Kolumne: Der große Heiler

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Kajetan
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Re: Kolumne: Der große Heiler

Beitrag von Kajetan » 16.05.2019 22:00

Marverino0 hat geschrieben:
16.05.2019 18:48
Wow :D dir bereitet nichts mehr Freude als ein neues Spiel? Hoffe du übertreibt :D
Etwas Neues, etwas Unbekanntes, etwas Faszinierendes ... und was zum Naschen! :mrgreen:
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).Katzenmagie.(
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Re: Kolumne: Der große Heiler

Beitrag von ).Katzenmagie.( » 16.05.2019 23:03

Der Zauberstab wurde geschwungen! 👍🏻

Das ist eben diese Magie, die das zocken mit sich bringt.
Es ist ist wie ein realer Traum, mit offenen Augen.

Aber was mich wirklich an Dir erstaunt Jörg,
das Du noch, nach all den Jahren des Spiele Ein- und Ausatmens immer noch diese Hingabe verspürst
. 👌🏻
Es scheint tief in Dir verankert zu sein...

Wobei man ja mit reiferen Jahren auch lernt, die Dinge mit neuen/anderen Augen zu sehen.

Als Kind fand man ja fast alles toll, sogar die simplen Pingpong spiele auf Atari. 🤦🏻‍♀️
Bei solchen Dingen, kann mir das innere Kind heute nichts mehr vorflunkern..

Wenn ich heute zocke, dann kann der graue Alltag durchaus Regenbogenfarben schillern.
Früher hatte es keine Zauberwirkung auf mich, es war einfach nur Spass.
Heute wird seelischer Ballast während des zockens, in eine Feder umgewandelt.
Früher war das wohl eher umgekehrt, weil man es sich so zu Herzen nahm, wenn man etwas nicht schafte...
Vergib und vergiss! Wenn nicht jetzt, wann dann?.. Das Leben ist zu wertvoll, um es sich zu verderben!
. . .

Dort, wo es weh tut, geht es lang.
. . .

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an_druid
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Re: Kolumne: Der große Heiler

Beitrag von an_druid » 17.05.2019 01:36

Ich freue mich auf den Moment bei dem man nicht mehr merkt das Zeit real ist. Manchmal gibts aber auch Tage da bricht man mit der Realität.

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JudgeMeByMyJumper
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Re: Kolumne: Der große Heiler

Beitrag von JudgeMeByMyJumper » 17.05.2019 04:41

Ein Kommentar, der auch mir aus der Seele spricht. Ausgezeichnet geschrieben, Jörg.

Diese Faszination hat bei mir leider etwas nachgelassen, weil die Genres, die mich vor 20 Jahren verzaubert haben (wie Aufbaustrategie à la Caesar 3) heute nicht mehr so bedient werden wie früher bzw sich in eine andere Richtung entwickelt haben.
1995 Game Boy | 1998 PC | 2004 PS2 | 2006 Xbox 360 | 2009 PS3 | 2013 WiiU | 2013 PS4 | 2014 Xbox One | 2015 N3DS | 2019 Wii

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CroGerA
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Re: Kolumne: Der große Heiler

Beitrag von CroGerA » 17.05.2019 07:32

Toller Kommentar, dem kann wohl jeder Gamer zustimmen.

Für mich persönlich kommt auch noch hinzu, dass man durch Spiele lernt. Sei es faktisches Wissen (Civilization oder aktuell A Plague Tale) oder auch mit Situationen konfrontiert wird in denen man schwere Entscheidungen treffen muss, die weder gut noch böse sind - oder deren Ausgang man gar nicht kennt. Zu erwähnen wären hier mehrere Quests aus The Witcher, Fallout, Skyrim etc. Da lernt man auch vieles über sich selbst. Wie weit gehe ich? Was ist mir wichtig? Wo sind meine moralischen Grenzen?

Das spielen hat also häufig auch eine psychologische Komponente. Zumindest geht es mir so. (Aber ja, das könnte man wohl auch zu dem Heileffekt zählen, die Selbsterkenntnis)

P.S. "...Yoga-Kurs für Pur-Abonnenten" - he, wo gibt´s den? :-D
Nichts entsteht, nichts vergeht, alles ändert sich.

Singleplayer-Spiele mit täglichen, wöchentlichen oder monatlichen Quests/Herausforderungen sollten mit -50 Punkten bewertet werden!

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Ryo Hazuki
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Re: Kolumne: Der große Heiler

Beitrag von Ryo Hazuki » 17.05.2019 09:21

Spielen heilt die Seele, zumindest unterstützt es dabei. Bei mir war das vor 20 Jahren, mit meinen 13-14 Jahren, Shenmue, als mein Vater starb und ich dann mit Ryo loszog den Mörder seines Vaters zu jagen hat mir das irgendwie geholfen, dass Geschehene zu verarbeiten. Man war halt irgendwie nicht alleine mit dem für mich damals noch unbekannten Schmerz.

Außerdem führte mich das Spiel in den Kampfsport - auch der hat dann zusätzlich geholfen einiges zu verarbeiten. Und zwanzig Jahre später darf ich dann endlich Shenmue 3 erleben. :)

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Serious Lee
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Re: Kolumne: Der große Heiler

Beitrag von Serious Lee » 17.05.2019 10:42

Danke, Jörg. :Vaterschlumpf: Ich empfinde es ganz genau so.

Und es ist seltener geworden. Sehr viel Markt, sehr wenig Zauber. Letzteres hat auch gar nichts mit irgendwelchen romantischen Inhalten zu tun. Ordentliche Action kann mich genauso verzaubern und das Gemüt ausgleichen, wie gutes Storytelling. Der Kontext muss einfach stimmig sein und die Absichten vorrangig gestalterisch und in zweiter Linie wirtschaftlich. Fortschritt in irgendeiner Form ist gerne gesehen. Dann kann ich mich genauso freuen, wie der kleine Junge in mir.

@Ryo
Eine (am Ende) schöne, versöhnliche Erfahrung, die du da teilst!
Stay calm and kick ass

nawarI
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Re: Kolumne: Der große Heiler

Beitrag von nawarI » 17.05.2019 10:48

Grad im PS Plus kostenlos hab ich vor ein paar Tagen What Remains of Edith Finch durchgespielt. Kannte es zwar schon vom PC, aber jetzt konnte ichs mal auf meinem neuen Riesen-Fernseher spielen (PC steht in einem anderen Zimmer als TV, weshalb, ...ach egal)
Das Spiel ist so schön und gleichzeitig so traurig, dass ich zur Zeit mal wieder jedes mal etwas freute Augen bekomme, wenn ich nur an das Spiel denke. Wenn das nicht Balsam für die Seele ist, dann weiß ich auch nicht.

Ich hab auch sehr schöne Erinnerungen an meine Zeit mit Persona 5. Das Spiel ist schon irgendwie als Feel-Good-Serie aufgebaut und wenn man das Spiel anschaltet, hat man schon so das gleiche Gefühl wie... kennt ihr das, wenn man Friends, How I Met Your Mother oder Scrubs anguckt und da beinahe das Gefühl hat als würde man mit Freuden abhängen? So gings mir auch bei Persona 5. Nicht falsch verstehen, ja, ich kenne den Unterschied zwischen Wirklichkeit und Fiktion, aber es fühlt sich trotzdem einfach gut an..

Doch nicht nur inhaltlich, habt ihr euch mal vor Augen geführt wie viel Zeit und Geld in die Entwicklung eines ansich doch irgendwie sinn-befreiten Zeitvertreibs gesteckt wird? Irgendwie macht es mich wirklich unendlich glücklich, wenn ich daran denke, wie viele Leute bei Rockstar daran gesessen haben, dass die Pferdehoden in kalten Gebieten kleiner dargestellt werden als in warmen Gegenden.
Es macht mich auch unbeschreiblich glücklich, wenn ich daran denke wie viel Aufwand in Filmen wie Pacific Rim und Godzilla 2: King of the Monsters! steckt. Da werden halt Millionen über Millionen Dollar in so ein Projekt gebuttert, bei dem sowohl Zuschauer als auch Macher wissen, dass es eigentlich völlig bekloppt ist.

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Scorplian
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Re: Kolumne: Der große Heiler

Beitrag von Scorplian » 17.05.2019 11:45

Marverino0 hat geschrieben:
16.05.2019 18:48
Wow :D dir bereitet nichts mehr Freude als ein neues Spiel? Hoffe du übertreibt :D
Also wenn es ein wirklich heiß ersehntes Spiel ist, geht es mir auch so :oops:

Ich merke das auch gut daran, dass ich mir eigentlich nur für Spiele-Releases Urlaub von 1 Woche am Stück nehme. Ansonsten hab ich, abseits von simplem Faulenzen, keine wirklichen Gründe so lange Urlaub zu nehmen ^^'



@Kolumne
Dass Videospiele eine gute Ablenkung zu allem Möglichen ist, dem stimme ich voll und ganz zu. Ob ich es als Heilung sehe... naja, ich weiß nicht so ganz. Ich denke es kommt drauf an um welche Probleme im Real-Life es sich genau handelt o.o
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Space-Lord
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Re: Kolumne: Der große Heiler

Beitrag von Space-Lord » 17.05.2019 11:45

Schöner Text!
Ich zähl(t)e mich auch als solch leidenschaftlicher Gamer. Mein Hobby fing damals mit dem Spielen bei Freunden (SNES, SEGA ect.) an. Später dann einen eigenen Gameboy besessen, und mit Tetris und Super Mario Land mein zukünftiges "Gaming-Leben" beschritten.
Heutzutage muss ich aber leider immer wieder feststellen, wie sich meine Leidenschaft verändert hat. Es fesselt mich einfach nicht mehr so wie einst. Das finde ich sehr schade! Kaufe mir immer wieder tolle Games auf die ich mich freue, um sie dann sehr oft undurchgespielt liegen zu lassen. Irgendwie hat man halt auch schon alles gesehen und gespielt. Gibt nix wo ich sagen könnte: "wow - das hab ich noch nie erlebt". Da plädire ich mal auf mehr Wagnis in Sachen Entwicklung. Aber das hieße ja für die Konzerne wie sie heute sind, dass man evtl. keine Millarden damit verdient...
Bei Cyberpunk 2077 behaupte/hoffe ich, dass ich damit mal wieder diese "Magie" erleben werde. (Helft mir CP2077 - Ihr seid meine letzte Hoffnung) :D

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Swar
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Re: Kolumne: Der große Heiler

Beitrag von Swar » 17.05.2019 12:30

"...Als Pimpf von zehn, elf oder zwölf Jahren bin ich z.B. mit dem Umschlag von Joysoft in mein Zimmer gerannt, hab die Tür zugeknallt und den Rest der Welt, egal ob Familie, Schule, Fußballverein für die nächsten Stunden vergessen..."

Das habe ich 1991, als es mit dem Sega Mega Drive anfing genauso empfunden und hält bis heute an.

nawarI
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Re: Kolumne: Der große Heiler

Beitrag von nawarI » 17.05.2019 12:37

Space-Lord hat geschrieben:
17.05.2019 11:45
Schöner Text!
Ich zähl(t)e mich auch als solch leidenschaftlicher Gamer. Mein Hobby fing damals mit dem Spielen bei Freunden (SNES, SEGA ect.) an. Später dann einen eigenen Gameboy besessen, und mit Tetris und Super Mario Land mein zukünftiges "Gaming-Leben" beschritten.
Heutzutage muss ich aber leider immer wieder feststellen, wie sich meine Leidenschaft verändert hat. Es fesselt mich einfach nicht mehr so wie einst. Das finde ich sehr schade! Kaufe mir immer wieder tolle Games auf die ich mich freue, um sie dann sehr oft undurchgespielt liegen zu lassen. Irgendwie hat man halt auch schon alles gesehen und gespielt. Gibt nix wo ich sagen könnte: "wow - das hab ich noch nie erlebt". Da plädire ich mal auf mehr Wagnis in Sachen Entwicklung. Aber das hieße ja für die Konzerne wie sie heute sind, dass man evtl. keine Millarden damit verdient...
Bei Cyberpunk 2077 behaupte/hoffe ich, dass ich damit mal wieder diese "Magie" erleben werde. (Helft mir CP2077 - Ihr seid meine letzte Hoffnung) :D
Ich würde dir raten mal Spiele außerhalb deiner Komfortzone auszuprobieren.
Cyberpunk 2077 könnte richtig gut werden, aber es klingt doch etwas nach einer sicheren Wette. Man erwartet die Qualitäten von Witcher 3, es könnte etwas ähnlich sein wie Deus Ex... also hofft man auf die vertrauen Sachen. Ich will das Spiel jetzt nicht schlecht reden, keine Sorge, was ich sagen will ist:

Die letzten Spiele, die mich wirklich umgehauen haben, waren Persona 5 und Bloodborne.
JRPGs habe ich bisher nur sehr wenige gespielt, weshalb sich Persona 5 für mich völlig frisch und unverbraucht angefühlt hat. Keine Ahnung ob dieses und jenes Spielelement schon in anderen Spielen umgesetzt worden ist oder ob Persona 4 hier und da besser war, weil ich diese Bezüge gar nicht habe.
Bloodborne war mein erstes Form Software-Spiel seit Demon Souls (, das ich zwar angefangen habe, aber es hat bei mir nie gezündet, dass ich recht schnell aufgegeben habe). Bloodborne hat sich jetzt völlig anders angefühlt als alle anderen Spiele, die ich kenne, weshalb ich jetzt seit Monaten einfach nicht los davon komme. Ich war froh als ich das Spiel durch hatte und dachte, dass ich mich jetzt anderen leichteren Spielen zuwenden kann, weil es super Nerfenaufreibend ist. Was hab ich gemacht? Ich hab sofort das New Game Plus angefangen!! Außerdem gab es neulich das DLC The Old Hunters zum halben Preis. Natürlich hab ich da zugeschlagen!
Eine Reihe, die ich mal ausprobieren will, ist Yakusa. Jeder der es gespielt hat, schwört darauf wie gut die Reihe sein soll und wenn das stimmt, hab ich gleich mal 7? oder mehr? Spiele, auf die ich mich stürzen kann.

Von daher. Wenn du hörst, dass ein Spiel, das dich normalerweise nicht zu sehr anspricht, echt gut sein soll oder bei Stream gut bewertet und runtergesetzt ist, lohnt sich vielleicht doch ein zweiter Blick. Die besten Spiele sind manchmal die, mit denen man nicht gerechnet hat.

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ClassicGamer76
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Re: Kolumne: Der große Heiler

Beitrag von ClassicGamer76 » 17.05.2019 12:51

Danke @jörg für diese wunderbaren Worte zur Spielkultur, die ich exakt so teilen kann. Die Auszeit, die ich mir nehme, mit Spielen wie Plague Tale, erst Gestern, das ist Balsam für die Seele, vor allem im mittleren Alter über 40. Natürlich schwelge ich in den Erinnerungen aus SNES oder Amiga Zeiten, der Amiga ist weiterhin startbereit, Packungen von Spielen stehen da, die mich durch die Jugendzeit begleitet haben (Das schwarze Auge, D-Generation, Speedball 2 und all die anderen Perlen), in dieser Zeit wurden auch wunderbare Geschichten erzählt, so war ich ein großer Fan von Abenteuerspielen wie Maupiti Island oder Cruise for a Corpse aber so wie Heute, interessieren mich alle möglichen Arten von Spielen, dennoch muss ich sagen, die ruhigeren Spiele gehören jetzt eher zu meinen Favoriten, wie Rollenspiele (Divinity 2, Fallout) oder eben Plague Tale, Sekiro habe ich auch ausführlich gespielt, bin eher dem Setting von Bloodborne verfallen, die einfachen 3D Shooter ohne Story, um die mache ich mittlerweile einen größeren Bogen, Wolfenstein 2 war ziemlich gut, aber sobald ein Spiel in Stress ausufert, kann ich nicht aus dem Alltag entfliehen, relaxen.
Zuletzt geändert von ClassicGamer76 am 17.05.2019 12:53, insgesamt 1-mal geändert.

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Jondoan
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Re: Kolumne: Der große Heiler

Beitrag von Jondoan » 17.05.2019 12:52

Gute Spiele fühlen sich für mich auch an wie die Art "Heldenreise", wie sie von Joseph Campbell untersucht und beschrieben wurde. Nicht umsonst wird das Konzept auch gerne in Therapien eingesetzt.
Haha, now wasn't that a toot'n a holla, haha!

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Space-Lord
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Re: Kolumne: Der große Heiler

Beitrag von Space-Lord » 17.05.2019 13:00

nawarI hat geschrieben:
17.05.2019 12:37
Space-Lord hat geschrieben:
17.05.2019 11:45
Schöner Text!
Ich zähl(t)e mich auch als solch leidenschaftlicher Gamer. Mein Hobby fing damals mit dem Spielen bei Freunden (SNES, SEGA ect.) an. Später dann einen eigenen Gameboy besessen, und mit Tetris und Super Mario Land mein zukünftiges "Gaming-Leben" beschritten.
Heutzutage muss ich aber leider immer wieder feststellen, wie sich meine Leidenschaft verändert hat. Es fesselt mich einfach nicht mehr so wie einst. Das finde ich sehr schade! Kaufe mir immer wieder tolle Games auf die ich mich freue, um sie dann sehr oft undurchgespielt liegen zu lassen. Irgendwie hat man halt auch schon alles gesehen und gespielt. Gibt nix wo ich sagen könnte: "wow - das hab ich noch nie erlebt". Da plädire ich mal auf mehr Wagnis in Sachen Entwicklung. Aber das hieße ja für die Konzerne wie sie heute sind, dass man evtl. keine Millarden damit verdient...
Bei Cyberpunk 2077 behaupte/hoffe ich, dass ich damit mal wieder diese "Magie" erleben werde. (Helft mir CP2077 - Ihr seid meine letzte Hoffnung) :D
Ich würde dir raten mal Spiele außerhalb deiner Komfortzone auszuprobieren.
Cyberpunk 2077 könnte richtig gut werden, aber es klingt doch etwas nach einer sicheren Wette. Man erwartet die Qualitäten von Witcher 3, es könnte etwas ähnlich sein wie Deus Ex... also hofft man auf die vertrauen Sachen. Ich will das Spiel jetzt nicht schlecht reden, keine Sorge, was ich sagen will ist:

Die letzten Spiele, die mich wirklich umgehauen haben, waren Persona 5 und Bloodborne.
JRPGs habe ich bisher nur sehr wenige gespielt, weshalb sich Persona 5 für mich völlig frisch und unverbraucht angefühlt hat. Keine Ahnung ob dieses und jenes Spielelement schon in anderen Spielen umgesetzt worden ist oder ob Persona 4 hier und da besser war, weil ich diese Bezüge gar nicht habe.
Bloodborne war mein erstes Form Software-Spiel seit Demon Souls (, das ich zwar angefangen habe, aber es hat bei mir nie gezündet, dass ich recht schnell aufgegeben habe). Bloodborne hat sich jetzt völlig anders angefühlt als alle anderen Spiele, die ich kenne, weshalb ich jetzt seit Monaten einfach nicht los davon komme. Ich war froh als ich das Spiel durch hatte und dachte, dass ich mich jetzt anderen leichteren Spielen zuwenden kann, weil es super Nerfenaufreibend ist. Was hab ich gemacht? Ich hab sofort das New Game Plus angefangen!! Außerdem gab es neulich das DLC The Old Hunters zum halben Preis. Natürlich hab ich da zugeschlagen!
Eine Reihe, die ich mal ausprobieren will, ist Yakusa. Jeder der es gespielt hat, schwört darauf wie gut die Reihe sein soll und wenn das stimmt, hab ich gleich mal 7? oder mehr? Spiele, auf die ich mich stürzen kann.

Von daher. Wenn du hörst, dass ein Spiel, das dich normalerweise nicht zu sehr anspricht, echt gut sein soll oder bei Stream gut bewertet und runtergesetzt ist, lohnt sich vielleicht doch ein zweiter Blick. Die besten Spiele sind manchmal die, mit denen man nicht gerechnet hat.
Ich versteife mich tatsächlich garnicht auf meine Komfortzone. Spiele echt einiges - manche behaupten so ziemlich alles.
Vielleicht ist aber auch das der Grund warum ich nicht lange bei etwas bleibe. Zu viel Spiele / zu leichtes rankommen. Kann mir quasi jedes Spiel kaufen wenn ich es möchte und habe dann eine "zu große Auswahl". Nioh, oder Nier Automata z.B. fand ich mega. Hab ich es durchgespielt? Nein. - Warum? Weil ich auch zu schnell von anderen Sachen abgelenkt werde, denke ich.
Sollte es vielleicht mal wie du machen und mich auf eine Sache konzentrieren.

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