Der kleine Switch-Review Thread

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E-G
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Der kleine Switch-Review Thread

Beitrag von E-G » 01.07.2017 22:57

Wie der Titel schon andeutet wird das ein Thread für kleinere Reviews zu eher nischigeren Spielen die keinen eigenen Thread hier haben um darin quasi seine abschließenden Gedanken mitzuteilen.

Eigene Reviews und Diskussion zu Reviews anderer ausdrücklich erwünscht.
Diese werden dann in einem Verzeichnis das hier folgt auf den Entsprechenden Post verlinkt, um sie auch wiederzufinden.


Review Liste:

I am Setsuna
Review von E-G
Zuletzt geändert von E-G am 01.07.2017 23:35, insgesamt 1-mal geändert.
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E-G
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Re: Der kleine Switch-Review Thread

Beitrag von E-G » 01.07.2017 23:35

I am Setsuna
Retail-Version


Bild


Das einzige RPG zum System Launch und nicht unbedingt eines, das den besten Ruf genießt. Ich muss zugeben, ich habe es selbst auch nur gekauft, weil ich es in Japan Retail bekam, sonst hätte ich es vermutlich ebenso stehen gelassen.
Das Spiel wird gern dahingehend kritisiert, dass der Name des Entwicklers "Tokyo RPG Factory" quasi Programm ist - man könnte fast sagen, ein RPG von der Stange, oder ein glatter 5/10 Titel (auf einer normalen Skala wo 5 für absolute Durchschnittlichkeit steht). Aber ist das wirklich fair? Nachdem ich nun nach ca 20 Stunden durch bin (ist eines der kürzeren RPGs), denke ich, dass es einer der vesteckten Entwickler-NPCs im Spiel gut auf den Punkt bringt:

Bild

Nein, es ist nicht perfekt, aber keineswegs schlecht. Man muss auch dazu sagen, dass die eher ärgerlichen Elemente allesamt an den Anfang des Spiels gestellt wurden, und je weiter man kommt, umso besser wird es auch - das gilt für Story und Gameplay, und, so könnte auch argumentieren, ebenso für den Soundtrack , wobei der, leider könnte man sagen, bis zum ende hin eher Monoton bleibt (bezogen auf die Instrumente Auswahl).

Story

Das Spiel verschwendet keine Zeit damit, den Spieler mit den Problemen der Welt zu Konfrontieren: Die Welt wird bedroht von schrecklichen Monstern gegen die sich die Menschen immer weniger verteidigen können und alle paar Jahre ein Opfer dar gebracht werden muss, um die Monster im Zaun zu halten. Als zufälliger Begleiter und Beschützer dieses Opfers, bricht man nun also auf um ihr ein letztes Geleit zur Opferstätte zu geben.
Ansich kein allzu schlechter Start, leider wird die Story anfangs eher ermüdend erzählt und wird nur langsam und behutsam ausgebreitet. Unterwegs tritt sie gar oftmals eher in den Hintergrund, da, mehr oder weniger, der Weg das eigentliche Ziel ist. Der weg zur letzten Ruhestätte ist weit und beschwerlich, wird unterwegs durch den Schnee (das Hauptthema des Spiels) nicht gerade erleichtert. So geht es durch traumhafte Winterlandschaften, durchquert Wälder und Höhlen überwindet Berge und Schluchten und Hilft unterwegs immer wieder den vereinzelten Menschen die man so trifft in ihrem täglichen Kampf gegen die immer stärker werdenden Monsterhorden.
Erst kurz vor Ende macht die Story ein überraschendes Comeback, und was für eines. Selten hab ich so nen Turn-around erlebt. Hätte ich nicht gedacht aber das Ende ist ganz klar der beste Part des Spiels. Wäre der Rest auch auf dem Niveau gewesen, wäre es eher ein 8 oder 9 von 10 Spiel statt dem 5 von 10. Man könnte natürlich einwerfen, dass das ende ein wenig zu tief in Haruhi's Trickkiste gegraben, und nicht allzu revolutionär war, ich jedoch fand es unheimlich nett inszeniert.

Gameplay

Das Kampfsystem ist Anfangs ein wenig gewöhnungsbedürftig. Auch am Ende hatte ich nicht wirklich das Gefühl 100%ig den Bogen raus zu haben. Das Spiel ist zwar fordernd, aber zum Glück auch Nachsichtig genug, sodass man das System nicht perfekt beherrschen muss. Leute, die Spaß daran haben mit 100ten Skills rumzufummeln werden daran sicher ihren Spaß haben.
Was interessant daran war, war das Charaktere beim Level-up kaum HP zulegen, sondern nur alle andern Werte erhöht werden (glaube ich). Ausrüstung ist ebenso auf ein Minimum reduziert: man kann lediglich Waffe und Amulette wechseln. Letztere Haben Skill-Slots und erlauben das anlegen von 1-4 zusätzlichen Skills. Das bedeutet im endeffekt, dass man selbst vorm Endboss kaum mehr HP hat als am Anfang des Spiels und ohne entsprechende Schutzzauber problemlos mit einem Schlag Besiegt werden kann. Die Richtigen Skills, Party zusammenstellung (gibt 6-7 Charaktere) und Strategie ist also entscheidend.
Was ich am Kampfsystem aber krisieren muss ist, dass die Position der Charaktere zwar wichtig ist, ich aber keine Möglichkeit gefunden habe, diese während des Kampfes zu bewegen... Ich muss da doch was übersehen haben, oder?

Soundtrack

Wie schon geschrieben, für ein RPG hat es eine recht ungewöhnliche Instrumentalisierung - nämlich ausschließlich Klavier(e). Das kann man gut finden, da es die Winterliche Atmosphäre recht passend melancholisch untermalt, kann mir aber auch vorstellen, dass sich viele daran stören werden. Wie bei der Story galt, je weiter ich kam, umso weniger fiel es mir negativ auf. Gegen Ende hin hab ichs eigentlich kaum noch Wahrgenommen - und da gabs auch einige ganz nette Stücke.

Bild

Alles in allem ein nettes kleines RPG mit wunderbarer Atmosphere und nicht uninteressanter Story.
7/10
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Krulemuk
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Re: Der kleine Switch-Review Thread

Beitrag von Krulemuk » 02.07.2017 10:59

Vielen Dank für deinen Spielbericht. Hat mich dazu verleitet, dem Spiel doch nochmal eine Chance zu geben (Hatte es nach den ersten 2-3 Stunden weg gelegt).

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Re: Der kleine Switch-Review Thread

Beitrag von E-G » 02.07.2017 13:45

Nur damit ich dir keine falschen Illusionen mache: Am gameplay selbst ändert sich nicht viel, gegen ende hin wirds nur "erträglicher" weil man gegnergruppen dann meist mit einem Gruppenzauber weghaut. Die Highlights sind definitiv die Bosse.
Kann nicht versprechen, dass wenn man es bereits von Anfang an unerträglich findet später mögen wird. Mehr, dass, wenn man es anfangs einfach nur "ok" fand später mehr mögen wird vermutlich.
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Bedameister
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Re: Der kleine Switch-Review Thread

Beitrag von Bedameister » 02.07.2017 13:51

Ich hätte schon mal wieder Lust auf so ein "klassisches" RPG. Allerdings ist mir der Preis im eShop noch etwas zu hoch. Außerdem wäre mir eine Retail Version hier bei uns auch irgendwie lieber :?

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Re: Der kleine Switch-Review Thread

Beitrag von yopparai » 02.07.2017 22:24

Geht mir genauso. Das ist allerdings nicht mal die Schuld des Spiels. Früher hätte ich am 3DS auch 45€ für ein klassisches JRPG bezahlt. Genaugenommen hab ich das sogar, und zwar mehrfach, z.B. für Bravely Default/Second und andere. Also dürfte mir das hier eigentlich auch keine Probleme machen.

Ich denke ich bin im Moment einfach mit genug Spielen ausgelastet, auch auf der Switch. Da kommt IAS für mich einfach nur zur falschen Zeit. Im Moment müsste es dann schon mehr sein als "nur" klassisch oder "nur" gut.

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