Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK): Lootboxen sind kein Glücksspiel

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DEMDEM
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Re: Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK): Lootboxen sind kein Glücksspiel

Beitrag von DEMDEM » 16.10.2017 09:36

Das ist mir zu bescheuert. Für eine Diskussion ist es doch nicht zielführend, wenn man nur auf einzelnde Punkte eingeht, die auch nur isoliert von den anderen Punkte betrachtet und die anderen Punkte komplett ignoriert.

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sourcOr
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Re: Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK): Lootboxen sind kein Glücksspiel

Beitrag von sourcOr » 16.10.2017 12:51

monotony hat geschrieben:
16.10.2017 00:33
okay, okay, du hast völlig recht. lootboxen in battlefront 2 und sammelkarten sind genau das gleiche. man kauft sie zwar aus anderen gründen, bekommt sie auf teils anderen wegen, macht damit andere sachen und definiert ihren wert auf andere weise, aber sonst sind sie genau das gleiche.

keine lust mehr, echt.
Du willst halt net verstehen, dass sie hinsichtlich dessen, wie man sie im Handel erwirbt, gleich sind. Die ganzen Unterschiede die ich net abstreiten will sind ja gut und schön, aber irrelevant wenn du deinen Booster kaufst und aufmachst.
man, wie oft noch? der verlag profitiert nicht vom gebrauchtmarkt. es ist vollkommen wumpe, wie oft der noch seltene karten aus dem hut zaubert, wenn die kunden diese dann unter sich handeln.
Was willst du denn bloß immer mit deinem Gebrauchtmarkt?? Was hat der Gebrauchtmarkt damit zu tun, wie der Hersteller selbst seine Karten verkauft? Zumal man die CS-Skins z.B. auch durchaus auf ebay verticken kann.

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monotony
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Re: Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK): Lootboxen sind kein Glücksspiel

Beitrag von monotony » 16.10.2017 17:19

sourcOr hat geschrieben:
16.10.2017 12:51
monotony hat geschrieben:
16.10.2017 00:33
okay, okay, du hast völlig recht. lootboxen in battlefront 2 und sammelkarten sind genau das gleiche. man kauft sie zwar aus anderen gründen, bekommt sie auf teils anderen wegen, macht damit andere sachen und definiert ihren wert auf andere weise, aber sonst sind sie genau das gleiche.

keine lust mehr, echt.
Du willst halt net verstehen, dass sie hinsichtlich dessen, wie man sie im Handel erwirbt, gleich sind. Die ganzen Unterschiede die ich net abstreiten will sind ja gut und schön, aber irrelevant wenn du deinen Booster kaufst und aufmachst.
und du willst halt nicht verstehen, dass der prozess des erwerbs nicht für sich alleine steht. ich kann bei amazon auch toaster und bücher kaufen. das macht sie deswegen nicht vergleichbar.

ich habe noch nichtmal die unterschiede in produktion und distribution erläutert. kosten- und mengenkalkulation für den hersteller, bequemlichkeit und kaufimpuls für den spieler, etc. all das hat auswirkungen, sind faktoren, die beeinflussen, ob, wie und warum ein inhalt ihren weg zum zocker findet und was das mit seiner psyche macht.
sourcOr hat geschrieben:
16.10.2017 12:51
man, wie oft noch? der verlag profitiert nicht vom gebrauchtmarkt. es ist vollkommen wumpe, wie oft der noch seltene karten aus dem hut zaubert, wenn die kunden diese dann unter sich handeln.
Was willst du denn bloß immer mit deinem Gebrauchtmarkt?? Was hat der Gebrauchtmarkt damit zu tun, wie der Hersteller selbst seine Karten verkauft? Zumal man die CS-Skins z.B. auch durchaus auf ebay verticken kann.
weil das einen einfluss auf die kaufentscheidung und das befürchtete suchtverhalten des kunden hat. wenn ich besondere karte x auch für einen festbetrag oder durch tauschen und erspielen bekommen kann, überlege ich mir zwei mal, wie viel geld ich in mein glück investiere. auch kann ich so ein grunddeck häufiger karten erstehen, das, je nach ausgangslage, nicht nur billiger, sondern auch exakt nach meinen wünschen zusammengestellt sein kann. das element des glücks entfällt in diesen fällen. es steht in konkurrenz zum angebot des verlags und im kontrast zum sonst gewünschten verhalten bei einem glücksspiel.

bei valve (kann) der gebrauchtmarkt den inhalt ihrer lootboxen bestimmen, weil sie von diesem direkt finanziell profitieren und so die ausschüttung ihrer karten profitorientiert steuern können. ja, hier kann der geneigte spieler sich seine skins einzeln kaufen. auch über ebay, zugegeben. aber auf den preis im marketplace hat valve direkt einfluss und ist aufgrund ihrer beteiligung an jeder transaktion noch nicht einmal auf den verkauf von lootboxen allein angewiesen. dieser umstand ist bei star cards oder sammelkarten so nicht gegeben.

das ist jetzt wirklich das letzte mal, das ich all das ausführe.
Zuletzt geändert von monotony am 16.10.2017 17:22, insgesamt 1-mal geändert.

DEMDEM
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Re: Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK): Lootboxen sind kein Glücksspiel

Beitrag von DEMDEM » 16.10.2017 17:21

Ist ja schön und gut, macht trotzdem kein Glücksspiel draus...

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monotony
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Re: Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK): Lootboxen sind kein Glücksspiel

Beitrag von monotony » 16.10.2017 17:24

DEMDEM hat geschrieben:
16.10.2017 17:21
Ist ja schön und gut, macht trotzdem kein Glücksspiel draus...
unsere definition, was glücksspiel ist, und was nicht, geht auseinander.
da können wir ewig diskutieren und kommen auf keinen nenner.

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ChrisJumper
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Re: Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK): Lootboxen sind kein Glücksspiel

Beitrag von ChrisJumper » 16.10.2017 20:20

monotony hat geschrieben:
16.10.2017 05:43
gemeint ist, dass ein verlag nicht durch beeinflussung des gebrauchtmarktes nennenswert profitieren kann. restbestände und nachproduktionen seltener karten erhöhen vllt. kurzfristig den absatz deiner boosterpacks, senken aber auf lange sicht den wert der karte.
Ja das macht Sinn, auch die Sache mit der Transaktionsbeteiligung seitens Valve für Digitale Leihgaben hatte ich schon wieder vergessen. So gesehen ist es aber bei Valve noch fast vorbildlich das man die Digitalen Leihgaben überhaupt transferieren kann, ohne den Account abzugeben.
aber das ändert doch nichts an den reizen, an den triggern, die bei anfälligen menschen ausgelöst werden.
Dem stimme ich voll und ganz zu. Denke das ist auch der Punkt den hier einige absolut unterschätzen wenn es um die Glückspielgefahr geht. Da geht es halt nicht in erster Linie um die Güter, sondern um das Glücksgefühl oder den vermeidlichen Statusboost den ein Süchtiger sich in seinem verzerrten Weltbild hinzu gedacht hat.

Interessante Punkte die mir noch mal vor die Füße gefallen sind zu dem Thema:

- Es ist halt etwas anderes wenn man sich in ein Auto setzen muss und zu einem Casino zu fahren um Glücksspiel zu betreiben, oder man quasi ein Gerät (Smartphone oder Spiel) fast immer in Reichweite hat.
- Süchtige bekommen die größten Glücksgefühle wenn die Unsicherheit das man etwas gutes bekommt am Größten ist. Kurz: Tritt das oft oder öfter ein, ist das Glücksgefühl auch kleiner.

Diese Mechanik wird bei den Spielen und Apps immer stärker eingebaut. Also das sich diese Belohnungs-Slotmaschine häufiger dreht. Normale Videospiele, spielen sehr oft mit dieser Meschanik, das ist ist mir jetzt auch wieder bei Destiny aufgefallen.

Da hab ich aber (noch) nicht den Drang da immer zu kaufen, eigentlich fast gar keinen.
sourcOr hat geschrieben:aber irrelevant wenn du deinen Booster kaufst und aufmachst.
Naja. Es gibt schon den physikalischen Unterschied. Bei den Sammelkarten könnte man Modifikationen vornehmen und sich daraus ein eigenes Kartenspiel oder eine Collage basteln. Das geht bei dem ganzen virtuellen Müll nicht.

Aber worum es eigentlich geht.. ich vergleiche das mal mit dem Rauchen. Da muss man halt den Rauch irgendwie inhalieren, oder auch passiv damit der Wirkt. Bei diesen Booster-Packs ist das natürlich ein physischer Vorgang und man muss die auch selber auspacken. Aber das ganze drum herum wie das geschieht. Mit Fanfaren, mit Lichteffekten, dem automatischen Verkünden in Pseudonetzwerken... das ist alles Virtuell noch eine Nummer grösser und sollte nicht unterschätzt werden.

Zudem können die Programme auch deine Stimmung vor und nach dem Kauf beeinflussen oder analysieren. Bei Spielen sehe ich das noch nicht so eng wie halt dem Auftreten der sozialen Netzwerke. Aber leider muss ich sagen, nähern sich diese Präsentationen immer stärker an. Weil ein Videospiel auch zunehmen mit sozialen Netzwerk-Mechanismen verknüpft wird und als Internet-Plattform quasi in die Spiele integriert wird.

Also letztlich, abgesehen vom physischen oder virtuellen Aspekt, sind da schon Unterschiede bezüglich der Unterlegenheit des Betrachters.

Ein physischer Gegenstand kann sich in deiner Hand nicht jederzeit verändern (gut Eis das schmilzt mal aussen vor gelassen). Digitale und virtuelle leider immer häufiger. Von daher finde ich auch das Wort "Gegenstand" ziemlich unangebracht, aber mir ist auch noch nichts besseres eingefallen was man verwenden könnte. Virtuelles Objekt?

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