussion ist es doch nicht zielführend, wenn man nur auf einzelnde Punkte eingeht, die auch nur isoliert von den anderen Punkte betrachtet und die anderen Punkte komplett ignoriert.

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Re: Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK): Lootboxen sind kein Glücksspiel

Beitrag von sourcOr » 16.10.2017 12:51

monotony hat geschrieben:
16.10.2017 00:33
okay, okay, du hast völlig recht. lootboxen in battlefront 2 und sammelkarten sind genau das gleiche. man kauft sie zwar aus anderen gründen, bekommt sie auf teils anderen wegen, macht damit andere sachen und definiert ihren wert auf andere weise, aber sonst sind sie genau das gleiche.

keine lust mehr, echt.
Du willst halt net verstehen, dass sie hinsichtlich dessen, wie man sie im Handel erwirbt, gleich sind. Die ganzen Unterschiede die ich net abstreiten will sind ja gut und schön, aber irrelevant wenn du deinen Booster kaufst und aufmachst.
man, wie oft noch? der verlag profitiert nicht vom gebrauchtmarkt. es ist vollkommen wumpe, wie oft der noch seltene karten aus dem hut zaubert, wenn die kunden diese dann unter sich handeln.
Was willst du denn bloß immer mit deinem Gebrauchtmarkt?? Was hat der Gebrauchtmarkt damit zu tun, wie der Hersteller selbst seine Karten verkauft? Zumal man die CS-Skins z.B. auch durchaus auf ebay verticken kann.

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Re: Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK): Lootboxen sind kein Glücksspiel

Beitrag von monotony » 16.10.2017 17:19

sourcOr hat geschrieben:
16.10.2017 12:51
monotony hat geschrieben:
16.10.2017 00:33
okay, okay, du hast völlig recht. lootboxen in battlefront 2 und sammelkarten sind genau das gleiche. man kauft sie zwar aus anderen gründen, bekommt sie auf teils anderen wegen, macht damit andere sachen und definiert ihren wert auf andere weise, aber sonst sind sie genau das gleiche.

keine lust mehr, echt.
Du willst halt net verstehen, dass sie hinsichtlich dessen, wie man sie im Handel erwirbt, gleich sind. Die ganzen Unterschiede die ich net abstreiten will sind ja gut und schön, aber irrelevant wenn du deinen Booster kaufst und aufmachst.
und du willst halt nicht verstehen, dass der prozess des erwerbs nicht für sich alleine steht. ich kann bei amazon auch toaster und bücher kaufen. das macht sie deswegen nicht vergleichbar.

ich habe noch nichtmal die unterschiede in produktion und distribution erläutert. kosten- und mengenkalkulation für den hersteller, bequemlichkeit und kaufimpuls für den spieler, etc. all das hat auswirkungen, sind faktoren, die beeinflussen, ob, wie und warum ein inhalt ihren weg zum zocker findet und was das mit seiner psyche macht.
sourcOr hat geschrieben:
16.10.2017 12:51
man, wie oft noch? der verlag profitiert nicht vom gebrauchtmarkt. es ist vollkommen wumpe, wie oft der noch seltene karten aus dem hut zaubert, wenn die kunden diese dann unter sich handeln.
Was willst du denn bloß immer mit deinem Gebrauchtmarkt?? Was hat der Gebrauchtmarkt damit zu tun, wie der Hersteller selbst seine Karten verkauft? Zumal man die CS-Skins z.B. auch durchaus auf ebay verticken kann.
weil das einen einfluss auf die kaufentscheidung und das befürchtete suchtverhalten des kunden hat. wenn ich besondere karte x auch für einen festbetrag oder durch tauschen und erspielen bekommen kann, überlege ich mir zwei mal, wie viel geld ich in mein glück investiere. auch kann ich so ein grunddeck häufiger karten erstehen, das, je nach ausgangslage, nicht nur billiger, sondern auch exakt nach meinen wünschen zusammengestellt sein kann. das element des glücks entfällt in diesen fällen. es steht in konkurrenz zum angebot des verlags und im kontrast zum sonst gewünschten verhalten bei einem glücksspiel.

bei valve (kann) der gebrauchtmarkt den inhalt ihrer lootboxen bestimmen, weil sie von diesem direkt finanziell profitieren und so die ausschüttung ihrer karten profitorientiert steuern können. ja, hier kann der geneigte spieler sich seine skins einzeln kaufen. auch über ebay, zugegeben. aber auf den preis im marketplace hat valve direkt einfluss und ist aufgrund ihrer beteiligung an jeder transaktion noch nicht einmal auf den verkauf von lootboxen allein angewiesen. dieser umstand ist bei star cards oder sammelkarten so nicht gegeben.

das ist jetzt wirklich das letzte mal, das ich all das ausführe.
Zuletzt geändert von monotony am 16.10.2017 17:22, insgesamt 1-mal geändert.

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