Spielkultur: Wie gehen wir zukünftig mit Mikrotransaktionen um?

Hier könnt ihr über Trailer, Video-Fazit & Co diskutieren.

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Bachstail
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Re: Spielkultur: Wie gehen wir zukünftig mit Mikrotransaktionen um?

Beitrag von Bachstail » 15.02.2018 09:34

Ryan2k6 hat geschrieben:
14.02.2018 20:07
Grind macht nie Spaß. Niemand grindet, weil man das grinden so geil findet, sondern nur um ein Ziel zu erreichen.
Also ICH grinde, weil es mir Spaß macht.

"Geil" ist hier das falsche Wort aber ich grinde nicht ausschließlich, um etwas zu erreichen, sondern weil ich es spaßig finde.

Die Aussage, dass "Grind nicht gleich Grind" ist, unterstütze ich aber, denn es gibt guten Grind wie in Diablo, Titan Quest und Co., wo es Spaß macht, seinene Fähigkeiten zu nutzen, Monsterhorden zu töten und zeitgleich nach Items zu farmen oder in einem JRPG, in welchem man für Level grindet und ebenfalls seine Fähigkeiten nutzen kann und es gibt schlechten Grind wie in einem MMO, wo man für ein bestimmtes Item über mehrere Stunden ein und denselben Mob auf die immer gleiche Weise farmt, da die Drop Chance sehr gering ist.

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an_druid
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Re: Spielkultur: Wie gehen wir zukünftig mit Mikrotransaktionen um?

Beitrag von an_druid » 15.02.2018 10:12

magandi hat geschrieben:
14.02.2018 20:58
Infiniteo hat geschrieben:
14.02.2018 10:09
Wenn ich mir mal beispielsweise Street Fighter V oder FFXV anschaue, dann finde ich es einfach nur traurig, was aus diesen guten Spielreihen geworden ist.
diese spiele hätten hier wohl gelb bekommen, da sie nur kosmetische mikrotransaktionen anbieten. generell finde ich wird hier unnötig ein fass aufgemacht. seien wir ehrlich nur ein publisher treibt es zu weit und das ist ea. jeder der auch nur gelegentlich zockt dürfte wohl von dem battlefront debakel erfahren haben.
Nein es ist leider bei weitem nicht EA. 2k,MS,Acti-Blizz,Namco, Capcom, Bethesda (Pferdedecke - erstes Thema) und mehr nutzen es auch, die sind zuzeit einfach nur nicht so im Visier. Ich würde fast schon behaupten dass es die meisten Publisher möchten es. Die frage, aus Publisherseite immer gestellt wird, ist: wo ist für den Spieler die Grenze und wie kann man diese undurchschaubarer machen, damit die Überweisung so schnell und konstannt wie möglich erfolgt.

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adlerfront
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Re: Spielkultur: Wie gehen wir zukünftig mit Mikrotransaktionen um?

Beitrag von adlerfront » 15.02.2018 10:37

Grundsätzlich finde ich das eine gute Idee!
Aber wird genauso Diskussionen hervorrufen, wie die eigentliche Wertungszahl am Ende auch.

Verstehe nach dem Video z.B. nicht, wieso AC Origins ein Orange eingestuft werden sollte?
Hab in 80 Std Kampangen nichts von dem Shop mitbekommen, geschweige denn dass man irgendwas großartig damit erreichen könnte.
Ist halt leider alles sehr schwammig. Wenn einen das Spiel wirklich interessiert, bringt so eine 5-Punkte-Skala am Ende eines Test nicht so viel. Lediglich Leute, die komplett alle Spiele mit solchen System meiden können wissen: "Es ist nicht grün, ich kauf es nicht". Der Rest muss nach wie vor teilweise ewige Nachforschungen anstellen, bis man durchblick.
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sphinx2k
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Re: Spielkultur: Wie gehen wir zukünftig mit Mikrotransaktionen um?

Beitrag von sphinx2k » 15.02.2018 11:00

Zu Grind oder nicht Grind.
Es ist eine recht delikate Balance Grind richtig zu machen. Zu viel und ich hab schnell das Gefühl im Hamsterrad zu sitzen. Zu wenig..dann muss das restliche Gameplay eben passen.
Was aber ein Problem ist, gibt es eine Möglichkeit mit Geld den Grind abzukürzen. Löst das bei mir direkt den Gedanken aus...da wurde am Spielfluss gedreht damit mehr Leute Geld ausgeben.
Noch dazu
...ist es ein Online Spiel und jemand kürzt so ab -> Pay2Win, Cheater wie auch immer man es nennen möchte.
...Singelplayer -> Da suche ich mir lieber selbst einen Cheat wenn ich es will als das ich dafür auch nur einen Cent ausgebe.
...bei einem Hybrid, Singelplayer mit Multiplayer Option (mit Freunden). Da muss man sich mit denen einigen was man macht entweder alle oder keiner -> also entweder bescheißt einer, oder alle Cheaten um Level XY zu erreichen.

Das ist zumindest meine Meinung.

Ryan2k6
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Re: Spielkultur: Wie gehen wir zukünftig mit Mikrotransaktionen um?

Beitrag von Ryan2k6 » 15.02.2018 12:28

Skabus hat geschrieben:
15.02.2018 08:31
Ryan2k6 hat geschrieben:
14.02.2018 20:07
Grind macht nie Spaß. Niemand grindet, weil man das grinden so geil findet, sondern nur um ein Ziel zu erreichen.
Oh da irrst du dich. Ich kenne Spieler die total darauf abfahren stundenlang stumpf das selbe zu machen und in nem MMORPG nen Mob umzuhauen, der ne Droprate von 0,000025% hat. Mich persönlich ödet das schon nach spätestens 10 Minuten an. Aber ich kenn das Enthusiasten die ziehen das eiskalt einen ganzen Tag durch.

Der selbe Kollege hat früher für mich auch das Grinden in diversen SNES-Games übernommen, weil ich darauf keinen Bock hatte, er aber schon. Das war schon merkwürdig, wenn auch sehr nützlich ;)

MfG Ska
Genau das meine ich doch, derjenige macht es um den Drop zu bekommen und ist halt sehr schmerzfrei, aber er grindet nicht, des Grindens willen.

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MaxDetroit
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Re: Spielkultur: Wie gehen wir zukünftig mit Mikrotransaktionen um?

Beitrag von MaxDetroit » 15.02.2018 12:30

Ryan2k6 hat geschrieben:
14.02.2018 20:07
MaxDetroit hat geschrieben:
13.02.2018 16:11
Grind ist nicht gleich Grind.
Grind macht nie Spaß. Niemand grindet, weil man das grinden so geil findet, sondern nur um ein Ziel zu erreichen. Einen Boss noch mal auf eine andere Weise umhauen ist kein Grind. Grind ist über einen längeren Zeitraum immer wieder das gleiche zu tun, damit am Ende etwas dabei rauskommt bzw. man etwas erreicht, dass man will. Je nach persönlichem Geschmack nimmt der eine da mehr in Kauf als der andere. Aber das macht keinen Spaß. Du hast Spaß das Spiel zu spielen, aber stupide immer das gleiche tun ohne dass es dich weiterbringt, macht keinen Spaß.

Okay, pass mal auf, ich spiele gerade Monster Hunter World und um ein Rüstungs-Set zu bauen muss man ein Monster (z.B. einen Rathalos oder Nergigante) mehrmals jagen und erlegen. Man könnte auch sagen das man ein Monster farmen muss. Oder man könnte es auch Grind nennen. Trotzdem macht mir das immer wieder Spass weil jede Jagd anders ist, man mit anderen Mitspielern in anderen Konstellationen zusammenspielt oder weil mal wieder ein Bagelgoose in die Jagd reinbombt und alles aufmischt. Dieser "Grind" macht mir tierischen Spass und ich kann nicht genug davon bekommen. Und es geht mir dabei nicht nur um die Rüstung, das jagen selber, das Gameplay macht immer wieder Spass. Ich denke das Problem ist das du das Wort "Grind" anders definierst als ich und es bei dir grundsätzlich wesentlich negativer besetzt ist als bei mir.

Und genau das meine ich auch mit "Grind ist nicht gleich Grind". Es gibt den Grind so wie du ihn oben beschreibst, und den verurteile ich ebenso wie du, besonders wenn er bewusst eingebaut wird um Microtransactions zu platzieren die einem den langweiligen Grind ersparen. Dann gibt es aber auch den Munster Hunter Grind, der absolut Spass macht obwohl man drei, vier oder fünf mal das gleiche Monster jagt. Vielleicht ist das Wort 'Grind' hierfür nicht angebracht, aber ich kenne auch kein besseres oder treffenderes Wort dafür.
Zuletzt geändert von MaxDetroit am 15.02.2018 12:35, insgesamt 3-mal geändert.

Ryan2k6
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Re: Spielkultur: Wie gehen wir zukünftig mit Mikrotransaktionen um?

Beitrag von Ryan2k6 » 15.02.2018 12:31

Bachstail hat geschrieben:
15.02.2018 09:34
Ryan2k6 hat geschrieben:
14.02.2018 20:07
Grind macht nie Spaß. Niemand grindet, weil man das grinden so geil findet, sondern nur um ein Ziel zu erreichen.
Also ICH grinde, weil es mir Spaß macht.

"Geil" ist hier das falsche Wort aber ich grinde nicht ausschließlich, um etwas zu erreichen, sondern weil ich es spaßig finde.

Die Aussage, dass "Grind nicht gleich Grind" ist, unterstütze ich aber, denn es gibt guten Grind wie in Diablo, Titan Quest und Co., wo es Spaß macht, seinene Fähigkeiten zu nutzen, Monsterhorden zu töten und zeitgleich nach Items zu farmen oder in einem JRPG, in welchem man für Level grindet und ebenfalls seine Fähigkeiten nutzen kann und es gibt schlechten Grind wie in einem MMO, wo man für ein bestimmtes Item über mehrere Stunden ein und denselben Mob auf die immer gleiche Weise farmt, da die Drop Chance sehr gering ist.
Deine Beispiele passen nicht, ist alles Grind um ein Ziel zu erreichen. Nimm die Items weg, dann macht es keiner mehr. Ohne Motivation, ohne Ziel grindet man nicht. Oder gib mir ein Beispiel wo du grindest, einfach nur weil du grinden willst, nicht um damit etwas zu erreichen.

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adlerfront
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Re: Spielkultur: Wie gehen wir zukünftig mit Mikrotransaktionen um?

Beitrag von adlerfront » 15.02.2018 12:42

Ryan2k6 hat geschrieben:
15.02.2018 12:31
Bachstail hat geschrieben:
15.02.2018 09:34
Ryan2k6 hat geschrieben:
14.02.2018 20:07
Grind macht nie Spaß. Niemand grindet, weil man das grinden so geil findet, sondern nur um ein Ziel zu erreichen.
Also ICH grinde, weil es mir Spaß macht.

"Geil" ist hier das falsche Wort aber ich grinde nicht ausschließlich, um etwas zu erreichen, sondern weil ich es spaßig finde.

Die Aussage, dass "Grind nicht gleich Grind" ist, unterstütze ich aber, denn es gibt guten Grind wie in Diablo, Titan Quest und Co., wo es Spaß macht, seinene Fähigkeiten zu nutzen, Monsterhorden zu töten und zeitgleich nach Items zu farmen oder in einem JRPG, in welchem man für Level grindet und ebenfalls seine Fähigkeiten nutzen kann und es gibt schlechten Grind wie in einem MMO, wo man für ein bestimmtes Item über mehrere Stunden ein und denselben Mob auf die immer gleiche Weise farmt, da die Drop Chance sehr gering ist.
Deine Beispiele passen nicht, ist alles Grind um ein Ziel zu erreichen. Nimm die Items weg, dann macht es keiner mehr. Ohne Motivation, ohne Ziel grindet man nicht. Oder gib mir ein Beispiel wo du grindest, einfach nur weil du grinden willst, nicht um damit etwas zu erreichen.
Der Begriff GRIND kann nicht ohne ein Ziel, dass man erreichen will verwendet werden.
Natürlich ergeben seine Beispiele Sinn. Du kannst niemandem absprechen, dass der Weg zum Ziel (der Grind) manchen Leuten u.U. Spaß macht.
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MaxDetroit
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Re: Spielkultur: Wie gehen wir zukünftig mit Mikrotransaktionen um?

Beitrag von MaxDetroit » 15.02.2018 12:50

Ryan2k6 hat geschrieben:
15.02.2018 12:31
Deine Beispiele passen nicht, ist alles Grind um ein Ziel zu erreichen. Nimm die Items weg, dann macht es keiner mehr. Ohne Motivation, ohne Ziel grindet man nicht. Oder gib mir ein Beispiel wo du grindest, einfach nur weil du grinden willst, nicht um damit etwas zu erreichen.
Ich denke das es durchaus okay ist dem Spieler ein Ziel, eine Belohung in Aussicht zu stellen als grundlegende Motivation für seine Tätigkeit. Sei es nun eine Highscore bei Space Invaders oder Pacman, die Rakete bei Tetris, das vorantreiben der Story bei Day of Tentacle, der Abspann von Half Life oder eine tolle Waffe bei Diablo. Es geht doch eher darum ob die Tätigkeit im Spiel die man dafür verrichten muss an sich Spass macht und unterhält, oder eine langweilige Qual ist. Dein Argument ist das alles eine langweilige Qual ist wenn man das Ziel wegnimmt, und da würde ich widersprechen.

Der Loot, die Rewards, die Story sind halt die Kirsche auf der Torte, die sogenannten extrinsischen Motivationen. Im Spieldesign ist das vollkommen okay solche Anreize einzubauen. Ich brauche aber auch intrinische Motivationen die vom Gameplay her kommen für ein richtig gutes Spiel (wie z.B. "Mastery", das ich die Controls, den Combat, die Mechaniken meistere und immer besser in meinen Fähigkeiten als Spieler werde). Schach ist z.B. das meistgebrachte Beispiel für intrinsische Motivation. Mich als Spieler weiter zu entwickeln, meine Fähigkeiten, mein Spielverständnis auszubauen sind hier die treibenden Motivationen.

Spiele die ausschließlich nur mit extrinischen Motivation arbeiten sind eben meist langweilige Grinder, anfällig für Pay-to-Win Microtransactionen. Spiele die den Spieler fordern und eine Entwicklung im Spieler in Gang setzen, und wo sich nicht nur mein Charakter im Spiel weiterentwickelt, sondern auch meine Fähigkeiten als Spieler, bei denen kann dann auch der "Grind" Spass machen. Und ich würde da per se Diablo und Titan Quest nicht von ausschließen, obwohl deren Mechanismen für extrinsische Motivationen extrem stark ausgeprägt sind.
Zuletzt geändert von MaxDetroit am 15.02.2018 12:52, insgesamt 1-mal geändert.

Ryan2k6
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Re: Spielkultur: Wie gehen wir zukünftig mit Mikrotransaktionen um?

Beitrag von Ryan2k6 » 15.02.2018 12:50

Schon, in dem derjenige es auch machen würde, wenn es kein Ziel gäbe. Aber das ist sicherlich schwierig zu belegen.

Vielleicht ist es wirklich eine Sache der Definition. Und das was oben über MH gesagt wurde, würde ich nicht als Grind, sondern als "das Spiel spielen" bezeichnen.

Aber der klassische Grind für mich ist, dass man Stunden und Tage etwas immer gleiches macht, was einem nichts bringt, außer am Ende irgendein optional Item oder Achievement oder anderes Ziel zu erhalten. Und in diesen Fällen, behaupte ich, würde es niemand tun, ohne eben diese "Belohnung", weil der Weg dahin beschwerlich und nicht spaßig ist.

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Bachstail
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Re: Spielkultur: Wie gehen wir zukünftig mit Mikrotransaktionen um?

Beitrag von Bachstail » 15.02.2018 13:37

Ryan2k6 hat geschrieben:
15.02.2018 12:31
Deine Beispiele passen nicht, ist alles Grind um ein Ziel zu erreichen. Nimm die Items weg, dann macht es keiner mehr. Ohne Motivation, ohne Ziel grindet man nicht. Oder gib mir ein Beispiel wo du grindest, einfach nur weil du grinden willst, nicht um damit etwas zu erreichen.
Grinding setzt per Definition vorraus, dass Du am Ende etwas für das Grinden bekommst, bekommst Du nichts, ist es kein Grind, ergo ist es nahezu unmöglich Dir ein Beispiel zu nennen, in welchem man grindet, onhe etwas zu bekommen, da dies schlicht nicht möglich ist.
Aber der klassische Grind für mich ist, dass man Stunden und Tage etwas immer gleiches macht, was einem nichts bringt, außer am Ende irgendein optional Item oder Achievement oder anderes Ziel zu erhalten.
Und genau das trifft auf meine Beispiele zu, das ist Grind, denn letztlich bekommt man ja etwas dafür, auch wenn es nur ein kosmetisches Item oder ein Erfolg ist.

Ich habe mir in World of Warcraft damals den Titel des "Blutsegeladmirals" erfarmt, dieser setzt vorraus, dass ich mich über Stunden mit NPCs kloppe, um Ruf bei einer Fraktion zu grinden, welche keinerlei Sinn und Zweck innerhalb der Welt erfüllt außer Spielern diesen Titel zu verpassen, ursprünglich ist diese Fraktion eigentlich nur ein Gegner innerhalb des Levelvorgangs im unteren Levelbereich.

Nach mehreren Stunden hatte ich den erforderlichen Ruf und meine Belohnung war am Ende ein Titel und ein kosmetischer Piratenhut, welche beide keinerlei Einfluss auf meinen Charakter haben, außer dass ich das Gefühl habe, mir etwas erarbeitet zu haben, ich hatte durch diesen Grind am Ende sogar Nachteile, da die NPcs, welche ich dafür habe töten müssen, zu einer anderen Fraktion gehören, welche innerhalb des Spiels sogar ziemlich wichtig sind, da sie ein fraktionsübergreifendes Auktionshaus besitzen und allgemein viele Quests zum Leveln bereitstellen.

Und ich hatte Spaß beim Grinden des Titels.

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Re: Spielkultur: Wie gehen wir zukünftig mit Mikrotransaktionen um?

Beitrag von GenerischerUsername » 15.02.2018 14:04

Ich empfinde die Idee als gut und sinnvoll. Vielleicht kann damit sogar Aufmerksamkeit für diese Problematik bei Lesern und potenziellen Käufern geweckt werden, welche Tests nur überfliegen und sich hauptsächlich auf die Wertung beziehen. Wie wahrscheinlich das ist, vermag ich aber natürlich nicht zu sagen.

Ich habe auch auch noch ein oder zwei Dinge anzumerken:

Zum einen wäre eine Platzierung der Ingamekaufwertung im Spielinfokasten auf der Spielinfoseite sehr wünschenswert, das würde dem neuen System noch mehr Relevanz und Prominenz einräumen. Ich weiß nicht wie leicht oder schwer das umzusetzen wäre, aber ein kleiner farbiger Button mit einem Link zur Erklärung des selben hielte ich für erst einmal ausreichend.

Zum anderen finde ich euer System etwas zu fein abgestuft. Mir persönlich würde eine klassische Ampel ausreichen. Vor Allem der Unterschied zwischen Gelb und Orange ist mir zu fein und kritisiert einige Mechaniken nicht ausreichend. Zur Erklärung: Rein optische Inhalte mögen erst einmal nicht viel Auswirkungen haben, aber das greift recht kurz. Was ist wenn ich mit einem blauen Bezahlskin auf einer vorwiegend blauen Map schwerer zu sehen bin? Abgesehen davon werden auch hier viele Tricks angewendet um die Spieler trotz reiner Kosmetik zum Kauf zu bewegen. Neben "Sales" und speziellen Feiertagsskins, gibt es da ja noch die Lootboxen die man ab und an kostenlos erhält, egal ob zum Feiertag, zum Levelaufstieg oder sonstigem. Damit wird das System der "kleinen Belohnung" ausgenutzt, welche auch an Glücksspielautomaten genutzt wird: Erst mal ein kleiner Gewinn (in diesem Falle vielleicht ein Skin) und das versprechen auf noch größere, weil seltenere Belohnungen. Man weiß ja mittlerweile dass jeder erfolgreiche Gamble eine Endorphinausschüttung auslösen und den Spieler damit zu mehr Glückspiel verleiten soll. Ob das dann, nach euren Kriterien, "nur Gelb" wäre, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Da werden ziemlich perfide Mechanismen eingesetzt, die nach meinem Empfinden nicht weniger schlimm sind als DLCs mit Addon-Charakter, der ja dann schon Orange wäre. The Witcher wurde ja schon als Beispiel genannt, dieses aber weiter in den "roten Bereich" zu schieben als einen Skingamble, halte ich für einen Fingerzeig in die falsche Richtung.

Eine einfache Ampel würde zwar mehr solcher Mechaniken auf eine Stufe stellen, vom Leser aber auch erfordern den Kommentar dazu zu lesen um zu sehen was genau da vor sich geht. Auch das wäre nicht optimal, würde nach meinem ganz persönlichen Gefühl aber für mehr Fairness sorgen.

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Re: Spielkultur: Wie gehen wir zukünftig mit Mikrotransaktionen um?

Beitrag von Skabus » 15.02.2018 14:18

Ryan2k6 hat geschrieben:
15.02.2018 12:28
Genau das meine ich doch, derjenige macht es um den Drop zu bekommen und ist halt sehr schmerzfrei, aber er grindet nicht, des Grindens willen.
Ja es gibt Leute, die es wegen dem Drop machen.

Aber es gibt auch Leute, die Grinden einfach gerne. Kein Witz. 8O
Ich sag ja net, dass es signifikant viele sind. Aber es gibt auch solche Spieler :wink:

Es geht ja mehr oder weniger auch um Leidensfähigkeit. Ich bin ein Spieler, der ist von "immer gleichem" schnell angeödet, darum lass ich viele Spiele auch nach 10-20 Stunden links liegen, weil die Macher halt dachten, dass sie ihre 40 Stunden Spielzeit damit fühlen, dass ich 30 Stunden nur mit Grinden beschäftigt bin. Da hab ich keine Lust drauf.

Aber es gibt Leute, die sagen sich: Ok ich bin im Start-Gebiet und ich könnte die Story weitermachen, aber ich kloppe einfach 3 Stunden lang stumpf die selbe Art Gegner zu Klump, damit mein Charakter schon Level 20 ist, obwohl für die nächsten Storymissionen Level 5 gereicht hätte.

Es gehört imo viel Leidensfähigkeit dazu, wenn man stundenlang stumpf die gleichen Gegner verkloppt. Diablo is imo ein schlechtes Beispiel, weil das Spiel immer vielfältig und interessant bleibt. Es langweilt einem nicht mit 5 Stunden draufhauen auf immer gleiche Gegner. Das macht für mich halt die hohe Kunst der Videospielentwicklung aus: Grind einzubauen, ohne das der Spieler es als Grind empfindet.

Das schaffen nur wenig Spiele imo.

MfG Ska
"Remember the golden era of computer gaming, where creativitiy was king!" - Brian Fargo

"Wer ein Spiel für alle macht, macht ein Spiel für niemanden!" - Soren Johnson

Ein offener Geist, der meine Meinung nicht teilt, ist mir lieber, als die engstirnige Ansicht eines Konformisten, der mir zustimmt!

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Jondoan
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Re: Spielkultur: Wie gehen wir zukünftig mit Mikrotransaktionen um?

Beitrag von Jondoan » 15.02.2018 15:22

Beim Grinden kommt es halt auch auf den Spielspaß an. Bei alten Assassins Creeds konnte ich stundenlang durch die Pampa rennen und Wachen niederkloppen, ohne dafür auch nur die geringste externe Motivation zu haben. Flaggen, Briefe etc. habe ich hingegen meist links liegen gelassen. Ist das Grind? Eigentlich nicht, niemand denkt bei AC an Grinden, aber im Grunde genommen habe ich doch genau das gemacht, was alle mit dem Wort verbinden: stundenlang stumpfsinnig "Mobs farmen" - nur halt ohne wirklich was zu ernten ;)

Allein das Wort "Grind" (schürfen, sich abplagen) ist ja schon negativ konnotiert. Wenn ich bei Monster Hunter World immer wieder einen Gegner haue, weil ich Spaß daran habe UND weil ich eine bestimmte Rüstung will, ist das kein Grind. Wenn ich ihn nur farme um die Rüstung zu bekommen UND es als Arbeit / Stress empfinde, dann ist das Grind. Es geht weniger um die zugrundeliegenden Mechaniken als um eine subjektive Empfindung.

Das heißt allerdings nicht, dass man diese Empfindung als Entwickler nicht massiv beeinflussen kann. Wie viele Möglichkeiten gebe ich jemandem, um an sein Ziel zu kommen? Ist eine davon viel wirkungsvoller, als alle anderen und steigert das Eintönigkeit und Langeweile? Wie beschwerlich ist der Weg? Muss ich den Gegner einmal, zehnmal oder gar hundertmal umhauen? Was erhalte ich am Ende überhaupt? Einen Skin? Eine Waffe? Macht die mich bedeutend oder nur geringfügig stärker, und gegenüber wem? Mitspielern oder der KI?

Es ist schwer, da eine pauschale Aussage über ein Spiel zu treffen, ob es denn nun Grind enthält oder nicht.
Nghr! hat geschrieben:
15.02.2018 00:27

Das stimmt allerdings... Nunja... wenn 4Players z.B. auch mal die Algorythmen in GTAV-Online unter die Lupe nimmt, kann ich mich wiederum nicht beschweren.. worunter würde das eigentlich fallen?
... gelb? oder doch eher schwarz? :Häschen:
Mit der neusten Orbital-Kanone mindestens tiefstes Gothicschwarz :mrgreen:

Wer es nicht kennt: Instantkill eines anderen Spielers, kostet pro Schuss 200.000 oder so :ugly:
Haha, now wasn't that a toot'n a holla, haha!

heyerfe
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Re: Spielkultur: Wie gehen wir zukünftig mit Mikrotransaktionen um?

Beitrag von heyerfe » 15.02.2018 17:13

Ohne Witz viel lieber hätte ich wieder ne Monatsgebühr in Onlinespielen.
Die ersten 3 Monate sind umsonst und ab dann musst du zahlen. Das sorgt nämlich dafür, dass die Entwickler im mit frischem Content um die Ecke kommen.
Da können sie sich auch keine Schweinereien erlauben.
Wenn ein Spiel wirklich gut ist, darf es auch gerne nen 10er im Monat kosten.

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