Spielkultur: 4Players-Talk Spielestreaming

Hier könnt ihr über Trailer, Video-Fazit & Co diskutieren.

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ChrisJumper
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Re: Spielkultur: 4Players-Talk Spielestreaming

Beitrag von ChrisJumper » 11.07.2018 17:07

Doc Angelo hat geschrieben:
10.07.2018 23:32
Bin mir nicht ganz sicher, was Du meinst. TCP-Datenpakete sind immer gleich groß. Wenn 4 Streams 60Mbit/s brauchen und die Leitung 100Mbit/s kann, dann sind die Puffer recht flott voll. Das Puffern muss ja auch nur einmal gemacht werden. Danach wird mit der reinen Video-Bitrate gestreamt - netto kann ja nicht mehr reinkommen als vom Server rausgeht.
Ja ich merkte gerade das ich da einen Denkfehler hatte.

In der Regel liegen ja immer genügend Pakete auf der Leitung so das es keine Leerlauf gibt. Wie schnell sich der Sende und Empfangspuffer füllt steuert ja lediglich der Server wenn er zu langsam sendet oder der Client mit Verzögerung wegen hohem Verkehrsaufkommen empfängt.

Der Alltag hat mich dazu verleitet das die Übertragungsrate und wie schnell die Sendepuffer gefüllt werden halt davon abhängt wie schnell die Pakete über die Leitung gingen, und sich danach halt die Sendeleistung erhöht oder verkleinert. Generell gibt es aber etwas wie: So schnell wie möglich, aber Maximal mit 5 MB/s.

Im Heim-Netzwerk wird aber schon der Router dafür sorgen das die Verfügbare Bandbreite unter den Teilnehmern geteilt wird.

Bei QoS, habe ich trotzdem eine andere Vorstellung als die Im Wikipedia Artikel stand ich melde mich gleich wieder.

Edit: Jaa jetzt hab ich es wieder, ich hab natürlich die Begriffe Verwechselt. Siehe: Traffic Shaping. Bei QoS, denke ich in erster Linie immer an das politische fordern der Provider, die Netzneutralität zu kippen und bestimmten Traffic von manchen Servern bevorzugt zu behandeln.

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dx1
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Re: Spielkultur: 4Players-Talk Spielestreaming

Beitrag von dx1 » 11.07.2018 19:34

Doc Angelo hat geschrieben:
11.07.2018 01:03
dx1 hat geschrieben:
11.07.2018 00:44
Worüber schwadronierst Du hier bitte?
Gibt es einen Grund warum Du so persönlich wirst?
Du hast da irgend einen Nerv bei mir getroffen. Du hast insofern Recht, dass ich mir diesen Satz hätte sparen können oder anders hätte formulieren sollen.
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crazillo87
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Re: Spielkultur: 4Players-Talk Spielestreaming

Beitrag von crazillo87 » 11.07.2018 23:15

Ich stimme euch zu, dass Streaming den Massenmarkt früher oder später erobern wird. Aber ganz verschwinden wird die Konsole und das physische Medium schon auch nicht.

Ich wollte aber noch einen anderen Punkt anführen, der in der Diskussion etwas zu kurz kam: MS will zwar einen Streaming-Service, aber hat auch gesagt, man will den Leuten die Wahl geben. Gamepass finde ich viel besser als PS Now: Man kann die Spiele herunterladen und in optimaler Qualität genießen, hat eine große Auswahl vom Angebot her. Die Abwärtskompatibilität hinzu, die einfach mal überhaupt nichts kostet im Gegensatz zu den 14,99 EUR von PS Now, um PS3-Spiele sonst wo zu zocken. Ich finde, wenn es in Zukunft bei der nächsten Xbox weiterhin alles (Streaming, Gamepass, AK) gibt, macht Microsoft da am meisten richtig von den drein.

Außerdem hat Spencer gesagt, dass Gamepass sogar eine Möglichkeit sein kann, kleinere Titel prominenter Aufmerksamkeit zu verschaffen als sonst, und den Entwicklern ein bestimmtes finanzielles Revenue sichern kann. Wäre interessant zu wissen, wie das genau vertraglich abläuft. Vor reinem Games as a Service und endlosen Cliffhangern graut es mir jedenfalls auch, aber ich bin ohnehin der Meinung, dass es zu viele Sequels mittlerweile gibt.

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Seth666
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Re: Spielkultur: 4Players-Talk Spielestreaming

Beitrag von Seth666 » 11.07.2018 23:19

Also ich sehe das immer gerne aus technischer Sicht und da graust es mir vor der Zukunft.
Wer sich ein wenig mit seinen Konsolen und HDMI beschäftigt der weiß, dass aus den Konsolen die Farbunterabtastung mit 4:2:2 funktioniert. H264 und HEVC sind primär für Filme ausgelegt, bei denen ganz feine Bildstrukturen mit Text oder feine vertikale Linien einfach nicht vorkommen. Darum wird da nur eine Farbunterabtastung von 4:2:0 genutzt. Die PC-Masterrace bekommt die volle Farbunterabtastung mit 4:4:4, also jedes Pixel bekommt seinen eigenen Farbwert.
Man verliert somit durch das Streaming schon mal Farbinformationen. Feine Strukturen können sogar komplett anders aussehen.

Hier wird das sehr gut veranschaulicht:
http://blog.biamp.com/how-chroma-subsampling-works/

Und TV-Streaming ala Netflix und Amazon, die meißt mit 1080p oder 4K und 24p laufen, kann man was die Bandbreite angeht auch nur so als Basis für die Extrapolation nutzen. Denn wir Gamer wollen doch wenn möglich 60p haben, und das bedeutet die 2,5-fache Bildrate. Klar steigt die Datenrate nicht linear an, weil es auf die Frametypen (I, P, B etc bei h264) ankommt.
Ein guter 4K Film von der Scheibe kann mal locker 60MBit haben, und das wie gesagt bei 24 Hz.

Und der Verlust von Echtzeit-Raumklang wäre für mich der nächste große Verlust.
Ich bin ja auch schon in meinen 30'ern angekommen und Streaming wäre für mich dann wohl ein Grund das Gaming wieder auf den PC zu verlagern, falls es wirklich eine Konsolen mehr geben sollte.
Ich bin da voll bei Jörg. Ich möchte die Kiste im Zimmer haben und die beste Qualität genießen können. Jetzt hat man 4K Glotzen mit HDR und soll jetzt wieder Bildqualität opfern. Nö, nicht mit mir.

Ich wage mal zu behaupten, dass selbst in 10 Jahren immer noch Konsolen in den Wohnzimmern stehen werden, weil die Qualität dann eben doch schlussendlich gewinnen wird. Selbst wenn in 10 Jahren der Ottonormaluser auf seiner 100" Glotze sieht wie schlecht so ein Gaming-Stream im Vergleich zum Konsolenbild ist, dann wird die Qualität siegen. Nur meine Meinung.

OceanBlue72
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Re: Spielkultur: 4Players-Talk Spielestreaming

Beitrag von OceanBlue72 » 12.07.2018 00:49

Ich bin da etwas skeptisch, was das angeht, insbesondere bzgl. möglicher techn. Einschränkungen und Vorlieben.
Wie klappt das mit Multimonitor / Surround Auflösungen, die z.B. nur mit einem SLI Gespann gut laufen?
Was ist mit der Unterstützung zusätzlicher Eingabegeräte wie z.B. HOTAS Systemen?
Müssen Spiele dann auf so einen Verwendungszweck optimiert werden (CPU / GPU lastig)?
Was passiert mit den ganzen Hardwareherstellern, die "Poweruser" bedienen, denen es nicht schnell und gut genug sein kann oder ist dieser Abstzmarkt so vernachlässigbar?
Wenn das so kommt, läuft es hoffentlich auf eine gesunde Koexistenz hinaus.

GaiusZero
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Re: Spielkultur: 4Players-Talk Spielestreaming

Beitrag von GaiusZero » 12.07.2018 08:24

Ich fände das mehr als erschreckend, so eine Entwicklung. Zum einen, weil hier einfach mal komplett der Einzelhandel ausgeklammert wird. Ein Milliarden Geschäft, welches vom Konsolenanbieter zu 100% übernommen werden würde. Würde der Einzelhandel da mitmachen und weiterhin die Hardware verkaufen? Zum anderen wird uns durch Streaming der Besitz eines Spieles unmöglich gemacht, denn am Ende haben wir nur noch ein Leihrecht. Dieses endet, wenn das Internet ausfällt, wenn das Spiel aus der Bibliothek genommen wird, wenn der Server abgeschaltet wird. Aber der für mich wesentliche Punkt ist, dass ich keine Entscheidungsmöglichkeit als Konsument haben würde und genau da sehe ich den Knackpunkt. Also Konsument sollte ich doch sehr wohl die Entscheidungsfreiheit haben, was und wo ich etwas kaufen möchte. Diese Freiheit wird durch Streaming genommen. Du musst das bei Anbieter A kaufen für den festgelegten Preis und am Ende gehört dir das Spiel nicht einmal. Das Problem mit dem Gebrauchtmarkt kommt natürlich noch hinzu. An dem Tag, an dem Spiele nur noch über Streaming laufen, werde ich mich ausklinken.

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Veldrin
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Re: Spielkultur: 4Players-Talk Spielestreaming

Beitrag von Veldrin » 12.07.2018 10:13

Mir wäre da zu viel Abhängigkeit dabei. Selbst wenn die Bandbreiten groß genug wären, selbst wenn das Angebot günstig genug wär.
Ich bin auch Sammler und Steaming hat für mich so einen Beiklang von Wegwerfkonsum. Auch sehe ich noch nicht jedes Genre im Streaming vertreten. Egoshooter? Latenz und Bildrate sind da einfach sehr wichtig. MMORPGs? Auf den ersten Blick denkt man, das könnte perfekt für Streaming geeignet sind. Was ist aber mit den ganzen Mods die man braucht? Apropos Mods, die ganzen kostenlosen Mods die ohne Workshop/Whateveranbindung laufen für Singleplayerspiele? Wird man da dann extra blechen müssen für Support von benutzerdefinierten Mods?
Ich sehe es einfach nicht. Zum Glück geht mit GOG zumindest ein Trend in eine andere Richtung und erfolgreich. DRM-frei ohne Zwang. Client benutzen optional. Updates optional, Achievements optional (jaja ich weiß Updates kann man umgehen mit Offlinemodus bei Steam und Achievements kann man ja auch ignorieren bzw via Offlinemodus "ausblenden" aber das ist nicht das gleiche) etc.

Für den PC sehe ich nicht, dass Streaming in absehbarer Zukunft die große Alternative wird. Gibt einfach zu viele Nachteile. Bei ner Konsole könnte das schon eher passieren. Aber auch da überwiegen meiner Meinung nach die Nachteile. Und ich hoffe die Kunden äh Spieler werden noch lange der Konsole bzw. dem PC treu bleiben. So lange es geht. Zum Glück ist das Internet nicht nur in Deutschland beschissen genug, dass das noch längere Zeit so bleibt und auch kompetitive Multiplayershooter gefühlt seit hundert Jahren sehr populär, wenn nicht das populärste Genre überhaupt.
Die 4players-Kicktipp-Bundesligatipprunde zur Saison 2017/2018 ist eröffnet! Willst auch du der Tipprunde joinen, dann klick hier zum Forenpost oder benutz den Direktlink.

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Re: Spielkultur: 4Players-Talk Spielestreaming

Beitrag von Dunkare » 12.07.2018 10:15

"ein heißes Thema.. im Sommerloch."

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Balla-Balla
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Re: Spielkultur: 4Players-Talk Spielestreaming

Beitrag von Balla-Balla » 12.07.2018 13:11

Auch ich bin strikt gegen streaming und brauche das nicht. Ich habe schon ein Abo beim ÖR, das ich genau 0,0 nutze. Eine Glotze gibt es schon seit 10 Jahren nicht mehr, gezockt wird über den Beamer an der Konsole, da leihe ich ab und zu auch mal einen Film, bei sony apple oder amazon. Ansonsten ist das Netz groß und ich bediene mich aus dem Angebot ohne schlechtes Gewissen, sollte ich so mal etwas seichte Unterhaltung wollen.
Sollten die verdammten Zwangsgebühren mal wegfallen, wäre ich auch bereit, mehrere Newsseiten mit einem Obulus zu unterstützen, wie ich es hier, noch sehr gering, auch mache. News, welcher Art auch immer, sind das einzige, was imho wirklich täglichen Nachschub braucht. Ich wollte niemals so beliebig zocken, wie andere sich durch YT zappen. Ein game ist ein (Kunst)Werk, das es verdient hat, dass man ihm etwas Zeit widmet, dem ich auch Zeit widmen möchte. Dazu langt mir eine Disk oder von mir aus auch ein download, dann kann ich mich damit beschäftigen solange ich will. Derzeit habe ich wenig Zeit zum Zocken und so hängt bei mir schon länger Nier Automata im Schlitz und wartet auf meine Fortsetzung. Den Streaming Dienst müsste ich for nothing immer weiter bezahlen.

Sicher gibt es viele Anwender, die anders mit dem gaming umgehen, die ganz anders damit aufwachsen, mit allen Medien, für die wäre das streaming natürlich eine Option, alles gut, es wird ohnehin in diese Richtung gehen. Ich hoffe doch sehr, dass es viele andere wie mich gibt und dass der Spielebesitz nicht zur Nische wird, wie von den Redakteuren geweissagt.
Ich behaupte, dass reines streamen auch die Herstellung von games radikal verändern würde. Abgeschlossene Geschichten wird es nicht mehr geben. Es ist auch ein Unterschied, wenn eine Serie alle paar Jahre ein neues Sequel bekommt, dann entsteht ein neues Spiel, eine neue Geschichte, unter neuer Technik. Ist der Entwickler aus Gründen des schnellebigen Abozwangs gezwungen, sein Spiel am Laufen zu halten, damit die Aufmerksamkeit und damit der Geldfluss bestehen bleibt, muss man immer zeitnah nachlegen. Unmöglich dann noch Qualität zu liefern. Neue maps und ein paar Quests werden zusammengefrickelt, hauptsächlich der MP versorgt, die Geschichte, der Aufbau von Charaktären, intelligente Questreihen - alles, was eben eine gute Story im videogaming ausmacht, geht den Bach runter.

Mag sein, dass das irgendwann so kommen wird, das wäre aber nicht mehr meines. Ich habe immer gezockt, um virtuell abgeholt zu werden in fremde Welten, raus aus der reality. Immersion, you know. Fast food Gezocke brauche ich nicht. Aber die Welt wird immer blöder, warum nicht auch hier.

Ich habe das Glück, nicht mehr am Anfang meines Lebens zu stehen, sondern eher im letzten Drittel. Ein paar Jahre wird´s wohl noch oldschool zugehen, der Rest ist mir wurscht. Ich kann dann wenigstens sagen, es war ne spannende Zeit. Vom Telefon mit Wählscheiben, TV mit 3 Kanälen, Analogfotografie, Schreibmaschinen, die ersten Rechner mit grünem screen, Pong, Pacman, Magic Carpet, Doom, Prey1, TLOU zu VR mit der Pro. War alles mit in meinem Programm. Ach ja, auf der Mauer habe ich auch noch getanzt und auch heute freue ich mich noch, wenn ich durch den Dschungel von Laos marschiere, durch den Himalaya steige oder nur am spanischen beach abhänge und pfeiffe solange auf jeden Bildschirm. Probiert es aus, es geht.
Zocken ist eines der geilsten und faszinierendsten Hobbys, nichts ist so nah am Puls der Zeit und zeigt auf spielerische Weise, wie genial der Mensch ist, wenn er sich nicht gerade gegenseitig umbringt. Aber Zocken ist nur ein Teil des Lebens, wer die anderen Teile nicht lebt oder leben kann, tut mir ehrlichgesagt leid.

Also ja, war und ist ne geile Zeit. Viel Spass beim streamen.

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Veldrin
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Re: Spielkultur: 4Players-Talk Spielestreaming

Beitrag von Veldrin » 12.07.2018 13:40

Ja, ich glaube auch, dass es irgendwann kommen wird. Das ist wohl unausweichlich. ist halt bequemer. Deswegen nutzen wir Steam und GOG, weil bequemer. Deswegen nutzen einige Konsole, weil bequemer. Deswegen kaufen wir bei Amazon ein, weil bequemer. Und deshalb wird auch Streaming kommen, weil bequemer. Aber hoffentlich noch nicht all zu bald.

Hoffentlich erlauben sie kein Modding in ihren Diensten und machen möglichst viele verschiedene Dienste, dann bleibt es unattraktiv und bleibt erst mal in der Nische für zehn Jahre oder so.
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Oimann
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Re: Spielkultur: 4Players-Talk Spielestreaming

Beitrag von Oimann » 12.07.2018 17:13

Seth666 hat geschrieben:
11.07.2018 23:19
Also ich sehe das immer gerne aus technischer Sicht und da graust es mir vor der Zukunft.
Wer sich ein wenig mit seinen Konsolen und HDMI beschäftigt der weiß, dass aus den Konsolen die Farbunterabtastung mit 4:2:2 funktioniert. H264 und HEVC sind primär für Filme ausgelegt, bei denen ganz feine Bildstrukturen mit Text oder feine vertikale Linien einfach nicht vorkommen. Darum wird da nur eine Farbunterabtastung von 4:2:0 genutzt. Die PC-Masterrace bekommt die volle Farbunterabtastung mit 4:4:4, also jedes Pixel bekommt seinen eigenen Farbwert.
Man verliert somit durch das Streaming schon mal Farbinformationen. Feine Strukturen können sogar komplett anders aussehen.

Hier wird das sehr gut veranschaulicht:
http://blog.biamp.com/how-chroma-subsampling-works/

Und TV-Streaming ala Netflix und Amazon, die meißt mit 1080p oder 4K und 24p laufen, kann man was die Bandbreite angeht auch nur so als Basis für die Extrapolation nutzen. Denn wir Gamer wollen doch wenn möglich 60p haben, und das bedeutet die 2,5-fache Bildrate. Klar steigt die Datenrate nicht linear an, weil es auf die Frametypen (I, P, B etc bei h264) ankommt.
Ein guter 4K Film von der Scheibe kann mal locker 60MBit haben, und das wie gesagt bei 24 Hz.

Und der Verlust von Echtzeit-Raumklang wäre für mich der nächste große Verlust.
Ich bin ja auch schon in meinen 30'ern angekommen und Streaming wäre für mich dann wohl ein Grund das Gaming wieder auf den PC zu verlagern, falls es wirklich eine Konsolen mehr geben sollte.
Ich bin da voll bei Jörg. Ich möchte die Kiste im Zimmer haben und die beste Qualität genießen können. Jetzt hat man 4K Glotzen mit HDR und soll jetzt wieder Bildqualität opfern. Nö, nicht mit mir.

Ich wage mal zu behaupten, dass selbst in 10 Jahren immer noch Konsolen in den Wohnzimmern stehen werden, weil die Qualität dann eben doch schlussendlich gewinnen wird. Selbst wenn in 10 Jahren der Ottonormaluser auf seiner 100" Glotze sieht wie schlecht so ein Gaming-Stream im Vergleich zum Konsolenbild ist, dann wird die Qualität siegen. Nur meine Meinung.
Mein Hinweis in Richtung 5g wurde hier leider ignoriert. Ausser einer Anmerkung, das es gesundheitsschädliche wäre (völliger Quatsch). Das die Qualität von Streams schlechter ist als über hdmi von der Konsole, liegt nur an Banbreite und Ping. Beide Probleme fallen mit 5g langfristig weg. Wenn der Flaschenhals der Bandbreite und der Verzögerung weg ist, kann man Anwendungen auf extrem potenter Hardware in der Serverfarm laufen lassen. Mit lokaler Hardware wird man dann nicht annähernd die entsprechenden visuelle Qualität erreichen. Du gehst wie die meisten davon aus, dass sich bezahlbare hardware schneller weiterentwickelt als die Übertragungsraten. Fas wird aber nicht mehr der Fall sein. Sony Nvidia Htc un Co. wissen das. Deswegen setzen die ja bereits jetzt auf den Zug. Lokale hardware hat keine Zukunft, nur noch als Wiedergabeeräte (VR bzw Ar Brillen etc.)

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Seth666
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Re: Spielkultur: 4Players-Talk Spielestreaming

Beitrag von Seth666 » 12.07.2018 17:55

@Oimann
Was hat 5G damit zu tun?
Und warum sollte ein Stream besser sein als ein unkomprimiertes Bild aus dem Videospeicher?
Du lieferst keine technisch fundierten Erklärungen.
Du weißt schon, welches Übertragungsraten ein HDMI-Kabel für 4K60 und 4:2:2 und 12BIt Farbauflösung benötigt?
Ähmm....schon mal von 18GBit/s gehört??
HDMI2.1 ermöglicht 34Gbit.

Ja ja....5G. :Blauesauge:
Und bei dir läuft 5G dann bestimmt mit 100Gbit/s...morgen schon. :roll:
Dein technisches Verständnis lässt mächtig zu wünschen übrig.
Und klar....5G via Funk sinkt die Latenz auf 1ms. Latenz ist unabhängig von irgendeinem Funkstandard.
Die Physik kann auch kein 5G austricksen.
(NOPE: https://msdn.microsoft.com/de-de/library/dn151194.aspx, in diesem Beispiel werden alle Geräte auch noch ignoriert, die zwischen Sender und Empänger sind und weitere Latenzen verursachen. )
Wovon träumst du nachts?
Das Spiel, das auf dem Server mit 60fps läuft, rendert bei dir ein Bild nicht in 16,66ms, sondern in 1µs, oder?
Latenz hat mit der Bandbreite einer Leitung nichts zu tun.
Außer Buzzwords nicht gewesen.
Fehlt nur noch Blockchain, Cloud und Machine-Learning.

Oimann
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Re: Spielkultur: 4Players-Talk Spielestreaming

Beitrag von Oimann » 12.07.2018 23:24

Da hasst du Recht, mein technisches Verständnis lässt zu wünschen übrig und ich beziehe mein Wissen aus Fachzeitschriften etc. Ich bin auch Steuerberater und kein Physiker oder Netzwerktechniker. Das einzige was ich aus deinem mittlerweile 13 Jahre alten Artikel herauslesen konnte, ist dass bei höherer Banbreite bessere Latenzen möglich sind. Mir ist auch egal wie die es hinbekommen. Fest steht, dass mit 5G die Latenz vom Endgeräte bis zum Sendemast weniger als 1 MS beträgt (https://www.heise.de/newsticker/meldung ... 80527.html). Mir ist auch klar, dass da noch mehr Verzögerung dazukommt, bis die Daten vom Server wo das Spiel läuft wieder zurück kommen. Mit LTE liegt aber die Latenz vom Endgerät bis zum Mast schon bei 20 Millisekunden. Bei VDSL, sind es wenn ich mich nicht täusche 7-10 ms.
Damit man, und darauf kommt es mir primär an, ohne das merklich wird, ein Spiel auf eine VR Brille streamen kann, darf die Latenz von der Kopfbewegung bis zur Rückübertragung des Bildes nicht mehr als 20 ms betragen. Und mit 5g wird dies Möglich sein. (https://vrodo.de/htc-will-mit-5g-faehig ... t-erobern/) (https://vrodo.de/5g-vr-huawei-testet-vi ... -singapur/).
Für Streaming auf einen Fernseher oder Tablet braucht man ja noch nichtmal solch geringen Latenzen, dass merkt man nicht. Wie 4Players ja auch festgestellt hat, funktioniert Streaming ja jetzt schon ganz gut, aber eben noch nicht so gut.
Du magst zwar sicher recht haben, dass ein unkompliziertes Bild direkt vom Zuspieler besser aussieht, als ein Stream, aber auch nur wenn das Material das reinkommt identisch ist. Wie du ja schreibst, verliert man da ein paar Farbinformationen etc., dass mag DIR auffallen, dem Otto Normaluser aber nicht und schon gar nicht wenn er keinen Vergleich vor den Augen hat.
Das habe ich aber mit visueller Qualität nicht gemeint und habe mich da auch etwas zu knapp ausgedrückt. Wenn dein Fernseher an einer Konsole für 400 € angeschlossen ist, ist diese in Sachen Grafik und Rechenleistung sehr limitiert. Wenn ein Entwickler sein Spiel aber auf seiner eigenen Hardwarebasis laufen lassen kann und dir nur das Bild sendet, kann er viel aufwendigerer Grafikeffekte, Detail, Physikeffekte etc. verwenden, die deine Heimkonsole oder dein Heim-PC auch nicht annähernd in der Lage sein wird zu berechnen. Und das ganze dann direkt auf die VR oder AR Brille. Was ich schreibe ist Zukunftsmusik, und ich kann nicht sagen ob es 5, 10 oder 15 Jahre dauern wird, bis das Standard ist, aber so wird es werden und wir werden es erleben wenn wir nicht durch Krankheit oder Unfall vorzeitig aus dem Leben gerissen werden ;)

Doc Angelo
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Re: Spielkultur: 4Players-Talk Spielestreaming

Beitrag von Doc Angelo » 12.07.2018 23:51

Oimann hat geschrieben:
12.07.2018 23:24
Damit man, und darauf kommt es mir primär an, ohne das merklich wird, ein Spiel auf eine VR Brille streamen kann, darf die Latenz von der Kopfbewegung bis zur Rückübertragung des Bildes nicht mehr als 20 ms betragen. Und mit 5g wird dies Möglich sein. (https://vrodo.de/htc-will-mit-5g-faehig ... t-erobern/) (https://vrodo.de/5g-vr-huawei-testet-vi ... -singapur/).
Also das zweifel ich doch stark an, das das in dem Maße klappen wird, wie wir die Latenzen jetzt von Oculus/Vive/PSVR kennen. Selbst wenn wir mal annehmen, das die Latenz durchs Netzwerk 0ms beträgt, kann man einfach nichts dagegen tun, das Video-Kompression mehrere Bilder in Folge braucht um zu funktionieren. Gehen wir mal von einer sehr geringen Anzahl von 3 Bildern aus. Das bedeutet, das bei 90Hz mindestens 33ms (1000ms/90*3) vergehen, bevor das erste Bild verarbeitet wird. Die Verarbeitung dauert auch noch mal ein bisserl. Je weniger Bilder man als Referenz nimmt, desto schlechter wird die Qualität bei gleicher Bitrate.

Also ich kanns mir nur schwer vorstellen, das die das hingekommen. Aber mal gucken was da noch so geht. Davon abgesehen: Kabel-Netzwerk ist mir immer lieber. Zuverlässiger und verbraucht deutlich weniger Strom.
Wenn man bis zum Hals in der Scheiße steckt, sollte man nicht den Kopf hängen lassen.

Oimann
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Re: Spielkultur: 4Players-Talk Spielestreaming

Beitrag von Oimann » 13.07.2018 07:58

Doc Angelo hat geschrieben:
12.07.2018 23:51
Oimann hat geschrieben:
12.07.2018 23:24
Damit man, und darauf kommt es mir primär an, ohne das merklich wird, ein Spiel auf eine VR Brille streamen kann, darf die Latenz von der Kopfbewegung bis zur Rückübertragung des Bildes nicht mehr als 20 ms betragen. Und mit 5g wird dies Möglich sein. (https://vrodo.de/htc-will-mit-5g-faehig ... t-erobern/) (https://vrodo.de/5g-vr-huawei-testet-vi ... -singapur/).
Also das zweifel ich doch stark an, das das in dem Maße klappen wird, wie wir die Latenzen jetzt von Oculus/Vive/PSVR kennen. Selbst wenn wir mal annehmen, das die Latenz durchs Netzwerk 0ms beträgt, kann man einfach nichts dagegen tun, das Video-Kompression mehrere Bilder in Folge braucht um zu funktionieren. Gehen wir mal von einer sehr geringen Anzahl von 3 Bildern aus. Das bedeutet, das bei 90Hz mindestens 33ms (1000ms/90*3) vergehen, bevor das erste Bild verarbeitet wird. Die Verarbeitung dauert auch noch mal ein bisserl. Je weniger Bilder man als Referenz nimmt, desto schlechter wird die Qualität bei gleicher Bitrate.

Also ich kanns mir nur schwer vorstellen, das die das hingekommen. Aber mal gucken was da noch so geht. Davon abgesehen: Kabel-Netzwerk ist mir immer lieber. Zuverlässiger und verbraucht deutlich weniger Strom.
Also wenn du das Netzwerk ausblendet, funktioniert es ja schon. Hab das tpcast und da wird das Bild ja auch komprimiert und man merkt keinen Unterschied zur Übertragung über das Kabel. Bei 5g ist es ja nichts anderes, nur das das Bild nicht vom Rechner über WLAN übertragen wird, sondern direkt vom Server über das Netz zur brille. Also mir fehlt das technische Know-how um zu wissen wie es geht, aber ich weiß das es gehen wird. Vodafone bewirbt 5g ja auch im Zusammenhang mit vr. In 5g verbraucht deutlich weniger Strom als 4g. 5g ist ja auch eher eine Mischung aus glasfaser und Mobilfunknetz. Es wird für den Ausbau wesentlich mehr sendequellen brauchen un die sind mit glasfaser verbunden. Vor 20 Jahren hatten wir noch knackende 56k Modems. Es wäre doch naiv, wenn man denkt, das wir in 10 Jahren kein vr Streaming hätten. Die Limitierung sehe ich nur in der menschlichen Wahrnehmung. In dank neuer Techniken wie z.b. dem Display von Vario werden wir diese schneller erreichen als man meinen möchte

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