Kommentar: Eine Lanze für Bethesda

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Gesichtselfmeter
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Re: Kommentar: Eine Lanze für Bethesda

Beitrag von Gesichtselfmeter » 20.11.2015 14:36

Schöner Kommentar Jörg!
Ich meine auch zu verstehen, warum Du diesen Epilog noch dran gehängt hast bzw. wirst Du wohl die Diskussion unter Deinem Test verfolgt haben.
FO4 wäre in der reinen Diskussion um Spieleeckdaten und -parameter nicht die Rede wert - wenn man es aber spielt, merkt man wieder, wie subtil genial Bethesda tatsächlich ist. Obwohl auch ich allmählich der Open-World Formel müde werde, hat FO4 das gewisse Etwas, das einen trotz aller Unkenrufe wieder zum Junky macht.
Beipiel Basenbau: Wurde vorab als Gimmick bezeichnet, sah nach 5 Stunden Spielzeit auch tatsächlich so aus. Nach 20 Stunden bin ich dem Basenbau komplett verfallen. Mein Gott, ich habe wahrscheinlich schon 6 Stunden dafür aufgewendet meine Siedler mit gelooteter Kleidung und Waffen auszustatten. Dieses Spiel bringt das Schlechteste in mir hervor :wink:

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Grabo
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Re: Kommentar: Eine Lanze für Bethesda

Beitrag von Grabo » 20.11.2015 14:37

Marobod hat geschrieben:
8BitLegend hat geschrieben:

Es gibt mir zu viele RPG auf dem markt ,die ausschließlich in 3rd person spielen, dabei verstehe ich nichtmal den Sinn bei dieser Art von Ansicht ;)
Der Sinn besteht darin, dass man sieht wie cool man aussieht (oder wie bescheuert, sexy, je nach dem) und man sieht halt die Aktionen des Chars besser. Aber es spielt sich definitiv besser in first Person, die ich bei Fallout definitiv bevorzuge.
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_Semper_
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Re: Kommentar: Eine Lanze für Bethesda

Beitrag von _Semper_ » 20.11.2015 16:23

PixelMurder hat geschrieben:Denn egal wie sie aussehen, alleine die Anzahl an Pixel belastet die Memory.
wie gesagt, bethesderp hat sicherlich schlechte pbr shader und suboptimale texturen verwendet. ändert trotzdem nix daran, dass deine tiraden gegen die detailarmen albedo maps auf unwissen basieren.

ps: nich nur allein die pixeldichte beeinflusst die größe, sondern ebenso verwendete dds-kompression, kanäle und farbtiefe :P

PixelMurder
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Re: Kommentar: Eine Lanze für Bethesda

Beitrag von PixelMurder » 20.11.2015 18:11

Die verwendeten Basis-Texturen haben weiterhin einen Einfluss auf die Bildqualität, ich bin doch nicht blind. Die meisten Diffusen-Texturen davon sind auch weiterhin so gezeichnet, dass sie Abrundungen, Erhöhungen und Schattierungen drauf haben, obwohl sie theoretisch wegen den N-Maps und S-Maps nicht notwendig wären. Wenn ich da mehr Kontrast und Schärfung reinbringe, sieht man das trotzdem und es tut dem Bild gut.

Schon klar, dass Kanäle auch Speicher kosten.
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habib84
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Re: Kommentar: Eine Lanze für Bethesda

Beitrag von habib84 » 20.11.2015 19:00

Kann mal wer Todd Howard anrufen? Hier sind zwei Experten aus dem Internet, die hätten da ein paar Tipps für seine Grafiker (die sicher absolut keine Erfahrung in dem Bereich haben und die Texturen aus Unwissenheit so verbockt haben).

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X_MCX_X
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Re: Kommentar: Eine Lanze für Bethesda

Beitrag von X_MCX_X » 20.11.2015 19:06

Guter Kommentar.
Aber mit der uralte Engine mit den selben Fehlern ohne Verbesserung, dem Entfernen von Skills und dem beschissenen Dialog-System muss ich schon sagen, dass Bethesda viel Kritik verdient hat.

Natürlich aber auch viel Lob. Fallout 4 ist ja bei weitem kein schlechtes Spiel.

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an_druid
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Re: Kommentar: Eine Lanze für Bethesda

Beitrag von an_druid » 20.11.2015 22:29

Wurmjunge hat geschrieben:
4P|BOT2 hat geschrieben:Die Amerikaner haben sich mit ihrer Art Rollenspiel nicht an den Massengeschmack angepasst, sondern sie haben ihre eigenwillige Interpretation des virtuellen Abenteuers über all die Jahre salonfähig gemacht. Sie haben anno 1996 mit The Elder Scrolls II: Daggerfall ein sehr seltsames Spiel für Freaks entwickelt, das vor allem zwei Dinge kennzeichnete: die riesige 3D-Welt und die vielen Bugs. Von da an waren inhaltliche Faszination und technische Ernüchterung stets zwei Konstanten, die sowohl ihre Fantasy als auch Endzeit bis heute begleiten. Trotz dieser offensichtlich fehlenden Harmonie konnte diese Art des Spiels immer mehr Leute faszinieren - aus der Nische wurde Mainstream.
Ich finde, in dem Begriff "technische Ernüchterung" werden zu viele Aspekte zusammengefaßt, die getrennt behandelt werden sollten.
Ich persönlich fand in Bezug auf die grafische Qualität das technische Grundgerüst von TES:Arena bis Fallout4 immer zumindest solide und zweckmäßig, meistens mehr als das.
Hohe Bugdichte ist schon ein anderes Thema, aber ich kann den Zusammenhang zwischen Viel Spiel und Vielen Bugs verstehen und konnte mich auch immer damit arrangieren . Auch würde ich hier langfristig eine Tendenz zum Besseren hin unterstellen, Arena war bsw. noch völlig unspielbar.
Aber die nicht unerheblichen Einbußen in der Bedienfreundlichkeit für Maus und Tastatur, die sind erst seit Skyrim mit von der Partie. Mag sein, Mausspieler sind als Zielgruppe nicht mehr relevant genug, aber betroffen sind damit viele, die Bethesdas Entwicklung direkt miterlebten, die jahrzehntelang unentgeltlich die Werbetrommel gerührt und Bethesda als Kunden und Modder unterstützt haben.

Sicherlich schaffen es Bethesda immer wieder ihrer Spielwelten um großartige Ideen und neue Facetten zu bereichern, aber zuletzt in stärkerem Maße zulasten der Komplexität anderer Bereiche. Zu Skyrim wurden hier im Forum über die Zeit eine ganze Reihe mit einiger Wucht daherkommender Argumente diskutiert, bezüglich ernsthaft in Frage stellbarer Designentscheidungen weit abseits von Banalitäten wie Texturauflösung. Ich brauche das jetzt nicht alles wieder hervorholen.

Die Oblivion-Nebenquest "Paranoia" steht für mich in fast ikonischer Weise für das Ideal von interaktivem Storytelling, für eine echte, vielschichtige Symbiose von Spiel und Handlung. Kein: bleib hier stehen und dir wird was erzählt, dann lauf da drüben hin und kuck den Knalleffekt an und danach gibts wieder was erzählt. Sondern eine subtile Einladung zum Beobachten, eine ungemein belohnende Erfahrung des Eintauchens, wenn man dieser Einladung, sich auf das Spiel einzulassen und die Tiefe seiner Kulissen zu ergründen, Folge leistete und entgegen der Gewohnheit aktiv zum passiven Beobachter wurde und auch die Pointe nicht verpaßte, die ihre Form in den Ereignissen fand, die ihen Lauf nahmen, nachdem die Quest bereits als beendet aus dem Journal gestrichen und der Spieler in die Welt entlassen war.
Für mich Eine aus einer Reihe von Quests, die zu den Besten gehören, die je in einem Spiel umgesetzt wurden und der beste Beweis dafür, daß man sich bei Bethesda durchaus auf die hohe Kunst der leisen Töne versteht. Und mehr als das, sogar bereit war einer Vision zu folgen, in der Spielfreiheit ganz selbstverständlich mit Eigenverantwortung für Spielspaß einhergeht, auch auf die Gewissheit hin, daß der überwiegende Teil der Spieler nicht aufnahmefähig genug ist um wahrzunehmen, was sich auf Ebenen hinter den gewohnten Arbeitsroutinen abspielt.

Daher kann ich die Hauptquest von Fallout4, von der alles was ich bisher gesehen habe, sich an Plattheit und zwanghaftem Rollenvorgabefaschismus nur schwer überbieten läßt, nicht als statistischen Fehlgriff abtun, das ist ganz klar "Dünnes on demand"!
Und daß der eigenständig redende Spielcharakter und das in diesem Zusammenhang in gewisser Weise grundlegend veränderte Dialogsystem inklusive aller damit einhergehenden Einschränkungen, daß das eine linientreue Weiterentwicklung ist und nichts mit Anbiederung an den Massengeschmack zu tun hat, alle Ähnlichkeiten zu Erfolgsprodukten der Konkurrenz also auch nur rein zufällig sind, DAS kann mir nun Niemand verkaufen.
Schön formuliert :Daumenlinks:

Stimme dir da überwiegend zu, jedoch empfinde ich das Dialogsystem als allgemeines immer noch z.T in der Expirementierphase bzw Baustelle und muss sagen das die Textform oftmals mit meiner Gedult gespielt hat. Denn auch wenn diese Form vielfältiger war, gab es z.B. Daggerfall - Morrowind zu viel Copy&Paste oder Belangloses als Zeitfüller, dass ich das nicht nochmal durchkauen würde.

Der andere Punkt ist auch, dass das Auswählen von Fragen oder Antworten zu oft zum gleichen Dialog der NPC's führten."Nein" F4 ist nicht besser aber es ersparrt mir wertvolle "Zeit". Ich hoffe und wünsche mir aber, dass Dialoge generell einen Algorythmys bzw eine Form annehmen, durch die sie nicht mehr so leicht durchschaubar sind und Charaktermerkmale stärker in den Fordergrund gestellt werden, so dass man sich darin verlieren kann.

Deprisoph
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Re: Kommentar: Eine Lanze für Bethesda

Beitrag von Deprisoph » 21.11.2015 00:24

Luibl hat geschrieben:Andere zürnen und beginnen eine regelrechte Dekonstruktion des eigenen Hobbys, wenn nur Kleinigkeiten der eigenen Definition zuwider sind
Wie war das mit dem nicht anzündbaren Holz?
Aber schon richtig - Dekonstruktion betreibt Ihr hier auf 4Players tatsächlich nicht. Wär ja auch blöd, den Backofen für die eigenen Brötchen kaputt machen zu wollen. Aber gehts darum? Ist an die "dummen" Leser wirklich der Kommentar gerichtet? Was ist mit denen, die Luibl INHALTLICH ob seines Stils angreifen? Ich wiederhole das gern mal im Namen einiger anderer Leser:

Denn auch dieser Kommentar entlarvt Luibl als das, was er ist. Willkürlich, parteiisch und einzig SEINEM Spass ausgerichtet. Neutrale, journalistische Sachbezogenheit? Wasn das?

Ein Spiel macht Luib keinen Spass? Na dann isses Mist. Ein Spiel macht ihm Riesen-Spass? Na dann isses super. Prinzipiell wär das für jeden Blogger oder jeden Privatmann auch völlig OK. Wieso sollte man als Privatmann in seine Meinung einbauen, daß man selber auch Scheisse toll finden kann, oder tolle Dinge scheisse? Ein Fach-"Journalist" sollte aber genau dies tun. Luibl tut dies nicht. Oder definitiv zu selten. Und in Kommentaren wie diesem findet dann leider auch Null Selbstkritik statt - stattdessen sind nur da draussen die Dummen.

Wobei dieser Kommentar mit der Lobeshymne für Bethesda wirklich schon ziemlich surreal wirkt. Da verliert die Bezeichnung "unabhängig" jede Bedeutung.
Tatsache ist: In Bethesda-Spiele ist ne Menge scheisse. Sie verkaufen sich aber super und machen recht vielen Spielern Spass. In Bioware-Spielen ist ne Menge scheisse. Sie verkaufen sich ziemlich gut, vielleicht nicht ganz so super, machen aber auch recht vielen Spielern Spass. Bei dem Vergleich zu Dragon Age Inquisition zeigt sich dann endgültig die egomane Sichtweise von Luibl.
Luibl hat geschrieben: Der große Unterschied zwischen Bethesda und BioWare liegt nicht nur in der fehlenden Erfahrung: Die Kanadier haben mit ihrer offenen Welt ganz einfach Neuland betreten. Sie haben sich die Finger verbrannt, weil sie sich an erfolgreichen Vorbildern wie Assassin’s Creed orientiert und einen Spielplatz gebaut haben
WTF? Die "Finger verbrannt"? In welcher Hinsicht? Weil es dermassen viele Spieler schlecht fanden, wie Metacritic aussagt? Ähm - man Vergleiche bitte die Zahlen mit Fallout 4. Weil es dermassen viele Redaktionen schlecht fanden? Man vergleche bitte ebenfalls die Zahlen mit Fallout 4. Beide Spiele schneiden dort ähnlich ab. Weil sich Dragon Age Inquisition schlecht verkauft hätte? Es hat sich für Bioware ziemlich gut verkauft (man vergleiche mal DA:Origins oder ME1 mit Skyrim bzw. Oblivion).

Wieso zum Geier hat sich Bioware denn dann mit DA:I "die Finger verbrannt"? Ach so - deshalb:
Luibl hat geschrieben: Während mich Dragon Age: Inquisition also nach einem Dutzend Stunden schon komplett verloren hatte und nach dreißig Stunden weiter auf die Palme brachte
Weil es IHM nicht gefällt, hat sich eine Firma mit einem offensichtlichen Verkaufserfolg (und btw. letztjährigem Spiel des Jahres in diversen Publikationen) die "Finger verbrannt". Ja dann...

Ach übrigens... mir gefällt WEDER Fallout NOCH Dragon Age. Aber wenn ein Redakteur SEINEN Spielspass als EINZIGEN Maßstab für die Welt erklärt, die anderen entweder nichtmal wahrnimmt, abwertet und dann noch gleich allgemeingültige Aussagen macht, sich aber versucht, mit einer Subjektivitäts-Klausel ständig rauszureden... dann ist in seinem Kopf irgendwas schief gelaufen. Entweder bist Du subjektiv... dann formuliere auch so und unterlasse vor allem absurde Aussagen, die wie Marktanalysen klingen (da gehts nämlich vorwiegend um ZAHLEN - wir leben nunmal im Kapitalismus). Wenn Du aber ANALYSE betreiben willst, sei in der Lage, Dich wenigstens ein BIßCHEN von Deiner eigenen Spass-Meinung loszueisen.

Oder noch deutlicher formuliert: Es wär schön, wenn Du Dir Deiner Stellung als leitender REDAKTEUR endlich bewusst wirst. Da steht nicht Chefblogger... sondern Chefredakteur. Die Aussenwelt besteht nicht nur aus den dummen Kommentaren, die Du Dir gerne rausfischt, um Dich darüber zu erheben, sondern auch aus berechtigter Kritik Deiner ziemlich krassen Willkür, der Du recht selten äussere Wahrnehmungen entgegensetzt.

Solche Kommentare bin ich sonst nur von Bild & Co gewohnt. Ich bin einigermassen entsetzt, daß hier ein Chefredakteur sich selber den Bauch pinseln muss, weil er seinen PROFESSIONELLEN Spagat zwischen neutraler Sachbezogenheit und subjektiver Emotion nicht ANSATZWEISE zu Papier bringt.

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der Gaertner
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Re: Kommentar: Eine Lanze für Bethesda

Beitrag von der Gaertner » 21.11.2015 13:39

Dass einige Leute erwarten, dass wir die technischen Probleme oder die Steuerungsdefizite stärker gewichten, ist ja verständlich und auch unserem in vielerlei Hinsicht recht dämlichen, letztlich aber unverzichtbaren Wertungssystem geschuldet. Aber unsere Philosophie beinhaltet keine numerische Subtraktion von Kontrapunkten, weil das große Ganze letztlich viele Kleinigkeiten überstrahlen kann. Man denke an Shadow of the Colossus, das hinsichtlich Steuerung, Tearing, Grafik & Co ebenfalls Defizite hatte, aber natürlich unser Platin eroberte.
Dass Ihr die technischen Defizite eines Fallout 4 nicht in der Wertung berücksichtigt ist gelinde gesagt ziemlich willkürlich. Viele andere (und manchmal auch gute) Spiele werden hier zum Teil als unspielbar abgestraft. Gerade bei einem Fallout 4 könnt Ihr die Defizite und die eher unterdurchschnittlichen User-Meinungen (Steam/Metacritic/Amazon) doch nicht einfach ignorieren?! Und die (Be-)Wertung von SotC war ein Witz - für mich überhaupt erst mit der HD-Fassung spielbar und auf PS2 absolut nicht zuzumuten. Die Grafik und Sound sind das Eine, viele Bugs und Abstürze das Andere. Mit diesem Hype den Ihr hier darstellt, habt Ihr als Magazin auf jedenfall für mich an Seriösität verloren.
Zuletzt geändert von der Gaertner am 21.11.2015 13:47, insgesamt 1-mal geändert.

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Usul
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Re: Kommentar: Eine Lanze für Bethesda

Beitrag von Usul » 21.11.2015 13:45

fragID** hat geschrieben:Gerade bei einem Fallout 4 könnt Ihr die Defizite und die eher unterdurchschnittlichen User-Meinungen (Steam/Metacritic/Amazon) doch nicht einfach ignorieren?!
Die Defizite mal außen vor gelassen: Warum sollte man die User-Meinungen nicht ignorieren, wenn man seine eigene Meinung ausdrücken will. Wenn mir ein Spiel super gut gefällt, vielen anderen aber nicht - muß ich dann meine Meinung revidieren? Das hielte ich dann doch für etwas irrsinnig. :)

Und die (Be-)Wertung von SotC war ein Witz - für mich überhaupt erst mit der HD-Fassung spielbar und auf PS2 absolut nicht zuzumuten. Die Grafik und Sound sind das Eine, viele Bugs und Abstürze das Andere. Mit diesem Hype den Ihr hier darstellt, habt Ihr als Magazin auf jedenfall für mich an Seriösität verloren.
Die Wertung für Shadow of the Colossus war wirklich ein Witz - denn DAS Spiel hätte seinerzeit die 100% verdient gehabt.

Wie du siehst unterscheiden sich so die Geschmäcker. Abgesehen davon, wenn ich mir deine Argumentation zueigen machen würde, könnte ich jetzt antworten:
WAS?! SotC nicht zuzumuten?! Wie kannst du das denn behaupten?! Schau dir den Userscore zu dem Spiel an! Es wird von den meisten gelobt, das Spiel kann doch nicht schlecht sein!!!!


Mach ich aber nicht. Denn das wäre genauso irrsinnig.

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oppenheimer
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Re: Kommentar: Eine Lanze für Bethesda

Beitrag von oppenheimer » 21.11.2015 14:00

Eben. Pfeif auf den userscore. Die meiste "Kritik", die ich bisher so gesehen habe, war ohnehin indifferenziertes Geheule irgendwelcher aufgedrehter Leute, die so überhyped waren, dass sie mit Fallout 4 die eierlegende Brahminsau erwarteten.
Ich meine, man muss sich nur mal die Steam-Foren ansehen. Da gibt's allein schon dutzende Seiten, wo Leute sich beschweren, wie kacke das Spiel doch läuft und dann stellt sich raus, dass sie nicht mal die Mindestanforderungen erfüllen. Nur so als Beispiel.

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Wurmjunge
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Re: Kommentar: Eine Lanze für Bethesda

Beitrag von Wurmjunge » 22.11.2015 15:26

an_druid hat geschrieben: Stimme dir da überwiegend zu, jedoch empfinde ich das Dialogsystem als allgemeines immer noch z.T in der Expirementierphase bzw Baustelle und muss sagen das die Textform oftmals mit meiner Gedult gespielt hat. Denn auch wenn diese Form vielfältiger war, gab es z.B. Daggerfall - Morrowind zu viel Copy&Paste oder Belangloses als Zeitfüller, dass ich das nicht nochmal durchkauen würde.

Der andere Punkt ist auch, dass das Auswählen von Fragen oder Antworten zu oft zum gleichen Dialog der NPC's führten."Nein" F4 ist nicht besser aber es ersparrt mir wertvolle "Zeit". Ich hoffe und wünsche mir aber, dass Dialoge generell einen Algorythmys bzw eine Form annehmen, durch die sie nicht mehr so leicht durchschaubar sind und Charaktermerkmale stärker in den Fordergrund gestellt werden, so dass man sich darin verlieren kann.
Im Großen und Ganzen muß ich dir Recht geben, gerade in deinem letzten Satz formulierst du einen sehr interessanten Gedanken, der mich auch schon des Öfteren beschäftigt hat.
Die Dialogverzweigungen in Abhängigkeit von besonderen Charakterfähigkeiten und-eigenschaften zu setzen, erscheint mir dabei auch nur vollkommen logisch. Das setzt allerdings ein Charakterfortschrittssystem voraus, das langfristige Spezialisierungen (und damit verbundene Einschränkungen) und besondere Charaktereintwicklungen überhaupt ermöglicht, genauso wie Quests und Storyverknüpfungen, die von vornherein so konzipiert sind, daß sie mit unterschiedlicher Charakterentwicklung arbeiten können. Beides war in Spielen von Bethesda eigentlich noch nie so richtig gegeben. Obsidion hat mit NewVegas in der Beziehung schon vieles besser gemacht, was ich mir dort dann oft gewünscht habe, war eine Option zur alternativen Kurzversion mancher Dialogstränge, was sich rollenspieltechnisch sicher auch durchaus sinnvoll umsetzen ließe auf die eine oder andere Weise.

Der inhaltliche Mangel an rollenspielerischen Qualitäten der Dialoge in Fallout4 ist für mich aber die harmlosere Seite des Problems, für mich persönlich ist die Formgebung die weitaus schlimmere Katastrophe. Zum Einen sehe ich gerade für die "Zeitersparnis" des Spielers große Vorteile in der alten Textform, auch schafft das Lesen eine Nische für die persönliche Phantasie und es kann damit einfach mehr Inhalt bei einem geringeren Entwicklungsaufwand geschaffen werden.
Zum Anderen, und da wird mich mancher belächeln der davon nicht betroffen ist, ist es der Immersionsbruch, den ich nicht verdauen kann. Echte Immersion ist für mich leider nur mit einer Perspektive aus der Ersten Person möglich, deshalb waren Bethesda für mich auch immer die Nummer Eins, ganz einfach weil sie ungeachtet jeweils aktueller Moden immer am Konzept der immersiven First-Person-Erfahrung inklusive Dialoge festgehalten haben.
Daß mein virtuelles Ich nun selbstständig vor sich hin brabbelt und ich ihm in Dialogen auf Stichworte beim Reden zuschauen muß, wäre für mich höchstens mit einem Fall allerschwerster Persönlichkeiststörung zu erklären, das ist in der Form für mich ein knallharter Brecher. Ich sehe dahinter das Aufgeben einer grundlegenden Designphilosophie von Seiten Bethesdas, weil ich auf verschiedenen Ebenen direkt betroffen bin. Deshalb ist für mich die Aussage, Bethesda sei der eigenen Linie treu geblieben und damit zum Mainstream avanciert, einfach falsch und das wäre sie auch, wenn mir die frappierende Ähnlichkeit der neuen Dialoge zu denen der Third-Person-Only-Spiele von Bioware nicht sofort ins Auge springen würde. Ich kann in dieser Form leider nicht das geringste Potenzial für Weiterentwicklung erkennen, ausschließlich eine Tendenz zu immer stärker seifenoperartig geprägter Dramaturgie und einer Solchen entsprechenden Inhalten.

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oppenheimer
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Re: Kommentar: Eine Lanze für Bethesda

Beitrag von oppenheimer » 22.11.2015 17:15

Wurmjunge hat geschrieben:Daß mein virtuelles Ich nun selbstständig vor sich hin brabbelt und ich ihm in Dialogen auf Stichworte beim Reden zuschauen muß, wäre für mich höchstens mit einem Fall allerschwerster Persönlichkeiststörung zu erklären, das ist in der Form für mich ein knallharter Brecher.
Die dritte Person in Dialogen lässt sich aber im Optionsmenü abschalten. Ja, ein schwacher Trost, aber immerhin.

Ich bin generell auch eher ein Freund des klassischen Dialogsystems. Mit einer Ausnahme: Bei Alpha Protocol hat es meiner Meinung nach richtig Sinn ergeben. Vor allem die Entscheidungen unter Zeitdruck fand ich bemerkenswert.

Ich bin froh über die kompetenten Sprecher in Fallout 4 (kenn nur die englische Fassung), die Regie ist gut, aber wenn ich jetzt einen völligen Psychopathen spielen wollte, wäre der Immersionsbruch extrem. Eine Weiterentwicklung in den Dialogen kann ich allerdings schon erkennen. Immerhin haben Bethesda diesmal ein paar halbwegs erinnerungswürdige Charaktere wie etwa Nick Valentine erschaffen, über die ich mehr erfahren will. Ich kann mich an keinen NPC aus Morrowind erinnern. Immerhin.

Chaftain
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Re: Kommentar: Eine Lanze für Bethesda

Beitrag von Chaftain » 22.11.2015 17:35

Man könnts auch anders formulieren, mit einem anderen Medium als Beispiel.
Ich hab in der 2ten Klasse meine erste Green Day cd bekommen.(Dookie, bestes Album...von meinem Onkel...beste kindheitserrinerung.. :D :)).Das führte mich von Punk über Crossover, zu Hip Hop um dann letztendlich doch in der Metal Welt zu versinken.
Jede Musik die nicht nach Vorne gegangen ist hab ich gemieden...und hab gerne mit Ausdrücken wie Kommerzscheiss um mich geschmissen.Mit fortschreitendem Alter hab ich irgendwann festgestellt warum ich meine Lebensabschnitte mit verschiedenen Genres verbracht habe. Gut ist Ansichtssache.Geschmäcker sind verschieden.Über die seltsame Einstellung von diversen Küntlern und miesen Konzert Auftritten hab ich immer wieder hinweg geschaut(Kurz:Die Kameraeinstellung war scheisse, Die Auftritte verbuggt mit Absturzgefahr u.s.w)...Musik ist eine Leidenschaft.

Ich bin immernoch vertreter der Alternativen Musik, und höre überwiegend etwas härtere schoten, aber zu einem Rihenna Song zu sagen er ist...sch'''', wenn er im Radio gespielt wird ,ist mittlerweile nicht mehr so einfach.
Privat würde ich mir sowas nie anhören...nein mehr noch...aus meinem privaten Räumen gehört sie verbannt aber dennoch muss ich auf der Arbeit mit summen nicken und pfeifen...es beisst sich bloß mit dem was ich jahrelang vertreten hab."Scheiss megareiche superzicken, mit zu viel Geld, zu viel Alyren und pseudo Gelaber die jedes Wort in den Mund gelegt bekommen.So viel Geld haben die für das NICHT!!! mitdenken einfach nicht verdient."
Die Produzenten umso mehr...denn etwas zu finden was Millionen von Menschen erreicht...kann es einfach nicht schlecht sein.

Ein paar Freunde von mir spielen fallout 4 und dort ist es die gleiche Reaktion wie auf 4Players.Verbuggtes Dreckspiel, aber spielen tun sie es wie die blöden.

Ja ich finde auch das 4Players eingentlich kein Wetrungssystem braucht. In irgendeinem Jahr ging es wieder um den PES gegen Fifa Vergleich....Fifa wurde als bessere Spiel bewertet...warum???Weil die Kulisse klasse aussieht und die Fan Gesänge besser waren u.s.w..aber im Kern war PES das bessere Spiel...aber hat schlechter abgeschnitten.
Wem interessiert die Perepherie???(Fallout 4).

CoD.. ;) Jahrelang das gleiche Problem...ein Spiel was wie Fifa prinzipiell nur aufbereitet wird...aber kriegt immer ein guten Wertungsschnitt wo das wieder bei einem anderen Spiel ein No go ist. u.s.w

Zurück zu Fallout 4...

Da ist es das selbe wie bei Fifa und CoD...Technik scheisse....aber dafür hast du eine lebende atmende Welt mit so viel freiheiten und so viel zu entdecken das es an unseren Urinstinkten nagt....sammeln und forschen...und jeder der 2 funktionierende Gehirnhälften hat wird auch genau dadrauf anspringen. Und das macht Fallout 4 im moment einfach besser als jedes andere Game.

Z.B Witcher 3 ist für mich kein kein Open World Titel, es ist doch sehr statisch.Das Craften ist langweilig...und irgendwie, auch wenn man mal zufällig was tolles findet, sind selbst die Wege zum erforschen schon vorher festgelegt wurden.

Fallout 4 setzt auf Erkundung pur...und ich finde den Kompromiss ehrlich gesagt klasse. Für mich war es klar das es an jeder Ecke etwas zum rum buggen gibt....bei einer so komplexen Welt ist es auch zu erwarten... ;)

Ich spiel aufjedenfall erstmal Fallout 2 zum 1000000 mal durch und dann kommt der vierte Teil..:)

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Serious Lee
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Re: Kommentar: Eine Lanze für Bethesda

Beitrag von Serious Lee » 22.11.2015 20:08

Grabo hat geschrieben:
Marobod hat geschrieben:
8BitLegend hat geschrieben:

Es gibt mir zu viele RPG auf dem markt ,die ausschließlich in 3rd person spielen, dabei verstehe ich nichtmal den Sinn bei dieser Art von Ansicht ;)
Der Sinn besteht darin, dass man sieht wie cool man aussieht (oder wie bescheuert, sexy, je nach dem) und man sieht halt die Aktionen des Chars besser. Aber es spielt sich definitiv besser in first Person, die ich bei Fallout definitiv bevorzuge.
Ansichtssache ( im wahrsten Sinne des Wortes ;) )

3rd Person halte ich aus Übersichtlichkeitsgründen für deutlich besser spielbar. Ich habe First Person bei GTA V zuletzt ausprobiert - wenn das Spiel nur so auf den Markt gekommen wäre, hätte ich es nicht angefasst. Die Spielbarkeit war quasi auf Knopfdruck dahin.
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