Bethesda: Demontage im Zeitraffer

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casanoffi
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Re: Bethesda: Demontage im Zeitraffer

Beitrag von casanoffi » 07.01.2019 13:11

MaxDetroit hat geschrieben:
07.01.2019 11:20
Bethesda sind ja nicht die einzigen die dieses Jahr Selbst-Demontage betreiben haben. Blizzard ist ja gerade auch dabei genau das selbe zu tun.
Wie Du auch schon geschrieben hast, dieser "Demontage" sollte man nicht zu viel Wert beimessen.
Activision Blizzard (nur von Blizzard zu sprechen, ist falsch) geht schon lange einen Weg, der vielen Gamern nicht schmeckt - aber ganz offensichtlich noch viel mehr Gamern sehr wohl bekommt.

Der Laden wird mit neuen Projekten wohl mehr Kohle machen, als wir uns das wünschen.
Erst zuletzt hatte ich ein Gespräch mit einem Bekannten, der auch Gamer ist - aber die Plattform seiner Wahl ist eben das Smartphone/Tablet und der kennt Diablo tatsächlich nur aus der Werbung und dass da was kommen soll.

Der gibt für Spiele (die meisten davon free-to-play) im Monat knapp 100-150 Euro aus.
Möglichst wenig Aufwand und maximaler Profit.

Solche Konsumenten sind die neue Zielgruppe von Unternehmen wie Activision Blizzard und vielen anderen Großen.
Und Bethesda wird dem Ruf des goldenen Kalbes vermutlich auch noch folgen.

Man muss ich vorher aber von der alten Fanbase, von eingefleischten Hardcore-Zockern, erstmal abnabeln.
Denn außer nörgeln und viel zu viele Inhalte für viel zu wenig Geld erwarten, können wir nix.

Ist doch logisch, wenn man bedenkt, wie viel Zeit und Geld in AAA-Produktionen fließen und am Ende stehen da im besten Fall 60-70 Euro auf der Preislabel, welches sich seit Jahrzehnten nicht verändert hat (!) - aber mit MTAs lässt sich unterm Strich viel mehr rausholen.

Da wird auch mal ein roter Punkt für nen Euro verkauft (Call of Duty - Black Ops 4)...


Auch wenn ich nichts von Untergangs-Szenarien halte - ich glaube, der AAA-Markt wird bald einen Crash erleben.
Ist mir aber scheißegal, weil ich diesen mittlerweile so gut wie gar nicht mehr unterstütze.
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zappaisticated
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Re: Bethesda: Demontage im Zeitraffer

Beitrag von zappaisticated » 07.01.2019 13:20

casanoffi hat geschrieben:
07.01.2019 13:11
[…]
Der Laden wird mit neuen Projekten wohl mehr Kohle machen, als wir uns das wünschen.
Erst zuletzt hatte ich ein Gespräch mit einem Bekannten, der auch Gamer ist - aber die Plattform seiner Wahl ist eben das Smartphone/Tablet und der kennt Diablo tatsächlich nur aus der Werbung und dass da was kommen soll.

Der gibt für Spiele (die meisten davon free-to-play) im Monat knapp 100-150 Euro aus.
Möglichst wenig Aufwand und maximaler Profit.

Solche Konsumenten sind die neue Zielgruppe von Unternehmen wie Activision Blizzard und vielen anderen Großen.
Und Bethesda wird dem Ruf des goldenen Kalbes vermutlich auch noch folgen.

Man muss sich vorher aber von der alten Fanbase, von eingefleischten Hardcore-Zockern, erstmal abnabeln.
Denn außer nörgeln und viel zu viele Inhalte für viel zu wenig Geld erwarten, können wir nix.
[…]
Irgendwo dort verorte ich auch die "Wahrheit". Jede andere Erklärung ist irgendwie zu ... "verschwörerisch" :lol:

Zudem... man mag mich bitte korrigieren..
Bethesda hat mit Fallout-Shelter im ersten Jahr 20 Mio US-$ eingenommen. Sofern die Zahl nun stimmt.. das ist schon ne Hausnummer, wenn man sich den Aufwand mal ansieht.
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casanoffi
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Re: Bethesda: Demontage im Zeitraffer

Beitrag von casanoffi » 07.01.2019 13:22

rSchreck hat geschrieben:
07.01.2019 13:20
Bethesda hat mit Fallout-Shelter im ersten Jahr 20 Mio US-$ eingenommen. Sofern die Zahl nun stimmt.. das ist schon ne Hausnummer, wenn man sich den Aufwand mal ansieht.
Wundert mich nicht. Kleinvieh macht in der Massenhaltung eben die größten Mist ^^
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James Dean
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Re: Bethesda: Demontage im Zeitraffer

Beitrag von James Dean » 07.01.2019 13:44

Ich finde es noch heute im höchsten Maße amüsant, wie es noch vor Enthüllung von Fallout 76 in dem einen oder anderen 4Chin-Leak hieß, der neue Fallout-Teil heiße Fallout 76 und sei nichts weiter als ein schlechter Rust-Klon mit Echtgeldshop.

Zuerst von niemandem geglaubt, dann von Bethesda dementiert, dann als Wahrheit entpuppt.

EDIT: Da erinnere ich mich doch auch spontan: Bethesda hat uns ja den DLC-Krebs aufgehalst mit Oblivion damals. Hoffentlich ersticken sie an ihrem eigenen Echtgeldshop.
Zuletzt geändert von James Dean am 07.01.2019 14:14, insgesamt 1-mal geändert.

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MaxDetroit
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Re: Bethesda: Demontage im Zeitraffer

Beitrag von MaxDetroit » 07.01.2019 14:00

casanoffi hat geschrieben:
07.01.2019 13:11
Solche Konsumenten sind die neue Zielgruppe von Unternehmen wie Activision Blizzard und vielen anderen Großen.
Und Bethesda wird dem Ruf des goldenen Kalbes vermutlich auch noch folgen.

Man muss ich vorher aber von der alten Fanbase, von eingefleischten Hardcore-Zockern, erstmal abnabeln.
Denn außer nörgeln und viel zu viele Inhalte für viel zu wenig Geld erwarten, können wir nix.
Muss ich leider zustimmen. Der Kern des Problems liegt meines Erachtens im Mobile Gaming auf Smartphones. Diese "Gaming" Kultur dort sickert schon seit Jahren durch zu den AAA-Produktionen für PC und Konsolen. Einige Apps dort sind psychologisch so trickreich aufgebaut, ich würde sie fast schon eher der Glücksspiel-Branche mit ihren Spielautomaten zuordnen als richtigen Games.

Leider läuft dieses Modell zu gut (billig produzierte Apps machen einen riesen Reibach mit Microtransactions) und es gibt zu viele Idioten (ich gebrauche dieses Wort bewusst) mit Smartphones die sich gerne abzocken lassen. Kein Wunder das die großen Publisher von diesem Kuchen was abhaben wollen, vor allem da große AAA Produktionen mit traditionellen Modellen viel risikoreicher sind.

Und wir sind gesellschaftlich ja schon lange weg von der Killerspiel-Debatte und langsam aber sicher werden Videospiele auch als Kunstform angesehen, aber diese Entwicklung bei den Mobile Spielen mit Psychotricks + Microtransaktionen macht mir echt Sorgen das es mit dem Gaming wieder hart bergab gehen kann. Die Suchtproblematik die dadurch entsteht muss man ersnt nehmen.

Ich bin ja sonst recht liberal, aber hier muss ich gestehen das ich denke die Gesetzgebung muss doch mehr einschreiten, besonders im Mobile Gaming Bereich mit Hilfe des Jugendschutzes, aber auch bei PC- und Konsolenspielen mit Loot-Boxen und co. - das kann nicht so weitergehen.

PS: Konami, wie man hört, setzt ja jetzt sogar voll auf Spielautomaten, was für mich fast schon symptomatisch ist.

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casanoffi
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Re: Bethesda: Demontage im Zeitraffer

Beitrag von casanoffi » 07.01.2019 14:28

MaxDetroit hat geschrieben:
07.01.2019 14:00
Ich bin ja sonst recht liberal, aber hier muss ich gestehen das ich denke die Gesetzgebung muss doch mehr einschreiten, besonders im Mobile Gaming Bereich mit Hilfe des Jugendschutzes, aber auch bei PC- und Konsolenspielen mit Loot-Boxen und co. - das kann nicht so weitergehen.
Ich finde nicht, dass der Staat hier mit zusätzlichen Gesetzen seine Finger im Spiel haben sollte.

Jugendschutz im Bereich Videospiele existiert doch bereits in ausreichender Form, nämlich in Form der Erziehungsberechtigten - jeder eStore benötigt eine Kontoverbindung und ein Passwort vor jedem Kauf.

Ja, ich bin der Meiung, dass Spiele, die Lootboxen etc. beinhalten, grundsätzlich ab 18 freigegeben sein sollten. Mehr Jugendschutz sollte es hier nicht geben, denn jeder Volljährige ist selbst dafür verantwortlich, wofür er sein Geld ausgibt.

Alles darüber hinaus ist in meinen Augen Bevordmundung von geschäftsfähigen Bürgern, auch wenn ich manche Methoden der Industrie hier für verwerflich halte. Aber wenn man danach geht, dann müsste auf der Welt so einiges verboten werden.
Wollen wir das? Ich jedenfalls nicht...

Gerade wenn man selbst für die Freiheit des eigenen Geldbeutels plädiert (was wir wohl alle tun), sollte man nicht Big Brother darum bitten, die Dinge für einen selbst zu regeln, nur weil es einem an anderer Stelle nicht schmeckt.
Nennt sich Doppelmoral.

Jeder Kunde hat die Macht in seiner eigenen Tasche in Form seines Geldbeutels.
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MaxDetroit
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Re: Bethesda: Demontage im Zeitraffer

Beitrag von MaxDetroit » 07.01.2019 14:36

casanoffi hat geschrieben:
07.01.2019 14:28
Jeder Kunde hat die Macht in seiner eigenen Tasche in Form seines Geldbeutels.
Leider sind sehr viele Kunden wohl nicht mündig genug um diese Macht vernünftig zu nutzen, was dazu führt das die Spiele, die ich gerne spielen möchte. so langsam alle mit Microtransactions verseucht werden ... ich sehe das leider so: die Anzahl an Menschen die mit ihrem Geld nicht umgehen können bzw. suchtanfällig sind ist zu verdammt hoch.
Zuletzt geändert von MaxDetroit am 07.01.2019 15:52, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Bethesda: Demontage im Zeitraffer

Beitrag von casanoffi » 07.01.2019 14:41

MaxDetroit hat geschrieben:
07.01.2019 14:36
Leider sind sehr viele Kunden wohl nicht mündig genug um diese Macht vernünftig zu nutzen, was dazu führt das die Spiele, die ich gerne spielen möchte. so langsam alle mit Microtransactions versucht werden ... ich sehe das leider so: die Anzahl an Menschen die mit ihrem Geld nicht umgehen können bzw. suchtanfällig sind ist zu verdammt hoch.
Da bin ich vollkommen Deiner Meinung.

Dass solche Menschen leicht ausgenutzt werden, kann man eben nur mit Verboten vermeiden.
Das Nachsehen haben dann aber die, die damit umgehen können.

Ist ne Zwickmühle, keine Frage.
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sabienchen
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Re: Bethesda: Demontage im Zeitraffer

Beitrag von sabienchen » 07.01.2019 14:49

casanoffi hat geschrieben:
07.01.2019 14:41
Dass solche Menschen leicht ausgenutzt werden, kann man eben nur mit Verboten vermeiden.
Das Nachsehen haben dann aber die, die damit umgehen können.
Das Nachsehen, dass Spiele/Spielmodi evtl. nicht mehr um MTs rum gebaut werden? :Häschen:
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Re: Bethesda: Demontage im Zeitraffer

Beitrag von casanoffi » 07.01.2019 14:55

sabienchen hat geschrieben:
07.01.2019 14:49
Das Nachsehen, dass Spiele/Spielmodi evtl. nicht mehr um MTs rum gebaut werden? :Häschen:
Nein, diejenigen, die an solchen Arten von Spielen ihre Freude haben.
Es wird immer welche geben, die damit umgehen können und es nicht anders haben wollen würden.

Nur, weil wir manche Dinge selektiv für verwerflich halten, wenn die Nachfrage ein Angebot regelt, fordern wird Verbote.
Halte ich nicht für gut, selbst wenn ich es bei manchen Dingen selektiv gerne so sehen würde...

Ich muss dabei an die Szene aus Demolition Man denken, wo in der Zukunft alles verboten ist, weil es schlecht ist :lol:


Sorry, hab heute mal wieder meinen melancholisch philosophischen Tag ^^
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sabienchen
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Re: Bethesda: Demontage im Zeitraffer

Beitrag von sabienchen » 07.01.2019 15:14

casanoffi hat geschrieben:
07.01.2019 14:55
Nur, weil wir manche Dinge selektiv für verwerflich halten, wenn die Nachfrage ein Angebot regelt, fordern wird Verbote.
Halte ich nicht für gut, selbst wenn ich es bei manchen Dingen selektiv gerne so sehen würde...
Ich persönlich kaufe bzw. spiele einfach keine Spiele mit MTs.
Ich bin kein Freund von Verboten und sprach auch nicht davon. :)
Allerdings, empfinde ich bestimmte Formen der Monetarisierung in Videospielen, als Glücksspiel, und damit sollten für Spiele die diese Geldgewinnungsart nutzen auch die selben Massstäbe angesetzt werden.
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Re: Bethesda: Demontage im Zeitraffer

Beitrag von casanoffi » 07.01.2019 15:18

sabienchen hat geschrieben:
07.01.2019 15:14
Allerdings, empfinde ich bestimmte Formen der Monetarisierung in Videospielen, als Glücksspiel, und damit sollten für Spiele die diese Geldgewinnungsart nutzen auch die selben Massstäbe angesetzt werden.
Da bin ich der gleichen Meinung. Wenn schon, denn schon.
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Marobod
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Re: Bethesda: Demontage im Zeitraffer

Beitrag von Marobod » 07.01.2019 18:58

Die Creation Engine ist doch nur die aufgebohrte version der Gambryo-Engine,welche noch bei Morrowind zum laufen kam.

Ich sage schon seit bald 8 jahren,daß die mal ne neue Engine bauen oder lizensieren sollten.

Ich spiele deren Onlinemist eh nicht. Sie haben es schon mit Elder-Scolls Online geschafft keinen ElderScrolls fan hinterm ofen vorzulocken (und mal eben die lore komplett zu verhunzen versucht), und ihr Absatz ging nicht so hoch, wie sie gern gehabt haetten. Bei ESO hat man doch nach der Umstellung vom Abo-Modell zum freien Modell mit Ingameshop, die ganzen MMO Heuschrecken angelockt,die dann ne Weile dort zocken bevor sie weiterziehen (manche bleiben ja immer drauf haengen), und nur dadurch hat sichd as Spiel wohl noch bezahlt gemacht. Jetzt ging man mit FO76 wohl diret den Weg zum "Kaufe und Spiele , aber bitte kaufe noch in unserem seltendaemlichen Shop ein "- Modell inklusive dem Verhunzen der Lore ... Das wird diemsal nur direkt haerter floppen als ESo und wohl diemsal auch spuerbar.

Hoffe sie lernen.

Und zum Modding, frueher hat man die besten modder von Spielen direkt angeworben in der Firma um deren talent gleich einzubinden.
Generell frage ich mich, wieso man sich so dermaßen den eigenen Absatz verbaut, wenn man versucht Modder zu gaengeln,die immerhin dafuer sorgen,daß ihre Titel sich weiter verkaufen wie geschnitten Brot.

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ChrisJumper
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Re: Bethesda: Demontage im Zeitraffer

Beitrag von ChrisJumper » 07.01.2019 20:12

Sehr gute Kolumne, welche die Ereignisse gut zusammen fasst. Das PR Zeug und die Shop Gegenstände stehen ja immer vorher fest. Aber da hätten die Teams mehr miteinander Arbeiten sollen und nicht aneinander vorbei. Damit solche Fehler nicht passieren.

Das Management war eine Katastrophe. Die Fehler hätten früher erkannt werden müssen und Kooperativ angegangen und das Spiel vielleicht besser nach hinten verschoben hätten.

Selbst für die Mods hätte man eine Lösung finden können, wenn zusätzlich noch ein dedizierter Server angeboten oder zur Miete bereit gestanden hätte auf denen sich die Communitys und Modder hätten austauschen können.
MaxDetroid hat geschrieben:Einige Apps dort sind psychologisch so trickreich aufgebaut, ich würde sie fast schon eher der Glücksspiel-Branche mit ihren Spielautomaten zuordnen als richtigen Games.
casanoffi hat geschrieben:Ich finde nicht, dass der Staat hier mit zusätzlichen Gesetzen seine Finger im Spiel haben sollte.
auch wenn ich manche Methoden der Industrie hier für verwerflich halte. Aber wenn man danach geht, dann müsste auf der Welt so einiges verboten werden.
Ich weiß ihr könnt das nicht mehr hören. Aber die Wurzel des Übels ist die Optimierung durch Personalisieren und verwerten des Verhaltens der Nutzer. Letztlich geht es in weitem Maßen über Videospiele hinaus und bedroht mittelfristig Demokratie aber auch die Wirtschaft, weil die Mittel fast schon Unlauter sind. Gegen die DSGV verstößt es wahrscheinlich nicht mal direkt weil die Algorithmen keine persönlichen Daten benötigen, die wir als Persönlich bezeichnen. Es reicht das sich Inhalte aufgrund unserem Verhalten verändern. Videospiele machen ja eigentlich genau das. Bisher haben wir noch kein Videospiel das den Spieler mit Vornamen anspricht (auch wenn Detroid das schon mal versuchte, mit dem tollen Empfangsroboter), aber etwas das diese Revolution auslösen wird werden wir wohl dieses Jahr erfahren. Daran ändern kann man wohl nur selber was und vor allem mit anderen Spielern drüber sprechen und auch mit den Kids, welche die Zielgruppe für diese Inhalte sind. Was mich so bedrückt ist das diese Videospiele wahrscheinlich Niemals so kennen lernen wie wir. Damals waren die Spiele noch Bücher, dann Interaktive Filme. Heute sind sie zunehmend wie ein Vertreter vor der Tür, der sich verständlich und Freundlich gibt. Zumindest wenn die Bugs, wie im Fall Fallout 76, das ganze nicht komplett zerstören.

Genießt die Zeit und die Spiele die es jetzt, heute und bald noch gibt. Langfristig orientieren sich diese Inhalte wie andere Inhalte an aktuelle Trends und Kunden in Asien (nein nicht Japan!).

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Sun7dance
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Re: Bethesda: Demontage im Zeitraffer

Beitrag von Sun7dance » 07.01.2019 22:31

Tja, entspringt diese Profitgier jetzt Bethesda oder ZeniMax?
Beobachte ich die gegenwärtige Entwicklung in The Elder Scrolls Online, lassen sich erstaunliche Parallelen feststellen.

Ansonsten ist der Artikel wunderbar geschrieben und Eike beweist einmal mehr sein feines Gespür. Weiter so!

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