E3 2019: "Breathtaking!"

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4P|T@xtchef
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Re: E3 2019: "Breathtaking!"

Beitrag von 4P|T@xtchef » 15.06.2019 17:12

Die Nintendo Defense Force zuckt ja selbst dann zusammen, wenn niemand schießt.;)

Es hat schon seinen Grund, warum ich den wirtschaftlichen Erfolg und die neue strategische Ausrichtung von Nintendo im Kommentar ausdrücklich lobe. Eine gesunde Entwicklung Nintendos ist wichtig für diesen Wettbewerb. Sie haben jetzt eine neue Breite im Angebot, aber...

...das Lineup hat, bei aller lobenswerten Fülle, immer noch traditionelle Schwächen. Nicht für neue Spieler oder jene, die Nintendos Marken ohnehin bevorzugen, sondern für alle, die diese Marken genau kennen und mehr wollen als die unbeschwerte Mario-DNA mit all ihrer bunten Fröhlichkeit. Dazu gehören wahrscheinlich eher alte Säcke wie ich.

Ich habe das nämlich alles auf SNES, N64, GameCube, 3DS, Wii und mit Abstrichen auf WiiU genossen, viel mit den Kindern gespielt, aber auf Switch war es dann genug, zumal ich nicht unterwegs spiele. Für mich ist von den auf der E3 neu angekündigten Spielen nur das neue Zelda interessant. Das Lineup lässt mich ansonsten kalt. Obwohl ich Fire Emblem seit Beginn der Serie spiele, bin ich da nach dem letzten Auftritt auf dem 3DS und Nintendos doppelter Ausschlachtung skeptisch.

Was heißt mehr wollen? Das heißt vor allem Abenteuer im größeren Maßstab. Das heißt endlich mal den Mut für die exklusive Entwicklung einer neuen Marke, oder die kreative Evolution einer bekannten Marke, die es mit der Konkurrenz im Bereich der Action-Adventure oder Rollenspiele aufnehmen kann. Zelda hat es ja vorgemacht, da hatte man Mut sich auch im Spieldesign zu öffnen, aber es gehört für mich noch in den finalen Kontext der Wii U. Ja, da ist Astral Chain von Platinum. Könnte was werden, aber ich brauche ein Kaliber darüber und mehr thematische Varianz. Selbst im Bereich der Plattformer hat Nintendo für mich seine Vormachtstellung verloren - dafür haben u.a. Spiele wie Hollow Knight gesorgt.

Jeder hat natürlich sein Beuteschema. Wenn ich an Cyberpunk 2077, Elden Ring, Death Stranding, Baldur's Gate 3, The Last of US 2, Empire of Sin, The Outer World, Final Fantasy 7 Remake, The Surge 2, Nioh 2, Vampire: Die Maskerade 2, Ghost of Tsushima, Star Wars Jedi, Deathloop, Sea of Solitude denke und dann noch meine klassische 4X- und Runden-Strategie, dann weiß ich, warum bei mir zwei Systeme dominieren: PC und PS4.

Für mich sorgt aktuell nur die Aussicht auf Metroid Prime 4 dafür, dass Switch als drittes System interessant wird. Das war klasse, dass Nintendo da die Reißleine gezogen und die Retro Studios engagiert hat. Mir gefällt auch die klare Kommunikationspolitik von Nintendo, die erst gar keinen Termin in Aussicht stellt.

Es könnte natürlich sein, dass Samus erst auf Switch 2 landet.
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casanoffi
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Re: E3 2019: "Breathtaking!"

Beitrag von casanoffi » 15.06.2019 22:34

4P|T@xtchef hat geschrieben:
15.06.2019 17:12
...
So klingt das alles gleich viel nachvollziehbarer und begründet, warum jemanden das kalt lässt.
Aber das war halt aus dem Kommentar so nicht wirklich herauszulesen.

Gut, in dem Fall bin ich leider selbst darüber gestoplert, was ich anderen immer predige - eine Kolumne ist immer rein subjektiv und persönliche Ansichtssache ^^


Der Grund, warum mich die Switch so begeistern kann, liegt wohl daran, dass ich eher zu den "neuen" Fans von Nintendo gehöre, was die Heimkonsolen betrifft.

Ich habe zwar seit dem Gameboy alle Handhelds geliebt (ausnahmslos alle davon funktionieren und sind teilweise noch in Betrieb ^^), aber die Heimkonsolen haben mich fast immer vollkommen kalt gelassen.
Der Gamecube ist im Prinzip die einzige Konsole von NIntendo, die ich ausgiebig genutzt habe.

Zudem kommt noch, dass ich immer weniger für die klassischen Playstation/XBox-AAA-Produktionen übrig habe und mich Sony und Microsoft einfach nicht mehr abholen können, selbst wenn es sich um einen Kracher wie z. B. das letzte God of War handelt.

Die erwähnte bunte Unbeschwertheit fängt auf meine alten Tage langsam an zu ziehen ^^
Zuletzt geändert von casanoffi am 16.06.2019 10:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Grauer_Prophet
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Re: E3 2019: "Breathtaking!"

Beitrag von Grauer_Prophet » 16.06.2019 02:39

Doc Angelo hat geschrieben:
15.06.2019 12:42
Grauer_Prophet hat geschrieben:
15.06.2019 12:31
Wer glaubt das 2025 nicht eine weitere Konsolengeneration auf den Markt kommt hat wohl noch immer nicht Verstanden das Gamer jenseits der 20 im Schnitt nicht allzuviel von Streaming halten.
Was ist mit Gamern jenseits der 30? Oder 40? Vielleicht geben die nicht all zu viel auf lokale Hardware. Oder, und das denke ich persönlich, es hat mit dem Alter nicht unbedingt was zu tun.
Wenn man eine riesen Zielgruppe verlieren will (und im Schnitt sind Ältere Gamer halt weniger daran Interessiert als jüngere nur noch zu streamen) weil man nur mehr Streaming anbietet kann man das natürlich tun...
Wird man aber auch 2025 nicht ;)
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Re: E3 2019: "Breathtaking!"

Beitrag von casanoffi » 16.06.2019 10:19

Grauer_Prophet hat geschrieben:
16.06.2019 02:39
...im Schnitt sind Ältere Gamer halt weniger daran Interessiert als jüngere nur noch zu streamen...
Gibt es darüber Statistiken oder ist das nur eine Vermutung?

Wäre mir da nämlich nicht so sicher...
Bei dem PC-Streaming-Dienst, den ich nutze, ist im offiziellen Forum der Altersdurchschnitt 30+
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Re: E3 2019: "Breathtaking!"

Beitrag von gollum_krumen » 16.06.2019 11:53

Guter Kommentar, teile ich größtenteils. Ich sehe es nicht ganz so zynisch in Bezug auf eine neue Generation Rechenleistung. Natürlich - Content ist King - da gibt's nix zu rütteln. Aber die technische Entwicklung ermöglicht ja auch gerade Indiestudios, ein hohes Maß an Wettbewerbsfähigkeit herzustellen, weil mit Unreal/Unity gepaart mit guter Hardware dann doch eine andere Form der Immersion bei wenig (wo)menpower drin ist. So etwas wie Hellblade oder auch Edith Finch, also die neuen "AA"-Studios, sind auf potente Hardware angewiesen, weil sie eben nicht die Expertise eines Naughty Dog haben (können).

Zum Streaming: Ich bin auch gerade noch skeptisch, aber das hat allein technische Gründe. Und die lassen sich wiederum auf zwei Begriffe eindampfen: Inputlag und always-online. In einer Welt, in der ich überall, auch beim Zug fahren, aufneinen Inputlag von maximal 10, besser 5 Millisekunden komme, also maximal ein Frame, kann ich damit gut leben, mehr noch, würde ich zum willfährigen Kunden eines 10€/Monat Sony-Dienstes werden. Ob das mit 5G machbar ist, werden wir sehen.

Eine kurze Frage in die Runde und an Jörg: Der PS4-Controller. Ich werde es nie verstehen. In meinen Augen ist er der mit Abstand beste Controller, der je gebaut wurde. Liegt es wirklich nur daran, dass ich relativ kleine Hände habe? Zwei Freunde von mir finden ihn ähnlich gut und sind eher in der Langen-Hans-Fraktion, was die Körpermaße betrifft...

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Re: E3 2019: "Breathtaking!"

Beitrag von Grauer_Prophet » 16.06.2019 11:54

casanoffi hat geschrieben:
16.06.2019 10:19
Grauer_Prophet hat geschrieben:
16.06.2019 02:39
...im Schnitt sind Ältere Gamer halt weniger daran Interessiert als jüngere nur noch zu streamen...
Gibt es darüber Statistiken oder ist das nur eine Vermutung?

Wäre mir da nämlich nicht so sicher...
Bei dem PC-Streaming-Dienst, den ich nutze, ist im offiziellen Forum der Altersdurchschnitt 30+
Eine Vermutung.
PC und Konsole sind 2 verschiedene Dinge.
Die PC Zielgruppe ist Streaming sicher weniger abgeneigt.Ich persönlich kenne niemanden der hauptsächlich auf Konsolen zockt der sich bevorzugt Digital Inhalte kauft bzw Onlinpflicht gut findet.

Natürlich insgesamt reine Vermutung von meiner Seite.
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MaxDetroit
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Re: E3 2019: "Breathtaking!"

Beitrag von MaxDetroit » 16.06.2019 12:13

Mal was anderes: Was war eigentlich mit VR auf der E3?
Ich habe soweit so gut wie nichts dazu gesehen. Schade drum irgendwie, aber VR scheint nach dem großen Hype mittlerweile echt ein Schattendasein zu führen. Ich muss aber auch ehrlich gestehen, ich besitze Playstation VR, habe das aber im letzten Jahr so gut wie überhaupt nicht mehr genutzt, liegt in der Ecke und verstaubt.

Um beim Titel der Kolumne zu bleiben, statt "Breathtaking" ist dann eher gerade die Luft komplett raus bei VR. Da wird noch nicht mal gerade in Ruhe Luft geholt, ich sehe da auch im nächsten Jahr keine große Ankündigung kommen, die VR wieder nach vorne bringt, ich höre es nur noch schwach atmen.

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Re: E3 2019: "Breathtaking!"

Beitrag von casanoffi » 16.06.2019 12:37

Grauer_Prophet hat geschrieben:
16.06.2019 11:54
PC und Konsole sind 2 verschiedene Dinge.
Die PC Zielgruppe ist Streaming sicher weniger abgeneigt.Ich persönlich kenne niemanden der hauptsächlich auf Konsolen zockt der sich bevorzugt Digital Inhalte kauft bzw Onlinpflicht gut findet.
Gut, das kann ich sicher nachvollziehen und würde es auch so einschätzen.
Du sprachst halt grundsätzlich von "ältere Gamer" - und da sehe ich eher das Gegenteil (natürlich nur in meinem kleinen Dunstkreis und nur auf dem PC).
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Raskir
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Re: E3 2019: "Breathtaking!"

Beitrag von Raskir » 16.06.2019 12:54

Eine kurze Frage in die Runde und an Jörg: Der PS4-Controller. Ich werde es nie verstehen. In meinen Augen ist er der mit Abstand beste Controller, der je gebaut wurde. Liegt es wirklich nur daran, dass ich relativ kleine Hände habe? Zwei Freunde von mir finden ihn ähnlich gut und sind eher in der Langen-Hans-Fraktion, was die Körpermaße betrifft...
Die erste Generation des DS4 war zumindest was Verarbeitung angeht unter aller Kanone. Darüber hinaus ist der Akku dürftig und auch sonst nicht sehr wertig produziert. Was ergonomie und feedback angeht finde ich ihn aber auch super, genauso wie das touchpad und die bewegungssteuerung (hallo dreams). Handwerklich sollte das Ding aber bei der ps5 schon einen runderen eindruck hinterlassen :)
Mal was anderes: Was war eigentlich mit VR auf der E3?
Ich habe soweit so gut wie nichts dazu gesehen. Schade drum irgendwie, aber VR scheint nach dem großen Hype mittlerweile echt ein Schattendasein zu führen. Ich muss aber auch ehrlich gestehen, ich besitze Playstation VR, habe das aber im letzten Jahr so gut wie überhaupt nicht mehr genutzt, liegt in der Ecke und verstaubt.

Um beim Titel der Kolumne zu bleiben, statt "Breathtaking" ist dann eher gerade die Luft komplett raus bei VR. Da wird noch nicht mal gerade in Ruhe Luft geholt, ich sehe da auch im nächsten Jahr keine große Ankündigung kommen, die VR wieder nach vorne bringt, ich höre es nur noch schwach atmen.
Fand ich auch schade. Aus der PC Sparte hätte ich da schon mehr erhofft. Hoffe dass wenigstens Sony es noch nicht fallengelassen hat, momentan wirken die noch als einziges einigermaßen bemüht. Ihr fehlen bei der e3 hat man vor allem bei VR gespürt wie ich finde.
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yopparai
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Re: E3 2019: "Breathtaking!"

Beitrag von yopparai » 16.06.2019 13:04

4P|T@xtchef hat geschrieben:
15.06.2019 17:12
...das Lineup hat, bei aller lobenswerten Fülle, immer noch traditionelle Schwächen. Nicht für neue Spieler oder jene, die Nintendos Marken ohnehin bevorzugen, sondern für alle, die diese Marken genau kennen und mehr wollen als die unbeschwerte Mario-DNA mit all ihrer bunten Fröhlichkeit. Dazu gehören wahrscheinlich eher alte Säcke wie ich.

Ich habe das nämlich alles auf SNES, N64, GameCube, 3DS, Wii und mit Abstrichen auf WiiU genossen, viel mit den Kindern gespielt, aber auf Switch war es dann genug, zumal ich nicht unterwegs spiele. Für mich ist von den auf der E3 neu angekündigten Spielen nur das neue Zelda interessant. Das Lineup lässt mich ansonsten kalt. Obwohl ich Fire Emblem seit Beginn der Serie spiele, bin ich da nach dem letzten Auftritt auf dem 3DS und Nintendos doppelter Ausschlachtung skeptisch.

[...]

Jeder hat natürlich sein Beuteschema. Wenn ich an Cyberpunk 2077, Elden Ring, Death Stranding, Baldur's Gate 3, The Last of US 2, Empire of Sin, The Outer World, Final Fantasy 7 Remake, The Surge 2, Nioh 2, Vampire: Die Maskerade 2, Ghost of Tsushima, Star Wars Jedi, Deathloop, Sea of Solitude denke und dann noch meine klassische 4X- und Runden-Strategie, dann weiß ich, warum bei mir zwei Systeme dominieren: PC und PS4.
Lustig. Ich glaube der Begriff „Beuteschema“ trifft’s ganz gut, denn Ich könnte exakt das gleiche schreiben - aber mit vertauschten Listen. Ohne da jetzt bei jedem Titel ins Detail gehen zu wollen, warum genau.

Ich denke Nintendos aktueller Software-Erfolg fußt darauf, dass sie erkannt haben, dass es da einen ansonsten etwas unterversorgten Markt gibt für Spiele der Art, wie sie in ihrem Lineup eben vorrangig vertreten sind. Das sah man schon auf der WiiU. Die Titel an sich hatten meistens nicht das Problem, dass sie nicht beim Publikum angekommen wären, es war die Hardware selbst, die alles in den Abgrund gerissen hat.

Diesen Markt bedienen sie jetzt halt konsequent weiter. Und tun damit das, was sie seit der Wii schon machen, sie weichen direkter Konkurrenz aus und schaffen sich eine eigene Nische, die sonst kaum jemand beackert. Nur heißt das dieses Mal nicht, dass sie die Konsole in Altenheimen platzieren, sondern schon durchaus bei Spielern - aber welchen mit einem etwas anderen Geschmack und anderen Bedürfnissen.

Ich denke das ist durchaus bereichernd für den Markt. Ich halte es gar nicht für nötig, dass Nintendo jetzt selbst anfängt, in den Gefilden der genannten Titel zu wildern. Zumal ihr eigener Output dann schon aus Kapazitätsgründen darunter leiden dürfte. Sie sollten andere Hersteller natürlich auch nicht behindern, das auf der Switch zu versuchen, wenn diese das wollen.


Was ich an deinem Kommentar auch nicht so recht verstehe: Du sprichst von einem „Strategiewechsel“ und der „traditionellen japanischen Einigelung“ bei der WiiU, was den Drittanbietermarkt angeht. Eine Einigelung impliziert, dass sie sich absichtlich von Drittanbietern abgeschottet hätten, ebenso wie „Strategiewechsel“ impliziert, dass sie sich jetzt an einen runden Tisch gesetzt und beschlossen hätten, Drittanbieter an Land zu ziehen. Ich sehe ehrlich gesagt beides nicht so richtig.

Die WiiU war unattraktiv für Drittanbieter. Nicht nur wegen des Nachteils der vergleichsweise niedrigen rohen Rechenleistung, sondern auch und vor allem wegen legendär schlechter Entwicklungstools und natürlich der niedrigen Verbreitung. Ich sehe das aber nicht als absichtliche Strategie. Im Gegenteil, zum Start hat Nintendo durchaus versucht, Drittanbieter zu überzeugen, es hat nur (verständlicherweise) nichts genützt. Sie brauchten diesen Tritt, um einzusehen, dass sie technische Hilfe brauchen, die sie in Nvidia gefunden haben. Dass jetzt ein paar Drittanbieter plötzlich auf die Idee kommen, ihr Zeug zu portieren, das ist kein Strategiewechsel, das ist einfach die natürliche Folge ihres Erfolgs. Ich würde diesen Support auch nicht zu hoch hängen. Klar, wenn Bethesda Doom jetzt zeitgleich mit allen anderen Versionen bringt ist das ein Riesending, genau wie auch MK11 schon ungewöhnlich zeitnah kam. Aber trotzdem machen die meisten weiter nichts anderes, als ihn PS360-Zeug zweitzuverwursten. Das ist auch i.O. so, ich sehe ältere Spiele durchaus als lohnenswerte Investitionen, wenn man sie noch nicht kennt. Aber es ist kein toller Support. Was Capcom da macht ist z.B. ziemlich lächerlich und Nintendo rührt da anscheinend auch keinen Finger, dass das besser wird. Die helfen ihnen inzwischen nichtmal mehr beim Vertrieb. Square Enix ist noch einer der größten Unterstützer - dank Octopath, wo Nintendo sich tatsächlich mal selbst bewegt hat - aber abseits davon? DQ XI kommt mit riesiger Verspätung, wenn auch in wesentlich umfangreicherer Form, ansonsten Collections und alte FFs. Ich sehe nicht, wo da ein Strategiewechsel Nintendos zu besserem Support geführt hätte.

Ich würde das bei der WiiU daher nicht Einigelung nennen, sondern schlicht Inkompetenz bei der technischen Umsetzung, dem SDK und der Unterstützung der Drittanbieter. Inkompetenz ist natürlich kein nettes Wort, trifft’s aber mAn besser. Die konnten es nicht. „Einigeln“ im Sinne von „einen eigenen Markt beackern“ - das machen sie immer noch. Und zwar sehr erfolgreich.

Der einzige Punkt, wo ich tatsächlich einen echten Strategiewechsel bezüglich Drittanbietern erkennen kann, das sind die Indies. Da wirkte die Unterstützung auf der WiiU noch relativ lieblos. Natürlich gab es auch da das Problem, dass sie die Hardware einfach nicht loswurden und daher auch für Indies nicht attraktiv waren, aber das war nicht alles, auch Nintendos Marketing war da wesentlich zurückhaltender. Auf der Switch hingegen haben sie da tatsächlich eine 180°-Wende hingelegt, die jetzt schon im Ausleihen ihrer Kronjuwelen an Indiestudios gipfelt.

TomBG
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Re: E3 2019: "Breathtaking!"

Beitrag von TomBG » 16.06.2019 14:03

4P|T@xtchef hat geschrieben:
15.06.2019 17:12
...dann weiß ich, warum bei mir zwei Systeme dominieren: PC und PS4.
genau der Grund warum ich die letzten Kommentare nicht mehr ernst nehme, genau wie schon lange die Tests nicht mehr. Einzig für Infos taugt das hier noch. Wer eine Idee als "asoziale Tendenz" bezeichnet, kann dies zwar im Kommentar gerne tun um seine Einstellung (oder soll ich Gesinnung sagen) zu zeigen... aber für mich zeigt sich hier bei einem Chefredakteur die Einstellung zur Branche, zu Firmen und einer Meinungsmache. Aber bitte schön, ist ja nur ein persönlicher Kommentar.... genau wie dieser hier.
Konsolen: XBox One, XBox, XBox360, PS3 und WII

Dank an 4P für das kommentarlose entfernen kritischer und nicht zum Thema passender Anmerkungen aus Beiträgen im Forum.

Doc Angelo
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Re: E3 2019: "Breathtaking!"

Beitrag von Doc Angelo » 16.06.2019 14:12

TomBG hat geschrieben:
16.06.2019 14:03
Wer eine Idee als "asoziale Tendenz" bezeichnet
Ich denke es war so gemeint, das sich bei ihm (überspitzt formuliert) "asoziale Tendenzen" zeigen, wenn er den "Social-Trend" beim Gaming sieht. Mal sehen wie das "Social Stranding System" so wird.
Wenn man bis zum Hals in der Scheiße steckt, sollte man nicht den Kopf hängen lassen.

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Sun7dance
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Re: E3 2019: "Breathtaking!"

Beitrag von Sun7dance » 16.06.2019 20:50

Kolelaser hat geschrieben:
15.06.2019 15:01
[...]
Sun7dance hat geschrieben:
14.06.2019 18:05
Für mich bedeuten stärkere Konsolen erstmal nur, dass den Spieleherstellern mehr Toleranz gegenüber schlampiger Programmierung geboten wird.
Was hat Naughty Dog nochmal alles auf der angeblichen Schrottgurke PS3 gezaubert? Und auch GTA und RDR1 ließen sich absolut sehen und liefen auch ok.

Dann kam die PS4 und alles sollte besser werden. Tja, hier stehen wir nun und diskutieren immer noch genauso.....nein......wir diskutieren sogar nochmal mehr über schlecht programmierte und halbfertige Spiele.

Eine stärkere Konsole nützt nur dann was, wenn die Hersteller auch ordentlich optimieren können. Aber das werden die im Falle der PS5 kaum tun, weil sie denken, dass sie es nicht müssen. Die starke Hardware wird's schon rausreißen!
Ähm das hat überhaupt nichts mit der Konsolen Generation zutun... Naughty Dog oder Rockstar bieten immer noch Top Produkte an weil die sich Zeit lassen. Während Bethesda immer noch den letzten unfertigen Müll auf den Markt wirft. Daran wird sich auch in 5 Konsolen Generationen nicht mehr ändern.
Doch, natürlich hat es das!
Wenn Hersteller auch nur ein bisschen Luft wittern, dann schlampen sie hier ein bisschen und da ein bisschen in der Entwicklung.
Es hieß doch schon, dass wir auf der PS4 konstant 60 Bilder kriegen sollten und was ist draus geworden? 30, wenn es hochkommt und dazu noch Performanceschwächen an allen Ecken und Enden!

Meint ihr wirklich, das würde mit der PS5 besser werden?

Ob die alten PS4 Titel allesamt besser laufen, ist auch noch längst nicht sicher. Stärkere Hardware bedeutet noch lange nicht, dass ein Spiel automatisch besser läuft.
Beispiele liefern hier DayZ und Conan Exiles, welche beide auf der PS4 Pro eher unterirdisch laufen.

Warum wirft denn Bethesda ihren unfertigen Müll auf den Markt?
Weil die leistungsstärkeren Konsolen von heute die Steinzeit-Engine immerhin noch grenzwertig zum Laufen bringen. Das reicht Bethesda!
So wie FO76 heute ist, müsste es eigentlich sogar noch auf der PS3 laufen!

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Der Chris
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Re: E3 2019: "Breathtaking!"

Beitrag von Der Chris » 16.06.2019 21:06

Raskir hat geschrieben:
16.06.2019 12:54
Eine kurze Frage in die Runde und an Jörg: Der PS4-Controller. Ich werde es nie verstehen. In meinen Augen ist er der mit Abstand beste Controller, der je gebaut wurde. Liegt es wirklich nur daran, dass ich relativ kleine Hände habe? Zwei Freunde von mir finden ihn ähnlich gut und sind eher in der Langen-Hans-Fraktion, was die Körpermaße betrifft...
Die erste Generation des DS4 war zumindest was Verarbeitung angeht unter aller Kanone. Darüber hinaus ist der Akku dürftig und auch sonst nicht sehr wertig produziert. Was ergonomie und feedback angeht finde ich ihn aber auch super, genauso wie das touchpad und die bewegungssteuerung (hallo dreams). Handwerklich sollte das Ding aber bei der ps5 schon einen runderen eindruck hinterlassen :)
Ich find den DS4 ehrlich gesagt richtig traurig. Ich hab aber auch noch die erste Generation des Controllers. Das Ding ist echt nochmal doppelt ungut. Es ist ein leidiges Thema, es gibt viele verschiedene Ansichten, Geschmäcker und Glaubensrichtungen...aber ich finde es inzwischen immer eigenartiger, dass Sony auf diesem Stick-Layout beharrt.

Aber wenn man mal ganz ehrlich ist, dann geht es Sony hier eh nur am Rande um den User bzw. die Ergonomie. Das DS-Layout ist einfach ein markenbildendes Element geworden. Ursprünglich noch zwei Sticks, die behelfsmäßig an einen vorhandenen Controller geklatscht wurden, zu einer Zeit als Analog-Sticks noch nicht wirklich vorherrschend waren. Jetzt haben sich alle dran gewöhnt und zudem schreit dieses Design einfach "Playstation".

Das asymmetrische Controller-Layout ist eigentlich primär für 3D-Action-Games und Third Person gemacht, also gerade für die Spiele, die Sony am allermeisten produziert...und gerade Sony beharrt auf diesem altertümlichen DS Setup. Das ist für mich eigentlich die größte Ironie darin. Der Grund dafür kann nur noch im Marketing liegen. Die Silhouette ist (bei allem Sinn oder Unsinn) einfach total ikonisch und dessen wollen sie sich nicht berauben. Es ist wie gesagt ein markenbildendes Element geworden. Ich persönlich sehe es aber ehrlich gesagt nicht ein, deswegen den "schlechteren" Controller in Kauf zu nehmen, weil Sony sein duftes eigenständiges CI wahren will und das ärgert mich in der Hinsicht dann schon. Die gute Nachricht ist, dass es immerhin Alternativen auf der PS4 gibt. Ich würde mir sehr wünschen, dass sie es eines Tages mal einsehen und das "richtige" Design anbieten, aber man muss kein Prophet sein um zu wissen, dass das (aus besagten Gründen) nicht geschehen wird.

...und wie ich es so schreibe merke ich, dass ich damit ein Fass aufmache, das von mir so eigentlich nicht beabsichtigt war. :P

Sun7dance hat geschrieben:
16.06.2019 20:50
Doch, natürlich hat es das!
Wenn Hersteller auch nur ein bisschen Luft wittern, dann schlampen sie hier ein bisschen und da ein bisschen in der Entwicklung.
Es hieß doch schon, dass wir auf der PS4 konstant 60 Bilder kriegen sollten und was ist draus geworden? 30, wenn es hochkommt und dazu noch Performanceschwächen an allen Ecken und Enden!

Meint ihr wirklich, das würde mit der PS5 besser werden?
Und damit hast du absolut recht. Den Entwicklern bzw. Publishern viele Hardware-Ressourcen anzubieten, bedeutet in erster Linie mal, dass davon auch genauso viel verplempert wird. Dem sollte man ins Auge blicken und vor allem auch die neue Konsolengeneration daraufhin einordnen. Es ist immer so gewesen.

Dass wir 8K Auflösungen bekommen werden ist direkt mal völliger Nonsense...und 4K bei 60fps seh ich auch lange nicht als gesetzt. Das Schöne ist, dass wir erleben werden wie es sich ausspielt, aber die Erfahrung zeigt, dass man die Erwartung vom Marketingversprechen ausgehend erstmal locker um die Hälfte runterdampfen kann. Dann kann man irgendwo nochmal gucken was so übrig bleibt und landet dann langsam mal bei der Realität.

Aber damit sollte man eigentlich auch rechnen wenn man sich für so eine Konsole interessiert. Konsolen bedeuten eigentlich immer Kompromisse...und ganz besonders wenn man die Messlatte beim Marketingversprechen ansetzt.
"Naughty Dog ruined gaming."
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"Story in a game is like a story in a porn movie. It's expected to be there, but it's not that important."
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HardBeat
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Re: E3 2019: "Breathtaking!"

Beitrag von HardBeat » 16.06.2019 21:27

Wer hätte gedacht das Jörg Luibl ein Apple-Hater ist und das auch noch so öffentlich darstellt. Anders kann ich mir den Satz "Nicht, dass die noch unterwegs explodiert wie so manches iPhone!" nicht erklären! Denn "Exploding" kann ja wohl keiner so gut wie Samsung, war es doch ein Note was Massenhaft wegen explodierender und stark explosionsgefährdeter Akkus zurückgezogen werden musste....kein iPhone :!:

Aber schön das wir mal drüber gesprochen haben!
"Gerade Nintendo könnte eine Blaupause sein, denn sie erreichen aktuell genau diese Masse, für die Technik nicht das Wichtigste ist."
Sehe ich komplett anders. Nintendo erreicht eine Masse die gerne auch unterwegs spielt und da hat die Switch sogar die Technik Nr 1. Klar, Nvidia Shield kann auch mithalten aber der Shield fehlen halt die hochwertigen Spiele. Würde MS oder Sony nun eine Konsole raus bringen die ebenfalls abkoppelbar und Mobil wäre mit 2-, 3-fach oder noch besserer Technik würde die Switch ganz schnell ganz alt aussehen. Das ist der einzige Vorteil von Nintendo aktuell: Keine echte Konkurrenz!
.aber das Problem ist: Es gibt keinen X-Faktor, den ich gedanklich mit vier multiplizieren könnte - denn kein einziges Spiel hat die Xbox One X bisher ausgereizt!
Ich denke schon das z.b Metro Exodus, AC Odyssey oder Forza H 4 die One X bis ans Limit ausreizen. Denn anders musst du mir dann erklären warum die Spiele am PC in Ultra und Metro mit High-End Nvidia Karte noch mal grafisch eine ordentliche Schüppe drauf legen....

Klar spart MS sich die Spiele für die E32020 auf, aktuell ist es ja noch viel zu früh die Starttitel der Scarlett zu zeigen. Einer davon wird sicher neben Halo I auch Forza 8 sein...hat es keinen gewundert das das erste mal kein neuer Forza Titel präsentiert wurde? Schließlich haben sich bisher Forza und Horizon zuletzt immer jährlich abgewechselt....
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