Red Dead Redemption 2: 4Players-Talk: Besondere Momente

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Spiritflare82
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Re: Red Dead Redemption 2: 4Players-Talk: Besondere Momente

Beitrag von Spiritflare82 » 05.01.2019 11:19

Das Spiel hat ein riesenproblem und zwar, das im Grunde alles egal ist was man so machen kann. Das Camp ist egal, die Vorräte sind egal, das Jagen ist egal, die Sammelsachen sind egal, die Sidestories sind egal, die Leute die am Straßenrand stehen sind egal und die ganzen Waffen sind auch egal.

Als mir das bewusst wurde und sich die Leute am Straßenrand wiederholten( zum zweitem mal gift aussaugen, zum zweiten mal Frau irgenndwo hin bringen) ist bei mir die Illusion gerissen, als ich gemerkt habe das das Camp völlig rille ist und im Grunde eine spielbare Cutscene ist und ganz weit weg von der hier bejubelten "Partyinteraktion auf neuem Level" wurde mir das Game ebenso immer egaler.

Richtig cool war Kapitel 1-3... 3-6 war mehr so "ok, durch hier nu, ich hab genug gesehen" mit 5 als komplettem Totalausfall, das war Uncharted für Arme. Epilog war "hmm, was ist das nun, sollte das mal ein DLC sein?" und hat das abnippeln des Hauptprotagonisten irgendwo trivialisiert wenn man direkt mit dem nächsten Char losjockelt. Als dann klar wurde das man den alten Bereich im Epilog zwar erkunden kann, dort aber absolut nix los ist hab ich das Spiel nach Abschluss des Epilogs fallen lassen wie eine heiße Kartoffel.

Jetzt im Rückblick würde ich es als gekonnten Bait bezeichnen welches einem einfach nur viel vormacht, aber nichts konsequent umsetzt. Und ja, auch ich habe mich davon blenden lassen. Hab das Game ganz schnell wieder vergessen und bin im Nachhinein absolut nicht mehr begeistert davon, auch nicht von "one more deal!" Dutch. Ja, war entschleunigt, war ruhig, war von der Kulisse her toll aber das Kerngameplay war irgendwo käse und die Story hat mich letztendlich nicht vom Hocker gehauen.

Ein gutes hats aber auch: es ist das beste "cinematic" game was es gibt, und die kann ich eigentlich mal gar nicht leiden, also hats da schon was richtig gemacht.

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cM0
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Re: Red Dead Redemption 2: 4Players-Talk: Besondere Momente

Beitrag von cM0 » 05.01.2019 11:50

Balla-Balla hat geschrieben:
04.01.2019 16:15
Ich bin übrigens mit vielen Punkten des Lobes einverstanden, RDR2 ist ein besonderes Spiel, in vielen Bereichen herausragend. In vielen aber auch nicht. Es gibt Kritik, die berechtigt ist. Und diese erwarte ich zumindest thematisiert.
So sehe ich das auch. Ich kann verstehen dass man das Spiel sehr gut findet, denn es gibt durchaus Punkte, die es von anderen Spielen positiv abhebt. Die Entschleunigung hat mir z. B. auch sehr gut gefallen. Aber Es gibt Kritikpunkte die leider nicht bzw. zu wenig erwähnt werden. Die Missionen könnten besser gestaltet sein, so dass man mehr vom vorgegebenen Weg abweichen könnte. Oder auch die Steuerung. Ja, man gewöhnt sich dran aber wirklich schön ist diese nicht gelöst. Dazu fand ich den Epilog zu sehr in die Länge gezogen. Lange Zeit passierte dort nichts was wirklich interessant war.

Insgesamt trotzdem ein gutes Spiel mit dem ich meinen Spaß hatte auf Grund der ganzen positiven Aspekte, die ich hier nicht nochmal erwähnen muss. Aber eben für mich kein 94er Kandidat sondern eher im 80er Bereich angesiedelt, da es dafür einfach zu viele Kritikpunkte meinerseits gibt. Klar liegt das am Ende am persönlichen Geschmack. Bei Jörg weiß ich, selbst wenn er es nicht erklären würde, was ihn an diesem Spiel fasziniert und mit dieser Faszination gehe ich in vielen Punkten sogar mit. Ich verstehe durchaus dass aus seiner Sicht die Wertung gerechtfertigt ist. Jedoch sollte man gerade in so einer Nachbesprechung auch etwas auf die Kritikpunkte eingehen, die von vielen geäußert werden und sicher auch Matthias, Eike und Jörg aufgefallen sind. Von mir aus kann man auch versuchen, diese zu entkräften oder zu erklären, warum die nicht relevant sind, wenn es für die 3 nicht relevant war.
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Re: Red Dead Redemption 2: 4Players-Talk: Besondere Momente

Beitrag von flo-rida86 » 05.01.2019 11:58

Ribizli hat geschrieben:
04.01.2019 11:09
Bei dem Video bin ich fast so schnell eingeschlafen wie beim RDR2 spielen. Es wird krampfhaft versucht es gut zu reden..."man soll sich nur auf das ruhige und träge gameplay einlassen" wird gesagt...und wer das Spiel nicht mag ist also ein "assassins creed action junkie" der nicht weiss wie man ein Spiel genießt. Sorry aber das Spiel hat viele Gampelay schwächen und man hätte das langsame gameplay wesentlich besser umsetzen können denke ich.
Haha ok beim Anfang musste ich lachen.

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Re: Red Dead Redemption 2: 4Players-Talk: Besondere Momente

Beitrag von Freya Nakamichi-47 » 05.01.2019 11:58

Das Pferd ißt übrigens eigenständig Gras! Das habe ich mehrfach gesehen, man muß es nur mal ein bißchen in Ruhe lassen! Es braucht zwei Haferplätzchen am Tag, um "gut in Form" zu bleiben. Anders der Protagonist, der jeden Tag vier Portionen großes Wild braucht, um nicht abzumagern. Dieses Tamagotchi-Gedödel halte ich ehrlich gesagt auch für entbehrlich. Mein Protagonist ist ständig abgemagert und rennt rum wie der letzte Waldschrat. Scheint auch zu gehen. Er stirbt jedenfalls nicht. ;)

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Re: Red Dead Redemption 2: 4Players-Talk: Besondere Momente

Beitrag von Waswerbistdudenn? » 05.01.2019 13:20

Was noch nicht gesagt wurde:

Man kann das Pferd gegen eine Mauer oder einen Baum rennen lassen. Kein Pferd ist so gehorsam und dumm, sondern hat den Trieb zur Selbsterhaltung. Auch mit Feuer hätte ein untrainiertes Pferd seine Probleme und der Fluchtreflex würde einsetzen. Aber die Hauptsache ist die Pferdehoden reagieren auf die Temperatur. :lol:

Die Gegner verständigen sich anscheinend heimlich per Funk oder Handy um sich gegenseitig zur Hilfe zu rufen, anders ist das Gegnerverhalten und Erscheinen nicht zu erklären. Außerdem vermehren sie sich blitzschnell, evtl. durch Zellspaltung. :wink:

Lange, immer gleiche Animationen z.B. beim looten oder häuten, könnte man locker optional machen. Durch wegdrücken oder ausstellen im Menü. Ebenso eine richtige Schnellreisefunktion.

Beim looten, für das einem nie Zeit gelassen wird, findet man ständig die gleichen Sachen und jeder hat Gold- und Platinringe dabei.

Warum müssen jetzt Tiere möglichst real getötet werden? Ist es Spielspass fördernd, wenn das Rehkiez nach dem Treffer Schreie der Qual von sich gibt und ist das in Zukunft in Games immer so? Also ich finde das fragwürdig. :(

Auch die Gewaltdarstellung bei menschlichen Opfern ist total übertrieben und auf Gore ausgelegt. Ist mir negativ aufgefallen obwohl ich das bei anderen Games mag, aber hier ist es unpassend und übertrieben.

Das Moral- / Strafsystem funktioniert total bescheuert...

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Re: Red Dead Redemption 2: 4Players-Talk: Besondere Momente

Beitrag von laduke123 » 05.01.2019 15:49

Waswerbistdudenn? hat geschrieben:
05.01.2019 13:20
Die Gegner verständigen sich anscheinend heimlich per Funk oder Handy um sich gegenseitig zur Hilfe zu rufen, anders ist das Gegnerverhalten und Erscheinen nicht zu erklären. Außerdem vermehren sie sich blitzschnell, evtl. durch Zellspaltung. :wink:
Nur zur Info:

Die erste Funkverbindung gelang Guglielmo Marconi 1895 mit einem Knallfunkensender und dem Nachbau eines Empfängers von Alexander Stepanowitsch Popow über eine Entfernung von etwa fünf Kilometer. Diese Pioniere der Funktechnik gelten heute als die ersten Funkamateure.

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Re: Red Dead Redemption 2: 4Players-Talk: Besondere Momente

Beitrag von Freya Nakamichi-47 » 05.01.2019 16:19

Waswerbistdudenn? hat geschrieben:
05.01.2019 13:20
Was noch nicht gesagt wurde:

Man kann das Pferd gegen eine Mauer oder einen Baum rennen lassen. Kein Pferd ist so gehorsam und dumm, sondern hat den Trieb zur Selbsterhaltung.
Wenn ich mir Springreiten angucke, bin ich mir da tatsächlich nicht so sicher. Außerdem ist es doch gut, daß man gegen einen Baum reiten kann, so bleibt ein bißchen Anspruch bei der Reiterei erhalten. Würde das Pferd allem ausweichen, hieße es doch wieder "Gääähn ... das ist ja Reiten wie auf Schienen."
Die Gegner verständigen sich anscheinend heimlich per Funk oder Handy um sich gegenseitig zur Hilfe zu rufen, anders ist das Gegnerverhalten und Erscheinen nicht zu erklären. Außerdem vermehren sie sich blitzschnell, evtl. durch Zellspaltung. :wink:
Mein Gott, das ist eben die Logik: Du hast etwas Zeit, die Zeugen auszuschalten, und wenn du das vergeigst, dann kommen eben die Pinkertons oder wasweißich über dich.
Lange, immer gleiche Animationen z.B. beim looten oder häuten, könnte man locker optional machen. Durch wegdrücken oder ausstellen im Menü.
D'accord. Selbst die hübscheste Animation wird beim 1000. Betrachten langweilig.
Ebenso eine richtige Schnellreisefunktion.
Die nächste Kutsche oder der nächste Zug ist doch fast immer nur maximal zwei Minuten weg.
Beim looten, für das einem nie Zeit gelassen wird, findet man ständig die gleichen Sachen und jeder hat Gold- und Platinringe dabei.
Du sollst ja auch nicht ständig looten und sammeln, das ist die "Messädsch" des Games!
Warum müssen jetzt Tiere möglichst real getötet werden? Ist es Spielspass fördernd, wenn das Rehkiez nach dem Treffer Schreie der Qual von sich gibt und ist das in Zukunft in Games immer so? Also ich finde das fragwürdig. :(
Ja, nee, is klar. Menschen in jeder nur erdenklichen Form abballern ist okay, aber bei den armen Tierchen ist es plötzlich "fragwürdig"? Überdenke bitte mal Dein moralisches Koordinatensystem. Wächst das Huhn vom Discounter, das Du jeden Tag ißt, vielleicht auf Hühnersträuchern?
Auch die Gewaltdarstellung bei menschlichen Opfern ist total übertrieben und auf Gore ausgelegt. Ist mir negativ aufgefallen obwohl ich das bei anderen Games mag, aber hier ist es unpassend und übertrieben.
Ich bin auch kein Gore- oder Splatterfan. Aber doch, ich finde, das paßt zu einem Spiel, das Gewalt und Moral des Wilden Westens thematisiert. Plötzlich macht es nämlich nicht mehr so viel Fun wie in "GTA", nur wild um sich zu ballern. Das hat Rockstar ganz geschickt gedreht.
Das Moral- / Strafsystem funktioniert total bescheuert...
Einfach nicht durchdrehen und Amok laufen, dann wird's auch mit den Gesetzeshütern.

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Re: Red Dead Redemption 2: 4Players-Talk: Besondere Momente

Beitrag von statler666 » 05.01.2019 16:48

Jagen / fischen....
Oha! Eigentlich wollte ich nur ein gutes (Western) Game zocken! Was habe ich damals Call of Juarez geliebt aber das hier verliert sich in sich selbst. Allein schon wie der geht. Grausam. Geh weg mit Immersion und Entschleunigung. Hab zwar drei vier lustige Momente in den Game gehabt aber dann war es im ersten drittel vorbei! Kratos respektive God of War dagegen habe ich einfach durchgezogen. Keine Langeweile. Gute Unterhaltung. Bisschen Geschichte. Brachiale Kämpfe. Vielleicht hatte ich ja Anfang 2018 noch mehr Energie. LOL.

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Balla-Balla
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Re: Red Dead Redemption 2: 4Players-Talk: Besondere Momente

Beitrag von Balla-Balla » 05.01.2019 17:08

Spiritflare82 hat geschrieben:
05.01.2019 11:19
SpoilerShow
Das Spiel hat ein riesenproblem und zwar, das im Grunde alles egal ist was man so machen kann. Das Camp ist egal, die Vorräte sind egal, das Jagen ist egal, die Sammelsachen sind egal, die Sidestories sind egal, die Leute die am Straßenrand stehen sind egal und die ganzen Waffen sind auch egal.

Als mir das bewusst wurde und sich die Leute am Straßenrand wiederholten( zum zweitem mal gift aussaugen, zum zweiten mal Frau irgenndwo hin bringen) ist bei mir die Illusion gerissen, als ich gemerkt habe das das Camp völlig rille ist und im Grunde eine spielbare Cutscene ist und ganz weit weg von der hier bejubelten "Partyinteraktion auf neuem Level" wurde mir das Game ebenso immer egaler.

Richtig cool war Kapitel 1-3... 3-6 war mehr so "ok, durch hier nu, ich hab genug gesehen" mit 5 als komplettem Totalausfall, das war Uncharted für Arme. Epilog war "hmm, was ist das nun, sollte das mal ein DLC sein?" und hat das abnippeln des Hauptprotagonisten irgendwo trivialisiert wenn man direkt mit dem nächsten Char losjockelt. Als dann klar wurde das man den alten Bereich im Epilog zwar erkunden kann, dort aber absolut nix los ist hab ich das Spiel nach Abschluss des Epilogs fallen lassen wie eine heiße Kartoffel.

Jetzt im Rückblick würde ich es als gekonnten Bait bezeichnen welches einem einfach nur viel vormacht, aber nichts konsequent umsetzt. Und ja, auch ich habe mich davon blenden lassen. Hab das Game ganz schnell wieder vergessen und bin im Nachhinein absolut nicht mehr begeistert davon, auch nicht von "one more deal!" Dutch. Ja, war entschleunigt, war ruhig, war von der Kulisse her toll aber das Kerngameplay war irgendwo käse und die Story hat mich letztendlich nicht vom Hocker gehauen.

Ein gutes hats aber auch: es ist das beste "cinematic" game was es gibt, und die kann ich eigentlich mal gar nicht leiden, also hats da schon was richtig gemacht.
Du hast vollkommen recht, auf den Inhalt bin ich bisher aufgrund des unvermeidmaren spoilerns nicht eigegangen. Aber auch der ist diskussionswürdig. Wenn man noch den Aufbau der quests dazu nimmt, fragt man sich echt wie sowas ein goty werden konnte. Kurz wurde da ja wenigstens im Gespräch drauf eingegangen, wobei das allerdings als Meckern auf dem höchsten Niveau bezeichnet wurde. Nun ja.
Wenn man die Landschaft als wichtigstes Element nimmt, vielleicht. Für mich ist eine Landschaft nur dann wichtig, wenn sie ins Spiel eingebunden ist und bis vielleicht auf die Jagd sehe ich da wenig. Irgendjemand schrieb noch vom tollen Angeln. Angeln? Echt jetzt? Als highlight in einem Western game?

Bricht man die story etwas runter, hat man eine eher spießige Kommune von outlaws, einen Anführer, der
SpoilerShow
aber auch jeden raid vermasselt, dabei immer weiter durchknallt, alle merken das und keiner unternimmt etwas dagegen. Wenn man ganz gnädig ist, kann man das noch als Aufruf zur Individualität verstehen, statt Idioten wie Hitler, Guevara, Bagwahn oder eben Dutch hinterherzulaufen. Klasse message. Man könnte aber auch behaupten, dass das Drehbuch schlicht etwas lahm war und man aus dem guten Grundkonstrukt einfach eine bessere Geschichte hätte schreiben können. Ohne Überraschung ging die ganze Chose dann dem unvermeidbaren Ende entgegen, so wie schon im Teil 1. Echt überrascht hätte mich sowas wie ein happy end.
Ach ja, wer war übrigens der Verräter? Überraschung: das größte Arschloch der Gruppe. Nicht mal da gönnte man dem viewer, äh, Spieler einen kleinen switch.
Dann lässt man die Story auch noch quasi im 2. Drittel des Spieles abrupt enden und ohne Vorwarnung sind sämtliche quests weg, an denen man noch halbwegs Interesse hatte. Das kann man wieder mutig finden, weil tot ist nun mal tot, aus, vorbei, man kann es aber auch scheisse finden und ein dezenter Hinweis, so langsam mal mit seinen quests fertigzuwerden, hätte imho nicht die gelobte Autenzitität gekillt.
Der Epilog selbst dient allein dem Hinbiegen auf Teil 1 und wahrscheinlich dem Verkauf zusätzlicher DLCs. Als Aufgabe gibt´s erst mal entschleunigtes Scheisse schippen bevor etwas action geboten wird und ein ganz schwaches Finale, wobei Dutch einfach entkommt. Auch das ist DLC verdächtig und wäre dann eine bodenlose Unverschämtheit, da man damit den Käufern auf 2 disks quasi nur die halbe Geschichte verkaufte. Offene Fragen gibt es ja noch zuhauf. Gut, Rockstar ist nicht verpflichtet, diese zu beantworten, ein gutes Storytelling tut das aber nun mal.
Nee, sorry. Auch die Story ist, beleuchtet man sie mal genauer, nicht das Gelbe vom Ei. Frei von Überraschungen, lang gezogen mit dem immergleichen: we need money, just one more big thing - um wenigstens etwas action unterzubringen. Wenn man so will, ist sie einfach nur simpel. Dass es auch hierbei so wenig Kritik gibt, verstehe ich nicht.

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Re: Red Dead Redemption 2: 4Players-Talk: Besondere Momente

Beitrag von Freya Nakamichi-47 » 05.01.2019 17:43

Balla-Balla hat geschrieben:
05.01.2019 17:08
Nee, sorry. Auch die Story ist, beleuchtet man sie mal genauer, nicht das Gelbe vom Ei. Frei von Überraschungen, lang gezogen mit dem immergleichen: we need money, just one more big thing - um wenigstens etwas action unterzubringen. Wenn man so will, ist sie einfach nur simpel. Dass es auch hierbei so wenig Kritik gibt, verstehe ich nicht.
So langsam komme ich mir wirklich vor wie ein Fanboy. Ich halte "RDR 2" auch nicht für perfekt, "perfekt" gibt's bei mir sowieso nicht, aber wie man da noch über die Story jammern kann, ist mir ein Rätsel. Es ist zunächst mal ein Videospiel und kein Roman. Wer eine gute Story sucht, der führt sich mal ein gutes Buch zu Gemüte. Gemessen daran, daß "RDR 2" ein Videospiel ist, hat es erstaunlich gut durchdachte und gut erzählte Charaktere in petto -- mehr, als man das sonst so gewöhnt ist.

Ich habe noch nie zu der Story-Fraktion gehört. Ein gutes Spiel braucht keine Story. Guck Dir "Pac-Man" oder Schach an, das sind Spiele für die Ewigkeit, die keine Story haben. "RDR 2" hat eine. Was bemängelst Du denn? Daß sie nicht so gut ist wie ein Roman von Cormack McCarthy? Dann lies doch mal einen Cormack McCarthy oder irgendein anderes gutes Buch.

Ich hab's selbst schon erlebt, daß die Leute sich bei "The Last of Us" über die schlechte Story mokiert haben. Dabei hat dieses Spiel eine neue Marke in Sachen Storytelling in Games gesetzt. "RDR 2" hat so seine Schwächen, aber eine schlechte Story gehört IMHO nicht dazu. Natürlich sind manche Charaktere wie Dutch etwas eindimensional, ein Arthur Morgan ist es nicht, und überhaupt darf man nicht vergessen, daß Film und Videospiel so ihre eigenen Anforderungen an die Dramaturgie mitbringen, die mit dem Buch nicht vergleichbar ist. Und warum sollte es so falsch sein, den Anführer als geistig eher durchschnittlich begabt darzustellen? Glaubst Du, Gang-Anführer und -Verführer seien zu allen Zeiten Hemingways gewesen? Das waren zum Teil bestimmt auch ziemliche Nulpen, die nur eins konnten: Menschen verführen.

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Re: Red Dead Redemption 2: 4Players-Talk: Besondere Momente

Beitrag von KATMANDU » 05.01.2019 18:14

RDR2 Online ist doch ne echte BETA , da habe ich mich wirklich getäuscht . Mein Gott . . ES ist ne MICROTRANSAKTIONEN BETA . Da würde ich sogar darauf wetten . Die schrauben da praktisch ständig daran herum . Haben das auch ganz stolz verkündet das sie das Wirtschaftssystem jederzeit anpassen können und das ganz ohne Update. Wie innovativ , sobald sie merken das die Gamer zuwenig Gold mit Chash kaufen wird da ein bischen daran gedreht.

Aktuell gibts zur Zeit keine Schatzkarten mehr wenn man Banditenstützpunkte einnimmt. Was das einzigste magere Highlight in GTA Online ist . Echt traurig . Ich mein jetzt nicht die Schatzkarte sondern eher dieses simple Banditen Nest aus PS2 Zeiten

Ach ja der Gras fressende Gaul ist ein Fake , der tut nur so . Füttern muss man trotzdem ständig . Ja selbst der Eigene Gaul in RDR Online verarscht uns .

DIE Ki ist übrigens 1 zu 1 von GTA übernommen . Die Welt wird praktisch mit dieser Ki zugeschissen . So ne typische Rockstar Fake Ki . Auf jedem Scheiss Weg selbst im letzten Winkel wird da alle 100 meter ne Ki hingepflanzt. Die nichts tut ausser geziehlt mit dem Gaul in dein Gaul reinlenkt wenn man zu schnell daran vorbeireitet . Dasselbe tun auch die KI Autofahrer in GTA , Auch die lies sprü¨che ab und ballern konnte die auch schon . Wie aufregend . nur mal so als beispiel .

Noch ein Beispiel . Die Saloons . man kann reingehen sich besaufen und das wars . sobald man allerdings ne Schlägerei anfangt fängt die KI sofort zu ballern an . Ich einfältiger Pinsel dachte doch wirklich das da ne Massenschlägerei startet bis dann der Sheriff kommt und ein hinter Gitter bringt . Um dann von deinen Kumpels befreit zu werden . Das hätte doch Spass gemacht , Rockstar versteht da aber Kein Spass sondern resycelt lieber die dämliche Ki aus GTA

Da hat Rockstar ein irren Gewinn mit dem Letzten GTA eingefahren und was macht der Laden resycelt praktisch 80% GTA in RDR . Wenn nicht sogar mehr .. Aber das ist kein GTA das ist ein Western Game . Und das ist es auch was einige Gamer so extrem ärgert.

Noch was zur Storry man könnte meinen Die Storry das ganze Konstrukt sei von so einer Nulpe geschrieben worden , dessen Horrizont gerade mal bis zum Tisch ende reichte . Oder dachte der vielleicht das die Zocker die totalen Nulpen sind . Ne mein lieber Vorposter in der regel waren die Leader früher eher aussergewöhnliche Menschen und ganz sicher keine Nulpen , weil sonst hätten die sich gar nicht durchsetzen können in dieser archaischen Welt
Zuletzt geändert von KATMANDU am 05.01.2019 18:36, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Red Dead Redemption 2: 4Players-Talk: Besondere Momente

Beitrag von Freya Nakamichi-47 » 05.01.2019 18:32

Welches Spiel hatte denn eigentlich wirklich mal eine gute KI? Mir fällt da nur einer dieser "Tomb Raider"-Teile ein, weiß nicht mehr welcher, da fingen die Gegner tatsächlich mal an, mich einzukreisen, wenn ich zu lange rumgezögert habe. Ansonsten ist da nur die große Leere: größtenteils geskripteter und tumber Müll. Auch bei "RDR 2" sind die meisten Gegner nur Kanonenfutter. Sie kommen mal alleine angelaufen, aber nie im Rudel, sie sprechen sich auch nie ab, sondern riskieren alles wie Maradona im Alleingang.

KI, also "echte" KI, irgendwas mit Deep learning oder wie sich das schimpft, wäre tatsächlich mal eine grandiose Neuerung in Videospielen. Jörg hat das ja auch immer mal wieder angemahnt, z. B. für Interaktionen mit NPCs. Dazu muß man aber wissen: Das, was wir heutzutage KI nennen, braucht ungeheuer große Datenmengen, riesige Rohdatensammlungen. Die könnten dann natürlich nur irgendwo, wie z. B. bei Alexa, auf zentralen Amazon-Servern oder so in irgendwelchen NoSQL-Datenbanken liegen, die auch die erforderliche CPU-Power zur Verfügung stellen. Und da reden wir nicht über Scarlett und auch nicht über die PS5 und auch nicht über Linux-Server mit 96 CPUs: da reden wir über Cluster von Nvidia-Grafikkarten, die sich kein Normalsterblicher leisten kann. Und natürlich wäre ein solches Spiel dann "always on".

Aber auch weit abseits solcher Supercomputer könnte man ja mal Gegnern etwas Intelligenz einhauchen. Böse formuliert, war das auch schon auf einem C64 möglich. Das kriegt dann wohl selbst noch eine Switch hin.

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Re: Red Dead Redemption 2: 4Players-Talk: Besondere Momente

Beitrag von Some Guy » 05.01.2019 18:37

Ribizli hat geschrieben:
04.01.2019 11:09
Bei dem Video bin ich fast so schnell eingeschlafen wie beim RDR2 spielen. Es wird krampfhaft versucht es gut zu reden..."man soll sich nur auf das ruhige und träge gameplay einlassen" wird gesagt...und wer das Spiel nicht mag ist also ein "assassins creed action junkie" der nicht weiss wie man ein Spiel genießt. Sorry aber das Spiel hat viele Gampelay schwächen und man hätte das langsame gameplay wesentlich besser umsetzen können denke ich.
Das war leider auch meine Erfahrung mit dem Spiel. Ich war mir eigentlich relativ sicher, dass das auch für mich ein riesiger Meilenstein sein würde nachdem ich all die Eindrücke gelesen habe. Ich mag und schätze Spiele, die stark auf Atmospähere setzen, ich habe 80+ Stunden Rollenspiel-Epen mehrmals durchgespielt und jede Minute genossen. Aber RDR2 war für mich das Vorzeigespiel für alles, weshalb ich Open World mittlerweile nahezu verabscheue. Nach 10-15 Stunden Spielzeit habe ich fast nichts getan als mir Animationen anzusehen und von A nach B zu reiten, und das Spiel frustriert liegen lassen. Innerhalb dieser Zeit habe ich in Spielen wie Life is Strange schon mehrere Höhen und Tiefen erlebt, ohne gehetzt zu werden. Jede Aktion wird durch möglichst realistische Darstellung verlangsamt, jede Quest(-reihe), die mal spannend wird, wird durch mindestens drei Mal so lange Reiteinlagen unterbrochen. Ich darf durch Camps nur langsam laufen, für jedes Mal looten darf ich 10 Sekunden warten, bis die Animation durch ist - mir entzieht sich der Mehrwert durch all diese Kleinigkeiten. Es wird gefeiert und als neuer Standard bezeichnet, mich ödet es einfach nur an. Ich sehe da auch keinen Aspekt im Sinne von "Spieler den Spiegel vorhalten", es gab in meiner kurzen Spielzeit nämlich durchaus auch mehrmals konkrete Aufforderungen zum looten.

Mittlerweile vermisse ich wirklich die Ära der früheren 3D Rollenspiele a la Gothic und KotoR, in denen man in stark begrenzten Gebieten seine Quests erfüllt hat und sich einfach nur von Geschichten und Charakteren treiben lassen hat, ohne erstmal 20 Minuten Leerlauf hinnehmen zu müssen. Wenn ich woanders hin will, klicke ich eben auf eine Karte und bin sofort da, wo es auch interessant ist (oder die Gebiete sind so eng, dass die Reisezeit kaum der Rede wert ist und man wird eher selten weit weg geschickt). Klar gibt es auch für "ungeduldige" einen Haufen Spiele, aber ich war immer ein riesen Fan von Rollenspielen, und genau da ist die Open World mittlerweile eher Standard als die Ausnahme, und der interessante Inhalt weicht mehr und mehr massiven uninspiriertem Inhalt.

Vielleicht hätten mir durch die gesamte Spielzeit hinweg auch noch einige Dinge gefallen, aber die enorme Zeit an Leerlauf ist es mir einfach nicht wert, das herauszufinden. Dafür gibt es zu viele andere Werke, denen ich in der Zeit eine Chance geben will.
Zuletzt geändert von Some Guy am 05.01.2019 19:08, insgesamt 1-mal geändert.

KATMANDU
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Re: Red Dead Redemption 2: 4Players-Talk: Besondere Momente

Beitrag von KATMANDU » 05.01.2019 18:43

Freya Nakamichi-47 hat geschrieben:
05.01.2019 18:32
Welches Spiel hatte denn eigentlich wirklich mal eine gute KI? Mir fällt da nur einer dieser "Tomb Raider"-Teile ein, weiß nicht mehr welcher, da fingen die Gegner tatsächlich mal an, mich einzukreisen, wenn ich zu lange rumgezögert habe. Ansonsten ist da nur die große Leere: größtenteils geskripteter und tumber Müll. Auch bei "RDR 2" sind die meisten Gegner nur Kanonenfutter. Sie kommen mal alleine angelaufen, aber nie im Rudel, sie sprechen sich auch nie ab, sondern riskieren alles wie Maradona im Alleingang.

KI, also "echte" KI, irgendwas mit Deep learning oder wie sich das schimpft, wäre tatsächlich mal eine grandiose Neuerung in Videospielen. Jörg hat das ja auch immer mal wieder angemahnt, z. B. für Interaktionen mit NPCs. Dazu muß man aber wissen: Das, was wir heutzutage KI nennen, braucht ungeheuer große Datenmengen, riesige Rohdatensammlungen. Die könnten dann natürlich nur irgendwo, wie z. B. bei Alexa, auf zentralen Amazon-Servern oder so in irgendwelchen NoSQL-Datenbanken liegen, die auch die erforderliche CPU-Power zur Verfügung stellen. Und da reden wir nicht über Scarlett und auch nicht über die PS5 und auch nicht über Linux-Server mit 96 CPUs: da reden wir über Cluster von Nvidia-Grafikkarten, die sich kein Normalsterblicher leisten kann. Und natürlich wäre ein solches Spiel dann "always on".

Aber auch weit abseits solcher Supercomputer könnte man ja mal Gegnern etwas Intelligenz einhauchen. Böse formuliert, war das auch schon auf einem C64 möglich. Das kriegt dann wohl selbst noch eine Switch hin.
Ach höre doch auf , da plapperst du brav denen hinter die immer für alles ne Ausrede parat haben

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Re: Red Dead Redemption 2: 4Players-Talk: Besondere Momente

Beitrag von Freya Nakamichi-47 » 05.01.2019 18:44

KATMANDU hat geschrieben:
05.01.2019 18:43

Ach höre doch auf , da plapperst du brav denen hinter die immer für alles ne Ausrede parat haben
Inwiefern jetze?

EDIT 1: Ich vermute, da war der Geduldsfaden mal wieder zu kurz, um bis zum letzten Satz zu lesen. So fünf Absätze, das ist halt schon ziemlich viel für die Generation ADHS.

EDIT 2: Da ja hier keine Mehrfachposts erlaubt sind: Hat jetzt mal jemand Gavin (übrigens nicht "Kevin", T@xtchef ;)) gefunden?
SpoilerShow
Ich habe Nigel getötet, weil er irgendwie nichts Neues mehr zu erzählen hatte, und ihm einen Brief abgeluchst, aber der macht mich auch nicht schlauer. So langsam glaube ich, das ist ein Easter egg ohne Auflösung, oder irgendwas in Richtung "Angel Heart", und Nigel ist wirklich Gavin.

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